| Inhalt\Form | Vorlesungen | Proseminare | Hauptseminare | Kolloquien | Oberseminare | |
| Sprachwissenschaft | X | X | X | X | X | X |
| Ältere dte. Sprache | X | X | X | X | X | X |
| Literaturwissenschaft | X | X | X | X | X | X |
| Fachdidaktik | X | |||||
| Examens-und Doktorandenkolloquien | ||||||
| Sprechkunde | ||||||
| Forschungskolleg "Medien und kulturelle Kommunikation" | ||||||
| Tutorenprogramm | ||||||
| Fachschaft Germanistik | ||||||
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4307 |
Ringvorlesung: Grundlagen der Literaturwissenschaft |
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Einführung Autorschaft Text Literatur/Fiktionalität Medium/Buch Gesellschaft Gattung Epoche Bildlichkeit Verstehen Lesen |
16.10.01 23.10.01 30.10.01 06.11.01 13.11.01 20.11.01 27.11.01 04.12.01 11.12.01 18.12.01 08.01.02 |
E. Kleinschmidt W. Pape C. Liebrand U. Port N. Wegmann M. Günter G. Blamberger S. Grimm U. Renner-Henke |
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4308 ZP |
Barockkultur (B 3) |
P.J. Brenner Beginn:24.10. |
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Die Vorlesung behandelt die literarische Entwicklung im
Deutschland des 17. Jahrhunderts in ihren kulturgeschichtlichen Einbindungen
und westeuropäischen Bezügen. Dabei soll der Problemzusammenhang der Epoche
durch die Vorstellung bekannter (Gryphius, Grimmelshausen) und weniger
bekannter Autoren erarbeitet werden. Besonderes Gewicht wird auf die
ideengeschichtlichen, wissenschaftsgeschichtlichen, sozialgeschichtlichen und
schließlich auch literatursoziologischen Kontexte gelegt, in denen sich die
deutsche Barockliteratur entfaltet. Im Zentrum steht die Erörterung der
Frage, welchen historischen Ort die Literatur und Kultur dieser Epoche in der
Entwicklung neuzeitlicher Denk und Verhaltensmuster einnimmt. - Zur
vorbereitenden Lektüre: Marian Szyrocki, Die deutsche Literatur des Barock.
Eine Einführung. Stuttgart: Reclam 1979 oder Dirk Niefanger: Barock. Lehrbuch
Germanistik. Stuttgart/Weimar: Metzler 2000. (Die Lehrveranstaltungen von Herrn Brenner beginnen erst in der zweiten Semesterwoche. Letzte Anmeldung Di.23.10. 11 Uhr.) |
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4309 ZP |
Von der Aufklärung zur Romantik (B 4, 5) |
U. Renner-Henke Beginn: 18.10. |
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Da die Vorlesung sich als eine Einführung versteht, soll jede Woche ein grundlegender Primärtext vorgestellt und diskutiert werden: U.a. Gottsched: Versuch einer Critischen Dichtkunst (1730); Klopstock: "Kriegslied" (1749); Lessing: Abhandlungen über die Fabel (1759); Lavater: Physiognomische Fragmente (1775ff.); Goethe: Von deutscher Baukunst (1772); Moritz "Anton Reiser"; Kant: Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? (1784); Goethe: Die Wahlverwandtschaften (1809); Wackenroder/Tieck: Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders (1796/97); Ludwig Tieck: Der blonde Eckbert (1797); Novalis: Monolog. |
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4310 |
Gender-Topographien Fällt wahrscheinlich aus. Bitte beachten Sie die Aushänge! |
C. Liebrand |
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4311 ZP |
Aspekte einer Frauenliteraturgeschichte (B 2, B 4) |
E. Kleinschmidt Beginn: 17.10. |
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Die Vorlesung führt in das Feld einer Überlieferungsgeschichte des kulturellen Gegenkanons ein, d.h. sie thematisiert eine weitgehend abgedrängte literarische Schreibpraxis von Frauen zwischen Barock und Romantik. Der Rückgriff auf diese 'Einstiegsphase' weiblichen Schreibens ist als ältere Sozial- und Mediengeschichte unabdingbar für das Verständnis des weiblichen Anteils am Literaturprofil des späteren 19. und 20.Jh.s. Daß dieser Anteil eher Vergessenes als Erinnertes, oft auch Unpubliziertes aufzubieten hat, setzt Impulse einer einerseits vermittelnden, andererseits kritischen Relektüre frei (u.a.Glückel von Hameln, Margarethe Milow, Meta Klopstock, Anna Karschin, Cornelia Goethe, Sophie La Roche, Wilhelmine Wobeser, Caroline Flachsland, Elise von der Recke, Charlotte von Stein, Louise Gottschedin, Karoline v.Günderrode, Marianne v.Willemer, Dorothea Schlegel, Rahel Varnhagen, Bettine v.Arnim). |
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4312 |
Der moderne Roman fällt aus! |
G. Blamberger |
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4313 ZP |
Vom Homunkulus zum Cyborg: Leben aus dem Labor. Ein literarisches Sujet und seine Kulturgeschichte (B 2,5,6) 2 Std. Fr. 11-12.30 in D |
R. Drux Beginn: 19.10. |
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An der heutzutage intensiv geführten öffentlichen Diskussion über Möglichkeiten und Grenzen der Reproduktionsmedizin und Gentechnologie scheint die „schöne Literatur“ selbst, wie der Biologe und Schriftsteller Bernd Kegel meint, kaum beteiligt zu sein. Aber wenn diese Themen auch von zeitgenössischen Autoren nicht gerade bevorzugt behandelt werden, sind doch etliche poetische Texte (übrigens aller Gattungen) auszumachen, die sich etwa seit Mitte der 80er Jahre mit Vertretern, Fortschritten und Folgen biowissenschaftlicher Forschung in Geschichte und Gegenwart befassen, u.a. von H.M.Enzensberger, G.Kunert, R.Hochhuth, J.M.Simmel, Charlotte Kerner, H.Mulisch oder M.Houellebecq, von Filmen wie Gattaca (USA 1997) und den verschiedenen Frankenstein-Versionen ganz abgesehen. Darüber hinaus sind Experimente mit dem Leben in zahlreichen Werken seit dem frühen 19. Jhdt. beschrieben worden, von denen Mary Shelleys Frankenstein (1818), Goethes Faust II (1832) und A. Huxleys Brave New World (1932) wohl am bekanntesten sein dürften. An ihnen und weiteren ausgewählten Texten von E.T.A.Hoffmann, Goethe, Immermann, Heine und Hamerling soll gezeigt werden, inwiefern die literarische (und filmische) Darstellung künstlich hervorgebrachten Lebens mit verschiedenen Diskursen (ökonomischen, technikgeschichtlichen, sozialen, ästhetischen) zusammenhängt. Zugleich wird dabei über die Rolle nachzudenken sein, die die Literaturwissenschaft/-geschichte in dieser aktuellen Debatte spielen könnte. Literaturhinweise und Lektürempfehlungen ab Anfang September am Schwarzen Brett neben R 227. |
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4314 ZP |
Die deutschsprachige Literatur von 1945 bis 1970 (B 5) 2 St. Di. 12-14 im Vortragsraum UB |
A. Anglet Beginn: 16.10. |
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Die Veranstaltung bietet einen literaturgeschichtlichen Überblick über die Entwicklungen der Literatur und der literarischen Öffentlichkeit in Österreich, der Schweiz, der DDR und der BRD. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den politisch-historischen, sozialen, kunst- und mediengeschichtlichen Entwicklungen, die an exemplarischen Texten, Konstellationen und Ereignissen thematisiert werden. |
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Grundstudium |
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Die Tutorien sollen Studierenden im Grundstudium
Orientierungshilfen geben und die im Einführungsseminar gelernten Techniken
wissenschaftlichen Arbeitens einüben. Sie stehen allen Das Institut bietet verschiedene Tutorientypen an:
Einführungstutorien, Tutorien zu den sprachwissenschaftlichen und
altgermanistischen Einführungsseminaren, Tutorien für ausländische
Studierende, Tutorien zu den Konzeptbegriffen. Ein detailliertes Programm erhalten Sie ab Ende September im
Geschäftszimmer (R. 206). Die Tutorien
beginnen erst in der zweiten Semesterwoche (d.h. ab 22.10.2001). Eine
Anmeldung ist nicht erforderlich. Einführung in
die Grundtechniken literatur- und sprachwissenschaftlichen Arbeitens 1. 2. 3. 4. Tutorium zu den
Konzeptbegriffen Tutorium für ausländische Studierende Beratungstutorium der Fachschaft Termine: Di. 9.10.-Do. 11.10. Tutorien zu den
Einführungsseminaren der Älteren deutschen Sprache und Literatur und der
Sprachwissenschaft des Deutschen. |
Grundstudium
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Über den Aufbau des Grundstudiums und die im Rahmen des Grundstudiums gestellten Anforderungen unterrichtet ein besonderes Informationsblatt Germanistik in Köln. Im Grundstudium müssen in jeder „Abteilung“ des Fachs obligatorische Einführungsseminare besucht werden. Diese Seminare werden entweder als Jahresseminare (2 Semester x 2 SWS), als Kombinationsseminare (Sprachwissenschaft und Ältere Abteilung, jeweils 1 Teil) oder als Kompaktseminare (1 Semester x 4 SWS) angeboten. Der Leistungsnachweis wird in der Regel am Ende der Veranstaltung (im Jahresseminar also am Ende des zweiten Kurses) durch eine Klausur oder eine Hausarbeit (in der Neueren Literaturwissenschaft verbindlich) erworben. |
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1. Teil |
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4324 |
2 St. Mo. 14-16 in 204 (Schwerpunkt des 2. Teils: Aufklärung in der Literatur des 18. Jahrhunderts und heute) |
D. Fulda Beginn: 15.10. |
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Nach Kants berühmter Definition ist Aufklärung "der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit". Daran knüpfen Philosophen und Gesellschaftstheoretiker bis heute an. Wie die Literatur des 18. Jahrhunderts Aufklärung betreibt und zugleich schon deren Dialektik auszuloten beginnt, wird vor allem der zweite Teil des Seminars im SoSe 2002 untersuchen. Wie in allen Einführungsseminaren dient der erste Teil hingegen der Erläuterung zentraler Begriffe, Methoden und Probleme der Literaturwissenschaft. Theoretische Reflexion und Textinterpretation sollen jedoch möglichst eng verzahnt werden, so daß beide Teile des Seminars eine Einheit bilden. |
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H. Kircher Beginn: 15.10. |
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In diesem Seminar soll eine Erarbeitung der 10 für die ZP vorgesehenen literaturwissenschaftlichen Grundbegriffe im Vordergrund stehen. Zusätzlich werden einige Prosatexte, mit deren Hilfe sich theoretische Probleme veranschaulichen lassen, besprochen. |
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H. Kircher Beginn: 15.10. |
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M. Günter Beginn: 16.10. |
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M. Günter Beginn: 18.10. |
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N. Mecklenburg Beginn: 16.10. |
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Die Seminare orientieren sich an dem Rahmen, der für Einführungsseminare in die Neuere deutsche Literaturwissenschaft vorgegeben ist und zu dem auch die ZP-Liste mit Texten zu literaturwissenschaftlichen Grundbegriffen gehört. Ein Infoblatt mit Seminarprogramm, Aufgaben und Literaturhinweisen wird in der Eröffnungssitzung ausgegeben. - Das Anschlußseminar im Sommersemester 2002 behandelt eine Auswahl von Balladen und balladischen Nachdichtungen Goethes aus seiner gesamten Schaffenszeit, die jeweils interkulturelle Aspekte aufweisen. Zu diesen Texten und Aspekten werden dann schriftliche Hausarbeiten übernommen. |
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N. Mecklenburg Beginn: 16.10. |
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vgl. Nr. 4330 |
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4332 |
2 St. Mi. 14-16 in 204 |
T. Hahn |
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T. Pusse Beginn: 18.10. |
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J. Zenke Beginn: 18.10. |
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J. Zenke Beginn: 18.10. |
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I. Breuer Beginn: 17.10. |
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Im zweiten Teil der Einführung wird es um die praktische Anwendung der ‚Grundbegriffe’ und einen ersten literaturgeschichtlichen Überblick am Beispiel novellistischer Prosa gehen. Ausführlichere Informationen ab 1.9. (Aushang an R. 216). Zur einführenden Lektüre obligatorisch: Hugo Aust: Novelle (Sammlung Metzler; Bd. 256). – Johann Wolfgang von Goethe: Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten (Reclam Universalbibliothek; Bd. 6558). |
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4337 |
Realismus 2 St. Di. 16-18 in S 57 |
M. Günter Beginn: 16.10. |
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Der Epochenbegriff ‚Realismus‘ für die deutsche Literatur von 1848 bis etwa 1890 wird in der neueren literaturwissenschaftlichen Forschung inzwischen vielfach problematisiert. Es hat sich nicht nur gezeigt, daß die Grenzen zum sog. Vormärz wie auch die zum Naturalismus schwer zu ziehen sind, sondern auch, daß der literaturtheoretische Diskurs der Zeit, dem es um eine Erneuerung der Klassik unter realistischen Vorzeichen ging, vom literaturpraktischen Geschehen ziemlich abgelöst war: Weniger die Programme als vielmehr die Entwicklung moderner Massenkommunikation in Gestalt der Familienzeitschriften bestimmte die literarische Produktion. Im Seminar soll zunächst der Begriff ‚Realismus’ diskutiert und im gesamteuropäischen Kontext vorgestellt sowie die verschiedenen zeitgenössischen Bestimmungen als Epochen- wie als Stilkategorie (von Th. Fontane, J. Schmidt, O. Ludwig, F. Spielhagen) entwickelt werden. Anhand von Erzähltexten Kellers, Raabes, Fontanes, Marlitts u.a. werden dann zentrale Themenfelder wie ‚Realismus und Unterhaltungsliteratur‘, ‚Klassizismus und Novelle‘ und ‚Historisches Erzählen‘ erarbeitet. Ein Ordner mit Seminarplan und Sekundärliteratur steht ab Anfang Oktober bereit. |
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4338 |
Prosagedicht – Lyrisches Drama 2 St. Fr. 11-13 in S 65 |
U. Renner-Henke Beginn: 19.10. |
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Ein Reader wird am Beginn des Semesters zur Verfügung stehen. |
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U. Port Beginn: 18.10. |
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Das Seminar ist als Fortführung des Einführungsseminars vom Sommersemester konzipiert. An deutschsprachigen Dramentexten vom 18. bis zum 20. (21.?) Jahrhundert soll eine Anwendung und Vertiefung der im letzten Semester erarbeiteten literaturwissenschaftlichen Sach-und Methodenkenntnisse, Instrumente und Theorien versucht werden. Unter Einbeziehung gattungsgeschichtlicher, formästhetischer und theatersemiotischer Forschungsansätze sind darüber hinaus die neuralgischen Grundprobleme der Gattung ‘Drama’ zu diskutieren. Teilnahmebedingung: aktive Mitarbeit und Bereitschaft zur Übernahme eines Kurzreferates. Der Erwerb eines Scheines erfolgt durch eine schriftliche Hausarbeit im Anschluß an das Semester. |
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U. Port Beginn: 18.10. |
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vgl. Nr. 4339 |
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4341 |
Lyrik der Goethezeit und des 20. Jahrhunderts 2 St. Mo. 10-12 in 230 |
H. Esselborn Beginn: 15.10. |
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4342 |
Lyrik der Goethezeit und des 20. Jahrhunderts 2 St. Di. 12-14 in S 73 |
H. Esselborn Beginn: 16.10. |
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4343 |
Prosa in Westdeutschland nach 1945 |
P.J. Brenner Beginn: 24.10. |
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4353 |
2 St. Di. 10-12 in 230 |
H. Sahm Beginn: 16.10. |
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4354 |
2 St. Di. 12-14 in 204 (2. Teil des Kombinationsseminars aus dem SoSe 2001) |
L. Deutsch Beginn: 16.10. |
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R. Reuvekamp-Felber Beginn: 16.10. |
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2 St. Do. 12 (s.t.)-13.30 in XIb |
Beginn: 18.10. |
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S. Bürkle Beginn: 18.10. |
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R. Katers Beginn: 19.10. |
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Kompaktseminare, 1. und 2. Teil |
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B. Bastert Beginn: 17.10. |
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4368 |
Grundbegriffe der Literaturwissenschaft (B 1) |
J. Zenke Beginn: 18.10. |
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Das Seminar soll zu klaren und kompakten Definitionen befähigen und die Problematik der Begriffe beleuchten. Es ist zur Vorbereitung auf die ZP geeignet. |
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4369 ZP |
Klassiker der Literaturwissenschaft (B !) |
F. Balke Beginn: 17.10. |
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Kommentar siehe Forschungskolleg Medien und kulturelle Kommunikation. |
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4370 ZP |
Ästhetische Kommunikation (B 1) |
T. Hahn Beginn: 18.10. |
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'Um 1800' gewinnt eine Reflexionsfigur Kontur, die unter dem Namen 'Ästhetik' die verschiedensten Ansätze zur Definition bzw. 'Programmierung' der Kunst vereinigt. Es entstehen Texte, die mit eigenem Wahrheitsanspruch auftreten, zugleich aber – nach einer These Niklas Luhmanns – vor allem der Ausdifferenzierung des Kunstsystems dienlich sind. Das Seminar verfolgt in dieser Hinsicht ein zweifaches Ziel: Erstens wird es darum gehen, in gemeinsamer Lektüre die grundlegenden Strukturen der voraussetzungsreichen Texte zu erschließen. Zweitens soll es um die historische Verortung der 'ästhetischen Kommunikation' gehen, dabei steht die Frage nach dem systematischen Stellenwert der Ästhetik im Vordergrund. Daran schließt sich die Frage nach der Geltungsrelevanz der in den verschiedenen Ästhetiken entworfenen Modelle an. Zur Diskussion stehen Texte von Kant, Schiller, Moritz, Schlegel und Hegel. Zur Einführung in das Thema und die Perspektive des Seminars empfiehlt sich: Gerhard Plumpe: Ästhetische Kommunikation der Moderne. Bd. 1: Von Kant bis Hegel. Opladen: Westdeutscher Verlag 1993. |
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4371 |
Texte zum Lachen (B 2) |
T. Pusse Beginn: 19.10. |
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Das Seminar behandelt Texte, die das Lachen selbst in den Blick nehmen, und zwar unter folgendem Focus: Fast überall wo es um das geht, was 'komisch' genannt wird, geht es ums Fallen. Bereits das erste philosophisch untersuchte Lachen, von dem wir wissen, bezieht sich auf einen Sturz. Auch später stolpert und stürzt es allenthalben und bis heute gehört das Fallen zum Standardgeschehen der Slapstick-Komödie. Im Fallen fällt dem Ich der Körper auf. In der abendländischen Tradition ist das Fallen überblendet vom Topos des Sündenfalls. Das Fallen geht dort in den Problemkontext der Erkenntnis und Selbsterkenntnis ein, der ebenfalls von Anfang an in den Theorien des Lachens präsent ist. Das Seminar will sich nicht nur anhand kürzerer Texte am Thema abarbeiten, sondern soll auch die Scheu nehmen, andere Textsorten als literarische zu betrachten und zu behandeln und wird thematisieren, was das im Einzelnen ‚bedeutet’. Teilnahmevoraussetzung ist eine kurze (ausschließlich mündliche!) Einführung in einen der behandelten Texte, Scheinvoraussetzung ein Stundenprotokoll und ein kurzer Essay zu verschiedenen Texten, oder eine Hausarbeit. Die erste Sitzung wird sich mit diesen unterschiedlichen Textformen befassen sowie mit Ihrer ersten Aufgabe: Stellen Sie sich selbst einen Seminarreader zusammen, der folgende Texte enthält: -Historisches Wörterbuch der Philosophie: Der Artikel zum „Lachen“. -Platon: Das Lachen der Thrakerin (In: Theaitetos) -Baudelaire: vom Wesen des Lachens oder das Komische in der bildenden Kunst -Nietzsche: Die fröhliche Wissenschaft, erstes Buch Abschnitt 1 und 2 -Freud: Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten -Kafka: Der Bau und besorgen Sie sich E.T.A. Hoffmann: Prinzessin Brambilla und Kleist: Der zerbrochne Krug in der Reclam Ausgabe. Wir reden dann darüber, wie Sie bei der Suche vorgegangen sind und über Ihre unterschiedlichen Quellen. Der Lexikonartikel wird als gelesen und gründlich durchgearbeitet vorausgesetzt. Viel Spaß! |
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4372 ZP |
Epochen der Literaturgeschichte (B 5) |
H. Kircher Beginn: 18.10. |
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Dieses Seminar ist gedacht für Studierende, die ihre literaturgeschichtlichen Kenntnisse vertiefen wollen. Nach einer eingehenden Erörterung der allgemeinen Epochenproblematik soll dann mit der Literatur der Befreiungskriege zu Anfang des 19. Jhs. begonnen werden, danach folgen Biedermeier, Junges Deutschland und Vormärz. Falls Zeit bleibt: Realismus. (Das Seminar wird im nächsten Semester fortgesetzt. Als bekannt vorausgesetzt werden folgende Texte (alle als Reclam-Bändchen erhältlich): Heine: Die Harzreise - Grabbe: Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung - Büchner: Lenz, Woyzeck - Heine: Deutschland. Ein Wintermärchen - Grillparzer: Der arme Spielmann - Droste-Hülshoff: Die Judenbuche - Stifter: Abdias – Mörike: Mozart auf der Reise nach Prag. (Also bitte unbedingt schon in den Frühjahrsferien lesen!) Zusätzlich sollen kürzere Texte bzw. Textausschnitte in den jeweiligen Seminarsitzungen verteilt werden. |
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4373 ZP |
Verbrechen und andere Kleinigkeiten (B 2,5) |
M. Günter Beginn: 18.10. |
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Im Zentrum des Seminars steht zunächst die Differenzierung des Genres ‚Kriminalgeschichte’ sowie die Frage nach dem Status des Verbrechens für das Erzählen in der Moderne, das wir an Texten von Kracauer, Benjamin, Brecht u.a. diskutieren werden. An 'klassischen' Kriminalerzählungen aus drei Jahrhunderten (F. Schiller, Der Verbrecher aus verlorener Ehre (1792); E.T.A. Hoffmann, Das Fräulein von Scuderi (1819); E.A. Poe, The Murders in the Rue Morgue (1841); A. v. Droste Hülshoff, Die Judenbuche (1842); Th. Fontane, Unterm Birnbaum (1885); A.C. Doyle, A Study in Scarlet (1887); F. Glauser, Wachtmeister Studer (1932); H. v. Doderer, Ein Mord, den jeder begeht (1938); A. Christie, Zehn kleine Negerlein (1944); F. Dürrenmatt, Das Versprechen (1958); P. Hoeg, Fräulein Smillas Gespür für Schnee (1992)) werden wir dann der Poetik der Kriminalgeschichte in historischer Perspektive nachgehen. Neben den unterschiedlichen erzähltechnischen Funktionalisierungen der kriminellen Handlung bzw. ihrer (unmöglichen) ‚Aufklärung’ soll besonders nach dem ambivalenten Verhältnis von Kunst und Gewalt gefragt werden. Die Bereitschaft zur Übernahme eines Kurzreferats wird vorausgesetzt. Ein Ordner mit Seminarplan und Sekundärliteratur steht ab Anfang Oktober bereit. |
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4374 ZP |
Drama der Aufklärung (B 2, 4) |
D. Kurth Beginn: 15.10. |
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In der Zeit von 1700 bis 1750 bildet sich die deutsche Komödie an französischen, englischen und italienischen Mustern heraus. Die in der Forschung gemeinhin als ‚Sächsische Typenkomödie‘ bezeichnete Gattung, die insbesondere durch Gottscheds Literaturtheorie beeinflußt wird, und deren Überwindung, die sich bereits in Lessings frühen Komödien andeutet, sollen ebenso wie die Entstehung des bürgerlichen Trauerspiels im Zentrum der Seminardiskussion stehen. |
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4375 ZP |
Peter Handke – Reaktion als Avantgarde (B 5,6) |
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Peter Handke hat mehrfach und immer wieder von sich reden gemacht: als Provokateur in der neuen deutschen Literaturszene der sechziger und siebziger Jahre, als Filmemacher und Drehbuchautor, als politischer Kommentator der Kriege in Südosteuropa und schließlich als bis heute Buch um Buch vorlegender Autor von Romanen, Tagebüchern, Essays und Theaterstücken. Kunstvoll verkehrt Handke dabei immer wieder eingefahrene rechts/links- oder Experiment/Tradition-Schemata, mit denen üblicherweise Literatur und Intellektuelle beobachtet werden. Das Seminar will dieser Bandbreite gerecht werden und bewegt sich aus der Gegenwart zurück zu den Anfängen. Behandelt werden u.a. die Romane 'In einer dunklen Nacht' (1997), 'Niemandsbucht' (1994), 'Wiederholung' (1986), 'Chinese des Schmerzes' (1983), die Tagebücher und Interviews 'Am Felsfenster morgens' (1998), 'Geschichte des Bleistifts' (1982), 'Zwischenräume' (1987). Außerdem soll das 'filmische' Werk behandelt werden. (Fast alle Texte sind als Taschenbücher des Suhrkamp-Verlages lieferbar.) |
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4376 ZP |
Literatur der Jahrhundertwende (B 5, 6) |
J. Zenke Beginn: 15.10. |
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Fin de siècle, Dekadenzdichtung , Impressionismus, Wiener Moderne, Jugendstil, Neuromantik, Neuklassizismus: die Zahl der literarischen Strömungen zwischen Naturalismus und Expressionismus übertrifft alles zuvor Gewohnte. Wie kommt es zu dieser Vielfalt? Welche literarischen, kulturellen und politischen Entwicklungen haben daran mitgewirkt? Ist unser Epochenbegriff dafür noch tauglich? Wir werden repräsentative Texte aus verschiedenen Gattungen, u.a. von Rilke, Hofmannsthal und Schnitzler untersuchen. |
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4377 ZP |
Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften (B 5, 6) |
J. Zenke Beginn: 17.10. |
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Das Seminar ist ein Versuch, die Diskrepanz zwischen der außerordentlichen Wertschätzung dieses „unerzählerischen“ Romans und den Verständnisproblemen zu vermindern, vor die sich selbst Kenner moderner reflexiver Prosa gestellt sehen. Aufgabe der ersten Seminarsitzung wird die Erarbeitung von Leitfragen sein, die dem epochalen Werk ebenso wie unserer Lesesituation gerecht werden. Unerläßlich ist dafür, schon angesichts des Textumfangs, die Lektüre des Romans (mindestens aber eines erheblichen Teils) vor Semesterbeginn. Teilnehmern, die noch keine Musik-Kenntnisse haben, empfehle ich, zur Einführung zunächst einige Erzählungen Musils zu lesen. |
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4378 |
Dekonstruktion in der Literatur fällt aus! |
D. Paß |
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4379 |
Die Hermeneutik des Zufalls.
Literarische Inszenierungen |
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Literarische Gärten vom 18. bis zum 20. Jahrhundert (B 4, 5) 2 St. Do. 14-16 in S 54 |
N. Roßbach Beginn: 18.10. |
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Der literarische Garten ist ein mit Bedeutung aufgeladener, inszenierter oder simulierter Naturraum: ein Ort der Idealität, der Kunst, der Liebe, des Todes oder auch spießbürgerlicher Enge. Die Bedeutung des literarischen Topos steht außer Frage, Gert Mattenklott spricht ihm sogar eine zentrale Rolle bei der Ausbildung der ästhetischen Moderne zu. Im Seminar werden repräsentative Texte gelesen, in denen Gärten nicht nur schmückende Details darstellen, sondern textkonstitutiv sind. Schwerpunkte liegen in der klassisch-romantischen Periode sowie um 1900. Texte des 20. Jahrhunderts können die Frage beantworten, ob der Gartentopos sich überlebt hat – und ob allgemein, so eine gängige These, die radikale Dissoziation von Mensch und Natur in der Moderne das Naturerleben nur noch als Zitat oder Simulation zulässt. Gelesen werden (z. T. in Auszügen): – Prosa von Goethe (Die Wahlverwandtschaften), Eichendorff (Aus dem Leben eines Taugenichts) und Stifter (Der Hagestolz) – Lyrik von Barthold Hinrich Brockes bis Jürgen Becker – essayistische/theoretische Texte von Christian C. L. Hirschfeld, Hermann Fürst Pückler-Muskau, Hugo von Hofmannsthal und Rudolf Borchardt Literaturhinweise: Die Texte von Goethe, Eichendorff und Stifter sollten angeschafft und gelesen werden! |
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4380 |
Lüge, Täuschung, Fake (B 1, 2) |
A. Rosenfelder Beginn: 17.10. |
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Die Lüge ist ein schwer kontrollierbares Etikett: Einmal in Umlauf gebracht, wird der Verdacht der Täuschung durch alle Klärungsversuche letztlich nur weiterverschoben. Dabei markiert die Lüge stets mehr als bloß einen Ausnahmefall des Sprechens. Als fundamentaler Vorwurf stellt sie zugleich eine effektive Strategie der Grenzziehung dar: Wer die Täuschung durchschaut, scheint selbst auf der sicheren Seite zu stehen. Im Rahmen des Seminars soll untersucht werden, wie der Vorwurf der Lüge in unterschiedlichen diskursiven Konstellationen funktioniert. Eine privilegierte Adresse für diesen Vorwurf war seit ihren Anfängen die Literatur, die den Verdacht des Betrugs abzuhängen suchte, indem sie den Sonderstatus der Fiktionalität reklamierte. Zugleich hat gerade die Literatur immer wieder den Durchgriff auf das Terrain der Authentizität probiert – der antifiktionale Gestus der Popliteratur ist ein aktuelles Beispiel. Der Lügenvorwurf kann jedoch auch über den Raum der Texte hinausgreifen und aufs Ganze abzielen – sei es in der frühneuzeitlichen Vorstellung des täuschenden Gottes, der die Welt als trügerische Kulisse erzeugt, sei es im medienkritischen Szenario einer von Simulakren durchsetzten Wirklichkeit. In jüngster Zeit verdichtete sich der Diskurs über die Lüge im Begriff des medialen Fakes (exemplarisch in der Debatte über Tom Kummers gefälschte Hollywood-Interviews für das SZ-Magazin), aber auch im Vorwurf der Kriegspropaganda (der gegen so verschiedene Sprecher wie Peter Handke und Rudolf Scharping in Stellung gebracht wurde). – Zur Einführung der Essay von Harald Weinrich: Linguistik der Lüge. 6., durch ein Nachw. erw. Auflage. München: Beck 2000 (als Taschenbuch erhältlich, zusätzlich Kopie im Seminarordner). |
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4381 |
Körpergrotesken. Die Semantik des Somatischen in der modernen Literatur (B 1,5) |
P. Fuß Beginn: 16.10. |
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Das Seminar untersucht Formen und Funktionen der Manifestation des Körpers in der modernen Avantgardeliteratur. Der Körper fungiert dort als ambivalentes Zeichen, daß mit unterschiedlichsten Bedeutungen aufgeladen wird. Die Spanne seiner Semantisierungen reicht vom Körper als Symbol der Befreiung und Entgrenzung bis zum Körper als Symbol der Entfremdung. Er verweist sowohl auf das jenseits der symbolisch kulturellen Ordnung Angesiedelte als auch auf die Effekte der Kultivierung. Ausgehend von den unterschiedlichen (z.B. mechanistischen, vitalistischen, medizinischen oder grotesken) Körperkonzepten gilt es, die kulturellen Ursachen und Funktionen einer solchen forcierten Thematisierung der (meist normabweichenden) Körperlichkeit herauszuarbeiten. Dabei kommt der Körper zum einen als Objekt der Codierung durch die kulturelle Formation und zum anderen als Medium ihrer Decodierung in Betracht. – Texte: Alfred Jarry: Ubu Roi; Oskar Kokoschka: Sphinx und Strohkopf; Hermann Kasack: Der Automat; Bertold Brecht: Baal; Ernst Toller: Der deutsche Hinkemann; Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz (Auszüge), Die Tänzerin und der Leib, Das verwerfliche Schwein; Gottfried Benn: Gehirne; Ernst Weiß: Der Arzt; Carl Sternheim: Busekow, Ulrike, Posinsky; Franz Kafka: Die Verwandlung; Mynona (S. Friedlaender): Tödliche Anprobe; Der sanfte Riese; Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften (Auszüge) Samuel Beckett. Murphy. Zur Einführung: Michail Bachtin: Rabelais und seine Welt, Frankfurt/M. 1995 (stw 1187), Einleitung (49-110) u. Kap. 5 (v.a. S.357ff). |
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4382 ZP |
Krieg und Literatur im 20. Jahrhunderts (B 1,5) fällt aus! 2 St. Fr. 14-16 in S 66 |
D. Hamacher . |
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4383 |
Schreiben/Hören/Lesen. Kölner Poetik-Reihe „Schreibfiguren“ 2001/2002 (Begleitseminar zur Veranstaltung im Literaturhaus Köln) (B 5) |
I. Breuer Beginn: 15.10. |
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Die Kölner Poetik-Reihe „Schreibfiguren“ basiert auf einer Kooperation von Universität, Literaturhaus Köln und dem Veranstalterteam und konzentriert sich auf Fragestellungen der neuesten Entwicklungen in Literatur und Kultur. In diesem Wintersemester soll jeweils montags an 6 Abenden der speziellen Frage nachgegangen werden, welche literarischen Ansätze SchriftstellerInnen, KünstlerInnen und KomponistInnen entwickeln, die Medien in ihrer Arbeit verbinden bzw. die mit unterschiedlichen Medien arbeiten. Erwartet werden u.a. der Komponist Heiner Goebbels und der Dramatiker John von Düffel. Im Seminar werden wir die Veranstaltungen inhaltlich begleiten und evtl. auch daran mitarbeiten. Ausführlichere Informationen ab 1.9. (Aushang an R. 216 – dort auch ab sofort die Anmeldeliste; max. 50 Teilnehmer). Regelmäßige, aktive Mitarbeit und Teilnahme an den Veranstaltungen sind absolut notwendig! |
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4384 ZP |
Wendezeiten. Deutsche Literatur nach 1989 (B 5) |
B. Plett Beginn: 16.10. |
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Kommentar siehe Aushang im Glaskasten |
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4385 ZP |
Science Fiction in den neuen Medien (Hörspiel, Fernsehserie, Film) |
H. Esselborn Beginn: 16.10. |
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Heute präsentiert sich Science Fiction weniger in Form von Literatur als in der der neuen Medien: Film, Fernsehen und Hörspiel. Standardthemen und Motive in der Science Fiction und die jeweils spezifische Art der medialen Darstellung sollen an deutschen (Hörspiel, Fernsehserie Orion, DDR-Filme) wie amerikanischen Beispielen (Star Trek, neuere Filme) vorgeführt werden, wobei Aufführungen mit Interpretationen und theoretischen Erörterungen abwechseln werden. |
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4386 |
Flaneure, Roadsters und Kanakstas: Die zweite Generation der türkisch-deutschen Migrationsliteratur Blockseminar, 10./11. 11. 01, Sa.So. (jeweils 10.00 – 18.00 Uhr), 9. 12. 01, So., 10.00 – 18.00 Uhr in 204 |
K. Yesilada |
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Wir wollen uns drei Autoren der türkisch-deutschen Migrationsliteratur zuwenden, die prägend für die Wahrnehmung der zweiten Generation in den neunziger Jahren wurden: Da ist einmal der vielseitige Zafer Zenocak, dessen Lyrik bereits in den achtziger Jahren ausgezeichnet wurde, dessen Essays zur deutsch-türkischen Thematik den Diskurs entscheidend mitbestimmten, und dessen Prosa-Tetralogie bemerkenswerte Gedanken zur deutschtürkischen Literatur im wiedervereinigten Deutschland formulierte. Immer unterwegs sind auch die Helden des zweiten Autors, Selim Özdogans. Seine Roadnovels treffen den literarisch-leichten Zeitgeist. Gegen den Zeitgeist wiederum rebelliert Feridun Zaimoglu mit seinen Kanaksta-Texten: Sprachlich kreativ und provokant entwickelte sich der Autor vom enfant terrible zum Szene-Autor und Liebling des deutschen Feuilletons. – Anhand exemplarischer Interpretationen ausgewählter Texte wollen wir die Eigenheiten dieser Autoren herausarbeiten und unser Urteil über die literarische Qualität ihrer Texte dem Urteil der Literaturkritik gegenüberstellen. Zu diesen Texten können im HS Mecklenburg Hausarbeiten geschrieben werden. Ausführlicheres Info-Blatt mit Literaturangaben im Aushang und im Ordner zum Hauptseminar Mecklenburg. |
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1950er Jahre fällt aus! |
A. Keck |
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4388 |
Autorenwerkstatt 2 St. Mi. 19-21 in S 73 |
B. Pütz |
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Meßlatte für die bei uns vorgestellten Arbeiten ist und bleibt ihre literarische Qualität. Daß es zu deren Beurteilung keine allgemein verbindlichen Kriterien gibt, möge unsere Gespräche auch in Zukunft spannend halten. Die Ankündigungen der „Autorenwerkstatt“ als Seminar macht unsere Runde keineswegs zum akademischen Zirkel; Voraussetzung für die Teilnahme ist daher nicht philologisches Know-How, sondern streitbares – und aktives – Engagement für eine bessere Literatur. Nur so kann die „Autorenwerkstatt“ auch in Zukunft ein kritisches Forum bleiben, das Schreibenden in und außerhalb der Universität eine Voröffentlichkeit und erste Resonanz auf eigene Texte bietet. Wer sich vorab über unsere Arbeit informieren möchte, sei auf die Anthologie „weiter im text“ verwiesen (10 Jahre Kölner Autorenwerkstatt 1980-1990, hrsg. v. N. Hummelt, Köln: Janus Verlagsgesellschaft 1991). |
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Textlinguistik (A 1, 2,
3, 6 |
D. Busse Beginn: 17.10. |
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Linguistische Diskursgeschichte |
M. Wengeler Beginn: 17.10. |
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Im Seminar sollen zunächst die verschiedenen Ansätze diskursgeschichtlicher Theorie und Methodik erarbeitet werden. Im zweiten Teil werden konkrete diskurshistorische Forschungsergebnisse vorgestellt. Teilnahmevoraussetzung: ZP Voraussetzung für einen Leistungsnachweis: Mündlicher Vortrag plus schriftliche Hausarbeit. Zeitschrift Sprache und Literatur in Wissenschaft und Unterricht |
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4400 |
Wortstellung im Deutschen (A 1, 2, 6) 2 St. Do. 11-13 in S 58 |
J. Lenerz Beginn: 18.10. |
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Die Wortstellung im Deutschen weist gewisse Freiheiten auf. Die Bedingungen für die Umstellung von Satzgliedern sollen ebenso vorgestellt werden wie die verschiedenen Analysen, die das Problem der sog. Freien Wortstellung in den letzten Jahrzehnten zu erfassen versucht haben. Lektürehinweise und ein Seminarplan werden rechtzeitig vor Semesterbeginn durch Aushang (R. 344) sowie im Internet bekannt gegeben. |
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M. Wengeler Beginn: 15.10 |
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In einer Zeitungsanzeige von British American Tobacco ist eine Litfasssäule mit einer Lucky Strike-Werbung abgebildet. Daneben bzw. darunter steht der folgende Text: „Wie gefährlich ist diese Litfaßsäule? [Schlagzeile] Diese Frage bezieht sich auf die Wirkung unserer Werbung: Rauchen Sie, liebe Raucher, mehr, wenn Sie an einem unserer Plakate für Lucky Strikes vorbeigehen? Oder fangen gar Sie, liebe Nichtraucher, mit dem Rauchen an, wenn Sie diese Kampagne sehen? Beides geschieht, so dürfen wir vermuten, nicht. Stattdessen hat unsere Werbung die Aufgabe, unsere Marken bekannt zu machen und ihre Marktanteile zu sichern. Welche ganz persönliche Haltung Sie zum Rauchen haben, können und wollen wir nicht beeinflussen.“ Diese Selbstthematisierung der Absichten und Wirkungsmöglichkeiten von Werbung stellt eine eher ungewöhnliche und moderne Form der Werbung dar mit einer provokanten These, die der landläufigen Überzeugung von der Werbung als der „geheimen Verführerin“ entgegensteht. Im Seminar sollen die vielfältigen sprachlichen Möglichkeiten und Strategien in der Werbung auf allen Ebenen der Sprachbetrachtung vorgestellt und diskutiert sowie in ihrem Zusammenspiel mit der bildlichen Gestaltung untersucht werden. Bernhard Sowinski: Werbung. Tübingen 1998. Teilnahmevoraussetzung: ZP Voraussetzung für einen
Leistungsnachweis: Stundenvorbereitung und schriftl. Hausarbeit. |
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4401 |
Psychische Verben: Syntax, Semantik, Diachronie (A 1, 2, 4) 2 St. Do. 9-11 in S 58 |
B. Primus Beginn: 18.10. |
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Im Hauptseminar sollen anhand des klar umgrenzten Bereichs der psychischen Verben (z. B. mögen, gefallen, interessieren) wichtige Aspekte der deutschen Grammatik behandelt werden: Kasusrektion, Argumentstruktur und semantische Rollen unter Berücksichtigung sprachgeschichtlicher Entwicklungen. Teilnahmevoraussetzungen: ZP und persönliche Anmeldung. Anmeldeliste, Literaturliste und Themenliste für die Hausarbeit liegen ab Mitte September im Lehrstuhlsekretariat vor (Zi. 224). |
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4402 |
Morphologie (A 1, 2) 2 St. (als Blockseminar 18.-20.2.2002 in Haus Wiesengrund (Nümbrecht-Überdorf) |
H. Vater/M. Neef |
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Teilnahmevoraussetzungen: ZP, persönliche Anmeldung bis zum 18.10.2001 und Anzahlung von 50 DM (Gesamtpreis für zwei Übernachtungen mit Vollpension ca. 170 DM). Voraussetzungen für einen Leistungsnachweis: aktive Teilnahme und Ausarbeitung eines Referats (Themenliste s. Aushang ab September). Erste Vorbesprechung: Dienstag, 23.10.2001, 18-19 Uhr in 230. Grundlagenliteratur: Löhken, S. (1997). Deutsche Wortprosodie. Tübingen: Stauffenburg (= SDG 56), Kp. 1. Neef, M. (1998). Elemente einer deklarativen Wortgrammatik. Hürth: Gabel (= KLAGE 32), Kp. 1. Vater, H. (19993). Einführung in die Sprachwissenschaft. München: Fink (= UTB 1799), Kp. 1-3. Wiese, R. (20002). The phonology of German |
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4403 |
Deutsche Sprachwissenschaft und Deutsch als Fremdsprache (2 St. als Blockseminar (Termine: 2.-4. Januar 2002; 10-14, 15-18 in 204) |
C. Di Meola |
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Der Seminarplan mit Lektüreangaben, eine Teilnehmerliste sowie eine Liste der Referate liegen ab September 2001 in meinem Seminarordner in der Bibliothek aus. Bitte in beide Listen eintragen und sich bei mir persönlich anmelden (E-Mail-Adresse: claudio.di_meola@uni-koeln.de; Tel./Fax: 0039-065003028). Vor Beginn des Seminars ist es unerläßlich, die Referate mit mir zu besprechen! |
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Ältere deutsche Sprache und Literatur |
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4404 |
Epos. Zur Kultur- und Literaturgeschichte einer Gattung von der Bhagavadgita und Homer bis zur Gegenwart (B 2, 3, 4, 5) fällt aus |
/ H. Christians |
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4405 |
Das Hildebrandslied (B 3) |
U. Mehler/P.-E. Neuser Beginn: 17.10. |
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4406 |
Mariendichtung (B 2, 3, 6) |
H.-J. Ziegeler Beginn: 18.10. |
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In der Gestalt der Maria hat sich jene Epoche, die wir als „Mittelalter“ bezeichnen, als Erbin der spätantiken Literatur einer Figur bemächtigt, die geradezu zum Experimentierfeld verschiedenster literarischer Formen und deren Funktionalisierungen geworden ist. An der Figur der Maria ließen sich verschiedene Muster von Weiblichkeitsvorstellungen demonstrieren und vorführen – die Rolle der Mutter und Ehefrau ebenso wie die der maget, der Jungfrau; Merkmale von Schönheit und Intellektualität konnten in ihren Grenzen und in ihrem Verhältnis zueinander bestimmt werden; für die Rolle der Helferin auch in extremen Notlagen galt es, immer neue Situationen durchzuspielen; diskutiert wurden Fragen der Prädestination und komplexe theologische Probleme, z. B. im Zusammenhang mit dem Trinitätsdogma; Chancen wurden ausgelotet für die Strukturierung eines Lebens und die Möglichkeiten, mit Hilfe von Literatur Emotionalität (compassio) und Intellektualität zu provozieren. Dies geschieht in den literarischen Genera der Vita, des Exempels, der dramatischen und der erzählten Klage, des hochartifiziellen Preisgedichtes und des Liedes. Verbindungen zur bildenden Kunst, vor allem in einigen zentralen Themen wie dem Engelsgruß, der sog. Heimsuchung Mariens, der mater dolorosa, der Pietà, dem Tod und der Himmelfahrt Mariens, sollen in diesem Seminar ebenso diskutiert werden, wie die Vielfalt der literarischen Formen und ihr Beitrag zur Etablierung einer Figur im lebensweltlichen Zusammenhang, die in gleicher Weise offen war für Identifikationen und Projektionen eher affektiv und eher rational orientierter Glaubensvorstellungen. Anmeldung: in den Feriensprechstunden (siehe Aushang) |
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4407 |
Autorschaft im Mittelalter: autor – compilator – translator – Wiedererzähler (B 3) |
U. Peters Beginn: 16.10. |
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In diesem Seminar sollen an unterschiedlichen Textbeispielen vom 12. bis 15. Jh. die verschiedensten Möglichkeiten und Funktionalisierungen der Herausbildung und Konkretisierung eines oft sehr text- oder typenspezifischen Autorbewußtseins verfolgt werden, etwa: das Rollenspiel Liebender und Sänger in der Liebeslyrik bis zu den „autorbiographischen“ Detailrealismen in Oswalds von Wolkenstein Oeuvre, die Verbindung von spruchdichterlicher Ich-Rolle und Kunstthematik, der Erzähler des höfischen Romans als Buchgelehrter oder Hofmann, seine Engführung mit Autornamen, seine Selbstaussagen über literarische Urheberschaft, die Autornennungen in Literaturkommentaren oder die merkwürdigen Textentstehungsgeschichten in den Prologen und Epilogen des höfischen Romans, die Anonymitätspräsenz des Heldenepikers, die Kombination von auktorialer Augenzeugenschaft und Wissenskompilation beim Historiographen in Reimchroniken, aber auch die verweigerte Autorschaft in Heinrich Seuses „Vita“ oder die Programmatik gelehrter auctoritas des Wissenschaftsenzyklopädisten. Für die Seminardiskussion wird ein Reader mit ausgewählten Textpassagen zusammengestellt. |
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4408 |
Neidharts Lyrik: Wiederholen und Konkretisierung im Repertoire der Liedtypen fällt aus! |
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K.-H. Göttert Beginn: 22.10. |
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Das Hauptseminar stellt ein Werk in
den Mittelpunkt, das im Zusammenhang mit dem gegenwärtigen Interesse
an den Medien bzw. medialen Einflüssen auf die Literatur besondere Bedeutung
gewinnt. Das Narrenschiff - um Brants Biographie - um den Kontext des Humanismus - um Quellen, Vorläufer, Vorbilder - um den Narrenbegriff - um Satire und Rhetorik - um das spezielle Verhältnis von
Text und Bild - um Einzelmotive wie Seefahrt, Hofkritik,
Schlaraffenland - um das Gesamtwerk Brants und seine
Wirkung Im Seminar sollen zu den einzelnen Sitzungen Referate gehalten werden, die in den Semesterferien auszuarbeiten sind. Ein genauer Semesterplan wird in den Feriensprechstunden ausgegeben. |
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Neuere deutsche Literaturwissenschaft |
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4410 |
Das Alte Testament als literarisches Werk 2 St. als Blockseminar (21.-24.1.2002) |
V. Neuhaus |
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Das Alte Testament – philologisch korrekter: die hebräische oder jüdische Bibel – ist eine in fast einem Jahrtausend schriftlich niedergelegte und in einem unbestimmt längeren Zeitraum davor mündlich tradierte Sammlung von Sagen, Mythen, Geschichtserzählungen, Rechtsvorschriften, Weisheitsworten, Apokalypsen, geistlichen und weltlichen Dichtungen. Das Seminar will zum einen in diese Formen selbst einführen, zum andern die Position dieser Werke in der Weltliteratur anhand ihrer Rezeption bis in unsere Tage behandeln. Kosten: ca. DM 250,-- Anmeldung verbindlich bis zum 22. 10.2001 |
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4404 |
Epos. Zur Kultur- und Literaturgeschichte einer Gattung von der Bhagavadgita und Homer bis zur Gegenwart (B 2,.3,4,5) fällt aus |
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4412 |
Eichendorff (fällt wahrscheinlich aus, bitte beachten Sie die Aushänge im Glaskasten!) |
C. Liebrand |
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4413 |
Aischylos, Sophokles, Euripides: Kursorische Lektüre griechischer Dramen in Übersetzung |
V. Neuhaus Beginn: 16.10. |
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Wenige Gattungen in der europäischen Weltliteratur sind von derartiger Wirkungsmächtigkeit wie die uns überlieferten griechischen Tragödien dieser drei Autoren. Nach einer Einführung in die Theorie (Aristoteles‘ „Poetik“) und historische Praxis werden gemeinsam gelesen: Aischylos „Orestie“, Sophokles „Ödipus“ und „Ödipus auf Kolonos“, Euripides „Iphigenie in Aulis“ und „Iphigenie bei den Taurern“. Zur Einführung in die Dramenanalyse wird empfohlen: Gustav Freytag: Die Technik des Dramas Alle Texte sind in Reclams Universal-Bibliothek verfügbar |
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4414 |
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R. Drux Beginn: 18.10. |
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Die
mythologische Gestalt der Liebesgöttin Venus hat die Dichter seit jeher
fasziniert, aber insbesondere im 19. Jhdt., d.h. von der Romantik bis
zum Fin de siècle vielfältige Projektionen ausgelöst und Phantasien
freigesetzt. An ausgewählten Texten von L.Tieck (Der getreue Eckart
und der Tannenhäuser; Der Runenberg), J.v.Eichendorff (Die Zauberei
im Herbste; Ahnung und Gegenwart; Das Marmorbild), E.T.A.Hoffmann (Die
Abenteuer der Silvesternacht), A.v.Arnim (Raphael und seine Nachbarinnen),
H.Heine (Elemtargeister), R. Wagner (Tannhäuser und der Sängerkrieg
auf der Wartburg), J.N.Nestroy (Tannhäuser), L.v.Sacher-Masoch (Venus
im Pelz), R. Dehmel (Venus consolatrix) und H.Mann (Die Göttinnen, Teil
III) sowie dem Spielfilm „Zauber der Venus“ soll das Seminar die Geschichte
dieses Sagenkreises verfolgen und Möglichkeiten seiner kultur- und sozialhistorischen
Erfassung erörtern. Genauere Hinweise zum Seminarverlauf, zu den einzelnen
Texten und Leistungsnachweisen erfolgen bis Ende September. Interessenten
müssen sich unter Angabe eines zu behandelnden Werkes bis
spätestens zum 17.10. in die Teilnehmerliste (R 226) eingetragen
haben. Beginn: Do., 18. 10.2001. |
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Archäologie der Melancholie (Diskurs-Analysen, Mediengeschichte) (B 1) Do 11-13 in VI |
G. Blamberger Beginn: 18.10. |
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Ziel des Seminars ist es, das Netzwerk der Melancholie-Diskurse historisch wie systematisch zu analysieren, von der hippokratischen Medizin bis zur Psychoanalyse der Gegenwart, von der scholastischen Theologie bis zur zeitgenössischen Soziologie. Den Leitfaden der genealogischen Studien bilden literarische Dokumente, vorzugsweise der deutschen Literatur vom 17. bis ins 20. Jahrhundert, von Gryphius’ Trauerspielen über Goethes ‚Tasso’ bis zu Thomas Manns ‚Doktor Faustus’ oder Judith Hermanns ‚Sommerhaus, später’, sowie die Meisterwerke der internationalen Melancholie-Literatur, z.B. Shakespeares ‚Hamlet’, Cervantes’ ‚Don Quijote’ u.a.m. Analysen von Melancholie-Repräsentationen im Film und anderen Künsten der Gegenwart ergänzen das Programm. Höchsteilnehmerzahl: 60 Personen, Anmeldung in meinem Sekretariat (Zi. 217) nötig. Martina Wagner-Egelhaaf: Die Melancholie der Literatur. Diskursgeschichte und Textfiguration. Stuttgart [u.a.] 1997 |
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4415 |
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D. Fulda Beginn: 16.10. |
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Theatralität kennzeichnet ! so eine mögliche Minimaldefinition ! eine Situation, in der ein regelgeleitetes Verhalten von anderen beobachtet und als Spiel unter einem bestimmten Zweck wahrgenommen wird. Theatralität ist damit nicht auf die Kunstsphäre beschränkt, sondern ein Phänomen auch bzw. zuerst der Lebenswelt (gesellschaftliches Rollenspiel, Individualität als Maske = lat. persona usw.). In der Frühen Neuzeit (16.-18. Jh.), vor der Ausbildung einer 'autonomen' Kunst, sind die Übergänge noch fließend. Theatralisch vollzog sich die Repräsentation fürstlicher Macht an den Höfen ebenso wie die Justiz; die Gerüste, auf denen Hinrichtungen inszeniert wurden, waren Bühnen der Gerechtigkeit. Markt und Tausch wurden theatralisch gedeutet, weil der Händler sich im Anpreisen seiner Waren 'verkleide' und über deren wahren Wert hinwegtäusche. Darüber hinaus diente das Theatermodell einer allgemeinen Daseinsdeutung: Die Stellung des Menschen im Kosmos und die Rolle, die jeder einzelne zu spielen hat, wurden im Medium der theatrum mundi-Metapher erörtert. Das Seminar führt in diese und weitere Formen sozialer Theatralität ein und untersucht, wie Dramen von Shakespeares Hamlet bis Schillers Braut von Messina sie aufnehmen und zu einem Kunstmittel ausbilden, das die Bühne des Theaters schließlich von der des Lebens trennte. Anmeldung und Übernahme von Hausarbeitsthemen in den Feriensprechstunden. Der Seminarplan sowie eine Liste mit Literaturhinweisen befinden sich im Seminarordner in der Bibliothek. |
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4416 |
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L. Simonis Beginn: 15.10. |
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Don Juan, Loreley, die Sirenen der Odyssee - diese Verführergestalten bezeichnen topische Figuren, die in der Geschichte der abendländischen Literatur immer wieder zu neuen Bearbeitungen und Adaptionen angeregt haben. Dabei verweisen die genannten Figuren nicht nur auf einen wiederkehrenden thematischen und motivischen Komplex, sondern zugleich auf ein rhetorisches Modell, einen bestimmten Modus von Kommunikation. Im Seminar wird vor allem diese besondere literarische Form der Verführungsrede näher zu diskutieren sein. Anmeldung in der 1. Sitzung. |
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4417 |
Offenbarungsmomente (B 4, 5) |
U. Renner-Henke Beginn: 18.10. |
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Wenn am Anfang des 20. Jahrhunderts ein fiktiver Brief davon erzählt, daß eine Egge auf dem Feld oder der Todeskampf von Ratten "das Gefäß" für eine "Offenbarung" werden können, wenn an dessen Ende, in einer "Stunde der wahren Empfindung", der Anblick von Kastanienblatt, Spiegelscherbe und Haarspange 'neues Leben' verspricht, dann dokumentieren diese epiphanischen Augenblickserlebnisse die Wirkmacht einer Denk- und Wahrnehmungsfigur, die der Frühromantiker Novalis literarisch gestiftet hat. Das 18. Jahrhundert, vornehmlich damit beschäftigt, 'Wahrheiten' zu (er-)finden, die auf (natur- oder parawissenschaftlichem) Beobachten gründen, produzierte beiläufig jene "Offenbarungsmomente" (Novalis), die zum magischen Fluchtpunkt für eine ganze Reihe von Texten noch des 20. Jahrhunderts wurden. Im Seminar wollen wir ihrer Konstruktion nachgehen und fragen, wie sie in der Moderne überhaupt gedacht bzw. gestaltet werden können. Materialbasis sind insbesondere Novalis: Heinrich von Ofterdingen; Hofmannsthal: Der Brief des Lord Chandos; Ders.: Die Briefe des Zurückgekehrten; Ilse Aichinger: Die größere Hoffnung; Handke: Die Stunde der wahren Empfindung. |
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4418 |
Männliche Identitätsgewinne und –krisen im kulturellen Prozeß der Neuzeit (B 1, 2, 4, 6) |
E. Kleinschmidt Beginn: 16.10. |
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Die 'männliche' Perspektive im gender-Diskurssystem der Neuzeit zu betonen, wirkt nur auf den ersten Blick traditionell, weil diese ohnehin immer schon diskutiert scheint. Faktisch besteht ein großer Nachholbedarf angesichts feministisch initierter Theoriedebatten, deren Reflexionsgrad die weiblichen Textprofile hoizonterweiternd bereichert hat. Ähnlich anspruchsvoll moderierte, Männlichkeit kritisch profiliernede Lektüren existieren noch kaum. Hier soll anhand einiger exemplarischer Werke sowohl theorie- wie anwendungsbezogen Neues anhand eines 'Textkanons' zwischen 18.Jh. und 'klassischer' Moderne angedacht werden. Zur Debatte stehen neben kürzeren, in Readerform zur Verfügung stehenden Texten (am Semsteranfang): J.W.Goethe Torquato Tasso; H.v.Kleist Prinz von Homburg; Hebbel Gyges und sein Ring; J.P.Jacobsen Niels Lyhne; R.M.Rilke Cornet; H.v.Hofmansthal Der Schwierige; R.Musil Vinzent oder die Freundin bedeutender Männer; E.Jünger Marmorklippen. Hinzu treten noch einige Theorie-Texte (als Kopiervorlage). Das Seminar verzichtet auf Referate zugunsten gemeinsamer, intensiver Diskussion. Ein Seminarschein wird durch eine in den Semesterferien abzufassende Hausarbeit (ca. 25 Seiten) nach persönlicher Absprache über ein Thema eigener Wahl erworben. Die TeilnehmerInnenzahl ist (im Rahmen der Raummöglichkeiten) beschränkt. Eine Liste hängt ab der letzten Semesterwoche des SS 01 am Brett neben meinem Büro (246) aus. |
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4419 |
Expressionismus als gesamtkulturelle Bewegung (B 5, 6) |
E. Kleinschmidt Beginn: 15.10. |
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Das Seminar beschäftigt sich mit der Selbstinszenierung jener zentralen deutschen Epochenbewegung der 'Moderne', des Expressionismus, dessen schöpferische Potentiale bis auf wenige Autoren und Werk dem kulturellen Bewußtsein (mit Ausnahme der bildenden Kunst) entschwunden sind. Es soll versucht werden, diesen emphatisch entworfenen künstlerischen Aufbruchsraum kritisch zu mustern, um Leistung und faktisch selektives Vergessen gleichmermaßen zu verstehen. Dabei geht es materiell neben der Literatur selbst (Lyrik, Theater, Prosa) wesentlich auch um poetologische Postulate wie um die Vernetzung der Künste (u.a. Kandinsky, Kokoschka, Klee, Schönberg). Angesichts begrenzter Greifbarkeit und auswählender Akzentuierung werden die Texte (von Benn, Döblin, Einstein, Hasenclever, Heym, Kayser, Sternheim, Stramm, Trakl) in Reader-Form zur Verfügung gestellt (zu Semesteranfang). Das Seminar verzichtet auf Referate zugunsten gemeinsamer, intensiver Diskussion. Ein Seminarschein wird durch eine in den Semesterferien abzufassende Hausarbeit (ca. 25 Seiten) nach persönlicher Absprache über ein Thema eigener Wahl erworben. Die TeilnehmerInnenzahl ist (im Rahmen der Raummöglichkeiten) be-schränkt. Eine Liste hängt ab der letzten Semesterwoche des SS 01 am Brett neben meinem Büro (246) aus |
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Mitteleuropa. Literatur und Raum fällt aus! |
N. Wegmann |
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4420 |
Das Groteske in der Literatur (B 1, 2) 2 St. Di. 16s.t.-19 in 204 (14tägig)) |
N.Wegmann/H. Christians Beginn: 17.10.2001 |
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Das Groteske als Vermischung und Kombination heterogener, eigentlich unvereinbarer Phänomene - Komik und Grauen, Schönes und Häßliches usw. - hat heute Hochkonjunktur. Solche systematisch herbeigeführten Verzerrungen reichen bis zur Darstellung des Monströsen. Deformation, Dekomposition und Destruktion sind Arbeitstechniken des Grotesken in allen Künsten. Diese negative Poetik erschwert eine präzise Bestimmung des Grotesken. Das Seminar bearbeitet diese Schwierigkeit durch eine historisch abgestufte Annäherung. Das Spektrum reicht so von Justus Mösers (1761) und Johann Georg Sulzers (1792) poetologischen Studien über die literarischen Grotesken von Meyrink, Mynona (1913) und Kafka bis zu Wolfgang Kaysers Standardwerk (1957). Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf aktuellen Debatten über das Groteske als Schlüsselkategorie einer avancierten Wahrnehmung der Gegenwart, weil nur mit ihren Mitteln der Zugang zum Abseitigen und Verdrängten einer Kultur gelingen soll. Hierzu sollen insbesondere Beispiele aus der Filmgeschichte (Keaton bis Lynch) und der Medientheorie diskutiert werden. (Das Seminar findet 14tägig statt, um die gegenstandsnahe Diskussion der ausgewählten Filmbeiträge zu gewährleisten.) LH: Justus Möser, Harlekin oder Verteidigung des Groteske-Komischen, Neckargemünd (2000); Wilhelm Fraenger, Formen des Komischen, Dresden (1995); Wolfgang Kayser, Das Groteske. Seine Gestaltung in Malerei und Dichtung, Oldenburg (1957) |
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4421 |
Wiener Kultur um 1900 (B 5) |
P.J. Brenner Beginn: 23.10. |
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In der einlässlichen Interpretation von Schlüsseltexten sollen Grundzüge der Literatur der Wiener Moderne um 1900 in ihren ideen-, kultur- und sozialgeschichtlichen Bezügen erarbeitet werden. – In dem Seminar werden keine Referate vorgetragen; Scheinerwerb erfolgt durch Hausarbeiten. Eine persönliche Anmeldung in meinen Sprechstunden ist erforderlich. Folgende Texte werden besprochen; ihre Kenntnis ist verbindlich und muss ausnahmslos bei der Anmeldung zum Seminar vor Semesterbeginn nachgewiesen werden: Hermann Broch: Hofmannsthal und seine Zeit. Eine Studie (Suhrkamp).- Sigmund Freud: Traumdeutung (Fischer). - Arthur Schnitzler: Der Reigen. Zehn Dialoge. (Fischer). – Leopold von Andrian: Der Garten der Erkenntnis (Manesse). – Richard Beer-Hofmann: Der Tod Georgs (Reclam) (auch andere Ausgaben können jeweils gelesen werden). - Weitere Texte werden folgendem Sammelband entnommen: Die Wiener Moderne. Literatur, Kunst und Musik zwischen 1890 und 1910. Hg. v. Gotthard Wunberg Stuttgart: Reclam 1995. – Zur vorbereitenden Lektüre nenne ich: Dagmar Lorenz: Wiener Moderne. Stuttgart/Weimar: Metzler 1998 (Sammlung Metzler 290). (Die Lehrveranstaltungen von Herrn Brenner beginnen erst in der zweiten Semesterwoche. Letzte Anmeldung Di.23.10. 11 Uhr.) |
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4421a |
Wilhelm Busch und seine Zeit (B 5) |
W. Pape Beginn: 18.10. |
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Generationen Deutscher sind mit dem sogenannten humoristischen Hausschatz Wilhelm Buschs aufgewachsen, und solche Rezeption hat Busch in jeder Beziehung verharmlost. Anhand von verschiedenen Problemkreisen wie Intermedialität, Komik, Grausamkeit, Strafe, Natur und Bildung soll sein Werk als Kunstwerk und im Kontext der Literatur-, Kunst- und Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts untersucht werden. — Zur Einführung empfehle ich mein Bändchen über Wilhelm Busch in der Sammlung Metzler. Die Teilnehmer des Seminars sollten bereits zu Beginn des Seminars mit den Bildergeschichten und Gedichten Buschs vertraut sein. Anmeldung und Übernahme von Hausarbeiten ab sofort in meinen Sprechstunden (Zi 322) und in den Sprechstunden der Mitarbeiter (Zi 229). Beginn: 18. Oktober. Sprechstunde im Semester: Di 11 Uhr in Raum 322 Sprechstunden der Mitarbeiter: siehe Anschläge Raum 229 Ein Plan mit den Themen der einzelnen Sitzungen und weiteren Sitzungen hängt ab Anfang Juli aus (Kopien zum Mitnehmen neben meinem Zimmer 322) und ist im Internet auf meiner Homepage: http://www.uni koeln.de/phil fak/idsl/dozenten/pape |
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4422 |
Deutsche Literatur türkischer Autoren (B 5,6) |
N. Mecklenburg Beginn: 15.10. |
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Deutschsprachige Literatur von Autoren nichtdeutscher Herkunft wird heute als 'Migrantenliteratur' oder - neuerdings - als 'interkulturelle' Literatur rezipiert und erforscht. Das Seminar soll dieses (gar nicht mehr so) neue Feld der deutschen Gegenwartsliteratur erschließen, indem es sich exemplarisch der mit Abstand größten Gruppe widmet, nämlich Autorinnen und Autoren türkischer Herkunft. Behandelt werden sollen/können u. a.: Emine Sevgi Özdamar (Hauptschwerpunkt), Zehra Cirak, Sinasi Dikmen, Osman Engin, Selim Özdogan, Yüksel Pazarkaya, Zafer Senocak, Feridun Zaimoglu, Dilek Zaptcioglu. – Ein Infoblatt mit Literaturhinweisen und Themen für Hausarbeiten ist ab Anfang September im Ordner für das Seminar zu finden. Erläuterung des Seminarprogramms und Anmeldung in der Eröffnungssitzung. - Dringend empfohlen wird der Besuch eines einführenden und ergänzenden Proseminars (s. o.) als Wochenend-Blockseminar von Karin Yesilada (am 10./11. 11., 9. 12.). |
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4423 |
Drehbuch-Analysen (B 2, 5) |
G. Blamberger / Epping-Jäger Beginn: 17.10. |
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Obwohl die audiovisuellen Medien Leitmedien unserer Kultur geworden sind, sind Geschichte, Theorie und Formen des Drehbuchs weitgehend unerforscht. Auf dem Buchmarkt finden sich vor allem Ratgeber von Drehbuchlehrern für die Schreibpraxis, am Set dagegen gequälte Schauspieler und Regisseure, die unspielbare Vorlagen immer wieder selbst korrigieren müssen, weil Autoren häufig das Wissen um die spezifische Grammatik der Filmsprache bzw. die konkreten Produktionsbedingungen fehlt und Redakteuren die dramaturgischen Kenntnisse zur Analyse von Stärken und Schwächen eines Drehbuchs oder schlicht die Zeit, die zehnte Fassung noch zu optimieren. Das Seminar wird mit Hilfe von Fallstudien aus der Film- und Fernsehgeschichte, an Gelungenem und Mißlungenem, Kriterien für Drehbuchlektüren zu entwickeln suchen. Material dafür wird zu Semesterbeginn in einem Reader ausgegeben. Höchstteilnehmerzahl 40 Personen, Anmeldung in meinem Sekretariat (Zi. 217) nötig. |
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4424 |
Friedrich Nietzsche und seine Rezeption in der Literatur der Moderne (B 1,2,6) |
S. Grimm Beginn: 18.10. |
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Kein anderer hat die Literatur der Jahrhundertwende so nachhaltig beeinflußt wie der Dichter und Philosoph Friedrich Nietzsche. Das Seminar versucht, diese Einflüsse bei Hugo von Hofmannsthal, Rainer Maria Rilke, Gottfried Benn, Thomas Mann (Dr. Faustus), Robert Musil (Der Mann ohne Eigenschaften) u.a. nachzuweisen. Thematisch geht es um Nietzsches Sprachphilosophie, seine Theorie des Übermenschen, sein Verständnis des Lebens als „ästhetisches Dasein“, die Kunstprinzipien `apollinisch-dionysisch´ und seine Vitalismus-Ideologie. Grundlage der Nietzsche-Lektüre sind u.a. Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne (Ordner) , Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik (Reclam-UB 7131) und Also sprach Zarathustra (Reclam-UB 7111). Zur Einführung empfehle ich: Nietzsche-Handbuch. Leben-Werk-Wirkung. Hrsg. von Henning Ottmann. Stuttgart; Weimar: Metzler 2000, bes. S.444-466 (Ordner). |
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4425 |
Zwischen „Inventur“ und „Blechtrommel“. Literatur von 1945-1960 (B 5) 2 St. Mo. 9-11 in B VI |
D. Haberland Beginn: 15.10. |
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Die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg sind nicht nur in literarischer Hinsicht aufschlußreich: In ihnen mischen sich Tradidtion und Innovation, sie haben politisch, kulturell und ästhetisch den Charakter sowohl einer Zäsur wie einer Brücke unter dem Vorzeichen der polititischen und wirtschaftlichen Blockbildung. – In diesem Seminar soll anhand ausgewählter Beispiele aus allen Gattungen diese heute geradezu „klassiche Periode“ analysiert werden. Die Liste dieser Werke hängt ab sofort am Schwarzen Brett aus. Es können auf Wunsch der TeilnehmerInnen zu Beginn des Seminars noch weitere Texte aufgenommen werden. Teilnahmebedingungen: Regelmäßige Teilnahme und Seminararbeit. Für Prüfungskandidaten und Vorabinfos bin ich telefonisch erreichbar: Di-Fr. 02102/965 212 , Fr.-Mo. 0228/262142 |
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Literarische Kinderbücher des 20. Jahrhunderts (Michael Ende, J.K. Rowling, J.R.R. Tolkien) (B 2, B 5) |
A. Simonis Beginn: 19.10. |
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Das Seminar beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Werken von J.R.R. Tolkien (Der kleine Hobbit, Der Herr der Ringe), Michael Ende (Die unendliche Geschichte) und J.K. Rowling (Harry Potter und der Stein der Weisen). Anhand der genannten Textauswahl sollen allgemeine Gattungsmerkmale des Kinderbuchs herausgearbeitet werden. Ferner ist die Frage zu diskutieren, warum einige Kinderbücher zu Bestsellern avancieren und über die eigentliche Zielgruppe hinaus ein breites Publikum von Erwachsenen erreichen. Eigentlich als Fortsetzung zum Kinderbuchklassiker The Hobbit geplant, wurde aus Tolkiens The Lord of the Rings (mit einer Auflagenhöhe von 100 Millionen Exemplaren) das meistverkaufte Buch des 20. Jahrhunderts. Auch die Verfilmungen der genannten Texte sollen Berücksichtigung finden, wie etwa die Neuverfilmung von The Lord of the Rings durch Peter Jackson, die im Dezember 2001 in den Kinos anläuft. Probleme der Literaturverfilmung sind dabei ebenso relevant wie die Aspekt der Vermarktung, etwa die Rolle des Internets und der Medien. Anmeldung in der 1. Sitzung. |
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‚Race‘ im Film (B 1, 2) |
C. Liebrand Beginn: 17.10. |
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Im Fokus der kulturwissenschaftlich ausgerichteten Filmwissenschaft standen in den letzten Jahren neben der Untersuchung von gender-Konfigurationen die Bestimmung der Funktionsstelle ‚race’ (anregend in bezug auf diese Problemstellung gewirkt haben vor allem die Afro-American Studies, aber auch die ‚White Studies’: „which is the study of whiteness as a historically constructed ethnic oder cultural identity“). Das Seminar wird sich mit Inszenierungsformen von race in amerikanischen Filmen seit den 30er Jahren (Gone With the Wind [USA 1939]; Imitation of Life [USA 1959] bis hin zu Anna and the King [USA 1999] und Spike Lees Bamboozled [USA 2000]) beschäftigen. Interessieren werden die komplexen Prozesse filmischer Konstruktion ethnischer Identität auch in ihren Interferenzen in bezug auf ‚class’ und ‚gender’. Das Seminar findet zweistündig statt; der zusätzliche Besuch des wöchentlichen ‚Filmvorführungstermins’ montagabends (19 bis 21 Uhr in S 67) ist aber obligatorisch. Gute Englischkenntnisse werden vorausgesetzt. Einführende Literatur: (die race-bezogenen Artikel in) Simon During (ed.): The Cultural Studies Reader. |
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Literatur nach Auschwitz II. Probleme und Möglichkeiten (B 5) |
H. Esselborn Beginn: 15.10. |
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In Fortsetzung des Seminars vom SS, dessen Besuch aber keine Voraussetzung ist, sollen die Darstellungsprobleme des Holocaust und die ästhetischen Folgen von Auschwitz an folgenden Texten erörtert werden, die meist eine größere Distanz einnehmen: R. Hochhuts Stellvertreter, der keine direkte Darstellung wagt, R. Klügers literarisierter Zeugenbericht Weiterleben, W. Köppens Präsentation der Erlebnisse eines Opfers J. Littners Erlebnisse aus dem Erdloch, Hilsenraths groteske Darstellungen Der Nazi und der Friseur und Die Nacht und die indirekten Spiegelungen in B. Schlinks Der Vorleser und M. Beyers Flughunde. |
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Oberseminare |
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Alltagslogik |
M. Wengeler Beginn: 17.10. |
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Rhetorik und Sprachwissenschaft beschäftigen sich in jüngerer Zeit nicht mehr nur normativ damit, was eine gute, vernünftige oder „richtige“ Argumentation auszeichnet und wie daher Alltagsargumentationen mit wissenschaftlichen Standards als korrekt oder defizitär zu beurteilen sind, sondern auch damit, wie im Alltag real argumentiert wird und welches gesellschaftliche Wissen, welche allgemein akzeptierten Schlussregeln dabei zu Grunde gelegt werden. Im Seminar sollen entsprechende Ansätze durch gemeinsame Lektüre erarbeitet werden und Ideen entwickelt werden, welche empirischen Forschungsaufgaben sich aus einer solchen Beschäftigung mit Alltagsargumentationen ergeben (können). Kienpointner, Manfred
1992: Alltagslogik. Struktur und Funktion von Argumentationsmustern. Ottmers, Clemens 1996: Rhetorik. Stuttgart/Weimar. |
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4429 |
Aspekte der Wissensgesellschaft (B 1) 2 St. Di. 16-18 in 230 |
P. J. Brenner Beginn: 23.10. |
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In dem Seminar werden historische und aktuelle Aspekte des
„Wissens“ und der „Wissensgesellschaft“ erörtert. Im Zentrum steht zunächst
die wissenssoziologische Diskussion der 20er Jahre des vergangenen
Jahrhunderts, die sich um die Konzeption Karl Mannheims und Max Schelers
zentrierte; danach werden aktuelle Theorie-Vorschläge diskutiert. – Zunächst
denke ich an die Besprechung folgender Texte: Karl Mannheim:
Konservativismus. Ein Beitrag zur Soziologie des Wissens (Suhrkamp). – Max
Scheler: Erkenntnis und Arbeit (Klostermann). – Helmut F. Spinner: Die
Architektur der Informationsgesellschaft (Philo/Syndikat). – Helmut Willke:
Systematisches Wissensmanagement (Lucius & Lucius/UTB). – Eine Anmeldung
in den Sprechstunden oder per e-mail (pj.brenner@bnbt.de)
ist erforderlich. Bei Vorliegen der Voraussetzungen kann in dem Seminar ein
Schein erworben werden. Mi. 13 Uhr und nach Vereinbarung |
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4430 |
Der „Nazi-Meyer“ als Quelle der nationalsozialistischen ‚Weltanschauung‘ (B 5) |
V. Neuhaus Beginn: 17.10. |
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Kurz nach der >Machtübernahme< 1933 stand Meyers Konversationslexikon zur turnusmäßigen Neuausgabe an. Die Redaktion nahm das zum Anlaß einer vollständigen Neubearbeitung, die den verquollenen Vorstellungen der neuen Machthaber und ihrer zahlreichen Gefolgsleute Rechnung trug. So entstand die dichteste Sammlung zur herrschenden Ideologie. Das Seminar behandelt anhand von Referaten der Teilnehmer wichtige Stichwörter aus Geschichte, Kulturgeschichte, Philosophie, Literatur etc. Das Lexikon ist in der Institutsbibliothek vorhanden. |
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E. Kleinschmidt Beginn: 16.10. |
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Das Seminar möchte sich mit einer in der Kulturgeschichte lange Zeit vertrauten und wichtigen Figuration auseinandersetzen, deren aktueller Aufruf zumeist nur noch trivial oder parodistisch erfolgt. Der Pathos-Diskurs, ursprünglich dem rhetorischen Affektbereich des Erhabenen zugeordnet, hat eine reiche und intellektuell anspruchsvolle Geschichte, deren Konstellationen innovativ auch und gerade die 'Moderne' bestimmen, wo auch der Wissenschaftsbereich davon inspiriert wird (z.B.Warburgs Pathosformeln). Selbst postmoderne Positionen (z.B. bei H.Müller, Botho Strauß) integrieren Pathos-Aspekte neu. Die funktionale und kulturwissenschaftlich differenzierte Aufarbeitung der Kategorie Pathos in der Literatur, aber auch partiell zumindest in Kunst und Musik, sollen aufgearbeitet werden, um Pathos-Theorie und ihr komplexes signifikantes Formelinventar (neu) zu bestimmen. Kürzere (z.B.Schillers Über das Pathetische) und nur ausschnitthaft relevante (z.B. Hegel, Nietzsche) Texte stehen in Readerform (zu Semesteranfang) zur Verfügung (Übersichts-Liste ab Ende Juli am Brett neben Raum 246). Zur Anschaffung (als Einstiegstext): (Pseudo-)Longinus Vom Erhabenen (R). - Das Seminar sieht von Refreaten ab und konzentriert sich auf eine intensive Diskussion. Ein (HS-)Schein kann erworben werden. Die TeilnehmerInnenzahl ist (im Rahmen der Raummöglichkeiten) beschränkt. Eine Liste hängt ab der letzten Semesterwoche des SS 01 am Brett neben meinem Büro (246) aus. |
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4432 |
Androiden in Literatur und Film als Paradigma einer interdisziplinären Motivforschung (B 2,6) |
R. Drux Beginn: 18.10. |
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Fragen einer Motivforschung, die kulturwissenschaftlich ausgerichtet ist und verschiedenartige Medien umfaßt, sollen am Motivkomplex des Maschinenmenschen diskutiert und an Texten und Filmen, die sich diesem widmen, kritisch verfolgt werden. Neben den schon für die Vorlesung genannten Texten sind hierzu insbesondere noch Filme wie Blade Runner und Terminator heranzuziehen. Genauere Angaben über Werke und mögliche Leistungsnachweise bei der persönlichen Anmeldung (!), die bis zum 17.10. in R. 226 zu erfolgen hat. (für Studierende ab 7. Semester) |
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Vorlesungen |
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Autorenfernsehen (B 1, 2, 6) 2 St. Do. 12-14 in (GHS Siegen) |
G. Stanitzek |
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Die Vorlesung wird sich auf ein Segment experimentellen
Fernsehens beziehen: die von Alexander Kluge bzw. seiner Firma DCTP seit Ende
der 80er Jahre produzierten Formate 10
vor 11/Ten to Eleven, Stunde der
Filmemacher, News & Stories,
Prime Time – Spätausgabe, 100 Minuten Vielfalt (nur 1993,
inzwischen eingestelltes Format), Mitternachtsmagazin Parallel zur Vorlesung findet ein Seminar zu Alexander Kluges letztem großen Buch, Die Chronik der Gefühle (2000), statt. (Um die Sache 'komplett' zu machen, könnten die Studierenden eine Filmreihe organisieren, in der Kluges Kinofilme seit den 60er Jahren vorgeführt würden.) Literatur: –Augen-Blick. Marburger Hefte zur Medienwissenschaft 23: Fernsehen ohne Ermäßigung. Alexander Kluges Kulturmagazine (1996); –DCTP-Homepage:
<http://www.dctp.de>; –Christian Schulte (Hg.): Die Schrift an der Wand. Alexander Kluge: Rohstoffe und Materialien, Osnabrück: Rasch 2000; –Christian Schulte/Reinald Gußmann (Hg.): Alexander Kluge. Facts & Fakes. Fernseh-Nachschriften 1: Verbrechen. Gespräche mit Dr. Ulrike Sprenger, Prof. Dr. Joachim Kersten u. Manfred Pichotta, Berlin: Vorwerk 8 2000; –Matthias Uecker: Alexander Kluge. Anti-Fernsehen? Alexander Kluges Fernsehproduktionen, Marburg: Schüren 2000. |
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Mediengeschichte: Tele-Visionen 2 St. Mo. 14-16 in VIII (siehe Nr. 5383) |
I. Schneider Beginn: 22.10. |
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Die Vorlesung will die historische Dimension dieses aktuellen Themas erschließen. Es geht um unterschiedliche Tele-Visionen, um solche Texte/Erzählungen also, die Konzepte von Ferne entwickeln, die danach fragen, wie Ferne hergestellt und über sogenannte Fernverständigung, auf der Basis von Kommunikationstechnologien wieder kassiert werden kann. Die bekannteste Formel in diesem Zusammenhang hat Marshall McLuhan geprägt, als er für das elektronische Zeitalter das „global village“ erfunden hat. Lit. zur
Einführung: Patrice Flichy: Tele. Geschichte der modernen
Kommunikationsmedien. Das im Vorlesungsverzeichnis angekündigte Kolloquium zur Vorlesung muß leider ausfallen. |
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Kolloquium zur Vorlesung fällt aus! |
I. Schneider |
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Ringvorlesung: |
I. Schneider Beginn: 25.10. |
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Mit der Ringvorlesung möchte ich in meiner Funktion als Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften eine Initiative starten, um Kontakte zwischen der Universität und den in Köln ansässigen Hörfunk- und Fernsehveranstaltern zu intensivieren. Die Studierenden sollen aus der Sicht der Praktiker Einblicke in Medienberufe und Medienentwicklungen erhalten. Zu dieser ersten Ringvorlesung wurden die Chefs der in Köln ansässigen überregionalen Hörfunk- und Fernsehveranstalter eingeladen. Eröffnet wird die Ringvorlesung durch
den ARD-Vorsitzenden und Intendanten des Westdeutschen Rundfunks, Fritz
Pleitgen. Mit dabei sind Gerhard Zeiler, der Geschäftsführer der RTL-Group,
des größten privaten TV-Veranstalters in Europa, Ernst Elitz, der Intendant
des Deutschlandradios, Dieter Gorny, der Geschäftsführer der Viva-AG und Erik
Bettermann, der neu gewählte Intendant der Deutschen Welle. Die neue
Staatssekretärin und Pressesprecherin der Landesregierung NRW Derzeitiger Zeitplan: (Aktuell sind Änderungen möglich, die jeweils bekannt gegeben werden.) 25.10.01 Fritz Pleitgen, ARD-Vorsitzender und Intendant des WDR 11.11.01 Ernst Elitz, Intendant des Deutschlandradios 22.11.01 Dieter Gorny, Geschäftsführer der Viva-AG 06.12.01 Gerhard Zeiler, Geschäftsführer, RTL Television 10.01.02 Erik Bettermann, Intendant der Deutschen Welle (angefragt) 24.01.02 Prof. Dr. Miriam Meckel, Staatssekretärin und Pressesprecherin der Landesregierung NRW |
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Proseminare |
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Klassiker der Literaturwissenschaft |
F. Balke |
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In dem fachgeschichtlichen Augenblick, in dem sich die Literaturwissenschaft anschickt, zur Kultur- oder gar Medienwissenschaft zu mutieren, scheint es geraten, im Rückblick auf exemplarische Texte an jene Kompetenzen des Faches zu erinnern, die auch in Zukunft für jeden Umgang mit (literarischen) Texten von bleibender Bedeutung sein werden. Statt sich, wie sonst üblich, einen Überblick über die in regelmäßigen Abständen renovierten Methoden und Theorien zu verschaffen, stehen im Mittelpunkt dieser Veranstaltung Texte, die eine spezifische Lektürekompetenz für sich in Anspruch nehmen. Was die heutigen Studierenden mit den Klassikern der Literaturwissenschaften teilen, ist, daß sie sich an ihren konkreten Lektüren literarischer Texte messen lassen müssen - wobei, wie eben die Klassiker zeigen, diese Lektüren in dem Maße an Überzeugungs- und Aufschließungskraft gewinnen, wie sie sich von ästhetischen Vorgaben der Abgeschlossenheit des Kunstwerks sowie seiner 'Selbst-Verständlichkeit' lösen. Weil Literaturwissenschaft als Lektüre- und Textwissenschaft auf kulturellen und medialen Voraussetzungen aufruht, die bis in das ausgehende Mittelalter - also noch vor der Erfindung des Buchdrucks - zurückreichen, wird die dem Seminar zugrundeliegende Textauswahl ergänzt um einen Essay des Kulturhistorikers Ivan Illich, der den komplexen Prozeß der Ablösung der Lektüreeinheit 'Text' von der Manuskriptseite rekonstruiert, die weniger gelesen als vielmehr gehört werden wollte. Bernhard J. Dotzler (Hg.): Grundlagen der Literaturwissenschaft. Exemplarische Texte, Köln, Weimar, Wien 1999 Ivan Illich: Im Weinberg des Textes. Als das Schriftbild der Moderne entstand |
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Übung |
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Motivik und Ikonographie des Schreckens in westafrikanischen Videos 2 St. Mo. 18-20 im Institut für Afrikanistik (siehe Nr. 4977) |
H. Behrend/T. Wendel |
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Die Übung ist als Fortsetzung der im SS gehaltenen Lehrveranstaltung "Produktion, Zirkulation und Konsumtion von Videos in Ghana und Nigeria" angelegt. Im Mittelpunkt steht das neue Videokino als eine Mythen produzierende und Mythen transformierende Institution. Dabei gilt die Aufmerksamkeit den mythologischen Stoffen, ihren motivischen und ikonografischen Konkretionen ebenso wie den Zitierweisen, intertextuellen Bezügen und interkulturellen Transkriptionen. Die Videos übertragen die Stoffe nicht nur aus anderen medialen Gattungen ("Radio-Trottoir", Theater, Heftchenliteratur), sie zitieren nicht nur andere lokale Videos, sondern zunehmend auch außerafrikanische Filme, teils indem sie Motive und Ikonografien borgen, abwandeln und weiterentwickeln, teils indem sie ganz direkt zitieren oder sich in vieldeutigen Anspielungen ergehen. Jede der Sitzungen ist einem ausgewählten mythologischen Thema gewidmet, das durch die Projektion entsprechender Videoausschnitte illustriert wird. |
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Hauptseminare |
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Autorschaft im Mittelalter: autor – compilator – translator – Wiedererzähler |
U. Peters |
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vgl. Nr. |
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Drehbuch-Analysen |
G. Blamberger / Epping-Jäger |
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vgl. Nr. 4423 |
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Alexander Kluge: Chronik der Gefühle (B 2, 5, 6) 2 St. Fr. 12-14 in (GHS Siegen) |
G. Stanitzek |
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Gegenstand des Seminars ist Alexander Kluges jüngst erschienenes Buch, das eine große Zahl neuer Geschichten bietet, zugleich aber auch eine Art Bestandsaufnahme von Kluges Erzählprosa insgesamt darstellt. Exemplarische Lektüren sollen die einzelnen Abschnitte des Buches erschließen. Parallel zum Seminar findet eine Vorlesung zu Alexander Kluges 'Autorenfernsehen' statt, deren Besuch denjenigen empfohlen wird, die sich für die Fortsetzung eines literarischen Werks im Medium des Fernsehens interessieren. (Um die Sache 'komplett' zu machen, könnten die Studierenden eine Filmreihe organisieren, in der Alexander Kluges Kinofilme vorgeführt würden.) Teilnahmebedingung ist die Übernahme eines Kurzreferats. Literatur: –Alexander Kluge, Chronik der Gefühle, 2 Bde., Bd. 1: Basisgeschichten, Bd. 2: Lebensläufe, Frankfurt/M.: Suhrkamp 2000; –Alexander Kluge, Verdeckte Ermittlung. Ein Gespräch mit Christian Schulte und Rainer Stollmann, Berlin: Merve 2001. –Weitere Literatur + Sekundärliteratur s. Semesterapparat. |
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Klassiker der Medientheorie Mittwoch, 18–20. in ?? (GHK Siegen ) (B 1) |
G. Stanitzek |
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Das Seminar bietet einen Durchgang durch prominente Medientheorien vom 18. bis zum 21. Jahrhundert, also voraussichtlich von Josias Ludwig Goschs Fragmenten über den Ideenumlauf (1789) – über einschlägige Texte von Walter Benjamin, Siegfried Kracauer, Max Horkheimer/Theodor W. Adorno, Bertolt Brecht, Marshall McLuhan, Friedrich Kittler, Niklas Luhmann, George P. Landow – bis Lev Manovichs The Language of New Media (2001). Systematische Schwerpunkte sind: Massenmedien, Kommunikationsmedien, Wahrnehmungsmedien, technische Medien; wiederholt wird die Testfrage zu stellen sein: Was sind Medien, und was ist ein Klassiker der Medientheorie? |
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Theorien der Simulation 2 St. Di. 14-16 in B I (siehe Nr. 5396) |
I. Schneider Beginn: 16.10. |
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Der Begriff der Simulation weist eine
sehr lange Tradition auf – seit der Antike spielt er in philosophischen (z.B.
bei Platon) ebenso wie poetologischen Texten (z.B. bei Horaz) eine wichtige
Rolle. Eine zweite Geschichte des Begriffs setzt Im Seminar soll die lange Geschichte des Begriffs im Überblick und die kurze Geschichte im Detail diskutiert werden. Neben einem begriffsgeschichtlichen Überblick stehen also im Zentrum Theorien der Simulation, die als Medientheorien gelesen werden s/wollen. Literatur
zu Einführung: Aisthesis. Wahrnehmung heute oder Perspektiven einer anderen
Ästhetik. Hrsg. von Karlheinz Barck u.a., Leipzig 1993, bes. S.166-276. |
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C. Liebrand |
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Kommentar siehe Nr. |
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Oberseminare |
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Deutsch-deutsche Medienentwicklungen 2 St. Mi. 12-14 in F (siehe Nr. 5398) |
I. Schneider Beginn: 17.10. |
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Verfolgt man die Entwicklung der Medien in den 50er und 60er Jahren – insbesondere die des damals jungen Mediums Fernsehen –, so wird ziemlich schnell deutlich, daß das Fernsehen der damaligen DDR sich entwickelt mit Blick auf das Fernsehen der damaligen BRD et vice versa. Zwar lassen sich die Entwicklungen des Fernsehens auch unabhängig voneinander erzählen, aber dann kommt vieles gar nicht in den Blick bzw. rückt in eine völlig andere Perspektive, als man es zu sehen lernt, wenn man die mitlaufenden Selbst- und Fremdbeobachtungen bei beiden Mediensystemen beobachtet. Ziel des Seminars soll sein, genau diese Beobachtungen zu leisten. Es geht also nicht um das DDR-Fernsehen auf der einen und das BRD-Fernsehen auf der anderen Seite, sondern um die Interdependenzen, die hier bestehen – um die Ängste und Befürchtungen, die wechselseitig bestanden haben, um die Leitkategorien, mit denen man sich wechselseitig beobachtet und beurteilt hat. Eine solche Perspektive auf die Medien-, besonders auf die Fernsehentwicklung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, erschließt nicht nur Einsichten in das der Vergangenheit angehörende DDR-Fernsehen, sondern auch in das ebenfalls der Vergangenheit angehörende BRD-Fernsehen und zeigt Gemeinsamkeiten und Differenzen dieser deutsch-deutschen Verg Bitte achten Sie auf die Aushänge an den Schwarzen Brettern neben dem Bibliothekseingang und dem Geschäftszimmer. Hier werden die Termine bekanntgegeben!angenheit(en). Lit. zur Einführung: Knut Hickethier: Geschichte des deutschen Fernsehens. Stuttgart 1998. |
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Kolloquien |
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Literatur- und Medientheorie: Neuere (und eigene) Arbeiten (B 1, A 1) 2 St. Do., 16–18 in (GHS Siegen) |
G. Stanitzek |
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Das Kolloquium wird sich neuerer Forschungsliteratur, insbesondere aus dem Bereich der Dekonstruktion und Systemtheorie, widmen. Außerdem besteht die Möglichkeit, eigene Arbeitsprojekte vorzustellen und zu diskutieren. Literatur: s. Semesterapparat |
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Last, but not least: Fachschaft Germanistik
Wir haben (erfahrungsgemäß) die meiste Ahnung,
was den Aufbau Eures Grundstudiums angeht. Kommt also alle
Möglichst bald veröffentlichen wir wieder
Sinniges und Sinnigstes in der Fachschaftszeitung
Bis bald!
Eure Fachschaft.