Inklusives und exklusives "wir"
zum Beispiel im Martuthunira, Australien
Die Verwendung des Wortes wir im Deutschen kann unter Umständen zu Missverständnissen führen. Nehmen wir einmal an, dass nach dem Essen ein Kind zu seiner Mutter sagt: "Wir müssen noch den Abwasch machen!" Daraufhin protestiert die Mutter mit dem Hinweis: "Wir hatten doch vereinbart, dass das eure Sache ist!". Das Kind hatte aber eigentlich sich und seinen Bruder gemeint. Ein solches Missverständnis wäre im Martuthunira ausgeschlossen. Hier würde das Pronomen nganarna verwendet, wenn - wie in diesem Fall - der oder die Angesprochene ausgeschlossen ist (exklusives "wir"), und ein anderes Pronomen, ngaliwa, wenn er oder sie eingeschlossen ist, wenn also in diesem Fall das Kind tatsächlich die Mutter mitgemeint hätte (inklusives "wir").