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Fachschaftsrat Psychologie - Herbert-Lewin-Str. 2 - Raum 341 - 50931 Köln - 0221/470-4299 - fs-psycho@uni-koeln.de
Psychologiestudium in KölnGrundstudium in KölnDie wichtigsten Veranstaltungen werden meistens einmal im Jahr angeboten. Einige Veranstaltungen im Grund- und Hauptstudium bauen aufeinander auf und sind so aufeinander abgestimmt, dass man sie nacheinander semesterweise besuchen kann. Im Grundstudium spielt Statistik und Methodenlehre eine große Rolle; im Experimentalpraktikum und im Empiriepraktikum führt man auch eigene Untersuchungen durch und wertet diese anschließend statistisch aus. Wir machen ein normales Experimentalpraktikum mit Versuchsdurchführung und Berechnung statistischer Effekte ("unterscheiden sich Gruppe A und Gruppe B in einer quantifizierbaren Merkmalsausprägung?". Und wir leisten ein Empiriepraktikum, in dem mit verstehenden und erklärenden Verfahren (Hermeneutik, Subjektive Theorien, Tiefeninterviews etc.) einem Phänomen auf den Grund gegangen wird. Daneben muss man im Grundstudium auch selbst als Versuchsperson in Untersuchungen dienen. Vor Formeln, Diagrammen und Tabellen sollte man keine Angst haben. Statistik ist aber auch ohne Mathe-Leistungskurs zu schaffen. Hauptstudium in KölnNach dem Vordiplom kann man sich auf einen der vielen Forschungs- und Anwendungsbereiche spezialisieren. Z.B. je nach Uni auf Arbeits- und Organisationspsychologie, Klinische Psychologie, Verkehrspsychologie, Rechtspsychologie, Kulturpsychologie, Erziehungspsychologie etc. etc. Hier in Köln wird ein breites Methodenspektrum gelehrt. Nicht nur die naturwissenschaftliche (quantitative, normorientierte, statistische) Psychologie, sondern auch die geisteswissenschaftliche (qualitative, erklärende, einzelfallorientierte, idiographische) Psychologie wird hier gelehrt und gehört explizit zu den Pflichtteilen des Studiums. Vor der Einführung des Psychotherapeutengesetzes konnte man studienbegleitend dank der Initiative eines Dozierenden die Grundausbildung in Klientenzentrierter Gesprächspsychotherapie ableisten. Die Grundausbildung gibt es immer noch; allerdings kann sie nicht mehr als Theoriestunden für eine Psychotherapeutenausbildung angerechnet werden. Dennoch stellt sie eine hervorragende Zusatzqualifikation für Berufsanfänger dar, da hier die für Psychologen und -innen wichtige Kompetenz der Gesprächsführung praktisch eingeübt wird. Nebenbei erfährt man viel über sich selbst und den Umgang mit anderen. Da für den Kurs eine Selbsterfahrungswoche bei einer bzw. einem ausgebildeten Therapeuten/in nötig ist, fallen für diese je nach gewählter/m Therapeut/in Kosten in Höhe von ca. 300 Euro an. Neben der Gesprächspsychotherapie kann man in Köln bei einem der Begründer der modernen Rechtspsychologie, Prof. Dr. Udo Undeutsch Veranstaltungen besuchen, die einem später auf die Zusatzausbildung zum "Fachpsychologen für Rechtspsychologie" (Theorieteil) angerechnet werden. Man spart also Zeit. Rechtspsychologie wird nur an wenigen Unis gelehrt. Ein weiterer Schwerpunkt in Köln ist die Psychotraumatologie im Institut für klinische Psychologie. Da wird viel geforscht und es besteht die Möglichkeit, bereits studienbegleitend traumatisierte Opfer zu betreuen. In Köln gibt es den Schwerpunkt Medienpsychologie bei Prof. Dr. Gary Bente. Der macht unter DFG-Förderung Medienwirkungsforschung und gestaltet auch virtuelle Gegenüber (Simulation von nonverbaler Kommunikation). Neben der Arbeitseinheit von Prof. Bente beschäftigt sich auch der Lehrstuhl für Allgemeine Psychologie und Kulturpsychologie mit Medienpsychologie. Dort laufen z. B. Untersuchungen im Rahmen der Forschungsprogramme "Hypertext" und "Realitäts-Fiktions-Unterscheidungen". Die Erziehungspsychologie ist in Köln stark systemisch orientiert. Hier führt Prof. Dr. Ullrich Schmidt-Denter z. B. Scheidungsforschung durch. Arbeits- und Organisationspsychologie ist in Köln eigentlich nicht so groß vom Angebot (Aachen ist explizit darauf spezialisiert und hat einen sehr guten Ruf; allerdings ist in Aachen nur ein Hauptstudium möglich), aber man kann viele psychologische Veranstaltungen der WiSo-Fakultät besuchen und auch so einen echten Schwerpunkt setzen. Weitere Informationen zum Haupstudium finden sich hier. Das sind nur die Vorteile bzw. Besonderheiten hier! Hört sich ja so ganz gut an... Es gibt auch gravierende Nachteile: veraltete Testothek, schlecht ausgestattete Institutsbibliothek (dafür aber die fast neue riesige Zentralbibliothek für Medizin in direkter Nähe), viele sehr kleine Seminarräume mit ollen Möbeln, nur sieben PC-Arbeitsplätze (die auf persönliche Initiative eines Profs entstanden), keine richtigen Aufenthaltsräume im Institut, sondern nur einige unbequeme Stühle im Treppenhaus, wenige ständig defekte Kopierer etc. Kann man in Köln während des Hauptstudiums auch ein wirtschaftliches Beifach zur Psychologie nehmen? Man muss sogar ein "Nebenfach" belegen und dort eine diplomrelevante Prüfung absolvieren. Nennt sich "nichtpsychologisches Wahlpflichtfach". Das kann auch Wirtschaftspsychologie sein. Aber auch Philosophie oder diverse andere Fächer. Die müssen nur vom Prüfungsamt anerkannt werden. Bei weiteren Fragen zum Studium bitte die Fachschaft Psychologie kontaktieren. Anmerkungen zur Gestaltung der Webseite bitte an den AK-www. |
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