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Minimale Ablenkung

minimale Ablenkung Prisma wird symmetrisch in minimaler Ablenkung durchstrahlt  Der Prismenwinkel alpha und der Ablenkwinkel delta werden mit dem Goniometer gemessen. Der Strahl wird minimal abgelenkt, wenn das Prisma symmetrisch durchstrahlt wird. Nach der Abbildung, in der die Doppelbrechung nicht eingezeichnet ist, gelten genau dann die Winkelbeziehungen:

epsilon1=epsilon2, theta=\alpha/2 und epsilon2=theta+delta/2".

Diese in das Brechungsgesetz eingesetzt ergeben:

Brechungsgesetz

Um die Totalreflektion zu vermeiden, muss für Gleichung alpha kleiner 60° gewählt werden. Für genauere Messungen kann das Prisma um 180° gedreht werden, so dass die vorherige Eintrittsfläche zur neuen Austrittsfläche des Strahls wird. Es müssen hierbei sowohl Eintritts-, wie auch Austrittsfläche kristallphysikalisch orientiert werden und nur optisch isotrope, optisch einachsige und bedingt orthorhombische Kristalle eignen sich für diese Methode. Für monokline und trikline Kristalle muss auf die Methode der senkrechten Inzidenz zurückgegriffen werden.

Das Prisma muss jedesmal neu in die minimale Ablenkung gedreht werden. Dafür können eventuell natürliche Flächen als Prismenflächen ausgenutzt werden, wie das Beispiel in Abb.1 [2] zeigt. Ausserdem lässt sich eine Genauigkeit der Brechwertmessung von bis zu 1 · 10-5 erreichen.

Abbildung 1: Prisma Orientierung und Durchstrahlung bei optisch einachsigen Kristallen
Diagramm


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Volker Wirth 10/2000