Abteilung Nuklearchemie
der Universität zu Köln

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[Nuklearchemie] [Termine] [Forschung] [Mitarbeiter] [Lehre] [Stellen]
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laufende Projekte
  • Software-Steuerung eines Cluster-Experiments im Rahmen der ROSETTA-Mission
    Bearbeiter: Fischer, H.-H. und Thiel, K. in Zusammenarbeit mit dem Team des Experiments SESAME
    Leiter: Thiel, K.
    Am 2.3.2004 startete eine unbemannte Raumsonde der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA zum Kometen 67P/churyumov-Gerasimenko. Ein Lander-Modul der Sonde soll weich auf der Kometenoberfläche aufsetzen und experimentelle Daten zur Erde übermitteln. An einem der Experimente (Surface Electric Sounding and Acoustic Monitoring Experiment - SESAME), das der Untersuchung der Kometenoberfläche dient, nehmen unter der Federführung des DLR Köln auch Wissenschaftler der Universität zu Köln teil. Aufgabe der Kölner Arbeitsgruppe ist die Entwicklung der Software zur Meßprozeßsteuerung und zum Datenmanagement von 3 unabhängigen Instrumenten des SESAME-Experiments (CASSE, DIM und PP) unter Berücksichtigung von Strahlenschäden durch die kosmische Strahlung. Hierbei spielen die Langzeitstabilität der Eigenschaften von Halbleiter-Chips unter Teilchenbestrahlung sowie die Robustheit der Software gegenüber strahlungsbedingten Hardware-Ausfällen eine wichtige Rolle.
    Fördernde Institutionen: DLR-BO

  • Rekonstruktion der Bedeckungsgeschichte antarktischer Gesteinsproben
    In Quarzgesteinen entstehen durch kosmische Strahlung unter anderem die kosmogenen Nuklide Be-10 und Al-26. Dies ist nicht der Fall, wenn die Gesteine (z. B.) von einer Eisschicht bedeckt sind. Die genaue Messung der Nuklide erlaubt also eine Rekonstruktion der Bedeckungsgeschichte der Gesteine [D. Lal, Earth and Planetary Science Letters 104 (1991) 424]. Ziel der Arbeit ist die Aufarbeitung antarktischer Gesteinsproben für Messungen am Beschleunigermassenspektrometer (AMS). Anhand der gewonnen Daten sollen die Freilegungsalter der Gesteinsproben bestimmt und damit auf die Klimageschichte geschlossen werden.

abgeschlossene Projekte
  • Studium der Wechselwirkung der kosmischen Strahlung mit extraterrestrischer Materie
    Bearbeiter: Tarabischi, A.; Bastian, T.; Herpers, U. in Zusammenarbeit mit Fakultät für Physik, TU München; ETH-Zürich; Paul-Scherrer-Institut Zürich; Zentrum für Strahlenschutz und Radioökologie, Universität Hannover
    Leiter: Herpers, U.
    Kosmische Strahlung besteht aus hochenergetischen Teilchen, die in Meteoroiden beim Flug durch unser Sonnensystem Kernreaktionen auslösen. Die entstandenen kosmogenen Nuklide können in Meteoriten mit nuklearchemischen Analysetechniken und der ultra­sensitiven Beschleunigermassenspektrometrie (AMS) nachgewiesen werden. Von besonderem Interesse sind die langlebigen Radionuklide. Deren Kon­zen­trationen geben Auskunft über die „Geschichte“ der jewei­ligen Meteoriten, z.B. die Bildung auf dem Meteoritenmutterkörper, die präatmosphärische Größe und die Lage eines Teilstücks im Meteoroiden. Bei Meteoritenfunden sind auch Aussagen über terrestrische Alter möglich, die in der Antarktis bis zu 2 Mio. Jahre betragen können. Schliesslich zeigen diese Daten, daß das Spektrum und die zeitliche Variation der kosmischen Strahlung in den letzten 14 Mio. Jahren konstant war.
    Fördernde Institution: DFG

  • Software-Steuerung eines Cluster-Experiments im Rahmen der ROSETTA-Mission
    Bearbeiter: Fischer, H.-H. und Thiel, K. in Zusammenarbeit mit dem Team des Experiments SESAME
    Leiter: Thiel, K.
    Im Januar des Jahres 2003 startet eine unbemannte Raumsonde der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA zum Kometen P/Wirtanen. Ein Lander-Modul der Sonde soll weich auf der Kometenoberfläche aufsetzen und experimentelle Daten zur Erde übermitteln. An einem der Experimente (Surface Electric Sounding and Acoustic Monitoring Experiment - SESAME), das der Untersuchung der Kometenoberfläche dient, nehmen unter der Federführung des DLR Köln auch Wissenschaftler der Universität zu Köln teil. Aufgabe der Kölner Arbeitsgruppe ist die Entwicklung der Software zur Meßprozeßsteuerung und zum Datenmanagement von 3 unabhängigen Instrumenten des SESAME-Experiments (CASSE, DIM und PP) unter Berücksichtigung von Strahlenschäden durch die kosmische Strahlung. Hierbei spielen die Langzeitstabilität der Eigenschaften von Halbleiter-Chips unter Teilchenbestrahlung sowie die Robustheit der Software gegenüber strahlungsbedingten Hardware-Ausfällen eine wichtige Rolle.
    Fördernde Institutionen: DLR-BO

  • Untersuchungen der Restkernproduktion im Mittelenergiebereich
    Bearbeiter: Kuhnhenn, J; Herpers, U. in Zusammenarbeit mit Michel, R.; Glaßer, W., Zentrum für Strahlenschutz und Radioökologie, Universität Hannover
    Leiter: Herpers, U.

    In einer Reihe von Bestrahlungsexperimenten wurden Anregungsfunktionen für Kern­reaktionen von den Schwellen bis hin zu 2,6 GeV bestimmt, deren Kenntnisse für das Verständnis der Wechselwirkung kosmischer Strahlung mit Materie funda­mental sind. Im Energiebereich um 1,6 GeV werden die entsprechenden nuk­learen Daten überdies für die diskutierten „nuclear waste transmutation“-Projekte dringend benötigt. Im Verlauf der über 60 Experimente wurden 40 Target­elemente (von Kohlenstoff bis Wismut) im gesamten Energiebereich bestrahlt und g-spektrometrisch ana­lysiert. Die Analyse der Anregungsfunktionen und die Abhängigkeit der Wir­kungs­querschnitte von der Nukleonenzahldifferenz zwischen Target und Produkt decken die im Mittel- und Hochenergiebereich ablaufenden Mechanismen wie z.B. Fragmentation und Spallation auf.

  • Homepage der Fachgruppe Chemie Homepage der Math.-Nat.-Fak. Homepage der Unversität zu Köln

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    Last modified: Wednesday, 28-May-2008 15:46:50 CEST