Botanische Wanderung nach Südwestdeutschland

 

25.07. – 03.08.2005

 

 

 

Durchgeführte Wanderungen:

26.07.05 Niederrotweil - Bitzenberg - Ebnet – Bickensohl - Oberrotweil - Niederrotweil

27.07.05 Taubergießen

28.07.05 Feldberg, Feldberghaus - Feldsee – Feldseemoor, Hinterzartener Moor

29.07.05 Kalkhügel Strangenberg, Bollenberg bei Rouffach/Elsaß

30.07.05 Buchswald bei Grenzach-Wyhlen, Isteiner Klotz, Totengrien

31.07.05 Deggenreuschen-Rauschachen (Orchideenwald bei Hüfingen/Baar), Wutach  Schlucht

01.08.05 Oberberg - Badberg

02.08.05 Fahrt über Colmar, Munster, die Col de la Schlucht auf den Hohneck

03.08.05 Rückfahrt, Sandhausener Düne bei Heidelberg

 

Teilnehmer:

 

Monika Altemeier, Köln

Gundel und Prof. Hermann Bothe, Erftstadt-Bliesheim

Burkhard Fielitz. Köln

Waltraud und Prof. Frank Herzfeld, Kronberg, Taunus

Ingrid Kaufeld, Köln

Barbara Knopp, Vettelschoß

Maritta und Dr. Ernst Lünebach, Erftstadt-Lechenich

Irmgard Nehk, Erftstadt-Lechenich

Clementine und Dr. Heinrich Osthoff, Hürth

Regine und Dr. Rolf Sievers, Bonn

Ursula Wachholz, Köln

Ursula Wrobel, Köln

 

Protokoll: erstellt von Ursula Wrobel aufgrund der Aufzeichnungen von Hermann Bothe, Burkhard Fielitz, Barbara Knopp, Dr. Rolf Sievers, Ursula Wrobel

 

Planung und Leitung der Exkursion: Hermann Bothe

 

Standquartier Gasthof Goldener Engel in Ihringen/Kaiserstuhl (gutes Quartier, allerdings nur durchschnittliches Speiselokal)

 

Ihringen ist eine Gemeinde westlich von Freiburg im Breisgau, am Südhang des Kaiserstuhls gelegen. Sie ist als Weinanbauort und "wärmster Ort Deutschlands" bekannt. Ihringen wurde erstmals 962 als Uringa urkundlich erwähnt. Über die Markgrafschaft Baden-Durlach kam es zum Großherzogtum Baden. Seit 1952 gehört der Ort zu Baden-Württemberg. Auf der Kirche brüteten auf dem seit 50 Jahren leer stehenden Storchennest wieder Störche. Sie zogen zwei Jungstörche groß. Am 05.07.05 wurden die ca. 50 Tage alten Jungtiere mit Hilfe der Feuerwehr beringt.

 

 

 

 

26.07.05 Kaiserstuhlwanderung.

 

Start: Niederrotweil Parkplatz an St. Pantaleon. Es ging den Kreuzweg hinauf, vorbei am Naturschutzgebiet Bitzenberg und Ebnet bis zum Ort Bickensohl. Dort bewunderten wir die ausgeprägten Hohlwege (Eichgasse). Durch die Weinberge ging es über Oberrotweil nach Niederrotweil zurück.

Der Kaiserstuhl erhebt sich westlich von Freiburg aus der oberrheinischen Tiefebene, ist vulkanischen Ursprungs. Seinen Namen hat der Kaiserstuhl vermutlich von König Otto III., der bei Sasbach 994, zwei Jahre vor seiner Krönung zum Kaiser, einen Gerichtstag abhielt. In seiner weitesten Ausdehnung vom Südwesten bei Ihringen bis zum Riegeler Michaelsberg im Nordosten ist der Kaiserstuhl 16 km lang. Seine größte Breite beträgt 12,5 km. Totenkopf (558 m), Neunlinden (556 m) und Eichelspitze (520 m) sind seine höchsten Erhebungen. Klimatisch ist der Kaiserstuhl mit stellenweise mediterranem Klima der wärmste Ort Deutschlands und durch seine mit Löss bedeckten vulkanischen Böden ein sehr gutes Wein-Anbaugebiet.

Botanisch zeichnet sich der Kaiserstuhl durch eine Fülle von submediterranen Arten aus (Reste des submediterranen Flaumeichenwaldes). Die namensgebende Flaumeiche (Quercus pubescens) kommt wohl nur noch als Bastard  mit Quercus robur oder Q.  petraea vor und wurde von uns – mehr oder weniger eindeutig - auch als Bastard gefunden. An den südexponierten Hängen, vor allem am Badberg, gibt es Anklänge an eumediterrane Trockenrasen (Xerobrometen).

 

Acer campestre, Feld-Ahorn

Achillea millefolia, Gemeine Schafgarbe

Acinos arvensis (= Calamintha acinos, Satureja acinos, Clinopodium acinos), Feld-Steinquendel

Aegopodium podagraria, Geissfuss, Giersch

Agrimonia eupatoria, Odermennig

Agropyron repens ssp. glaucum, Blaue Quecke

Alliaria petiolata, Knoblauchsrauke

Allium vineale, Weinbergslauch

 Amaranthus retroflexus, Rauhhaariger Fuchsschwanz

Aquilegia vulgaris, Gemeine Akelei

Anthyllis vulneraria, GemeinerWundklee

Arrhenatherum elatius, Glatthafer

Asparagus officinalis, Gemüsespargel

Asperula cynanchia, Hügelmeister

Betonica officinalis (= Stachys officinalis, Stachys betonica), Heil-Ziest

Briza media, Zittergras

Berberis vulgaris, Berberitze

Bromus erectus, Aufrechte Trespe

Bromus inermis, Grannenlose Trespe, Wehrlose Trespe

Bryonia diocia, Zaunrübe

Bupleurum falcatum, Sichelblättriges Hasenohr

Calystegia sepium, Zaunwinde

Campanula glomerata, Büschel-Glockenblume

Campanula persicifolia, Pfirsichblättrige Glockenblume

Centaurea jacea, Wiesen-Flockenblume

Centaurea scabiosa, Skabiosen-Flockenblume

Chondrilla juncea, Grosser Knorpellattich

Cichorium intybus, Wegwarte

Circaea lutetiana, Großes Hexenkraut

Cirsium vulgare, Gemeine Kratzdistel

Clematis vitalba, Gemeine Waldrebe

Clinopodium vulgare, Gewöhnlicher Wirbeldost

Convallaria majalis, Maiglöckchen

Convolvulus arvensis, Ackerwinde

Conyza canadenesis (= Erigeron canadensis), Kanadisches Berufkraut

Crepis capillaris, Kleinköpfiger Pippau

Coronilla varia, Bunte Kronwicke

Cornus mas, Kornelkirsche

Diplotaxis tenuifolia, Schmalblättriger Doppelsame

Dipsacus silvester, Wilde Karde

Crepis capillaris, Kleinköpfiger Pippau

Daucus carota, Wilde Möhre

Echinocloa crus-galli, Hühnerhirse

Epilobium angustifolium, Schmalblättriges Weidenroschen

Erodium cicutarium, Gemeiner Reiherschnabel

Eryngium campestre, Feld-Mannstreu

Erigeron annus, Feinstrahliges Berufkraut, Einjähriges Berufkraut

Euphorbia amygdaloides, Mandelblättrige Wolfsmilch

Euphorbia esula, Esels-Wolfsmilch

Euphorbia stricta, Steife Wolfsmilch

Euphorbia seguieriana, Steppen-Wolfsmilch

Falcaria vulgaris, Sichelmöhre

Fallopia convolvulus, Windenknöterich

Galium glaucum(= Asperula glauca), Blaugrünes Labkraut

Galium verum, Gelbes Labkraut, Echtes Labkraut

Genista tinctoria, Färberginster

Geranium molle, Weicher Storchschnabel

Geranium robertianum, Ruprechtskraut

Geranium rotundifolium, Rundblättriger Storchschnabel

Geranium sanguineum, Blutstorchschnabel

Geum urbanum,Gemeine Nelkenwurz

Glechoma hederacea, Gundermann, Gundelrebe

Globularia punctata, Gewöhnliche Kugelblume

Helianthemum nummularium, Gemeines Sonnenröschen

Heracleum sphondylium, Gemeiner Bärenklau

Hordeum murinum, Mäusegerste

Hypericum montanum, Berg-Johanniskraut

Hypericum perforatum, Gemeines Johanniskraut, Tüpfel-Johanniskraut

Inula conyza, Dürrwurz

Inula salicina, Weiden-Alant

Iris germanica, Deutsche Schwertlilie

Isatis tinctoria, Färberwaid

Lactuca serriola, Kompaßlattich

Lamium maculatum, Gefleckte Taubnessel

Lamium purpureum, Rote Taubnessel

Lapsana communis, Rainkohl

Lathyrus pratensis, Wiesen-Platterbse

Ligustrum vulgare, Gemeiner Liguster

Linum catharticum, Purgier-Lein, Wiesenflachs

Lotus corniculatus, Hornklee

Malva neglecta, Kleine Malve, Weg-Malve

Malva alcea, Sigmarswurz

Malva sylvestris, Wilde Malve

Medicago falcata, Sichel-Luzerne, Sichelklee

Medicago sativa, Saat-Luzerne

Melampyrum arvense, Acker-Wachtelweizen

Mercurialis annua, Einjähriges Bingelkraut

Myosoton aquaticum (= Stellaria aquatica), Wasserdarm

Nigella damascena, Jungfer im Grünen

Oenothera biennis, Gemeine Nachtkerze

Ononis spinosa, Hauhechel

Origanum vulgare, Wilder Majoran

Petrorhagia prolifera, Sprossende Felsennelke

Plantago major, Breitwegerich

Portulaca oleracea ssp. sativa, Gemüse-Portulak

Prunella grandiflora, Großblütige Braunelle

Quercus pubescens x Q. robur und/oder Q. petraea, erstaunlich nahe an Q. pubescens, Flaum-Eichen-Hybrid

Reseda lutea, Gelbe Reseda

Rhinanthus alectorolophus, Zottiger Klappertopf, Behaarter Klappertopf

Robinia peudoacacia, Schein-Akazie, Robinie

Salvia pratensis, Wiesen-Salbei

Sambucus nigra, Schwarzer Holunder

Sanguisorba officinalis, Großer Wiesenknopf

Saponaria officinalis, Gemeines Seifenkraut

Sempervivum tectorum, Echte Hauswurz

Senecio erucifolius, Raukenblättriges Greiskraut

Senecio vulgaris, Gemeines Greiskraut

Setaria viridis, Grüne Borstenhirse

Silene vulgaris, Gemeines Leimkraut

Solidago canadensis, Kanadische Goldrute

Stachys recta, Aufrechter Ziest

Stellaria media, Vogelmiere

Tanacetum corymbosum, Straussblütige Wucherblume, Straussmargarite

Taraxacum officinale, Gemeiner Löwenzahn

Teucrium montanum, Berg-Gamander

Teucrium chamaedrys, Edel-Gamander

Thalictrum minus, Kleine Wiesenraute

Torilis japonica, Gewöhnlicher Klettenkerbel

Trifolium repens, Weissklee

Tussilago farfara, Huflattich

Ulmus minor, Feld-Ulme

Ulmus glabra, Berg-Ulme

Urtica urens, Brennessel

Valeriana officinalis, Echter Baldrian

Viburnum lantana, Wolliger Schneeball

Veronica arvensis, Acker-Ehrenpreis

Verbena officinalis, Eisenkraut

Veronica persica, Persischer Ehrenpreis

Vicia cracca, Vogelwicke

 

 

 

 

Naturschutzgebiet Ebnet

Etwas 1 km südlich des Ortsteiles Oberrotweil liegt das kleine (1,6 ha) Naturschutzgebiet Ebnet inmitten weiter Terrassen, auf denen Wein angebaut wird. Trotz seiner geringen Größe beherbergt es eine Vielzahl von Biotoptypen (Halbtrockenrasen, wärmegetönter Buschwald mit entsprechenden Saumgesellschaften), in denen viele geschützte Pflanzenarten vorkommen. Besonders erwähnenswert ist es als einiger der wenigen Standorte der stattlichen Orchidee Limodorum abortivum Dingel. Diese war zu diesem Zeitpunkt leider schon verblüht war. Auch für viele wärmeliebende Tierarten ist dieses Naturschutzgebiet ein wichtiges Trittsteinbiotop.

 

Acer campestre, Feld-Ahorn

Achillea millifolium, Schafgarbe

Achillea nobilis, Edel-Schafgarbe

Allium vineale, Weinbergs-Lauch

Anemone sylvestris, Großes Windröschen (fruchtend)

Anthericum ramosum, Ästige Graslilie

Artemisia campestris, Feld-Beifuß

Asperula cynanchia, Hügelmeister

Aster linosyris, Goldkopf, Goldhaaraster, vegetativ

Berberis vulgaris, Berberitze

Bothriochloa (= Andropogon) ischaemum, Bartgras (eumediterranes Gras)

Briza media, Zittergras

Bryonia diocia, Zaunrübe

Buphthalmum salicifolium, Ochsenauge, Weidenblättriges Ochsenauge

Bupleurum falcatum, Sichelblättriges Hasenohr

Campanula rapunculoides, Acker-Glockenblume

Centaurea scabiosa, Skabiosen-Flockenblume

Cichorium intybus, Wegwarte

Clinopodium vulgare, Gewöhnlicher Wirbeldost

Epipactis muelleri, Müllers Stendelwurz

Eryngium campestre, Feld-Mannstreu

Falcaria vulgaris, Sichelmöhre

Galium glaucum(= Asperula glauca.), Blaugrünes Labkraut

Galium verum, Gelbes Labkraut, Echtes Labkraut

Hypericum montanum, Berg-Johanniskraut

Iris germanica, Deutsche Schwertlilie

Isatis tinctoria, Färberwaid

Ligustrum vulgare, Gemeiner Liguster

Limodorum abortivum, Dingel, verblüht

Linum catharticum, Purgier-Lein, Wiesenflachs

Medicago falcata. Sichelklee

Melampyrum arvense, Acker-Wachtelweizen

Melampyrum cristatum, Kamm-Wachtelweizen

Molinia caerulea, Blaues Pfeifengras

Oenothera biennis, Gemeine Nachtkerze

Ononis spinosa, Hauhechel

Peucedanum oreoselinum, Berghaarstrang

Phyteuma orbiculare, Kugelige Teufelskralle

Plantago media, Mittlerer Wegerich

Polygala vulgaris, Gewöhnliche Kreuzblume

Prunella grandiflora, Großblütige Braunelle

Reseda lutea, Wilde Resede

Rhinanthus alectorolophus, Zottiger Klappertopf, Behaarter Klappertopf

Salvia pratensis, Wiesen-Salbei

Sempervivum tectorum, Echte Hauswurz

Stachys recta, Aufrechter Ziest

Tanacetum corymbosum, Straussblütige Wucherblume, Straussmargarite

Teucrium chamaedrys, Edel-Gamander

Thalictrum minus, Kleine Wiesenraute

Trifolium medium, Mittel-Klee, Zick-Zack-Klee

Tussilago farfara, Huflattich

Ulmus minor, Feld-Ulme

Viburnum lantana, Wolliger Schneeball

Vincetoxicum hirundinaria,Weiße Schwalbenwurz

 

Faunistische Besonderheiten:

Russischer Bär (Schmetterling)

Bienenfresser (im Fluge)

 

Naturschutzgebiet Bitzenberg

Das Naturschutzgebiet „Bitzenberg“ ist Bestandteil der Kuppenlandschaft des südwestlichen Kaiserstuhls. Sein aus dem vulkanischen Ergußgestein Tephrit aufgebauter Untergrund ist nur in kleinen Bereichen von einer dünnen Lößdecke überzogen. Entblößte Felspartien, Flaumeichenbestände und Trockenrasenbereiche ergeben ein vielfältiges geologisches und botanisches Mosaik. Der Bitzenberg soll einer der letzten Flaumeichenstandorte sein. Nur an trockenen und sehr warmen Steilhängen und Felsköpfen kann die Flaum-Eiche (wahrscheinlich als Bastard) mit den Ansprüchen von Hainbuche und Trauben-Eiche konkurrieren, ohne von ihnen verdrängt zu werden. Der Flaumeichenwald des Schutzgebiets wurde einst als Niederwald genutzt, was sich anhand seines lichten Bestandes und dem entsprechenden licht bedürftigen Unterwuchs nachvollziehen lässt. Kleine Bereiche an der Westseite des Schutzgebiets tragen durch menschliche Nutzung entstandene artenreiche Halbtrocken - Trockenrasen, auf denen Feld-Mannstreu (Eryngium campestre) mit der schmarotzenden Amethyst-Sommerwurz Orobanche amethystea) gedeiht und zur Herbstzeit die goldgelb blühende Goldaster.

 

Acinos arvensis (= Calamintha acinos, Satureja acinos, Clinopodium acinos), Feld-Steinquendel

Anemone sylvestris, Großes Windröschen (1 letztes Exemplar blühend)

Anthyllis vulneraria, GemeinerWundklee

Carex remota, Winkel-Segge

Carpinus betulus, Hainbuche

Carum carvi, Kümmel

Chamaespartium sagittale, Flügelginster

Chondrilla juncea, Knopellattich

Echium vulgare, Gemeiner Natternkopf

Eryngium campestre, Feld-Mannstreu

Euphorbia stricta, Steife Wolfsmilch

Galium glaucum (= Asperula glauca), Blaugrünes Labkraut

Inula salicina, Weiden-Alant, Weidenblättriger Alant

Melilotus albus, Weisser Steinklee

Orobanche amethystea, Amethyst-Sommerwurz

Petrorhagia prolifera, Sprossende Felsennelke

Polygonatum odoratum, Salomonssiegel

Scabiosa canescens, Graue Skabiose

Scabiosa columbaria, Tauben-Skabiose

Sedum album, Weisser Mauerpfeffer

Senecio erucifolius, Raukenblättriges Greiskraut

Senecio jacobaea, Jakobs-Greiskraut

Sorbus torminalis, Elsbeere

Sorbus aria, Mehlbeere

Stachys recta, Aufrechter Ziest

Teucrium montanum, Berg-Gamander

Trifolium alpestre, Hügel-Klee

 

Faunistische Besonderheit:

Chamaesphecia dumonti, Ziest-Glasflügler (Schmetterling)

 

27.07.05 Taubergießen

 

 - Aue- und Bruchwald-Vegetation in naturnahem Zustand

10 km nördlich des Kaiserstuhls am Rhein liegt eines der größten und bekanntesten Schutzgebiete des Landes – Taubergießen. Es umfasst hier auf ca. 12 km Länge und bis zu 2,5 km Breite einen beispielhaften und Ausschnitt der Rheinauelandschaft. Bis vor 150 Jahren erstreckte sich hier eine Wildstromlandschaft, die mit jedem Hochwasser ihr Gesicht beränderte. Sie war geprägt von sich immer wieder verlagerten Gewässerläufen, zahllosen Inseln, Sand- und Kiesbänken, Gebüsch und Niederwald. Hochwald und Wiesen gab es nur auf kleinen Flächen. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der verästelte Strom zu einem künstlichen Mittelwasserbett zusammengefasst. Nach dieser Rheinkorrektur setzte mit dem Bau von Hochwasserdämmen und einer zunehmen Erschließen die planmäßige land- und forstwirtschaftliche Nutzung des Gebietes ein. Im Zuge des modernen Rheinausbaus leite man schließlich 1964 bis 76 auch im Bereich des Taubergießen die Hauptwassermenge zur Stromgewinnung über einen Seitenkanal mit Staustufe ab. Überflutungen des Auewaldes treten seitdem nur noch selten auf. Heute bestimmen statt Gebüsch und Niederwälder geschlossene Mittel- bzw. Hochwälder das Landschaftsbild. In den zahlreichen Altarmen und „Gießen“, in dem bewegten Auenrelief mit unterschiedlichsten Bodenverhältnissen findet man aber immer noch typische Auenelemente. Selbst auf dem Hochwasserdamm kommen Tier- und Pflanzenarten vor, die ursprünglich auf den trockenen Kiesrücken der Stromaue beheimatet waren.

Ihren Namen hat diese Landschaft von jenen zeitweise stark schüttenden Grundwasseraustritten, den "Gießen", die kaum Nährstoffe mit sich führen, die also, im Sprachgebrauch früherer Zeiten, "taub" sind.

 

Acer pseudoplatanus, Bergahorn

Achilllea ptarmica, Sumpf-Schafgarbe

Aegopodium podagraria, Giersch

Agrimonia eupatoria, Odermennig

Angelica sylvestris, Wald-Engelwurz

Artemisia vulgaris, Gemeiner Beifuß

Arum maculatum, Aronstab

Asperula cynanchica, Hügel-Meister

Aster x salignus, Weidenblättrige-Aster

Astragalus glycyphyllus, Süsser Tragant, Bärenschote

Berula erecta, Aufrechter Merk (im Wasser)

Bidens tripartita, Dreiteiliger Zweizahn

Brachypodium pinnatum, Fieder-Zwenke

Calystegia sepium, Ufer-Zaunwinde

Campanula latifolia, nicht eindeutig, evtl. C. trachelium, Hybrid zwischen beiden?

Campanula trachelium, Nesselblättrige Glockenblume

Capsella bursa-pastoris, Gewöhnliches Hirtentäschel

Carex alba, Weiße Segge

Carex elata, Steife-Segge

Carex flacca (= C. diversicolor, C. glauca., C. recurva), Blaugrüne Segge

Carpinus betulus, Hainbuche

Centaurium erythraea (= C. umbellatum, C. minus, Erythraea centaurium), Echtes Tausendgüldenkraut

Chaerophyllum temulum, Taumel-Kälberkropf

Circaea lutetiana, Großes Hexenkraut

Cirsium tuberosum, Knollige Kratzdistel

Cladium mariscus, Schneide

Clematis vitalba, Waldrebe

Convallaria majalis, Maiglöckchen

Conyza canadensis (= Erigeron canadensis), Kanadische Berufkraut

Cornus sanguinea, Roter Hartriegel

Coronilla varia, Bunte Kronwicke

Corylus avellana, Haselnuss

Crataegus monogyna, Eingriffeliger Weißdorn

Daucus carota, Wilde Möhre

Deschampsia cespitosa, Rasen-Schmiele

Dipsacus pilosus, Behaarte Karde

Echium vulgare, Gemeiner Natternkopf

Equisetum hyemale, Winter-Schachtelhalm

Erigeron annus, Einjähriger Feinstrahl

Eupatorium cannabium, Wasserdost

Euphorbia amygdaloides, Mandelblättrige Wolfsmilch

Euphorbia cyparissias, Zypressen-Wolfsmilch

Euphorbia stricta, Steife Wolfsmilch

Fagus sylvatica, Rot-Buche

Filipendula ulmaria, Mädesüß

Fraxinus elxcelsior, Esche

Galeopsis tetrahit, Stechender Hohlzahn

Galinsoga ciliata, Behaartes Franzosenkraut

Geum urbaun, Echte Nelkenwurz

Glechoma hederacea, Gundelrebe

Hedera helix, Efeu

Heracleum sphondylium, Bärenklau

Hordelymus europaeas, Waldgerste

Hypericum perforatum, Tüpfel-Johanniskraut

Hypericum tetrapterum, Geflügeltes Johanniskraut

Impatiens glandulifera, Indisches Springkraut

Impatiens parviflora, Kleines Springkraut

Iris pseudacorus, Sumpf-Schwertlilie

Lactuca virosa, Gift-Lattich

Lamium galeobdolon ssp. galeobdolon, Echte Goldnessel

Lathyrus pratensis, Wiesen-Platterbse

Ligustrum vulgare, Gemeiner Liguster

Lithospermum officinale, Echter Steinsame

Lonicera xylosteum, Gewöhnliche Heckenkirsche, Rote Heckenkirsche

Lysimachia vulgaris, Gewöhnlicher Gilbweiderich

Medicago lupulina, Hopfenklee

Molinia caerulea, Blaues Pfeifengras

Myosoton aquaticum, Wasserdarm

Nuphar lutea, Gelbe Teichrose

Paris quadrifolium, Einbeere

Phragmites australis, Schilf

Phyteuma spicata, Ährige Teufelskralle

Picris hieracioides, Gemeines Bitterkraut

Picris hieracioides, Habichtskraut-Bitterkraut

Plantago lanceolata, Spitz-Wegerich

Plantago major, Breit-Wegerich

Platanus x hispanica, Bastard-Platane

Polygonatum odoratum, Salomonssiegel, Wohlriechende Weißwurz

Potentilla erecta, Blutwurz, Tormentill

Potentilla reptans, Kriechendes Fingerkraut

Prunella vulgaris, Kleine Braunelle

Prunus padus, Traubenkirsche

Quercus robur, Stiel-Eiche

Robinia pseudoacacia, Robinie

Rubus fructicosus, Brombeere

Rubus idaeus, Himbeere

Sambucus nigra, Schwarzer Holunder

Saponaria officinalis, Echtes Seifenkraut

Scrophularia nodosa, Knotige Braunwurz

Scutellaria galericulata, Sumpf-Helmkraut

Sparganium emersum, Einfacher Igelkolben

Stachys palustris, Sumpf-Ziest

Stachys sylvatica, Wald-Ziest

Symphytum officinale, Beinwell

Tamus communis, Schmerwurz

Tanacetum vulgare, Rainfarn

Taraxacum officinale, Löwenzahn

Tilia cordata, Winterlinde

Trifolium repens, Weisklee

Urtica dioica, Brennessel

Verbascum lychnitis, Mehlige Königskerze

Verbena officinalis, Gewöhnliches Eisenkraut

Viburnum lantana, Wolliger Schneeball

Viburnum opulus, Gemeiner Schneeball

 

Am Rheinufer

Achillea ptarmica, Sumpf-Schafgarbe

Berberis vulgaris, Gemeine Berberitze

Bidens tripartita, Dreiteiliger Zweizahn

Butomus umbellatus, Schwanenblume (schön blühend)

Erigeron annuus, Einjähriges Berufkraut

Eupatorium cannabium, Wasserdost

Glyceria maxima, Wasser-Schwaden

Helleborus foetidus, Stinkende Nieswurz

Humulus lupulus, Hopfen

Lythrum salicaria, Blutweiderich

Malva alcea, Rosen-Malve, Sigmarskraut

Mentha aquatica, Wasser-Minze

Populus alba, Silber-Pappel

 

Am Rückweg zum Auto

Dryopteris filix-mas, Gemeiner Wurmfarn

Liriodendron tulipifera, Amerikanischer Tulpenbaum

Prunus avium, Vogelkirsche

Rudbeckia hirta, Rauher Sonnenhut

Sparganium erectum, Ästiger Igelkolben

Thymus serphyllum, Feldthymian, Sand-Quendel

Valeriana officinalis agg., Echter Baldrian

Verbascum nigrum, Dunkle Königskerze

Vicia cracca, Vogel-Wicke

 

Faunistische Besonderheit: Eisvogel (Schmetterling)

 

Auf dem Rückweg besuchten einige Teilnehmer den Kräuterhof und die malerische Mittelstadt von Burkheim mit ihren vielen gut erhaltenen alten Häusern. Über Burkheim thront die Ruine des Schlosses, das ab 1561 Sitz des Herrn von Burkheim Lazarus v. Schwendi war. 1672 wurde der prachtvolle Renaissance-Bau von den Franzosen zerstört.

In der Nähe liegt auch das Naturschutzgebiet Rheinhalde Burkheim. In dieser extremen Steillage auf nährstoffarmen trockenen Böden konnten sich Arten als Relikte wärmerer, nacheiszeitlicher Klimaverhältnisse erhalten. Die Halbrockenrasen dieses Schutzgebietes bilden eine seltene Lebensgemeinschaft, die nur noch an wenigen Stellen im Kaiserstuhl vorkommt.

 

28.07.05 Wanderung vom Feldberghaus zum Feldsee, um den Feldsee, Feldseemoor und zurück

 

1 ½ Std. Fahrt Ihringen – Feldberg 120 km bei strahlenden Sonnenschein. Mit 1493 m ist der Feldberg der höchste Berg im Schwarzwald.

Die Entstehungsgeschichte des Feldbergs reicht weit in die Erdgeschichte zurück. Im Erdaltertum entstanden die Granite und Gneise des geologischen Untergrundes des Schwarzwaldes und des Feldbergs. Als im Tertiär das Grundgebirge emporgehoben wurde, zerbrach die Gesteinsmasse in einzelne Teile, der Bereich um den heutigen Feldberg wurde am weitesten nach oben gedrückt. In den Einzeiten war das Gebiet mehrmals von Eis und Schnee überdeckt. Das Feldberggebiet war das bedeutendste Zentrum der Vergletscherung. Von hier aus wurden die mehr oder weniger weit vorstoßenden Talgletscher gespeist, die während der Riß-Eiszeit sogar ins Vorland ausgetreten sein sollen.

Nach Abschmelzen des Eises bildeten sich am Grund vieler Kare Stauseen, die teilweise durch Moorbildung verlandeten. Ein besonders schönes Beispiel ist das Feldsee-Kar. Die Felsen der senkrechten Seewand überragen den fast kreisrunden Feldsee, der von der letzten Endmoräne des Seebachgletschers aufgestaut wurden. Nach und nach vertiefte das Eis den See auf 33 m. Eine Moräne am Ufer des Feldsees zeugt von dieser Entwicklung. Auch das Feldseemoor, ein paar Meter weiter gelegen, ist ein Überbleibsel der Eiszeit. Hier ist die Endmoräne des „Minigletschers“ vom Feldsee zu sehen. Sie hat Wasser aufgestaut und bildete so ein Moor.

 

Eine Besonderheit stellt die Vegetation in den Mooren dar. Am Beispiel des Feldseemoores verlief die Vegetationsfolge des Moores folgendermaßen: Dadurch, daß die Endmoräne Wasser aufstaute, entstand ein Niedermoor, welches vom Grundwasser beeinflusst wurde (oligotroph). Hier wuchsen Schilfe und Gräser, welche die Nährstoffe aus dem Grundwasser aufnahmen. Durch abgestorbene Pflanzen (biogene Sedimente) bildeten sich Torf und das Niveau des Moors wurde angehoben. So entstand ein Hochmoor. Hier wachsen nun ombotrophe Pflanzen, welche sich von den Nährstoffen des Regens versorgen müssen.

 

Die Durchschnittstemperatur auf dem Feldberg liegt bei ca. 3° C. Aufgrund der Höhe ist diese natürlich relativ niedrig. Die Temperaturschwankungen scheinen jedoch geringer als im Tal. Im Winter ist die Sonnenscheindauer aufgrund des niedrigen Kondensationspunktes sehr hoch. Das Niederschlagsmaximum liegt im Jahr bei 2100 mm. Aufgrund der exponierten Lage kann es zu orkanartigen Winden mit Geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h kommen.

Der Feldberggipfel ist nicht bewaldet. Unterhalb des Gipfels existiert ein Mischwald, der aus Buchen, Ebereschen, Bergahorn, Fichten und Douglasien besteht, wobei die Nadelbäume überwiegen. Lichtungen sind auf menschliches Eingreifen zurückzuführen. So ist um jedes Gehöft eine große, waldfreie Nutzungsfläche zu sehen. Obwohl sich der Feldberg knapp unterhalb der Baumgrenze befindet, sind in den Gipfelregionen keine Bäume zu sehen. Dies ist durch die intensive, ehemalige Viehhaltung in diesen Regionen zurückzuführen. Das Vieh fraß die kleinen Bäume weg und verhinderte so ein Nachwachsen des gefällten Waldes. Heute ist dort Pioniervegatation, wie Ebereschen anzutreffen. Auch kleine Büsche und andere niedere Vegetation mit Krüppelwuchs ist vorhanden. Vielerorts wurden Bannwälder eingerichtet, welcher im naturbelassenen Zustand wächst. Die Besucherzahlen sind hoch, dies zeigt sich leider auch durch von Wanderern und Skifahrern verursachte Erosion.

 

Am Feldberg gedeiht eine ungewöhnliche Pflanzenwelt. Das Zusammenwirken von Klima, Gesteinen, Boden und Landschaftsgeschichte ließ eine Flora entstehen, die in ihrer Zusammensetzung weder aus dem übrigen Schwarzwald, noch aus anderen Mittelgebirgen oder aus den Alpen bekannt ist. Hier wachsen neben den Pflanzenarten der oberen Bergstufe (hochmontane Pflanzen) auch viele Arten, die außerhalb der Hochlagen der Alpen nur am Feldberg vorkommen und daher „Alpenpflanzen“ genannt werden. Auch unter den Tieren sind etliche Arten vorhanden, die man sonst nur in den Alpen antrifft.

 

Wie aber kamen diese Alpenpflanzen in den Schwarzwald? Während der Eiszeiten siedelten diese Arten in den tundra-ähnlichen Gebieten im Umkreis der vergletscherten Hochlagen. Als mit der beginnenden Erwärmung das Eis nicht mehr bis in die Täler vordringen konnte (sich gewissermaßen »in die Berge zurückzog«), folgten die Alpenpflanzen nach und eroberten die vom Eis befreiten Stellen. In den Niederungen wurden sie vom nachrückenden Wald verdrängt und starben aus. Nur auf den höchsten Schwarzwaldgipfeln konnten die Alpenpflanzen bis heute als »Eiszeitrelikte« überdauern. Das „Wahrzeichen“ der Feldbergflora, die Alpen-Troddelblume (Soldanella alpina), ist eine solche Reliktpflanze. Sie wächst in den baumfreien Rieselfluren der Lawinenbahnen und in anmoorigen Hangbereichen, die ganzjährig von Quellwasser durchrieselt sind. In Deutschland kommt die Alpen-Troddelblume außerhalb der Alpen nur am Feldberg vor.

 

Abies alba, Weiß-Tanne

Acer pseudoplatanus, Berg-Ahorn

Aconitum lycoctonum, Wolfs-Eisenhut

Adenostyles alliariae, Grauer Alpendost

Ajuga reptans, Kriechender Günsel

Alchemilla xanthoclora. (= A. vulgaris ), Gelbgrüner Frauenmantel, Gemeiner Frauenmantel

Aruncus dioicus, Wald-Geißbart

Asperula odorata, Waldmeister

Blechnum spicant, Rippenfarn

Calluna vulgaris, Besenheide

Campanula rotundifolia, Rundblättrige Glockenblume

Centaurea pseudophrygia, Perücken-Flockenblume

Chaerophyllum hirsutum, Gebirgs-Kälberkropf, Behaarter Kälberkropf

Chenopodium bonus-henricus, Guter Heinrich

Chrysosplenium alternifolium, Wechselblättriges Milzkraut

Chrysosplenium oppositifolium, Gegenblättriges Milzkraut

Cicerbita alpina, Alpen-Milchlattich

Cirsium rivulare, Bach-Kratzdistel

Crepis paludosa, Sumpf-Pippau

Cystopteris fragilis, Gemeiner Blasenfarn

Cystopteris montana, Berg-Blasenfarn

Dactylis glomerata, Wiesen-Kräuelgras

Deschampsia flexuosa, Draht-Schmiele

Digitalis purpurea, Roter Fingerhut

Dryopteris dilatata, Breitblättriger Dornfarn

Dryopteris filix-mas, Gemeiner Wurmfarn

Epilobium alpestre, Voralpen-Weidenröschen

Epilobium angustifolium, Schmalblättriges Weidenröschen

Epilobium parviflorum, Kleinblütiges Weidenröschen

Fagus sylvatica, Rotbuche

Filupendula ulmaria, Mädesüß

Gymnocarpium dryopteris, Eichenfarn

Heracleum sphondylium ssp. elegans, Berg-Bärenklau

Hypericum perforatum, Tüpfel-Johanniskraut

Juncus conglomeratus, Knäuel-Binse

Lamium galeobdolon ssp. galeobdolon, Echte Goldnessel

Leontodon autumnalis, Herbst-Löwenzahn

Linum austriacum, Österreichischer Lein (Wiesenrand zu Beginn der Wanderung)

Lonicera alpigena, Alpen-Heckenkirsche

Lupinus polyphyllus, Lupine

Luzula sylvatica, Wald-Hainsimse

Lycopodium spec., Bärlapp

Medicago sativa, Luzerne

Meum athamanticum, Bärwurz

Mulgedium (= Cicerbita) alpina, Alpen-Milchlattich

Oxalis acetosella, Sauerklee

Phegopteris connectilis (= Dryopteris phegopteris, Thelypteris phegopteris), Buchenfarn

Phyteuma spicata, Ährige Teufelskralle

Picea abies, Fichte

Fraxinus excelsior, Esche

Potentilla erecta, Blutwurz

Prenanthes purpurea, Purpur-Hasenlattich, Hasenlattich

Quercus petraea, Trauben-Eiche

Ranunculus acunitifolius, Eisenhutblättriger Hahnenfuß

Rosa canina, Hunds-Rose

Rubus idaeus, Himbeere

Rumex acetosa, Großer Sauer-Ampfer

Rumex alpinus, Alpen-Ampfer

S. hercynicus ( = S. nemorensis), Hain-Greiskraut

Scirpus sylvaticus, Waldsimse

Senecio fuchsii ( = S. ovatus), Fuchs Greiskraut

Silene dioica (= Melandrium rubrum), Rote Lichtnelke

Soldanella alpina, Alpen-Troddelblume, Großes Alpenglöckchen (vegetativ)

Solidago virgaurea, Gewöhnliche Goldrute

Sorbus aucuparia, Eberesche

Stellaria graminea, Gras-Sternmiere

Stellaria nemorum, Hain-Sternmiere

Thelypteris limbosperma, Berg-Farn

Trifolium repens, Weisklee

Vaccinium myrtillus, Heidelbeere

Vaccinium vitis-idaea, Preiselbeere

 

Rund um den See. Flachmoorartige Vegetation angrenzend an den See. Bemerkenswert auch die Reiherenten auf dem See.

 

Aconitum vulparia, Wolfs-Eisenhut

Arnica montana, Arnica

Caltha palustris, Sumpfdotterblume

Carex demissa, Grünliche Gelb-Segge

Carex panicea, Brot-Segge

Carex pauciflora, Armblütige Segge

Carex rostrata, Schnabel-Segge

Chamaespartium sagittale, Flügelginster

Eriophorum parviflorum, Kleinblütiges Wollgras

Eriophorum angustifolium, Schmalblättriges Wollgras

Eupatorium cannabium, Wasserdost

Fragaria vesca, Wald-Erdbeere

Galium uliginosums, Moor-Labkraut

Geranium pratense, Wiesen-Storchschnabel

Gnaphalium sylvaticum, Wald-Ruhrkraut

Hieracium lactucella, Geöhrtes Habichtskraut

Isoetes echinospora, Stachelsporiges Brachsenkraut, 1 Exemplar angeschwemmt am Ufer des Sees

Juncus conglomeratus, Knäuel-Binse

Lotus uliginosus, Sumpf-Hornklee

Lysimachia numularia, Pfennigkraut

Luzula luzuloides, Weißliche Hainsimse

Myosoton aquaticum, Wasserdarm

Myosotis palustris, Sumpf-Vergißmeinnicht

Polygonum bistorta, Schlangen-Knöterich

Potentilla erecta, Blutwurz

Ranunculus flammula, Brennender Hahnenfuß

Rubus caesius, Kratzbeere

Salix aurita, Ohr-Weide

Sphagnum spec., Torfmoos, div. Arten

Viola palustris, Sumpf-Veilchen

 

Felsen entlang des Sees, offensichtlich Basen- Einsprengungen, typische Basenzeiger waren im Wechsel mit Säurezeigern zu finden

Ajuga reptans, Kriechender Günsel

Arnica montana, Berg-Wohlverleih, blühend

Calluna vulgaris, Besenheide

Campanula rotundifolia, Rundblättrige Glockenblume

Chamaespartium sagittale (= Genista sagittalis), Flügel-Ginster

Daphne mezereum, Gewöhnlicher Seidelbast

Digitalis grandiflora, Großblütiger gelber Fingerhut, schön blühend

Geum urbanum, Echte Nelkenwurz

Hieracium murorum, Wald-Habichtskraut

Leucanthemum vulgare, Wiesen-Magerite

Lysimachia nemorum, Hain-Gilbweiderich

Melampyrum sylvaticum, Wald-Wachtelweizen

Polygala vulgaris, Kreuzblume

Rosa pendulina, Alpen-Hecken-Rose, Trauben-Holunder

Sambucus racemosa, Roter Holunder

Scrophularia nodosa, Knotige Braunwurz

Scutellaria galericulata, Sumpfhelmkraut

Solidago virgaurea, Echte Goldrute

Sorbus aucuparia, Eberesche

Vaccinium myrtillus, Heidelberg

 

Feldbergmoor

Östlich des Feldsees gelegen

 

Andromeda polifolia, Rosmarinheide

Betula pubescens, Moor-Birke

Carex diandra, Drahtsegge

Carex pulicaris, Floh-Segge

Drosera rotundifolia, Rundblättriger Sonnentau

Epipactis helleborine, Breitblättrige Stendelwurz

Maianthemum bifolium, Zweiblättriges Schattenblümchen

Molinia caerulea, Blaues Pfeifengras

Pedicularis palustris, Sumpfläusekraut

Pinus sylvestris, Kiefer, fruchtend, jedoch viel

Polygala vulgaris, Gewöhnliche Kreuzblume

Scheuchzeria palustris, Blumenbinse

Scutellaria galericulata, Sumpf-Helmkraut

Trichophorum caespitosos Kopf- Rasenbinse

Vaccinium myrtillus, Heidelbeere

Vaccinium oxycoccus, Gewöhnliche Moosbeere

Vaccinium uligonosum, Moorbeere

Viola palustris, Sumpfveilchen

 

Moor bei Hinterzarten

 

Angelica sylvestris, Wald-Engelwurz, Wilde Brustwurz, Echte Angelika

Briza media, Zittergras

Carex brizoides, Zittergras-Segge, Seegras

Cirsium palustre, Sumpf-Kratzdistel

Euphrasia officinalis ssp. rostkoviana, Großer Augentrost

Meyanthes trifolia, Fieberklee

Nardus stricta, Borstgras

Parnassia palustris, Sumpf-Herzblatt

Polygonum bistorta, Schlangen-Knöterich

Potentilla erecta, Blutwurz

Rychnospora alba, Weiße Schnabelried

Vaccinium uligonosum, Moorbeere

Viola palustris, Sumpfveilchen

 

29.07.05 Kalkhügel (Trocken- bis Halbtrockenrasen) rund um Westhalten bei Rouffach im Elsaß

 

Westhalten liegt im Osten der Vogesen, am Rand der Oberrheinischen Tiefebene in sanft geschwungenen Kalkvorhügeln. Die Jahresniederschläge liegen bei etwa 500 mm. (Zum Vergleich: Basel knapp 1000 mm, Vogesenkamm rund 2000 mm).

In der Talsohle finden sich Wiesen mit alten Obstgärten. An den Hängen dominiert Rebbau. Auf den Hügelkronen von Strangenberg, Bollenberg und auch dem Zinnköpfle befinden großflächig ausserordentlich artenreiche Trockenrasenkomplexe, allerdings mehr und mehr durchsetzt von Gebüschgruppen mit mediterranem Einschlag.

 

Die Kalkgebiete um Westhalten sind spätestens seit der Monographie von Issler E., Vegetationskunde der Vogesen, Verlag Gustav Fischer, Stuttgart, 1942 unter Botanikern berühmt. Im zeitigen Frühjahr blühen die Wildtulpen (Tulipa sylvestris) in den Weinbergen, später sind die Massenbestände des blühenden Diptams faszinierend. Der Besuch der Kalkhügel lohnt eigentlich zu jeder Jahreszeit.

 

a)        Strangenberg, südlich von Rouffach

Acinos arvensis (= Calamintha acinos, Satureja acinos), Feld-Steinquendel

Aira caryophyllea, Nelkenhafer

Allium sphaerocephalon, Kugel-Lauch

Alyssum alyssoides, Kelch-Steinkraut, Fruchtstandreste

Anthericum ramosum, Äsige Graslilie

Anthyllis vulneraria, Wundklee

Arabis hirsuta, Rauhe Gänsekresse

Artemisia absinthum, Wermut

Artemisia campestris, Feld-Beifuß

Asperula cynanchica, Hügel-Meister

Asperula glauca, Blaugrünes Labkraut

Aster amellus, Gold-Aster, blühend

Calamintha acinos, Steinquendel

Campanula glomerata, Knäuel-Glockenblume

Campanula rotundifolia, Rundblättrige Glockenblume

Carex humilis, Erd-Segge

Centaurea scabiosa, Skabiosen-Flockenblume

Centaurea stoebe, Rispen-Flockenblume

Coronilla varia, Bunte Kronwicke

Dianthus carthusianorum, Karthäuser-Nelke

Dictamnus albus, Diptam, fr.

Echium vulgare, Natterkopf

Eryngium campestre, Feld-Mannstreu

Euphorbia cyparissias, Zypressen-Wolfsmilch

Euphorbia verrucosa, Warzen-Wolfsmilch

Falcaria vulgaris, Sichelmöhre

Genista pilosa, Behaarter Ginster

Genista tinctoria, Färber-Ginster

Geranium sanguineum, Blut-Storchschnabel

Globularia punctata, Gemeine Kugelblume

Helianthemum nummularium, Gewöhnliches Sonnenröschen

Inula salicina, Weidenblättriger Alant

Isatis tinctoria, Färberwaid

Lepidium campestre, Feld-Kresse

Linum tenuifolium, Schmalblättriger Lein

Medicago falcata, Sichelklee

Ophrys holosericea, ssp. elatior, Hummel-Ragwurz (fr.)

Peucedanum alsaticum, Elsässer Haarstrang (im Gebüschsaum, blühend)

Pimpinella saxifraga, Kleine Bibernelle

Poa badensis, Badener Rispengras

Polygonatum odoratum, Wohlriechende Weißwurz

Potentilla rupestris, Felsen-Fingerkraut

Prunella grandiflora, Großblütige Braunelle

Prunus spinosa, Schlehe

Pulsatilla vulgaris, Gewöhnliche Küchenschelle, fr.

Salvia pratense, Wiesen-Salbei

Scilla autumnalis, Herbst-Blaustern, in großer, eindrucksvoller Zahl, teilweise aspektbildend

Sedum rupestre, Gewöhnliche-Felsen-Fetthenne, Tripmadam

Stachys recta, Aufrechter Ziest

Teucrium chamaedrys, Echter Gamander

Teucrium montanum, Berg-Gamander

Thalictrum minus, Kleine Wiesenraute

Thesium linophyllon, Mittleres Leinblatt

Thymus serpyllum agg., Feld-Thymian

Trifolium montanum, Berg-Klee

Trinia glauca, Blaugrüner Faserschirm

Veronica spicata, Ähriger Ehrenpreis

 

b)        In der Nähe des Ortes Westhalten: Bollenberg, ähnlich wie a) aber noch trockenerer, echter Trockenrasen. Naturschutzgebiet selbst in Frankreich. Hier bekommt man eine Vorstellung davon, was ein echter Trockenrasen (Xerobrometum) ist – im Gegensatz zu den bei uns verbreiteten Mesobrometen.

 

Achillea millifolium, Schafgarbe

Anthyllis vulneraria, Wundklee

Berberis vulgaris, Gemeine Berberitze

Bothriochloa (= Andropogon) ischaemum, Bartgras

Bupleurum falcatum, Sichelblättriges Hasenohr

Carex humilis, Erd-Segge

Carduus nutans, Nickende Distel

Carlina vulgaris, Gemeine Eberwurz

Diplotaxis muralis, Mauer-Doppelsame

Fumana procumbens, Zwerg-Sonnenröschen

Globularia punctata (= elongata), Gemeine Kugelblume

Helianthemum nummularium ssp. obscurum, Gewöhnliches Sonnenröschen

Iris cf. sambucina, Holunder-Schwertlilie (vegetativ)

Linum tenuifolium, Schmalblättriger Lein

Onopordium acanthium, Eselsdistel

Origanum vulgare, Wilder Majoran, Dost

Orobanche amethystea, Amethystblaue Sommerwurz

Orobanche teucrii, Gamander-Sommerwurz

Peucedanum alsaticum, Elsässer Haarstrang

 Pimpinella saxifraga, Kleine Bibernelle

Plantago major, Breit-Wegerich

Plantago media, Mittlerer Wegerich

Salvia pratense, Wiesen-Salbei

Teucrium montanum, Berg-Gamander

Trinia glauca, Blaugrüner Faserschirm

Ulmus campestre, Feld-Ulme

 

Besuch in Colmar am späten Nachmittag, Rundgang durch die malerische Stadt, allerdings aus Zeitgründen nicht mehr in das Museum Unterlinden

 

30.07.05    Naturschutzgebiet Buchswald bei Grenzach-Wyhlen

 

Im Landkreis Lörrach zwischen Grenzach und Wyhlen liegt das aus vier Teilgebieten bestehende, ca. 94 ha umfassende Naturschutzgebiet „Buchswald bei Grenzach“. Den geologischen Untergrund der überwiegend bewaldeten Hänge bilden hauptsächlich Schichten des Oberen Muschelkalks des Dinkelbergmassivs. Vereinzelt ragen Kalkfelsen aus den Südhängen, unter ihnen ist der Rötelstein (auch Rödelstein) der Größte und Bekannteste. In den bewaldeten Bereichen findet man unter dem lockeren Schirm von meist niedrigen Eichen, Buchen und Kiefern eine üppige Strauchschicht, die der immergrüne Buchs (Buxus sempervirens) auf großen Flächen fast allein aufbaut. Ihm verdankt das Schutzgebiet seinen Namen. Der Buchs zählt durch sein flächenhaftes Auftreten zu den floristischen Besonderheiten Süddeutschlands. Er soll hier an der nördlichen und östlichen Grenze seiner natürlichen Verbreitung vorkommen, sofern nicht die Vorkommen an der Mosel oder gar in Südengland (South Downs) natürlich und damit nördlicher sind. Der Hochwald auf den Kuppen und steilen Berghängen hatte tags zuvor jedoch durch einen extrem starken Sturm sehr gelitten. Zahlreiche Baumriesen waren umgerissen (Buchen, Eichen, Kiefern) und manche Wege waren undurchdringlich versperrt.

 

Acer campestre, Feld-Ahorn

Acer opalus, Italienischer Ahorn, Frühlings-Ahorn (einzige Baumgruppe dieser Art in Deutschland), am Rondel (Feuerstelle) beim Abstieg vom Rötelstein, von dort ca. 10 m rechtsseitig, unterhalb am Abhang.  Die Baumgruppe besteht nur aus männlichen Trieben. Der Ahorn kommt in der benachbarten Schweiz (Jura) häufiger vor.

Acer platanoides, Spitzahorn

Acer pseudoplatanus, Bergahorn

Alliaria petiolata, Knoblauchsrauke

Angelica sylvestris, Wald-Engelwurz

Anthericum ramosum, Ästige Graslilie

Betula pendula, Hängebirke

Berberis vulgaris, Gemeine Berberitze

Brachypodium sylvaticum, Wald-Zwenke

Buddleya davidii, Schmetterlingsflieder

Buxus sempervirens, Immergrüner Buchsbaum

Calamintha sylvatica, Wald-Bergminze

Campanula rotundifolia, Rundblättrige Glockenblume

Campanula trachelium, Nesselblättrige Glockenblume

Carex sylvatica, Wald-Segge

Carpinus betulus, Hainbuche

Cicaea lutetiana, Gewöhnliches Hexenkraut

Clematis vitalba, Gewöhnliche Waldrebe

Clinopodium vulgare, Wirbeldost

Cornus sanguinea, Roter Hartriegel

Corylus avellana, Hasel

Crataegus monogyna, Eingriffliger Weissdorn

Dryopteris filis-mas, Gewöhnlicher Wurmfarn

Eupatorium cannabium, Wasserdost

Euphorbia amygdaloides, Mandelblättrige Wolfsmilch

Euphorbia cyparissias, Zypressen-Wolfsmilch

Fagus sylvatica, Rot-Buche

Fragaria vesca, Wald-Erdbeere

Fraxinus elxcelsior, Esche

Galium odoratum, Waldmeister

Geum urbanum, Echte Nelkenwurz

Hedera helix, Efeu

Helleborus foetidus, Stinkende Nieswurz

Hieracium sylvaticum, Wald-Habichtskraut

Ilex aquifolium, Stechpalme, Ilex

Inula conyzae, Dürrwurz

Impatiens parviflora, Kleines Springkraut

Impatiens noli-tangere, Rührmichnichtan, Grosses Springkraut

Juglans regia, Walnuss

Juniperus communis, Gemeiner Wacholder

Larix decidua, Europäische Lärche

Ligustrum vulgare, Liguster

Lonicera xylosteum, Gewöhnliche Heckenkirsche, Rote Heckenkirsche

Melittis melissophyllum, Immenblatt, Waldmelisse, fr.

Mercurialis perennis, Ausdauerndes Bingelkraut, Wald-Bingelkraut

Milium effusum, Wald-Flattergras

Picea abies, Gemeine Fichte

Pinus sylvestris, Wald-Kiefer, Föhre

Prunus avium, Vogel-Kirsche

Quercus petraea, Trauben-Eiche

Quercus robur, Stiel-Eiche

Quercus rubra, Rot-Eiche

Robinia pseudoacacia, Robinie

Rubus fructicosus agg., Brombeere

Sambucus nigra, Schwarzer Holunder

Sorbus aria, Echte Mehlbeere

Sorbus torminalis, Elsbeere (viel)

Stachys sylvatica, Wald-Ziest

Tamus communis, Schmerwurz

Taxus baccata, Eibe (mächtige Exemplare)

Tilia cordata, Winter-Linde

Torilis japonica, Gemeiner Klettenkerbel

Trifolium pratense, Rot-Klee

Ulmus glabra, Berg-Ulme

Viburnum opulus, Gewöhnlicher Schneeball

Vincetoxicum hirundinaria (= Cynanchum vincetoxicum), Schwalbenwurz

 

Naturschutzgebiet Isteiner Klotz (in der Nachbarschaft des Friedhofs)

 

In der Gemeinde Efringen-Kirchen liegt die steln zum Rheintal abfallende Weißjurascholle des Isteiner Klotz. Rheinkorrekturen, Eisenbahnbau, Anlage von Steinbrüchen und Festungsbauten sowie zahlreiche Sprenungen haben das Bild in den vergangenen 150 Jahren dramatisch verändert. Der größte Teil des 25 ha großen Naturschutzgebiets ist bewaldet. Auf kleinen Felsbändern der südexponierten Malmkalkfelswände wächst ein lückiger Trockenrasen. Die Gesellschaft des Trespen-Trockenrasen (Xerobrometum) wurde 1931 erstmalig von BRAUN-BLANQUET vom Isteiner Klotz beschrieben (der somit der „locus classicus“.dieser Gesellschaft ist. Leider konnten wir uns aus Zeitgründen nicht ausführlich mit diesem interessanten Naturschutzgebiet beschäftigen.

 

Agropyron junceum, Strand- (Binsen-) Quecke

Asparagus officinalis, Gemüsespargel

Asplenium ruta-muraria, Mauerraute

Asplenium trichomanes, Braunstieliger Streifenfarn

Centaurea stoebe, Rispen-Flockenblume

Chondrila juncea, Knorpellattich

Cichorium intybus, Wegwarte

Coronilla varia, Bunte Kronwicke

Cymbalaria muralis, Zymbelkraut

Echinochloa crus-galli, Hühner-Hirse

Echium vulgare, Gemeiner Natternkopf

Inula conyza, Dürrwurz

Isatis tinctoria, Färberwaid

Sanguisorba officinalis, Grosser Wiesenknopf

Sedum album, Weisser Mauerpfeffer

Stachys recta, Aufrechter Ziest

Tanacetum vulgare, Rainfarn

 

Naturschutzgebiet Totengrien

Das sich in Tropfenform von Norden nach Süden erstreckende Naturschutzgebiet liegt ca. 50 km südlich von Freiburg in der Markgräfler Rheinebene. Im Westen grenzt es fast bis an die Bundesautobahn A 5, im Osten bildet die Landesstraße L 378 die Gebietsgrenze.

Sein Name leitet sich wohl von einer in der Nähe des jetzigen Schutzgebiets gelegenen Insel im Rhein ab (Grien kommt von Grün und bedeutet »bewaldete Insel«), auf der angeschwemmte Leichen beerdigt wurden.

Einst lag das Naturschutzgebiet in der Hauptrinne des Rheins, wo sich aufgrund der starken Strömung kein Feinmaterial, sondern ausschließlich grobe Kiese ablagern konnten. Auf diesem Substrat konnte sich nur eine flachgründige Feinerdeauflage entwickeln. Der Boden verfügt daher nur über eine geringe Wasserspeicherkapazität – auf diesem Boden können nur bestimmte, gegen Trockenheit unempfindliche Pflanzen gedeihen.

 

Das Gebiet war zu dieser Jahreszeit nicht mehr so eindrucksvoll wie es Ende Mai/Anfang Juni ist. Dann blüht in großer Zahl eine Fülle verschiedener Orchideen.

 

Agrimonia eupatoria, Gewöhnlicher Odermennig

Allium carinatum, Gekielter Lauch

Anthyllis vulneraria, Wundklee

Asparagus officinalis, Gemüsespargel

Asperula cynanchica, Hügel-Meister

Briza media, Gemeines Zittergras

Bupleurum falcatum, Sichelblättriges Hasenohr

Carex flacca, Blaugrüne Segge

Centaurea stoebe, Rispen-Flockenblume

Chondrilla juncea, Knorpellattich

Daucus carota, Wilde Möhre

Dianthus carthusianorum, Karthäuser-Nelke

Echium vulgare, Gemeiner Natternkopf

Erigeron annuus, Feinstrahliges Berufkraut, Einjähriges Berufkraut

Euphorbia esula, Esels-Wolfsmilch

Euphorbia seguieriana, Steppen-Wolfsmilch

Helianthemum nummularium, Gewöhnliches Sonnenröschen

Hypericum perforatum, Tüpfel-Johanniskraut

Medigaco falcata, Sichelklee

Ophrys apifera, Bienen-Ragwurz

Ophrys holosericea, ssp. elatior, Hummel-Ragwurz (fr.)

Origanum vulgare, Wilder Majoran, Dost

Peucedanum cervaria, Hirschwurz

Salvia pratense, Salbei

Sanguisorba minor, Kleiner Wiesenknopf

Scabiosa columbaria, Tauben-Scabiose

Stachys recta, Aufrechter Ziest

Teucrium chamaedrys, Edel-Gamander

Thymus serpyllum agg., Feld-Thymian

 

Faunistische Besonderheit: Raupe des Wolfsmilchschwärmers

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In diesem Naturschutzgebiet kommen folgende weitere Orchideen vor, die zu diesem Zeitpunkt abgeblüht waren:

Anacamptis pyramidalis, Pyramiden-Orchis

Dactylorhiza maculata, Geflecktes Knabenkraut

Epipactis atrorubens, Braunrote Stendelwurz

Epipactis helleborine, Breitblättrige Stendelwurz

Gymnadenia conopsea, Mücken-Händelwurz

Limodorum abortivum, Dingelorchis

Ophrys apifera, Bienen-Ragwurz

Ophrys holosericea, Hummel-Ragwurz

Ophrys insectifera, Fliegen-Ragwurz

Ophrys sphegodes, Spinnen-Ragwurz

Orchis militaris, Helm-Knabenkraut

Orchis ustulata, Brand-Knabenkraut

Platanthera bifolia, Weiße Waldhyazinthe

 

31.07.05 Orchideenwald bei Hüfingen/Baar

 

Naturschutzgebiet SG Deggenreuschen - Rauschachen. Die Baar - eine hochgelegene Ebene zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb - ist eine weitgehend waldfreie Landschaft. Die klimatisch rauhe Gegend besitzt seit alters einen geringen Waldanteil; auch heute liegen nur wenige Wälder auf der von Acker und Grünland geprägten Hochfläche. Der bekannteste unter ihnen ist der 126 ha große „Deggenreuschen-Rauschachen“ auf den Muschelkalkhügeln südwestlich von Hüfingen. Wie der Doppelname des Naturchutzgebiets schon andeutet, besteht es aus zwei ausgedehnten Waldstücken, die durch die vielbefahrene Bundesstraße 31 getrennt werden.

Das Naturschutzgebiet ist weit über die Region hinaus als „Hüfinger Orchideenwald“ bekannt. Im Wald und in den angrenzenden Magerrasen wachsen 25 Orchideenarten, eine außerordentliche Zahl für ein Nadelwaldgebiet. Eine Erklärung für das z. T. massenhafte Auftreten der Orchideen liegt in der früheren Ackernutzung und Beweidung, die auf dem sogenannten Trigonodus-Dolomit des Oberen Muschelkalkes nachhaltige Oberbodenschäden hinterlassen hat. Viele der im Deggenreuschen-Rauschachen vorkommenden Orchideen, die nicht als »Anzeiger« eines sehr naturnahen Waldes gewertet werden dürfen, bevorzugen offenbar solche Standorte. Dieser Umstand hat auch Einfluß auf die Bewirtschaftung des Waldes im Naturschutzgebiet, deren vordringlichstes Ziel es ist, die großen Bestände der seltenen Arten zu erhalten. Der Ausbau der N31 ist diesem Ziel nicht nicht förderlich gewesen.

 

Baustelle, frisch aufgeschüttete Erde entlang der Straße

Aethusa cynapium, Hundspetersilie

Anagallis arvensis, Acker-Gauchheil

Apera spica-venti, Gemeiner Windhalm

Centaurea jacea, Wiesen-Flockenblume

Chaenorhinum minus, Orant

Chelidonium majus, Schöllkraut

Cychorium intybus, Wegwarte

Daucus carota, Möhre

Galinsoga parviflora, Kleinblütiges Franzosenkraut

Lotus corniculatus, Gemeiner Hornklee

Matricaria recutita, Kamille

Melilotus officinalis, Gelber Steinklee

Onobrychis viciifolia, Saat-Esparsette

Papaver rhoeas, Klatsch-Mohn

Plantago major, Breit-Wegerich

Poa annua, Einjähriges Rispengras

Polygonum aviculare, Vogelknöterich

Senecio vulgaris, Gemeine Greiskraut

Stellaria media, Vogelmiere

Trifolium pratense, Rotklee

Trifolium repens, Weißklee

 

Im Orchideen-Wald (incl. Waldrandpflanzen)

 

Abies alba, Weiß-Tanne

Actaea spicata, Christophskraut

Ajuga reptans, KriechenderGünsel

Angelica sylvestris, Wald-Engelwurz

Arctium lappa. Große Klette

Astrantia major, Große Sterndolde

Atropa belladonna, Tollkirsche

Brachypodium sylvaticum, Wald-Zwenke

Campanula cochlearifolia, Kleine Glockenblume

Campanula persicifolia, Pfirsichblättrige Glockenblume

Carex remota, Winkel-Segge

Cephalanthera damasonium, Weißes Waldvögelein

Cephalanthera rubra, Rotes Waldvögelein (vegetativ)

Circaea lutetiana, Gewöhnliches Hexenkraut

Cirsium arvense, Acker-Kratzdistel

Cirsium oleraceum, Kohldistel

Cirsium oleraceum, Kohl-Kratzdistel

Clinopodium vulgare, Gewöhnlicher Wirbeldost

Colchicum autumnalis, Herbstzeitlose

Cypripedium calceolus, Frauenschuh (fruchtend)

Daphne mezereum, Gewöhnlicher Seidelbast

Epipactis atrorubens, Braunrote Stendelwurz

Epipactis helleborine, Breitblättrige Stendelwurz

Epipactis muelleri, Müllers Stendelwurz

Epipactis atrorubens, Braunrote Stendelwurz

Epipactis purpurata, Violette Stendelwurz  (schön blühend), mitten im Wald, Koordinaten (GK): 3459.782/5307.711

 Epipogium aphyllum, Widerbart (in großer Zahl, optimal in der Blüte

Der Orchideenwald bei Hüfingen soll das größte Vorkommen dieser Art enthalten. Sonst tritt sie nur sporadisch auf.)

Fragaria vesca, Wald-Erdbeere

Galium aparine, Kletten-Labkraut

Galium rotundifolium, Rundblättriges Labkraut

Galium odoratum, Waldmeister

Galium verum, Echtes Labkraut

Hordelymus europaeus, Waldgerste

Knautia dipsacifolia, Wald-Witwenblume

Leucanthemum vulgare, Wiesen-Magerite

Lathyrus pratensis, Wiesen-Platterbse

Lilium martagon, Türkenbund-Lilie (fr.)

Lonicera xylosteum, Gewöhnliche Heckenkirsche, Rote Heckenkirsche

Maianthemum bifolium, Schattenblume (fr.)

Melampyrum pratense, Wiesenwachtelweizen

Melampyrum sylvaticum, Waldwachtelweizen

Myosoton aquaticum (= Stellaria aquatica), Wasserdarm

Oxalis acetosella, Wald-Sauerklee

Paris quadrifolia, Einbeere

Petasites albus, Weiße Pestwurz

Platago lanceolata, Spitzwegerich

Platanthera chlorantha, Grünliche Waldhyazinthe

Poa nemoralis, Hain-Rispengras

Polygala chamaebuxus, Buchsblättrige Kreuzblume

Polygonatum verticillatum, Quirl-Weißwurz

Potentilla anserine, Gänsefingerkraut

Prenanthes purpurea, Hasenlattich

Prunella grandiflora, Großblütige Braunelle

Prunus spinosa, Schlehe

Ranunculus aconitifolius, Eisenhutblättriger Hahnenfuß

Rhamnus frangula, Faulbaum

Rubus saxatilis, Felsen-Brombeere, Steinbeere

Salvia pratensis, Wiesen-Salbei

Sambucus nigra, Schwarzer Holunder

Solidago virgaurea, Echte Goldrute

Sorbus aucuparia, Eberesche

Stachys sylvatica, Waldziet

Taxus baccata, Eibe

Teucrium scorodonia, Salbei-Gamander

Tragopogon pratensis, Wiesennocksbart

Viburnum lantana, Wolliger Schneeball

Pilze:

Geastrum spec., Erdstern

Gomphus clavatus , Schweinsohr

Phallus impudicus, Stinkmorchel

 

Auf der Fahrt zur Wutach-Schlucht am Wegrand gesehen:

Faunistische Besonderheiten:

Wespenbussard

Saatkrähe

Rabenkrähe

 

Durch den Westteil der Wutach Schlucht, Parkplatz an der Gäststätte „Schattenmühle“

 

Die Wutach ist der letzte Fluß der deutschen Mittelgebirge, der - trotz gewisser Einbußen, vor allem durch starke Wasserentnahme – seinen Charaktier als Wildfluß mit hoher Dynamik auf 30 km Länge in einer geologisch „jugendlichen“ Schlucht mit naturnaher Vegetation erhalten hat. Der geologische Aufbau ausseiner wechselnden Folge von Gesteinen, von Kalk, Dolomit, Gips, Ton, im obersten Teil Gneis, die noch heute ruschenden Hänge und verstürzenden Wände; die Verkarstung mit Schwund und Austritt von kalkreichem Wasser, das starke Gefälle mit Auf- und Abbau von Inseln; und nicht zuletzt die hohe Luftfeuchtigkeit am Grund der Schlucht und an den steilen Schattenhängen – dieses alles spiegelt sich in den rasch wechselnden Pflanzengesellschaften.

Die Quelle der Wutach liegt im Feldbergmassiv, wo einzelne Wasseradern den Feldsee speisen. Als Seebach verläßt das Wasser den See und mündet in den Titisee. Aus diesem fließt die Gutach, um unterhalb von Neustadt mit der Haslach zusammenzustreffen. Ab diesem Ort wird der Fluß dann „Wutach“ genannt

 

Aconitum lycoctonum, Wolfs-Eisenhut

Actaea spicata, Christophskraut (fr.)

Aruncus dioicus, Wald-Geißbart

Aspenium trichomanes, Braunstieliger Streifenfarn

Asplenium viride, Grüner Streifenfarn

Athyrium filix-femina, Frauenfarn

Calamagrostis epigeios, Wald-Reitgras

Caltha palustris, Sumpfdotterblume

Campanula cochlearifolia, Kleine Glockenblume

Carex remota, Winkel-Segge

Carex sylvatica, Wald-Segge

Chaerophyllum hirsutum, Behaarter Kälberkropf

Circaea alpina, Alpen-Hexenkraut

Cirsium oleraceum, Kohl-Kratzdistel

Cirsium vulgare, Gemeine Kratzdistel

Corylus avellana, Haselnuss

Cratoneuron commutatum, Gemeines Starknervmoos

Cystopteris fragilis, Zerbrechlicher Blasenfarn

Dryopteris dilatata, Breitblättriger Dornfarn

Dryopteris filix-mas, Gemeiner Wurmfarn

Erodium cicutarium, Reiherschnabel

Filipendula ulmaria, Mädesüß

Galium aparine, Kletten-Labkraut

Galium sylvaticum, Wald-Labkraut

Geranium pyrenaicum, Pyrenäen-Storchschnabel

Geum urbanum, Echte Nelkenwurz

Gymnocarpium dryopteris, Eichenfarn

Knautia dipsacifolia, Wald-Witwenblume

Lathyrus vernus, Frühlings-Platterbse

Lonicera nigra, Schwarze Heckenkirsche

Luzula luzuloides, Weiße Hainsimse

Oxalis acetosella, Sauerklee

Pleum pratense, Wiesen-Lieschgras

Polygonatum verticillatum, Quirl-Weißwurz

Polypodium vulgare, Gewöhnlicher Tüpfelfarn

Prenanthes purpurea, Hasenlattich

Primula elatior, Wald-Primel (vegetativ)

Ranunculus lanuginosus, Wolliger Hahnenfuß

Ranunculus platanifolius, Platanenblättriger Hahnenfuß

Ribes alpinum, Alpen-Johannisbeere

Saxifraga rotundifolia, Rundblättriger Steinbrech

Scrophularia nodosa, Knotige Braunwurz

Senecio fuchsii, Fuchs-Greiskraut

Stachys sylvatica, Wald-Ziest

Teucrium scorodonia, Salbei-Gamander

Veronica beccabunga, Bachbungen-Ehrenpreis

 

01. 08. 05 Wanderung von Oberbergen auf den Badberg

 

Das Herzstück des zentralen Kaiserstuhls bilden die beiden zusammenhängenden Naturschutzgebiete Haselschacher Buck und Badberg. Anstelle des Reblandes und bewaldetet Hügel dominieren hier ungedüngte Salbei-Glatthaferwiesen und Halbtrockenrasen. Besonders flachgründige und trockene Standorte nehmen die Trockenrasen ein. In einzelnen Bereichen gedeiht das wärmeliebende Schlehen-Liguster Gebüsch mit Saumgesellschaften. Die Gebüsche müssen immer wieder durch Pflegemaßnahmen zurückgedrängt werden, um die wertvollen Rasengesellschaften zu erhalten.

 

Acer campestre, Feldahorn

Achillea millefolium, Gemeine Schafgarbe

Agrimonia eupatoria, Gewöhnlicher Odermennig

Allium carinatum, Gekielter Lauch (auch ein gelbes Exemplat)

Allium vineale, Weinbergs-Lauch

Anthericum ramosum, Ästige Graslilie

Anthyllis vulneraria, Wundklee

Artemisia campestris, Feld-Beifuß

Artemisia vulgaris, Gemeiner Beifuß

Asperula cynanchica, Hügel-Meister

Aster amellus, Kalk-Aster

Aster linosyris, Goldkopf, Goldhaaraster (vegetativ)

Berberis vulgaris, Gemeine Berberitze

Betonica officinalis (= Stachys officinalis, Stachys betonica), Heil-Ziest

Bothriochloa (= Andropogon) ischaemum, Bartgras

Brachypodium pinnatum, Fieder-Zwenke

Bromus erectus, Aufrechte Trespe

Bryonia dioica, Zweihäusige Zaunrübe

Bupleurum falcatum, Sichelblättrige Hasenohr

Calamintha acinos, Steinquendel

Calamintha sylvatica, Wald-Bergminze

Campanula persicifolia, Pfirsichblättrige Glockenblume

Centaurea stoebe, Rispen-Flockenblume

Chaenorhinum minus, Orant

Cirsium vulgare, Gemeine Kratzdistel

Clematis vitalba, Gemeine Waldrebe

Convolvulus arvensis, Ackerwinde

Conyza canadensis (= Erigeron canadensis), Kanadische Berufkraut

Cornus sanguinea, Roter Hartriegel

Coronilla varia, Bunte Kronwicke

Crataegus laevigata, Zweigriffeliger Weisdort

Crataegus monogyna, Eingriffeliger Weissdorn

Cynanchum vincetoxicum (= Vincetoxicum hirundinaria), Schwalbenwurz

Dactylis glomerata, Knäuelgras

Daucus carota, Wilde Möhre

Dianthus carthusianorum, Karthäuser-Nelke

Diplotaxis tenuifolia, Schmalblättriger Doppelsame

Dipsacus fullonum (= D. sylvestris), Wilde Karde

Echium vulgare; Natterkopf

Epilobium angustifolium, Schmalblättrige Weidenröschen

Erodium cicutarium, Reiherschnabel

Eryngium campestre, Feld-Mannstreu

Euphorbia seguieriana, Steppen-Wolfsmilch

Fallopia japonica (= Reynoutria japonica), Japanischer Staudenknöterich

Festuca pratensis, Gewöhnlicher Wiesen-Schwingel

Fragaris vesca, Wald-Erdbeere

Galium glaucum (= Asperula glauca), Blaugrünes Labkraut

Galium verum, Gelbes Labkraut, Echtes Labkraut

Genista tinctoria, Färber-Ginster

Genista tinctoria, Färber-Ginster

Geranium sanguineum, Blutstorchschnalel

Globularia punctata (= elongata), Gemeine Kugelblume

Hedera helix, Efeu

Helianthemum nummularium, Gewöhnliches Sonnenröschen (auch eine weiße Form)

Hieracium pilosella, Mausöhrchen

Himantoglossum hircinum, Bocks.Riemenzunge, nach dem Fruchten

Hippocrepis comosa, Hufeisenklee

Hordeum murinum, Mäusegerste

Hypericum perforatum, Tüpfel-Johanniskraut

Inula conyza, Dürrwurz

Isatis tinctoria, Färber-Waid

Knautia dipsacifolia, Wald-Witwenblume

Lactuca serriola, Kompaßlattich

Lepidium campestre, Feldkresse

Ligustrum vulgare, Gemeiner Liguster

Linaria vulgaris, Gemeine Leinkraut

Linum carthaticum, Purgier-Lein

Linum tenuifolium, Schmalblättriger Lein

Lolium perenne, Englische Raygras

Lonicera xylosteum, Gewöhnliche Heckenkirsche, Rote Heckenkirsche

Lotus corniculatus, Hornklee

Medicago falcata, Sichel-Luzerne

Medicago lupolina, Hopfenklee

Melilotus albus, Weisser Steinklee

Melilotus officinalis, Echter Steinklee

Ononis spinosa, Gewöhnliche Hauhechel

Origanum vulgare, Dost, Wilder Majoran

Papaver rhoeas, Klatsch-Mohn

Petrorhagia (Tunica) prolifera, Sprossende Felsennelke

Peucedanum oreoselinum, Berg-Haarstrang

Picris hieracioides, Gemeines Bitterkraut

Plantago lanceolata, Spitz-Wegerich

Polygonatum odoratum, Salomonssiegel, Wohlriechende Weißwurz

Polygonum aviculare, Vogelknöterich

Populus tremula, Espe, Zitter-Pappel

Potentilla reptans, Kriechende Fingerkraut

Prunella grandiflora, Großblütige Braunelle

Prunella vulgaris, Kleine Braunelle

Prunus avium Vogelkirsche

Prunus spinosa, Schlehe

Quercus robur, Stiel-Eiche

Quercus x pubescens, Flaum-Eiche

Reseda lutea, Wilde Resede

Rhinanthus alectorolophus, Zottiger Klappertopf, Behaarter

Robinia pseudoacacia, Robinie

Rosa canina, Hecken-Rose

Salvia pratensis, Wiesen-Salbei

Sanguisorba minor, Kleiner Wiesenknopf

Scabiosa canescens, Graue Skabiose

Schmeißweg ja mirabilis

Senecio erucifolius, Raukenblättiges Greiskraut

Silene vulgaris, Taubenkopf-Leimkraut

Solidago canadensis, Kanadische Goldrute

Stachys recta, Aufrecher Ziest

Teucrium chamaedrys, Edel-Gamander

Teucrium montanum, Berg-Gamander

Thalictrum minus, Kleine Wiesenraute

Thymus serpyllum agg, Feld-Thymian

Tragopogon pratensis, Wiesen-Bocksbart

Trifolium alpestre, Hügel-Klee

Trifolium arvense, Hasen-Klee

Trifolium pratense, Rotklee

Trifolium repens, Weißklee

Trifolium rubens, Purpur-Klee (fr.)

Urtica dioica, Brennessel

Verbena officinalis, Echtes Eisenkraut

Viburnum lantana, Wolliger Schneeball

 

Faunistische Besonderheit:

Mantis religiosa, Gottesanbeterin (in großer Zahl)

Aphantopus hyperantus, Brauner Waldvogel

Lacerta viridis, Smaragdeidechse

 

01.08.05 Nachmittags von Ihringen durch die Weinberge (Lößhohlweg) zum Lenzenberg, von dort durch den Buchenwald Richtung Liliental und zurück über die Martinshöfe

 (2 1/2 Std. Wanderung)

 

Agrimonia eupatoria, Gewöhnlicher Odermennig

Amaranthus retroflexus, Rauhaariger (Zurückgekrümmter) Fuchsschwanz

Anemone sylvestris, Großes Windröschen, 1 Exemplar blühend

Artemisia campestris, Feld-Beifuß

Bryonia dioica, Zweihäusige Zaunrübe

Calamintha acinos, Steinquendel

Chondrilla juncea, Knorpellattich

Crepis capillaris, Grüner Pippau

Diplotaxis tenuifolius, Schmalblättriger Doppelsame

Erigeron annuus, Feinstrahliges Berufkraut, Einjähriges Berufkraut

Euphorbia seguieriana, Steppen-Wolfsmilch

Falcaria vulgaris, Gemeine Sichelmöhre

Hieracium sabaudum, Savoyer Habichtskraut

Isatis tinctoria, Färber-Waid

Mentha longifolia, Ross-Minze

Mercurialis perennis, Wald-Bingelkraut

Peucedanum oreoselinum, Berg-Haarstrang

Rubus caesius, Acker-Brombeere, Kratzbeere

Scabiosa canescens, Graue Skabiose

Setaria verticillata, Wirtel-Borstenhirse

Tanacetum vulgare, Rainfarn

Tragopogon pratense, Wiesen-Bocksbart

 

Im Wald:

Circaea lutetiana, Gewöhnliches Hexenkraut

Convallaria majalis, Maiglöckchen

Galium sylvaticum, Wald-Labkraut

Mycelis muralis, Mauerlattich

Poa nemoralis, Hain-Rispengras

Pulmonaria obscura, Dunkles Lungenkraut

Torilis japonica, Gewöhnlicher Klettenkerbel

 

Steinbruch (Naturschutzgebiet) bei Niederrotweil

Abgebaut wurde hier der Phonolithstock des Kirchbergs. Phonolithische Magma ist im westlichen Kaiserstuhl an keiner anderen Stelle bis in die Tephrite aufgedrungen. Die Flanken des Kirchberges blieben weitgehend als Kulisse stehen, so daß der Steinbruch nur von Westen auffällt. Beeindruckend ist vor allem der östliche Teil mit seinen bis 60 m hohen Wänden; der westliche „Gemeindebruch“ wurde weniger tief abgebaut. Dohlen und Turmfalken brüten hier, deshalb ist das Betreten dieses Naturschutzgebietes erst ab dem 1.8. im Jahr gestattet.

Ausgedehnte Flächen nimmt die Pflanzengesellschaft Rosmarin-Weidenröschen-HundsbraunwurzfIur ein, die früher eventuell auf jungen Kiesbänken des Rheins natürlich vorkam und am Oberrhein heute vor allem trockene SchuttsteIlen besiedelt. Das Rosmarin-Weidenröschen (Epilobium dodonaei) stammt aus den Alpen und strahlt bis in das Oberrheingebiet aus.

 

Epilobium dodonaei, Rosmarin-Weidenröschen (blühend, in größerer Zahl)

Eragrostis minor, Kleines Liebesgras

Scrophularia canina, Hunds-Braunwurz

Senecio erucifolius, Raukenblättiges Greiskraut

Setaria viridis, Grüne Borstenhirse

Teucrium scorodonia, Salbei-Gamander

 

Faunistische Besonderheit:

Rotflüglige Ödlandschrecke (Oedipoda germanica)

Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens)

 

02. 08. 05 Vogesen

 

 Fahrt über Colmar, Munster, die Col de la Schlucht auf den Hohneck (1366 m) in den Vogesen. Die Fahrt durch das berühmte Munstertal – es gilt als eines der schönsten des Elsaß - ist sehr abwechslungsreich. Auf der Route wechseln von der offenen Talsohle mit ihren ausgedehnten Weingärten sich Wäldern ab. Mit zunehmender Höhe werden diese spärlicher und von niedrigwüchsigen alpinen Pflanzengesellschaften abgelöst. Dieser Ausflug litt leider unter dem strömenden Regen und dichten Nebel auf der Kuppe des Berges. Es war jedoch der einzige „Schlechtwettertag“ – die Exkursion musste deshalb bald abgebrochen werden.

 

Adenostyles alliariae, Grauer Alpendost

Pulsatilla alpina ssp. alpina, Alpen-Küchenschelle

Arnica montana, Berg-Wohlverleih

Betonica officinalis, Heil-Ziest

Cicerbita alpina, Alpen-Milchlattich

Coeloglossum viride, Grüne Hohlzunge (blühend)

Dianthus superbus agg., Pracht-Nelke

Gentiana lutea, Gelber Enzian

Jasione montana, Berg-Sandglöckchen

Meum athamanticum, Bärwurz

Polygonum bistorta, Schlangen-Knöterich

Serratula tinctoria ssp. macrocephala, Großköpfige Färber-Scharte

Silene rupestris, Felsen-Leinkraut

Vaccinium vitis-idaea, Preiselbeere

Viola lutea, Gelbes Stiefmütterchen, "Vogesen-Veilchen", gelbe und blaue Form

 

03.08.05 Rückfahrt nach Köln: Sandhausener Düne

 

Rhein-Neckar Kreis, Gemeinde Sandhausen

Das größte Binnendünengebiet Baden-Württembergs liegt in der nordbadischen Rheinebene zwischen den Ortschaften Sandhausen, Oftersheim, Hockenheim und Walldorf und entstand überwiegend im Pleistozän, zu geringen Teilen auch im Holozän. Die kalkhaltigen Flugsande sind auch Flächen mit ungestörter Boddenentwicklung seit dem Pleistozän mehrere Meter tief entkalkt. Solchen Böden (Bänder-Parabraunerden) sind durch humosen Oberboden und Ton- und Kalkverlagerungen aus dem Ober- in den Unterboden gekennzeichnet. In diesen Gebieten wurden die kalkfreien Horizonte durch den Wind ungelagert oder vollständig abgetragen oder von jungen, kalkhaltigen Flugsand überlagert. So entstanden zweischichtige Böden, in den entkalkte pleistozäne Flugsande von kalkhaltigen holozänen Flugsanden überlagert sind. Am „Pferdtrieb“ wurde im Bereich der ehemaligen Sandgrunbe der gesamte Boden entfernt. Auf der ehemaligen Abbausohle und an der durch den Abbau entstandenen südexponierten Dünenböschung stehen stark kalkhaltige pleistozäne Flugsande an.

Die meisten Sandfelder sind weitgehend bewaldet. Nicht so am südlichen Ortsrand von Sandhausen: Die Sandhausener Düne-Pferdstrieb ist schon seit Jahrzehnten frei von Bäumen und seit 1929 vor Überbauung geschützt. Dort herrschen extreme Lebensbedingungen: Der trockene Sand ist instabil und nährstoffarm und die oberen Bodenschichten sind im Sommer um 30 – 40 Grad Celsius wärmer als die umgebene Luft. Nur Spezialisten finden sich in diesem Milieu zurecht. Dies sind z.B. einjährige Arten, die ihren Lebenszyklus vor Beginn der Sommertrockenheit abgeschlossen haben (z.B. Sand-Hornkraut Cerastium semidecandram); sukkulente Arten (Scharfer Mauerpfeffer Sedum acre)en; Arten, die durch filzige Behaarung die Verdunstung vermindern können (Sand-Strohblume Helichrysum arenarium) oder durch besondere Wurzelsysteme der Trockenheit. Einige dieser Arten sind kontinentale Arten, deren Hauptverbreitung in den Steppengebieten Osteuropas liegt( z.B. Sand-Fingerkraut Potentilla incana, Wohlriechende Scabiose Scabiosa canescens, Sand-Radmelde Kochia laniflora) auch subatlantisch verbreitete Pflanzenarten (z.B Silbergras Corynephorus canescens) und submediterrane Arten (Kugel-lauch Allium sphaerocephalon, Zwergsonnenröschen Fumana procumbens, Zwerg-Schneckenklee Medicago minima) sind für diese Dünen charakteristisch. (Näheres in: Beiträge zu den Veröffentlichungen für Naturschutz und Landschaftspflege in Baden-Württemberg Heft 80. Die Sandhausener Dünen. Naturkundliche Beiträge zu den Naturschutzgebieten „Pferdstrieb“ und „Pflege Schönau-Galgenbuckel“, Karlsruhe 1094).

 

Ruderalisierte Sandrasen- Silberscharten-Gesellschaft (Jurineo cyanoidis-Koelerietum glaucae)

Alyssum montanum ssp gmelinii, Dünen-Steinkraut (Nachzügler blühend)

Artemisia campestris, Feld-Beifuß

Asparagus officinalis, Gemüse-Spargel

Asperula cynanchica, Hügel-Meister

Bromus tectorum, Dach-Trespe

Cerastium semidecandrum, Fünfmännige Hornkraut

Conyza canadenesis (= Erigeron canadensis), Kanadisches Berufkraut

Corynephorus (= Weingaertneria) canescens, Silbergras

Cynanchum vincetoxicum (= Vincetoxicum hirundinaria), Schwalbenwurz

Cynodon dactylon, Hundszahngras

Cynoglossum officinale, Echte (gemeine) Hundszunge

Dianthus cartusianorum, Karthäuser-Nelke

Diplotaxis tenuifolia, Schmalblättriger Doppelsame

Eragrostis minor, Kleines Liebesgras

Erigeron annuus, Feinstrahliges Berufkraut, Einjähriges Berufkraut

Euphorbia seguieriana, Steppen-Wolfsmilch

Fumana procumbens, Zwerg-Sonnenröschen

Hypochoeris radicata, Gemeines Ferkelkraut

Jurinea cyanoides, Sand-Bisondistel, Silberscharte

Koeleria glauca, Blaugrünes Schillergras

Medicago minima, Zwerg-Schneckenklee

Melilotus albus, Weißer Steinklee

Odontites luteus, Gelber Zahntrost (beginnend zu blühen)

Oenothera parviflora, Kleinblütige Nachtkerze

Petrorhagia prolifera, Sprossende Felsennelke

Peucedanum oreoselinum, Berghaarstrang

Plantago arenaria, Sand-Wegerich

Plantago media, Mittlerer Wegerich

Potentilla rupestris, Felsen-Fingerkraut

Robinia pseudoacacia, Robinie

Rubus fructicosus, Brombeere

Sedum rupestre, Gewöhnliche-Felsen-Fetthenne, Tripmadam

Senecio jacobaea, Jakobs-Greiskraut

Silene otites, Ohrlöffel-Leimkraut

Solanum nigrum, Schwarzer Nachtschatten

Salsola kali ssp. ruthenica (= ssp. tragus), Steppen-Salzkraut

Setaria viridis, Grüne Borstenhirse

Silene conica, Kegelfrüchtige Leimkraut (bereits abgestorben)

Stachys recta, Aufrechter Ziest

Thymus serpyllum agg., Feld-Thymian

Vincetoxicum hirundinaria, Schwalbenwurz

 

Am Straßenrand:

Achillea millefolium, Gemeine Schafgarbe

Allium cf vineale, Weinbergs-Lauch

Artemisia vulgaris, Gewöhnlicher Beifuß

Bassia (Kochia) lanifolia, Sand-Radmelde (direkt am Straßenrand, blühend, eine ganze Reihe von Exemplaren)

Bromus tectorum, Dach-Trespe

Chenopodium alum, Weißer Gänsefuß

Chichorium intybus, Gewöhnliche Wegwarte

Daucus carota, Wilde Möhre

Digitaria ischaemum, Fingerhirse

Lepidium campestre, Feldkresse

Pastinaca sativa, Pastinak

Plantago lanceolata, Spitz-Wegerich

Rubus fruticosus, Echte Brombeere

Saponaria officinalis, Gewöhnliche Seifenkraut

Sedum sexangulare (= Sedum mite), Milder Mauerpfeffer

Kiefernmischwald:

Artemisia nobilis (hier ein wahrscheinlich nur verwildert)

Artemisia vulgaris agg., Gewöhnlicher Beifuß

Briza media, Zittergras

Bryonia dioica, Zweihäusige Zaunrübe

Carduus crispus, Krause Distel

Centaurea jacea, Wiesen-Flockenblume

Chelidonium majus, Schöllkraut

Chenopodium album, Weißer Gänsefuß

Cynoglossum officinale, Gewöhnliche Hundzunge

Dianthus carthusianorum, Karthäuser-Nelke

Echium vulgare, Natternkopf

Erodium cicutarium, Reiherschnabel

Impatiens parviflora, Kleines Springkraut

Lonicera periclymenum, Wald-Geißblatt

Pinus sylvestris, Waldkiefer

Plantago major, Breit-Wegerich

Potentilla rupestris, Felsen-Fingerkraut

Sambucus nigra, Schwarzer Holunder

Scabiosa canescens, Graue (Wohlriechende) Scabiose

Solanum dulcamara, Bittersüßer Nachtschatten

Veronica officinalis, Wald-Ehrenpreis

Viola rupestris, Sand-Veilchen

Viscum album ssp. austriacum, Kiefern-Mistel