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Wenn man selber psychisch nicht 100% o.k. ist - ist dann von einem Psychologiestudium abzuraten? Oder zumindest vom Klinischen Bereich?

Man kann ein Psychologiestudium durchlaufen ohne tiefere Erfahrungen zu machen oder viel über sich selbst zu erfahren. Wer nur minimalistisch das Nötigste macht, kann Selbstrelevantes recht gut vermeiden. Das machen auch Einige. Man kann aber auch sehr viel über sich selbst erfahren und die existierenden Angebote dazu wahrnehmen. Hier in Köln sind solche Angebote z. B. die "Grundausbildung in klientenzentrierter Gesprächspsychotherapie", Seminare zur Gruppendynamik oder Selbsterfahrungen in Therapierichtungen. Da kommt dann die eigene Psyche sehr ins Spiel. Ist aber völlig freiwillig. Hier zeigt sich dann manchmal, welche unaufgearbeitete Problematik Einige mit sich herumschleppen. Einfühlungsvermögen oder Empathie sind für Therapeuten/innen nach meiner Ansicht wichtige Merkmale. In diesem Bereich kommt man auch um eine Klärung der eigenen Problematik nicht herum, wenn man in der Arbeit mit Klienten nicht ständig von Fallstricken oder blinden Flecken beeinträchtigt werden will. Im ABO-Bereich ist eher Stabilität gefragt. Wer z. B. Schulungen für Führungskräfte durchführen will, darf sich nicht von Kleinigkeiten aus dem Konzept bringen lassen.

Sollte man Eurer Meinung bestimmte Voraussetzungen für den Diplomstudiengang Psychologie mitbringen?

Wenig Angst vor Formeln, Diagrammen, Abstrahierungen, selbständigem Arbeiten und etwas Frustrationstoleranz, weil man kein Gedankenlesen lernt. Jedenfalls so direkt nicht. Und zunächst auch nur sehr wenig über das Therapieren anderer, jedenfalls im Grundstudium.

Wie kann ich mit einer nicht-deutschen Hochschulzugangsberechtigung in der BRD studieren?

Aus dem Heft des Kölner Studentenwerkes ergeben sich zwei Fälle:
Fall A) ausländische Zugangsberechtigung (kein EG-Land). Zuständig ist das AAA (Akademisches Auslandsamt), es berät in Fragen der Zulassung, der Studiumsdurchführung, der Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, etc.

AAA: Kerpener Str. 4, 50923 Köln-Lindenthal, Tel.: 0221-470-2332, Fax: 0221-470-5016. Geöffnet Mo, Di ,Do & Fr von 10.00-12.30

Fall B) ausländische Zugangsberechtigung (EG-Land) EG-Ausländer (auch mit ausländischer Zugangsberechtigung) bewerben sich bei zulassungsbeschränkten Fächern bei der ZVS. Diese kann auch beraten (sei aber vorsichtig, was du denen erzählst, man weiss nie...). Am besten wäre es, wenn du dir ein ZVS-Info-Heft besorgst (die gibt es beim Arbeitsamt, Berufsinformationszentrum, etc.).

Ich möchte ein Zweitstudium in Psychologie in Köln absolvieren. Was muss ich beachten?

Ganz so einfach ist das leider nicht mit dem Zweitstudium in Köln. Grundsätzlich musst du dich dafür bei der ZVS bewerben und NC und sonstige Bedingungen erfüllen, solange du im ersten Semester anfängst und kein Quereinsteiger bist.

Psychologie als Beruf

Wie sind zur Zeit/in Zukunft die Stellenchance zu vermuten a)im klinischen Bereich b) außerhalb des klinischen Bereichs?

Welche Arbeitsmöglichkeiten gibt es für Psychologen außerhalb des klinischen Bereiches?

Arbeitet ein Psychologe grundsätzlich mehr mit Menschen, mehr mit Computern/ im Büro - oder lässt sich das so nicht sagen?

Solche Fragen beantworten das Berufsinformationszentrum sowie die "Blätter zur Berufskunde" des Arbeitsamtes. Allgemein lässt sich sagen, dass das Fachgebiet sehr vielfältig ist. Außerhalb des klinischen Bereiches kann man z. B. in Unternehmensberatungen, in Personalauswahl und -entwicklung (z. B. Personalabteilungen), in der Marktforschung, in Medienanstalten, beim TÜV (Dekra), als Gerichtsgutachter bzw. Sachverständiger, in der Softwareentwicklung, in Lehre und Forschung und sicher noch an vielen anderen Stellen arbeiten. Es gibt Psychologen, die sehr viel mit dem PC arbeiten (Marktforschung, Statistik, Gutachten, Softwareentwicklung) und einige, die weniger daran sitzen, z. B. Psychotherapeuten. Aber auch die müssen Berichte etc. schreiben.

Wie ist die Höhe des zukünftigen Gehalts

Verdient ein Psychologe besser als ein Heilpädagoge?

Das Einkommen ist sehr unterschiedlich, wenn ich mich so in meinem Bekanntenkreis umsehe... Auch habe ich keine Ahnung, was ein Heilpädagoge so verdient. Da Heilpädagogen oft in Einrichtungen arbeiten verdienen sie dort vermutlich ähnlich viel wie Psychologen. Im klinischen Bereich als niedergelassener Therapeut mit vielen Klienten verdient ein (dann selbständiger) Psychologe eher mehr (wird aber oft überschätzt), im ABO-Bereich (z. B. Unternehmensberatung), in der Softwareentwicklung oder als Sachverständiger verdienen Psychologen in den meisten Fällen ganz sicher wesentlich mehr. Hier dürften ebenfalls aktuelle Daten im BIZ des Arbeitsamtes vorliegen. Also...


Bei weiteren Fragen zum Studium bitte die Fachschaft Psychologie kontaktieren.

Anmerkungen zur Gestaltung der Webseite bitte an den AK-www.

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Psychologisches Institut Universität zu Köln

Seite zuletzt geändert am
24.01.2004