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University of Cologne   Faculty of Mathematics and Natural Sciences










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Habilitationsordnung

der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln vom 09. August 2005

Aufgrund von § 2 Abs. 4 des Gesetzes über die Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen (Hochschulgesetz-HG) vom 14. März 2000 (GV.NW. S. 190), zuletzt geändert durch Gesetz vom 30. November 2004 (GV.NRW. S. 752), hat die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät die folgende Ordnung erlassen:

Inhaltsverzeichnis:

§ 1 Ziel der Habilitation

§ 2 Habilitationsverfahren

§ 3 Habilitationskollegium

§ 4 Zulassungsvoraussetzungen

§ 5 Antrag auf Habilitation

§ 6 Ablehnung der Zulassung

§ 7 Schriftliche Habilitationsleistung

§ 8 Eröffnung des Habilitationsverfahrens und Einsetzung der Habilitationskommission

§ 9 Aufgaben der Habilitationskommission

§ 10 Einsichtnahme in die Habilitationsun-terlagen

§ 11 Beschlußfassung über die schriftliche Habilitationsleistung

§ 12 Mündliche Habilitationsleistung

§ 13 Rechte und Pflichten der Privatdozentin bzw. des Privatdozenten

§ 14 Umhabilitierung

§ 15 Erlöschen der Lehrbefugnis (venia legendi), Entziehung der Lehrbefähigung bzw. der Lehrbefugnis (venia legendi)

§ 16 Übergangsbestimmungen und Inkrafttreten

Anhang

§ 1

Ziel der Habilitation

(1) Die Habilitation dient dazu, die besondere Befähigung der Bewerberin bzw. des Bewerbes nachzuweisen, eines der Fächer der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät in Forschung und Lehre selbständig zu vertreten.

(2) Nach erfolgreichem Abschluß des Habilitationsverfahrens werden der Bewerberin bzw. dem Bewerber die festgestellte Lehrbefähigung für das von ihr bzw. von ihm gewählte und von der Fakultät gebilligte Fach bestätigt (siehe Anhang) und die selbständige Lehrbefugnis (venia legendi), das heißt das Recht und die Pflicht, selbständige Lehrveranstaltungen an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät abzuhalten, verliehen. Sie bzw. er ist damit berechtigt, die Bezeichnung „Privatdozentin" bzw. „Privatdozent" zu führen.

§ 2

Habilitationsverfahren

(1) Dem Habilitationsverfahren geht das Zulassungsverfahren (§§ 4-6) voraus; das Habilitationsverfahren besteht aus folgenden Teilen:

a) der schriftlichen Habilitationsleistung (siehe § 7),

b) dem fakultätsöffentlichen wissenschaftlichen Habilitationsvortrag der Bewerberin bzw. des Bewerbers vor dem Habilitationskollegium,

c) der Beschlußfassung über die Verleihung der Lehrbefähigung und der Lehrbefugnis (venia legendi).

(2) Die Dauer des Habilitationsverfahrens soll zwölf Monate nach Einreichung des Antrags durch die Bewerberin bzw. den Bewerber nicht überschreiten.

§ 3

Habilitationskollegium

(1) Zuständig für die Habilitation und stimmberechtigt in allen Teilen des Habilitationsverfahrens sind alle Mitglieder der Fakultät, die der Gruppe der Professorinnen und Professoren angehören. Sie bilden das Habilitationskollegium.

(2) Das Habilitationskollegium tagt zusammen mit der Engeren Fakultät in nichtöffentlicher Sitzung. Den Vorsitz führt die Dekanin bzw. der Dekan.

(3) Die Dekanin bzw. der Dekan kann zu den Sitzungen des Habilitationskollegiums habilitierte Mitglieder der Fakultät, die nicht der Gruppe der Professorinnen und Professoren angehören, zulassen, wenn ein Habilitationsverfahren in ihrem oder einem dem ihren benachbarten Fach stattfindet. Sie haben Rederecht, aber kein Stimmrecht. Die Mitglieder der Habilitationskommission (siehe § 8 Absatz 2), die nach Satz 2 nicht stimmberechtigt sind, werden zu den betreffenden Tagesordnungspunkten eingeladen; sie haben Rederecht, nehmen aber an der Beschlußfassung nicht teil. Die nichthabilitierten Mitglieder der Engeren Fakultät haben bei der Beschlußfassung in Habilitationsverfahren weder Rederecht noch Stimmrecht.

(4) Die Teilnahme an den Sitzungen des Habilitationskollegiums ist für die Mitglieder der Fakultät, die der Gruppe der Professorinnen und Professoren angehören, verpflichtend. Das Habilitationskollegium ist beschlußfähig, wenn mindestens ein Drittel der Stimmberechtigten insgesamt, darunter die Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder der Fachgruppe, der das Habilitationsfach angehört, anwesend sind.

(5) Bei den geheim durchzuführenden Abstimmungen ist eine Mehrheit der Ja-Stimmen erforderlich; Stimmenthaltung ist unzulässig; ein negativer Beschluß ist von der Dekanin bzw. vom Dekan in Absprache mit dem Habilitationskollegium in fachlich fundierter Weise zu begründen.

§ 4

Zulassungsvoraussetzungen

Voraussetzungen für die Zulassung zum Habilitationsverfahren sind:

a) Das gewählte Habilitationsfach muß ein Fach aus dem Bereich der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät sein (siehe Anhang), sowie weitere vom Habilitationskollegium zugelassene Fächer. Weitere Fächer müssen schriftlich begründet werden und vor der Entscheidung dem Habilitationskollegium vorgelegt werden.

b) Der Nachweis eines in der Regel durch eine Hochschulprüfung oder Staatsexamen abgeschlossenen Studiums sowie eine abgeschlossene Promotion oder gleichwertige Leistungen insbesondere PhD.

c) Wenn die Bewerberin bzw. der Bewerber ihren bzw. seinen Doktorgrad in einem Fach, das nicht zum Bereich der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät zu rechnen ist, erworben hat, muß sie bzw. er sich in einem Fach der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät wissenschaftlich hinreichend ausgewiesen haben. Die Entscheidung darüber trifft das Habilitationskollegium. Prüfungs-leistungen und akademische Grade, die an Hochschulen außerhalb des Geltungsbereichs des Grundgesetzes erbracht bzw. erworben wurden, werden anerkannt, wenn ihre Gleichwertigkeit festgestellt ist.

d) Der Nachweis weiterer wissenschaftlicher Tätigkeit nach der Promotion, insbesondere eine Aufstellung der veröffentlichten wissenschaftlichen Arbeiten vor allem aus dem Bereich, in dem die Lehrbefähigung beantragt wird.

e) Der Nachweis über erfolgreiche Lehrtätigkeit durch Vorlage einer Bescheinigung der zuständigen Fachgruppe.

§ 5

Antrag auf Habilitation

(1) Die Bewerberin bzw. der Bewerber beantragt die Zulassung zum Habilitationsverfahren schriftlich bei der Dekanin bzw. beim Dekan. Dabei ist anzugeben, für welches Fach die Lehrbefähigung angestrebt wird. Soll sie über den Bereich eines Faches hinausgehen, muß die Kandidatin bzw. der Kandidat durch schriftliche Forschungsleistungen in entsprechender Qualität ausgewiesen sein. Dem Antrag sind folgende Unterlagen beizufügen:

a) ein Lebenslauf, der über den schulischen, wissenschaftlichen und beruflichen Werdegang genaue Auskunft gibt,

b) die Promotionsurkunde gemäß § 4 b,

c) ein Exemplar der Dissertation,

d) drei Themenvorschläge für den Habilitationsvortrag,

e) wenn die Bewerberin bzw. der Bewerber nicht im öffentlichen Dienst tätig ist: ein polizeiliches Führungszeugnis, das nicht älter als drei Monate sein soll,

f) eine Erklärung über frühere oder laufende Habilitationsverfahren und deren Stand bzw. Ergebnis.

(2) Dem Antrag muß eine Habilitationsschrift (siehe § 7) aus dem Fach der beantragten Lehrbefähigung beigefügt sein; sie muß ein anderes Thema als die Dissertation behandeln.

(3) Zusammen mit dem Antrag auf Habilitation (Lehrbefähigung) muß gleichzeitig auch der Antrag auf Erteilung der Lehrbefugnis (venia legendi) für das gewählte Habilitationsfach, das heißt des Rechtes und der Pflicht, Lehrveranstaltungen an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln abzuhalten, gestellt werden.

(4) Die Dekanin bzw. der Dekan prüft die eingereichten Unterlagen; sie bzw. er oder eine von ihr bzw. ihm beauftragte Professorin bzw. ein von ihr bzw. ihm beauftragter Professor stellt sodann dem Habilitationskollegium die Kandidatin bzw. den Kandidaten vor und berichtet über den Antrag auf Zulassung zur Habilitation. Das Habilitationskollegium stimmt daraufhin über die Annahme des Habilitationsantrages ab.

§ 6

Ablehnung der Zulassung

(1) Der Zulassungsantrag ist abzulehnen, wenn

a) die Voraussetzungen gemäß § 4 nicht erfüllt sind oder

b) die Unterlagen gemäß § 5 nicht beigebracht werden oder

c) ein Habilitationsverfahren im Geltungsbereich des Grundgesetzes im gleichen wissenschaftlichen Fach zweimal zurückgewiesen bzw. versucht worden ist oder

d) gleichzeitig an anderer Stelle ein Habilitationsverfahren im gleichen wissenschaftlichen Fach durchgeführt wird oder

e) die Fakultät für das Fach nicht zuständig ist.

(2) Eine Ablehnung gibt die Dekanin bzw. der Dekan der Bewerberin bzw. dem Bewerber schriftlich mit Begründung und Rechtsbehelfsbelehrung bekannt. Der an die Dekanin oder den Dekan zu richtende Widerspruch ist beim Habilitationskollegium einzulegen.

(3) Die Bewerberin bzw. der Bewerber kann durch schriftliche Erklärung, die an die Dekanin oder den Dekan zu richten ist, vom Habilitationsverfahren zurücktreten, solange bei der Dekanin bzw. beim Dekan der Fakultät noch kein Gutachten über die schriftliche Habilitationsleistung eingegangen ist. In diesem Fall gilt das Verfahren nicht als Habilitationsversuch.

§ 7

Schriftliche Habilitationsleistung

Die Habilitationsschrift soll die Fähigkeit der Bewerberin bzw. des Bewerbers zur Forschung als Voraussetzung für eine uneingeschränkte Lehrtätigkeit im Rahmen der beantragten Lehrbefähigung nachweisen und einen wesentlichen Fortschritt der Wissenschaft darstellen.

a) Die Habilitationsschrift wird in deutscher oder englischer Sprache verfaßt.

b) Die schriftliche Habilitationsleistung kann alternativ aus einer separaten Schrift oder einer kumulativen Zusammenfassung geeigneter wissenschaftlicher Veröffent-lichungen, vor allem aus den letzten fünf Jahren, bestehen. In letzterem Falle müssen die wissenschaftlichen Veröffentlichungen beigeheftet werden.

§ 8

Eröffnung des Habilitationsverfahrens und Einsetzung der Habilitationskommission

(1)Das Habilitationskollegium prüft die Voraussetzung der beantragten Lehrbefähigung und eröffnet ggf. das Habilitationsverfahren.

(2) Nach der Eröffnung des Habilitationsverfahrens setzt das Habilitationskollegium eine Habilitationskommission ein. Ihr gehören in der Regel vier Professorinnen bzw. Professoren der Universität an. Davon sollen drei Vertreter der Fachgruppe, der das beantragte Habilitationsfach zugeordnet ist sowie eine Vertreterin oder ein Vertreter eines nahestehenden Faches aus einer anderen Fachgruppe angehören. Entpflichtete oder in den Ruhestand versetzte Professorinnen bzw. Professoren können am Verfahren beteiligt werden. Professorinnen oder Professoren anderer Fakultäten und wissenschaftlicher Einrichtungen können der Habilitationskommission angehören. Alle Kommissionsmitglieder nehmen an dem weiteren Habilitationsverfahren mit Rederecht teil. Vorsitzende bzw. Vorsitzender der Habilitationskommission ist die Dekanin bzw. der Dekan oder in ihrem bzw. seinem Auftrag die Prodekanin bzw. der Prodekan.

(3) Das Habilitationskollegium bestimmt zwei Mitglieder der Habilitationskommission, die innerhalb von höchstens zwei Monaten nach Erhalt eines Exemplars der schriftlichen Habilitationsleistung ein Gutachten über diese erstellen sollen. Das Kollegium bestimmt weitere drei Gutachter bzw. Gutachterinnen, die nicht der Universität zu Köln angehören und von denen mindestens zwei Gutachten zur Beurteilung vorliegen müssen.

(4) Der Auftrag zur Begutachtung erlischt nach zwei Monaten; die Dekanin bzw. der Dekan kann aus triftigem Grund die Frist verlängern. Ist der Auftrag einer Gutachterin bzw. eines Gutachters erloschen, bestellt die Dekanin bzw. der Dekan durch das Habilitationskollegium eine andere Gutachterin bzw. einen anderen Gutachter.

(5) Das Habilitationskollegium kann auch während eines Habilitationsverfahrens die eingesetzte Habilitationskommission auf deren Antrag hin um eine bzw. einen oder ausnahmsweise mehrere Gutachterinnen bzw. Gutachter erweitern.

§ 9

Aufgaben der Habilitationskommission

(1) Die Habilitationskommission beurteilt die schriftliche Habilitationsleistung auf der Grundlage der eingegangenen Gutachten.

(2) Kommt die Kommission mehrheitlich zu dem Urteil, daß die schriftliche Habilitationsleistung überarbeitet werden muß, gibt die Dekanin bzw. der Dekan oder ein von ihr bzw. ihm beauftragtes Kommissionsmitglied der Bewerberin bzw. dem Bewerber die entsprechenden Änderungsauflagen bekannt; ein Exemplar der ursprünglichen Fassung der schriftliche Habilitationsleistung verbleibt bei den Akten der Fakultät. Legt die Bewerberin bzw. der Bewerber die überarbeitete Fassung, deren Änderungen in der Neufassung oder sonst auf geeignete Weise deutlich gemacht werden müssen, nicht innerhalb eines Jahres nach der Aufforderung zur Überarbeitung vor, erlischt der Auftrag der Kommission. Wird die überarbeitete Fassung zu einem späteren Zeitpunkt vorgelegt, entscheidet das Habilitationskollegium über das weitere Verfahren.

(3) Kommt die Kommission mehrheitlich zu dem Urteil, daß die schriftliche Habilitationsleistung abgelehnt werden muß oder daß sie nicht innerhalb eines Jahres überarbeitet werden kann, legt die Dekanin bzw. der Dekan der Bewerberin bzw. dem Bewerber nahe, ihren oder seinen Habilitationsantrag zurückzuziehen. Folgt die Bewerberin bzw. der Bewerber diesem Rat nicht, entscheidet das Habilitationskollegium abschließend. Über eine endgültige Ablehnung erteilt die Dekanin bzw. Dekan der Bewerberin bzw. dem Bewerber einen Bescheid, der mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen ist.

(4) Die Habilitationskommission prüft die vorgelegten Themenvorschläge für den Habilitationsvortrag. Diese dürfen mit der Dissertation und der Habilitationsschrift der Bewerberin bzw. des Bewerbers nicht im engen Zusammenhang stehen und müssen inhaltlich unterschiedlich sein.

(5) Regelfälle können von der Dekanin oder dem Dekan entschieden werden.

§ 10

Einsichtnahme in die Habilitationsunterlagen

Die von der Bewerberin bzw. vom Bewerber eingereichten Unterlagen, die Habilitationsschrift, die Gutachten und die sonstigen Dokumente der Habilitationskommission liegen für die Mitglieder des Habilitationskollegiums zwei Wochen vor der Beschlußfassung über den Antrag zur Einsichtnahme im Dekanat aus. Die Einsichtnahme, zu der die Dekanin bzw. der Dekan schriftlich auffordert, wird durch Unterschrift bestätigt.

§ 11

Beschlußfassung über die schriftliche Habilitationsleistung

Das Habilitationskollegium berät und beschließt über die Annahme der Habilitationsschrift. Für die Annahme ist die Stimmenmehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder des Habilitationskollegiums erforderlich; Stimmenthaltungen sind unzulässig; siehe § 3 Absatz 5.

§ 12

Mündliche Habilitationsleistung

(1) Im Fall der Annahme der Habilitationsschrift gem. §11 stimmt das Habilitationskollegium in geheimer Abstimmung über das Thema des öffentlichen wissenschaftlichen Habilitationsvortrags ab. Über das gewählte Thema wird der Kandidat bzw. die Kandidatin drei Wochen vor dem Termin des Habilitationsvortrags durch den Dekan bzw. die Dekanin informiert.

(2) Vor dem öffentlichen wissenschaftlichen Habilitationsvortrag stellt die Dekanin bzw. der Dekan dem Habilitationskollegium und den anderen anwesenden Mitgliedern und Angehörigen der Fakultät die Kandidatin bzw. den Kandidaten vor.

(3) Mit der mündlichen Habilitationsleistung vor dem Habilitationskollegium hat die Bewerberin bzw. der Bewerber in Vortrag und Diskussion ihre bzw. seine Fähigkeit zur wissenschaftlichen Lehre unter Beweis zu stellen. Der etwa zwanzigminütige Vortrag soll zeigen, daß die Habilitandin bzw. der Habilitand einem wissenschaftlichen Thema neue Aspekte abgewinnen kann, daß sie bzw. er in der Lage ist, dieses Thema in verständlicher Form darzustellen, und daß sie bzw. er umfassende Fachkenntnisse und die Befähigung zum wissenschaftlichen Diskutieren besitzt. Der Habilitationsvortrag ist gleichzeitig die öffentliche Einführungsvorlesung. Der Termin des Habilitationsvortrages wird durch Anschlag auf den schwarzen Brettern der Institute und des Dekanats sowie auf der Homepage der Fakultät spätestens acht Tage vorher angekündigt. Die Dekanin bzw. der Dekan sorgt dafür, daß eine angemessene Zahl von Zuhörenden zugelassen wird. Die Zuhörenden haben keinerlei Mitwirkungsrecht. Die bzw. der Vorsitzende kann Zuhörende ausschließen, wenn ein ordnungsgemäßer Ablauf der Veranstaltung gefährdet erscheint.

(4) Im Anschluß an den Habilitationsvortrag beschließt das Habilitationskollegium in nichtöffentlicher Sitzung und in Abwesenheit der Bewerberin bzw. des Bewerbers über die Annahme der mündlichen Habilitationsleistungen sowie über die Verleihung der Lehrbefähigung und der Lehrbefugnis. Für die Abstimmung gilt § 3 Absatz 5.

(5) Einen positiven Beschluß teilt die Dekanin bzw. der Dekan der Bewerberin bzw. dem Bewerber vor dem Habilitationskollegium mit, überreicht die Habilitationsurkunde und verleiht die venia legendi für das beantragte Fach.

(6) Die vollzogene Habilitation teilt die Dekanin bzw. der Dekan dem Rektorat schriftlich mit.

(7) Einen ablehnenden Beschluß des Habilitationskollegiums teilt die Dekanin bzw. der Dekan der Bewerberin bzw. dem Bewerber schriftlich mit Rechtsbehelfsbelehrung mit. Die mündlichen Habilitationsleistungen können in diesem Fall einmal wiederholt werden. Die Wiederholung soll innerhalb eines Jahres nach der Ablehnung, jedoch nicht in demselben Semester erfolgen. Das Verfahren setzt dann mit der Vorlage neuer Themen, die nicht mit den alten identisch sein dürfen, wieder ein. Macht die Bewerberin bzw. der Bewerber innerhalb der genannten Frist von der Möglichkeit zur Wiederholung keinen Gebrauch, gilt der Habilitationsversuch als gescheitert; die Dekanin bzw. der Dekan erteilt nach Ablauf der Frist der Bewerberin bzw. dem Bewerber den entsprechenden Bescheid mit Rechtsbehelfsbelehrung.

(8) Nach einer für die Bewerberin bzw. den Bewerber negativen Entscheidung ist, sofern sie bzw. er es wünscht, in der Regel nach Abschluß des Verfahrens innerhalb eines Jahres, Akteneinsicht im Dekanat zu gewähren. Der Antrag ist schriftlich bei der Dekanin bzw. dem Dekan zu stellen.

§ 13

Rechte und Pflichten der Privatdozentin bzw. des Privatdozenten

(1) Durch die Habilitation erwirbt die Privatdozentin bzw. der Privatdozent das Recht, Lehrveranstaltungen abzuhalten.

(2) Durch die Habilitation erwirbt die Privatdozentin bzw. der Privatdozent kein Recht auf Anstellung oder Vergütung.

(3) Die Privatdozentin bzw. der Privatdozent ist verpflichtet

a) vom Beginn des Semesters an, das auf den Habilitationsvortrag folgt, mindestens alle zwei Semester eine Lehrveranstaltung anzukündigen und abzuhalten;

b) Themen, Umfang und Termine ihrer bzw. seiner Lehrveranstaltungen rechtzeitig mit der Geschäftsführenden Direktorin bzw. dem Geschäftsführenden Direktor des zuständigen Instituts abzustimmen; im Zweifels- oder Konfliktfall entscheidet die Dekanin bzw. der Dekan;

c) sich im Rahmen der Fakultätsordnung und der Prüfungsordnungen der Fakultät an Hochschulprüfungen und an Promotionsverfahren, ggf. auch als Beisitzerin bzw. Beisitzer, zu beteiligen.

(4) Es wird zudem erwartet, daß für den Fall, daß eine separate Habilitationsschrift eingereicht wurde (siehe §7) diese innerhalb von einem Jahr zur Veröffentlichung angenommen wird.

(5) Ebenso wird erwartet, daß nach Veröffentlichung der Habilitationsschrift dem Dekanat je ein Exemplar zur Weitergabe an das Institut und die Universitätsbibliothek zur Verfügung gestellt wird.

§14

Umhabilitierung

Wird eine Umhabilitierung beantragt, prüft eine Habilitationskommission nach §8 Abs. 2 die Habilitationsschrift und die weiteren Publikationen der Bewerberin bzw. des Bewerbers. Auf Vorschlag der Kommission entscheidet das Habilitationskollegium über die Anerkennung der Habilitationsschrift und den Umfang der Lehrbefähigung und Lehrbefugnis und bestimmt das weitere Verfahren.

§ 15

Erlöschen der Lehrbefugnis (venia legendi), Entziehung der Lehrbefähigung bzw. der Lehrbefugnis (venia legendi)

(1) Die Lehrbefugnis (venia legendi) erlischt, wenn die bzw. der Habilitierte einen Ruf an eine andere wissenschaftliche Hochschule annimmt oder wenn eine Umhabilitierung an eine andere Hochschule erfolgt ist. Hierüber informiert sie bzw. er unverzüglich die Dekanin bzw. den Dekan, diese bzw. dieser das Habilitationskollegium. Aus triftigem Grund kann das Habilitationskollegium nach Annahme eines Rufes die Beibehaltung der Lehrbefugnis (venia legendi) für eine bestimmte Frist oder auf Dauer genehmigen.

(2) Auf Antrag eines Mitgliedes des Habilitationskollegiums kann das Habilitationskollegium die Lehrbefähigung und die Lehrbefugnis (venia legendi) entziehen, falls die bzw. der Habilitierte über das Vorliegen wichtiger Voraussetzungen für die Habilitation bewußt getäuscht hat oder wenn sich erweist, daß die bzw. der Habilitierte sich bei der Erbringung seiner schriftlichen Habilitationsleistung einer schweren Täuschung schuldig gemacht hat.

(3) Auf Antrag eines Mitgliedes des Habilitationskollegiums kann das Habilitationskollegium die Lehrbefugnis (venia legendi) entziehen,

a) falls die bzw. der Habilitierte ihre bzw. seine Verpflichtungen gemäß § 13 nicht erfüllt, insbesondere falls sie bzw. er ohne gravierenden Grund zwei Jahre lang keine Lehrtätigkeit ausgeübt hat, es sei denn, sie bzw. er hat die gesetzlich vorgeschriebenen Altersgrenze erreicht; die Feststellung der Lehrbefähigung bleibt unberührt;

b) falls gegen die bzw. den Habilitierten ein strafrechtliches Urteil rechtskräftig wird, das, wenn sie bzw. er beamtet ist, die Entlassung aus dem Beamtenverhältnis zur Folge hat oder das, wenn sie bzw. er beamtet wäre, die Rücknahme der Ernennung rechtfertigen würde; die Feststellung der Lehrbefähigung bleibt unberührt.

(4) Über einen gegen sie bzw. ihn vorliegenden Antrag nach Absatz 2 und 3 ist die bzw. der Habilitierte schriftlich zu informieren; es ist ihr bzw. ihm Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben, auf ihren bzw. seinen Wunsch hin auch in mündlicher Form vor dem Habilitationskollegium. Über den Antrag soll das Habilitationskollegium in der Regel innerhalb eines halben Jahres entscheiden. Der Beschluß ist der bzw. dem Habilitierten von der Dekanin bzw. vom Dekan mit Begründung und Rechtsbehelfsbelehrung förmlich zuzustellen.

(5) Die Entziehung der Lehrbefähigung bzw. der Lehrbefugnis (venia legendi) teilt die Dekanin bzw. der Dekan dem Rektorat schriftlich mit.

§ 16

Übergangsbestimmungen und Inkrafttreten

(1) Diese Habilitationsordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündigung in den Amtlichen Mitteilungen der Universität zu Köln in Kraft. Gleichzeitig tritt die Habilitationsordnung vom 28. Mai 1990 (Amtliche Mitteilungen der Universität zu Köln Nr. 10/90) unbeschadet Absatz 2 außer Kraft.

(2) Die vor Inkrafttreten dieser Habilitationsordnung eröffneten Habilitationsverfahren sind nach der bisher gültigen Habilitationsordnung abzuschließen.

Ausgefertigt aufgrund der Beschlüsse der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät vom 07. Juli 2005, des Senats vom 20. Juli 2005 und des Rektorats vom 03. August 2005.

Köln, den 09. August 2005

Der Dekan der Mathematisch-Naturwissen-schaftlichen Fakultät der Universität zu Köln

Univ.-Prof. Dr. Ulrich Radtke

Anhang

FachgruppeMathematik

Mathematik
Informatik

Fachgruppe Physik

Experimentalphysik
Theoretische Physik

Fachgruppe Chemie

Anorganische Chemie
Biochemie
Nuklearchemie
Organische Chemie
Physikalische Chemie
Theoretische Chemie

Fachgruppe Geowissenschaften

Geographie
Geologie/Paläontologie
Geophysik
Kristallographie
Meteorologie
Mineralogie

Fachgruppe Biologie

Biochemie
Botanik
Entwicklungsbiologie
Genetik
Zoologie

Fachgruppe Didaktiken der Mathematik und der Naturwissenschaften

Mathematikdidaktik
Physikdidaktik
Chemiedidaktik
Geographiedidaktik
Biologiedidaktik

Peter Held on behalf of webmaster .  25.04.2007 17.15 Uhr
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