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Einführung
Regulierung des Aktinzytoskeletts durch Coronine
Die Proteinfamilie der Coronine kann in zwei Unterfamilien eingeteilt werden; konventionelle Coronine (CRN1-6), die eine WD40-repeat Domäne besitzen, und ein langes Coronin, CRN7, bestehend aus zwei WD40-repeat Domänen. Die WD40-repeat Domäne bildet einen 7-blättrigen b-Propeller, welcher im Allgemeinen für verschiedene Protein-Protein Interaktionen verantwortlich ist. Coronine spielen eine essentielle Rolle in der strukturellen und funktionalen Organisation von Aktin-abhängigen zellulären Prozessen wie zum Beispiel Zellmigration, Phagozytose sowie der Ausbildung von Zellfortsätzen. Durch die direkte Interaktion mit F-Aktin und dem Arp2/3 Komplex gehören Coronine zur Gruppe der Aktinregulatoren und können Aktinfilamente quervernetzen sowie bündeln. Die Interaktion der Coronine zu F-aktin sowie zum Arp2/3 Komplex kann hierbei über Phosphorylierung reguliert werden. Darüber hinaus scheinen Coronine eine Funktion bei der Ausbildung von Tumoren zu besitzen. Hier konnte eine Hochregulierung von CRN2 (Synonym Coronin 3, Coronin 1c) in Hirn- und Leberkarzinomen nachgewiesen werden. 13 Juli 2012 Raphael Rastetter Institut für Biochemie I, Joseph-Stelzmann-Strasse 52, D50931 Köln Anregungen und Wünsche: Budi Tunggal |