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Studium TheFiFe
Das Studienfach Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften
gehört zur philosophischen Fakultät, es ist also ein geisteswissenschaftliches Fach.
Man sollte von vorneherein dieses wissenschaftlich betonen,
denn immer wieder landen hier StudentInnen,
die eigentlich SchauspielerInnen oder RegisseurInnen werden wollen,
und die dann enttäuscht sind, weil das Studium zum Großteil aus Theorie besteht.
Diese Theorie ist in drei Bereiche gegliedert: Theater, Film und Fernsehen.
Zu allen Teilbereichen werden Seminare angeboten,
deren Inhalt relativ frei von den Dozenten bestimmt werden kann.
Es besteht kein Anspruch auf einen gewissen Kanon von Themen,
die jeder Student einmal bearbeitet haben muss.
Dies bedeutet, dass das Studium jedes Einzelnen von verschiedenen Inhalten geprägt ist,
und es passieren kann, dass man im einen Semester nur Lieblingsthemen
im Vorlesungsverzeichnis findet, sich aber dafür
im nächsten Semester mit nichts wirklich anfreunden kann.
Es wird zwar nicht offiziell ein bestimmtes fachliches Grundwissen vorausgesetzt,
jedoch merkt man im Studium schnell, dass es nur wenige Veranstaltungen gibt,
die eine grundlegende inhaltliche Übersicht verschaffen.
Wenn man z.B. etwas über die Geschichte des Films
(Strömungen, große Regisseure, ästhetische Tendenzen...)
wissen möchte, sollte man sich selbstständig damit auseinander setzen
und ein entsprechendes Buch lesen. Echtes Interesse ist also notwendig (logisch!).
Dazu zählt auch, dass man sich Filme ansieht oder eben ins Theater geht,
denn Filme/Theaterstücke/Fernsehsendungen sind schließlich Gegenstand des Studiums.
In den Seminaren und Vorlesungen wird dann jeweils ein bestimmtes Thema tiefer gehend bearbeitet.
Im Grundstudium sollte man von allen drei Teilbereichen gleichmäßig etwas mitnehmen,
wobei in der Praxis das Angebot zum Bereich Fernsehen etwas weniger reichhaltig ist
als das zu den anderen beiden Gebieten.
Welche Veranstaltungen man belegt und in welcher Reihenfolge man dies tut,
ist bis auf wenige Regeln, die es zu beachten gibt (siehe Studienordnung) freigestellt.
Was man später mit dem Studium beruflich anfängt, kommt sehr darauf an,
welche Zusatzqualifikationen man hat. Zusatzqualifikationen sind zum einen
die anderen beiden Fächer des Magisterstudiums, zum anderen praktische Erfahrungen, die man vorweisen kann.
Deswegen ist es sehr wichtig, Praktika zu machen!
Um diese muss man sich selbst kümmern, womit wir wieder
beim eigenen Interesse und der Selbstständigkeit sind, die beide generell
für ein erfolgreiches Studium unerlässlich sind.
Viele TheFiFe-ler streben einen Quereinstieg in die Praxis an
oder wollen journalistisch in einem ganz bestimmten Bereich arbeiten,
für den sie durch ihre Nebenfächer besonders qualifiziert sind.
Generell ist man als TheFiFe-Student nicht für einen
bestimmten Job prädestiniert, jedoch stehen einem viele Türen offen.
Es kommt eben darauf an, was man selbst daraus macht,
ob man ein bestimmtes Ziel hat und wie engagiert man darauf hin arbeitet.
Angela Kassel
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