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Universität zu Köln   Institut für Kristallographie








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A. Materialien der nichtlinearen Optik


Die Erzeugung kohärenten Lichts mit Festkörperlasern erschließt derzeit einen Wellenlängenbereich von ~0,172 bis ~7,24 μm für continuous wave (CW) oder gepulste stimulierte Emission (SE), weist jedoch noch z.T. beachtliche Lücken auf, an deren Füllung (sowie an der Ausdehnung des Spektrums) seit vielen Jahren intensiv geforscht wird. Hier kommen insbesondere nichtlinear optische ("NLO") Kristalle zum Einsatz, wobei Effekte wie z.B. Frequenzverdopplung (SHG), die auf nichtlinear optischer Suszeptibilität niedrigster Ordnung (χ(2)) basieren, als auch nichtlinear optische Effekte nächsthöherer Ordnung (χ(3)) herangezogen werden. Für letzteres ist insbesondere die stimulierte Ramanstreuung (SRS) zu nennen, die die Grundlage der Raman-Laserkonverter bildet. Obwohl hier bereits zahlreiche auch in der Anwendung wohletablierte Kristalle verfügbar sind, wird nach wie vor weltweit intensiv nach neuen, weitere Wellenlängen effektiv erschließenden NLO-Kristallarten gesucht. Weiterhin stellen nichtlinear optische Kristalle mit geeigneten linearen elektrooptischen Eigenschaften (auf χ(2) basierend) wichtige Materialien im Bereich der Manipulierung kohärenten Lichts dar, die z.B. für die Informationsübertragung mit Licht in Form von amplituden- oder phasenmodulierten Signalen oder für gezieltes Schalten des Polarisationszustandes (z.B. Pockelszellen als "Güte-Schalter" in Lasern und Lasersystemen) Einsatz finden.

Abb.1: Kleine Auswahl von am Institut für Kristallographie gezüchteten nichtlinear optischen Kristallen. In Klammern: Punktsymmetriegruppe des Kristalls.

Projekte:

A. Materialien der nichtlinearen Optik

A1. Neue Quellen kohärenten Lichts

A1.1. Auf χ(2)-Prozessen basierende Frequenzkonvertoren

A1.2. Auf χ(3)-Prozessen basierende Frequenzkonvertoren und χ(2) ↔ χ(3)-Kaskadenprozesse

A1.3. Multifunktionale Lasermaterialien

A2. Elektrooptische Kristalle

A3. Neue Quellen für verschränkte Photonen

B. Ferroika und Multiferroika

C. Einkristallsynthesen der Mullit-ähnlichen Bismutoxide Bi2Me4O9 (Me = Ga3+, Al3+, Fe3+) und deren Sr-dotierte Derivate

D. Rheologische Eigenschaften von Züchtungsschmelzen am Beispiel von Schmelzen im System Bi2O3 - B2O3

E. Präzipitation und Morphologiebeeinflussung carbonatischer Mikrokristallite auf Calcium- und Magnesiumbasis zur Anwendung als Füllstoffe in Papier und Kunststoffen (Industrieprojekt* mit der Firma OMYA GmbH (www.omya.com)

Peter Held für webmaster am 07.08.2008 um 15.34 Uhr