Bonamanga – eine kosmopolitische Familiengeschichte

BearbeiterInnen

Jean-Pierre Félix Eyoum, Dr. Stefanie Michels, Dr. Joachim Zeller

Beschreibung

Bisher ist Rudolf Duala Manga (1873-1914) durch seine politische Funktion im Fokus der historischen Betrachtung gewesen, die Ausweitung der Perspektive auf die gesamte Familie Bell (Bonamanga) soll und kann zeigen, wie konstruiert die Grenzen zwischen Europa und Afrika waren und mit welcher Selbstverständlichkeit Afrikaner und Afrikanerinnen die Möglichkeiten der Zeit nutzten. Die Widersprüche entlarven dabei die (scheinbar) hegemonialen Diskurse um Rasse, Klasse und Nation. Die dichte Beschreibung von Lebensgeschichten widersetzt sich damit Tendenzen diese weiterzuschreiben, sowie rückwirkend zu verfestigen. Indem wir auf die Existenz dieser Personen in Europa und die Existenz Europas in diesen Personen verweisen, versuchen wir die koloniale Denkrichtung umzukehren. Letztlich existiert nichts ohne Verflechtung mit etwas anderem und so stehen die Lebensgeschichten der Bonamanga paradigmatisch für die histoire croisée, die entangled history.

Dieses Projekt ist abgeschlossen.

Veröffentlichung: „Bonamanga – eine kosmopolitische Familiengeschichte.” In: Mont Cameroun – Afrikanische Zeitschrift für interkulturelle Studien zum deutschsprachigen Raum (Universität Dschang/Kamerun) (November 2005). (Mit Jean-Pierre Félix Eyoum und Joachim Zeller): 11-48.

[an error occurred while processing this directive