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Philosophische Fakultät

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Die Kölner Universitätszeitung 4/2006 berichtet
über den Tag der Philosophischen Fakultät: – Geist, Gehirn, Gender


Unser Bericht über den Tag der Philosophischen Fakultät – Geist, Gehirn, Gender:

»Der Mensch ist vielleicht halb Geist und halb Materie« - so vermutete bereits Lichtenberg. Was den Menschen ausmacht, ist zwar biologisch, vor allem aber kulturell bedingt, das gilt insbesondere für die Geschlechterrollen (Gender). Die Geisteswissenschaften widmen sich traditionell diesem Fragenkomplex um Geist, Gehirn, Gender, der am Fakultätstag in der zweiten Semesterwoche zum Thema wurde. Rund 400 Besucher kamen am diesjährigen Tag der Philosophischen Fakultät ins Philosophikum.

Dicht gedrängt, in anregender und gespannter Atmosphäre nahmen Studenten, Schüler, Dozenten und viele andere Gäste an den öffentlichen Vorträgen im Foyer und im Hörsaal 80 teil: Die Ergebnisse der langen Forschungstradition der Geisteswissenschaften innerhalb des Komplexes von Geist, Gehirn, Gender wurden am Fakultätstag in sechs Kurzvorträgen anschaulich und kurzweilig präsentiert: Von der Kreativitätsforschung zu Fragen der Hirnforschung aus philosophischer Sicht, vom Stein-Zeit-Sex zu Marie-Antoinette in den Medien, von den Chancen der Frauen im islamischen Bildungswesen bis zu Marlene Dietrich als brainy Femme fatale.

Eine Podiumsdiskussion rückte schließlich die 'Gender-Frage' in den Kontext der Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Wissenschaft: Vier ausgewiesene Expertinnen sprachen über den 'Karriereknick im Kopf' und darüber, warum berufliche Erfolgswege für Frauen in Deutschland noch keine Selbstverständlichkeit sind. Die Wissenschaftsjournalistin Prof. Dr. Annette Leßmöllmann (Hochschule Darmstadt, Redaktion Gehirn & Geist) führte durch die Diskussion.

Im Gespräch mit Brigitte Göbbels-Dreyling (Leiterin des Berliner Büros der Hochschulrektorenkonferenz), Prof. Dr. Ruth Hagengruber (Leiterin des Hochschulausschusses des Deutschen Akademikerinnenbundes, Paderborn) sowie Dr. Kirsten Jordan (Medizinische Psychologie, Göttingen) zeigte sich insbesondere, dass nur durch den kombinierten Rückgriff auf natur- und geisteswissenschaftliche Forschungen Erklärungen für männliche und weibliche Denkmuster, die einer Chancengleichheit im Beruf im Wege stehen können, zu finden sind. Über die Möglichkeiten zur Verbesserung beruflicher Chancengleichheit entfachte sich gemeinsam mit dem Publikum eine rege und differenzierte Diskussion.

Wie im vergangenen Jahr machte der Tag der Philosophischen Fakultät die Aktualität sowie die gesellschaftliche Relevanz und Brisanz geisteswissenschaftlicher Forschung deutlich.

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Webredaktion
Letzte Änderung: 19.02.2008