‚Treu bis in den Tod.‘ Afrikanische Askaris im populären Diskurs in Deutschland ab 1889.

Leitung

Prof. Dr. Heike Behrend

Projektbearbeiterin

Dr. Stefanie Michels

Beschreibung

Im Zentrum des Projektes stehen die historischen Veränderungen des kollektiven Gedächtnisses der Deutschen in Bezug auf die afrikanischen Soldaten in deutschen Kolonialarmeen von 1889 bis heute. Hier setzt die Aufarbeitung von Genese, Wandel und Funktion dieses Topos' in verschiedenen Medien an: Neben Text liegt hier die Aufmerksamkeit auf visuellen Massenmedien wie Fotografie, Postkarte und Film und damit der sinnlich-medialen Steigerung und der damit einhergehendend Kanonisierung des Bildes der afrikanischen Soldaten als „treuem Askari“. Die inhaltliche Verengung in populären Diskursen der BRD beginnt aktuell aufzubrechen. Die neue Verortung des Askari-Mythos in diesem Feld stellt den zeitlichen Endpunkt der Untersuchung dar. Die transnationale Öffnung der Untersuchung durch die Einbeziehung afrikanischer Perspektiven machen weitere Ambivalenzen, Verschiebungen, Konkurrenzen und Widersprüche innerhalb der Erinnerungstopographie sichtbar und schließt an Debatten über die Kosmopolitisierung der Erinnerung und die Ethik des Erinnerns an.

Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Veröffentlichung: „Askari – treu bis in den Tod? Vom Umgang der Deutschen mit ihren schwarzen Soldaten.” In: Bechhaus-Gerst, Marianne und Reinhard Klein-Ahrendt (Hg.). AfrikanerInnen in Deutschland und schwarze Deutsche – Geschichte und Gegenwart. Berlin, Münster 2004: LIT-Verlag: 171-187.

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