Kontrastive Analyse der Nyemba Sprachen aus West-Kamerun
Darstellung und Klassifizierung der untersuchten Sprache
Yémba ist die Benennung einer Sprache der Westprovinz Kameruns, die in Ménoua-Bezirk gesprochen wird. Früher trug diese Sprache den Namen "dschang" so heißt die heutige Hauptstadt des Ménoua-Bezirks. Aber wegen einiger geschichtlicher und soziolinguistischer Gründe wurde diese Benennung unter der Anregung von TADADJEU Maurice und WAMBA Fabien 1983 in der linguistischen Abteilung von der Universität zu Jaundé I umgewandelt. Und daher ist der Name dieser Sprache Yémba geworden. Yémba bedeutet, "ich sage" oder "ich sage, dass".
Nach DIEU und RENAUD im linguistischen Atlas Kameruns (1983), ist Yémba als eine Bantusprache der Bamileké Ost-grassfield klassifiziert und gehört zur nigerkordofanischen Sprachfamilie mit der Zahlnummer 952. In der Tat werden in diesem Sprachraum 17-20 verschiedenen Varianten eingeordnet, die als Dialekte betrachtet werden. Jeder Dialekt wird in einem bestimmten Dorf gesprochen, d.h man hat denselben Namen für die Sprachvariante des Dorfes, in dem sie gesprochen wird. (20 Dialekte gleich 20 Dörfer). Es sind: bafou, baleveng, baloum, bamendou, fokoué, fombap, fomopéa, fondonera, fongo-ndeng, fontsa-touala, fongo-tongo, foreké-dschang, fossong-eleleng, fossong-wentcheng, fotemena, fotétsa und foto, balessing, bansoa und mmok.
Hauptziel der Arbeit
Diese Arbeit, die eine vergleichende Untersuchung ist, steht in dem Prozess der Standardisierung der Yémbasprache. Sie zielt darauf ab, die Dialekte der Yémbasprache klar abzugrenzen. Nach dieser dialektalen Abgrenzung werden wir versuchen sowohl die phonologischen Ähnlichkeiten und Verschiedenheiten als auch die verschiedenen grammatischen Elemente (Tempus, Pronomen, Demonstrativen, Possessiven usw.) herauszubringen, die zwischen diesen Dialekten existieren. Dieser Untersuchung, wird uns erlauben eine genetische Verwandtschaft zwischen den untersuchten Dialekten festzustellen und dadurch die Geschichte der betroffenen Völker zu interpretieren.
Zwischen den Sprechern des Yémbasprachraums herrscht eine gegenseitige Verständigung, aber man weißt nicht, bis zu welchem Niveau dieser Veständigungs- bzw. Verständnislosigkeitsgrad sich beträgt. Diese Forschung wird durch objektive Verfahren den Verständigungs- bzw. Verständnislosigkeitsgrad zwischen den Yémbasprachvarianten messen, und dadurch eine Art Regruppierung bzw. Einteilung aller Dialekte vornehmen. Mit der Einteilung werden schon die Beziehungen zwischen den untersuchten Dialekten sichtbar, sodass man wissenschaftlich die nah- und fernverwandten Dialekte feststellen kann. Mit meiner Studien wird ein einheitliches Alphabet vorgeschlagen, das die Einführung der betreffenden Sprache ins Schulsystem erleichtern könnte.
Ein nicht zu unterschätzendes Ziel dieser Forschung besteht darin den Sprachplanern und anderen Sprachwissenschaftlern , die sich für die Yémbasprache interessieren, sowohl eine Summe von transkribierten Daten als auch einige Informationen zur Verfügung zu stellen. Eines der Hauptprobleme im Rahmen der afrikanischen Sprachwissenschaft ist dieser Mangel an verarbeiteten wissenschaftlichen Daten und zuverlässigen Informationen.
Gaston Nanfah
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