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Universität zu Köln   Bachelorstudiengang Geowissenschaften









Modul MN-GEO-P7 (Tektonik und Fernerkundung)

Modultitel

Tektonik und Fernerkundung

MN-GEO-P7

Zuordnung:

Fachspezifische Grundlagen

Basismodul

Lehr-
veranstaltungen
3.-4. Semester

Tektonik

V

2 SWS

Einführung in die Fernerkundung und GIS

V

1 SWS

Übung Fernerkundung und GIS

Ü

1 SWS

Geländeübung 2 - Regionale und Historische Geologie

3 Tage

Lehrinhalte

Tektonik

Nach einem generellen Überblick über den strukturgeologischen Formenschatz wird das grundlegenden Konzept von Spannung (stress) und Verfor-mung (strain) in der Lithosphäre erläutert. Bruchhafte und plastische Verformung wird auf der Basis der zugrundeliegenden Verformungsmechanismen diskutiert (Rheologie der Lithosphäre). Im weiteren werden behandelt: Deformationsregimes und resultierende Strukturen im Kontext geotektonischer Position, geometrische Aufnahme, Darstellung und Analyse von Strukturen, Quantifizierung von Verformung, Kinematische Analyse.

Einführung Fernerkundung und GIS

Nach Vermittlung der theoretischen Grundlagen und Ansätzen der Fernerkundung und GIS, werden geowissenschaftlich relevante Anwendungen an Beispielen vorgestellt (u.a. thematische Kartierung, Visualisierung, Hydrologie, Zeitreihenanalyse, Oberflächenprozesse).

Übung Fernerkundung und GIS

In den Übungen werden anhand von Fallbeispielen Datenreduktion, Visualisierung und qualitative und quantitative Interpretation von Fernerkundungsdaten, von den Teilnehmern, am Rechner durchgeführt.

Geländeübung 2

In den Geländeübungen werden regionalgeologische Entwicklungen aus der Umgebung des Hochschulstandortes Köln exemplarisch vorgestellt. Angesicht der vielfältigen, in kurzer Zeit erreichbaren geologischen Einheiten des Rheinischen Schiefergebirges, des mesozoischen Deckgebirges, der Niederrheinischen Bucht sowie vulkanischer Einheiten in der Eifel und im Siebengebirge können ausgewählte Aspekte des geologischen Aufbaus und der geologischen Entwicklung Mitteleuropas erfahrbar gemacht werden.

Lernziele/vermittelte fachliche Kompetenzen

Im ersten Teil des Moduls sollen Methoden vermittelt werden, mit denen tektonische Strukturen erfasst und analysiert werden können. Daneben soll ein Verständnis über die Mechanismen vermittelt werden, mit denen Gesteine auf die in der Erdkruste auftretenden Spannungen reagieren.
Der zweite Teil soll die Grundlagen legen mit modernen Fernerkundungsmethoden geologische Daten zu erstellen. Daneben soll der selbständige Umgang mit Geoinformationssystemen zur Darstellung geologischer Inhalte eingeübt werden.
Ziel der Geländeübung ist, geowissenschaftliche Sachverhalte im „Geländelabor“ zu demonstrieren und natürliche Gesteinsarchive einer Region unter Berücksichtigung oftmals fragmentarischer Beobachtungsmöglichkeiten in Einzelaufschlüssen möglichst umfassend zu interpretieren. Damit wird auch die für Geowissenschaftler unabdingbare Datenerhebung im Gelände geübt.
Nach Besuch des Moduls sollen die Studierenden einen Überblick über die erdgeschichtliche Entwicklung des Planeten Erde sowie die regionalgeologische Entwicklung Europas besitzen. Weiterhin sollen sie in die Lage versetzt werden, zukünftig selbstständige Geländebeobachtungen durchzuführen.

Vermittelte fachübergreifende Kompetenzen

Methoden zur Erfassung und Quantifizierung von räumlichen Geländedaten, Darstellung von geologischer Information in Karten (GIS).

Literatur

  • van der Pluijm, B.A., Marshak, S., 2004, Earth Structure: An Introduction to Structural Geology and Tectonics , W W Norton & Co Ltd.

  • Twiss, R.L. , Moore, E.M. 2007, Structural Geology. Palgrave MacMillan, 532 S..

  • Eisbacher, G. H., 1996, Einführung in die Tektonik. – 2. Auflage, Enke, Stutt-gart, IX+374 S.

  • Frisch, W., Meschede, M., 2007, Plattentektonik. Kontinentverschiebung und Gebirgsbildung 2. durchgesehene Auflage, Primus Verlag/Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, 196 S.

    Literatur zur Fernerkundung (V + Ü) wird zu Beginn der Veranstaltung bekannt gegeben.

Lehr- und Prüfungsformen

Lehrformen: Dozentenpräsentation, Anleitung zu selbstständigem Arbeiten
Prüfungsformen: 1 Abschlussklausur, 2 Hausarbeiten

Arbeitsaufwand, Voraussetzungen für die Vergabe von Leistungspunkten

Tektonik (V)

3 LP

&2 SWS

Abschlussklausur

Regelmäßige Teilnahme, Vor- und Nachbereitung, Klausurvorbereitung

 

90 Std.

Einführung in die Fernerkundung und GIS (V)

2 LP

1 SWS

Regelmäßige Teilnahme, Vor- und Nachbereitung, Klausurvorbereitung

 

60 Std.

Übung zu Fernerkundung und GIS (V)

1 LP

1 SWS

 

Regelmäßige Teilnahme, Vor- und Nachbereitung, Klausurvorbereitung

 

30 Std.

Hausarbeit (ausgearbeitetes Übungsprotokoll)

Geländeübung 2 – Regionale und Historische Geologie

2 LP

dreitägig

 

Vorbereitung, Teilnahme, Hausarbeit

 

60 Std.

Hausarbeit (ausgearbeitetes Übungsprotokoll)

Summe

8 LP

240 Std.

 

Modulbewertung

Die Modulnote errechnet sich aus der Abschlussklausur (60%) sowie den Noten der Hausarbeiten mit je 20%.

Anrechnung in Endnote

6 %

Kompensierbarkeit

Nicht kompensierbares Pflichtmodul

Position i. Studienplan
Häufigkeit d. Angebots

Zweisemestriges Modul im 3.-4. Semester:
Tektonik jeweils im WS, Einführung in die Fernerkundung, Übung Fernerkundung und Geländeübung 2 jeweils im SS

Voraussetzungen für die Teilnahme am Modul und den Einzelveranstaltungen

Modul: Studienplatz
Einzelveranstaltungen: Bei mehrfach durchgeführten Veranstaltungen besteht kein Wahlrecht für eine bestimmte Veranstaltung/einen bestimmten Dozenten; die Teilnahme wird im gegenseitigen Einvernehmen der Studierenden festgelegt, andernfalls entscheidet das Los.

Verwendbarkeit in anderen Studiengängen

-

Lehrende

Professorinnen und Professoren und wiss. Mitarbeiterinnen und wiss. Mitarbeiter des Instituts für Geologie und Mineralogie.

Koordinatoren

Prof. Dr. T. Dunai, Prof. Dr. C. Münker, Prof. Dr. R. Kleinschrodt

Bearbeitungsstand

April 2011

Peter Held für webmaster .  07.05.2013 13.06 Uhr