Gruppe Neumann  
Die Rolle der Nesprine in Krankheit und Seneszenz


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Bisher sind in Säugern vier Nesprin Homologe identifiziert worden, die sich jeweils durch eine C-terminale KASH-Domäne auszeichnen, welche für die Lokalisation der Proteine an der äußeren Kernmembran verantwortlich ist. Wir konzentrieren uns auf die Analyse von Nesprin-1 und -2, die jeweils in einer Vielzahl unterschiedlicher Isoformen vorkommen, von denen die größten den Zellkern direkt mit dem Aktin-Zytoskelett verknüpfen. Über eine Interaktion mit SUN-Proteinen, die in der inneren Kernmembran lokalisiert sind, verbinden die Nesprine das Kernplasma mit dem Zytoplasma. Sie sind daher interessante Kandidaten für eine direkte Übermittlung externere Kräfte und Signale in den Zellkern, wobei sie möglicherweise auch die Organisation des Chromatins und die Regulation der Transkription beeinflussen können. Kleinere Isoformen von Nesprin-1 und -2 lokalisieren an der inneren Kernmembran und interagieren vermutlich direkt mit Chromatin, beispielsweise über eine SMC (structural maintenance of chromosomes) Domäne.


07 April 2011
Sascha Neumann
Institut für Biochemie I, Joseph-Stelzmann-Straße 52, D50931 Köln
Anregungen und Wünsche: Budi Tunggal
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