- Extreme Luftfeuchtigkeit; Pflanzen der Standorte extremer
Luftfeuchtigkeit heißen Hygrophyten. Beispiel: Ruellia
portellae, Ruellie, Acanthaceae; kein Austrocknungsschutz (dünne
Cuticula, Blatt nicht sklerifiziert, Stomata über die Epidermis
emporgehoben, Haare zur Oberflächenvergrößerung);
Pflanzen haben bei hoher Luftfeuchtigkeit das Problem, daß sie
nicht transpirieren, der Transpirationsstrom ist stark herabgesetzt,
Folge ist Mangel an Nährsalzen z.B. in den Blättern.
- Extreme Bodenfeuchtigkeit; Beispiel: Cyperus papyrus (Papyrus),
Cyperaceae; lebt an dauernd überfluteten Standorten; Sumpfpflanzen
(Helophyten); Sumpfböden sind wegen der geringen Diffusion von
Sauerstoff in Wasser meist anaerob; Rhizome, Wurzeln und Sprosse sind
daher von Aerenchym durchzogen; Beispiel: Rhizophora mangle (Mangrove)
Rhizophoraceae; lebt an periodisch von Meerwasser überfluteten
Standorten; Baum mit holzigen Wurzeln; Problem der Sauerstoffversorgung
wenn Wurzeln im anaeroben Schlamm stecken; Lösung: Atemwurzeln,
die aus dem Schlamm herausgucken; weitere Anpassungen: ökophysiologische
Anpassungen an wechselnden Salzgehalt (Meerwasser bei Flut, Aussüßung
bei Ebbe); Stelzwurzeln: Bessere Verankerung im Brandungsbereich,
Schlamm als Untergrund; Viviparie: Samen keimen auf der Mutterpflanze
zu einem massiven Keimling mit langer Keimwurzel: diese fallen senkrecht
in den Schlamm: verbesserte Startbedingungen.
- Wasserpflanzen (Hydrophyten): ähnliche Sauerstoffproblematik
wie bei Sumpfpflanzen: Aerenchym in Sprossen und Blättern; oft
fehlen Wurzeln; Oberflächenvergrößerung der untergetauchten
Blätter; keine Cuticula; Nährstoffaufnahme über Blattoberfläche.
- In Ufernähe (bis zu 3m Wassertiefe) wurzelnde Pflanzen (Schilf,
Papyrus; viele Helophyten...); auch Schwimmblattpflanzen (Nymphaea;
Nymphaeaceae): Rhizom am Boden; langgestielte Blätter mit Aerenchym
im Blattstiel; Stomata auf Blattoberseite. Nelumbo nucifera: Lotusblume,
Nelumbonaceae, erhebt Blätter und Blüten über die Oberfläche;
Besonderheit: Unbenetzbarkeit der Oberfläche, Selbstreinigungseffekt;
aufgerauht mit mikroskopischen Wachskristallen; Partikel können
nicht an die Oberfläche binden; werden mit Wasser sofort entfernt
- Sonderfall: Schwimmpflanzen, Wurzeln nicht im Boden, Treiben
aus der Oberfläche; haben so nicht das Problem, Energie aufwenden
zu müssen, um ans Licht zu kommen. Konkurrieren sehr erfolgreich
ums Licht. Beispiele: Salvinia, unbenetzbar, unsinkbar, Schwimmblätter,
Wasserblätter; Azolla ebenso; Pistia stratiotes; bei uns: Lemna,
Stratiotes, Ricciocarpos, Riccia.
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