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Projekt
Wir konzentrieren uns mittels verschiedener Zelllinien sowie durch die Entwicklung eines CRN7 knock-out Mausmodells auf die Charakterisierung der Säugetier-Coronine CRN2, CRN5 (Synonym: Coronin 2a) und CRN7.
CRN2 ist an F-Aktin Stressfasern sowie Lamellopodien angereichert, wo es zeitlich versetzt der F-Aktin-Bildung folgt. Die Runter- oder Hochregulierung von CRN2 bewirkt eine verminderte Anzahl von Zellfortsätzen sowie eine reduzierte Zell-migrationgeschwindigkeit. Wir konnten zeigen, dass CRN2 an Serin 463 phosphoryliert wird, wodurch seine Trimerisierung und die Bindung zum Arp2/3 Komplex verhindert werden kann. In vitro kann phosphoryliertes CRN2 F-Aktin nicht mehr bündeln und verursacht in vivo zelluläre Defekte vergleichbar mit der Herunterregulierung von CRN2. CRN2 exprimiert zwei weitere Isoformen; die größte Isoform CRN2i3 ist hierbei Teil der Sarkomere und wird durch den Transkriptionsfaktor MyoD induziert. Des Weiteren untersuchen wir die Regulierung von CRN7, welches bis jetzt nicht mit dem Aktin Zytoskelett assoziiert ist, sondern vielmehr eine Rolle in der Golgi-abhängigen Proteinverteilung besitzt. CRN7 bindet hierbei an die µ1-Untereinheit des AP-1 Komplexes und ist essentiell für die Aufrechterhaltung des Golgi Apparates. Wir konnten hierbei zeigen, dass CRN7 durch die Kinase Src an Tyrosin 758 phosphoryliert wird und dadurch cytosolseitig an das trans Golgi Netzwerk bindet. 13 Juli 2012 Raphael Rastetter Institut für Biochemie I, Joseph-Stelzmann-Strasse 52, D50931 Köln Anregungen und Wünsche: Budi Tunggal |