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Wissenschaftliche AusrichtungDas Institut für Kristallographie hat von seiner Gründung an im Jahre 1966 durch seine wissenschaftliche Ausrichtung unter den meist strukturellen Fragen zugewandten kristallographischen Instituten in Deutschland eine besondere Stellung eingenommen. Die beiden durch Prof. Dr. S. Haussühl und später auch durch Prof. Dr. J. Liebertz geprägten wissenschaftlichen Schwerpunkte - Kristallphysik und Kristallzüchtung - erwiesen sich als sich ergänzende und gegenseitig befruchtende Arbeitsgebiete der Grundlagenforschung und auch als eine ausgezeichnete Brücke zu den Materialwissenschaften. Untersuchungen von Temperatur- und Druckabhängigkeit von elastischen und dielektrischen Eigenschaften und Arbeiten auf dem Felde der höheren Optik haben dem Institut einen internationalen Ruf gebracht. Die Züchtung von großen Einkristallen aus Lösungen (Haussühl) und aus hochviskosen Schmelzen (Liebertz) waren zwei Domänen des Instituts. An keiner anderen Stelle der Welt wurden mehr unterschiedliche Kristallarten aus Lösungen gezüchtet als in Köln. Von Substanzen, die wegen ihrer Neigung zu glasiger Erstarrung als unzüchtbar galten, wurden kubikzentimetergroße Einkristalle gezüchtet. Die Suche nach neuen einkristallinen Materialien stellte eine wichtige Aufgabe der angewandten Forschung dar. Jedem Laserspezialisten sind die in Köln entwickelten, für Frequenzumwandlung der Laserstrahlung eingesetzten Kristallarten Lithiumiodat (Haussühl) und Bariumborat (Liebertz) vertraut.
Im Jahre 1989 wurde eine Abstimmung der Forschung der Kristallographie der
Nachbar-Universitäten Köln und Bonn mit dem Ziel einer nichtüberlappenden
Schwerpunktbildung vorgenommen. Darin fand die Tradition des Kölner Instituts ihren
Niederschlag. Die Planung berücksichtigte die Neubesetzung von freiwerdenden
Stellen.
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Peter Held
for webmaster
08/06/2008
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