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Indikatrix, Brechungsgesetz

Indikatrix  Die elektrische Feldstärke Ei der einfallenden elektromagnetischen Welle ist über den Polarisationstensor 1 [aij] mit der dielektrischen Verschiebung Di im Kristall verknüpft 2:

Feldstärke.
Dies in die Gleichung der konstanten elektrischen Energiedichte 3 eingesetzt führt zum abgebildeten Ellipsoid, das als Indikatrix bezeichnet wird: aiixixi = 1. Die Hauptachsen der Indikatrix entsprechen den Hauptbrechwerten n1,n2, n3 des Kristalls:

Hauptachsen der Indikatrix

Die Fläche auf, der der Wellennormalenvektor Wellennormalenvektor der einfallendenLichtwelle senkrecht steht, schneidet eine Schnittellipse aus der Indikatrix aus. Die für die Lichtbrechung wirksamen Brechwerte Brechwerte lassen sich jetzt wie dargestellt als Hauptachsen der Schnittellipse ablesen.

Für doppelbrechende Kristalle ergeben sich nach dem von Snellius (1620) entdeckten Brechungsgesetz die Gleichungen:

Brechungsgesetz
Die Abbildung verdeutlicht diese Beziehungen grafisch. Dabei ist die Doppelbrechung der in den Kristall einstrahlenden Lichtwelle dargestellt. Für unterschiedliche Wellennormalenrichtungen Wellennormalenrichtungen sind die wirksamen Brechwerte der Schnittellipsen als Teilkreis und Teilellipse aufgetragen. Die beiden gebrochenen Lichtwellen sind linear und orthogonal zueinander polarisiert.
  Lichtbrechung an Mediumgrenze

Das Brechungsgesetz zeigt, dass allein aus Winkelmessungen von alpha und beta senkrecht bzw. beta parallel sich die gesuchten Brechwerte Brechwerte bestimmen lassen, wenn der Brechwert von Luft no 4 und dessen Dispersion [9] bekannt ist. (Häufig werden die Brechwerte auch auf Luft bezogen angegeben: no = 1). So ist das im nächsten Abschnitt vorgestellte Goniometer 5 das Meßinstrument der Wahl.


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Volker Wirth 10/2000