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Kurz und knapp: Der Fächerüberblick

Im Hauptstudium werden folgende Fächer unterschieden:

Die Anwendungsfächer:
(hier in Köln:) Klinische Psychologie, Erziehungspsychologie, Arbeits-/Organisations- und Kommunikations-/Medienpsychologie (AOKM)

Die Methodenfächer:
"Diagnostik und Intervention" und "Evaluation und Forschungsmethodik"

Das Wahlpflichtfach zur forschungsorientierten Vertiefung:
das kann "Kunstpsychologie und Alltagsästhetik", "Ökopsychologie und Systemforschung", "Neuropsychologie", "Psychologische Anthropologie", "Psychotherapieforschung", "Rechtspsychologie", "Theoretische Psychologie", "Verkehrspsychologie" oder "Wirtschaftspsychologie" sein.

Das Nichtpsychologische Wahlpflichtfach:
Hier gibt es eine lange Liste, aus welchen Fächern man auswählen kann, und da man über Sonderantrag auch noch Fächer wählen kann, die nicht auf dieser Liste stehen, ist es hier möglich, so ziemlich alles zu wählen, was an der Uni Köln (oder auch einer anderen Uni) angeboten wird - Haupsache es ist kein Fach, das von einem Psychologischen Institut angeboten wird (denn es soll ja ein nichtpsychologisches Fach sein) und irgendwo ist ein Bezug zur Psychologie erkennbar...

In welchen Fächern muss ich welche Scheine machen?

Für die Anwendungsfächer gilt:
In jedem der drei Fächer einen Schein. Dazu gilt: Zwei der drei Fächer müssen als sog. "Schwerpunktfächer" mit einer erhöhten Semester-Wochenstundenzahl studiert werden (die genaue Anzahl steht in der Studienordnung), also Klinische und Erziehung, Klinische und AOKM oder Erziehung und AOKM. Das ist aber auch schon alles, was sich formal hinter dem Wort "Schwerpunktfach" verbirgt: Weder muss man hier einen zusätzlichen Schein machen, noch irgendwelche erschwerten Prüfungen ablegen - und sich entscheiden, was man denn als Schwerpunktfach nimmt, muss man sich offiziell auch erst bei der Anmeldung zur Diplomprüfung - allerdings muss dann natürlich die Anzahl der besuchten Seminare und Vorlesungen stimmen...

Für die Methodenfächer gilt:
In Diagnostik muss man einen Schein in dem Seminar "Psychologische Diagnostik und klinische Intervention" machen sowie jeweils einen kurzen Vortrag inkl. Handout (was nicht mit einer schriftlichen Ausarbeitung wie bei einem Referat verbunden ist) in den Seminaren "Grundlagen der Testtheorie und Testkonstruktion" und "Einführung in die psychodiagnostischen Verfahren und ihre Anwendung " halten, dazu ein Gutachtenseminar ("Persönlichkeitsdiagnostik" oder "Entscheidungsorientierte Diagnostik") besucht haben (ohne hier einen Schein oder sonstwas zu machen) und erfolgreich die sog. Ernstfallklausur geschrieben haben (=Untersuchung und Begutachtung einer Person im Zusammenhang mit einer konkreten Fragestellung gemäß § 16 DPO) - und für die gibt es dann einen benoteten Leistungsnachweis. Bedingung ist allerdings in allen zu besuchenden Seminaren, dass nicht mehr wie 3 Fehlzeiten auf der Anwesenheitsliste auftauchen.
In "Evaluation und Forschungsmethodik" muss man keinen Schein machen - allerdings leben die Seminare, die man besuchen muss bzw. sollte davon, dass sich Studierende durch ein Referat beteiligen - allerdings braucht dann außer einem Handout entsprechend keine schriftliche Ausarbeitung gemacht werden und in der Regel kann man auf Handouts der Vorveranstaltungen zurückgreifen. Besuchen muss man mindestens ein Seminar so regelmäßig, dass nicht mehr wie 3 Fehlzeiten auf der Anwesenheitsliste auftauchen. Dann hat man die Voraussetzung erfüllt, die (nach vorheriger Anmeldung im Prüfungsamt) eine der dazu gestellten Klausuren mitzuschreiben - was bedeutet, dass man damit die Diplomprüfung in diesem Fach abgelegt hat. Wahlweise kann man auch eine Hausarbeit schreiben (für die es spezielle Regeln gibt) und es gibt eine Freiversuchsregelung, das genaue Procedere ist auf den Webseiten von Prof. Hussy genau erklärt.

Im Wahlpflichfach zur forschungsorientierten Vertiefung muss man/frau einen (ganz normalen) Schein machen. Für das Fach Wirtschaftspsychologie hat das Institut für Wirtschaftspsychologie ein spezielles Procedere für uns im Studiengang Diplom-Psychologie festgelegt, bei allen anderen Fächern besucht man die Vorlesungen und Seminare, die angeboten werden und mindestes im vorgesehen Umfang von 8 SWS (und macht eben in einem von denen seinen Schein).

Im Nichtpsychologischen Wahlpflichtfach muss man/frau keinen Schein machen. Da man wie oben schon gesagt unter sehr vielen Fächern auswählen kann, gibt es hierzu sehr viel Fachspezifisches und wenig Generelles zu sagen. Eines gilt aber allgemein: Die Diplomprüfung in diesem Fach (und eben: egal welchem) wird nach dem gleichen Procedere wie die Prüfung in Evaluation und Forschungsmethodik abgelegt - mindestens ein Seminar so regelmäßig besuchen, dass man (nach Voranmeldung im Prüfungsamt des Psycholgischen Instituts) berechtigt ist, eine anschließende Klausur oder eine Hausarbeit zu schreiben.

Was muss ich noch machen, um zu den Diplomprüfungen zugelassen zu werden?

Ganz kurz und knapp: 3 Praktika ableisten und eine Diplomarbeit schreiben, die zum Zeitpunkt der Prüfungsanmeldung abgegeben ist und der von dem betreuuenden Prof. bescheinigt wird, dass sie voraussichtlich mit mindestens ausreichend bewertet werden wird.

Hinweis: Bis hierher haben wir nur über die Formalia gesprochen, die erfüllt sein müssen, um zu den Diplomprüfungen zugelassen zu werden. Ein Blick in die Studienordnung verrät allerdings, dass es damit nicht getan ist...!

In welchen Fächern muss ich Diplomprüfungen ablegen?

In den drei Anwendungsfächern, in Diagnostik und in dem Wahlpflichtfach zur forschungsorientierten Vertiefung hat man jeweil eine mündliche Prüfung. In Diagnostik besteht wahlweise die Möglichkeit, stattdessen bei Prof. Stephan eine Klausur zu schreiben. Die Prüfungen unterscheiden sich im Ablauf prinzipiell nicht von denen des Vordiploms. Die Prüfungen in Evaluation und dem nichtpsychologischen Fach hat man/frau ja schon studienbegleitend abgelegt (s.o.).

Was ist mit der GT-Ausbildung?

Die GT-Ausbildung (oder genauer: die "Grundausbildung in klientenzentrierter Gesprächspsychotherapie") ist einer der zusätzlichen "Scheine", die man an den verschiedenen Lehrstühlen erwerben kann und die einem durch den Erwerb spezieller Qualifikationen den Einstieg ins Berufsleben erleichtern und/oder beim Erwerb einer auf das Studium aufbauenden Weiterbildung angerechnet werden. Die GT-Ausbildung ist hier die umfangreichste Qualifikation, die man parallel zum Studium erwerben kann und ist fest in ein Curriculum eingebunden. Was die anderen Lehrstühle so anbieten wird zum Einen in den Einführungsveranstaltungen zum Hauptstudium vermittelt, zum Anderen ist es z.T. auf den Lehrstuhlseiten nachlesbar, wird aber auch immer in der ersten Stunde einer Vorlesung bzw. eines Seminars des entsprechenden Profs. (z.B. Herr Schmidt-Denter, Herr Minsel, Herr Undeutsch, Herr Fischer) dargelegt.


Bei weiteren Fragen zum Studium bitte die Fachschaft Psychologie kontaktieren.

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Seite zuletzt geändert am
24.01.2004