Geographisches Institut

(*Dieser Text wurde 1997 von den Mitgliedern Instituts als Beitrag zur Fakultätsbroschüre erstellt.)

Der Schlüssel zur Stadt und Landschaft

Forschungsprofil

Die Spezialgebiete der Wissenschaftler sowie der Standort der Universität prägen das Institut. Die Großstadt- und Agglomerationsforschung bildet einen Schwerpunkt der Kultur- sowie der Physischen Geographie. Sie bestimmt in starkem Maße die Ausrichtung von Abschlußarbeiten.

Das Institut befaßt sich außerdem mit dem afrikanischen Kontinent. Die Mehrzahl der Professoren arbeitet auf dem Gebiet der Physischen Geographie, da das Fach überwiegend naturwissenschaftlich orientiert ist.

Forschungsschwerpunkte

Innerhalb der Großstadt- und Agglomerationsforschung konzentrieren sich die Institutsmitglieder auf die sozialgeographische Stadtforschung sowie die Raumordnung, Landes-, Regional- und Stadtplanung. Diese Bereiche werden ergänzt durch die Geographie der Umweltwahrnehmung und Raumbewertung sowie des Freizeitverhaltens und des Tourismus.

Im Bereich der Industriegeographie analysieren die Wissenschaftler den Überschneidungsbereich von Industrie und Ressourcennutzung sowie daraus resultierende Umwelteinwirkungen, Sie untersuchen Umweltbelastungen an Boden, Wasser, Luft und Pflanzen. Die Institutsmitglieder erfassen und bewerten Ruderalstandorte, Landschafts- und Naturschutzgebiete sowie die Geomorphologie der Verdichtungsräume.

Zudem sind Kölner Forscher auf dem Gebiet der angewandten Geomorphologie und Landschaftsforschung tätig. Sie greifen großstadtbezogene Themen sowie Fragen zur Boden- und Klimageographie, Quartärforschung, Landschaftsgenese und Landschaftsentwicklung auf. Dabei konzentrieren sie sich unter anderem auf Afrika.

Methodische Schwerpunkte liegen zudem in der Geochronologie, der Fernerkundung und der Geographischen Datenverarbeitung.

Ausstattung

Es ist eine Präsenzbibliothek sowie eine Dia-, Karten- und Luftbildsammlung vorhanden. Daneben verfügt das Institut über Labore für: Geoinformatik und Fernerkundung, Geomorphologie, Geoökologie sowie Geochronologie. An unterschiedlichen Themen und mit verschiedenen Methoden können die Studierenden sowohl in der Grundlagenforschung, wie auch der anwendungsorientierten Forschung mitarbeiten. Sie nutzen dabei unterschiedliche Geräte zur Probenentnahme, Material- und Altersbestimmung sowie zur Fernerkundung und Datenverarbeitung.

Verknüpfungen

Das Institut ist an zahlreichen interdisziplinären Kooperationsprojekten beteiligt. Die Mitarbeiter der Afrikaforschung arbeiten auch im Sonderforschungsbereich "Kultur- und Landschaftswandel im ariden Afrika" - ein Teilgebiet der praktizierten Entwicklungsforschung. Daneben engagieren sich die Geographen im Programm "Wandel der Geo-Biosphäre der letzten 15.000 Jahre".

Das Institut arbeitet wissenschaftlich auf dem Gebiet der Wirtschaftsgeographie mit der Simon-Fraser-University in Burnaby/B.C. (Vancouver, Kanada) zusammen. Diese nimmt pro Jahr fünf Kölner Studenten auf.

Darüber hinaus kooperieren die Forscher eng mit dem universitätsnahen "Institut für angewandte Landschafts- und Stadtökologie".

Dienstleistungen

Das Institut bietet bedeutsame Lösungen vor allem auf dem Gebiet der Altersbestimmung, der Umweltanalytik und der Geoinformatik. Die Forscher können dabei als Berater, Gutachter und Planer tätig sein.

Perspektiven

Langfristig werden die Institutsmitglieder Verdichtungsräume, deren Belastung und Entwicklung untersuchen. Dank der Ausstattung auf dem Gebiet Altersbestimmungen und der Geoinformatik rechnen die Forscher mit einer intensiveren fächerübergreifenden Zusammenarbeit.