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Die medial inszenierten Diskussionen um den "Fall" der Terri Schiavo haben auch in Deutschland einmal mehr eine Patientengruppe ins Rampenlicht gerückt: die sog. Wachkoma-Patienten. Der angemessene Umgang mit ihnen war Gegenstand eines transdisziplinären Symposions, das Ende 2004 an der Universität zu Köln stattgefunden hat. Dessen Erträge sind in dem vorliegenden Band publiziert. Zusätzlich wird die - zum Teil noch unveröffentlichte - Rechtsprechung zur Problematik in einem Anhang dokumentiert. |
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In der neonatalen Stammzellforschung wurden seit der ersten Nabelschnurbluttransfusion im Jahre 1988 große Fortschritte erzielt. Die Anwendungsgebiete für Therapien mit neonatalen Stammzellen werden immer zahlreicher. Dementsprechend breit gefächert sind die Hoffnungen, die seitens der Patienten an die neonatale Stammzellforschung geknüpft werden. Daher ist es unerlässlich, den rechtlichen Rahmen für den Umgang mit neonatalen Stammzellen abzustecken. Diesem Ziel ist das vorliegende Werk gewidmet, wobei insbesondere am Nabelschnurblut bestehende Rechte, Einwilligungserfordernisse hinsichtlich der Gewinnung, Verarbeitung und Anwendung desselben sowie arzneimittel- und transfusionsrechtliche Pflichten untersucht werden. |
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Seit der ersten Herztransplantation 1967 hat sich die Organtransplantation in vielen Ländern zu einem etablierten medizinischen Verfahren entwickelt. Diskutiert werden nach wie vor die Fragen nach einer möglichst großen Verteilungsgerechtigkeit, der Sicherstellung autonomen Handelns lebender Spender eines Organs, sowie der postmortalen Organentnahme. Von besonderem Interesse nicht zuletzt für den Diskurs in Deutschland sind dabei ausländische Erfahrungen. Wegen weitgehend paralleler verfassungsrechtlicher Grundwertungen verspricht insoweit der Blick auf die Schweiz besonderen Erkenntnisgewinn. Die Arbeit stellt eine Kommentierung des neuen Schweizer Transplantationsgesetzes im Lichte der Bundesverfassung einschließlich rechtsvergleichender Überlegungen dar. |
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Die institutionell-organisatorischen, gesundheitsrechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen der Palliativmedizin in Deutschland, darüber hinaus aber auch ethische Aspekte (Sterbehilfe, palliative Sedierung) waren Themen eines Symposions, das Ende 2005 an der Universität zu Köln stattgefunden hat. Dessen Erträge sind in dem vorliegenden Band ebenso dokumentiert wie ein von der Deutschen Hospiz Stiftung als Mitveranstalterin des Symposions vorgelegter Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der palliativen und hospizlichen Leistungen. |
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Der Slogan "Vorsorgen ist besser als heilen" wird von Kritikern für viele Frühuntersuchungsuntersuchungen in Frage gestellt. Während deren Nutzen oft fraglich ist, können Teilnehmer einen Schaden erleiden, wenn sie aufgrund verdächtiger Befunde einem invasiven Untersuchungs- und Behandlungsprogramm unterworfen werden. Die vorliegende Arbeit von Ulrich Stockter weist nach, dass erhöhte rechtliche Anforderungen an eine differenziertere und verständlichere Aufklärung über den Nutzen und die Risiken der Teilnahme an Screeningprogrammen eine konsequente Fortführung der bestehenden Rechtsprechung zur Patientenaufklärung darstellen. |