Cycadopsida - Palmfarne

Zamiaceae und Cycadaceae - Palmfarne


Diözische Gymnospermen mit gefiederten, palmwedelartigen, einfach gefieferten, ledrigen Blättern (bei den Cycadaceen im jungen Zustand eingerollte Fiedern, bei den Zamiaceae flache). Stämme kurz, kugelförmig bis oval oder lang, stammförmig. Die Samenanlagen stehen bei weiblichen Pflanzen am Rande abgewandelter Fiederblätter (z.B. Cycas) oder in Zapfen (z.B. Encephalartos); bei männlichen Pflanzen stehen Mikrosporophylle mit vielen Mikrosporangien auf ihrer Unterseite an gestielten Zapfen. Windbestäubend, zwischen Bestäubung und Befruchtung vergehen meist mehrere Monate. Interssant ist die Tatsache, daß zwar Pollenschläuche gebildet werden, daß die Mikroprothallien aber jeweils ein sehr großes Spermatozoid (mit 0,3 mm das größte im Pflanzenreich) freisetzt, das viele in einer Spirale angeordnete Geißeln trägt. Befruchtung mit Spermatozoiden gibt es innerhalb der Samenpflanzen ansonsten nur noch bei Ginkgo biloba.  Bei Cycas sind die Samen von einer äußeren, weichen Sarkotesta und einer inneren, harten Sklerotesta umgeben, ein Hinweis auf eine mögliche Ausbreitung durch Wirbeltiere.

 


Encephalartos lehmannii


Cycas circinalis

Cycas revoluta
 

 

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Linne von Berg: linnevonberg@uni-koeln.de
21.11.2001