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Zur Messung der Temperaturabhängikeit einzelner Brechwerte wird das
abgebildete JAMIN- Interferometer [5] eingesetzt. Der Laser
wird am ersten Spiegel in Referenz und Messstrahl aufgespalten. Der
Polarisator garantiert, dass nur eine Schwingungsrichtung im
Messkristall angeregt wird. Der zweite Spiegel führt die beiden Strahlen
zur Interferenz zusammen. Die Interferenzstreifen werden durch das Objektiv
aufgeweitet. Der Spalt steht parallel zu den Interfenzstreifen und blendet sie
bis auf einen schmalen Teilbereich, wie die Intensitätsverteilung I(x)
zeigt, aus.
Die Messung basiert auf dem einfachen Abzählen der Interferenzstreifen die den Spalt aufgrund der Temperaturänderung des Messkristalls passieren. Zur Automation dieses Abzählens durchstrahlt der Referenzstrahl einen Quarz- Modulations- Kristall. Der Modulations- Kristall wird mit einer Wechselspannung betrieben. Dies führt aufgrund des elektrooptischen Effektes [3] zum hin und her Oszillieren der Interferenzstreifen. Gelangt durch den Spalt bei xo ein Bereich grosser Intensitätsänderung des Streifenmusters zur PIN- Diode, so liefert der Lock-In ein kräftiges Messsignal. Liegt dagegen gerade das Maximum oder Minimum des Streifenmusters über dem Spalt, so wird ein Null- Signal detektiert. |
Eine weitere Voraussetzung ist, dass sich die Schnittellipse bei Temperaturänderung nicht verdrehen darf, weil sonst nicht mehr nur eine Hauptschwingungsrichtung im Kristall angeregt wird. Deshalb ist die Messmethode auf isotrope, optisch einachsige und orthorhombische Kristalle beschränkt.
Dieses Verfahren ermöglicht eine Bestimmung der thermischen Brechwertänderung mit einer Genauigkeit von etwa 2 · 10-6 1/K.
Beispiel:
| KDP bei
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dn3/dT in 10-6 · 1/K | |||
| Einzelwerte | Mittelwert | |||
| 190-220 | -22 bis -28 | -26,0(5) | ||
| 240-260 | -25 bis -32 | -28,8(11) | ||
| 270-290 | -25 bis -31 | -30,2(6) | ||
| Literatur: | ||||
| 290-320 | -25,4 | |||