Trockenstandorte: Standorte an denen längerfristig
(über Monate) Trockenheit auftritt; in Mediterranklima regelmäßig
den Sommer über; bei Wüstenklima oft über Jahre kein
Niederschlag. Lösungen:
Verlagern von Lebensaktivität auf feuchte Perioden.
- Therophyten: Annuelle Pflanzen, die Ungunstperioden als
Samen überdauern; oft mehrere Jahre Trockenheit; Beispiele
Karroo in Südafrika; Wüsten Nordamerikas; Atacamawüste
in Südamerika; nach einem kräftigen Regen kommt in kürzester
Zeit die Landschaft mit vielen Pflanzenarten zur Blüte; Bildung
dauerhafter Samen in kürzester Zeit. Bestäuber sind ebenfalls
an lange Trockenperioden angepaßt und erscheinen synchron
mit den annuellen Pflanzen.
- Geophyten: Mehrjährige Pflanzen, die Ungunstperioden
geschützt im Boden überdauern; Rhizomgeophyten (Beispiele:...);
Zwiebelgeophyten (Beispiele:....).
- Xerophyten: Pflanzen, die mit Oberirdischen Organen Trockenzeiten
überdauern können: z.B. Laurus nobilis (Lorbeer, Lauraceae),
Olea europaea (Ölbaum, Oleaceae); Eucalyptus sp. (Eukalyptus,
Myrtaceae): bilden ledrige Blätter mit vielen Versteifungselementen
(Blätter können nicht welken), dicker Epidermis und Cuticula
oft mit dickem Wachsbelag (Verdunstungsschutz); Xerophyten mit Sklerophyllen
sind meist in weniger extremem Gebieten (Mediterranklima; Mittelmeergebiet,
entsprechende Gebiete gibt es in vergleichbaren nord- und südhemisphärischen
Breiten) verbreitet; interessant ist, daß in unterschiedlichsten
Verwandtschaftsbereichen die gleichen Anpassungen entstanden sind
(konvergente Evolution). Reduktion der Blattoberfläche: Mikrophyllie
(Verdunstungsschutz, die Lichtmenge reicht auch bei verringerter
Blattfläche zur Photosynthese aus (Beispiele: Callistemon pinifolius,
Casuarina.... Vollständige Reduktion der Blätter: Rutensträucher
(Beispiele: Kanarischer Ginster, Besenginster....). Transpirations-
(und UV-) Schutz durch Behaarung: durch Schaffung einen wollig-
filzigen Behaarung wird Transpiration verringert, durch Reflexion
wird Einstrahlung gemindert (Beispiel: Sideritis argosphacelus,...?).
- Sukkulente Pflanzen: Pflanzen, die in ihren Grundorganen
Wasserspeichergewebe ausgebildet haben; besitzen immer auch zusätzlichen
Transpirationsschutz (Dicke Cuticula, Wachse...); je nach Organ,
das zur Wasserspeicherung abgewandelt ist, unterscheidet man zwischen
Blattsukkulenz, Stammsukkulenz und auch Wurzelsukkulenz; oft gibt
es Kombinationen von mehreren Organen. Sukkulente Pflanzen sind
in den Lehrbüchern das Paradebeispiel für konvergente
Evolution: Oft hilft erst die Entwicklung von Blüten
bei der Einordnung in einen Verwandtschaftsbereich weiter.
- Blattsukkulenz: Crassulaceae (Dickblattgewächse):
Crassula, Aeonium, Sedum, Sempervivum, Kalanchoe, Tylecodon...;
Mesembryanthemaceae (Mittagsblumengewächse): Argyroderma,
Lithops, Conophytum, Titanopsis, Cheiridopsis, ....; Asteraceae
(Korbblütler): Othonna, Senecio....; Portulacaceae (Portulakgewächse):
Anacampseros....; Aloaceae (Aloegewächse): Aloe, Gasteria,
Haworthia...
- Stammsukkulenz: Crassulaceae (Dickblattgewächse):
Tylecodon; Cactaceae, (Kakteen): Echinocactus, Ferocactus, Mamillaria...);
Euphorbiaceae (Wolfsmilchgewächse): Euphorbia; Asteraceae
(Korbblütler): Kleinia...; Asclepiadaceae (Schwalbenwurzgewächse):
Huernia; Hoodia, Stapelia ...; Didieriaceae: Didieria; Apocynaceae
(Hundsgiftgewächse): Pachypodium.
- Wurzelsukkulenz: z.B. bei einigen Asteraceae der Kanarischen
Inseln
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