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Das Hochwasser im Frühjahr 2000 (The spring 2000 flood)
In der Hochwassersaison 1999/2000 haben wir in Rodenkirchen wie in ganz Köln Glück gehabt:
Der Rhein ist weder im Winter noch im Frühjahr  aus seinem Winterbett hinausgetreten. Er hat aber lange Zeit auf den Überschwemmungswiesen vor der Promenade gestanden und  hat dort, wie bei jeder Überflutung, Sediment hinterlassen.Beim langsamen Abfließen haben sich Spülränder ergeben, an denen sich der Nachweis  der Sedimentablagerungen je Hochwasser nachweisen lassen.
Die Sedimente im Deichvorland sind in den vergangenen 12 Jahren so hoch angewachsen, dass sie die Asphaltwege überragen. Diese werden auf diese Weise zu tiefen Pfützen, die weder beim Zurückgehen des Hochwassers noch nach Regengüssen entwässern. Deshalb werden  von der Behörde hässliche tiefe Rinnen freigeschoben um auf diese Weise einen Abfluss zum Rhein hin zu schaffen.
 
Einen Vorteil bringt die Maßnahme. weder für die Schönheit der Landschaft noch für die Landschafts- pflege. Dem aufmerksamen Beobachter offenbart sie jedoch interessante geolo- gische Tatsachen: Der Wel- lenschlag des ablaufenden Wasser bewirkt selektives Auswaschen der verschie- denen Schichten. Der- artige Aufschlüsse sind vorzüglich geeignet um die natürliche Verlandung des Deichvorlandes sichtbar zu machen.
Durch unterschiedliche Festigkeit und die Beimischung gröberer Partikel sind deutlich 15 Sedimentationsschichten zu erkennen. ( S. steinführenden Schichten in der Bildmitte.
Aus der Färbung ist auf die Bodenqualität zu schließen: Während der Sedimentation wird viel organische Substanz (z.B. Aufwuchs) eingebettet. Diese Sedimente bwirken eine stetige Reduktion des Fassungsvermögens der Hochwasserbetts.
 
 
 Deichvorland vor der Uferstraße in Rodenkir- chen  sind vor mehr als 10 Jahren die Trampelpfade durch zwei Asphaltwege ersetzt worden: Fuß- und Radweg .Beide sind auf gleichem Niveau angelegt. Der dazw- ischen liegende Rasen liegt aber  bereits erheblich höher (etwa 30 cm).
Gegen den Rhein hin ist eine Basaltstein-An- schüttung zu erkennen:
Zwischen Radweg und der Steinschüttung liegt ein breiter unbewachsen  Streifen aus Kies und Sand. Auch er ist neu aufgeschüttet.
Nur wer die Situation kennt, erinnert sich daran, dass der Rhein  bei etwa 5-6m KP dort an seinem eigenen Sediment nagte und es langsam abbaute. Weil dabei der Radweg ebenfalls angenagt wurde, hat man ihn Jahr für Jahr mit Betonplomben befestigt, um dem Rhein seinen Überlauf streitig zu machen.
 
Das Bollwerk soll dem ein Ende bereiten. Dem Rhein wurde eine Flächen von etwa 7m x  200m abge- trotzt. Bei einer Aufschüttung von etwa einem m Höhe sind so etwa 1400 cbm Rheinbett zugeschüt- tet worden; ein Beispiel, das vielfach  wiederholt, die bei der Rheinregulierung geschaffenen Über- flutungsflächen und Abfließquerschnitte reduziert. s. oben

  
Aus derDimen- sion der Ba- saltbrocken sind die Ab- sichten deut- lich zu erken- nen: Wasser- bauer wissen wie schwer Steine sein müssen, damit sie der Rhein nicht  fort- schleppen kann.
Wie es gesche- hen ist, wird hier deutlich: Berge von Kies sind herbei- geschafft und zu Hochwas- serzeiten in den Rhein gekippt worden. 
Ein Arbeitsschiff des Wasser- und Schiff- fahrtsamts lud sie mit einem Schaufelbagger aus. Auf diese Weise wird der Rheinquer- schnitt reduziert, Unge- achtet der Tatsache, dass Hochwässer (dra- matisch als Jahrhunder- thochwässer bezeich- net) immer öfter zutal laufen und dabei große Schäden im Unterland verursachen.
Im Weißer Bo- gen, in dem der Buschaufwuchs  bis einer Höhe von gut 7m  her angewach- sen ist, bilden sich hinter derar- tigen Hindernissen Sedimentdünen die in wenigen Jahren mehr als einen Meter hoch geworden sind.
Im Bereich des Campingplatzes  werden die Büsche regelmäßig abge- holzt um den Cam- pern die  Sicht auf den Rhein zu ge- währleisten.

Das Gelände des Campingplatzes ist durch Sedimentablage- rungen deutlich höher als der da- vor verlaufende immer wieder gekehrte asphal- tierte Weg..
Das ist besonders gut auf der rech- ten Bldseite durch den Schattenfall an der hinteren Wegkante zu erkennen..

Besonders hoch liegt das Sediment hinter dem wildgewachsenen Ge- büsch.
Das Fahrrad, mit dem das Gelände abgefahren wurde, bildet ein brauch- bares Vergleichsma
ß
Hier würde der Rhein das Se- diment abbauen. Er wird durch die massive As- phalaufschüt- tung  zum Schutz des Weges daran gehin- dert. 
Wieder ist das Fahrrad das Vergleichsmaß. Dort wo der Pfeil einge- zeichnet ist, wurde der entstandene Wall durch-  stochen, damit das Wasser das sich auf dem Weg  da- hinter bei Hochwasser und Regen  an- sammelt ab- fließen kann.


Zweifellos macht sich die Behörde Gedanken um das verwilderte Ge- lände: Sie holzt die dicken Bäume ab. Macht das a- ber nicht in Rheinnähe, son- dern  im Hinter- land.



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