Im Institut sind vier unabhängige Arbeitsgruppen tätig, von denen zwei sich mit Untersuchungen ontogenetischer Prozesse bei Tieren und zwei mit denen bei Pflanzen befassen.
Vor allem die Funktion und Regulation proneuraler Gene ist der Forschungsschwerpunkt der zweiten Arbeitsgruppen, die sich mit Tieren befaßt. Die analysierten Gene verschlüsseln die Transkriptionsfaktoren. Ihre Expression verleiht Zellen die Fähigkeit zur neuralen Entwicklung, die danach von der Zell-Zell-Kommunikation weiter eingeschränkt wird. Die Forscher charakterisieren funktionell und molekular die an diesem Prozeß beteiligten Gene.
Eine mit der Ontogenese von Pflanzen beschäftigte Arbeitsgruppe konzentriert sich auf die Funktion und Entwicklung pflanzlicher Bildungsgewebe.
Diese Meristeme, aus denen sich die verschiedenen Organe der Pflanze entwickeln, werden embryonal angelegt. Experimentell verfolgt die Gruppe, welche Funktionen bestimmte Gene innerhalb pflanzlicher Meristeme ausüben. In einem ergänzenden Ansatz wird versucht, Mutanten zu erzeugen, die in der interzellulären Signalverarbeitung von Meristemen Defekte aufweisen.
Auch die zweite mit Pflanzen beschäftigte Gruppe erforscht die Funktion von Meristemen. Im Mittelpunkt der genetischen und molekularen Analysen steht die Charakterisierung von Mutanten. Die Forscher nutzen meist mobile genetische Elemente (Transposons), die Mutationen erzeugen können und anschließende Genisolierungen erleichtern.
Alle vier Arbeitsgruppenleiter des Instituts sind Mitglieder von Sonderforschungsbereichen der Deutschen Forschungsgesellschaft, die Mittel zur Verfügung stellt. In Zukunft wird in Köln am Institut für Entwicklungsbiologie eine weitere Professur mit der Analyse der Tierentwicklung beschäftigt sein.