Physikumklausur SS 2009
-
a) Zeichnen Sie zwei Wassermoleküle, die miteinander über eine Wasserstoffbrücke interagieren.
b) Was ist ein Hydroniumion?
c) Wie entsteht ein Hydroniumion und welche Ladung hat es?
-
Nennen Sie die drei wichtigsten Puffersysteme des Blutes.
-
a) Welche reaktive Gruppe enthält die Aminosäure Serin in der Seitenkette?
b) Nennen Sie zwei posttranslationale Modifikationen, die hier stattfinden können.
-
Zeichnen Sie ein Glycinmolekül am isoelektrischen Punkt mit Angabe der Ladungen.
-
Skizzieren Sie ausgehend vom Wasserstoffbrückenbindungsmuster, wie eine a-helikale Sekundärstruktur entsteht.
-
Was verstehen Sie unter der Quartärstruktur von Proteinen?
-
a) Beschreiben Sie den Aufbau eines Proteoglykans.
b) Welche besonderen Eigenschaften haben die darin hauptsächlich vorkommenden Monosaccharide? Nennen Sie zwei Beispiele.
-
Welche Art von Transporter wird verwendet beim
a) Glukosetransport vom Darmlumen in die Epithelzelle und
b) von der Darmepithelzelle in die Blutkapillare?
c) Woher kommt jeweils die Energie für die beiden Arten des Transports?
-
Beschreiben Sie die hormonelle Regelung der Glykogensynthase mit allen Zwischenschritten bei niedrigem Blutzuckerspiegel.
-
Wie beeinflusst eine hohe intrazelluläre Alaninkonzentration die Glykolyse in der Leber? Welches Enzym ist an der Regelung beteiligt?
-
Welche Funktion hat Biotin (Vitamin H) bei enzymatischen Reaktionen? Nennen Sie ein Beispiel.
-
Nennen Sie drei Kofaktoren, die an der Pyruvatdehydrogenasereaktion beteiligt sind.
-
a) Welches Zwischenprodukt des Zitratzyklus ist essentiell für die Hämbiosynthese?
b) Mit welchem anderen Molekül reagiert es im ersten Schritt der Hämbiosynthese?
-
Nennen Sie die drei Ketonkörper. Welche davon können verstoffwechselt werden?
-
Nennen Sie
a) ein Protein, das als intrazellulärer Eisenspeicher dient und
b) ein Plasmaprotein, das Eisen transportiert.
-
Nennen Sie zwei prinzipiell unterschiedliche Funktionen von Serumalbumin.
-
Welche beiden Reaktionen sind für die Umwandlung von Fibrinogen in ein festes Fibrinnetzwerk verantwortlich?
-
a) Beschreiben Sie die Funktion des LDL-Rezeptors.
b) Welche Folge hat eine mangelhafte Funktion des Rezeptors?
-
Wie gelangt IgA in Sekrete?
-
Was bewirkt die Acetylcholinfreisetzung Schritt für Schritt an der neuromuskulären Endplatte?
-
Nennen Sie drei physiologisch wirksame biogene Amine und geben Sie deren Funktion an.
-
a) Was verstehen Sie unter "energetischer Kopplung"?
b) Geben Sie drei Beispiele.
-
Welches sind die energiereichen Bindungen im ATP?
-
Aus welchem Stoffwechselweg stammt der größte Teil des CO2, das wir ausatmen?
-
Welche Enzyme übertragen Elektronen auf Ubichinon?
-
a) Nennen Sie die beiden zyklischen Nukleotide.
b) Wo in der Zelle findet die Zyklisierung statt?
-
In welchen beiden Stoffwechselwegen wird Carbamoylphosphat synthetisiert?
-
Nennen Sie vier unterschiedliche Funktionen von Nukleotiden.
-
Beschreiben Sie die Synthese von CTP aus UTP
-
a) Welche Reaktion katalysiert die Ribonukleotidreduktase?
b) Welche Kofaktoren sind beteiligt?
c) Was passiert mit ihnen?
-
Anhand welcher drei Eigenschaften können Sie die einzelnen menschlichen Chromosomen voneinander unterscheiden?
-
Welche Reaktion katalysiert die DNA Ligase? Beschreiben Sie die Reaktion.
-
Was ist p53? Welche beiden prinzipiellen Funktionen hat es?
-
Welche Mechanismen gibt es, um Fehler in der DNA auszubessern? Nennen Sie zwei Möglichkeiten.
-
Welche spontanen Veränderungen der Basen führen zu Mutationen? Nennen Sie zwei Möglichkeiten.
-
a) Welches Enzym synthetisiert die prae tRNA?
b) Nennen Sie drei Prozessierungsschritte bei der Reifung der tRNA.
-
Was versteht man unter dem Begriff "degeneriert" im Zusammenhang mit dem genetischen Code?
-
Wer sind die eigentlichen Übersetzer des genetischen Codes? Begründen Sie Ihre Antwort.
-
Für welchen Prozess ist die Gammacarboxylierung von Glutamat als posttranslationale Modifikation wichtig?
-
Enzyme können durch die Einwirkung von Effektoren in ihrer Funktion oder Aktivität beeinflusst werden.
a) Wo bindet ein kompetitiver Inhibitor am Enzym?
b) Welchen Einfluss hätte eine starke Erhöhung der Substratkonzentration?
-
Das Lineweaver-Burk-Diagramm einer enzymatischen Reaktion in Abwesenheit/Anwesenheit eines Inhibitors sieht wie unten dargestellt aus.
a) Benennen sie die Schnittpunkte mit der X- und Y-Achse.
b) Welcher Typ von Inhibitor wurde getestet?
c) Kann durch Erhöhung der Substratkonzentration Vmax erreicht werden?

-
a) Nach welchem Prinzip erfolgt die Inhibition von Cyclooxigenase durch Acetylsalicylsäure?
b) Welches Substrat wird durch das Enzym umgesetzt?
-
a) Aus welchem Grundbaustein werden Fettsäuren im Stoffwechsel synthetisiert?
b) Nennen sie zwei essentielle Fettsäuren.
-
Erläutern sie die Bedeutung von Carnitinestern (Acyl-Carnitin) für den Fettsäurestoffwechsel? (Welcher Stoffwechselweg, welches Organell, was passiert?).
-
Benennen Sie das geschwindigkeitsbestimmende Enzym der Fettsäuresynthese.
-
a) Wo findet die Oxidation sehr langkettiger Fettsäuren (>> C18) statt?
b) Was unterscheidet dieses Organell im Hinblick auf die Verwertung der Reduktionsäquivalente? (Die gefragten Unterschiede sind ein Grund dafür, dass im gesuchten Organell große Mengen eines bestimmten Enzyms lokalisiert sind.)
c) Um welches Enzym handelt es sich?
-
Welche der genannten Verbindungen wird nach einer 36-stündigen Nahrungskarenz am ehesten im Urin nachweisbar sein? A: Bilirubin; B: Ketonkörper; C: Glucose.
Begründen sie ihre Antwort!
-
a) Welches der folgenden Lipide kommt ausschließlich an intrazellulären Membranen vor?
A: Cholesterin, B: Gangliosid, C: Phosphatidylcholin, D: Cardiolipin, E: Sphingomyelin.
b) Um welche Membran handelt es sich?
-
a) In welchem Stoffwechselweg der Leber ist das Enzym Arginase einzuordnen?
b) Welches "Abfallprodukt" entsteht durch die Arginasereaktion?
-
a) Bei welcher Erkrankung wird die Aminosäure Tyrosin zu einem wichtigen Nahrungsbestandteil?
b) Tyrosin selbst ist Zwischenprodukt wichtiger Verbindungen im Stoffwechsel. Nennen sie drei.
-
Welches energieliefernde Substrat wird von der Skelettmuskulatur bei einem 50m Sprint vorwiegend genutzt?
-
Für eine effiziente Kontraktion der glatten Muskelzelle muss das in den Zellen vorkommende Myosin modifiziert werden. Was passiert?
-
Im Citratcyclus werden in der Isocitratdehydrogenasereaktion Elektronen von Isocitrat auf NAD+ übertragen. Das Halbelement NAD+/NADH + H+ hat ein Standardreduktionspotential Eo' von = -0,32 V, das Halbelement ?Ketoglutarat/Isocitrat hat ein Eo' von = -0,38 V.
a) Formulieren Sie die Reaktion mit Angabe der Richtung des spontanen (freiwilligen) Reaktionsablaufs.
b) Berechnen Sie den DEo'- und den DGo'-Wert für diese Reaktion (F = 96.500 C/mol).
c) Welche Abweichung vom DGo'-Wert hat der DG'-Wert der Reaktion, wenn im Mitochondrium die Konzentration von Isocitrat wesentlich geringer als die von a-Ketoglutarat ist?
-
Berechnen Sie den pH-Wert einer a) 0,1 M HCl, einer b) 0,1 M NaOH und einer c) 10-8 M HCl.
-
Wieviel % des Lichts werden bei einer photometrischen Bestimmung absorbiert, wenn die Extinktion einer Lösung 1,5 beträgt?
-
Geben Sie an, wie sich die folgenden abnormalen Hämoglobine in ihrer elektrophoretischen Beweglichkeit zur Anode (Pluspol) bei pH 7 vom normalen menschlichen Hämoglobin (HbA) unterscheiden:
a) HbS (ß6Glu g Val)
c) HbE (ß26Glu g Lys)
b) HbI (a16Lys gh Asp)
d) HbZ (ß63His g Arg)
-
Ein Peptid ergibt nach Totalhydrolyse die Zusammensetzung Arg, 2 Cys, Phe, Asp, Glu, Ile, Val, Asn, Met, Leu und Tyr. Der Edmanabbau ergibt im ersten Zyklus PTH-Ile und PTH-Asn. Carboxipeptidase-Verdau setzt Asp und Leu frei.
ß-Mercaptoethanol spaltet das Peptid in zwei Peptide A und B der Zusammensetzung
A: Cys, Arg, Phe, Asp, Glu und Ile
und B: Met, Val, Cys, Asn, Leu und Tyr.
Nach Trennung der beiden Peptide ergibt ein Proteaseverdau von A mit Plasmin ein Dipeptid und ein Tetrapeptid der Zusammensetzung: Cys, Glu, Phe und Asp. Ein Verdau mit Thermolysin ergibt zwei Tripeptide, von denen eines die Zusammensetzung: Cys, Arg und Ile hat. Die Bromcyanspaltung von B ergibt ein Tetrapeptid und ein Dipeptid der Zusammensetzung Leu und Tyr. Ein Verdau mit Elastase spaltet B in ein Tetrapeptid und ein Dipeptid der Zusammensetzung Val und Asn.
Angaben: Elastase spaltet am C-Terminus von ungeladenen, unpolaren nicht aber aromatischen Aminosäuren. Plasmin spaltet am C-Terminus von basischen Aminosäuren und Thermolysin am N-Terminus von Ile, Leu, Val, Met, Phe oder Trp. Bromcyan spaltet nach Methionin. Geben Sie die Struktur des Peptids in der Dreibuchstabenschreibweise an.
03 Mai 2012
|