KAAM

Kölner
Anglistische & Amerikanistische
Mitteilungen

Nr.314 / Oktober 2001 / MM + KK aktualisierte Auflage Mai 2006

Merkblatt für die Examensvorbereitung und für die Anmeldung zum Examen (Magisterprüfung nach MPO 98 & Staatsexamen Sek II nach ZPO 97) Stand: Mai 2006

Magisterprüfung

Schriftliche Hausarbeit (bei Englisch als Hauptfach)

Das Thema der Magisterarbeit wird vom Prüfer/von der Prüferin nach der Meldung beim Prüfungsamt im Dekanat gestellt. (Bei der Meldung wird also nur der Themensteller angegeben.)

Die Themenstellung geht in der Regel auf Vorschläge oder Wünsche der KandidatInnen zurück. Gespräche hierüber können mit der Prüferin/dem Prüfer kurz vor der Meldung (frühestens einige Wochen vorher) beginnen.

Die Magisterarbeit wird in der Regel auf deutsch verfasst. Eine Abfassung in englischer Sprache kann beim Dekan beantragt werden. Die Arbeit darf den Umfang von 60 Seiten nicht überschreiten (maximal nur ca. 10%).

Bitte reichen Sie neben den im Dekanat abzugebenden zwei Exemplaren der Arbeit ein weiteres Exemplar für den seminarinternen Gebrauch ein.

Prüfungsgebiete

Im Hauptfach werden für den Bereich, in dem die Magisterarbeit geschrieben wird, drei Teilgebiete angegeben, im anderen Bereich zwei. Teilgebiete im Bereich Literaturwissenschaft sind in der Regel literaturgeschichtliche Epochen, epochenübergreifende Gattungen oder Problemstellungen sowie theoretisch-methodische Ansätze des Faches. Das Raster der "Schwerpunkte" im Staatsexamen ist für die Magisterprüfung nicht verbindlich, kann aber als Orientierungshilfe dienen.

Die gewählten Teilgebiete dürfen nicht nur einer Gattung und nicht nur einem Jahrhundert angehören.

Für die gewählten Teilgebiete nehmen die Kandidaten Spezifizierungen in Form von Leselisten vor. Die dort angegebenen Autoren und Werke bilden die wesentliche Gesprächsgrundlage für die mündliche Prüfung, obwohl das Teilgebiet insgesamt Prüfungsgegenstand bleibt - kontextuelle und gattungstheoretische Kenntnisse sind also erforderlich. Die für die Leseliste gewählten Autoren dürfen das gewählte Teilgebiet, also in der Regel die Epoche, nicht zu einseitig vertreten (also nicht nur eine Teilepoche oder eine literarische Richtung).

Umfang der Leselisten je nach Umfang und Komplexität der Werke:

Zu den Leselisten können (fakultativ) vertiefende Problemstellungen in thematischer, formaler oder methodischer Hinsicht angegeben werden, mit denen sich der Kandidat/ die Kandidatin besonders intensiv beschäftigt hat, z.B. "Liebe, Natur, Sozialkritik, Frauenbilder, Bewusstseinsdarstellung, Wirklichkeitsbezug fiktionaler Texte, diachroner Wandel" etc. (Dies sind nur allgemeine Beispiele. Die jeweils gewählten Problemstellungen müssen sich natürlich sinnvoll auf die Leselisten beziehen.) Bei der Wahl eines historischen linguistischen Teilgebiets (z.B. Morphologie, Semantik, Historische Textlinguistik etc.) kommt i.d.R. eine Übersetzung von 30-40 Zeilen Text hinzu. Die Zeilenanzahl des vorzubereitenden Texts variiert je nach Sprachperiode (altenglischer Vers: ca. 500 Zeilen; altenglische Prosa: ca. 1000 Zeilen; Mittelenglisch: ca. 2000 Zeilen; Frühneuenglisch: ca. 2500 Zeilen).

Die Problemstellungen können dann einen Teil der mündlichen Prüfung darstellen. Absprachen hierüber sind nicht erlaubt. Die Leselisten mit den vertiefenden Problemstellungen (wenn gewünscht) müssen rechtzeitig mit der Prüferin/dem Prüfer vereinbart werden. Rechtzeitig bedeutet mehrere Wochen vor der mündlichen Prüfung; da für die Gültigkeit der Listen die Zustimmung erforderlich ist - und erst danach als sichere Grundlage für die Vorbereitung dienen kann - empfehlen wir eine Vorlage der Listen zu einem möglichst frühen Zeitpunkt. Kleinere Änderungen oder Zusätze (etwa hinsichtlich der vertiefenden Problemstellungen) sind auch danach möglich.

Im Nebenfach besteht die Magisterprüfung in einer Essayklausur. Hierfür werden zwei Teilgebiete angegeben mit entsprechenden Leselisten. Für die Auswahl der Teilgebiete und die Aufstellung der Leselisten gilt das Gleiche wie oben - zum Hauptfach - Ausgeführte. Zu jedem gewählten Teilgebiet erhalten die KandidatInnen je eine Aufgabenstellung zur schriftlichen Bearbeitung in englischer Sprache.

Prüfungen

Für das Nebenfach ist hier bereits oben alles Wesentliche gesagt (Schriftliche Prüfung auf der Basis von zwei Teilgebieten).

Im Hauptfach besteht die Prüfung in:

Klausur

Sie besteht in einem englischen Essay, der in dem Bereich geschrieben werden muss, in dem nicht die Magisterarbeit angefertigt wurde. Es werden zwei Themen zur Auswahl gestellt, die aus zwei vereinbarten Teilgebieten stammen. Für die Auswahl der Teilgebiete und Leselisten gelten dieselben fachinternen Bestimmungen wie oben ausgeführt.

Mündliche Prüfung

Die mündliche Prüfung, die in dem Bereich stattfindet, in dem die Magisterarbeit geschrieben wurde, umfasst 45 Minuten und bezieht sich auf die unter "Prüfungsgebiete" beschriebenen drei Teilgebiete.

Mindestens die Hälfte der Prüfung findet in englischer Sprache statt.

 

Staatsexamen (Lehramt Sek. II)

Die Voraussetzungen für das Staatsexamen sowie für die Durchführung der Prüfung werden in der Prüfungsordnung und in der nachgeordneten Studienordnung für das Fach Englisch geregelt (in der Auskunft erhältlich). Die wichtigsten fachspezifischen Regelungen sind in einem kurzen zentralen Merkblatt des Seminars enthalten. Auf diese Informationsquellen möchten wir ausdrücklich verweisen, da sie hier nicht im Detail wiederholt werden können. Vielmehr wollen wir hier die wichtigsten fachspezifischen Punkte erläutern, besonders die fachinternen Regelungen, die im Wesentlichen die möglichen und notwendigen Absprachen zwischen Prüfer/in und PrüfungskandidatInnen betreffen. Dennoch sollten Sie dieses Merkblatt lesen, bevor Sie in Prüfungsangelegenheiten in die Sprechstunden der/des Prüfenden kommen. Für weitere individuelle Fragen und Beratung stehen wir natürlich gerne zur Verfügung.

Schriftliche Hausarbeit im Rahmen des Staatsexamens

Das Thema der Staatsexamensarbeit wird nach der Meldung zum Examen vom gewählten Prüfer/der Prüferin gestellt, d.h. sie/er gibt das Thema an das Prüfungsamt weiter, von wo es offiziell den Kandidaten zugestellt wird.

Die Themenstellung wird in der Regel zwischen PrüferIn und KandidatInnen beraten, geht dabei oft auf Vorschläge und/oder Ideen der KandidatInnen zurück. Das Gespräch darüber kann kurz - frühestens einige Wochen - vor der Anmeldung beim Prüfungsamt beginnen.

Was das Thema der Staatsarbeit angeht, so darf keine Überschneidung mit einem für Klausur und mündliche Prüfung gewählten Schwerpunkt bestehen.

Für die Staatsarbeit gelten 60 Seiten als Richtzahl. Entsprechend soll die Arbeit durch eine konzise und systematische Darstellungsweise gekennzeichnet sein. - Neben dem im Prüfungsamt abzugebenden Exemplar bitten wir um ein weiteres Exemplar für den seminarinternen Gebrauch.

Prüfungsgebiete

Die KandidatInnen wählen aus den von der Prüfungsordnung vorgegebenen Teilgebieten fünf aus, je zwei in Sprachwissenschaft und Literaturwissenschaft und eines in Fachdidaktik (nach der alten Prüfungsordnung auch alternativ Landeskunde). Was die Zuordnung der "Scheine" angeht, wird auf die anfangs genannten Informationsquellen verwiesen.

Die Teilgebiete stellen eine grobe Einteilung des Bereichs der Literaturwissenschaft dar - z. B. "Englische Literatur nach 1650" (B3) oder "Amerikanische Literatur"(B4).

Für jedes gewählte Teilgebiet geben die KandidatInnen einen Schwerpunkt an, der (außer in B1) in der Regel in einer Gattung in einer literaturgeschichtlichen Epoche besteht (z.B. Roman des 18. Jahrhunderts, Romantische Lyrik, Britisches Drama nach 1945). Die möglichen Schwerpunkte sind in der genannten fachinternen Liste festgelegt. Es ist zu beachten, dass die beiden gewählten Schwerpunkte nicht derselben Gattung und nicht derselben Epoche angehören dürfen.

Teilgebiete und Schwerpunkte müssen bei der Anmeldung beim Prüfungsamt auf einem entsprechenden Formular angegeben werden, das von der Prüferin/dem Prüfer oder einer/m Prüfungsberechtigten unterschrieben werden muss.

In jedem gewählten Schwerpunkt können die KandidatInnen Vertiefungsgebiete nach eigener Wahl - jedoch im Rahmen bestimmter fachinterner Regelungen - bilden. Diese werden mit der Prüferin/dem Prüfer vereinbart, nicht bei der Meldung beim Prüfungsamt angegeben. Für die Teilgebiete B2 - B5 bestehen diese Vertiefungsgebiete in:

Leseliste

Diese umfasst eine Reihe von Autoren und Werken, auf die sich die KandidatInnen in den gewählten Schwerpunkten konzentrieren möchten. Sie bilden die wesentliche Grundlage des Prüfungsgesprächs, obschon der Schwerpunkt insgesamt Prüfungsgegenstand bleibt, d.h. dass kontextuelle und gattungstheoretische Kenntnisse einzubringen sind. Die für diese Leseliste gewählten Autoren dürfen den jeweiligen Schwerpunkt, also die entsprechende Epoche, nicht zu einseitig vertreten (also nicht nur eine Teilepoche oder eine literarische Richtung betreffen).

Umfang der Leselisten je nach Umfang und Komplexität der Werke:

breitere Lektüre wird als Hintergrund vorausgesetzt.

Vertiefende Problemstellungen (fakultativ)

Zu jedem Prüfungsgebiet können zusätzlich zur Leseliste vertiefende Problemstellungen in thematischer, formaler oder methodischer Hinsicht angegeben werden, mit denen sich der Kandidat/die Kandidatin besonders intensiv beschäftigt hat., z.B.: "Liebe, Natur, Sozialkritik, Frauenbilder, Bewusstseinsdarstellung, Wirklichkeitsbezug fiktionaler Texte, diachroner Wandel", etc. (Dies sind allgemeine Beispiele. Die jeweils gewählten Problemstellungen müssen sich sinnvoll auf die Leseliste beziehen.)

Diese Problemstellungen können dann einen Teil der mündlichen Prüfung darstellen. Absprachen hierüber sind nicht erlaubt.

Die Leselisten mit den "Vertiefenden Problemstellungen" (falls solche angegeben werden) müssen rechtzeitig mit dem Prüfer vereinbart werden. Rechtzeitig bedeutet einige Wochen vor der mündlichen Prüfung. Da für die Gültigkeit der Liste die Zustimmung der Prüferin/des Prüfers erforderlich ist - und erst danach als sichere Grundlage für die Vorbereitung dienen kann - empfehlen wir jedoch eine Vorlage der Listen zu einem möglichst frühen Zeitpunkt. Kleinere Änderungen oder Zusätze (etwa hinsichtlich der "Vertiefenden Problemstellungen") sind auch danach möglich.

Hinweise zum Teilgebiet B1

Die wesentliche Alternative bei der Wahl der Schwerpunkte in diesem Teilgebiet besteht darin, entweder einen allgemeinen theoretisch-methodischen Ansatz der englischen Literaturwissenschaft (wie Strukturalismus, postkoloniale Theorie, Gender Studies, etc.) oder die Theorie und Analyse einer Gattung (also Erzähl-, Dramen- oder Lyriktheorie) zu wählen. Die möglichen Schwerpunkte sind auch hier in der fachinternen Aufstellung (s.o.) verbindlich aufgeführt.

Der gewählte theoretische Schwerpunkt bzw. Aspekt soll anhand einiger Textbeispiele (5 - 8 Texte) exemplifiziert werden. Die Gattung/Epoche der gewählten Texte muss sich von denen der anderen Teilgebiete (B2 - B5) unterscheiden. Es bietet sich zudem an, Texte aus unterschiedlichen Epochen zu berücksichtigen, um das gewählte theoretische Konzept (unter Einbeziehung diachronen Wandels) differenziert illustrieren zu können.

Auch in den anderen Teilgebieten (B2 - B5) wird eine theoretische Basis vorausgesetzt, dort stehen allerdings die Primärtexte und der literaturgeschichtliche und kontextuelle Aspekt im Vordergrund, während bei B1 die Betonung auf der Theorie bei gleichzeitiger Textkenntnis liegt.

Prüfungen

Schriftliche Prüfungen (Essayklausur)

Nach der Alten Prüfungsordnung können die KandidatInnen entscheiden, ob sie die Essayklausur im Bereich A (Sprachwissenschaft) oder B (Literaturwissenschaft) schreiben wollen. Sie können auch den Themensteller wählen, der allerdings nicht mit dem Themensteller der schriftlichen Hausarbeit übereinstimmen darf (falls diese im Fach Englisch geschrieben wird).

Aus den beiden im Bereich A oder B gewählten Teilgebieten (Schwerpunkten) wird je ein Thema gestellt. Alle KandidatInnen, die einen gemeinsamen Schwerpunkt gewählt haben, erhalten dieselbe Themenstellung.

Nach der Neuen Ordnung muss für den Fall, dass in Englisch die Schriftliche Hausarbeit angefertigt wird, die Essay-Klausur im jeweils anderen Bereich geschrieben werden (also bei Hausarbeit in Literaturwissenschaft Klausur in Sprachwissenschaft und umgekehrt). Für die Themenstellung gilt das im vorhergehenden Absatz Ausgeführte. Die Übersetzungsklausur entfällt in diesem Fall.

Mündliche Prüfung

Die Dauer der Prüfung beträgt 60 Minuten (je 30 Minuten Sprachwissenschaft und Literaturwissenschaft). Eine Zusatzqualifikation für Sek. I kann durch eine Klausur (unter bestimmten Bedingungen) oder eine mündliche Prüfung erworben werden. Im letzteren Fall schließt sich diese an die Sek. II-Prüfung an (15 Minuten - nur in Sprachwissenschaft bzw. Sprachdidaktik möglich). Mindestens die Hälfte der Prüfung findet in englischer Sprache statt.

 

Teilgebiete und Schwerpunkte für das Fach Englisch Stand: Mai 2006

A Linguistics

A1: Theories, models, and methods

Any of the areas under A2 through A5 can be treated under A1 from a specifically theoretical point of view. Overlapping between areas must, however, be avoided. It would not be possible, e.g. to combine the A1 area 'theories, models, and methods of morphology' with the A2 area 'English morphology'.

A2: Levels of description for the English language

A3: Applied linguistics and interdisciplinary studies

A4: Historical aspects of the English language

A5: Regional, social and functional aspects of English

 

 B1: Theories Methods Models 

Theory of Literary Genres

 Trans-Generic Theories Methods Models

B2: English Literature from the Beginnings to 1650

B3: English Literature from 1650 to the Present

Aspects Cutting Across Genre and Epoch:

 B4: American Literature

A field of specialization (Schwerpunkt) consists of one genre (or, in the case of transversal topics," one topic) taken from one of the nine fields on the list.

1. Colonial America (late 15th to late 18th cent.)

2. Writings from the Early Republic (late 18th to early 19th cent.)

3. The American Renaissance (early 19th to late 19th cent.)

4. Realism and Naturalism (late 19th to early 20th cent.)

5. Modernism (early 20th to middle of the 20th cent.)

6. Postmodernism (middle of the 20th to early 21st cent.)

7. Modernism and Postmodernism (early 20th to early 21st cent.)

8. Ethnic Literature(s) (early 20th to early 21st cent.)

9. Transversal Topics

 B5: New Literatures in English

One genre (Novel, Short Story, Poetry, Drama and Theatre) and/or one subject (e.g. Nation, Ethnicity, Race, Gender, Migration, Diaspora, Hybridity, etc.) can be chosen from each of the areas listed below:

 Alternatively, transversal topics can be constructed by following a subject/topic across several of the regions listed above (e.g. "Hybridity and Identity in the New Literatures in English").

 

C Fachdidaktik

C1: Theorien, Modelle, Methoden

C2: Curriculum

C3: Sprachdidaktik

C4: Literaturdidaktik

Narrative Texte (Roman und/oder Kurzgeschichte)

Drama

Lyrik

Film

Testformen und Aufgabenstellungen in Klausuren der Sek. II