Kurze Beschreibung der Methode
Primäre und sekundäre Quellen
Theoretische und praktische Begründung
Darstellung der Methode
Beispiele
Reflexion der Methode
Praxiserfahrungen

1. Kurze Beschreibung der Methode

Cognitive Apprenticeship („kognitive Lehre“) ist eine Methode, die im Sinne von Meister-Lehrlings-Verhältnissen kognitive Prozesse für den Lernenden sichtbar machen soll. Hierbei versucht man die Vorteile einer praktischen Lehre auch für die theoretische Ausbildung zu nutzen. Die praktische Ausbildung soll die Prozesse bis zur Fertigstellung eines Konstrukts/ Produkts sichtbar machen, die bei einer theoretischen Ausbildung unsichtbar bleiben. Der Ansatz wird durch eine Theorie situierter Kognition begründet und steht in enger Verbindung zum situierten Lernen. Es handelt sich um einen sozial-konstruktivistisch begründeten Ansatz, der deutlich Prinzipien einer konstruktivistischen Didaktik trägt.

Die Arbeitsschritte im Rahmen einer praktischen Lehre z.B. zum Tischler sind klar durch Handlungsfolgen ersichtlich. Der Auszubildende sieht jeden einzelnen Arbeitsschritt auf dem Weg zum Endprodukt und erkennt dessen Bedeutung für die Fertigstellung desselben. Durch diese Einsicht über die Bedeutung der Teilschritte sind diese für den Lerner logisch und können ohne Probleme nachvollzogen und abgespeichert werden, so dass er in der Lage ist, sie ebenfalls auszuführen.Diese Ersichtlichkeit von Handlungsfolgen soll auch auf unsichtbare Denkschritte übertragen werden, damit auch hier die Bedeutsamkeit für das Endprodukt offensichtlich wird.

Der Cognitive Apprenticeship ist durch die vier Phasen gekennzeichnet:

  • Modeling (Vorführen),
  • Scaffolding (unterstützte Eigentätigkeit),
  • Fading (Nachlassen der Unterstützung durch den Lehrer bei steigender Kompetenz der Lerner)
  • und Coaching (betreutes Beobachten).

Der Lehrende/Ausbilder führt am Anfang den Lernern die einzelnen Arbeitsschritte an einem Modell vor (Modeling). Danach sollen die Lerner die einzelnen Arbeitsschritte selbstständig mit Hilfestellung des Lehrenden selbst durchführen (Scaffolding). Mit zunehmender Kompetenz des Lerners nimmt die Unterstützung durch den Lehrenden immer mehr ab (Fading). Der Lehrende muss dabei den Lernprozess der Lerner genau beobachten, um adäquate Hilfestellungen geben zu können (Coaching).


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