Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis Wintersemester 01/02



Inhalt\Form Vorlesungen Proseminare Hauptseminare Kolloquien Oberseminare
Sprachwissenschaft X X X X X X
Ältere dte. Sprache X X X X X X
Literaturwissenschaft X X X X X X
Fachdidaktik X
Examens-und Doktorandenkolloquien
Sprechkunde
Forschungskolleg "Medien und kulturelle Kommunikation"
Tutorenprogramm
Fachschaft Germanistik
























Vorlesungen

Sprachwissenschaft des Deutschen

 

4296

Vorlesung mit Übung: Einführung in die Sprachwissenschaft des Deutschen (A 1, 2, 3, 6)

4 St. Di. 15-17 in XXV (und Übung: Do. 13-15 in VI)

B. Primus

Beginn: 16.10.

 

Die Vorlesung bietet einen Überblick über Gegenstand und Zielsetzung der Sprachwissenschaft und erläutert die verschiedenen Bereiche der Sprachstruktur (Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik, Pragmatik). Empfohlen wird die Vorlesung vor allem den Studienanfängern (als Ergänzung zu den Einführungsseminaren Ia/b) und den Examenskandidaten, die Grundkenntnisse auffrischen wollen. Studierende, die regelmäßig an der Vorlesung teilnehmen und die Übung zu dieser Vorlesung mit Erfolg absolvieren, können einen Leistungsnachweis für ein Einführungsseminar erwerben.

Vgl. Nr. 4321a: Übung zur Vorlesung Do. 13-15

 

 

4297

ZP

Sprachgeschichte (A 4)

2 St. Mo. 15-17 in G

M. Wengeler

Beginn: 15.10.

 

Die Vorlesung soll in die Sprachgeschichte des Deutschen einführen und einen Überblick über die einzelnen Epochen der deutschen Sprachentwicklung geben. Der Wandel auf den einzelnen Ebenen des deutschen Sprachsystems (Phonologie, Morphologie, Syntax, Lexik) wird dabei ebenso angesprochen wie die historischen und sozialgeschichtlichen Rahmenbedingungen der deutschen Sprachgeschichte; dabei soll auch die jüngste Sprachgeschichte (19. und 20. Jahrhundert) nicht übergangen werden. Ein Schwerpunkt wird u.a. die Behandlung des Entstehens der neuhochdeutschen Standard- und Einheitssprache aus den einzelnen Regionalsprachen bzw. Schriftdialekten sein.

Einführende Literatur: Peter von Polenz: Deutsche Sprachgeschichte 3 Bde. Berlin 1991 ff.

Gerhart Wolff: Deutsche Sprachgeschichte. Tübingen 1990.

 

 

 

4298

ZP

Einführung in die Semantik (A 1, 2, 6)

2 St. Mi. 9-11 in H 80

J. Lenerz

Beginn: 17.10.

 

Die Vorlesung soll eine Einführung in die Semantik (Theorie der Bedeutung sprachlicher Zeichen) bieten. Dabei werden der Zeichenbegriff, der Begriff der Bedeutung (mit verschiedenen Bedeutungsbegriffen) und das Wesen einer (sprachwissenschaftlichen) Theorie erläutert. Ein Schwerpunkt wird dann auf der Einführung in eine formal-logische Repräsentation einfacher und komplexer sprachlicher Zeichen (Wörter bzw. Sätze) liegen, die eine modelltheoretische Explikation der (referentiellen) Bedeutung ermöglicht.

 

 

4299

ZP

Syntax des Deutschen (A 1, 2, 6)

2 St. Mi. 12-14 in Xia

H. Lohnstein

Beginn: 17.10.

 

Der Satzbau im Deutschen (wie auch in anderen Sprachen) unterliegt bestimmten Regeln und Prinzipien, die im grammatischen Kenntnissystem der Sprecher/Hörer verankert sind. Die Vorlesung behandelt die fürs Deutsche wesentlichen Prinzipien der syntaktischen Strukturbildung und führt gleichermaßen in die Terminologie der traditionellen Grammatik wie der theoretischen Linguistik ein. Dabei wird die Rektions- und Bindungstheorie (Chomsky 1981) und das sog. Minimalistische Programm (Chomsky 1995) vorgestellt und erörtert.

Einführende und vorbereitende Literatur:

Chomsky, N. (1991): Lectures on Government and Binding. Dordrecht: Foris Publications.- (1995): The Minimalist Program. Cambridge, Mass.: MIT Press.

Grewendorf, G. (1988): Aspekte der deutschen Syntax. Tübingen: Narr.

Marantz, A. (1995): The Minimalist Program. in: Webelhuth, G. (Hrsg.), Government and Binding Theory and the Minimalist Program. Oxford, Cambridge: Basil Blackwell.

von Stechow, A./Sternefeld, W. (1986): Bausteine syntaktischen Wissens. Opladen: Westdeutscher Verlag.

 

 

 

Ältere deutsche Sprache und Literatur

 

 

 

4300

ZP

Gedicht – Vers – Rhythmus (siehe auch Sprechkunde) (B2, D)

2 St. Mi. 15-17 in G und Mo. 17-19 in 204 (Übung)

D. Bering

Beginn: 17.10.

 

Die Vorlesung  versteht sich als eine Veranstaltung, die

1.                    die drei Abteilungen der „Deutschen Philologie“ übergreift, die

2.                    die Tatsache akzentuiert, daß unsere Disziplin ihre Faszination nicht zuletzt daraus zieht, daß sie es mit Sprach-Kunstwerken zu tun hat, welche meist akustische Realisierung verlangen, die

3.                    Gedichte und Dramenverse analysiert, vor allem aber auch zu Gehör bringt und so die Teilnehmer  anreizt, es selber mit adäquaten Realisationen der Kunstwerke zu versuchen. Insofern ist die Veranstaltung medienbewußt und wird dementsprechend auch als Veranstaltung für „Sprachpraxis“ anerkannt (Bedingungen für den Erwerb des Sprachpraxisscheins siehe Sprechkunde).

4.                    Die Vorlesung ist überdies so angelegt, daß im Spiegel ihres besonderen Sachgegenstandes eine globale, Überblick schaffende Wiederholung/Darbietung der deutschen Literaturgeschichte möglich wird; die spezifischen sprachlich-rhythmischen Formgebungen und –präferenzen werden nämlich konsequent als Erscheinungsweisen einer bestimmten Epochenmentalität und Poetik erklärt.

Aufbau: Die Vorlesung bietet 1. einen systematischen Teil, in dem die Grundbegriffe des Phänomens „Vers“ an Gedichten vorgeführt werden (Metrum, Rhythmus, Vers, Strophe, Strophenformen usw. ). Im 2. historisch-praktischen Teil  geht es um die Erscheinungsformen des Verses innerhalb der deutschen Literaturgeschichte. Kennzeichnend für die Darbietungsweise ist der Vortrag und die anschließende Analyse einer großen Anzahl von Dichtungen vom Althochdeutschen (Hildebrandslied, Otfried) über die Zeit klassischer mhd. Dichtung (Artus-Epik, Nibelungenlied, früher und Minnesang der Blütezeit) bis zur Darstellung der Versformen in der Neuzeit ( barocke Regelpoesie, freie Verse des Sturm und Drang, klassische Versformen bei Kloppstock, Goethe, in Schillers Dramen, romantischer Volksliedton, strenge Form bei Rilke, ironisierte, gesprengte Form im Dada usw.). Sämtliche Texte werden jeweils auf Papern vorgelegt.

Grundlegende Literatur:

Breuer, Dieter 1981: Deutsche Metrik und Versgeschichte, München (=UTB 745.).

Conrady, Karl Otto (Hg.) 2000: Das große deutsche Gedichtbuch, Düsseldorf.

Kayser, Wolfgang 1971: Kleine deutsche Verschule, München.

Paul, Otto/Glier, Ingeborg 1970: Deutsche Metrik, 8. Aufl., München.

Rühmkorf, P. 1985: agar, agar – zaurzaurim. Zur Naturgeschichte des Reims, Frankfurt

 

 

4301

ZP

Das Nibelungenlied (B 3) fällt aus!

2 St. Do. 10-12 in D

F.-J. Holznagel

Beginn: 18.10.

 

 

4302

ZP

Lyrik im Mittelalter (B 2, 3, 6, A 4)

2 St. Di. 15-17 in II

H.-J. Ziegeler

Beginn: 16.10.

 

Nach den Vorlesungen über das „Erzählen“ und über das „Drama“ gilt diese Vorlesung der dritten unter den literarischen „Gattungen“ oder „Naturformen“ oder „Schreibweisen“: den lyrischen Genres, die im „Mittelalter“ in deutscher Sprache produziert und tradiert worden sind, dem Minnesang und der Spruchdichtung. Auf ein Thema – die Liebe – konzentriert im Minnesang, durchgespielt und selbstreflexiv auf das Genre gewendet in den Konfrontationen eines Sprecher(innen)-Ichs mit einem weiblichen oder männlichen Gegenüber, ein breites Spektrum an Themen im gleichen strophischen Rahmen (dem sog. „Ton“) entfaltend in der Spruchdichtung. Exemplarische Interpretationen sollen die Genres in der Vielfalt ihrer Typen erschließen, wie sie z. B. in den großen fünf Handschriften der Lyriküberlieferung (mit den Siglen A, B, C, E und J) zu greifen sind.

 

 

 

4303

ZP

Alltag im Mittelalter (B 3)

2 St. Mo. 14.30-16 in E

K.-H. Göttert

Beginn: 22.10.

 

Die Vorlesung bietet einen Überblick zu Fragen der mittelalterlichen Kultur, so sie die Gestaltung des alltäglichen Lebens betreffen. Im einzelnen geht es um Organisation des Wissens (einschließlich Schulen bzw. Universität)

·         um die Betrachtung der Natur

·         um die Betrachtung der Gesellschaft (Ständeordnung)

·         um die Organisation des städtischen Lebens

·         um die Geschlechterbeziehung

·         um Feste und öffentliches Auftreten

Der jeweiligen Betrachtung liegen Quellenbesprechungen und Quelleninterpretationen (wie etwa die Summenliteratur oder Autoren wie Konrad von Megenberg und Konrad von Ammenhausen) zugrunde.

 

 

 

4304

Buch- und Verlagswesen im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit (B 3, 4)

1 St. Mo. 16-17 in S 56

W. Schmitz

Beginn: 15.10.

 

Das 15. Jahrhundert markiert mit der Erfindung des Buchdrucks einen entscheidenden Einschnitt in der Textüberlieferung. Dieser Wandel ist durch kommerzielle Schreibwerkstätten aber auch neue Techniken (Holztafeldruck) mit vorbereitet worden. Dennoch bietet Gutenbergs Erfindung, die technisch nach einem relativ kurzen Entwicklungszeitraum in den 40er und 50er Jahren des 15. Jhs. für dreieinhalb Jahrhunderte nahezu konstant bleibt, neue Möglichkeiten: Nicht mehr Einzelstücke werden hergestellt, sondern Auflagen von 100, 500 oder 1000 identischen Exemplaren. Daraus ergeben sich aber andererseits neue Probleme für Obrigkeit und Verleger , denen man mit Zensur und Privilegien beizukommen sucht. Behandelt werden neben der Erfindung selbst ihre Etablierung in einigen wichtigen Städten, wobei dem Verlagswesen als Wirtschaftsfaktor besondere Aufmerksamkeit gilt, und die Bedeutung für die deutsche Literaturüberlieferung.

Einführende Literatur: Die Buchkultur im 15. und 16. Jahrhundert. 2 Bde. Hamburg 1996 und 1999.

Eine Zwischenprüfung über diese Vorlesung ist nicht möglich.

 

 

 

4305

Mittellateinische Literatur und Poetik (Einführungsvorlesung für Germanisten) (B 2, 3, 6)

1 St. Do. 9-10 in G

U. Kindermann

Beginn: 18.10.

 

Diese Vorlesung behandelt lateinische Literatur von der Spätantike bis ins Hohe Mittelalter. Sie ist gedacht als ein Kurzeinstieg in den Literaturüberblick und beinhaltet literaturgeschichtliches Überblicks-Wissen sowie die Vorstellung spezifisch mittelalterrelevanter Textsorten.

In der Vorlesung werden unter anderem behandelt der Anfang der Bibeldichtung (Juvencus); Augustins Autobiographie (Confessiones); Weltliteratur aus dem Gotenreich (Consolatio philosophiae); der ‚Brockhaus’ des frühen Mittelalters (Isidor); die narratologenmordenden Geschichtchen Gregors von Tours; Antiphonen aus Bangor; das Muster für  Herrscherviten (Einhards Karlsleben); die freien Rhythmen des Notker Balbulus (Sequenzen); Tuotilos Tropen-Dichtung, die das mittelalterliche Drama initiiert; Adsos Horror-Handbuch der Endzeit; Roswitas von Gandersheim dramatische Versuche; das vielbeforschte Epos von Recken und Rittern ('Waltharius'); die hexametersprechenden Tiere der 'Ecbasis captivi', den ersten frei erfundenen Roman in Versen ('Ruodlieb'); ein originales Liederbuch vom Niederrhein (Carmina Cantabrigiensia); die kreativen Jenseitsbilder Hildegards von Bingen;  sprachperfekte Liebesgedichte an eine Nonne (Baudri de Bourgueil); des wilden Professors Petrus Abaëlardus skandalöse Autobiographie; Alans von Lille Himmelsreise; [Walters von Châtillon Alexander-Epos; bissige Vagantengedichte (Hugo von Orléans) und vollendete (Archipoeta); das Spiel vom Kaiser der Guten und dem Fürsten des Bösen (Ludus de Antichristo); die Carmina Burana; die Dichtungslehrbücher des Hochmittelalters; des Albertus Magnus Aristoteles-Paraphrasierung; vergessene Formen meditativer Lyrik: Glossenlieder, Rosarien und Psalterien, Gebetsklauseln, Rügelieder und Hymnen].

Eine Zwischenprüfung ist über diese Vorlesung nicht möglich.

 

 

4214

Vom Entstehen der Renaissance (B 3)

2 St. Mi., Do. 10-11 in G

C. Zintzen

 

Die Vorlesung befasst sich mit dem Beginn der Renaissance in Italien im 14. Jahrhundert und wird besonders Petrarca, Boccaccio, Coluccio Salutati, Leonardo Bruni und Leon Battista Alberti behandeln. Die Problematik, wie diese Zeit sich von der vorangehenden mittelalterlichen Denkweise unterscheidet, und die Veränderungen im politisch-gesellschaftlichen Leben, ebenso wie die veränderte philosophische Sicht werden behandelt. Insbesondere Petrarca und Boccaccio werden in ihren Rückbeziehungen auf die antike Philosophie und Literatur besprochen. Die Bevorzugung der platonischen Philosophie bei Petrarca gegenüber dem Aristotelismus und die Wurzeln späterer Entwicklungen in der Renaissance, die im Werk Petrarcas angelegt sind, sollen beleuchtet werden. Insgesamt sollen Philosophie und Literatur dieser Zeit im Blickpunkt der Vorlesung stehen.

Beginn der Veranstaltung: siehe Aushang im Institut für Altertumskunde, Philosophikum, 5. OG

Eine Zwischenprüfung ist über diese Vorlesung nicht möglich.

 

 

 

Neuere deutsche Literaturwissenschaft

 

 

 

4306

Ringvorlesung: Das Nachtstück (notturno, nocturne) in Dichtung, Malerei und Musik. Interdisziplinäre Betrachtungen zu einer Gattung der Romantik.

fällt aus!

R. Drux u.a.

 

 

 


 

4307

Ringvorlesung: Grundlagen der Literaturwissenschaft

2 St. Di. 10-12 in XII

 

 

Einführung

Autorschaft

Text

Literatur/Fiktionalität

Medium/Buch

Gesellschaft

Gattung

Epoche

Bildlichkeit

Verstehen

Lesen

16.10.01

23.10.01

30.10.01

06.11.01

13.11.01

20.11.01

27.11.01

04.12.01

11.12.01

18.12.01

08.01.02

E. Kleinschmidt

W. Pape

C. Liebrand

U. Port

N. Wegmann

M. Günter

G. Blamberger

D. Fulda

W. Pape

S. Grimm

U. Renner-Henke

 

 

 

4308

ZP

Barockkultur (B 3)

2 St. Mi. 11-13 in II

P.J. Brenner

Beginn:24.10.

 

Die Vorlesung behandelt die literarische Entwicklung im Deutschland des 17. Jahrhunderts in ihren kulturgeschichtlichen Einbindungen und westeuropäischen Bezügen. Dabei soll der Problemzusammenhang der Epoche durch die Vorstellung bekannter (Gryphius, Grimmelshausen) und weniger bekannter Autoren erarbeitet werden. Besonderes Gewicht wird auf die ideengeschichtlichen, wissenschaftsgeschichtlichen, sozialgeschichtlichen und schließlich auch literatursoziologischen Kontexte gelegt, in denen sich die deutsche Barockliteratur entfaltet. Im Zentrum steht die Erörterung der Frage, welchen historischen Ort die Literatur und Kultur dieser Epoche in der Entwicklung neuzeitlicher Denk  und Verhaltensmuster einnimmt. - Zur vorbereitenden Lektüre: Marian Szyrocki, Die deutsche Literatur des Barock. Eine Einführung. Stuttgart: Reclam 1979 oder Dirk Niefanger: Barock. Lehrbuch Germanistik. Stuttgart/Weimar: Metzler 2000.

(Die Lehrveranstaltungen von Herrn Brenner beginnen erst in der zweiten Semesterwoche. Letzte Anmeldung Di.23.10. 11 Uhr.)

 

 

4309

ZP

Von der Aufklärung zur Romantik (B 4, 5)

2 St. Do. 15-17 in XII

U. Renner-Henke

Beginn: 18.10.

 

Die Aufklärung, so die stark vereinfachte und zugespitzte These der Vorlesung, sucht und produziert Wahrheiten, die Romantik dagegen Offenbarungsorte. Beide Suchfiguren sind eng miteinander verknüpft; die Medien, Modi und Systemstellen, in und an denen dies verhandelt wird, wechseln allerdings bzw. werden multiple.

Da die Vorlesung sich als eine Einführung versteht, soll jede Woche ein grundlegender Primärtext vorgestellt und diskutiert werden: U.a. Gottsched: Versuch einer Critischen Dichtkunst (1730); Klopstock: "Kriegslied" (1749); Lessing: Abhandlungen über die Fabel (1759); Lavater: Physiognomische Fragmente (1775ff.); Goethe: Von deutscher Baukunst (1772); Moritz "Anton Reiser"; Kant: Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? (1784); Goethe: Die Wahlverwandtschaften (1809); Wackenroder/Tieck: Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders (1796/97); Ludwig Tieck: Der blonde Eckbert (1797); Novalis: Monolog.

 

 

 

4310

Gender-Topographien  Fällt wahrscheinlich aus. Bitte beachten Sie die Aushänge!

2 St. Di. 16-18 in XVIII

C. Liebrand

 

 

 

4311

ZP

Aspekte einer Frauenliteraturgeschichte (B 2, B 4)

2 St. Mi. 11-13 in XVIII

E. Kleinschmidt

Beginn: 17.10.

 

Die Vorlesung führt in das Feld einer Überlieferungsgeschichte des kulturellen Gegenkanons ein, d.h. sie thematisiert eine weitgehend abgedrängte literarische Schreibpraxis von Frauen zwischen Barock und Romantik. Der Rückgriff auf diese 'Einstiegsphase' weiblichen Schreibens ist als ältere Sozial- und Mediengeschichte unabdingbar für das Verständnis des weiblichen Anteils am Literaturprofil des späteren 19. und 20.Jh.s. Daß dieser Anteil eher Vergessenes als Erinnertes, oft auch Unpubliziertes aufzubieten hat, setzt Impulse einer einerseits vermittelnden, andererseits kritischen Relektüre frei (u.a.Glückel von Hameln, Margarethe Milow, Meta Klopstock, Anna Karschin, Cornelia Goethe, Sophie La Roche, Wilhelmine Wobeser, Caroline Flachsland, Elise von der Recke, Charlotte von Stein, Louise Gottschedin, Karoline v.Günderrode, Marianne v.Willemer, Dorothea Schlegel, Rahel Varnhagen, Bettine v.Arnim).

 

 

 

4312

Der moderne Roman fällt aus!

G. Blamberger

 

 

 


 

4313

ZP

Vom Homunkulus zum Cyborg: Leben aus dem Labor. Ein literarisches Sujet und seine Kulturgeschichte (B 2,5,6)

2 Std. Fr. 11-12.30 in D

R. Drux

Beginn: 19.10.

 

An der heutzutage intensiv geführten öffentlichen Diskussion über Möglichkeiten und Grenzen der Reproduktionsmedizin und Gentechnologie scheint die „schöne Literatur“ selbst, wie der Biologe und Schriftsteller Bernd Kegel meint, kaum beteiligt zu sein. Aber wenn diese Themen auch von zeitgenössischen Autoren nicht gerade bevorzugt behandelt werden, sind doch etliche poetische Texte (übrigens aller Gattungen) auszumachen, die sich etwa seit Mitte der 80er Jahre mit Vertretern, Fortschritten und Folgen biowissenschaftlicher Forschung in Geschichte und Gegenwart befassen, u.a. von H.M.Enzensberger, G.Kunert, R.Hochhuth, J.M.Simmel, Charlotte Kerner, H.Mulisch oder M.Houellebecq, von Filmen wie Gattaca (USA 1997) und den verschiedenen Frankenstein-Versionen ganz abgesehen. Darüber hinaus sind Experimente mit dem Leben in zahlreichen Werken seit dem frühen 19. Jhdt. beschrieben worden, von denen Mary Shelleys Frankenstein (1818), Goethes Faust II (1832) und A. Huxleys Brave New World (1932) wohl am bekanntesten sein dürften. An ihnen und weiteren ausgewählten Texten von E.T.A.Hoffmann, Goethe, Immermann, Heine und Hamerling soll gezeigt werden, inwiefern die literarische (und filmische) Darstellung künstlich hervorgebrachten Lebens mit verschiedenen Diskursen (ökonomischen, technikgeschichtlichen, sozialen, ästhetischen) zusammenhängt. Zugleich wird dabei über die Rolle nachzudenken sein, die die Literaturwissenschaft/-geschichte in dieser aktuellen Debatte spielen könnte. Literaturhinweise und Lektürempfehlungen ab Anfang September am Schwarzen Brett neben R 227.

 

 

 

4314

ZP

Die deutschsprachige Literatur von 1945 bis 1970 (B 5)

2 St. Di. 12-14 im Vortragsraum UB

A. Anglet

Beginn: 16.10.

 

Die Veranstaltung bietet einen literaturgeschichtlichen Überblick über die Entwicklungen der Literatur und der literarischen Öffentlichkeit in Österreich, der Schweiz, der DDR und der BRD. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den politisch-historischen, sozialen, kunst- und mediengeschichtlichen Entwicklungen, die an exemplarischen Texten, Konstellationen und Ereignissen thematisiert werden.


 

Grundstudium

Tutorenprogramm

Die Tutorien sollen Studierenden im Grundstudium Orientierungshilfen geben und die im Einführungsseminar gelernten Techniken wissenschaftlichen Arbeitens einüben. Sie stehen allen Studierenden offen, können und sollen also auch von Studierenden im Hauptstudium genutzt werden. Da die Teilnehmerzahl auf 12-15 begrenzt ist, können die Tutoren auch auf Einzelprobleme eingehen. Die Tutorien werden geleitet von Studentinnen und Studenten im Hauptstudium. Bis zu 4 Stunden Tutorium werden auf die Semesterwochenstundenzahl angerechnet.

Für Studierende, die im Sose 97 oder später ihr Studium aufgenommen haben, muß auf dem Schein der Obligatorischen Studienberatung auch entweder die Teilnahme an einer Bibliotheksführung und/oder an einem Tutorium nachgewiesen werden.

Das Institut bietet verschiedene Tutorientypen an: Einführungstutorien, Tutorien zu den sprachwissenschaftlichen und altgermanistischen Einführungsseminaren, Tutorien für ausländische Studierende, Tutorien zu den Konzeptbegriffen. Ein detailliertes Programm erhalten Sie ab Ende September im Geschäftszimmer (R. 206).

 

Die Tutorien beginnen erst in der zweiten Semesterwoche (d.h. ab 22.10.2001). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Geplant sind folgende Tutorien:

 

Einführung in die Grundtechniken literatur- und sprachwissenschaftlichen Arbeitens

Die folgenden Tutorien sollen eine Einführung in Grundtechniken des literatur- und sprachwissenschaftlichen Arbeitens vermitteln. Sie wurden besonders für Studierende des Grundstudiums eingerichtet, können aber auch von Studierenden des Hauptstudiums zur Intensivierung ihrer Kenntnisse genutzt werden.

Die Kernbereiche der Tutorien umfassen:

1.             Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten für die Nutzung der Seminar-Bibliothek:

a) Übungen zur Systematik und zum Aufbau der Bibliothek

b) Übungen zu den verschiedenen Findehilfen (Zettelkataloge, Terminals, Microfiche-Kataloge)

2.             Vermittlung von Kenntnissen im Umgang mit Hilfsmitteln (Bibliographien und Nachschlagewerke)

3.             Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten für die Erstellung schriftlicher Hausarbeiten (richtige Literaturangaben, richtiges Zitieren u.a.)

4.             Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten für die Nutzung der Universitäts-Bibliothek.

Außerhalb der eigentlichen Tutorien sollen nach Möglichkeit Sprechstunden für eine individuelle Beratung angeboten werden.

Zusätzlich zu den o.a. Kernbereichen werden je nach Schwerpunktsetzung des Tutors besprochen:

                Arbeitstechniken, Lesetechniken

                Techniken für die Erstellung eines Referates, Hinweise zum mündlichen Vortrag

                Textgeschichte und Editionspraxis

                allgemeine Grundlagen des Faches (Terminologie, Gattungen, Epochen)

                allgemeine Fragen der Studienorganisation

                computergestützte Literatur-Recherche und Einführung in das Internet.

 

Tutorium zu den Konzeptbegriffen

 

Tutorium für ausländische Studierende                                                                                                                       

Das Tutorium lehnt sich an das Proseminar von Herrn Kircher `Grundbegriffe der Literaturwissenschaft‘ an, das auf die Interessen ausländischer Studierender zugeschnitten ist. Wir werden uns mit Literaturgeschichte beschäftigen und die im Proseminar behandelten Themen vertiefen und üben. Ideen und Anregungen der Teilnehmerinnen sind ausdrücklich erwünscht. Bei regelmäßiger Teilnahme kann ein Teilnahmeschein ausgestellt werden.

 

Beratungstutorium der Fachschaft                                                                                                                                

Vor Semesterbeginn bietet die Fachschaft im Rahmen der Orientierungseinheit für ErstsemesterInnen eine Einführung in das Grundstudium an.

Termine:                 Di. 9.10.-Do. 11.10. 11-14 Uhr im Foyer des Philosophikums

Während des Semesters:

2 St. Mi. 16-18 in 093,5

Ohne Eile oder Anmeldelisten werden hier Informationen gegeben zur Organisation v.a. des Grundstudiums, aber auch zu allen möglichen anderen Themen rund ums Studieren. Wir wissen zwar nicht alles über BAföG, Anforderungen für ausländische Studierende oder Austauschprogramme, aber wir sagen Euch mindestens, wer wo wann wofür zuständig ist, von AStA bis Zwischenprüfung. Für Fragen studentischer Mitbestimmung sind wir natürlich ohnehin die erste Anlaufstelle am Institut.

 

Tutorien zu den Einführungsseminaren der Älteren deutschen Sprache und Literatur und der Sprachwissenschaft des Deutschen.


 

Grundstudium

 

Über den Aufbau des Grundstudiums und die im Rahmen des Grundstudiums gestellten Anforderungen unterrichtet ein besonderes Informationsblatt Germanistik in Köln.

Im Grundstudium müssen in jeder „Abteilung“ des Fachs obligatorische Einführungsseminare besucht werden. Diese Seminare werden entweder als Jahresseminare (2 Semester x 2 SWS), als Kombinationsseminare (Sprachwissenschaft und Ältere Abteilung, jeweils 1 Teil) oder als Kompaktseminare (1 Semester x 4 SWS) angeboten. Der Leistungsnachweis wird in der Regel am Ende der Veranstaltung (im Jahresseminar also am Ende des zweiten Kurses) durch eine Klausur oder eine Hausarbeit (in der Neueren Literaturwissenschaft verbindlich) erworben.

 

 

 

Einführungsseminare

Sprachwissenschaft des Deutschen

 

Einführungsseminar Sprachwissenschaft (1. und 2. Teil)

Das Seminar dient der elementaren Einführung in Grundbegriffe, Methoden und Theorien der neueren Sprachwissenschaft. Es macht exemplarisch mit der sprachwissenschaftlichen Analyse des Deutschen vertraut und soll zu eigenständiger Argumentation in bezug auf sprachliche Daten sowie zu kritischer Auseinandersetzung mit der Forschungsliteratur anregen. Auf diese Weise sollen die Grundlagen für die Erklärung sprachlicher Strukturen und ihre Verwendung in Literatur- und Alltagssprache vermittelt werden. Der einleitende Teil befaßt sich mit der Frage, was Sprache ist und wie man sie wissenschaftlich untersuchen kann. Entsprechend wird ein Überblick über die Teilbereiche der Sprachwissenschaft gegeben. Grammatische Teilbereiche wie Phonologie (Lautlehre), Morphologie (Lehre von der Wortstruktur), Syntax (Lehre von der Satzstruktur), Semantik und Lexikon (formbezogene Aspekte der wörtlichen Bedeutung) werden behandelt, wobei insbesondere auf ihren Zusammenhang im Sprachsystem eingegangen wird. Das Verhältnis dieser strukturellen Aspekte zu ihrer kommunikativen Verwendung wird besonders in der linguistischen Pragmatik untersucht. Die Behandlung dieser linguistischen Kerngebiete kann durch sprachgeschichtliche, interdisziplinäre oder anwendungsorientierte Studien (z. B. Psycholinguistik, Soziolinguistik, Computerlinguistik o. ä.) ergänzt werden. Linguistische Theorien und Methoden werden dabei in konkreten Sprachanalysen angewandt.

Da die Einführung in die Sprachwissenschaft exemplarisch ist, kann die Gewichtung der einzelnen Gebiete und auch die Reihenfolge ihrer Behandlung variieren.

 

 

 

 

Kompaktseminare 1. und 2. Teil

 

 

 

 

4315

Grundbegriffe, Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik, Pragmatik

fällt aus!

D. Busse

Beginn: 15.10.

 

 

 

4316

Grundbegriffe, Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik, Pragmatik

4 St. Di. 8.30-10 u. Do. 8.30-10 in F

A. Wöllstein-Leisten

Beginn: 16.10.

 

 

 

4317

Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik

4 St. Di. 9.30-11 in S 91 u. Mi. 13-15 in S 89

M. Neef

Beginn: 16.10.

 

 

 

4318

Grundbegriffe, Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik, Pragmatik

2 St. Mo. u. Mi. 16-18 in 204

R. Kemp

Beginn: 15.10.

 

 

 

4319

Sprachtheorie, Syntax, Morphologie, Phonologie, Semantik, Pragmatik

4 St. Di. 15-17 u. Mi. 15-17 in B V (UB)

K. Gonzalez

Beginn: 16.10.

 

 

 

4320

Grundbegriffe, Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik, Pragmantik

4 St. Di. 16-18 in XIb u. Do. 16-18 in V

H. Lohnstein

Beginn: 16.10.

 

 

 

4321

Syntax, Semantik, Phonologie, Morphologie, Pragmatik

4 St. Do.10-12 in D und Do. 13-15 in XXIV

K. Elsenbach

Beginn: 18.10.

 

 

 

4321a

Übung zur Vorlesung "Einführung in die Sprachwissenschaft des Deutschen"

2 St.. Do. 13-15 in VI

B. Primus/unter Mitarbeit von K. Klein

Beginn: 18.10.

 

Studierende, die regelmäßig an der Vorlesung teilnehmen und diese Übung mit Erfolg absolvieren, können einen Leistungsnachweis für ein Einführungsseminar erwerben.

 

 

 

 

Jahresseminare

1. Teil

 

 

In diesem Semester werden keine Einführungsseminare, 1. Teil, angeboten

 

 

 

 

 

2. Teil

 

 

 

 

4322

Morphologie od. Phonologie, Semantik, Pragmatik (2. Teil des Kombinationsseminars Felber/Wöllstein aus dem SoSe 2001)

2 St. Mi. 8.30-10 in F

A. Wöllstein-Leisten

Beginn: 17.10.

 

 

 

4323

(2. Teil des Kombinationsseminars Deutsch/Lohnstein aus dem SoSe 2001

2 St. Mi. 16-18 in XVIIa

H. Lohnstein

Beginn: 17.10.

 

 

 

Einführung in die neuere deutsche Literaturwissenschaft

 

Einführungsseminar Neuere deutsche Literaturwissenschaft (1. und 2. Teil)

Einführungsseminare der Neueren deutschen Literaturwissenschaft werden wegen des umfangreichen Lesenpensums nur als Jahresseminare angeboten.

Das Seminar führt in die Theorie und Praxis der Literaturwissenschaft ein, leitet zu wissenschaftlicher Lektüre an und vermittelt Arbeitstechniken und bibliographische Fertigkeiten. Dabei ist der 1. Teil des Seminars als grundlegende Einführung in die Literaturwissenschaft systematisch konzipiert: Probleme der Literaturtheorie und Methodenlehre werden anhand theoretischer, interpretatorischer und literarischer Texte behandelt. Der 2. Teil soll, hierauf aufbauend, anhand einer zusammenhängenden Textgruppe (z. B. bezogen auf eine Gattung, eine Epoche oder ein durchgängiges Thema) die Befähigung zur Textanalyse und Interpretation ausbilden. Die Kenntnisse aus dem 1. Seminarteil  werden vertieft und mit Schwerpunkt auf der historischen Dimension der Literatur weiter ausgebaut. 

Als Arbeitsbücher werden zur Anschaffung empfohlen (siehe auch die für die ZP verbindliche Leseliste „Grundlagentexte“):

Arnold, Heinz-Ludwig/Detering, Heinrich (Hgg.): Grundzüge der Literaturwissenschaft. München: dtv 1996 (dtv 4704).

Brackert, Helmut/Stückrath, Jörn (Hgg.): Literaturwissenschaft. Ein Grundkurs. Reinbek: Rowohlt 1992 (re 523).

Weitere Einführungen:

Eicher, Thomas/Wiemann, Volker (Hgg.): Arbeitsbuch: Literaturwissenschaft. Paderborn: Schöningh 1996 (UTB Große Reihe 8124).

Pechlivanos, Miltos u. a. (Hgg.): Einführung in die Literaturwissenschaft. Stuttgart: Metzler 1995.

sowie einzelne Beiträge aus:

Fohrmann, Jürgen/Müller, Harro (Hgg.): Literaturwissenschaft. München: Fink 1995 (UTB 1874).

Harth, Dietrich/Gebhardt, Peter (Hgg.): Erkenntnis der Literatur. Theorien, Konzepte, Methoden der Literaturwissenschaft. Stuttgart: Metzler 1982.

Lentricchia, Frank/Mc Laughlin, Thomas (Hgg.): Critical Terms for Literary Study. Chicago/London: University Press 1995.

Ricklefs, Ulfert (Hg.): Fischer Lexikon Literatur. 3 Bände. Frankfurt/M.: Fischer 1996.

Weimar, Klaus (Hg.): Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft. Band 1. u. 2. Berlin/New York: De Gruyter 1997-2000 [A-O].

Auskunft über literaturwissenschaftliche Arbeitstechniken und wichtigste literaturwissenschaftliche Hilfsmittel geben:

Meyer-Krentler, Eckhardt: Arbeitstechniken Literaturwissenschaft. München: Fink 51995 (UTB 1582).

Zelle, Carsten: Kurze Bücherkunde für Literaturwissenschaftler. Tübingen, Basel: Francke 1998 (Uni-Taschenbücher 1939).

 


 

 

Jahresseminare

1. Teil

 

 

 

 

4324

2 St. Mo. 14-16 in 204

(Schwerpunkt des 2. Teils: Aufklärung in der Literatur des 18. Jahrhunderts und heute)

D. Fulda

Beginn: 15.10.

 

Nach Kants berühmter Definition ist Aufklärung "der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit". Daran knüpfen Philosophen und Gesellschaftstheoretiker bis heute an. Wie die Literatur des 18. Jahrhunderts Aufklärung betreibt und zugleich schon deren Dialektik auszuloten beginnt, wird vor allem der zweite Teil des Seminars im SoSe 2002 untersuchen. Wie in allen Einführungsseminaren dient der erste Teil hingegen der Erläuterung zentraler Begriffe, Methoden und Probleme der Literaturwissenschaft. Theoretische Reflexion und Textinterpretation sollen jedoch möglichst eng verzahnt werden, so daß beide Teile des Seminars eine Einheit bilden.

 

 

 

4325

2 St. Mo. 15-16.30 in S 58

H. Kircher

Beginn: 15.10.

 

In diesem Seminar soll eine Erarbeitung der 10 für die ZP vorgesehenen literaturwissenschaftlichen Grundbegriffe im Vordergrund stehen. Zusätzlich werden einige Prosatexte, mit deren Hilfe sich theoretische Probleme veranschaulichen lassen, besprochen.

 

 

4327

2 St. Mo. 16.30-18 in S 82

H. Kircher

Beginn: 15.10.

 

 

 

4328

2 St. Di. 12-14 in XIb

M. Günter

Beginn: 16.10.

 

 

 

4326

2 St. Do. 12-14 in 204

M. Günter

Beginn: 18.10.

 

 

 

4329

2 St. Do. 12-14 in F

D. Kurth

Beginn: 18.10.

 

 

 

4330

2 St. Di. 11-13 in S 55

N. Mecklenburg

Beginn: 16.10.

 

Die Seminare orientieren sich an dem Rahmen, der für Einführungsseminare in die Neuere deutsche Literaturwissenschaft vorgegeben ist und zu dem auch die ZP-Liste mit Texten zu literaturwissenschaftlichen Grundbegriffen gehört. Ein Infoblatt mit Seminarprogramm, Aufgaben und Literaturhinweisen wird in der Eröffnungssitzung ausgegeben. - Das Anschlußseminar im Sommersemester 2002 behandelt eine Auswahl von Balladen und balladischen Nachdichtungen Goethes aus seiner gesamten Schaffenszeit, die jeweils interkulturelle Aspekte aufweisen. Zu diesen Texten und Aspekten werden dann schriftliche Hausarbeiten übernommen.

 

 

 

4331

2 St. Di. 13-15 in S 66

N. Mecklenburg

Beginn: 16.10.

 

vgl. Nr. 4330

 

 

 

 

4332

2 St. Mi. 14-16 in 204

T. Hahn

Beginn: 17.10.

 

 

 

4333

2 St. Do. 9-11 in B IV

T. Pusse

Beginn: 18.10.

 

 

 

4334

2 St. Do. 13.30-15 in G

J. Zenke

Beginn: 18.10.

 

 

 

4335

2 St. Do. 16-18 in 204

J. Zenke

Beginn: 18.10.

 

 

 


 

 

2. Teil

 

 

 

 

4336

Novelle

2 St. Mi. 12-14 in 204

I. Breuer

Beginn: 17.10.

 

Im zweiten Teil der Einführung wird es um die praktische Anwendung der ‚Grundbegriffe’ und einen ersten literaturgeschichtlichen Überblick am Beispiel novellistischer Prosa gehen.

Ausführlichere Informationen ab 1.9. (Aushang an R. 216). Zur einführenden Lektüre obligatorisch: Hugo Aust: Novelle (Sammlung Metzler; Bd. 256). – Johann Wolfgang von Goethe: Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten (Reclam Universalbibliothek; Bd. 6558).

 

 

 

4337

Realismus

2 St. Di. 16-18 in S 57

M. Günter

Beginn: 16.10.

 

Der Epochenbegriff ‚Realismus‘ für die deutsche Literatur von  1848 bis etwa 1890 wird in der neueren literaturwissenschaftlichen For­schung inzwischen vielfach problematisiert. Es hat sich nicht nur gezeigt, daß die Grenzen zum sog. Vormärz wie auch die zum Naturalismus schwer zu ziehen sind, sondern auch, daß der literaturtheoretische Dis­kurs der Zeit, dem es um eine Erneuerung der Klassik unter reali­stischen Vorzeichen ging, vom literaturpraktischen Geschehen ziemlich abgelöst war: Weni­ger die Programme als vielmehr die Entwicklung moderner Massenkommunikation in Gestalt der  Familienzeitschriften bestimmte die literarische Produktion. Im Seminar soll zunächst der Begriff ‚Realismus’ diskutiert und im gesamteuropäischen Kontext vorgestellt sowie die verschiedenen zeitgenössischen Bestimmungen als Epochen- wie als Stilkategorie (von Th. Fontane, J. Schmidt, O. Ludwig, F. Spielhagen) entwickelt werden. Anhand von Erzähltexten Kellers, Raabes, Fontanes, Marlitts u.a. werden dann zentrale Themenfelder wie ‚Realismus und Unterhaltungsliteratur‘, ‚Klassizismus und Novelle‘ und ‚Historisches Erzählen‘ erarbeitet.

Ein Ordner mit Seminarplan und Sekundärliteratur steht ab Anfang Oktober bereit.

 

 

4338

Prosagedicht – Lyrisches Drama

2 St. Fr. 11-13 in S 65

U. Renner-Henke

Beginn: 19.10.

 

Am Beispiel von Grenzformen um 1900, dem 'Prosagedicht' und dem 'lyrischen Drama', soll es hauptsächlich um 'learning by doing' gehen: um das gemeinsame Einüben in die Analyse von literarischen Texten. Dabei wollen wir uns auch auf die Fragen und Themen zurückbesinnen, die die im vorangegangenen Sommersemester behandelten Theorietexte aufgeworfen haben.

Ein Reader wird am Beginn des Semesters zur Verfügung stehen.

 

 

 

4339

Drama

2 St. Do. 10-12 in S 93

U. Port

Beginn: 18.10.

 

Das Seminar ist als Fortführung des Einführungsseminars vom Sommersemester konzipiert. An deutschsprachigen Dramentexten vom 18. bis zum 20. (21.?) Jahrhundert soll eine Anwendung und Vertiefung der im letzten Semester erarbeiteten literaturwissenschaftlichen Sach-und Methoden­kenntnisse, Instrumente und Theorien versucht werden. Unter Einbeziehung gattungsgeschichtlicher, formästhetischer und theatersemiotischer Forschungsansätze sind darüber hinaus die neuralgischen Grundprobleme der Gattung ‘Drama’ zu diskutieren.

Teilnahmebedingung: aktive Mitarbeit und Bereitschaft zur Übernahme eines Kurzreferates.

Der Erwerb eines Scheines erfolgt durch eine schriftliche Hausarbeit im Anschluß an das Semester.

 

 

 

4340

Drama

2 St. Do. 17-19 in B V

U. Port

Beginn: 18.10.

 

vgl. Nr. 4339

 

 

 

 

4341

Lyrik der Goethezeit und des 20. Jahrhunderts

2 St. Mo. 10-12 in 230

H. Esselborn

Beginn: 15.10.

 

 

 

4342

Lyrik der Goethezeit und des 20. Jahrhunderts

2 St. Di. 12-14 in S 73

H. Esselborn

Beginn: 16.10.

 

 

 

4343

Prosa in Westdeutschland nach 1945

2 St. Mi. 9-11 in S 55

P.J. Brenner

Beginn: 24.10.

 

 

 


 


 

Einführung in die ältere deutsche Sprache und Literatur

 

Die Teilnehmer sollen in die ältere deutsche Sprache (Althochdeutsch und/oder Mittelhochdeutsch) eingeführt werden und sollen lernen, einen althochdeutschen und/oder mittelhochdeutschen Text zu übersetzen und sprachlich zu erläutern. Die Dozentin/der Dozent gibt am Anfang bekannt, ob der 1. Teil seinen Schwerpunkt im Althochdeutschen oder im Mittelhochdeutschen hat.

Der Grammatik-Teil umfaßt folgende Bereiche:

- Laut und Formenlehre

- Syntax

- Semantik.

Die Grammatik soll anhand von Texten geübt werden. Dabei kann die Dozentin/der Dozent Schwerpunkte setzen. In einigen Kursen wird, neben der Grammatik, ein Überblick über die Geschichte der deutschen Sprache gegeben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen außerdem die wichtigsten wissenschaftlichen Handbücher und Nachschlagewerke (Wörterbücher, Grammatiken, Sprachgeschichten etc.) kennenlernen.

 

Ziel des 2. Seminarteils ist es, den wissenschaftlichen Umgang mit mittelalterlichen Texten zu üben. Dazu gehören:

-           Erweiterung der Textkenntnis durch intensive Lektüre eines althochdeutschen oder mittelhochdeutschen Textes (bzw. ausgewählter Stücke),

-               anhand des Lektüretextes Einübung in wichtige historisch-philologische Arbeitsweisen: Textgestaltung, formale Analyse, Interpretationsprobleme,

-               Benutzung der wichtigsten wissenschaftlichen Handbücher und Nachschlagewerke,

-               Einführung in Grundbegriffe und Grundkenntnisse der mittelalterlichen Literaturwissenschaft: Textkritik und Handschriftenkunde, Rhetorik, Poetik, Exegese, gesellschaftliche Grundlagen. 

Die Dozentin/der Dozent kann Schwerpunkte setzen.

 

 

Jahresseminare

1. Teil

 

 

 

 

4344

2 St. Mo. 12-14 in 204

L. Deutsch

Beginn: 15.10.

 

 

 

4345

2 St. Di. 9-11 in S 65 –Ahd. Texte -

P.-E. Neuser

Beginn: 16.10.

 

 

 

4346

2 St. Di. 12 (s.t.)-13.30 in S 65

P.-E. Neuser

Beginn: 16.10.

 

 

 

4346a

2 St. Mi. 8.30-10 in 230

U. Peters

Beginn: 17.10.

 

 

 

4347

2 St. Di. 11.30-13 in F

P. Glasner

Beginn: 16.10.

 

 

 

4348

2 St. Do. 10-12 in 230

H. Sahm

Beginn: 18.10.

 

 

 

4349

2 St. Di. 10-12 in 204

S. Bürkle

Beginn: 16.10.

 

 

 

4350

2 St. Do. 12(s.t.)-13.30 in Xib

P.-E. Neuser

Beginn: 18.10.

 

 

 

4351

2 St. Fr. 12-14 in 204

T. Reuvekamp-Felber

Beginn: 19.10.

 

 


 

 

2. Teil

 

 

 

 

4353

2 St. Di. 10-12 in 230

H. Sahm

Beginn: 16.10.

 

 

 

4354

2 St. Di. 12-14 in 204 (2. Teil des Kombinationsseminars aus dem SoSe 2001)

L. Deutsch

Beginn: 16.10.

 

 

 

4355

2 St. Di. 12-14 in 230

R. Reuvekamp-Felber

Beginn: 16.10.

 

 

 

4355a

2 St. Di. 16-18 in XVIII

K.-H. Göttert

 

 

 

4356

2 St. Do. 10-12 in 204

S. Bürkle

Beginn: 18.10.

 

 

 

4357

2 St. Do. 12 (s.t.)-13.30 in XIb 

P.-E. Neuser

Beginn: 18.10.

 

 

 

4358

2. St. Do. 14-16 in 204

S. Bürkle

Beginn: 18.10.

 

 

 

4359

2 St. Fr. 12-14 in S 56

R. Katers

Beginn: 19.10.

 

 

 

 

Kompaktseminare, 1. und 2. Teil

 

 

 

 

4360

4 St. Mi. 10-12 und Do. 13-15 in S 93

B. Bastert

Beginn: 17.10.

 

 

 


 

Proseminare

Sprachwissenschaft des Deutschen

 

 

 

4361

ZP

Logik für Linguisten (A 1)

2 St. Mi. 11-13 in S 93

J. Lenerz

Beginn: 17.10.

 

Zur Darstellung der Semantik von Ausdrücken in menschlicher Sprache haben sich in den letzten Jahrzehnten zunehmend Methoden der modernen Logik als angemessen erwiesen. Um diese prominente Forschungsrichtung rezipieren zu können, sind solide Kenntnisse der logischen Verfahren erforderlich. Diese sollen im Seminar schrittweise erarbeitet werden.

Zur Lektüre empfohlen: H. Lohnstein (1996) Formale Semantik und natürliche Sprache. Opladen: Westdeutscher Verlag

 

 

 

4362

ZP

Generative Syntax (A 1,2)

2 St. Mo. 16-18 in S 73

C. Töpler

Beginn: 15.10.

 

Im Mittelpunkt des Proseminars steht - am Beispiel des Deutschen untersucht - der Satz als regelhaft formal und semantisch gesättigte Beziehungsstruktur.

Zunächst sollen die semantisch-syntaktischen Grundlagen zur Analyse dieser Struktur aus dem Begriff des sprachlichen Zeichens und dem logischen Satzbegriff entwickelt werden.

Im Anschluss daran geht es um die generative Syntaxtheorie, die einen erklärenden Ansatz dafür bietet, dass der Mensch mit endlichen Mitteln im Prinzip unendlich viele noch nie zuvor gehörte Sätze bilden kann. Kernstück dieser Theorie ist die Annahme, dass ein Grundbauplan für Sprache – die Universalgrammatik - Teil der biologischen Ausstattung aller Menschen und damit die strukturelle Basis aller natürlichen Sprachen ist.

 

 

4363

ZP

Computerlinguistik: Programmieren für Linguisten

2 St. Mi. 18.30-20 in  PC 72

D. Zaun

Beginn: 17.10.

 

Dieses Seminar ist als Weiterführung des LISP-Einführungsseminars vom Sommersemester 2001 konzipiert.

Neben der Vertiefung von Programmierkonzepten und Elementen der Programmiersprache LISP steht die praktische Anwendung der erlernten Sprache im Vordergrund. Ziel des Seminar soll es sein, verschiedene Grammatikmodelle zu implementieren und auf natürliche Sprache anzuwenden. 

Vorkenntnisse in LISP sind wünschenswert, können aber anhand der nachfolgenden Einführungsliteratur begleitend erworben werden.

Zaun, D.P., 1992. LISP. Eine Einführung - nicht nur für Linguisten.

Köln: Gabel. (= KLAGE 20)

 

 

 

Ältere deutsche Sprache und Literatur

 

 

 

4389

ZP

Wolfram  von Eschenbach: Parzival (B3, A 4)

2 St. Do. 12-14 in S 56

J. Bumke

Beginn:18.10.

 

 

 

4390

ZP

Das Maastrichter (ripuarische) Passionsspiel (mit Exkursion nach Den Haag) (B2, 3)

2 St. Mi. 13-15 in S 85

C. Dauven

Beginn: 17.10.

 

Das Maastrichter Passionsspiel gehört zu den frühesten Zeugnissen der Gattung 'Schauspiel des Mittelalters'. Aufgezeichnet wurde es kurz nach 1300. Aus sprachlichen Gründen wird das Spiel in Aachen oder Umgebung lokalisiert. Eingesprengte Textabschnitte mit stark mittelniederländischer Färbung weisen darauf hin, dass das Spiel wohl auch nach Westen wirken wollte. Als Beleg für diese Annahme mag die Aufzeichnung in einer hauptsächlich altlimburgischen Sammelhandschrift dienen. Im Seminar soll mit Hilfe einer Mikroanalyse des Textes dessen stoffliche Grundlage ausgelotet werden, um den bislang kaum beachteten Zusammenhang mit den anderen Texten in der Sammelhandschrift zu überprüfen.

Das Textmaterial wird als Mutterkopie in einem Seminarordner abgeheftet. Für die erste Sitzung sollte jede TeilnehmerIn den Schauspieltext kopiert zur Verfügung haben.

 

 

 

 


 

4390a

ZP

Erzählen vom Ursprung. Mythen kollektiver Identitätskonstitution (B 1, B3, A4)

2 St. Mi. 12-14 in S 83

S. Bürkle/H. Sahm

Beginn: 17.10.

 

Erzählungen vom Ursprung, von der eigenen 'mythischen' Herkunft und Vorgeschichte existieren von Klöstern, Städten, Ethnien und gentes, Reichen und Nationen und scheinen als Formen der Tradi­tionsbildung und Geschichtskonstitution bei der Formierung zu Gemeinschaften, d.h. bei der Ausbildung kollektiver Identität, eine gewisse Rolle zu spielen. Bei der Nationenbildung fungieren etwa als solche origo-Mythen zunehmend Karl der Große in Frankreich, Artus in England, während die vergleichbare Position im 'deutschen' Reich unbesetzt bleibt. Mit einem ethnologischen Blick sollen Ursprungserzählungen - u.a. 'Stammessagen' (Origo gentis), Annolied, Chanson de Roland, Historia regum Britanniae – verschiedenster gesellschaftlicher Formationen intensiv gelesen und unter Abklärung von Methoden und Zentralbegriffen ihr Verhältnis zum kollektiven Gedächtnis, ihre Funktion im Pro­zeß kollektiver Identitätskonstitution, sowie die narrativen Verfahren mythischen Erzählens diskutiert werden.
Erwartet werden die Bereitschaft zur intensiven Textlektüre und die Übernahme eines mündlichen Referates. Soweit nötig werden die Texte in einem Reader zur Verfügung gestellt.

 

 

 

4391

ZP

Das Nibelungenlied: Schein und Sein im mythischen Erzählen mittelalterlicher Heldenepik (B 3)

2 St. Di 9.30-11 in S 76

P. Glasner

Beginn: 16.10.

 

Das Proseminar sucht eine Einführung zu geben in einen der zentralen Texte der sog. "Klassik des Mittelelalters", der der höfischen Literaturperiode zwischen 1170 und 1230 zugerechnet wird. Vor diesem literaturgeschichtlichen Hintergrund nimmt das Niebelungenlied nicht nur wegen seiner anonymen Autorschaft, sondern auch als Verschriftlichung mündlicher Erzähltraditionen und wegen seiner sangbaren Strophenform eine Sonderstellung ein. Neben sprach- und stoffgeschichtlichen Grundlagen zielt die Lektüre des Nibelungenliedes vor allem auf die polare Struktur von Erzählstrategien und affektiven Handlungsmotivationen. Höfische Zucht und Blutrache, Treue und Heimtücke prägen gleichermaßen die Fugurenwelt dieser mittelalterlichen Heldenepik, in der die rituelle Kommunikation als Wahrnehmungssteuerung des sozialen Raumes fungiert.
Textgrundlage: Helmut Brackert: Das Nibelungenlied. Mittelhochdeutscher Text und Übertragung, 2 Bde. (Fischer Bücherei. Bücher des Wissen. 6038. 6039). Zur Einführung: Joachim Heinzle: Das Nibelungenlied. Eine Einführung, Frankfurt a.M. 1994; Werner Hoffmann: Das Nibelungenlied. (Sammlung Metzler Bd. 7), Stuttgart 1992; Ursula Schulze: Das Nibelungenlied. (Reclam Literaturstudium; Nr. 17604), Stuttgart 1997.

   

 

Lektürekurse

 

 

 

 

4392

Lektüre ahd. Texte (bes. für Teilnehmer des Einführungskurses)

2 St. Mi. 9 (s.t.)-10 in S 68 und  Do. 10 (s.t.)-11 in S 87

P.-E. Neuser

Beginn: 17.10.

 

 

 

4393

Lektürekurs mhd. Texte (bes. für Teilnehmer des Einführungskurses)

2 St. Mi. 10 (s.t.)-11 in S 68 und Do. 11(s.t.)-12 in S 87

P.-E. Neuser

Beginn: 17.10.

 

 

 

 

 

Neuere deutsche Sprache und Literatur

 

 

 

4367

Grundbegriffe der Literaturwissenschaft (nur für ausländische Germanistik-Studierende im Grundstudium) (B 1)

2 St. Di. 13-14.30 in S 82

H. Kircher

Beginn: 16.10.

 

Dieses Seminar soll intensiver, als es in den obligatorischen Einführungsseminaren möglich ist, die wichtigsten literaturwissenschaftlichen Grundbegriffe (nicht nur die zehn, die auf der ZP-Liste stehen) verstehen helfen. Soweit möglich, wird auch ein Überblick über die deutsche Literaturgeschichte  (beginnend mit dem 16. Jahrhundert) eingefügt. Weitere Einzelheiten können in der ersten Seminarsitzung noch vereinbart werden.

 

 

 


 

4368

Grundbegriffe der Literaturwissenschaft (B 1)

2 St. Do. 19-20.30 in 204

J. Zenke

Beginn: 18.10.

 

Das Seminar soll zu klaren und kompakten Definitionen befähigen und die Problematik der Begriffe beleuchten. Es ist zur Vorbereitung auf die ZP geeignet.

 

 

 

4369

ZP

Klassiker der Literaturwissenschaft (B !)

2 St. Mi.14-16 in S 63

F. Balke

Beginn: 17.10.

 

Kommentar siehe Forschungskolleg Medien und kulturelle Kommunikation.

 

 

 

 

4370

ZP

Ästhetische Kommunikation (B 1)

2 St. Do. 16-18 in 230

T. Hahn

Beginn: 18.10.

 

'Um 1800' gewinnt eine Reflexionsfigur Kontur, die unter dem Namen 'Ästhetik' die verschiedensten Ansätze zur Definition bzw. 'Programmierung' der Kunst vereinigt. Es entstehen Texte, die mit eigenem Wahrheitsanspruch auftreten, zugleich aber – nach einer These Niklas Luhmanns – vor allem der Ausdifferenzierung des Kunstsystems dienlich sind. Das Seminar verfolgt in dieser Hinsicht ein zweifaches Ziel: Erstens wird es darum gehen, in gemeinsamer Lektüre die grundlegenden Strukturen der voraussetzungsreichen Texte zu erschließen.  Zweitens soll es um die historische Verortung der 'ästhetischen Kommunikation' gehen, dabei steht die Frage nach dem systematischen Stellenwert der Ästhetik im Vordergrund. Daran schließt sich die Frage nach der Geltungsrelevanz der in den verschiedenen Ästhetiken entworfenen Modelle an. Zur Diskussion stehen Texte von Kant, Schiller, Moritz, Schlegel und Hegel. Zur Einführung in das Thema und die Perspektive des Seminars empfiehlt sich: Gerhard Plumpe: Ästhetische Kommunikation der Moderne. Bd. 1: Von Kant bis Hegel. Opladen: Westdeutscher Verlag 1993.

 

 

 

4371

Texte zum Lachen (B 2)

2 St. Fr. 9-11 in S 63

T. Pusse

Beginn: 19.10.

 

Das Seminar behandelt Texte, die das Lachen selbst in den Blick nehmen, und zwar unter folgendem Focus: Fast überall wo es um das geht, was 'komisch' genannt wird, geht es ums Fallen. Bereits das erste philosophisch untersuchte Lachen, von dem wir wissen, bezieht sich auf einen Sturz. Auch später stolpert und stürzt es allenthalben und bis heute gehört das Fallen zum Standardgeschehen der Slapstick-Komödie. Im Fallen fällt dem Ich der Körper auf. In der abendländischen Tradition ist das Fallen überblendet vom Topos des Sündenfalls. Das Fallen geht dort in den Problemkontext der Erkenntnis und Selbsterkenntnis ein, der ebenfalls von Anfang an in den Theorien des Lachens präsent ist. 

Das Seminar will sich nicht nur anhand kürzerer Texte am Thema abarbeiten, sondern soll auch die Scheu nehmen, andere Textsorten als literarische zu betrachten und zu behandeln und wird thematisieren, was das im Einzelnen ‚bedeutet’. Teilnahmevoraussetzung ist eine kurze (ausschließlich mündliche!) Einführung in einen der behandelten Texte, Scheinvoraussetzung ein Stundenprotokoll und ein kurzer Essay zu verschiedenen Texten, oder eine Hausarbeit. Die erste Sitzung wird sich mit diesen unterschiedlichen Textformen befassen sowie mit Ihrer ersten Aufgabe:

Stellen Sie sich selbst einen Seminarreader zusammen, der folgende Texte enthält:

-Historisches Wörterbuch der Philosophie: Der Artikel zum „Lachen“.

-Platon: Das Lachen der Thrakerin (In: Theaitetos)

-Baudelaire: vom Wesen des Lachens oder das Komische in der bildenden Kunst

-Nietzsche: Die fröhliche Wissenschaft, erstes Buch Abschnitt 1 und 2

-Freud: Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten

-Kafka: Der Bau

und besorgen Sie sich E.T.A. Hoffmann: Prinzessin Brambilla und Kleist: Der zerbrochne Krug in der Reclam Ausgabe.

Wir reden dann darüber, wie Sie bei der Suche vorgegangen sind und über Ihre unterschiedlichen Quellen. Der Lexikonartikel wird als gelesen und gründlich durchgearbeitet vorausgesetzt. Viel Spaß!

 

 

 


4372

ZP

Epochen der Literaturgeschichte (B 5)

2 St. Do. 15-16.30 in XXI

H. Kircher

Beginn: 18.10.

 

Dieses Seminar ist gedacht für Studierende, die ihre literaturgeschichtlichen Kenntnisse vertiefen wollen. Nach einer eingehenden Erörterung der allgemeinen Epochenproblematik soll dann mit der Literatur der Befreiungskriege zu Anfang des 19. Jhs. begonnen werden, danach folgen Biedermeier, Junges Deutschland und Vormärz. Falls Zeit bleibt: Realismus. (Das Seminar wird im nächsten Semester fortgesetzt. Als bekannt vorausgesetzt werden folgende Texte (alle als Reclam-Bändchen erhältlich): Heine: Die Harzreise - Grabbe: Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung - Büchner: Lenz, Woyzeck - Heine: Deutschland. Ein Wintermärchen - Grillparzer: Der arme Spielmann - Droste-Hülshoff: Die Judenbuche - Stifter: Abdias – Mörike: Mozart auf der Reise nach Prag. (Also bitte unbedingt schon in den Frühjahrsferien lesen!) Zusätzlich sollen kürzere Texte bzw. Textausschnitte in den jeweiligen Seminarsitzungen verteilt werden.

 

 

 

4373

ZP

Verbrechen und andere Kleinigkeiten (B 2,5)

2 St. Do. 16-18 in S 78

M. Günter

Beginn: 18.10.

 

Im Zentrum des Seminars steht zunächst die Differenzierung des Genres ‚Kriminalgeschichte’ sowie die Frage nach dem Status des Verbrechens für das Erzählen in der Moderne, das wir an Texten von Kracauer,  Benjamin, Brecht u.a. diskutieren werden. An 'klassischen' Kriminalerzählungen aus drei Jahrhunderten (F. Schiller, Der Verbrecher aus verlorener Ehre (1792); E.T.A. Hoffmann, Das Fräulein von Scuderi (1819); E.A. Poe, The Murders in the Rue Morgue (1841); A. v. Droste Hülshoff, Die Judenbuche (1842); Th. Fontane, Unterm Birnbaum (1885); A.C. Doyle, A Study in Scarlet (1887); F. Glauser, Wachtmeister Studer (1932); H. v. Doderer, Ein Mord, den jeder begeht (1938); A. Christie, Zehn kleine Negerlein (1944); F. Dürrenmatt, Das Versprechen (1958); P. Hoeg, Fräulein Smillas Gespür für Schnee (1992)) werden wir dann der Poetik der Kriminalgeschichte in historischer Perspektive nachgehen. Neben den unterschiedlichen erzähltechnischen Funktionalisierungen der kriminellen Handlung bzw. ihrer (unmöglichen) ‚Aufklärung’ soll besonders nach dem ambivalenten Verhältnis von Kunst und Gewalt gefragt werden.

Die Bereitschaft zur Übernahme eines Kurzreferats wird vorausgesetzt.

Ein Ordner mit Seminarplan und Sekundärliteratur steht ab Anfang Oktober bereit.

 

 

4374

ZP

Drama der Aufklärung (B 2, 4)

2 St. Mo. 13-15 in S 81

D. Kurth

Beginn: 15.10.

 

In der Zeit von 1700 bis 1750 bildet sich die deutsche Komödie an französischen, englischen und italienischen Mustern heraus. Die in der Forschung gemeinhin als ‚Sächsische Typenkomödie‘ bezeichnete Gattung, die insbesondere durch Gottscheds Literaturtheorie beeinflußt wird, und deren Überwindung, die sich bereits in Lessings frühen Komödien andeutet, sollen ebenso wie die Entstehung des bürgerlichen Trauerspiels im Zentrum der Seminardiskussion stehen.

 

 

 

4375

ZP

Peter Handke – Reaktion als Avantgarde (B 5,6)

2 St. Mi. 10-12 in 204

H. Christians

Beginn: 18.10.

 

Peter Handke hat mehrfach und immer wieder von sich reden gemacht: als Provokateur in der neuen deutschen Literaturszene der sechziger und siebziger Jahre, als Filmemacher und Drehbuchautor, als politischer Kommentator der Kriege in Südosteuropa und schließlich als bis heute Buch um Buch vorlegender Autor von Romanen, Tagebüchern, Essays und Theaterstücken. Kunstvoll verkehrt Handke dabei immer wieder eingefahrene rechts/links- oder Experiment/Tradition-Schemata, mit denen üblicherweise Literatur und Intellektuelle beobachtet werden. Das Seminar will dieser Bandbreite gerecht werden und bewegt sich aus der Gegenwart zurück zu den Anfängen. Behandelt werden u.a. die Romane 'In einer dunklen Nacht' (1997), 'Niemandsbucht' (1994), 'Wiederholung' (1986), 'Chinese des Schmerzes' (1983), die Tagebücher und Interviews 'Am Felsfenster morgens' (1998), 'Geschichte des Bleistifts' (1982), 'Zwischenräume' (1987). Außerdem soll das 'filmische' Werk behandelt werden.

(Fast alle Texte sind als Taschenbücher des Suhrkamp-Verlages lieferbar.)

 

 

 


4376

ZP

Literatur der Jahrhundertwende (B 5, 6)

2 St. Mo. 18-19.30 in 230

J. Zenke

Beginn: 15.10.

 

Fin de siècle, Dekadenzdichtung , Impressionismus, Wiener Moderne, Jugendstil, Neuromantik, Neuklassizismus: die Zahl der literarischen Strömungen zwischen Naturalismus und Expressionismus übertrifft alles zuvor Gewohnte. Wie kommt es zu dieser Vielfalt? Welche literarischen, kulturellen und politischen Entwicklungen haben daran mitgewirkt? Ist unser Epochenbegriff dafür noch tauglich? Wir werden repräsentative Texte aus verschiedenen Gattungen, u.a. von Rilke, Hofmannsthal und Schnitzler untersuchen.

 

 

 

4377

ZP

Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften  (B 5, 6)

2 St. Mi. 18-19.30 in 204

J. Zenke

Beginn: 17.10.

 

Das Seminar ist ein Versuch, die Diskrepanz zwischen der außerordentlichen Wertschätzung dieses „unerzählerischen“ Romans und den Verständnisproblemen zu vermindern, vor die sich selbst Kenner moderner reflexiver Prosa gestellt sehen. Aufgabe der ersten Seminarsitzung wird die Erarbeitung von Leitfragen sein, die dem epochalen Werk ebenso wie unserer Lesesituation gerecht werden. Unerläßlich ist dafür, schon angesichts des Textumfangs, die Lektüre des Romans (mindestens aber eines erheblichen Teils) vor Semesterbeginn. Teilnehmern, die noch keine Musik-Kenntnisse haben, empfehle ich, zur Einführung zunächst einige Erzählungen Musils zu lesen.

 

 

 

4378

Dekonstruktion in der Literatur fällt aus!

D. Paß

 

 

 

4379

Die Hermeneutik des Zufalls. Literarische Inszenierungen fällt aus!

J. Romahn/A. Heuser

 

 

 

4379a

Literarische Gärten vom 18. bis zum 20. Jahrhundert (B 4, 5)

2 St. Do. 14-16 in S 54

N. Roßbach

Beginn: 18.10.

 

Der literarische Garten ist ein mit Bedeutung aufgeladener, inszenierter oder simulierter Naturraum: ein Ort der Idealität, der Kunst, der Liebe, des Todes oder auch spießbürgerlicher Enge. Die Bedeutung des literarischen Topos steht außer Frage, Gert Mattenklott spricht ihm sogar eine zentrale Rolle bei der Ausbildung der ästhetischen Moderne zu.

Im Seminar werden repräsentative Texte gelesen, in denen Gärten nicht nur schmückende Details darstellen, sondern textkonstitutiv sind. Schwerpunkte liegen in der klassisch-romantischen Periode sowie um 1900. Texte des 20. Jahrhunderts können die Frage beantworten, ob der Gartentopos sich überlebt hat – und ob allgemein, so eine gängige These, die radikale Dissoziation von Mensch und Natur in der Moderne das Naturerleben nur noch als Zitat oder Simulation zulässt. Gelesen werden (z. T. in Auszügen):

– Prosa von Goethe (Die Wahlverwandtschaften), Eichendorff (Aus dem Leben eines Taugenichts) und Stifter (Der Hagestolz)

– Lyrik von Barthold Hinrich Brockes bis Jürgen Becker

– essayistische/theoretische Texte von Christian C. L. Hirschfeld, Hermann Fürst Pückler-Muskau, Hugo von Hofmannsthal und Rudolf Borchardt

Literaturhinweise: Die Texte von Goethe, Eichendorff und Stifter sollten angeschafft und gelesen werden!

 

 

4380

Lüge, Täuschung, Fake (B 1, 2)

2 St. Mi. 15-17 in S 66

A. Rosenfelder

Beginn: 17.10.

 

Die Lüge ist ein schwer kontrollierbares Etikett: Einmal in Umlauf gebracht, wird der Verdacht der Täuschung durch alle Klärungsversuche letztlich nur weiterverschoben. Dabei markiert die Lüge stets mehr als bloß einen Ausnahmefall des Sprechens. Als fundamentaler Vorwurf stellt sie zugleich eine effektive Strategie der Grenzziehung dar: Wer die Täuschung durchschaut, scheint selbst auf der sicheren Seite zu stehen. Im Rahmen des Seminars soll untersucht werden, wie der Vorwurf der Lüge in unterschiedlichen diskursiven Konstellationen funktioniert. Eine privilegierte Adresse für diesen Vorwurf war seit ihren Anfängen die Literatur, die den Verdacht des Betrugs abzuhängen suchte, indem sie den Sonderstatus der Fiktionalität reklamierte. Zugleich hat gerade die Literatur immer wieder den Durchgriff auf das Terrain der Authentizität probiert – der antifiktionale Gestus der Popliteratur ist ein aktuelles Beispiel. Der Lügenvorwurf kann jedoch auch über den Raum der Texte hinausgreifen und aufs Ganze abzielen – sei es in der frühneuzeitlichen Vorstellung des täuschenden Gottes, der die Welt als trügerische Kulisse erzeugt, sei es im medienkritischen Szenario einer von Simulakren durchsetzten Wirklichkeit. In jüngster Zeit verdichtete sich der Diskurs über die Lüge im Begriff des medialen Fakes (exemplarisch in der Debatte über Tom Kummers gefälschte Hollywood-Interviews für das SZ-Magazin), aber auch im Vorwurf der Kriegspropaganda (der gegen so verschiedene Sprecher wie Peter Handke und Rudolf Scharping in Stellung gebracht wurde). – Zur Einführung der Essay von Harald Weinrich: Linguistik der Lüge. 6., durch ein Nachw. erw. Auflage. München: Beck 2000 (als Taschenbuch erhältlich, zusätzlich Kopie im Seminarordner).

 

 

 

4381

Körpergrotesken. Die Semantik des Somatischen in der modernen Literatur (B 1,5)

2 St. Di. 13-15 in S 90

P. Fuß

Beginn: 16.10.

 

Das Seminar untersucht Formen und Funktionen der Manifestation des Körpers in der modernen Avantgardeliteratur. Der Körper fungiert dort als ambivalentes Zeichen, daß mit unterschiedlichsten Bedeutungen aufgeladen wird. Die Spanne seiner Semantisierungen reicht vom Körper als Symbol der Befreiung und Entgrenzung bis zum Körper als Symbol der Entfremdung. Er verweist sowohl auf das jenseits der symbolisch kulturellen Ordnung Angesiedelte als auch auf die Effekte der Kultivierung.  Ausgehend von den unterschiedlichen (z.B. mechanistischen, vitalistischen, medizinischen oder grotesken) Körperkonzepten gilt es, die kulturellen Ursachen und Funktionen einer solchen forcierten Thematisierung der (meist normabweichenden) Körperlichkeit herauszuarbeiten. Dabei kommt der Körper zum einen als Objekt der Codierung durch die kulturelle Formation und zum anderen als Medium ihrer Decodierung in Betracht. – Texte: Alfred Jarry: Ubu Roi; Oskar Kokoschka: Sphinx und Strohkopf; Hermann Kasack: Der Automat; Bertold Brecht: Baal; Ernst Toller: Der deutsche Hinkemann; Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz (Auszüge), Die Tänzerin und der Leib, Das verwerfliche Schwein; Gottfried Benn: Gehirne; Ernst Weiß: Der Arzt; Carl Sternheim: Busekow, Ulrike, Posinsky; Franz Kafka: Die Verwandlung; Mynona (S. Friedlaender): Tödliche Anprobe; Der sanfte Riese; Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften (Auszüge) Samuel Beckett. Murphy. Zur Einführung: Michail Bachtin: Rabelais und seine Welt, Frankfurt/M. 1995 (stw 1187), Einleitung (49-110) u. Kap. 5 (v.a. S.357ff).

 

 

4382

ZP

Krieg und Literatur im 20. Jahrhunderts (B 1,5) fällt aus!

2 St. Fr. 14-16 in S 66

D. Hamacher

.

 

 

4383

 

 

Schreiben/Hören/Lesen. Kölner Poetik-Reihe „Schreibfiguren“ 2001/2002 (Begleitseminar zur Veranstaltung im Literaturhaus Köln) (B 5)

2 St. Mo. 16-18 in XIa

I. Breuer

Beginn: 15.10.

 

Die Kölner Poetik-Reihe „Schreibfiguren“ basiert auf einer Kooperation von Universität, Literaturhaus Köln und dem Veranstalterteam und konzentriert sich auf Fragestellungen der neuesten Entwicklungen in Literatur und Kultur. In diesem Wintersemester soll jeweils montags an 6 Abenden der speziellen Frage nachgegangen werden, welche literarischen Ansätze SchriftstellerInnen, KünstlerInnen und KomponistInnen entwickeln, die Medien in ihrer Arbeit verbinden bzw. die mit unterschiedlichen Medien arbeiten. Erwartet werden u.a. der Komponist Heiner Goebbels und der Dramatiker John von Düffel. Im Seminar werden wir die Veranstaltungen inhaltlich begleiten und evtl. auch daran mitarbeiten. Ausführlichere Informationen ab 1.9. (Aushang an R. 216 – dort auch ab sofort die Anmeldeliste; max. 50 Teilnehmer). Regelmäßige, aktive Mitarbeit und Teilnahme an den Veranstaltungen sind absolut notwendig!

 

 

 

4384

ZP

Wendezeiten. Deutsche Literatur nach 1989 (B 5)

2 St. Di. 17-19 in V

B. Plett

Beginn: 16.10.

 

Kommentar siehe Aushang im Glaskasten

 

 

 

 

4385

ZP

Science Fiction in den neuen Medien (Hörspiel, Fernsehserie, Film)

Di. 17.30-19 in S 78

H. Esselborn

Beginn: 16.10.

 

Heute präsentiert sich Science Fiction weniger in Form von Literatur als in der der neuen Medien: Film, Fernsehen und Hörspiel. Standardthemen und Motive in der Science Fiction und die jeweils spezifische Art der medialen Darstellung sollen an deutschen (Hörspiel, Fernsehserie Orion, DDR-Filme) wie amerikanischen Beispielen (Star Trek, neuere Filme) vorgeführt werden, wobei Aufführungen mit Interpretationen und theoretischen Erörterungen abwechseln werden.

 

 

 

4386

Flaneure, Roadsters und Kanakstas: Die zweite Generation der türkisch-deutschen Migrationsliteratur Blockseminar, 10./11. 11. 01, Sa.So. (jeweils 10.00 – 18.00 Uhr), 9. 12. 01, So., 10.00 – 18.00 Uhr in 204

K. Yesilada

 

 

Wir wollen uns drei Autoren der türkisch-deutschen Migrationsliteratur zuwenden, die prägend für die Wahrnehmung der zweiten Generation in den neunziger Jahren wurden: Da ist einmal der vielseitige Zafer Zenocak, dessen Lyrik bereits in den achtziger Jahren ausgezeichnet wurde, dessen Essays zur deutsch-türkischen Thematik den Diskurs entscheidend mitbestimmten, und dessen Prosa-Tetralogie bemerkenswerte Gedanken zur deutschtürkischen Literatur im wiedervereinigten Deutschland formulierte. Immer unterwegs sind auch die Helden des zweiten Autors, Selim Özdogans. Seine Roadnovels treffen den literarisch-leichten Zeitgeist. Gegen den Zeitgeist wiederum rebelliert Feridun Zaimoglu mit seinen Kanaksta-Texten: Sprachlich kreativ und provokant entwickelte sich der Autor vom enfant terrible zum Szene-Autor und Liebling des deutschen Feuilletons. – Anhand exemplarischer Interpretationen ausgewählter Texte wollen wir die Eigenheiten dieser Autoren herausarbeiten und unser Urteil über die literarische Qualität ihrer Texte dem Urteil der Literaturkritik gegenüberstellen. Zu diesen Texten können im HS Mecklenburg Hausarbeiten geschrieben werden. Ausführlicheres Info-Blatt mit Literaturangaben im Aushang und im Ordner zum Hauptseminar Mecklenburg.

 

 

 

1950er Jahre fällt aus!

A. Keck

 

 

 

4388

Autorenwerkstatt

2 St. Mi. 19-21 in S 73

B. Pütz

 

Meßlatte für die bei uns vorgestellten Arbeiten ist und bleibt ihre literarische Qualität. Daß es zu deren Beurteilung keine allgemein verbindlichen Kriterien gibt, möge unsere Gespräche auch in Zukunft spannend halten. Die Ankündigungen der „Autorenwerkstatt“ als Seminar macht unsere Runde keineswegs zum akademischen Zirkel; Voraussetzung für die Teilnahme ist daher nicht philologisches Know-How, sondern streitbares – und aktives – Engagement für eine bessere Literatur. Nur so kann die „Autorenwerkstatt“ auch in Zukunft ein kritisches Forum bleiben, das Schreibenden in und außerhalb der Universität eine Voröffentlichkeit und erste Resonanz auf eigene Texte bietet. Wer sich vorab über unsere Arbeit informieren möchte, sei auf die Anthologie „weiter im text“ verwiesen (10 Jahre Kölner Autorenwerkstatt 1980-1990, hrsg. v. N. Hummelt, Köln: Janus Verlagsgesellschaft 1991).


 

Fachdidaktik

 

 

 

4394

Fachdidaktik Deutsch interkulturell (C1, 3, 4)

2 St. Di. 8.30-10 in 230

G. Siebert-Ott

Beginn: 16.10.

 

Bereits 1996 hat die Konferenz der Kultusminister der Länder eine Empfehlung zur interkulturellen Bildung und Erziehung in der Schule beschlossen, in der sowohl grundlegende Zielsetzungen formuliert als auch konkrete Vorschläge für die Umsetzung in einzelnen Unterrichtsfächern und Lernbereichen gemacht werden.

Im Seminar sollen zum einen neuere Entwicklungen in der Fachdidaktik Deutsch – und zwar sowohl in der Sprachdidaktik als auch in der Literaturdidaktik – vorgestellt werden, die eine interkulturelle Neuorientierung des Deutschunterrichts zum Ziel haben. Zum anderen sollen konkrete Möglichkeiten einer Umsetzung dieser Zielsetzungen im Rahmen des Deutschunterrichts der Sekundarstufe I und II erörtert werden. Hospitationen im Unterricht sind geplant.

Literatur zur Einführung:

Reich, H.H.; Holzbrecher, A. & Roth, H.J. (Hrsg.) (2000): Fachdidaktik Deutsch interkulturell – Ein Handbuch. Opladen.

 

 

 

4395

Neue Medien im Deutschunterricht (C 1, 3, 4)

2 St. Do. 16.30-18 in PC 72

S. Breilmann/M. Schopen

Beginn: 18.10.

 

Die Vermittlung von Medienkompetenz ist in NRW im Wesentlichen Aufgabe des Faches Deutsch. Zudem halten das Internet,  CD-ROM Lernprogramme, Textverarbeitungs- und Präsentationssoftware  sowohl als Unterrichtsinhalte als auch als mediale Vermittler  immer häufiger Einzug in den Deutschunterricht. Das Seminar wird  der Frage nachgehen, welche fachspezifischen Themen sich durch den Einsatz dieser neuen Medien  für den Deutschunterricht ergeben und welche Perspektiven fächerübergreifenden Lernens in diesem Zusammenhang entwickelt werden können. Hierbei soll es  weniger um Aspekte der „technischen Machbarkeit“ im Umgang mit den neuen Medien gehen, als um die sinnvolle didaktische Umsetzung des oben genannten Bildungsauftrags. Hauptbestandteil des Seminars wird die Entwicklung konkreter Unterrichtseinheiten sein, die im Seminar erprobt und reflektiert werden sollen.

 

 

 

4396

Kriminalerzählungen im Deutschunterricht (C 4)

2 St. als Blockseminar (Termine: Sa. 20.10., 26.1., 2.2. jeweils 10-19 Uhr in 230)

U. Reeg

 

Kriminalerzählungen sind Texte, die von den meisten Schüler/innen gerne gelesen werden. Sie weisen eine Reihe spezifischer Elemente auf (wie z. B. der kompakt strukturierte, spannende Handlungsverlauf, das Identifikationsangebot für die Leser/innen), die auch bei einem „medienverwöhnten“ Publikum noch zu  intensivem Lesen führen. In diesem Seminar werden wir nach einer einführenden Phase in erster Linie handlungs- und projektorientierte Vermittlungsmöglichkeiten (im Rahmen des Deutschunterrichts SekI/SekII) diskutieren und erproben. Textvorschlge seitens der Teilnehmer/innen sind ausdrücklich erwünscht. Zu Beginn des Seminars wird ein ausführlicher Materialordner mit einer Bibliographie zur Verfügung gestellt.

Zur einführenden Lektüre empfohlen: Günter Lange: „Krimis im Unterricht“. In: Günter Lange u. a.: Taschenbuch des Deutschunterrichts. Literaturdidaktik. Band 2. Baltmannsweiler 1994, S. 746 – 763.

 

 

 

4397

Das Nibelungenlied im Deutschunterricht (SII/SI) (C 1,4)

2 St. Mi. 15-18 (14 tägl.) in 230

A. Mielke

 

Kann das Nibelungenlied heute noch - oder wieder -Gegenstand des Deutschunterrichts sein? Auf der Grundlage der aktuellen Nibelungenlied-Forschung und vor dem Hintergrund alter und neuer didaktischer Konzepte sollen in diesem Seminar an konkreten Beispielen verschiedene Möglichkeiten untersucht werden, ob und, wenn ja, wie Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Jahrgangsstufen mit modernen Methoden ein Zugang zu diesem Werk vermittelt werden kann. Das Werk sollte den Seminarteilnehmer/inne/n zu Beginn des Seminars bekannt sein. Mögliche Themen für Referate und Hausarbeiten werden zu Beginn des Seminars vorgestellt.

Die genauen Termine werden durch Aushang bekannt gemacht.

 

 

 

4398

Methodentraining für den Deutschunterricht (C 1,  4)

2 St. Do. 16-18 in S 57

K. Possenriede

Beginn: 18.10.

 

Die Diskussion um Unterrichtsmethoden ist spätestens seit Beginn der 90er Jahre mit Begriffen wie Handlungsorientierung, Handlungskompetenz, Lernfelddidaktik etc. wieder neu entbrannt und findet in der "Sprach-bzw.Sprechhandlungsfähigkeit" innerhalb der Fachdidaktik des DU eindeutig ihre Berechtigung.     Die Verwendung unterschiedlicher Methoden kann den DU erheblich bereichern, ohne dass die Methode zum Selbstzweck wird, wenn der didaktische Begründungszusammenhang plausibel aufführt, welches Ziel die Unterrichtseinheit verfolgt, und nachweist, dass der Unterrichtsinhalt und die gewählte Methode sinnvoll abgestimmt sind. In diesem Seminar soll sowohl ein Einblick in die mögliche Methodenvielfalt im DU gegeben werden, als auch für Planung, Durchführung und Evaluation von Unterricht grundlegende Lehrerkompetenzen trainiert werden, indem an der Konzeption von konkreten Unterrichtseinheiten gearbeitet wird. Ein möglicher inhaltlicher Schwerpunkt kann dabei die Inszenierung produktionsorientierter Textanalyseverfahren (lyrische,fiktionale expositorische Texte) sein.


 

Hauptseminare

Sprachwissenschaft des Deutschen

 

 

 

4399

Textlinguistik (A 1, 2, 3, 6) fällt aus!

2 St. Mi. 11-13 in S 58

D. Busse

Beginn: 17.10.

 

 

 

dafür:

Linguistische Diskursgeschichte

2 St. Mi. 11-13 in S 58

M. Wengeler

Beginn: 17.10.

 

In der germanistischen Linguistik ist in den letzten etwa zehn Jahren der Diskurs-Begriff für sprach­ge­schicht­li­che Forschungsvorhaben „entdeckt“ worden, und zwar zunächst in Auseinandersetzung mit und als Alternative zur Begriffsgeschichte, wie sie Historiker betreiben. In lockerer Anlehnung u.a. an Foucaults Diskurs-Begriff ist es das Ziel solcher diskursgeschichtlicher Analysen, die Wirk­lich­keits­sich­ten, Denkweisen, das soziale Wissen, die Mentalität von sozialen Gruppen in ver­gan­ge­nen Zeiten zu erkunden. Damit stellt Sprachgeschichte als Diskursgeschichte eine Erweiterung der al­ten sprachsystemorientierten und der neueren sozialgeschichtlich orientierten Sprach­ge­schichts­schrei­bung dar.

Im Seminar sollen zunächst die verschiedenen Ansätze diskursgeschichtlicher Theorie und Me­tho­dik erarbeitet werden. Im zweiten Teil werden konkrete diskurshistorische Forschungsergebnisse vor­gestellt.

Teilnahmevoraussetzung: ZP

Voraussetzung für einen Leistungsnachweis: Mündlicher Vortrag plus schriftliche Hausarbeit.

Literatur: Dietrich Busse: Historische Semantik. Stuttgart 1987.

Dietrich Busse/Fritz Hermanns/Wolfgang Teubert (Hg.): Begriffsgeschichte und Diskursgeschichte. Methodenfragen und Forschungsergebnisse der historischen Semantik. Opladen 1994.

Zeitschrift Sprache und Literatur in Wissenschaft und Unterricht

 

 

 

4400

Wortstellung im Deutschen (A 1, 2, 6)

2 St. Do. 11-13 in S 58

J. Lenerz

Beginn: 18.10.

 

Die Wortstellung im Deutschen weist gewisse Freiheiten auf. Die Bedingungen für die Umstellung von Satzgliedern sollen ebenso vorgestellt werden wie die verschiedenen Analysen, die das Problem der sog. Freien Wortstellung in den letzten Jahrzehnten zu erfassen versucht haben. 

Lektürehinweise und ein Seminarplan werden rechtzeitig vor Semesterbeginn durch Aushang (R. 344) sowie im Internet bekannt gegeben.

 

 

4400a

Werbesprache

2 St. Mo. 13-15 in S 57

M. Wengeler

Beginn: 15.10

 

In einer Zeitungsanzeige von British American Tobacco ist eine Litfasssäule mit einer Lucky Strike-Werbung abgebildet. Daneben bzw. darunter steht der folgende Text: „Wie gefährlich ist die­se Litfaßsäule? [Schlagzeile] Diese Frage bezieht sich auf die Wirkung unserer Werbung: Rau­chen Sie, liebe Raucher, mehr, wenn Sie an einem unserer Plakate für Lucky Strikes vor­bei­ge­hen? Oder fangen gar Sie, liebe Nichtraucher, mit dem Rauchen an, wenn Sie diese Kampagne sehen? Beides geschieht, so dürfen wir vermuten, nicht. Stattdessen hat unsere Werbung die Auf­ga­be, unsere Marken bekannt zu machen und ihre Marktanteile zu sichern. Welche ganz per­sön­li­che Haltung Sie zum Rauchen haben, können und wollen wir nicht beeinflussen.“

Diese Selbstthematisierung der Absichten und Wirkungsmöglichkeiten von Werbung stellt eine e­her ungewöhnliche und moderne Form der Werbung dar mit einer provokanten These, die der land­läu­fi­gen Überzeugung von der Werbung als der „geheimen Verführerin“ entgegensteht. Im Se­mi­nar sollen die vielfältigen sprachlichen Möglichkeiten und Strategien in der Werbung auf allen Ebenen der Sprachbetrachtung vorgestellt und diskutiert sowie in ihrem Zusammenspiel mit der bildlichen Gestaltung untersucht werden.

Einführende Literatur: Albrecht Greule/Nina Janich: Sprache in der Werbung. Heidelberg 1997.

Nina Janich: Werbesprache. Ein Arbeitsbuch. Tübingen 1999.

          Bernhard Sowinski: Werbung. Tübingen 1998.

Teilnahmevoraussetzung: ZP

Voraussetzung für einen Leistungsnachweis: Stundenvorbereitung und schriftl. Hausarbeit.

 

 

 

4401

Psychische Verben: Syntax, Semantik, Diachronie (A 1, 2, 4)

2 St. Do. 9-11 in S 58

B. Primus

Beginn: 18.10.

 

Im Hauptseminar sollen anhand des klar umgrenzten Bereichs der psychischen Verben (z. B. mögen, gefallen, interessieren) wichtige Aspekte der deutschen Grammatik behandelt werden: Kasusrektion, Argumentstruktur und semantische Rollen unter Berücksichtigung sprachgeschichtlicher Entwicklungen.

Teilnahmevoraussetzungen: ZP und persönliche Anmeldung. Anmeldeliste, Literaturliste und Themenliste für die Hausarbeit liegen ab Mitte September im Lehrstuhlsekretariat vor (Zi. 224).

 

 

4402

Morphologie (A 1, 2)

2 St. (als Blockseminar 18.-20.2.2002 in Haus Wiesengrund (Nümbrecht-Überdorf)

H. Vater/M. Neef

 

In der Entwicklung der theoretischen Linguistik nimmt die Morphologie eine besondere Stellung ein. In den letzten zehn Jahren hat vor allem eine Neubestimmung des Verhältnisses von Morphologie und Phonologie zur Entwicklung neuer übergreifender Grammatikmodelle geführt. Diese Tendenzen wollen wir im Seminar verfolgen, indem wir verschiedene morphologische Phänomene wie prosodisch gesteuerte Flexion oder Reduplikation aus der Sicht der Optimalitätstheorie und der Wortdesigntheorie beleuchten. Ergänzend werden wir Grundlagen der prosodischen Phonologie und des Morphologieerwerbs besprechen.

Teilnahmevoraussetzungen: ZP, persönliche Anmeldung bis zum 18.10.2001 und Anzahlung von 50 DM (Gesamtpreis für zwei Übernachtungen mit Vollpension ca. 170 DM).

Voraussetzungen für einen Leistungsnachweis: aktive Teilnahme und Ausarbeitung eines Referats (Themenliste s. Aushang ab September).

Erste Vorbesprechung: Dienstag, 23.10.2001, 18-19 Uhr in 230.

Grundlagenliteratur:

Löhken, S. (1997). Deutsche Wortprosodie. Tübingen: Stauffenburg (= SDG 56), Kp. 1.

Neef, M. (1998). Elemente einer deklarativen Wortgrammatik. Hürth: Gabel (= KLAGE 32), Kp. 1.

Vater, H. (19993). Einführung in die Sprachwissenschaft. München: Fink (= UTB 1799), Kp. 1-3.

Wiese, R. (20002). The phonology of German. Oxford: Clarendon, Kp. 3.

 

 

4403

Deutsche Sprachwissenschaft und Deutsch als Fremdsprache (2 St. als Blockseminar (Termine: 2.-4. Januar 2002; 10-14, 15-18 in 204)

C. Di Meola

 

Zunächst werden im Seminar Gemeinsamkeiten (und Unterschiede) der beiden Disziplinen “Deutsche Sprachwissenschaft” und “Deutsch als Fremdsprache” diskutiert. Sodann werden exemplarisch DaF-Lehrwerke auf ihre (sprach-)wissenschaftliche Fundiertheit untersucht, wobei wichtige Aspekte der deutschen Grammatik und Lexik in Betracht gezogen werden.

Der Seminarplan mit Lektüreangaben, eine Teilnehmerliste sowie eine Liste der Referate liegen ab September 2001 in meinem Seminarordner in der Bibliothek aus. Bitte in beide Listen eintragen und sich bei mir persönlich anmelden (E-Mail-Adresse: claudio.di_meola@uni-koeln.de; Tel./Fax: 0039-065003028). Vor Beginn des Seminars ist es unerläßlich, die Referate mit mir zu besprechen!

 

 

 

Ältere deutsche Sprache und Literatur

 

 

 

4404

Epos. Zur Kultur- und Literaturgeschichte einer Gattung von der Bhagavadgita und Homer bis zur Gegenwart (B 2, 3, 4, 5) fällt aus

2 St. Mi. 10-12 in 204

F.J. Holznagel

/ H. Christians

Beginn: 17.10.

 

 

 

4405

Das Hildebrandslied (B 3)

2 St. Mi. 12-14 in 230

U. Mehler/P.-E. Neuser

Beginn: 17.10.

 

 

 

4406

Mariendichtung (B 2, 3, 6)

2 St. Do. 14-16 in S 73

H.-J. Ziegeler

Beginn: 18.10.

 

In der Gestalt der Maria hat sich jene Epoche, die wir als „Mittelalter“ bezeichnen, als Erbin der spätantiken Literatur einer Figur bemächtigt, die geradezu zum Experimentierfeld verschiedenster literarischer Formen und deren Funktionalisierungen geworden ist. An der Figur der Maria ließen sich verschiedene Muster von Weiblichkeitsvorstellungen demonstrieren und vorführen – die Rolle der Mutter und Ehefrau ebenso wie die der maget, der Jungfrau; Merkmale von Schönheit und Intellektualität konnten in ihren Grenzen und in ihrem Verhältnis zueinander bestimmt werden; für die Rolle der Helferin auch in extremen Notlagen galt es, immer neue Situationen durchzuspielen; diskutiert wurden Fragen der Prädestination und komplexe theologische Probleme, z. B. im Zusammenhang mit dem Trinitätsdogma; Chancen wurden ausgelotet für die Strukturierung eines Lebens und die Möglichkeiten, mit Hilfe von Literatur Emotionalität (compassio) und Intellektualität zu provozieren. Dies geschieht in den literarischen Genera der Vita, des Exempels, der dramatischen und der erzählten Klage, des hochartifiziellen Preisgedichtes und des Liedes. Verbindungen zur bildenden Kunst, vor allem in einigen zentralen Themen wie dem Engelsgruß, der sog. Heimsuchung Mariens, der mater dolorosa, der Pietà, dem Tod und der Himmelfahrt Mariens, sollen in diesem Seminar ebenso diskutiert werden, wie die Vielfalt der literarischen Formen und ihr Beitrag zur Etablierung einer Figur im lebensweltlichen Zusammenhang, die in gleicher Weise offen war für Identifikationen und Projektionen eher affektiv und eher rational orientierter Glaubensvorstellungen.

Anmeldung: in den Feriensprechstunden (siehe Aushang)

 

 

 

4407

Autorschaft im Mittelalter: autor – compilator – translator – Wiedererzähler (B 3)

2 St. Di. 10-12 in S 58

U. Peters

Beginn: 16.10.

 

In diesem Seminar sollen an unterschiedlichen Textbeispielen vom 12. bis 15. Jh. die verschiedensten Möglichkeiten und Funktionalisierungen der Herausbildung und Konkretisierung eines oft sehr text- oder typenspezifischen Autorbewußtseins verfolgt werden, etwa: das Rollenspiel Liebender und Sänger in der Liebeslyrik bis zu den „autorbiographischen“ Detailrealismen in Oswalds von Wolkenstein Oeuvre, die Verbindung von spruchdichterlicher Ich-Rolle und Kunstthematik, der Erzähler des höfischen Romans als Buchgelehrter oder Hofmann, seine Engführung mit Autornamen, seine Selbstaussagen über literarische Urheberschaft,  die Autornennungen in Literaturkommentaren oder die merkwürdigen Textentstehungsgeschichten in den Prologen und Epilogen des höfischen Romans, die  Anonymitätspräsenz des Heldenepikers, die Kombination von auktorialer Augenzeugenschaft und  Wissenskompilation beim Historiographen in Reimchroniken, aber auch die verweigerte Autorschaft in Heinrich Seuses „Vita“ oder die Programmatik gelehrter auctoritas des Wissenschaftsenzyklopädisten. 

Für die Seminardiskussion wird ein Reader mit ausgewählten Textpassagen zusammengestellt.

 

 

4408

Neidharts Lyrik: Wiederholen und Konkretisierung im Repertoire der Liedtypen fällt aus!

S. Bürkle

 

 

 

4409

Sebastian Brant (B 3)

2 St. Mo. 16-18 in F

K.-H. Göttert

Beginn: 22.10.

 

Das Hauptseminar stellt ein Werk in den Mittelpunkt, das im Zusammenhang mit dem gegenwärtigen Interesse an den Medien bzw. medialen Einflüssen auf die Literatur besondere Bedeutung gewinnt. Das Narrenschiff ist bekanntlich ein frühes Zeugnis hoher Druckkunst und bietet mit der Verschränkung von Texten und Bildern besondere Voraussetzungen der Rezeption. Im einzelnen geht es

- um Brants Biographie

- um den Kontext des Humanismus

- um Quellen, Vorläufer, Vorbilder

- um den Narrenbegriff

- um Satire und Rhetorik

- um das spezielle Verhältnis von Text und Bild

- um Einzelmotive wie Seefahrt, Hofkritik, Schlaraffenland

- um das Gesamtwerk Brants und seine Wirkung

Im Seminar sollen zu den einzelnen Sitzungen Referate gehalten werden, die in den Semesterferien auszuarbeiten sind. Ein genauer Semesterplan wird in den Feriensprechstunden ausgegeben.

 

 

 

Neuere deutsche Literaturwissenschaft

 

 

 

4410

Das Alte Testament als literarisches Werk

2 St. als Blockseminar (21.-24.1.2002)

V. Neuhaus

 

Das Alte Testament – philologisch korrekter: die hebräische oder jüdische Bibel – ist eine in fast einem Jahrtausend schriftlich niedergelegte und in einem unbestimmt längeren Zeitraum davor mündlich tradierte Sammlung von Sagen, Mythen, Geschichtserzählungen, Rechtsvorschriften,  Weisheitsworten, Apokalypsen, geistlichen und weltlichen Dichtungen. Das Seminar will zum einen in diese Formen selbst einführen, zum andern die Position dieser Werke in der Weltliteratur anhand ihrer Rezeption bis in unsere Tage behandeln.

Kosten: ca. DM 250,--

Anmeldung verbindlich bis zum  22. 10.2001

 

 

 

4404

Epos. Zur Kultur- und Literaturgeschichte einer Gattung von der Bhagavadgita und Homer bis zur Gegenwart (B 2,.3,4,5) fällt aus

2 St. Mi. 10-12 in 204

F.J. Holznagel/ H. Christians

Beginn: 17.10.

 

 

 

4412

Eichendorff (fällt wahrscheinlich aus, bitte beachten Sie die Aushänge im Glaskasten!)

2 St. Di. 11-13 in F

C. Liebrand

 

 

 

4413

Aischylos, Sophokles, Euripides: Kursorische Lektüre griechischer Dramen in Übersetzung

2 St. Di. 18-20 in S 58

V. Neuhaus

Beginn: 16.10.

 

Wenige Gattungen in der europäischen Weltliteratur sind von derartiger Wirkungsmächtigkeit wie die uns überlieferten griechischen Tragödien dieser drei Autoren. Nach einer Einführung  in die Theorie (Aristoteles‘ „Poetik“) und historische Praxis werden gemeinsam gelesen: Aischylos „Orestie“, Sophokles „Ödipus“ und „Ödipus auf Kolonos“, Euripides „Iphigenie in Aulis“ und „Iphigenie bei den Taurern“.

Zur Einführung in die Dramenanalyse wird empfohlen: Gustav Freytag: Die Technik des Dramas

Alle Texte sind in Reclams Universal-Bibliothek verfügbar

 

 

4414

Frau Venus. Ein Sagenkreis in der Literatur des 19. Jahrhunderts (v. L. Tieck bis H. Mann) (B 2, 5)

2 Std. Do. 14-16 in F

R. Drux

Beginn: 18.10.

 

Die mythologische Gestalt der Liebesgöttin Venus hat die Dichter seit jeher fasziniert, aber insbesondere im 19. Jhdt., d.h. von der Romantik bis zum Fin de siècle vielfältige Projektionen ausgelöst und Phantasien freigesetzt. An ausgewählten Texten von L.Tieck (Der getreue Eckart und der Tannenhäuser; Der Runenberg), J.v.Eichendorff (Die Zauberei im Herbste; Ahnung und Gegenwart; Das Marmorbild), E.T.A.Hoffmann (Die Abenteuer der Silvesternacht), A.v.Arnim (Raphael und seine Nachbarinnen), H.Heine (Elemtargeister), R. Wagner (Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg), J.N.Nestroy (Tannhäuser), L.v.Sacher-Masoch (Venus im Pelz), R. Dehmel (Venus consolatrix) und H.Mann (Die Göttinnen, Teil III) sowie dem Spielfilm „Zauber der Venus“ soll das Seminar die Geschichte dieses Sagenkreises verfolgen und Möglichkeiten seiner kultur- und sozialhistorischen Erfassung erörtern. Genauere Hinweise zum Seminarverlauf, zu den einzelnen Texten und Leistungsnachweisen erfolgen bis Ende September. Interessenten müssen sich unter Angabe eines zu behandelnden Werkes bis spätestens zum 17.10. in die Teilnehmerliste (R 226) eingetragen haben. Beginn: Do., 18. 10.2001.

 

 

4414a

Archäologie der Melancholie  (Diskurs-Analysen, Mediengeschichte) (B 1)

Do 11-13 in VI

G. Blamberger

Beginn: 18.10.

 

Ziel des Seminars ist es, das Netzwerk der Melancholie-Diskurse historisch wie systematisch zu analysieren, von der hippokratischen Medizin bis zur Psychoanalyse der Gegenwart, von der scholastischen Theologie bis zur zeitgenössischen Soziologie. Den Leitfaden der genealogischen Studien bilden literarische Dokumente, vorzugsweise der deutschen Literatur vom 17. bis ins 20. Jahrhundert, von Gryphius’ Trauerspielen über Goethes ‚Tasso’ bis zu Thomas Manns ‚Doktor Faustus’ oder Judith Hermanns ‚Sommerhaus, später’, sowie die Meisterwerke der internationalen Melancholie-Literatur, z.B. Shakespeares ‚Hamlet’, Cervantes’ ‚Don Quijote’ u.a.m. Analysen von Melancholie-Repräsentationen im Film und anderen Künsten der Gegenwart ergänzen das Programm. Höchsteilnehmerzahl: 60 Personen, Anmeldung in meinem Sekretariat (Zi. 217) nötig.

Literaturhinweis: Raymond Klibansky, Erwin Panofsky und Fritz Saxl: Saturn und Melancholie. Studien zur Geschichte der Naturphilosophie und Medizin, der Religion und der Kunst. Frankfurt a. M. 1990.

Martina Wagner-Egelhaaf: Die Melancholie der Literatur. Diskursgeschichte und Textfiguration. Stuttgart [u.a.] 1997

 

 

 

4415

Theatralität in Literatur und Gesellschaft der Frühen Neuzeit (B 2, 4)

2 St. Di. 14-16 in 204

D. Fulda

Beginn: 16.10.

 

Theatralität kennzeichnet ! so eine mögliche Minimaldefinition ! eine Situation, in der ein regelgeleitetes Verhalten von anderen beobachtet und als Spiel unter einem bestimmten Zweck wahrgenommen wird. Theatralität ist damit nicht auf die Kunstsphäre beschränkt, sondern ein Phänomen auch bzw. zuerst der Lebenswelt (gesellschaftliches Rollenspiel, Individualität als Maske = lat. persona usw.). In der Frühen Neuzeit (16.-18. Jh.), vor der Ausbildung einer 'autonomen' Kunst, sind die Übergänge noch fließend. Theatralisch vollzog sich die Repräsentation fürstlicher Macht an den Höfen ebenso wie die Justiz; die Gerüste, auf denen Hinrichtungen inszeniert wurden, waren Bühnen der Gerechtigkeit. Markt und Tausch wurden theatralisch gedeutet, weil der Händler sich im Anpreisen seiner Waren 'verkleide' und über deren wahren Wert hinwegtäusche. Darüber hinaus diente das Theatermodell einer allgemeinen Daseinsdeutung: Die Stellung des Menschen im Kosmos und die Rolle, die jeder einzelne zu spielen hat, wurden im Medium der theatrum mundi-Metapher erörtert.

Das Seminar führt in diese und weitere Formen sozialer Theatralität ein und untersucht, wie Dramen von Shakespeares Hamlet bis Schillers Braut von Messina sie aufnehmen und zu einem Kunstmittel ausbilden, das die Bühne des Theaters schließlich von der des Lebens trennte. Anmeldung und Übernahme von Hausarbeitsthemen in den Feriensprechstunden. Der Seminarplan sowie eine Liste mit Literaturhinweisen befinden sich im Seminarordner in der Bibliothek.

 

 

4416

Loreley und Don Juan. Literarische Paradigmen der Verführung (B 4, 5)

2 St. Mo. 10-12 in S 93

L. Simonis

Beginn: 15.10.

 

Don Juan, Loreley, die Sirenen der Odyssee - diese Verführergestalten bezeichnen topische Figuren, die in der Geschichte der abendländischen Literatur immer wieder zu neuen Bearbeitungen und Adaptionen angeregt haben. Dabei verweisen die genannten Figuren nicht nur auf einen wiederkehrenden thematischen und motivischen Komplex, sondern zugleich auf ein rhetorisches Modell, einen bestimmten Modus von Kommunikation. Im Seminar wird vor allem diese besondere literarische Form der Verführungsrede näher zu diskutieren sein. Anmeldung in der 1. Sitzung.

 

 

4417

Offenbarungsmomente  (B 4, 5)

2 St. Do. 18-20 in S 58

U. Renner-Henke

Beginn: 18.10.

 

 

Wenn am Anfang des 20. Jahrhunderts ein fiktiver Brief davon erzählt, daß eine Egge auf dem Feld oder der Todeskampf von Ratten "das Gefäß" für eine "Offenbarung" werden können, wenn an dessen Ende, in einer "Stunde der wahren Empfindung", der Anblick von Kastanienblatt, Spiegelscherbe und Haarspange 'neues Leben' verspricht, dann dokumentieren diese epiphanischen Augenblickserlebnisse die Wirkmacht einer Denk- und Wahrnehmungsfigur, die der Frühromantiker Novalis literarisch gestiftet hat. Das 18. Jahrhundert, vornehmlich damit beschäftigt, 'Wahrheiten' zu (er-)finden, die auf (natur- oder parawissenschaftlichem) Beobachten gründen, produzierte beiläufig jene "Offenbarungsmomente" (Novalis), die zum magischen Fluchtpunkt für eine ganze Reihe von Texten noch des 20. Jahrhunderts wurden. Im Seminar wollen wir ihrer Konstruktion nachgehen und fragen, wie sie in der Moderne überhaupt gedacht bzw. gestaltet werden können.  Materialbasis sind insbesondere Novalis: Heinrich von Ofterdingen; Hofmannsthal: Der Brief des Lord Chandos; Ders.: Die Briefe des Zurückgekehrten; Ilse Aichinger: Die größere Hoffnung; Handke: Die Stunde der wahren Empfindung.

 

 

 

4418

Männliche Identitätsgewinne und –krisen im kulturellen Prozeß der Neuzeit (B 1, 2, 4, 6)

2 St. Di. 15-17 in S 58

E. Kleinschmidt

Beginn: 16.10.

 

Die 'männliche' Perspektive im gender-Diskurssystem der Neuzeit zu betonen, wirkt nur auf den ersten Blick traditionell, weil diese ohnehin immer schon diskutiert scheint. Faktisch besteht ein großer Nachholbedarf angesichts feministisch initierter Theoriedebatten, deren Reflexionsgrad die weiblichen Textprofile hoizonterweiternd bereichert hat. Ähnlich anspruchsvoll moderierte, Männlichkeit kritisch profiliernede Lektüren existieren noch kaum. Hier soll anhand einiger exemplarischer Werke sowohl theorie- wie anwendungsbezogen Neues anhand eines 'Textkanons' zwischen 18.Jh. und 'klassischer' Moderne angedacht werden. Zur Debatte stehen neben kürzeren, in Readerform zur Verfügung stehenden Texten (am Semsteranfang): J.W.Goethe Torquato Tasso; H.v.Kleist Prinz von Homburg; Hebbel Gyges und sein Ring; J.P.Jacobsen Niels Lyhne; R.M.Rilke Cornet; H.v.Hofmansthal Der Schwierige; R.Musil Vinzent oder die Freundin bedeutender Männer; E.Jünger Marmorklippen. Hinzu treten noch einige Theorie-Texte (als Kopiervorlage). Das Seminar verzichtet auf Referate zugunsten gemeinsamer, intensiver Diskussion. Ein Seminarschein wird durch eine in den Semesterferien abzufassende Hausarbeit (ca. 25 Seiten) nach persönlicher Absprache über ein Thema eigener Wahl erworben. Die TeilnehmerInnenzahl ist (im Rahmen der Raummöglichkeiten) beschränkt. Eine Liste hängt ab der letzten Semesterwoche des SS  01 am Brett neben meinem Büro (246) aus.

 

 

 

4419

Expressionismus als gesamtkulturelle Bewegung (B 5, 6)

2 St. Mo. 16-18 in S 91

E. Kleinschmidt

Beginn: 15.10.

 

Das Seminar beschäftigt sich mit der Selbstinszenierung jener zentralen deutschen Epochenbewegung der 'Moderne', des Expressionismus, dessen schöpferische Potentiale bis auf wenige Autoren und Werk dem kulturellen Bewußtsein (mit Ausnahme der bildenden Kunst) entschwunden sind. Es soll versucht werden, diesen emphatisch entworfenen künstlerischen Aufbruchsraum kritisch zu mustern, um Leistung und faktisch selektives Vergessen gleichmermaßen zu verstehen. Dabei geht es materiell neben der Literatur selbst (Lyrik, Theater, Prosa) wesentlich auch um poetologische Postulate wie um die Vernetzung der Künste (u.a. Kandinsky, Kokoschka, Klee, Schönberg). Angesichts begrenzter Greifbarkeit und auswählender Akzentuierung werden die Texte (von Benn, Döblin, Einstein, Hasenclever, Heym, Kayser, Sternheim, Stramm, Trakl) in Reader-Form zur Verfügung gestellt (zu Semesteranfang). Das Seminar verzichtet auf Referate zugunsten gemeinsamer, intensiver Diskussion. Ein Seminarschein wird durch eine in den Semesterferien abzufassende Hausarbeit (ca. 25 Seiten) nach persönlicher Absprache über ein Thema eigener Wahl erworben.

Die TeilnehmerInnenzahl ist (im Rahmen der Raummöglichkeiten) be-schränkt. Eine Liste hängt ab der letzten Semesterwoche des SS 01 am Brett neben meinem Büro (246) aus

 

 

 

 

Mitteleuropa. Literatur und Raum  fällt aus!

N. Wegmann

 

 

 

4420

Das Groteske in der Literatur (B 1, 2)

2 St. Di. 16s.t.-19 in 204 (14tägig))

N.Wegmann/H. Christians

Beginn: 17.10.2001

 

Das Groteske als Vermischung und Kombination heterogener, eigentlich unvereinbarer Phänomene - Komik und Grauen, Schönes und Häßliches usw. - hat heute Hochkonjunktur. Solche systematisch herbeigeführten Verzerrungen reichen bis zur Darstellung des Monströsen. Deformation, Dekomposition und Destruktion sind Arbeitstechniken des Grotesken in allen Künsten. Diese negative Poetik erschwert eine präzise Bestimmung des Grotesken. Das Seminar bearbeitet diese Schwierigkeit durch eine historisch abgestufte Annäherung. Das Spektrum reicht so von Justus Mösers (1761) und Johann Georg Sulzers (1792) poetologischen Studien über die literarischen Grotesken von Meyrink, Mynona (1913) und Kafka bis zu Wolfgang Kaysers Standardwerk (1957). Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf aktuellen Debatten über das Groteske als Schlüsselkategorie einer avancierten Wahrnehmung der Gegenwart, weil nur mit ihren Mitteln der Zugang zum Abseitigen und Verdrängten einer Kultur gelingen soll. Hierzu sollen insbesondere Beispiele aus der Filmgeschichte (Keaton bis Lynch) und der Medientheorie diskutiert werden.

(Das Seminar findet 14tägig statt, um die gegenstandsnahe Diskussion der ausgewählten Filmbeiträge zu gewährleisten.)

LH: Justus Möser, Harlekin oder Verteidigung des Groteske-Komischen, Neckargemünd (2000); Wilhelm Fraenger, Formen des Komischen, Dresden (1995); Wolfgang Kayser, Das Groteske. Seine Gestaltung in Malerei und Dichtung, Oldenburg (1957)

 

 

 

4421

Wiener Kultur um 1900 (B 5)

2 St. Di. 14-16 in B IV (UB)

P.J. Brenner

Beginn: 23.10.

 

In der einlässlichen Interpretation von Schlüsseltexten sollen Grundzüge der Literatur der Wiener Moderne  um 1900 in ihren ideen-, kultur- und sozialgeschichtlichen Bezügen erarbeitet werden.  – In dem Seminar werden keine Referate vorgetragen; Scheinerwerb erfolgt durch Hausarbeiten.  Eine persönliche Anmeldung in meinen Sprechstunden ist erforderlich.

Folgende Texte werden besprochen; ihre Kenntnis ist verbindlich und muss ausnahmslos bei der Anmeldung zum Seminar vor Semesterbeginn nachgewiesen werden: Hermann Broch: Hofmannsthal und seine Zeit. Eine Studie (Suhrkamp).- Sigmund Freud: Traumdeutung (Fischer). - Arthur Schnitzler: Der Reigen. Zehn Dialoge. (Fischer). – Leopold von Andrian: Der Garten der Erkenntnis (Manesse). – Richard Beer-Hofmann: Der Tod Georgs (Reclam) (auch andere Ausgaben können  jeweils gelesen werden). - Weitere Texte werden folgendem Sammelband entnommen: Die Wiener Moderne. Literatur, Kunst und Musik zwischen 1890 und 1910. Hg. v. Gotthard Wunberg Stuttgart: Reclam  1995. – Zur vorbereitenden Lektüre nenne ich: Dagmar Lorenz: Wiener Moderne. Stuttgart/Weimar: Metzler 1998 (Sammlung Metzler 290).

(Die Lehrveranstaltungen von Herrn Brenner beginnen erst in der zweiten Semesterwoche. Letzte Anmeldung Di.23.10. 11 Uhr.)

 

 

4421a

Wilhelm Busch und seine Zeit (B 5)

2 St. Do. 18-20 in 230

W. Pape

Beginn: 18.10.

 

Generationen Deutscher sind mit dem sogenannten humoristischen Hausschatz Wilhelm Buschs aufgewachsen, und solche Rezeption hat Busch in jeder Beziehung verharmlost. Anhand von verschiedenen Problemkreisen wie Intermedialität, Komik, Grausamkeit, Strafe, Natur und Bildung soll sein Werk als Kunstwerk und im Kontext der Literatur-, Kunst- und Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts untersucht werden. — Zur Einführung empfehle ich mein Bändchen über Wilhelm Busch in der Sammlung Metzler. Die Teilnehmer des Seminars sollten bereits zu Beginn des Seminars mit den Bildergeschichten und Gedichten Buschs vertraut sein. Anmeldung und Übernahme von Hausarbeiten ab sofort in meinen Sprechstunden (Zi 322) und in den Sprechstunden der Mitarbeiter (Zi 229). Beginn: 18. Oktober.

Sprechstunde im Semester: Di 11 Uhr in Raum 322

Sprechstunden der Mitarbeiter: siehe Anschläge Raum 229 Ein Plan mit den Themen der einzelnen Sitzungen und weiteren Sitzungen hängt ab Anfang Juli aus (Kopien zum Mitnehmen neben meinem Zimmer 322) und ist im Internet auf meiner Homepage: http://www.uni koeln.de/phil fak/idsl/dozenten/pape

 

 

 

4422

Deutsche Literatur türkischer Autoren (B 5,6)

4 St. Mo. 14-18 in 230

N. Mecklenburg

Beginn: 15.10.

 

Deutschsprachige Literatur von Autoren nichtdeutscher Herkunft wird heute als 'Migrantenliteratur' oder - neuerdings - als 'interkulturelle' Literatur rezipiert und erforscht. Das Seminar soll dieses (gar nicht mehr so) neue Feld der deutschen Gegenwartsliteratur erschließen, indem es sich exemplarisch der mit Abstand größten Gruppe widmet, nämlich Autorinnen und Autoren türkischer Herkunft. Behandelt werden sollen/können u. a.: Emine Sevgi Özdamar (Hauptschwerpunkt), Zehra Cirak, Sinasi Dikmen, Osman Engin, Selim Özdogan, Yüksel Pazarkaya, Zafer Senocak, Feridun Zaimoglu, Dilek Zaptcioglu. – Ein Infoblatt mit Literaturhinweisen und Themen für Hausarbeiten ist ab Anfang September im Ordner für das Seminar zu finden. Erläuterung des Seminarprogramms und Anmeldung in der Eröffnungssitzung. - Dringend empfohlen wird der Besuch eines einführenden und ergänzenden Proseminars (s. o.) als Wochenend-Blockseminar von Karin Yesilada (am 10./11. 11., 9. 12.).

 

 


 

4423

Drehbuch-Analysen (B 2, 5)

2 St. Mi. 9-11 in S 58

G. Blamberger / Epping-Jäger

Beginn: 17.10.

 

Obwohl die audiovisuellen Medien Leitmedien unserer Kultur geworden sind, sind Geschichte, Theorie und Formen des Drehbuchs weitgehend unerforscht. Auf dem Buchmarkt finden sich vor allem Ratgeber von Drehbuchlehrern für die Schreibpraxis, am Set dagegen gequälte Schauspieler und Regisseure, die unspielbare Vorlagen immer wieder selbst korrigieren müssen, weil Autoren häufig das Wissen um die spezifische Grammatik der Filmsprache bzw. die konkreten Produktionsbedingungen fehlt und Redakteuren die dramaturgischen Kenntnisse zur Analyse von Stärken und Schwächen eines Drehbuchs oder schlicht die Zeit, die zehnte Fassung noch zu optimieren. Das Seminar wird mit Hilfe von Fallstudien aus der Film- und Fernsehgeschichte, an Gelungenem und Mißlungenem, Kriterien für Drehbuchlektüren zu entwickeln suchen. Material dafür wird zu Semesterbeginn in einem Reader ausgegeben. Höchstteilnehmerzahl 40 Personen, Anmeldung in meinem Sekretariat (Zi. 217) nötig.

 

 

 

4424

Friedrich Nietzsche und seine Rezeption in der Literatur der Moderne (B 1,2,6)

2 St. Do. 12-14 in S 65

S. Grimm

Beginn: 18.10.

 

Kein anderer hat die Literatur der Jahrhundertwende so nachhaltig beeinflußt wie der Dichter und Philosoph Friedrich Nietzsche. Das Seminar versucht, diese Einflüsse bei Hugo von Hofmannsthal, Rainer Maria Rilke, Gottfried Benn, Thomas Mann (Dr. Faustus), Robert Musil (Der Mann ohne Eigenschaften) u.a. nachzuweisen. Thematisch geht es um Nietzsches Sprachphilosophie, seine Theorie des Übermenschen, sein Verständnis des Lebens als „ästhetisches Dasein“, die Kunstprinzipien `apollinisch-dionysisch´ und seine Vitalismus-Ideologie. Grundlage der Nietzsche-Lektüre sind u.a. Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne (Ordner) , Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik (Reclam-UB 7131) und Also sprach Zarathustra (Reclam-UB 7111). Zur Einführung empfehle ich: Nietzsche-Handbuch. Leben-Werk-Wirkung. Hrsg. von Henning Ottmann. Stuttgart; Weimar: Metzler 2000, bes. S.444-466 (Ordner).

 

 

 

4425

Zwischen „Inventur“ und „Blechtrommel“. Literatur von 1945-1960 (B 5)

2 St. Mo. 9-11 in B VI

D. Haberland

Beginn: 15.10.

 

Die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg sind nicht nur in literarischer Hinsicht aufschlußreich: In ihnen mischen sich Tradidtion und Innovation, sie haben politisch, kulturell  und ästhetisch den Charakter sowohl einer Zäsur wie einer Brücke unter dem Vorzeichen der polititischen und wirtschaftlichen Blockbildung. – In diesem Seminar soll anhand ausgewählter Beispiele aus allen Gattungen diese heute geradezu „klassiche Periode“ analysiert werden. Die Liste dieser Werke hängt ab sofort am Schwarzen Brett aus. Es können auf Wunsch der TeilnehmerInnen zu Beginn des Seminars noch weitere Texte aufgenommen werden.

Teilnahmebedingungen: Regelmäßige Teilnahme und Seminararbeit.

Für Prüfungskandidaten und Vorabinfos bin ich telefonisch erreichbar: Di-Fr. 02102/965 212 , Fr.-Mo. 0228/262142

 

 

 

4426

Literarische Kinderbücher des 20. Jahrhunderts (Michael Ende, J.K. Rowling, J.R.R. Tolkien) (B 2, B 5)

2 St. Fr. 10-12 in S 89

A. Simonis

Beginn: 19.10.

 

Das Seminar beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Werken von J.R.R. Tolkien (Der kleine Hobbit, Der Herr der Ringe), Michael Ende (Die unendliche Geschichte) und J.K. Rowling (Harry Potter und der Stein der Weisen). Anhand der genannten Textauswahl sollen  allgemeine Gattungsmerkmale des Kinderbuchs herausgearbeitet werden. Ferner ist die Frage zu diskutieren, warum einige Kinderbücher zu Bestsellern avancieren und über die eigentliche Zielgruppe hinaus ein breites Publikum von Erwachsenen erreichen. Eigentlich als Fortsetzung zum Kinderbuchklassiker The Hobbit geplant, wurde aus Tolkiens The Lord of the Rings (mit einer Auflagenhöhe von 100 Millionen Exemplaren) das meistverkaufte Buch des 20. Jahrhunderts. Auch die Verfilmungen der genannten Texte sollen Berücksichtigung finden, wie etwa die Neuverfilmung von The Lord of the Rings durch Peter Jackson, die im Dezember 2001 in den Kinos anläuft. Probleme der Literaturverfilmung sind dabei ebenso relevant wie die Aspekt der Vermarktung, etwa die Rolle des Internets und der Medien.

Anmeldung in der 1. Sitzung.

 

 

4427

‚Race‘ im Film (B 1, 2)

2 St. Mi. 11-13 in S 91

C. Liebrand

Beginn: 17.10.

 

Im Fokus der kulturwissenschaftlich ausgerichteten Filmwissenschaft standen in den letzten Jahren neben der Untersuchung von gender-Konfigurationen die Bestimmung der Funktionsstelle ‚race’ (anregend in bezug auf diese Problemstellung gewirkt haben vor allem die Afro-American Studies, aber auch die ‚White Studies’: „which is the study of whiteness as a historically constructed ethnic oder cultural identity“). Das Seminar wird sich mit Inszenierungsformen von race in amerikanischen Filmen seit den 30er Jahren (Gone With the Wind [USA 1939]; Imitation of Life [USA 1959] bis hin zu Anna and the King [USA 1999] und Spike Lees Bamboozled [USA 2000]) beschäftigen. Interessieren werden die komplexen Prozesse filmischer Konstruktion ethnischer Identität auch in ihren Interferenzen in bezug auf ‚class’ und ‚gender’.

Das Seminar findet zweistündig statt; der zusätzliche Besuch des wöchentlichen ‚Filmvorführungstermins’ montagabends (19 bis 21 Uhr in S 67) ist aber obligatorisch. Gute Englischkenntnisse werden vorausgesetzt.

Einführende Literatur: (die race-bezogenen Artikel in) Simon During (ed.): The Cultural Studies Reader.

London, New York: Routledge 1999.

 

 

 

4428

Literatur nach Auschwitz II. Probleme und Möglichkeiten (B 5)

2 St. Mo. 14-16 in S 82

H. Esselborn

Beginn: 15.10.

 

In Fortsetzung des Seminars vom SS, dessen Besuch aber keine Voraussetzung ist, sollen die Darstellungsprobleme des Holocaust und die ästhetischen Folgen von Auschwitz an folgenden Texten erörtert werden, die meist eine größere Distanz einnehmen: R. Hochhuts Stellvertreter, der keine direkte Darstellung wagt, R. Klügers literarisierter Zeugenbericht Weiterleben, W. Köppens Präsentation der Erlebnisse eines Opfers J. Littners Erlebnisse aus dem Erdloch, Hilsenraths groteske Darstellungen Der Nazi und der Friseur und Die Nacht und die indirekten Spiegelungen in B. Schlinks Der Vorleser und M. Beyers Flughunde.


 

Oberseminare

Sprachwissenschaft des Deutschen

 

 

 

 

Alltagslogik

2 St. Mi. 13-15 in S 57

M. Wengeler

Beginn: 17.10.

 

Rhetorik und Sprachwissenschaft beschäftigen sich in jüngerer Zeit nicht mehr nur normativ damit, was eine gute, vernünftige oder „richtige“ Argumentation auszeichnet und wie daher All­tags­ar­gu­men­tationen mit wissenschaftlichen Standards als korrekt oder defizitär zu beurteilen sind, sondern auch damit, wie im Alltag real argumentiert wird und welches gesellschaftliche Wissen, welche allgemein akzeptierten Schlussregeln dabei zu Grunde gelegt werden. Im Seminar sollen entsprechende Ansätze durch gemeinsame Lektüre erarbeitet werden und Ideen entwickelt werden, wel­che em­pirischen Forschungsaufgaben sich aus einer solchen Beschäftigung mit All­tags­ar­gu­men­ta­ti­onen ergeben (können).

Literatur: Aristoteles: Topik. Herausgegeben, übertragen und in ihrer Entstehung erläutert von Dr. Paul Gohlke. Paderborn 1952.

Kienpointner, Manfred 1992: Alltagslogik. Struktur und Funktion von Argumentationsmustern. Stuttgart-Bad Cannstatt.

Kienpointner, Manfred 1996: Vernünftig argumentieren. Regeln und Techniken der Diskussion. Reinbek.

Ottmers, Clemens 1996: Rhetorik. Stuttgart/Weimar.

 

 

 

 

Neuere deutsche Literaturwissenschaft

 

 

 

 

4429

Aspekte der Wissensgesellschaft (B 1)

2 St. Di. 16-18 in 230

P. J. Brenner

Beginn: 23.10.

 

In dem Seminar werden historische und aktuelle Aspekte des „Wissens“ und der „Wissensgesellschaft“ erörtert. Im Zentrum steht zunächst die wissenssoziologische Diskussion der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, die sich um die Konzeption Karl Mannheims und Max Schelers zentrierte; danach werden aktuelle Theorie-Vorschläge diskutiert. – Zunächst denke ich an die Besprechung folgender Texte: Karl Mannheim: Konservativismus. Ein Beitrag zur Soziologie des Wissens (Suhrkamp). – Max Scheler: Erkenntnis und Arbeit (Klostermann). – Helmut F. Spinner: Die Architektur der Informationsgesellschaft (Philo/Syndikat). – Helmut Willke: Systematisches Wissensmanagement (Lucius & Lucius/UTB). – Eine Anmeldung in den Sprechstunden oder per e-mail (pj.brenner@bnbt.de) ist erforderlich. Bei Vorliegen der Voraussetzungen kann in dem Seminar ein Schein erworben werden. (Die Lehrveranstaltungen von Herrn Brenner beginnen erst in der zweiten Semesterwoche. Letzte Anmeldung Di.23.10. 11 Uhr.)

Mi. 13 Uhr und nach Vereinbarung

 

 

 

4430

Der „Nazi-Meyer“ als Quelle der nationalsozialistischen ‚Weltanschauung‘ (B 5)

2 St. Mi. 18-20 in S 58

V. Neuhaus

Beginn: 17.10.

 

Kurz nach der >Machtübernahme< 1933 stand Meyers Konversationslexikon zur turnusmäßigen Neuausgabe an. Die Redaktion nahm das zum Anlaß einer vollständigen Neubearbeitung, die den verquollenen Vorstellungen der neuen Machthaber und ihrer zahlreichen Gefolgsleute Rechnung trug. So entstand die dichteste Sammlung zur herrschenden Ideologie. Das Seminar behandelt anhand von Referaten der Teilnehmer wichtige Stichwörter aus Geschichte, Kulturgeschichte, Philosophie, Literatur etc.

Das Lexikon ist in der Institutsbibliothek vorhanden.

 

 

 

4431

Pathos (B 1,2,4,5)

2 St. Di. 19-21 in 204

E. Kleinschmidt

Beginn: 16.10.

 

Das Seminar möchte sich mit einer in der Kulturgeschichte lange Zeit vertrauten und wichtigen Figuration auseinandersetzen, deren aktueller Aufruf zumeist nur noch trivial oder parodistisch erfolgt. Der Pathos-Diskurs, ursprünglich dem rhetorischen Affektbereich des Erhabenen zugeordnet, hat eine reiche und intellektuell anspruchsvolle Geschichte, deren Konstellationen innovativ auch und gerade die 'Moderne' bestimmen, wo auch der Wissenschaftsbereich davon inspiriert wird (z.B.Warburgs Pathosformeln). Selbst postmoderne Positionen (z.B. bei H.Müller, Botho Strauß) integrieren Pathos-Aspekte neu. Die funktionale und kulturwissenschaftlich differenzierte Aufarbeitung der Kategorie Pathos in der Literatur, aber auch partiell zumindest in Kunst und Musik, sollen aufgearbeitet werden, um Pathos-Theorie und ihr komplexes signifikantes Formelinventar (neu) zu bestimmen. Kürzere (z.B.Schillers Über das Pathetische) und nur ausschnitthaft relevante (z.B. Hegel, Nietzsche) Texte stehen in Readerform (zu Semesteranfang) zur Verfügung (Übersichts-Liste ab Ende Juli am Brett neben Raum 246). Zur Anschaffung (als Einstiegstext): (Pseudo-)Longinus Vom Erhabenen (R). - Das Seminar sieht von Refreaten ab und konzentriert sich auf eine intensive Diskussion. Ein (HS-)Schein kann erworben werden. Die TeilnehmerInnenzahl ist (im Rahmen der Raummöglichkeiten) beschränkt. Eine Liste hängt ab der letzten Semesterwoche des SS 01 am Brett neben meinem Büro (246) aus.

 

 

 

4432

Androiden in Literatur und Film als Paradigma einer interdisziplinären Motivforschung (B 2,6)

2 St. Do. 18-20 in S 73

R. Drux

Beginn: 18.10.

 

Fragen einer Motivforschung, die kulturwissenschaftlich ausgerichtet ist und verschiedenartige Medien umfaßt, sollen am Motivkomplex des Maschinenmenschen diskutiert und an Texten und Filmen, die sich diesem widmen, kritisch verfolgt werden. Neben den schon für die Vorlesung genannten Texten sind hierzu insbesondere noch Filme wie Blade Runner und Terminator heranzuziehen.

Genauere Angaben über Werke und mögliche Leistungsnachweise bei der persönlichen Anmeldung (!), die bis zum 17.10. in R. 226 zu erfolgen hat.

(für Studierende ab 7. Semester)


 

Kolloquien

 

 

 

Sprachwissenschaft des Deutschen

 

 

 

4433

Linguistischer Arbeitskreis

2 St. Mi. 18-20 in 230

B. Primus/J. Lenerz

Beginn: 17.10.

 

Im Rahmen dieses Kolloquiums sollen vor allem Forschungsthemen von Doktorand(inn)en und Examenskandidat(inn)en vorgestellt und diskutiert werden. Eine schriftliche Anmeldung wird erbeten.

 

 

 

Ältere deutsche Sprache und Literatur

 

 

 

4434

Die mittelhochdeutsche Lyrik. historisch-systematischer Überblick mit Diskussion aktueller Forschungen (14-tägl. mit obligatorischem Blockseminar zum Abschluß des Semesters (A 4, B 3) fällt aus!

2 St. Do. 14-16 in 230

F. J. Holznagel

Beginn: 18.10.

 

 

 

4435

Mediävistische Neuerscheinungen (B 2, 3, 6)

2 St. Mi. 10-12 in 230

H.-J. Ziegeler

Beginn: 17.10.

 

Das Kolloquium dient der Diskussion von Neuerscheinungen, die für die germanistische Mediävistik von Interesse sind; dies schließt die Möglichkeit ein, eigene gerade entstehende (oder entstandene) Arbeiten zur Diskussion zu stellen. Das Programm richtet sich nach den Wünschen und Interessen der Teilnehmer/innen.

 

 

 

4436

‚Parzival‘-Übersetzung und Kommentierung (B 3, A 4)

2 St. Do. 10-12 in F

H.-J. Ziegeler

Beginn: 18.10.

 

Das Kolloquium setzt eine Arbeit fort, die im vergangenen Wintersemester 2000/01 begonnen hat. Es hat zwei Aufgaben – zum einen die Vorbereitung und Ausarbeitung einer neuen Übersetzung von Wolframs ‚Parzival’ und damit – zum andern – das Üben von Übersetzen und Kommentieren eines mhd. Textes (wie es in den Examina verlangt wird). Daß die genaue Lektüre, die dafür erforderlich ist, auch der Erarbeitung eines Spezialgebietes dienlich ist und darüber hinaus auch einiges Vergnügen bereiten dürfte, ist im Gegenstand der Arbeit begründet – dem ‚Parzival’-Roman Wolframs von Eschenbach, vor allem den sog. ‚Gawan-Büchern’, in diesem Fall insbesondere Buch VIII.

 

 

 

Neuere deutsche Literaturwissenschaft

 

 

 

4437

Schnitzlers „Leutnant Gustl“ und andere Erzählungen (B 5, 6)

2 St. Fr. 13-15 in S 83

U. Renner-Henke

Beginn: 19.10

 

Obwohl die Prosa Arthur Schnitzlers zeitgebunden erscheint, fordert sie noch immer heraus (so zuletzt den Filmemacher Stanley Kubrick). Wir wollen uns deshalb im Seminar einer praktischen Seite literaturwissenschaftlicher Tätigkeit zuwenden, der Vermittlung nämlich, und darüber nachdenken, mit welcher Art von Kommentar und Materialien Schülern/Studenten/innen Verstehenshilfen angeboten werden könnten - etwa für eine neue Leseausgabe. Dabei werden wir zwangsläufig auf grundsätzliche literaturtheoretische und kulturwissenschaftliche Fragen zu sprechen kommen, etwa nach dem historischen Ort des 'Inneren Monologs', nach der Inszenierung des 'mimetischen Begehrens' u.a.m.  

Literatur: Arthur Schnitzler: Leutnant Gustl und andere Erzählungen. Frankfurt a.M. 1977 u.ö. (Das erzählerische Werk Bd. 2) (FTB 1961); Ders.: Jugend in Wien. Autobiographie. München 1971 (dtv 775); Hartmut Scheible: Schnitzler. Reinbek 1976 u.ö. (rm 235) - Dorrit Cohn: Transparent Minds. Narrative Modes for Presenting Conciousness in Fiction. Princeton 1978.

 

 

 

4438

Freudlektüren fällt wahrscheinlich aus, bitte beachten Sie die Aushänge!

2 St. Mo. 19-20.30 in S 83

C. Liebrand

 

 

 

4439

Wissenschaft und Berufspraxis (B 1, 2)

2 St. Mi. 13-15 in G

G. Blamberger

Beginn: 17.10.

 

1789, in seiner Antrittsvorlesung in Jena, teilte Schiller seine Studenten in „Brotgelehrte“, die sich für ein Amt oder Beruf auszubilden wünschten, und „philosophische Köpfe“, die den „Geist [...] als Geist zu vergnügen“ suchten. Letzteren gab er den Vorzug. Mit diesem Idealismus ist es in den Geisteswissenschaften seit den 80er Jahren vorbei, praxisorientierte  Studiengänge werden entwickelt, die die Kluft zwischen akademischer Ausbildung und beruflichen Anforderungen schließen helfen sollen. Dabei fehlt es zumeist an wissenschaftstheoretischen Überlegungen über Begründung, Eigenart, Ordnung und Leistung anwendungsbezogenen Wissens. Ein Seitenblick in Disziplinen, in denen die Grundlagenreflexion von Disziplinen, in denen Anwendungswissen seit jeher eine Rolle spielt, wie Technikwissenschaften, Medizin, Pädagogik etc., könnte hier helfen. Das Seminar soll solche Konzepte angewandten Wissens vergleichen und das Verhältnis von Wissen und Handeln in der Praxis erproben, an Beispielen der Literaturvermittlung vor allem (LitCologne, Literaturhaus, Zeitungsrezensionen etc.). Aktive Mitarbeit in den Projekten ist für den Erfolg des Seminars nötig, Scheinerwerb möglich bei der Anfertigung einer schriftlichen Hausarbeit. Voranmeldung bitte in meinem Sekretariat (Zi. 217).

Literaturhinweis: Georg Jäger und Jörg Schönert (Hg.): Wissenschaft und Berufspraxis. Paderborn, München, Wien, Zürich 1997.

 

 

Examens- und Doktorandenkolloquien

Sprachwissenschaft des Deutschen

 

 

 

4440

Examenskolloquium

2 St. (14-tägl.) Do. 13-15 in S 94

J. Lenerz

Beginn: 18.10.

 

 

 

4440a

Examenskolloquium

1 St. Mi. 12-13 in S 94

B. Primus

Beginn: 17.10.

 

Das Kolloquium dient der intensiven Vorbereitung auf die schriftlichen und mündlichen Abschlussprüfungen der Examenskandidat(inn)en, die bei mir die Prüfung ablegen möchten.

Die Teilnahme an der ersten Sitzung gilt als allgemeine Examensberatung und kann bescheinigt werden.

 

 

Ältere deutsche Sprache und Literatur

 

 

 

4441

Examenskurs

2 St. Di. 14.30-16 in 230

K.-H. Göttert

Beginn: 23.10.

 

 

 

 

Examenskolloquium fällt aus!

U. Peters

 

 

 

Neuere deutsche Literaturwissenschaft

 

 

 

4443

Literaturgeschichtliches Repetitorium (mit Simulation schriftl. u. mdl. Prüfungen).

2 Std. Mi 18-20 in S 94

R. Drux

Beginn: 17.10.

 

Dieses ausschließlich für Studierende, die sich demnächst bei mir dem Staats- und Magisterexamen unterziehen wollen / müssen, gedachte Kolloquium bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, eins ihrer Prüfungsthemen im Seminar vorzustellen und sich dessen Fragen auszusetzen; in einzelnen Fällen kann dieses auch in der Form einer Klausur behandelt werden. Da sich der Seminarplan aus der Zusammenstellung der verschiedenen Themen und der ihnen zugrundeliegenden Texte ergibt, ist eine möglichst frühe Anmeldung unbedingt anzuraten, spätestens aber bis zum 16.10. in R 226 (Eintragung in die Liste mit Angabe eines Themas/Textes).

 

 

 

4444

Repetitorium der Literaturgeschichte I: Vom Barock bis zur Klassik

2 St. Di. 16-18 in S 69

V. Neuhaus

Beginn: 16.10.

 

Die ersten beiden Sitzungen sind für meine Examenskandidaten 2001/02 obligatorisch.

 

 

4444a

Doktorandenkolloquium

2 St. Mo. 19-21 (14täg.) in 204

      W. Voßkamp

Beginn: 22.10.

 

 

 

4445

Kandidatenseminar

2 St. Do. 14-16 in S 78

G. Blamberger

Beginn: 18.10.

 

Nichts ist zeitraubender und frustrierender als die Suche nach dem Thema einer Abschlußarbeit, die Entdeckung von Forschungsdesideraten, die Fokussierung der Fragestellung. In den Naturwissenschaften ist Teamforschung durchaus üblich, in den Kulturwissenschaften dagegen will jeder ein Originalgenie sein. Das Kolloquium versucht durch gemeinsames brainstorming bei der Entfaltung individueller Kreativität zu helfen. Es ist reserviert für Kandidaten, die bei mir Staatsexamens- oder Magisterarbeiten anfertigen wollen. Willkommen sind in den ersten Semesterwochen auch Kandidaten, die mündliche oder schriftliche Abschlußprüfungen bei mir ablegen wollen. Ein Ziel des Kolloqiums ist es, Schwellenängste vor Prüfungen zu beheben, indem Examensanforderungen geklärt werden.Voranmeldung bitte in meinem Sekretariat (Zi. 217).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Sprechkunde

 

 

Gedicht – Vers – Rhythmus (Vorlesung mit Übungen)

2 St. Mi. 15-17 in G und Mo. 17-19 in 204 (Übung)

D. Bering

Beginn: 17.10.

 

Kommentar siehe Nr. 4300

Voraussetzungen für den Scheinerwerb: 1. regelmäßige Teilnahme an der Vorlesung. 2. regelmäßige Teilnahme an 6 Veranstaltungen, in denen die in der Vorlesung besprochenen Texte von allen systematisch eingeübt und vorgetragen werden.

 

 

 

4447

Sprechkunde I

2 St. als Blockseminar: Sa./So. 24./25.11. und 1.2.12.2001, 11-19 Uhr im Neuen Senatssaal (Hauptgebäude)

F. Klose

 

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt, eine verbindliche Anmeldung daher erforderlich. Aus Gründen der Fairness bitte ich sehr darum, im Falle einer Verhinderung rechtzeitig abzusagen, damit die Nachrücker berücksichtigt werden können. Die Teilnehmerlisten liegen ab 22. Okt. im Geschäftszimmer (R. 206) aus. Dort erhalten Sie auch den Reader, dessen Bearbeitung absolut unerläßlich ist. Eine Teilnahme am Seminar ohne Kenntnis des Readers ist überflüssig und nicht möglich!

Inhalt von Sprechkunde I: Erarbeitung der Standardlautung, Atem- und Stimmbildung in Ansätzen, Gestaltung verschiedenster Textformen (Gedichte, Prosa, Nachrichten etc.). Des weiteren bereiten Sie bitte zu Hause ein Referat über ein frei gewähltes Thema vor. Es wäre günstig, wenn Sie ein Thema wählten, das Sie vorher noch nicht bearbeitet haben und/oder das Ihnen unangenehm ist. Sie werden 5 Minuten Referatszeit haben und dürfen keinen Zettel oder ähnliches benutzen. Aus gegebenen Anlasse noch einmal ganz deutlich: Sie erscheinen bereits in der ersten Sitzung mit dem ausgearbeiteten Referat! Thema kann beinahe alles sein: Das synoptische Problem, Optionsanleihen, Was ist Kardinal?, Stadtgeschichte Kölns, Gedichtformen, Phanopoeia, Melopoeia etc.

 

 

 

4448

Sprechkunde I

2 St. als Blockseminar: Sa./So. 12./13.1. und 20./21.1.2002, 11-19 Uhr im Neuen Senatssaal (Hauptgebäude), Anmeldung ab 17.12.2001 im Geschäftszimmer (R. 206)

F. Klose

 

 

 

4449

Sprechkunde I

2 St. Mo. 18.30-20 in B VI

W. Werner

Beginn: 15.10.

 

Teilnehmerbegrenzung: 30, Anmeldelisten liegen ab 15.9. bei der Bibliotheksaufsicht aus.

Um den ständig steigenden stimmlich-sprecherischen Anforderungen auf Dauer gewachsen zu sein, ist es für spätere Angehörige sprechintensiver Berufe schon im Vorfeld unerläßlich, das intonatorisch gewandt-sichere und artikulationsbewußte Sprechen regelmäßig zu üben. Anhand ausgewählter Texte mit Schwerpunkt _Hörfunk> sowie deutscher Lyrik und Prosa sollen bei jedem Teilnehmer die verbalen und nonverbalen Voraussetzungen für ein eigenständiges, adäquates Artikulationsbewußt­sein entwickelt werden. Angestrebt wird die Herausbildung der für jeden individuell verschiedenen Sprechstimm-/Tonlage (Indifferenzlage), die den einzelnen Seminarteilnehmern befähigt, mit dem geringsten Kraftaufwand dennoch kräftig, klangvoll und ausdauernd zu sprechen. – Durch gegenseitige _Feedbacks> nach vorgegebenen erprobten Beurteilungskriterien zwischen den TeilnehmerInnen sollen die Sprechleistungen untereinander immer wieder sachlich-kritisch hinterfragt und verbessert werden. Dabei soll die rhetorische Kommunikation (Sprechhandeln) gleichrangig neben der sprechkünstlerischen Gestaltung) von Texten stehen (ästhetische Kommunikation). Zur jederzeit nachvollziehbaren Beurteilung von Sprechleistungen stehen zudem auditive Hilfsmittel zur Verfügung. Zur adäquaten sprechkünstlerischen Gestaltung wird eine `ZusammenschauA von gesprochenem Wort in seinem jeweiligen literaturhistorischen Kontext angestrebt. – Der Erwerb eines Scheines ist geknüpft an regelmäßige aktive Teilnahme, die Ausarbeitung eines Stundenprotokolls bzw. ein Kurzreferat (5-10 Min.) in freier Rede (Orientierung an vorbereiteten Stichworten). - Für das Semesterende soll eine von den TeilnehmerInnen sprechkünstlerisch dargebotene Rezitationsveranstaltung für HörerInnen aller Fakultäten vorbereitet werden.

Der Aussprache-Duden sollte für jeden Teilnehmer zum unverzichtbaren Handwerkszeug gehören. Literatur s. Seminarapparat. Kopiervorlagen werden gestellt. - Zur Vorbereitung außerdem empfohlen: Ludwigsen, H.: Sprachbetrachtung und Textanalyse, Verlag Gehlen, Bad Homburg v.d. Höhe. – Balser-Eberle, V.: Sprechtechnisches Übungsbuch, OBV Pädagogischer Verlag, Wien 1996. – Aderhold, E./Wolf E.: Sprecherzieherisches Übungsbuch,  Henschel Verlag, Berlin. – Preu, O. /Stötzer, U.: Sprecherziehung für Studenten pädagogischer Berufe, Verlag Volk und Wissen, Berlin 1989. - Wagner, R.: Grundlagen der mündlichen Kommunikation. Bayrischer Verlag für Sprechwissenschaft, Regensburg 1996. – Wachtel, St.: Sprechen und Moderieren in Hörfunk und Fernsehen, UVK Medien, Verlag Ölschläger, Kon­stanz 1994. - Ders.: Schreiben fürs Hören, a. a. O. – Aderhold, E: Das gesprochene Wort, Henschel Verlag, Berlin 1994. – Hirsch, G. I.: Überzeugend frei reden - Sprach- und Rhetoriktraining. Humboldt-Taschenbuchverlag, München 1993. – Winckler, Chr.: Sprechkunde und Sprecherziehung. – Michael Rossié: Sprechertraining – Texte präsentieren in Radio, Fernsehen und vor Publikum. List/Journalistische Praxis -  mit CD. München 2000.

 

 

 

4450

Sprechkunde I

2 St. Mi. 18.30-20 in B VI

W. Werner

Beginn: 17.10.


 

Forschungskolleg

Medien und Kulturelle Kommunikation

Vorlesungen

 

 

 

 

Autorenfernsehen (B 1, 2, 6)

2 St. Do. 12-14  in (GHS Siegen)

G. Stanitzek

 

Die Vorlesung wird sich auf ein Segment experimentellen Fernsehens beziehen: die von Alexander Kluge bzw. seiner Firma DCTP seit Ende der 80er Jahre produzierten Formate 10 vor 11/Ten to Eleven, Stunde der Filmemacher, News & Stories, Prime Time – Spätausgabe, 100 Minuten Vielfalt (nur 1993, inzwischen eingestelltes Format), Mitternachtsmagazin – allesamt 'Fenster' innerhalb des Privatfernsehens, die ungewöhnliche Themen und Formen bieten. Aus diesem Zusammenhang werden exemplarische Sendungen in Auszügen vorgestellt und durch eingehende Lektüren kommentiert. – Dabei interessieren v.a. folgende Gesichtspunkte: literarische/filmische/televisionäre Konzepte von Autorschaft, Ko-Autorschaft usw., ökonomische/juristische Aspekte, Montage, Text/Bild-Relationen, Interview-Techniken, Dialogizität/Monologizität, Fragment/Totalität, Text/Kommentar-Strukturen, Unterbrechung, Störung, Unverständlichkeit, Engagement, Essay- und Metafilm.

Parallel zur Vorlesung findet ein Seminar zu Alexander Kluges letztem großen Buch, Die Chronik der Gefühle (2000), statt. (Um die Sache 'komplett' zu machen, könnten die Studierenden eine Filmreihe organisieren, in der Kluges Kinofilme seit den 60er Jahren vorgeführt würden.)

Literatur:

Augen-Blick. Marburger Hefte zur Medienwissenschaft 23: Fernsehen ohne Ermäßigung. Alexander Kluges Kulturmagazine (1996);

DCTP-Homepage: <http://www.dctp.de>;

–Christian Schulte (Hg.): Die Schrift an der Wand. Alexander Kluge: Rohstoffe und Materialien, Osnabrück: Rasch 2000;

–Christian Schulte/Reinald Gußmann (Hg.): Alexander Kluge. Facts & Fakes. Fernseh-Nachschriften 1: Verbrechen. Gespräche mit Dr. Ulrike Sprenger, Prof. Dr. Joachim Kersten u. Manfred Pichotta, Berlin: Vorwerk 8 2000;

–Matthias Uecker: Alexander Kluge. Anti-Fernsehen? Alexander Kluges Fernsehproduktionen, Marburg: Schüren 2000.

 

 

 

Mediengeschichte: Tele-Visionen

2 St. Mo. 14-16 in VIII (siehe Nr. 5383)

I. Schneider

Beginn: 22.10.

 

Kommunikationsmedien wie Film und Fernsehen überwinden, so ein geläufiger Topos der Geschichtsschreibung ebenso wie der Theorien, die diese Medien zu begreifen versuchen, die Grenzen von Raum und Zeit. Was dieser Topos allerdings im einzelnen besagt und wie sich die Überwindung von Raum und Zeit in der historischen Genese gestaltet, wird erst in jüngerer Zeit breiter diskutiert. Diese Debatte bezieht sich besonders auf Fragen nach dem Verhältnis von Globalität und Lokalität (z.B. Antony Giddens).

Die Vorlesung will die historische Dimension dieses aktuellen Themas erschließen. Es geht um unterschiedliche Tele-Visionen, um solche Texte/Erzählungen also, die Konzepte von Ferne entwickeln, die danach fragen, wie Ferne hergestellt und über sogenannte Fernverständigung, auf der Basis von Kommunikationstechnologien wieder kassiert werden kann. Die bekannteste Formel in diesem Zusammenhang hat Marshall McLuhan geprägt, als er für das elektronische Zeitalter das „global village“ erfunden hat.

Lit. zur Einführung: Patrice Flichy: Tele. Geschichte der modernen Kommunikationsmedien. Frankfurt/New York 1994

Das im Vorlesungsverzeichnis angekündigte Kolloquium zur Vorlesung muß leider ausfallen.

 

 

 

 

Kolloquium zur Vorlesung fällt aus!

I. Schneider

 

 

 

 

Ringvorlesung:

2 St. (14-täg.) Do. 18.30-20 in XXIII

I. Schneider

Beginn: 25.10.

 

Mit der Ringvorlesung möchte ich in meiner Funktion als Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften eine Initiative starten, um Kontakte zwischen der Universität und den in Köln ansässigen Hörfunk- und Fernsehveranstaltern zu intensivieren. Die Studierenden sollen aus der Sicht der Praktiker Einblicke in Medienberufe und Medienentwicklungen erhalten. Zu dieser ersten Ringvorlesung wurden die Chefs der in Köln ansässigen überregionalen Hörfunk- und Fernsehveranstalter eingeladen.

Eröffnet wird die Ringvorlesung durch den ARD-Vorsitzenden und Intendanten des Westdeutschen Rundfunks, Fritz Pleitgen. Mit dabei sind Gerhard Zeiler, der Geschäftsführer der RTL-Group, des größten privaten TV-Veranstalters in Europa, Ernst Elitz, der Intendant des Deutschlandradios, Dieter Gorny, der Geschäftsführer der Viva-AG und Erik Bettermann, der neu gewählte Intendant der Deutschen Welle. Die neue Staatssekretärin und Pressesprecherin der Landesregierung NRW  Prof. Dr. Miriam Meckel soll die Reihe abschließen.

Derzeitiger Zeitplan:

(Aktuell sind Änderungen möglich, die jeweils bekannt gegeben werden.)

25.10.01                           Fritz Pleitgen, ARD-Vorsitzender und Intendant des WDR

11.11.01                           Ernst Elitz, Intendant des Deutschlandradios

22.11.01                           Dieter Gorny, Geschäftsführer der Viva-AG

06.12.01                           Gerhard Zeiler, Geschäftsführer, RTL Television

10.01.02                           Erik Bettermann, Intendant der Deutschen Welle (angefragt)

24.01.02 Prof. Dr. Miriam Meckel, Staatssekretärin und Pressesprecherin der Landesregierung NRW

Proseminare

 

 

Klassiker der Literaturwissenschaft

2 St. Mi.14-16 in S 63

F. Balke

 

In dem fachgeschichtlichen Augenblick, in dem sich die Literaturwissenschaft anschickt, zur Kultur- oder gar Medienwissenschaft zu mutieren, scheint es geraten, im Rückblick auf exemplarische Texte an jene Kompetenzen des Faches zu erinnern, die auch in Zukunft für jeden Umgang mit (literarischen) Texten von bleibender Bedeutung sein werden. Statt sich, wie sonst üblich, einen Überblick über die in regelmäßigen Abständen renovierten Methoden und Theorien zu verschaffen, stehen im Mittelpunkt dieser Veranstaltung Texte, die eine spezifische Lektürekompetenz für sich in Anspruch nehmen. Was die heutigen Studierenden mit den Klassikern der Literaturwissenschaften teilen, ist, daß sie sich an ihren konkreten Lektüren literarischer Texte messen lassen müssen - wobei, wie eben die Klassiker zeigen, diese Lektüren in dem Maße an Überzeugungs- und Aufschließungskraft gewinnen, wie sie sich von ästhetischen Vorgaben der Abgeschlossenheit des Kunstwerks sowie seiner 'Selbst-Verständlichkeit' lösen. Weil Literaturwissenschaft als Lektüre- und Textwissenschaft auf kulturellen und medialen Voraussetzungen aufruht, die bis in das ausgehende Mittelalter - also noch vor der Erfindung des Buchdrucks - zurückreichen, wird die dem Seminar zugrundeliegende Textauswahl ergänzt um einen Essay des Kulturhistorikers Ivan Illich, der den komplexen Prozeß der Ablösung der Lektüreeinheit 'Text' von der Manuskriptseite rekonstruiert, die weniger gelesen als vielmehr gehört werden wollte.

Textgrundlage:

Bernhard J. Dotzler (Hg.): Grundlagen der Literaturwissenschaft. Exemplarische Texte, Köln, Weimar, Wien 1999

Ivan Illich: Im Weinberg des Textes. Als das Schriftbild der Moderne entstand

 

 

 

Übung

 

 

 

 

Motivik und Ikonographie des Schreckens in westafrikanischen Videos

2 St. Mo. 18-20 im Institut für Afrikanistik (siehe Nr. 4977)

H. Behrend/T. Wendel

 

Die Übung ist als Fortsetzung der im SS gehaltenen Lehrveranstaltung "Produktion, Zirkulation und Konsumtion von Videos in Ghana und Nigeria"  angelegt. Im Mittelpunkt steht das neue Videokino als eine Mythen produzierende und Mythen transformierende Institution. Dabei gilt die Aufmerksamkeit den mythologischen Stoffen, ihren motivischen und ikonografischen Konkretionen ebenso wie den Zitierweisen, intertextuellen Bezügen und interkulturellen Transkriptionen. Die Videos übertragen die Stoffe nicht nur aus anderen medialen Gattungen ("Radio-Trottoir", Theater, Heftchenliteratur), sie zitieren nicht nur andere lokale Videos, sondern zunehmend auch außerafrikanische Filme, teils indem sie Motive und Ikonografien borgen, abwandeln und weiterentwickeln, teils indem sie ganz direkt zitieren oder sich in vieldeutigen Anspielungen ergehen. Jede der Sitzungen ist einem ausgewählten mythologischen Thema gewidmet, das durch die Projektion entsprechender Videoausschnitte illustriert wird.

 

 

 

Hauptseminare

 

 

 

 

Autorschaft im Mittelalter: autor – compilator – translator – Wiedererzähler

2 st. Di. 10-12 in S 58

U. Peters

 

vgl. Nr.

 

 

 

 


 

 

Drehbuch-Analysen

2 St. Mi. 9-11 in S 58

G. Blamberger / Epping-Jäger

 

vgl. Nr. 4423

 

 

 

 

 

Alexander Kluge: Chronik der Gefühle (B 2, 5, 6)

2 St. Fr. 12-14 in (GHS Siegen)

G. Stanitzek

 

Gegenstand des Seminars ist Alexander Kluges jüngst erschienenes Buch, das eine große Zahl neuer Geschichten bietet, zugleich aber auch eine Art Bestandsaufnahme von Kluges Erzählprosa insgesamt darstellt. Exemplarische Lektüren sollen die einzelnen Abschnitte des Buches erschließen.

Parallel zum Seminar findet eine Vorlesung zu Alexander Kluges 'Autorenfernsehen' statt, deren Besuch denjenigen empfohlen wird, die sich für die Fortsetzung eines literarischen Werks im Medium des Fernsehens interessieren. (Um die Sache 'komplett' zu machen, könnten die Studierenden eine Filmreihe organisieren, in der Alexander Kluges Kinofilme vorgeführt würden.)

Teilnahmebedingung ist die Übernahme eines Kurzreferats.

Literatur:

–Alexander Kluge, Chronik der Gefühle, 2 Bde., Bd. 1: Basisgeschichten, Bd. 2: Lebensläufe, Frankfurt/M.: Suhrkamp 2000;

–Alexander Kluge, Verdeckte Ermittlung. Ein Gespräch mit Christian Schulte und Rainer Stollmann, Berlin: Merve 2001.

–Weitere Literatur + Sekundärliteratur s. Semesterapparat.

 

 

 

 

Klassiker der Medientheorie

Mittwoch, 18–20. in ?? (GHK Siegen )  (B 1)

G. Stanitzek

 

Das Seminar bietet einen Durchgang durch prominente Medientheorien vom 18. bis zum 21. Jahrhundert, also voraussichtlich von Josias Ludwig Goschs Fragmenten über den Ideenumlauf (1789) – über einschlägige Texte von Walter Benjamin, Siegfried Kracauer, Max Horkheimer/Theodor W. Adorno, Bertolt Brecht, Marshall McLuhan, Friedrich Kittler, Niklas Luhmann, George P. Landow – bis Lev Manovichs The Language of New Media (2001). Systematische Schwerpunkte sind: Massenmedien, Kommunikationsmedien, Wahrnehmungsmedien, technische Medien; wiederholt wird die Testfrage zu stellen sein: Was sind Medien, und was ist ein Klassiker der Medientheorie?

 

 

 

 

Theorien der Simulation

2 St. Di. 14-16 in B I (siehe Nr. 5396)

I. Schneider

Beginn: 16.10.

 

Der Begriff der Simulation weist eine sehr lange Tradition auf – seit der Antike spielt er in philosophischen (z.B. bei Platon) ebenso wie poetologischen Texten (z.B. bei Horaz) eine wichtige Rolle. Eine zweite Geschichte des Begriffs setzt  Mitte des 20. Jahrhunderts ein und bildet schon bald ein Zentrum vor allem medientheoretischer Überlegungen. In dieser zweiten kurzen, aber steilen Karriere betreibt Simulation nicht mehr nur die Vorspiegelung ihr externer Dinge, sie läßt vielmehr die Vorspiegelung selber an die Stelle der Dinge treten. In „unvordenklicher Eigenmacht“ läßt der Begriff der Simulation auf diese Weise die Parameter der Frage neu bestimmen, „warum etwas ist und nicht etwa nichts“. (B. Dotzler) Diese neue Konturierung von Simulation läßt sich genealogisch zurückverfolgen bis in die Anfänge der Computer-wissenschaft und der Forschungen zur Künstlichen Intelligenz. Eine Verbreitung und Prominenz hat der Begriff der Simulation durch Jean Baudrillard und seine medientheoretischen Reflexionen erhalten.

Im Seminar soll die lange Geschichte des Begriffs im Überblick und die kurze Geschichte im Detail diskutiert werden. Neben einem begriffsgeschichtlichen Überblick stehen also im Zentrum Theorien der Simulation, die als Medientheorien gelesen werden s/wollen.

Literatur zu Einführung: Aisthesis. Wahrnehmung heute oder Perspektiven einer anderen Ästhetik. Hrsg. von Karlheinz Barck u.a., Leipzig 1993, bes. S.166-276. 

 

 

 

 

‚Race‘ im Film

2 St. Mi. 11-13 in S 91

C. Liebrand

 

Kommentar siehe Nr.

 

 


Oberseminare

 

 

Deutsch-deutsche Medienentwicklungen

2 St. Mi. 12-14 in F (siehe Nr. 5398)

I. Schneider

Beginn: 17.10.

 

Verfolgt man die Entwicklung der Medien in den 50er und 60er Jahren – insbesondere die des damals jungen Mediums Fernsehen –, so wird ziemlich schnell deutlich, daß das Fernsehen der damaligen DDR sich entwickelt mit Blick auf das Fernsehen der damaligen BRD et vice versa. Zwar lassen sich die Entwicklungen des Fernsehens auch unabhängig voneinander erzählen, aber dann kommt vieles gar nicht in den Blick bzw. rückt in eine völlig andere Perspektive, als man es zu sehen lernt, wenn man die mitlaufenden Selbst- und Fremdbeobachtungen bei beiden Mediensystemen beobachtet.

Ziel des Seminars soll sein, genau diese Beobachtungen zu leisten. Es geht also nicht um das DDR-Fernsehen auf der einen und das BRD-Fernsehen auf der anderen Seite, sondern um die Interdependenzen, die hier bestehen – um die Ängste und Befürchtungen, die wechselseitig bestanden haben, um die Leitkategorien, mit denen man sich wechselseitig beobachtet und beurteilt hat. Eine solche Perspektive auf die Medien-, besonders auf die Fernsehentwicklung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, erschließt nicht nur Einsichten in das der Vergangenheit angehörende DDR-Fernsehen, sondern auch in das ebenfalls der Vergangenheit angehörende BRD-Fernsehen und zeigt Gemeinsamkeiten und Differenzen dieser deutsch-deutschen Verg Bitte achten Sie auf die Aushänge an den Schwarzen Brettern neben dem Bibliothekseingang und dem Geschäftszimmer. Hier werden die Termine bekanntgegeben!angenheit(en).

Lit. zur Einführung: Knut Hickethier: Geschichte des deutschen Fernsehens. Stuttgart 1998.

 

Kolloquien

 

 

 

 

Literatur- und Medientheorie: Neuere (und eigene) Arbeiten (B 1, A 1)

2 St. Do., 16–18 in (GHS Siegen)

G. Stanitzek

 

Das Kolloquium wird sich neuerer Forschungsliteratur, insbesondere aus dem Bereich der Dekonstruktion und Systemtheorie, widmen. Außerdem besteht die Möglichkeit, eigene Arbeitsprojekte vorzustellen und zu diskutieren.

Literatur:

s. Semesterapparat

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Last, but not least: Fachschaft Germanistik

 

Entgegen allen Unkenrufen gibt es sie noch, die Fachschaft. Viele neue Gesichter haben im Wintersemester den Raum 086 betreten und das lässt hoffen, schließlich soll die Fachschaft ca. 5000 Germanistikstudierende vertreten! Aber was ist das überhaupt, die Fachschaft?

Die Fachschaft, das ist die Gesamtheit der Studierenden eines Faches, also kein Kaffeekränzchen oder ein verstaubter Lesezirkel. Es ist für alle Studierende DIE Chance, endlich mal etwas von ihren eigenen Wünschen und Vorstellungen kreativ umzusetzen, und auf einer institutionellen Basis etwas an dieser Uni zu bewegen. Das glaubst Du nicht? Was das bringen soll?

Immerhin sind wir ja sowas wie eine gesetzlich verankerte Studentenvertretung. Für das einzelne Fach sind das eben die Fachschaften. Verglichen mit dem StudentInnenparlament oder der Fakultätsvertretung hat eine Fachschaft den Vorteil, wesentlich persönlicher zu sein. Außerdem kann man viel unmittelbarer, sozusagen vor Ort, Sachen anpacken, die für das alltägliche Studienleben bedeutsam sind: Deine Studienordnung, Deine Vorlesungen, Deine Profs (ja, auch auf Stellenbesetzungen können Studis Einfluß nehmen!), Deine Tutorien, Deine Bibliothek. Es gibt eine große Anzahl von Beteiligungsmöglichkeiten, und das meiste davon bleibt (noch?) ungenutzt.

Wenn Euch das alles als Grund noch nicht genügt, um mal bei der Fachschaft vorbeizuschauen, dann gibt es hier noch ein paar weitere:

Wir haben (erfahrungsgemäß) die meiste Ahnung, was den Aufbau Eures Grundstudiums angeht. Kommt also alle zur Studienberatung der Fachschaft, wenn Ihr Euer Studium beginnt. Auch während des Semesters gibt es Beratungstermine, denn wir verfügen über ein eigenes Tutorium.

Wir prüfen die Profs (Umfrage zur Zufriedenheit mit der Lehre), eventuell wird (in einem zweiten Tutorium, so es denn bewilligt wird) auch noch eine Evaluation der Tutorien durchgeführt. Auch ein eigener Rechner in der Uni soll her, vorläufig gibt es aber einen Computerpool der Fachschaften, den wir bzw. ihr benutzen könnt; zum Tippen, Scannen, Bilder bearbeiten, Mailen, Surfen, etc.

Möglichst bald veröffentlichen wir wieder Sinniges und Sinnigstes in der Fachschaftszeitung  Sonett‘.

Außerdem haben wir gerade unsere Webpage erweitert. Ihr findet uns dort unter http://www.uni-koeln.de/phil-fak/fs-germanistik/ . Es gibt auch eine Mailingliste, auf der ihr Euch registrieren lassen könnt.

Das ‚Dschungelbuch‘ (Infoführer für Erstsemester) erscheint im SS 2001 und gibt’s bei den Einführungstagen.

 

Außerdem gibt es jeden Mittwoch um 15 Uhr im Raum 086 unser ‚Cafè Germanistik‘, anschließend findet von 18 bis 20 Uhr die Fachschaftssitzung statt. Jeder Mensch, der Germanistik auf dem StudentInnenausweis stehen hat, kann dort hingehen, sich informieren, mitentscheiden...

Bis bald!

Eure Fachschaft.