Die Wissenschaftler der Arbeitsgruppe Mikrobielle Genetik arbeiten auf dem Gebiet der Transkriptionsregulation. Sie erforschen, wie mehrere Proteine an einer bestimmten Stelle der DNA eines Bakteriums binden und das Abrufen der Erbinformation steuern. Ziel ist es, zu verstehen, welche Rolle die DNA-Sekundärstruktur bei der Erfüllung dieser Aufgabe spielt.
Die Wissenschaftler der Arbeitsgruppe Molekulare Genetik und Biotechnologie beschäftigen sich mit der DNA-Reparatur und Rekombination bei einfachen Organismen. Die Wissenschaftler versuchen festzustellen, wie Zellen und Vieren ihr genetisches Material gegen schädigende Umwelteinflüsse schützen.
In der Abteilung für Entwicklungsgenetik werden Fragen zur Funktion von Molekülen, die die Organbildung steuern, untersucht. Die Wissenschaftler führen die Untersuchungen der Prozesse am einfachen Organismus der Taufliege Drosophila durch.
Die Gruppe Molekulare und Systemische Neurobiologie untersucht, wie der Geruchssinn verschiedene Geruchsstoffe wahrnimmt und voneinander unterscheidet. Versuchobjekt ist der Zebrabärbling, der als Modell für die Geruchswahrnehmung von Wirbeltieren dient.
Die Mitarbeiter der Abteilung Medizinische Genetik und Virologie setzen Viren vorwiegend als Hilfsmittel der molekulargenetischen Grundlagenforschung ein. Sie bauen fremde DNA in die Gene von Säuger- und menschlichen Zellen ein und untersuchen, ob Aufnahme und genomischer Einbau langfristige Folgen haben können. Die Ergebnisse fördern die Tumorforschung sowie das Grundlagenwissen für die somatische Gentherapie beim Menschen. Sie erforschen genetisch bedingte Erkrankungen des Menschen.
Die Abteilung Immunologie konzentriert sich auf das wichtigste Abwehrsystem höherer Organismen gegen Krankheitserreger - das Immunsystem. Die Wissenschaftler arbeiten stets auch mit medizinischem Bezug an der genetischen Steuerung des Systems. Technische Entwicklungen ermöglichen es ihnen, Zellen direkt im Körpergewebe molekularbiologisch zu untersuchen. Zudem studieren sie die Mechanismen im Immunsystem durch gezielte Veränderung des genetischen Materials der Maus.
Die Abteilung Zellgenetik erforscht u.a., warum Erreger von Krankheiten, die sich schnell ausbreiten, nicht vollständig das Immunsystem überwältigen. Die Forscher versuchen, den zellulären Ursprung neuer Mutationen herauszufinden und deren Mechanismus an genmanipulierten Mäusen zu verstehen.
Die Arbeitsgruppe Molekulare Immunologie analysiert den Mechanismus der Signalübertragung in Lymphozyten. Die Forscher kreieren mit Hilfe von "Gene-targeting" Mäuse mit Defekten in der Signalübertagungskette, um Erkenntnisse über Autoimmunerkrankungen und Defizienzen im Immunsystem des Menschen zu erlangen.