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Die Diplomarbeit
Wie finde ich ein Thema?
Die DPO von 1997 schreibt zu diesem Thema (§18, Abs. 2):
"Das Thema der Diplomarbeit kann von jeder/m gemäß §6 Abs. 1 Satz 3 bestellten Prüferin/Prüfer gestellt werden. Auf Antrag der Kandidatin bzw. des Kandidaten sorgt die/der Vorsitzende des "Prüfungsausschusses für die Diplomprüfung" dafür, daß die Kandidatin bzw. der Kandidat das Thema für die Diplomarbeit rechtzeitig erhält. Den Prüflingen ist Gelegenheit zu geben, für das Thema der Diplomarbeit Vorschläge zu machen. Die Vergabe des Themas der Diplomarbeit erfolgt durch die/den Vorsitzenden des "Prüfungsausschusses für die Diplomprüfung". Der Zeitpunkt der Vergabe ist aktenkundig zu machen."
Mit anderen Worten: Es gibt immens viele Möglichkeiten und man kann sehr gut auch eigene Ideen einbringen. Für eine erste Orientierung empfiehlt es sich, die Webseiten der Lehrstühle anzuschauen, die haben in der Regel eine Rubrik "Diplomarbeit". Da es auch möglich ist, in Koordination mit einer anderen Fakultät zu schreiben, lohnt es sich, auch die Seiten und Aushänge anderer Institute, z.B. des Psychologischen Instituts der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät anzusehen.
Habt Ihr schon sehr konkrete Vorstellungen über eine eigene Themenstellung entwickelt, geht Ihr einfach zu einem/r Prof/in in die Sprechstunde, von dem/der Ihr vermutet, dass er was mit dem Thema anfangen kann, und fragt ganz unverbindlich an, ob er/sie das als Thema annehmen würde.
Wie lange habe ich Zeit für die Diplomarbeit?
Laut DPO von 1997 habt ihr vier Monate ab dem Zeitpunkt der Themenvergabe. Bei empirischen, experimentellen oder mathematischen Arbeiten könnt Ihr weitere sechs Wochen Zeit genehmigt bekommen.
Nun ist es aber so, dass "ab dem Zeitpunkt der Themenvergabe" bedeutet, dass der immer erst so dann ist, wenn Ihr ins Prüfungsamt geht und dort schriftlich sagt: Ich habe das Thema soundso gewählt, ich schreibe bei Prof sowieso und der oder die soll Zweitgutachter/in sein. Und diesen Zeitpunkt legt ergo Ihr fest, d.h. in Absprache mit Eurem/r Betreuer/in. Denn es ist nun mal so, dass man nicht einfach hingeht, in einer halben Stunde bespricht, wie das Thema heißen soll und dann legt man los. In der Regel entwickelt sich da ein Gedanke, man liest sich ein, dann fängt man an zu planen, bespricht immer wieder, ob das denn so gehen kö,nnte etc. - es zieht sich eben alles sehr hin. Am Besten fragt Ihr den/die gewählten Betreuer/in, was denn bei ihm/ihr so die Regel ist, in welcher Phase man denn die Diplomarbeit anmeldet. Sinnvoll ist es auf jeden Fall, mit der Diplomarbeit nicht bis zum 5. Hauptstudiumssemster zu warten, sondern sich frühzeitig Gedanken um ein Thema zu machen!
Wie lang muss die Diplomarbeit sein?
Die DPO von 1997 setzt als Richtwert 80 Seiten Text plus Literaturverzeichnis und ggf. Materialien fest. Dabei sollen auf einer Seite 35 Zeilen mit je 60 Anschlägen kommen.
Allerdings kann man sich in der Diplomarbeitsausleihe der IB davon überzeugen, dass es bezüglich der Länge der Diplomarbeit eine sehr große Variabilität gibt und diese 80 Seiten wirklich nur so ein grober Richtwert sind. Man sollte hier besser den/die Betreuer/in fragen, wie das mit dem Umfang der Arbeit jeweils gesehen wird.
Die Vorgaben zur Formatierung der Seiten sollte man aber schon einhalten. Zur formalen Gestaltung gibt es im Übrigen auch noch weitere Empfehlungen, die z.B. am Lehrstuhl Schmidt-Denter in einer Datei Namens Richtlinien zur formalen Gestaltung der Diplomarbeit zusammengefasst und downloadbar sind.
Wer betreut meine Arbeit?
Hier sieht es in der Regel so aus, dass man mit "seinem" Thema zu der- oder demjenigen Dozierenden geht, zu dem man am liebsten möchte. Wenn man ein vorgegebenes Thema bearbeitet, ergibt sich der/die BetreuerIn quasi von alleine.
Nun ist es aber so, dass die Arbeit laut DPO von 1997 von zwei Prüferinnen/Prüfern bewertet werden muss. Nicht jedeR Dozierende, der/die eine Arbeit betreut, ist aber auch PrüferIn. Falls Eure Arbeit von jemandem betreut wird, der/die nicht prüfungsberechtigt ist, dann ist der entsprechende Lehrstuhlinhaber bzw. Leiter der Arbeitseinheit Euer erster Prüfer. Eine Zweitprüferin oder einen Zweitprüfer dürft ihr neuerdings bei der Anmeldung zur Diplomarbeit vorschlagen. Solltet Ihr niemanden vorschlagen, dann darf der Vorsitzende des Prüfungsausschusses einen Zweitprüfer oder eine Zweitprüferin bestimmen. Zweckmäßigerweise solltet Ihr Eure Arbeit nicht erst dem Zweitprüfer/
der Zweitprüferin vorlegen, wenn Ihr damit fertig seid, sondern die betreffende Person schon vorher aufsuchen. Schließlich
zählt die Note, die Euch der Zweitprüfer gibt, ganz genau so viel wie die Note, die Ihr vom Erstprüfer erhaltet! Es wird nämlich laut DPO von 1997 das arithmetische Mittel gebildet - nur wenn die Differenz der beiden PrüferInnen größer als 2,0 ist oder eineR der beiden Eure Arbeit mit "nicht ausreichend" bewertet, entscheidet der Prüfungsausschuss über die Note.
Wo kann ich mich mit anderen Leuten über die Diplomarbeit austauschen?
Es gibt eine Webseite der Fachschaft, in der auf einen Ordner mit Erfahrungen zur Erstellung der Diplomarbeit verwiesen wird.
Bei weiteren Fragen zum Studium bitte die Fachschaft Psychologie kontaktieren.
Anmerkungen zur Gestaltung der Webseite bitte an den AK-www.
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