Schriften der Internationalen Arnim-Gesellschaft
erschienen: Bd. 1, 2, 3 und 4

im Max Niemeyer Verlag, Tübingen.

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Universelle Entwürfe – Integration – Rückzug: Arnims Berliner Zeit (1809–1814). Hrsg. Von Ulfert Ricklefs. Tübingen: Niemeyer 2000 (Schriften der Internationalen Arnim-Gesellschaft. 1).
   XXI, 304 Seiten, kart. 74,- €

Nach Arnims kriegsbedingtem Aufenthalt in Königsberg 1806/07 mit Kontakten zu den Reformern um Stein und dem einschneidenden Erlebnis der unglücklichen Liebe zu Auguste Schwinck und nach der Herausgabe der Einsiedlerzeitung in Heidelberg 1808, folgen fünf Berliner Jahre mit Integrationsversuchen, Entstehung von bedeutendsten Werken (Wintergarten, Gräfin Dolores, Halle und Jerusalem, Novellenband 1812, Päpstin Johanna, Schaubühne), Gründung der Christlich-teutschen Tischgesellschaft und der vertretungsweisen Herausgabe des Preußischen Correspondenten in den Kriegsmonaten Winter 1813/14. Die Berliner Universität wird 1810 gegründet. Arnim versucht eine Rolle zu spielen in den politischen, literarischen, wissenschaftlichen und künstlerischen Aufbruchsjahren der Berliner Besatzungs-, Reform- und Aufstandszeit gegen Napoleon, heiratet 1811 Bettina Brentano und zieht sich im Februar 1814, wie es scheint plötzlich, nach Wiepersdorf zurück, wo er bis 1831 als Guts- und Schloßherr und Autor leben wird. Die Beiträge zum ersten Kolloquium der Internationalen Arnim-Gesellschaft auf Schloß Wiepersdorf 1997 beleuchten diese Jahre des Zeniths in Arnims Leben mit vielfältiger Produktion und ambitionierten Aktivitäten und diskutieren die Entwürfe, ihre Intentionen, ihre Erfolge wie auch ihr partielles Scheitern. Die von Johannes Barth (Wuppertal) erarbeitete Bibliographie für die Jahre 1925–1995 bildet die Fortsetzung von Otto Mallons Arnim-Bibliographie von 1925. Personenregister.

 
Inhalt: Ulfert Ricklefs: Einleitung. – Roswitha Burwick: ›Der Kreis des Wissens dreht sich wandelnd um ...‹ – Arnims kulturpolitisches Programm in den Berliner Jahren. – Günter Oesterle: ›Der tolle Invalide auf dem Fort Ratonneau‹. Aufklärerische Anthropologie und romantische Universalpoesie. – Bernd Fischer: Achim von Arnims ›Wintergarten‹ als politischer Kommentar. – Bettina Knauer: Arnims ›Wintergarten‹ als Arabeskenwerk. – Peter Staengle: Achim von Arnim und Kleists ›Berliner Abendblätter‹. – Stefan Nienhaus: ›Wo jetzt Volkes Stimme hören?‹ Das Wort ›Volk‹ in den Schriften Achim von Arnims von 1805 bis 1813. – Ulfert Ricklefs: Ahasvers Sohn. Das Konzept von Arnims Städtedrama ›Halle und Jerusalem‹. – Lothar Ehrlich: Arnims poetisch-politisches Theaterprojekt und die ›Schaubühne‹ von 1813. – Johannes Barth: ›Dieses Elend der Gelehrten‹ – Wissenschaftskritik in Arnims ›Die Päpstin Johanna‹. – Jürgen Knaack; Achim von Arnim und der ›Preußische Correspondent‹. Eine letzte großstädtische Aktivität vor dem Umzug nach Wiepersdorf. – Johannes Barth: Arnim-Bibliographie 1925–1995.
Frische Jugend, reich an Hoffen“. Der junge Arnim. Hrsg. von Roswitha Burwick und Heinz Härtl. Tübingen: Niemeyer 2000 (Schriften der Internationalen Arnim-Gesellschaft. 2).
           XI, 245 S.,  61,- €
Gegenstand des Kolloquiums, das im Sommer 1998 von der Internationalen Arnim-Gesellschaft veranstaltet wurde, waren Leben und Werk Arnims von der Schulzeit über das Studium bis zu den Reisejahren. Die reiche Vielfalt der Gedankenwelt und literarischen Produktion des jungen Arnim, die ungewöhnliche Breite seiner Bildung wurden detailliert und in Zusammenhängen einsichtig: vor allem durch die Erschließung bisher unbekannter Quellen und die Vereinigung von biographisch-literarischen mit philosophisch-naturwissenschaftlichen Fragestellungen.

Inhalt: Roswitha Burwick/Heinz Härtl: Vorwort. – Hildegard Baumgart: Die Große Mutter Caroline von Labes: Das Leben der Großmutter Arnims 1730–1810. – Heinz  Härtl: Zur geistigen Physiognomie des jungen Arnim aufgrund seines frühen Briefwechsels. – Sheila Dickson: Arnims Beschreibungen von Reisen in Brandenburg und Mecklenburg 1794–1795. – Manfred Simon: Arnims lateinische Schülerarbeiten. – Michael Gerten: Die Bedeutung Kants und Baaders für die dynamistische Naturphilosophie um 1800. – Francesco Moiso: Arnims Kraftlehre. – Roswitha Burwick: Arnims Meteorologie-Projekt. – Johanna Sänger: Arnims Briefe aus Paris – Parsi in Briefen Arnims 1803. – Bettina Zschiedrich: Ein Krakower Konvolut Arnims mit Exzerpten, Konzepten und Notizen 1806–1807. – Stefan Nienhaus: Dichteraussichten: Anmerkungen zu zwei Bildgedichten Arnims. – Edi Spoglianti: Arnims Plan eines nationalen Volkstheaters. – Friederike Schaible: Die Geschichte zur Wahrheit läutern: Arnims »Wiedertäufer«-Fragment. – Peter-Anton von Arnim: Die Arnims in Zernikow. Personenregister.
 

Arnim und die Berliner Romantik. Kunst, Literatur und Politik. Berliner Kolloquium der Internationalen Arnim-Gesellschaft. Hrsg. von Walter Pape. Tübingen: Niemeyer 2001 (Schriften der Internationalen Arnim-Gesellschaft. 3).
XI, 252 S., kart.  69,- €
Das dritte Symposium der Internationalen Arnim-Gesellschaft in Berlin (Juli 2000) stellt Achim von Arnim in den politischen, kulturpolitischen und literarischen Kontext Preußens im zweiten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts. Arnims Berliner Zeit (1809–1814) ist durch die Vielfältigkeit der literarischen und journalistischen Produktionen zum Zenith in Arnims Leben geworden. Die Themen des Bildung und Politik betreffenden Teils des Bandes sind: Arnims und Fichtes Appelle zur Rettung des Vaterlands (Klaus Peter), Arnim und Varnhagens Partnerschaft und Rivalität im Kampf um die ‚deutsche Nation‘ 1806-1814 (Konrad Feilchenfeldt), Arnims Preußische Correspondent und die Spenersche Zeitung (Jürgen Knaack), Arnims und Bettine von Arnims politisches Werk im Vergleich (Ulrike Landfester) und Arnims Verhältnis zu Juden und zum Judentum (Hildegard Baumgart).  Der spezielle ‚romantische‘ Kontext der Berliner Jahre wird am Beispiel der romantischen Strömung in der Berliner Kunst (Helmut Börsch-Supan), der Rolle der Frau am Beispiel Dorothea Veit-Schlegels (Barbara Becker-Cantarino) und der weitere Kontext durch neue Studien zu Kleist (Bernd Fischer), Eichendorff (Sibylle von Steinsdorff) und Tieck (Roger Paulin) sowie deren Verhältnis zu Arnim erörtert. Abgeschlossen wird die Sammlung durch drei dezidiert textanalytisch verfahrenden Studien zu Arnim und Brentano (Kristina Hasenpflug und Holger Schwinn) sowie durch eine überraschende Lektüre Rahel Levins von Arnims Wunderhorn (Barbara Hahn).
 Der Band trägt so Arnims vielseitigen Interessen, seinem umfangreiches Wissen, seinen weitreichenden Zielen, seinem politischen Engagement ebenso wie dem literarischen und kulturellen Leben Berlins zwischen 1800 und 1820 Rechnung.
Inhalt: Walter Pape: Vorwort. – Klaus Peter: Deutschland in Not: Arnims und Fichtes Appelle zur Rettung des Vaterlands. – Konrad Feilchenfeldt: Arnim und Varnhagen: Literarisch-publizistische Partnerschaft und Rivalität im
Kampf um die ‚deutsche Nation‘ 1806–1814. – Jürgen Knaack: Achim von Arnim, der Preußische Correspondent und die Spenersche Zeitung in den Jahren 1813 und 1814. – Ulrike Landfester: Die Kronenwächterin: Ludwig Achim von Arnims und Bettine von Arnims politisches Werk. – Hildegard Baumgart:
Arnims „Judengeschichte“: Eine biographische Rekonstruktion. Helmut Börsch-Supan: Die romantische Strömung in der Berliner Kunst. – Barbara Becker-Cantarino: Dorothea Veit-Schlegel als Schriftstellerin und die Berliner
Romantik. – Bernd Fischer: Kleist und die Romantik. – Sibylle von Steins dorff: Eichendorff und die Berliner Romantik. – Roger Paulin: Tieck und Arnim . – Kristina Hasenpflug: Fraternale Kunstproduktion und romantische Kunstkritik. Clemens Brentanos Gedicht „O wie so oft“. – Holger Schwinn: Paralleltexte: Zu den kleineren Arbeiten Arnims und Brentanos 1810/11. – Barbara Hahn: „Eine Impertinenz“: Rahel Levin liest Achim von Arnim. – Abbildungsverzeichnis. – Bibliographie. – Personen- und Werkregister

Romantische Identitätskonstruktionen:
Nation, Geschichte und (Auto-)Biographie
Glasgower Kolloquium der Internationalen Arnim-Gesellschaft
Hrsg. v. Sheila Dickson und Walter Pape
Romantische Identitätskonstruktionen:<BR>Nation, Geschichte und (Auto-)Biographie Beim vierten Kolloquium der Internationalen Arnim-Gesellschaft in Glasgow standen Fragen biographischer und nationaler Identität, kultur- und sozialpolitischer Kodifizierung, Ausgrenzung und Gemeinschaft im Mittelpunkt. Neben komparatistischen Vorträgen, die sich auf intertextuelle
Zusammenhänge konzentrieren, stehen interdisziplinäre Beiträge, die sich vor allem mit dem historischen, politischen, sozialen und kulturellen Kontexten auseinandersetzen. Die Krisenerfahrung der Napoleonischen Kriege stärkte unter den Romantikern den Rückbezug auf die eigene literarische Tradition und deren - im Blickwinkel des 20. Jahrhunderts - so problematische Rezeption. Die Fremdheitserfahrung (Arnims Englandbild, Juden und Zigeuner bei Arnim) differenziert die Identitätsbildung auf nationaler, gemeinschaftlicher und individueller Basis. Dabei wird auch diskutiert, weshalb oft eine Verschiebung auf ästhetische (statt philosophisch-politische) Identitätsangebote stattfindet. Weitere Fallstudien widmen sich der erzählerischen Konstruktion von künstlerischer, sozialer, amikaler und Geschlechter-Identität.
ISBN : 3-484-10857-6
2003. X, 303 Seiten. Kartoniert
Schriften der Internationalen Armin-Gesellschaft 4
72,00 €; 121,00 sFr
  72,00 €