Variablenerklärung zum Aufsatz von Michael Wagner, Imke Dunkake und Bernd Weiß: Schulverweigerung - Empirische Analysen zum abweichenden Verhalten von Schülern

[KZfSS, 56, 2004: 457-489]

 

Theoretisches Konstrukt

Variablenname

Beschreibung

Abhängige Variablen

Schulschwänzen

Anzahl der unentschuldigten Fehlperioden (mindestens einen Schultag) während der letzten 12 Monate

 

Schulverweigerung

Der Befragte weist mindestens 6 Fehlperioden auf (0/1)

Soziodemographie

Geschlecht

Geschlecht des Befragten: Jungen (0), Mädchen (1)

 

Jahrgangsstufe

Jahrgangsstufe des Befragten (8–10)

Emotionale Bindung an die Eltern

Verhältnis zum Vater in Schulnoten

Der Befragte wurde gebeten, das Verhältnis zu seinem Vater in Schulnoten (1–6) auszudrücken.

 

Verhältnis zur Mutter in Schulnoten

Der Befragte wurde gebeten, das Verhältnis zu seiner Mutter in Schulnoten (1–6) auszudrücken.

Erziehungsstil

Häufige elterliche Kritik

Meine Eltern kritisieren mich wegen jeder Kleinigkeit. (1) stimmt gar nicht – (4) stimmt genau.

 

Häufig Streit mit Eltern

Zwischen mir und meinen Eltern kommt es häufiger zu Streit. (1) stimmt gar nicht – (4) stimmt genau.

Disziplinierungsstil

Häufig Schläge vom Vater

Befragter wurde nach eigenen Angaben in der Vergangenheit häufiger vom Vater geschlagen oder verprügelt. (1) stimmt gar nicht – (4) stimmt genau.

 

Häufig Schläge von Mutter

Befragter wurde nach eigenen Angaben in der Vergangenheit häufiger von der Mutter geschlagen oder verprügelt. (1) stimmt gar nicht – (4) stimmt genau.

Beaufsichtigung (Supervision)

Elterliche Beaufsichtigung

Nach Angaben des Befragten wissen die Eltern fast immer mit wem er sich trifft und wo diese Treffen stattfinden. (1) stimmt gar nicht – (4) stimmt genau.

 

Beziehung zu Lehrern

Befragter gibt an, dass sich die meisten Lehrer um ein gutes Verhältnis mit den Schülern bemühen. (1) stimmt gar nicht – (4) stimmt genau.

Schulische Investitionen

Schulische Investitionen

Befragter gibt an, sich in der Schule ziemlich anzustrengen: (1) stimmt gar nicht – (4) stimmt genau.

Außerschulische Tätigkeiten

Vereinsmitgliedschaften

Mitglied in einer Umweltschutz-/Menschenrechtsgruppe, einer freiwilligen Hilfsorganisation oder den Pfadfindern beziehungsweise sonstigen kirchlichen Jugendgruppe (0/1).

Anerkennung von Normen und Werten

Gesetzeskonformes Verhalten

„Man sollte sich an die Gesetze halten, auch wenn die eigenen Interessen dabei zu kurz kommen.“ (1) stimmt gar nicht – (4) stimmt genau.


Sozioökonomischer Status

Elterliches Berufsprestige

Maximum des vierstufigen Berufsprestige-Index von Vater oder Mutter des Befragten nach Ganzeboom: (1) niedriges Berufsprestige – (4) hohes Berufsprestige.

 

Institutionalisierte Mittel

Notendurchschnitt

Arithmetisches Mittel aus der Deutsch- und Mathematiknote des letzten Zeugnisses (1–6).

 

 

Mangelhafte Leistung(en)

Der Befragte berichtet, im letzten Zeugnis mindestens eine 5 in den Fächern Deutsch und/oder Mathematik bekommen zu haben (0/1).

 

 

Klasse wiederholt

Der Befragte hat schon einmal eine Klasse wiederholt (0/1).

 

Nicht institutionalisierte Mittel

Einkünfte aus Erwerbstätigkeit

Monatliches Einkommen durch Erwerbstätigkeit in Euro.

 

 

Zeitaufwendige Erwerbstätigkeit

Der Befragte hat ein Erwerbseinkommen über 220 Euro (0/1).

 

 

Kontakthäufigkeit zu Freunden

Der Befragte trifft sich jeden Tag der Woche (Montag – Freitag) mit seinen Freunden (0/1).

 

 

Treffpunkt mit Freunden in der Öffentlichkeit

Der Befragte trifft sich oft mit seinen Freunden auf der Straße oder Plätzen (0/1).

 

Städtische Subkultur

Desorganisation des Wohnviertels

Aus Merkmalen der subjektiven Wahrnehmung des eigenen Wohnumfeldes wurde ein Index gebildet, der in (0) hoher, (1) mittlerer, (2) geringer Desorganisationsgrad trichotomisiert wurde.

 

 

Freunde schwänzen

Mehrere Freunde des Befragten haben schon einmal einen ganzen Tag oder mehrere Tage die Schule geschwänzt (1). Die Antworten ‚einer’, ‚keiner’ und ‚weiß nicht’ wurden als 0 codiert.