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Universität zu Köln   Bachelorstudiengang Geowissenschaften








Informationen für Studieninteressierte

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Wir freuen uns, dass Sie sich für ein Studium an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln im Fachbereich Geowissenschaften interessieren. Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, haben wir für Sie Informationen rund um den hier angebotenen Studiengang zusammengestellt.

  • Seit Wintersemester 2007/2008 ist eine Einschreibung nur noch in den Studiengang Geowissenschaften mit dem Abschluss Bachelor of Science (B.Sc.) möglich. Eine Einschreibung in die Diplom-Studiengänge Geologie und Paläontologie bzw. Mineralogie und Kristallographie ist nicht mehr möglich.
  • Allgemeine Informationen rund um Bachelor- und Masterstudiengänge auch im Kontext der europäischen Hochschulreform finden sich auf den Internet-Seiten der Zentralen Studienberatung (z.B. hier).
  • Informationen zum Bachelorstudiengang Geowissenschaften finden Sie auf den nächsten Seiten unter der Ruprik Studiengang. Dort finden Sie neben dem Studienplan und -verlauf auch die Studien- und Prüfungsordnung. Das Modulhandbuch erläutert detailliert Art und Umfang der Module bzw. Veranstaltungen.
  • Der Studiengang ist seit 2008 akkreditiert.
  • Der akkreditierten Masterstudiengang Geowissenschaften läuft seit dem WS2010/2011. Alle notwendigen Informationen finden Sie hier.

Was sind die Geowissenschaften ?

Die Geowissenschaften widmen sich unter Einsatz mathematisch-naturwissenschaftlicher Methoden der Entwicklung und dem Aufbau des Planeten Erde. Die Erde ist ein dynamisches, ständigen Wechseln unterworfenes System, dessen Bild durch kompliziert verflochtene, in Zeit und Raum ablaufende Prozesse geprägt wird. Vorgänge in der Lithosphäre, der Hydrosphäre/Kryosphäre, der Atmosphäre und Biosphäre greifen dabei ineinander. Antriebskräfte der Prozesse sind sowohl Energiequellen im Erdinneren als auch astronomische Parameter. Die vier im Studiengang Geowissenschaften vereinten, aber nicht scharf abgrenzbaren Disziplinen besitzen folgende Forschungsschwerpunkte:

  • Kristallographie – Studium des physikalischen und chemischen Aufbaus der strukturierten (kristallinen) Materie,
  • Mineralogie – Studium der chemischen und physikalischen Eigenschaften der Gesteine, ihre Entstehung und Zusammensetzung sowie ihrer Verteilung in der Lithosphäre,
  • Geologie – Studium der stofflicher Zusammensetzung, des Aufbaus und der geschichtlichen Entwicklung des Planeten Erde sowie der Prozesse und Antriebskräfte, welche die kontinuierliche Veränderung der Erdkruste und Erdoberfläche bewirken,
  • Paläontologie – Studium der Bestandteile der fossilen Biosphäre, ihrer Evolution und ihrer Wechselwirkung mit den unbelebten Kompartimenten des Systems Erde.

 

Forschungsschwerpunkte an den Kölner Instituten sind in der Kristallographie Kristallzüchtung und Kristallphysik. In der Mineralogie liegen Schwerpunkte auf chemisch-mineralogische Untersuchungen an extraterrestrischen Gesteinen (Kosmochemie) und Erdmantelgesteinen (auch hochtemperaturexperimentell) sowie im angewandten Bereich in der Erforschung und Entwicklung neuer umweltfreundlicher, energie- und ressourcensparender Verfahren und Technologien. In der Geologie liegen die Schwerpunkte im Bereich der nicht-marinen Quartär- und Paläoklimaforschung, der anorganischen und organischen Geochemie, der Sedimentgeologie unter besonderen Berücksichtigung der dynamischen Stratigraphie mariner und kontinentaler Beckenfüllungen sowie in der Erdbebengeologie (mit institutseigener Erdbebenstation) und Archäoseismologie. In der Paläontologie sind die Forschungsschwerpunkte Fazies und Paläoökologie fossiler Lebens- und Ablagerungsräume, Historische Geologie, Mikropaläontologie und angewandte Paläodiversitätsforschung.

Warum soll man Geowissenschaften studieren und was macht man damit?

Geowissenschaftler zeichnen sich seit jeher durch eine weit über ihr spezielles Fachgebiet hinausgehende mathematisch-naturwissenschaftliche Ausbildung aus. Sie sind deshalb in der Lage, interdisziplinär und prozessorientiert komplexe Fragestellungen zu analysieren und zu bearbeiten. Diese Fähigkeiten werden durch die Verknüpfung der traditionellen Diplomstudiengänge in dem neuen Bachelorstudiengang "Geowissenschaften" sowie der Koppelung einer nun intensivierten methodisch-anwendungsorientierten und einer wissenschaftlich basierten Ausbildung noch verstärkt. Damit sind die Absolventen in vielen Bereichen der Industrie und der öffentlichen Hand einsetzbar. Absolventen werden auch in relativ fachfremden Berufsfeldern Zutritt erlangen können, in denen eigenständige systemorientierte Problemlösungen gefordert werden.
Qualifizierte Absolventen aus dem Bereich Geowissenschaften werden in weiten Bereichen der menschlichen Lebensvorsorge mit steigender Tendenz benötigt. Dies betrifft die Verknappung von Rohstoffen, u.a. im Bereich der Energierohstoffe aber auch im Bereich von Massenrohstoffen (Steine und Erden), die Erschließung und Sicherung von Trinkwasservorkommen, den Speicher- und Endlagerbergbau (Gas, radioaktive Abfälle, CO2), Altlastenproblematik und Remediation, nachhaltiges Umweltmanagement und zahlreiche ingenieurgeologische Aufgaben. Im Gegensatz zum klassischen Berufsbild des Geologen und Mineralogen verschieben sich damit Aufgabenfelder vielfach in Ballungsgebiete. Als Arbeitgeber stehen ingenieurgeologische Büros, Firmen im Rohstoffbereich und eine Vielzahl von Behörden und Forschungseinrichtungen im In- und Ausland zur Verfügung. Das gewachsene Interesse der Öffentlichkeit an geowissenschaftlichen Fragestellungen – Stichworte Klimawandel, Umwelt, Fossilien und Mineralien – eröffnet eine weiteren Arbeitsmarkt im musealen und konservatorischen Bereich, im Bereich der Bildungsarbeit, des Naturschutzes und des Tourismus.

Wer sollte Geowissenschaften studieren?

Zielgruppe für ein Bachelorstudium "Geowissenschaften" sind Interessenten, die eine mathematisch-naturwissenschaftlich basierte Grundausbildung mit einem direkten Anwendungsbezug für ein Fragespektrum im Bereich der traditionellen Felder der Geologie, Paläontologie oder Mineralogie suchen sowie in den modernen Bereichen Ressourcensicherung, Erdsystemforschung, Georisiken, "Global Change" und Umweltforschung.

Welche Voraussetzungen braucht man?

Interesse an Naturwissenschaften, insbesondere an geowissenschaftlichen und technischen Fragestellungen und der quantitativen Beschreibung der damit in Verbindung stehenden Prozesse. Bereitschaft zur Arbeit am Rechner, im Labor, im Gelände, teilweise auch unter extremen Bedingungen, gute gesundheitliche Konstitution, gute Mathematik-, EDV- und Sprachkenntnisse und experimentelles Geschick. Gute Chemie- und Physikkenntnisse erleichtern den Einstieg ins Studium!

Peter Held für webmaster .  28.05.2014 12.20 Uhr