Heinrich Barth lebte ein halbes Jahr in Timbuktu und in der näheren Umgebung der Stadt. In dieser Zeit sammelte er Informationen über Leben, Sitten, Geschichte und Sprache der Tuareg. Dabei stand er unter persönlichem Schutz des Scheikh al-Baqqai, mit dem ihn bald eine tiefe Freundschaft verband. Der Muslim schätzte das Gespräch mit dem Christen und erlaubte Barth Einsicht in wertvolle Handschriften, vor allem in Chroniken, welche die Geschichte des Sudan enthielten und Barth in seiner Überzeugung bestärkten, daß Afrika kein geschichtsloser Kontinent ist. AI-Baqqai stellte Barth auch das Haus zur Verfügung, das heute als Gedenkstätte des großen Afrikareisenden dient.
