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Universität zu Köln   Bachelorstudiengang Geowissenschaften










Modul MN-GEO-WP1 (Forschungsfelder und Vertiefungsfächer der Geowissenschaften)

Modultitel

Forschungsfelder und Vertiefungsfächer der Geowissenschaften

MN-GEO-WP1

Zuordnung:

Fachspezifische Vertiefung

Basismodul

Lehr-
veranstaltungen
4. Semester

Wahlpflichtveranstaltung 1 (siehe unten)

V

2 SWS

Wahlpflichtveranstaltung 2 (siehe unten)

V

2 SWS

Lehrinhalte sowie vermittelte fachliche Kompetenzen der Teilmodule

Wahlpflichtveranstaltung 1 und 2

(Zwei Veranstaltungen wahlweise aus: Einführung in die Kristallographie, Einführung in die Angewandte Geologie, Landschaftsbildende Prozesse, Einführung in die Geobiologie und Paläobiologie)

Einführung in die Kristallographie

Inhalt: Symmetrielehre, Kristallchemie und Basiseigenschaften anisotroper Festkörper (Minerale).
Ziel: Beherrschung der Symmetrie und Morphologie von Kristallen, das Kennenlernen der wichtigsten Strukturtypen und der Grundzüge der Kristallchemie sowie die Anisotropie als Schlüsselmerkmal von Mineraleigenschaften.

Einführung in die Angewandte Geologie

Es werden unterschiedliche Aspekte aus den verschiedenen Teildisziplinen der angewandten Geowissenschaften präsentiert (z.B. Hydrogeologie, Ingenieurgeologie, Umweltgeologie). Die ggf. wechselnden Schwerpunkte richten sich nach der Spezialisierung der Lehrenden. Ziel ist, praxisbezogenes Wissen für das Berufsfeld Geowissenschaften zu vermitteln.

Landschaftsbildende Prozesse

Die Veranstaltung soll auf quantitativen Methoden basierend das Zusammenspiel der Tektonik, des Klimas und geologischer Oberflächenprozesse bei der Landschaftsentwicklung einführend vermitteln. Ein quantitatives Verständnis der landschaftsbildenden Prozesse, beispielsweise der Erosion, bildet die Grundlage, den Einfluss von Klimawandel und tektonischer Rahmenbedingung wie Hebung und Senkung in die Entstehung des heutigen Landschaftbildes einzubeziehen. Es schafft auch die Voraussetzung, die Landschaftsentwicklung in Kontext des globalen Klimawandels sowie der laufenden Umweltveränderung durch den Menschen vorherzusagen. Die moderne Prozessgeomorphologie greift dabei auf Methoden der Strukturgeologie, der Geochronologie, der Geochemie, der Quartärgeologie und der Seismologie zurück. Ziel ist, die komplexen und interagierenden geowissenschaftlichen Prozesse zu verstehen, welche bei der Entstehung rezenter Oberflächen auf der Erde beteiligt sind und Methoden kennenzulernen, welche ermöglichen, diese Prozesse zu quantifizieren.

Einführung in die Geobiologie und Paläobiologie

Es wird ein Überblick über moderne Arbeitsfelder aus dem gesamten Bereich der Paläontologie und deren Bedeutung zur Lösung geowissenschaftlicher Fragestellungen zu geben. Im Bereich der Paläobiologie wird unter einem biologischen Systemaspekt die Entfaltung der Lebewesen (Theorie und Mechanismen der Evolution), marine und terrestrische Lebensgemeinschaften in Raum und Zeit (Paläo-Synökologie) sowie die in der Zeit fluktuierende Biodiversität vorgestellt (Radiation und Diversifikation, Aussterbe-Ereignisse und zugrunde liegende Prozesse). Im Bereich der Geobiologie/ Biosedimentologie wird die Wirkung biologischer Prozesse auf die unterschiedlichen Komponenten des Systems Erde behandelt sowie die Nutzung von Fossilien entsprechend ihrer autökologischen Ansprüche und der Taphonomie zur Interpretation von Ablagerungsbedingungen, der Fazies, des Paläoklimas sowie für paläogeographische Rekonstruktionen. Die Grundlagen solcher Untersuchungen - Taxonomie und Stratigraphie - werden erläutert.
Ziel ist, Arbeitsfelder und Anwendungen paläontologischer Forschung auf Fragestellungen in den Bio- und Geowissenschaften sowie zugehörige Arbeitsmethoden . herauszustellen. Nach Besuch der Veranstaltung sollen die Studierenden grundlegende Kenntnis zu den Themenkreisen Evolution/ Entfaltung biologischer Diversität, Paläoökologie/ Lebensräume/ Lebensgemeinschaften und Paläobiogeographie besitzen.

Lernziele/vermittelte fachliche Kompetenzen

Im Rahmen des Moduls ist es erstmals im Studienverlauf möglich, eigene Schwerpunkte zu wählen und speziellere Forschungsfelder und Vertiefungsfächer der Geowissenchaften kennenzulernen. Damit kommt ihm besondere Bedeutung für die weitere Gestaltung des Bachelorstudiums im 5. und 6. Semester zu. Obwohl eine weitere Vertiefung der gewählten Schwerpunkte empfohlen wird, ist eine Umorientierung der Studienausrichtung ohne Nachteile möglich.

Vermittelte fachübergreifende Kompetenzen

entfällt

Pflichtliteratur zur "Einführung in die Kristallographie"

  • Bautsch H.J, Bohm J., Kleber W.: Einführung in die Kristallographie. 18. Aufl., Oldenbourg (1998).

  • Bloss F.D.: Crystallography and Crystal Chemistry: An Introduction. Mineralogical Society of America (1994).

Pflichtliteratur zur "Einführung in die Angewandte Geologie"

  • Literatur wird nach Schwerpunktsetzung der Veranstaltung empfohlen.

Pflichtliteratur zur "Landschaftsbildende Prozesse"

  • Ritter D.F., Kochel R.C., Miller J.R.: Process Geomorphologyy. Waveland Press, Long Grove, Illinois, USA (2002).

  • Burbank D., Anderson R.: Tectonic Geomorphology. Blackwell Publishing (2000).

Pflichtliteratur zur "Einführung in die Geobiologie und Paläobiologie"

  • Briggs, D.E.G., Crowther, P.R. (Eds.): Palaeobiology. A synthesis. Blackwell Publishing (1990/1992).

  • Briggs, D.E.G., Crowther, P.R., (Eds.): Palaeobiology II. Blackwell Publishing (2001).

  • Brenchley, P.J. & Harper, D.A.T.: Palaeoecology: Ecosystems, environments and evolution. Chapman & Hall (1998).

  • Etter, W.: Palökologie- eine methodische Einführung. Birkhäuser Verlag, Basel (1994).

  • Ziegler, B.: Einführung in die Paläobiologie Teil 1: Allgemeine Paläontologie. 5 Aufl., E. Schweizerbartsche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart (1992/2006).

Lehr- und Prüfungsformen

Lehrformen: Dozentenpräsentation
Prüfungsformen: Klausuren
 

Arbeitsaufwand, Voraussetzungen für die Vergabe von Leistungspunkten

Einführung in die Kristallographie (Wahlpflicht) (V)

3 LP

 

Abschlussklausur

Regelmäßige Teilnahme, Vor- und Nachbereitung, Klausurvorbereitung

 

2 SWS / 90 Std.

 

Einführung in die Angewandte Geologie (Wahlpflicht) (V)

3 LP

 

Abschlussklausur

Regelmäßige Teilnahme, Vor- und Nachbereitung, Klausurvorbereitung

 

2 SWS / 90 Std.

 

Landschaftsbildende Prozesse (Wahlpflicht) (V)

3 LP

 

Abschlussklausur

Regelmäßige Teilnahme, Vor- und Nachbereitung, Klausurvorbereitung

 

2 SWS / 90 Std.

 

Einführung in die Geobiologie und Paläobiologie (Wahlpflicht) (V)

3 LP

 

Abschlussklausur

Regelmäßige Teilnahme, Vor- und Nachbereitung, Klausurvorbereitung

 

2 SWS / 90 Std.

 

Summe (aus zwei Wahlpflichtveranstaltungen)

6 LP

4 SWS / 180 Std.

 

Modulbewertung

Die Modulnote errechnet sich aus dem gewichteten arithmetischen Mittel der zwei Abschlussklausuren.

Anrechnung in Endnote

5 %

Kompensierbarkeit

Nicht kompensierbares Pflichtmodul. Wahlmöglichkeiten innerhalb des Moduls.
Ein endgültig nicht bestandenes, frei wählbares Teilmodul kann einmal durch eine anderes frei wählbare Teilmodul ersetzt werden.

Position i. Studienplan
Häufigkeit d. Angebots

4. Semester
Einsemestriges Modul,
jeweils im SS

Voraussetzungen für die Teilnahme am Modul und den Einzelveranstaltungen

Erfolgreicher Abschluss der Module MN-GEO-P1 und MN-GEO-P2

Verwendbarkeit in anderen Studiengängen

Das Modul oder Teilmodule sind als Nebenfach für andere mathematisch-naturwissenschaftliche Studiengänge geeignet.

Lehrende

Professorinnen und Professoren und wiss. Mitarbeiterinnen und wiss. Mitarbeiter des Instituts für Geologie und Mineralogie und des Instituts für Kristallographie.

Koordinatoren

Prof. Below, Prof. Bohatý, Prof. Münker

Bearbeitungsstand

15.07.2008

Peter Held für webmaster .  04.09.2008 09.26 Uhr