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Modultitel
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Sedimentgeologie I
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MN-GEO-WP3
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Zuordnung:
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Fachspezifische Vertiefung
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Aufbaumodul
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Lehr- veranstaltungen 5. Semester
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Marine Sedimentationssysteme
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V
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2 SWS
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Sedimentologie der Karbonatgesteine
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V
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2 SWS
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Übungen und Praktikum zur Sedimentologie I
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Ü/P
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3 SWS
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Lehrinhalte
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Marine Sedimentationssysteme
Sedimentäre Sequenzen des marinen Systems werden durch
eine charakteristische Faziesdynamik generiert. Behandelt
werden u.a. verschiedene Deltasysteme, die Sediment-Dynamik
von Barriere-Inseln und assoziierter Strukturen wie
Tidendeltas sowie die Bildung von sedimentären Strukturen
und Sequenzen, die durch wechselnde Gezeitenströmungen
beeinflusst sind. Siliziklastische-Watten werden mit
Karbonat-Watten verglichen ebenso sedimentäre Sequenzen
an regressiven und transgressiven Küstenlinien. Einen
Schwerpunkt bildet die Dynamik von Sedimentations-Ereignissen,
insbesonders von Tempestiten und Turbiditen. Vorgestellt
werden Prozesse und Sequenzbildung von progradierenden
Tempestit-Abfolgen sowie die sedimentäre Architektur von
Turbidit-Fächern mit Rinnen-Konglomeraten und Tiefsee-Levees
ist eine weitere Zielsetzung. Die Steuerungsfaktoren einer
idealisierten marinen Schelf-Beckengeometrie werden abgehandelt.
Sedimentologie der Karbonatgesteine
Ausgehend von den vielfältigen Komponenten, welche Karbonatgesteine
aufbauen und deren Klassifikation bedingen und den geologischen
Rahmenbedingungen, welche die Bildung von Karbonatsedimenten
kontrollieren, werden rezente marine Karbonat-Systeme vom
Gezeitenbereich bis in die Tiefsee vorgestellt. Typische
Strukturen, Texturen, Faziesassoziationen und stratigraphische
Sequenzen ermöglichen eine Übertragung auf fossile Beispiele
und damit deren Interpretation. Die primäre mineralogische
Zusammensetzung von Karbonaten, deren Diagenese und
Dolomitisierung wird ebenfalls behandelt, weil sie weitere
wichtige Informationen sowohl zum Ablagerungsraum als auch
zur post-sedimentären Geschichte von Karbonatsedimenten liefern.
Übungen und Praktikum zur Sedimentologie I
Karbonatsedimente werden in dieser Veranstaltung makroskopisch
und untergeordnet mikroskopisch vorgestellt und in Form von
Faziesassoziationen/Faziesabfolgen gruppiert. In einem
Geländepraktikum werden typische Strukturen und Sequenzen/
Faziesassoziationen sedimentärer Gesteine im Aufschluß gezeigt
und der Ablagerungsraum abgeleitet.
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Lernziele/vermittelte fachliche Kompetenzen
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Ziel des Moduls ist, sedimentäre Strukturen und Sequenzen/
Faziesassoziationen von marinen siliciklastischen und
karbonatischen Sedimente zu überblicken, im Gelände zu
erkennen und entsprechend interpretieren zu können. Nach
Besuch des Moduls sollen die Studierenden einen generellen
Überblick über Arbeitsweisen, Fragestellungen und Inhalt des
Vertiefungsfaches Sedimentgeologie besitzen.
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Vermittelte fachübergreifende Kompetenzen
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Pflichtliteratur
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Reading, H.G (Ed.): Sedimentary Environments: Processes,
Facies and Stratigraphy. 3rd Edition, Blackwell Science, Oxford (1996).
Schäfer, A.: Klastische Sedimente - Fazies und Sequenzstratigraphie.
Elsevier/Spektrum Akademischer Verlag, München (2005).
Tucker, M.E., Wright, V.P.: Carbonate Sedimentology. Blackwell,
Oxford (1990).
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Begleitende u. weiterführende Literatur
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Reineck, H.-E. & Singh, I.B.: Depositional Sedimentary Environments.
2nd Edition, Springer, Heidelberg-Berlin (1986).
Scholle, P.A., Bebout, D.G., Moore, C.H. (Eds.): Carbonate Depositional
Environments. American Association of Petroleum Geologists (AAPG), Memoir 33 (1983).
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Lehr- und Prüfungsformen
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Lehrformen: Dozentenpräsentation, Anleitung zu selbstständigem Arbeiten
Prüfungsformen: Klausur, Hausarbeit (ausgearbeitetes Praktikumsprotokoll)
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Arbeitsaufwand, Voraussetzungen für die Vergabe von Leistungspunkten
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Marine Sedimentationssysteme (V)
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3 LP
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Abschlussklausur
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Regelmäßige Teilnahme, Vor- und Nachbereitung, Klausurvorbereitung
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2 SWS / 90 Std.
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Sedimentologie der Karbonatgesteine (V)
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3 LP
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Regelmäßige Teilnahme, Vor- und Nachbereitung, Klausurvorbereitung
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2 SWS / 90 Std.
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Übungen und Praktikum zur Sedimentologie I (Ü/P)
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3 LP
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Hausarbeit (ausgearbeitetes Protokoll, ggf. mehrteilig)
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Regelmäßige Teilnahme, Vor- und Nachbereitung, Klausurvorbereitung
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3 SWS / 90 Std.
davon 3 Tage = 1 SWS Gelände
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Summe
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9 LP
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7 SWS / 270 Std.
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Modulbewertung
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Die Modulnote errechnet sich aus dem gewichteten arithmetischen
Mittel der Abschlussklausur und der Hausarbeit.
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Anrechnung in Endnote
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7,5 %
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Kompensierbarkeit
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Das endgültig nicht bestandene Modul kann einmal durch ein
anderes frei wählbares Modul aus der Gruppe MN-GEO-WP2 bis
MN-GEO-WP6 ersetzt werden.
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Position i. Studienplan Häufigkeit d. Angebots
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5. Semester
Einsemestriges Modul,
jeweils im WS
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Voraussetzungen für die Teilnahme am Modul und den Einzelveranstaltungen
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Modul: erfolgreicher Abschluss der Module MN-GEO-P1 bis MN-GEO-P3,
MN-GEO-NF1 bis MN-GEO-NF3, mindestens 3 Module aus MN-GEO-P4 bis MN-GEO-P8.
Einzelveranstaltungen: Bei mehrfach durchgeführten Veranstaltungen
besteht kein Wahlrecht für eine bestimmte Veranstaltung/
einen bestimmten Dozenten; die Teilnahme wird im gegenseitigen
Einvernehmen der Studierenden festgelegt, andernfalls entscheidet
das Los.
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Verwendbarkeit in anderen Studiengängen
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Lehrende
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Professorinnen und Professoren und wiss. Mitarbeiterinnen und
wiss. Mitarbeiter des Instituts für Geologie und Mineralogie.
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Koordinatoren
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Prof. Herbig
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Bearbeitungsstand
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15.07.2008
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