| Inhalt\Form | Vorlesungen | Einführungsseminare | Proseminare | Hauptseminare | Kolloquien |
| Sprachwissenschaft | X | X | X | X | X |
| Sprachgeschichte | X | X | X | ||
| Ältere dte. Sprache | X | X | X | X | X |
| Literaturwissenschaft | X | X | X | X | X |
| Sprechkunde | |||||
| Schreibzentrum | |||||
| Studium und Arbeitsmarkt | |||||
Hinweis zur Zwischenprüfung: Studierende, die nach der alten ZPO geprüft werden, können ihre ZP nur bei habilitierten Mitgliedern des Instituts ablegen (Liste siehe ZP-Info). Studierende, die nach der neuen ZPO geprüft werden, können alle Vorlesungen und Proseminare als Prüfungsgrundlage dienen, die hier mit dem Hinweis "ZP" versehen sind.
Sprachwissenschaft des Deutschen
4300 Syntax (A 1,2,6) NN
ZP 2 St. Di. 9-11 in VI Beginn: 13.10.98
Gegenstand der Vorlesung ist eine Einführung in Grundlagen und neuere Modelle der Syntaxtheorie anhand der Analyse syntaktischer Regularitäten im Deutschen. Im Zentrum steht die Darstellung generativer Ansätze (Rektions- und Bindungstheorie, Minimalistisches Programm); daneben werden auch valenzgrammatische Konzepte berücksichtigt.
Die Vorlesung kann als Grundlage für die Zwischenprüfung dienen.
Bitte beachten Sie mögliche Änderungen auf dem "Änderungszettel zum Kommentierten Vorlesungsverzeichnis".
4301 Einführung in die Sprachwissenschaft (A 1-6) J. Lenerz
ZP 2 St. Mi. 9-11 in II Beginn: 13.10.98
Die Vorlesung gibt einen Überblick über Gegenstand und Zielsetzung der Sprachwissenschaft und erläutert die verschiedenen Bereiche der Sprachstruktur (Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik, linguistische Pragmatik). Auch angrenzende Forschungsgebiete (Sozio-, Psycho-, Text-, Computerlinguistik etc.) werden behandelt. Empfohlen wird die Vorlesung vor allem für Studienanfänger ( als Ergänzung der Einführungsseminare Ia/b) und für Examenskandidaten, die Grundkenntnisse auffrischen wollen.
4302 Semantik (A 1,2,4) D. Busse
ZP 2 St. Mo. 13-15 in G Beginn: 12.10.98
Die Vorlesung führt in die wichtigsten Grundlagen der linguistischen Semantik ein, wobei das Schwergewicht (wie in der ling. Semantik generell) auf semantischen Grund lagentheorien und Wortsemantik liegt, Satzsemantik und Textsemantik aber nicht ganz aus den Augen gelassen werden sollen. Die Rolle der Semantik innerhalb der Teilbereiche von Linguistik und/bzw. Sprachkompetenz wird dabei ebenso angesprochen wie in der bisherigen Forschung eher vernachlässigte Fragen wie z.B. die einer semantischen Typologie oder der Notwendigkeit einer semantischen Durchdringung aller Teilbereiche der Grammatik. Seitenblicke auf benachbarte Betrachtunsgweisen von Semantik (z. B. in Zeichentheorie, Sprachphilosophie, Psychologie) sollen - soweit es der Zeitrahmen erlaubt - ebenfalls eingeschlossen werden.
Literatur zur Vorbereitung: John Lyons: Semantik. 2 Bde. München 1980/83.
John Lyons: Linguistic Semantics. An Introduction. Cambridge 1995.
D.A.Cruse: Lexical Semantics. Cambridge 1986.
Monika Schwarz/Jeannette Chur: Semantik. Ein Arbeitsbuch. Tübingen 1993.
4303 Sprache, Wahrnehmung und Denken (A 1,3,6) H. Vater
ZP 2 St. Di. 11-13 in A 2
Sprache, Wahrnehmung und Denken werden als kognitive Systeme und Prozesse angesehen: FODOR 1983 rechnet Wahrnehmung und Sprache zu den Inputsystemen, während die zentralen Systeme alle Arten von Denkprozessen umfassen. „Denken" schließt nach CARSTON (1988:43) Argumentieren, Problemlösen, Spekulieren, vermutlich auch Phantasieren, Tagträumen und Vorstellen (geistiges Einüben) ein. In der Vorlesung geht es darum, Sprache, Wahrnehmung und Denken jeweils als System und Prozeß zu definieren und anhand von Beispielen und Tests zu analysieren sowie in ihrer Interaktion zu bestimmen. Dabei ist auf Probleme einzugehen wir z. B., ob es Denken ohne Sprache gibt und ob Denken von Sprache (i. S. von SAUSSURES „langue") beeinflußt wird.
4304 Sprachgeschichte des Deutschen. Teil II: 1600-1900 (A 4) D. Bering
ZP 2 St. Di. 16-18 in XVIII
Die Vorlesung verfolgt ein ziemlich einfaches Ziel: Es soll über den angegebenen Zeitraum ein Überblick gegeben werden, der zu einer ersten Orientierung tauglich ist und sicheren Herabblick auf die sprachgeschichtlichen Hauptepochen gestattet. Außer diesem für alle Semester erstrebenswerten Ziel der Sattelfestigkeit in den Grundvorstellungen werden insbesondere den Studenten, die für ihr Examen die Kombination "Mittelalterliche Literaturgeschichte" (B3) und "Historische Sprachwissenschaft" (A4) in Erwägung ziehen, gezielte Einhilfen in die Themenwahl geboten. Da die sprachlichen Epochen konsequent aus den Kommunikationsbedürfnissen der jeweiligen Sozialformationen entwickelt werden, kann die Vorlesung auch für einen Überblick über die Sozial- und Mentalitätsgeschichte des 16. bis 19. Jhdts genommen werden. Nach diesen Zielen und Grundsätzen werden folgende sprachhistorische Etappen geschildert (Zu den einzelnen Themenkomplexen werden jeweils kompakte Bibliographien ausgegeben):
1. Überblick über die Theorien sprachlichen Wandels (sozialgeschichtliche Fundierung der Vorlesung),
2. Luther und die Entstehung der deutschen Schriftsprache,
3. die barocken Sprachgesellschaften,
4. Sprachentwicklungen im Zeichen des Rationalismus (Leibniz, Gottsched, Bodmer und Breitinger),
5. der Weg zur Sprache der Deutschen Klassik (Sturm und Drang, Weimar)
6. Sprache des Bürgertums im 19. Jhdt.,
7. Sprache der Arbeiter im 19. Jhdt.,
8. die "Sprachkrise" am Ende des 19. Jhdt. (Nietzsche, Mauthner, Expressionismus, Dada).
Anforderung an ZP-Kandidaten: Beherrschung des in der Vorlesung Vorgetragenen, Aufarbeitung eines der genannten Gebiete anhand der Literaturliste.
Grundlegende Literatur:
Polenz, Peter von 1991: Deutsche Sprachgeschichte vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart, d. I: Einführung - Grundbegriffe - Deutsch in frühbürgerlicher Zeit, Berlin-New-York (= Göschen 2237). Bd. II 1994: 17. und 18. Jahrhundert.
Wimmer, R. (Hg.) 1991: Das 19. Jahrhundert. Sprachgeschichtliche Wurzeln des heutigen Deutsch, Berlin-New York.
Ältere deutsche Sprache und Literatur
4305 Alltag im Mittelalter (B 3) K.-H. Göttert
ZP 2 St. Mo. 14.30-16 in II
Die Vorlesung bietet einen Überblick zu Fragen der mittelalterlichen Kultur, soweit sie die Gestaltung des alltäglichen Lebens betreffen. Im einzelnen geht es um die Organisation des Wissens (einschließlich Schulen bzw. Universität)
- um die Betrachtung der Natur
- um die Betrachtung der Gesellschaft (Ständeordnung)
- um die Organisation des städtischen Lebens
- um die Geschlechterbeziehung
- um Feste und öffentliches Auftreten
Der jeweiligen Betrachtung liegen Quellenbesprechungen und Quelleninterpretationen (wie etwa die Summenliteratur oder Autoren wie Konrad von Megenberg oder Konrad von Ammenhausen) zugrunde.
4306 Ausgewählte Dichtungen des frühen und hohen Mittelalters (B 3) B. Sowinski
ZP 2 St. Di. 14-16 in 0111
Diese Vorlesung will anhand markanter Texte einen Überblick geben über die Entwicklung der deutschen Literatur in der Zeit vom 9.-13. Jh. Dabei sollen Inhalte und Formen sowie die Aussageabsichten wichtiger Dichtungen der einzelnen Zeitabschnitte am Beispiel von vorgelegten Textausschnitten verdeutlich werden. Die Vorlesung ist ebenso für Studienanfänger als Einführung in die mittelalterliche Literatur geeignet wie für Fortgeschrittene als Vertiefung oder Ergänzung. Folgende Texte sollen dabei eingehender behandelt werden:
Hildebrandslied, Ludwigslied, Heliand, Otfrid von Weißenburg: Krist, Annolied, Kaiserchronik, Rolandslied, Alexanderlied, Heinrich von Veldeke: Eneit, Hartmann von Aue: Gregorius und Erec, Wolfram von Eschenbach: Parzival und Willehalm, Minnesang-Auswahl, Walther von der Vogelweide-Auswahl.
4308 Der Artusroman. Stoffgeschichte - Poetik - Gattungsgeschichte (B 2,3,6) J. Bumke
ZP 2 St. Di. 12-14 in XXV
Die Vorlesung soll einen Überblick über die Stoffgeschichte und die Gattungsgeschichte des Artusromans geben. Am Anfang steht die keltische und die lateinische Artus-Tradition. Entscheidend für die weitere Entwicklung war die Ausbildung des höfischen Artusromans durch Chrétien de Troyes. Die Bearbeitungen von Chrétiens Romanen durch Hartmann von Aue und Wolfram von Eschenbach hat die deutsche Artus-Epik begründet.
Der Artusroman soll im Kontext der Kulturgeschichte betrachtet werden. Besonderes Gewicht wird auf die neue Poetik des Artusromans gelegt. Die deutschen Artusromane von Hartmanns >Erec< bis zum >Nüwen Parzifal< von Wisse und Colin werden einzeln vorgestellt und erläutert.
Den Schluß bildet ein Ausblick auf die Wirkungsgeschichte des Artus-Stoffs in der Neuzeit bis hin zu den Artus-Filmen des 20. Jahrhunderts.
4307 Aufbruch in die Schriftlichkeit. Zur Herausbildung schriftgestützter Kommunikation vom Mittelalter bis zur frühen Neuzeit C. Bertelsmeier-Kierst
2 St. Do. 10-12 in XII
Der seit der Neuzeit völlig selbstverständliche Umgang mit Büchern, Zeitschriften, überhaupt mit schriftgestützten Informations- und Kommunikationsformen läßt häufig vergessen, daß „Massenkommunikation" im nachantiken Europa bis ins hohe Mittelalter hinein mündliche Kommunikation war. Erst mit der Wende zum 12./13. Jahrhundert gewinnt eine schriftgestützte Kommunikation auch in der Laiengesellschaft zunehmend an Bedeutung. Die sich allmählich auch in den Volkssprachen etablierende Schrift- und Buchkultur ist jahrhundertelang zunächst exklusive Handschriftenkultur. Am Ausgang des Mittelalters wird das geschriebene Buch dann abgelöst durch das erste technische Medium: das gedruckte Buch, das letztlich erst die Voraussetzung für die schriftliche „Massenkommunikation" der modernen Zivilisation schafft. Die VL will diesen Prozeß im Überblick darstellen und hierbei vor allem Fragen nach dem Wandel der verschiedenen Kommunikationssysteme vom Mittelalter bis zur frühen Neuzeit nachgehen. Begleitend zur Vorlesung ist eine eintägige Exkursion zur Einsicht von Handschriften und Frühdrucken geplant.
Neuere deutsche Literaturwissenschaft
4309 Einführungsveranstaltung: Grundlagen der Literaturwissenschaft R. Drux,
2 St. Di. und Do. 12-13 in Aula 1 E. Kleinschmidt u. a.
4310 Geschichte der literarischen Utopie (B 1,2,5,6) W. Voßkamp
ZP 2 St. Mo. 10-12 in XXIV
Ausgehend von einer Charakterisierung und Analyse unterschiedlicher Idealtypen des utopischen Schreibens gibt die Vorlesung einen Überblick über die Entstehung der neuzeitlichen Utopie und ihrer Geschichte bis in den Beginn der Moderne. Drei Ausprägungen werden dabei eine besondere Rolle spielen: Die Konzeption von Utopien als Gegenwelten zur bestehenden Wirklichkeit; der Entwurf von Utopien als Antizipationen künftiger Welten; die Konzeptualisierung des Utopischen im Zeichen der Kategorie „Möglichkeit". Neben der sozialphilosophisch orientierten literarischen Form in der Nachfolge von Thomas Morus' „Utopia" (1516) wird die arkadische Form eine besondere Rolle spielen. Sie zielt auf Momente eines „natürlichen Lebens" und reflektiert zugleich die Literatur selbst. Einen hohen Stellenwert wird auch die „Verzeitlichung" der Utopie haben im Sinne des Wechsels von den klassischen Raumutopien der Renaissance zu den Zukunftsutopien des 18. und 19. Jahrhunderts. Diesen werden die „negativen" Utopien des 20. Jahrhunderts gegenübergestellt. Ziel ist die Einbettung der ‚Rhetorik der literarischen Utopie' in den Kontext der europäischen Bewußtseins- und Mentalitätsgeschichte. Zur Vorbereitung wird die Lektüre von Thomas Morus' „Utopia", Sébastian Merciers „Das Jahr 2440" und Orwells "1984" empfohlen (vgl. dazu auch: Utopieforschung. 3 Bde. Hrsg. v. Wilhelm Voßkamp. Frankfurt/Main 21985).
4311 Herder und die deutsche Literatur des 18. Jhdts. (B 4) H. D. Irmscher
1 St. Mi. 10-11 in VI
A. Leben und Selbstdarstellung (Journal meiner Reise im Jahr 1769, Reclam)
B. Sprache, Poesie, Kritik (Fragmente über die neuere deutsche Literatur, Abhandlungen über den Ursprung der Sprache, Auszug aus einem Briefwechsel über Ossian und die Lieder alter Völker, Shakespeare (bis auf die Fragmente jeweils Reclam)
C. Ästhetik (Kritische Wälder, Plastik)
D. Geschichtsphilosophie (Auch eine Philosophie der Geschichte zur Bildung der Menschheit (Reclam), Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit)
Die Vorlesung versucht, in die Hauptwerke eines Autors (1744-1803) einzuführen, der, ein Zeitgenosse Goethes und Schillers, doch eher als Gegenklassiker bezeichnet werden kann. Seine Gedanken, nicht selten nur fragmentarisch entwickelt, haben die Entwicklung nicht nur der deutschen Literatur, der Hermeneutik, Sprachphilosophie, Ästhetik und Geschichtsphilosophie entscheidend gefördert.
Als Textgrundlage werden zunächst die bei Reclam erschienenen Werke empfohlen. Auf andere Ausgaben wird aus gegebenem Anlaß hingewiesen.
4311a Schatten und Glanz der Maschine. Literatur und Technik im 18. und 19. Jahrhundert (B 5,6)
ZP 2 St. Mo. 15-17 in D, Beginn: 12.10.98 H. Esselborn
Angelehnt an die Etappen des Eindringens der Technik in die Lebenswelt und das Bewußtsein der Autoren, also an die Alltags- und Mentalitätsgeschichte unterscheide ich eine Phase der symbolischen Antizipation in der Goethezeit und eine des Einbruchs der Technik in die Realität zu Beginn der Industrialisierung im 19. Jh. Dabei wird die Literatur nicht als Dokumentation einer historischen Entwicklung gelesen, werden auch nicht die medialen Parallelen zwischen beiden Bereichen herausgearbeitet, sondern das Augenmerk soll auf der seelischen und geistigen Dimension, auf Wünschen und Ängsten, liegen, denn Kunst kann „ihren fiktionalen und kritischen Möglichkeiten nach technische Phänomene erfinden, antizipieren, sie variieren, für sie werben, vor ihnen warnen und sie dämonisieren" (B. Wagner).
4312 Zwischen Biedermeier und Vormärz: literarische Satiren von E. T. A. Hoffmann bis Heinrich Heine (B 2,5) R. Drux
ZP 2 St. Fr. 10.30-12 in A 2 Beginn: 16.10.98 (Vorbesprechung)
Auf die politischen, sozialen und kulturellen Zustände in den deutschen Territorien zur Zeit der Metternichschen Restauration (1815-1848) war es schwer, keine Satire zu schreiben.
Gegenstandsbereiche und Verfahrensweisen satirischen Schreibens zwischen Biedermeier und Vormärz sollen an Texten von E. T. A Hoffmann (Lebensansichten des Katers Murr), Ch. D. Grabbe (Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung), K. L. Immermann (Tulifäntchen), G. Büchner (Leonce und Lena), H. Heine (Deutschland. Ein Wintermärchen), J. N. Nestroy (Freiheit in Krähwinkel) u. a. erörtert werden.
4313 Geschichte des analytischen Erzählens II: Das XIX. Jahrhundert (B 2,5,6)
ZP 2 St. Di. 13-15 in II, Beginn: 13.10.1998 V. Neuhaus
Die Vorlesung behandelt als in sich abgeschlossenen Teil die Entwicklung der Geheimniserzählung (des analytischen Erzählens) von E. T. A. Hoffmann zu Balzac und Poe sowie die des Geheimnisromans von Dickens über Wilkie Collins bis zur Entstehung des Detektivromans im engeren Sinne bei Emile Gaboriau.
Theoretische Grundlage: Dietrich Weber: Theorie des analytischen Erzählens, München 1975, Kap. 1-3.
Pflichtlektüre (z. B. für die ZP): Hoffmann: Das Fräulein von Scuderi, Das öde Haus; Balzac: L'auberge rouge; E. A. Poe: The Murders in the Rue Morgue; Dickens: Oliver Twist; Wilkie Collins: The Woman in White; E. Gaboriau: L'affaire Lerouge.
4314 Literatur und Kultur der Weimarer Republik (B 5) P. J. Brenner
ZP 2 St. Mi. 13-15 in II
In der Vorlesung werden zentrale Entwicklungen aus dem breiten literarischen Spektrum der "Weimarer Republik" betrachtet. Besonderes Augenmerk wird den Verflechtungen von Literatur und Politik gelten. Es werden zudem die neuen Gattungsentwicklungen, insbesondere der Essay, ebenso in den Blick genommen wie der Einfluß der Medienentwicklung und der medientheoretischen Diskussion auf die Literatur. Von den Autoren der Zeit stehen Thomas Mann, Bert Brecht und Gottfried Benn im Mittelpunkt. - Zur Orientierung sei genannt: Literatur der Weimarer Republik 1918-1933. Hg. v. Bernhard Weyergraf (Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur. Bd. 9). München 1995.
4315 Poetik des modernen Romans (B 2,5) E. Kleinschmidt
ZP 2 St. Mi. 11-13 in XIII Beginn: 14.10.98
Die Vorlesung beschäftigt sich mit den Grundlagen einer avancierten Romanpoetik der (klassischen) Moderne. Dies beinhaltet zum einen Überlegungen zur Literatur- und Sprachtheorie, zum anderen werden die theoretischen Diskurse an unterschiedlich ausgestalteten Beispielen kontrastiv zu überprüfen sein. Die komparatistisch angelegte Vorlesung setzt für eine sinnvolle Rezeption Lektürebereitschaft im Vorfeld oder spätestens während des Semesters voraus. Folgende Romane werden u. a. ausführlicher behandelt: André Gide Paludes; Carl Einstein Bebuquin; Paul Valéry Monsieur Teste; R. M.Rilke Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge; Andre Belyj Petersburg; Melchior Vischer Sekunde durch Hirn; Alfred Döblin Die drei Sprünge des Wang-lun; Marcel Proust Auf der Suche nach der verlorenen Zeit; Fernando Pessoa Buch der Unruhe; Else Lasker-Schüler Mein Herz; Franz Kafka Der Prozeß; Virginia Woolf Die Wellen.
Über den Aufbau des Grundstudiums und die im Rahmen des Grundstudiums gestellten Anforderungen unterrichtet ein besonderes Informationsblatt „Germanistik in Köln".
Im Grundstudium müssen in jeder ‚Abteilung' des Fachs obligatorische Einführungsseminare besucht werden. Diese Seminare werden entweder als Jahresseminare (2 Semester x 2 SWS), als Kompaktseminare (1 Semester x 4 SWS) oder als Blockseminare (in der Regel in der vorlesungsfreien Zeit 2 x 1-2 Wochen). Der Leistungsnachweis wird in der Regel am Ende der Veranstaltung durch eine Klausur oder eine Hausarbeit (in der Neueren Literaturwissenschaft verbindlich) erworben.
Im einzelnen gelten für die drei Gebiete des Fachs folgende Richtlinien:
I. Sprachwissenschaft des Deutschen
Einführungsseminar Sprachwissenschaft (1. und 2. Teil)
Das Seminar dient der elementaren Einführung in Grundbegriffe, Methoden und Theorien der neueren Sprachwissenschaft. Es macht exemplarisch mit der sprachwissenschaftlichen Analyse des Deutschen vertraut und soll zu eigenständiger Argumentation in bezug auf sprachliche Daten sowie zu kritischer Auseinandersetzung mit der Forschungsliteratur anregen. Auf diese Weise sollen die Grundlagen für die Erklärung sprachlicher Strukturen und ihre Verwendung in Literatur- und Alltagssprache vermittelt werden.
Der einleitende Teil befaßt sich mit der Frage, was Sprache ist und wie man sie wissenschaftlich untersuchen kann. Entsprechend wird ein Überblick über die Teilbereiche der Sprachwissenschaft gegeben. Grammatische Teilbereiche wie Phonologie (Lautlehre), Morphologie (Lehre von der Wortstruktur), Syntax (Lehre von der Satzstruktur), Semantik und Lexikon (formbezogene Aspekte der wörtlichen Bedeutung) werden behandelt, wobei insbesondere auf ihren Zusammenhang im Sprachsystem eingegangen wird. Das Verhältnis dieser strukturellen Aspekte zu ihrer kommunikativen Verwendung wird besonders in der linguistischen Pragmatik untersucht. Die Behandlung dieser linguistischen Kerngebiete kann durch sprachgeschichtliche, interdisziplinäre oder anwendungsorientierte Studien (z. B. Psycholinguistik, Soziolinguistik, Computerlinguistik o. ä.) ergänzt werden. Linguistische Theorien und Methoden werden dabei in konkreten Sprachanalysen angewandt.
Da die Einführung in die Sprachwissenschaft exemplarisch ist, kann die Gewichtung der einzelnen Gebiete und auch die Reihenfolge ihrer Behandlung variieren.
Einführungsseminar Neuere deutsche Literaturwissenschaft (1. und 2. Teil)
Das Seminar führt in die Theorie und Praxis der Literaturwissenschaft ein, leitet zu wissenschaftlicher Lektüre an und vermittelt Arbeitstechniken und bibliographische Fertigkeiten. Dabei ist der 1. Teil des Seminars als grundlegende Einführung in die Literaturwissenschaft systematisch konzipiert: Probleme der Literaturtheorie und Methodenlehre werden anhand theoretischer, interpretatorischer und literarischer Texte behandelt. Der 2. Teil soll, hierauf aufbauend, anhand einer zusammenhängenden Textgruppe (z. B. bezogen auf eine Gattung, eine Epoche oder ein durchgängiges Thema) die Befähigung zur Textanalyse und Interpretation ausbilden. Die Kenntnisse aus dem 1. Seminarteil werden vertieft und mit Schwerpunkt auf der historischen Dimension der Literatur weiter ausgebaut.
Als Arbeitsbücher werden z. Zt. herangezogen (siehe auch die für die ZP verbindliche Leseliste „Konzeptbegriffe - Grundlagentexte"):
Arnold, Heinz-Ludwig/Detering, Heinrich (Hgg.): Grundzüge der Literaturwissenschaft. München: dtv 1996 (dtv 4704).
Brackert, Helmut/Stückrath, Jörn (Hgg.): Literaturwissenschaft. Ein Grundkurs. Reinbek: Rowohlt ²1996 (re 523).
Eicher, Thomas/Wiemann, Volker (Hgg.): Arbeitsbuch: Literaturwissenschaft. Paderborn: Schöningh 1996 (UTB Große Reihe 8124).
Meyer-Krentler, Eckhardt: Arbeitstechniken Literaturwissenschaft. München: Fink 51995 (UTB 1582).
Pechlivanos, Miltos u. a. (Hgg.): Einführung in die Literaturwissenschaft. Stuttgart: Metzler 1995.
sowie einzelne Beiträge aus:
Fohrmann, Jürgen/Müller, Harro (Hgg.): Literaturwissenschaft. München: Fink 1995 (UTB 1874).
Harth, Dietrich/Gebhardt, Peter (Hgg.): Erkenntnis der Literatur. Theorien, Konzepte, Methoden der Literaturwissenschaft. Stuttgart: Metzler 1982.
Lentricchia, Frank/Mc Laughlin, Thomas (Hgg.): Critical Terms for Literary Study. Chicago/London: University Press 1995.
Ricklefs, Ulfert (Hg.): Fischer Lexikon Literatur. 3 Bände. Frankfurt/M.: Fischer 1996.
Weimar, Klaus (Hg.): Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft. Band 1. Berlin/New York: De Gruyter 1997.
III. Ältere deutsche Sprache und Literatur
Einführungsseminar in die Ältere deutsche Sprache und Literatur
(1. und 2. Teil)
Die Teilnehmer sollen in die ältere deutsche Sprache (Althochdeutsch und/oder Mittelhochdeutsch) eingeführt werden und sollen lernen, einen althochdeutschen und/oder mittelhochdeutschen Text zu übersetzen und sprachlich zu erläutern. Die Dozentin/der Dozent gibt am Anfang bekannt, ob der 1. Teil seinen Schwerpunkt im Althochdeutschen oder im Mittelhochdeutschen hat.
Der Grammatik-Teil umfaßt folgende Bereiche:
- Laut und Formenlehre
- Syntax
- Semantik.
Die Grammatik soll anhand von Texten geübt werden. Dabei kann die Dozentin/der Dozent Schwerpunkte setzen. In einigen Kursen wird, neben der Grammatik, ein Überblick über die Geschichte der deutschen Sprache gegeben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen außerdem die wichtigsten wissenschaftlichen Handbücher und Nachschlagewerke (Wörterbücher, Grammatiken, Sprachgeschichten etc.) kennenlernen.
Ziel des 2. Seminarteils ist es, den wissenschaftlichen Umgang mit mittelalterlichen Texten zu üben. Dazu gehören:
- Erweiterung der Textkenntnis durch intensive Lektüre eines althochdeutschen oder mittelhochdeutschen Textes (bzw. ausgewählter Stücke),
- anhand des Lektüretextes Einübung in wichtige historisch-philologische Arbeitsweisen: Textgestaltung, formale Analyse, Interpretationsprobleme,
- Benutzung der wichtigsten wissenschaftlichen Handbücher und Nachschlagewerke,
- Einführung in Grundbegriffe und Grundkenntnisse der mittelalterlichen Literaturwissenschaft: Textkritik und Handschriftenkunde, Rhetorik, Poetik, Exegese, gesellschaftliche Grundlagen.
Die Dozentin/der Dozent kann Schwerpunkte setzen.
Seit mehreren Semestern bieten wir Studienanfängerinnen und -anfängern Tutorien zur Einführung in das Studium der Deutschen Philologie angeboten. Leider stand bei Redaktionsschluß nocht nicht fest, ob das Ministerium in diesem Semester noch Geld zur Finanzierung des Tutorienprogramms zur Verfügung stellt. Bitte beachten Sie deshalb die Plakate bzw. Handouts im Geschäftszimmer, in denen ggf. die angebotenen Tutorien abgedruckt sind.
Listen zur Anmeldung für die Einführungsseminare liegen ab 7.9.1998 vor der Institutsbibliothek aus.
Sprachwissenschaft des Deutschen
1. Teil
4316 Syntax, Semantik NN
2 St. Di. 12-14 in 065
4317 Phonologie, Morphologie N. Bocklet
2 St. Di. 11-13 in 099
4318 Phonologie, Morphologie K. Elsenbach
2 St. Mo. 12-14 in VIIb
4319 Generative Grammatik, Syntax, Phonologie H. Lohnstein
2 St. Mo. 17s.t.-18.30 in 070
4320 Generative Grammatik, Syntax, Phonologie H. Lohnstein
2 St. Mi. 15-17 in 056
4322 Semantik, Phonologie NN
2 St. Do. 12-14 in 075
4323 Grammatiktheorie, Syntax, Semantik M. Wratil
2 St. Do. 17.30-19 in 093
4324 Grundlagen, Phonologie, Morphologie, Syntax NN
2 St. Fr. 10-12 in 092
2. Teil
4325 Phonologie, Semantik, Pragmatik J. Amrhein
2 St. Di. 16-18 in 230
4326 Phonologie, Morphologie B. Löbach
2 St. Do. 13-15 in 0103
4327 Morphologie, Semantik, Pragmatik H. Lohnstein
2 St. Do. 17s.t.-18.30 in 056
4328 Syntax, Semantik M. Neef
2 St. Mi. 15-16.30 in B I (UB)
4329 Morphologie, Semantik, Pragmatik A. Rivet
2 St. Mi. 15-17 in B VI (UB)
4330 Morphologie, Semantik, Pragmatik H. Lohnstein
2 St. Do. 14-16 in XXI
Kompaktseminare, 1. und 2. Teil
4331 Sprachtheorie, Syntax, Morphologie, Phonologie R. Kemp
4 St. Mi. u. Do. 10-12 in 204
4332 Syntax, Semantik, Pragmatik, Phonologie D. Büring
4 St. Mo. 16-18 und Mi. 11-13 in 081
Neuere deutsche Literaturwissenschaft
1. Teil
4333 2 St. Fr. 9.30-11 in VIIa Chr. Bittis
(Schwerpunkt 2. Teil: Drama)
Der erste Teil des Seminar führt in die Theorie, Gegenstände und Methoden literaturwissenschaftlichen Arbeitens ein. Es werden literaturwissenschaftliche Grundbegriff und Positionen sowie Arbeitstechniken vermittelt, die den wissenschaftlichen Umgang mit Literatur einüben. Zur vorbereitenden Lektüre vor Semesterbeginn empfehle ich die oben für diese Einführungskurse genannten Werke (insbesondere Arnold/Detering, Brackert/Stückrath, Fohrmann/Müller, Pechlivanos). Teilnahmebedingungen: Übernahme eines Kurzreferats (Thesenpapier) oder Abgabe eines Exzerpts über einen literaturwissenschaftlichen Aufsatz, Erstellung einer Kurz-Bibliographie. Ein Seminarplan mit genaueren Angaben zu den behandelten Texten hängt ab Anfang September aus. Im zweiten Teil des Einführungsseminars (SS 99) geht es um die Erarbeitung eines grundlegenden Instrumentariums zur Dramenanalyse und -interpretation am Beispiel des Sturm und Drang.
4334 2 St. Mo. 15-16.30 in XXI H. Kircher
(Schwerpunkt 2. Teil: Prosa)
In diesem auf ein Jahr konzipierten Seminar sollen, ausgehend von einem Überblick über die Geschichte der Germanistik, die wichtigsten Grundbegriffe der Literaturwissenschaft erarbeitet und anhand exemplarischer Analysen anschaulich gemacht werden. Gegenstand wird auch eine Einführung in die literaturwissenschaftlichen Hilfsmittel und Arbeitstechniken sein. Ende Januar/Anfang Februar soll in Form einer Klausur eine Zwischenbilanz gezogen werden. Bis zu diesem Zeitpunkt muß die Teilnahme an einer Führung durch die Institutsbibliothek (oder an einem entsprechenden Tutorium) nachgewiesen werden.
4335 2 St. Mo. 16.30-18 in XXI H. Kircher
(Schwerpunkt 2. Teil: Prosa)
siehe Nr. 4335
4336 2 St. Do. 13.30-15 in G, Beginn: 15.10.98 J. Zenke
(Schwerpunkt 2. Teil: Literatur des Barock)
4337 2 St. Do. 16-18 in 230, Beginn: 15.10.98 J. Zenke
(Schwerpunkt 2. Teil: Literatur des Barock)
4338 2 St. Mi. 11-13 in B VI (UB), Beginn: 14.10.98 S. Grimm
(Schwerpunkt 2. Teil: G. E. Lessing: Poetik und Drama der Aufklärung)
Anhand der für die Zwischenprüfung relevanten Konzeptbegriffe gibt das Seminar eine Einführung in grundlegende Bereiche der Literaturwissenschaft wie Erzähltheorie, Gattungs- und Epochenproblematik sowie Autorschaft. Zugleich werden literaturwissenschaftliche Methoden behandelt, wobei traditionelle und neuere Methoden kontrastiv zu erarbeiten sind. Im zweiten Teil wird das Seminar unter Zuhilfe-nahme der erarbeiteten Ansätze mit Texten von G. E.Lessing fortgesetzt. Teilnahmebedingungen: aktive und kritische Mitarbeit, Vortrag, Thesenpapier.
4339 2 St. Di. 16-18 in 073 B. Dotzler
(Schwerpunkt 2. Teil: Goethe) Beginn: 13.10.98
Das Seminar dient der Einführung in die Literaturwissenschaft. In einem ersten Block sollen Grundkategorien wie Werk, Autor, Text, Fiktion sowie ihre Infragestellung durch jüngere Theorieansätze vermittelt werden. Ziel der zweiten Semesterhälfte wird es sein, verschiedene Deutungsansätze und Methoden kennenzulernen und in konkreter Textarbeit zu erproben. - Zur Vorbereitung: Grundzüge der Literaturwissenschaft, hrsg. v. H. L Arnold u. H. Detering, München 1996 (dtv 4704); Literaturwissenschaft. Ein Grundkurs, hrsg. v. H. Brackkert u. J. Stückrath. Reinbek 1992 (re 523).
4340 2 St. Mo. 12-14 in B I (UB) A. Kuhlmann
(Schwerpunkt 2. Teil: Weimarer Klassik) Beginn: 19.10.98
Der erste Teil des Jahresseminars führt in Theorie und Methodik des wissenschaftlichen Umgangs mit Literatur ein. Verschiedene Lektüreformen werden systematisch wie wissenschaftsgeschichtlich behandelt. In diesem Kontext sind jeweils auch zentrale Konzeptbegriffe und Zielsetzungen literaturwissenschaftlicher Arbeit zu diskutieren. Zudem steht eine erste Einführung in literaturwissenschaftliche Hilfsmittel und Arbeitstechniken auf dem Programm. - Im Sommersemester 1999 (2. Teil) sollen die erworbenen Kenntnisse vertieft und literaturgeschichtlich ausgebaut werden anhand des thematischen Schwerpunkts „Weimarer Klassik".
Zur Anschaffung und Lektüre empfohlen: Literaturwissenschaft. Ein Grundkurs. Hg. v. Helmut Brackert/Jörn Stückrath. Reinbek: Rowohlt 1996 (=re 523). - Einführung in die Literaturwissenschaft. Hg. v. Miltos Pechlivanos u.a. Stuttgart/Weimar: Metzler 1995.
4341 2 St. Mo. 15-17 in B I (UB) A. Kuhlmann
(Schwerpunkt 2. Teil: Weimarer Klassik) Beginn: 19.10.98
4342 2 St. Fr. 14-16 im Vortragsraum, UB B. Hamacher
(Schwerpunkt 2. Teil: Literatur des deutschen Idealismus) Beginn: 16.10.98
Schwerpunkt des Seminars wird die Einübung eines grundlegenden Instrumentariums der Textanalyse sein, das an Lyrik, Erzähltexten und Dramen gleichermaßen fundiert und weiterentwickelt wird. Im Zentrum stehen dabei die nach der neuen Zwischenprüfungsordnung verbindlichen Konzeptbegriffe der Literaturwissenschaft, die im Sommersemester anhand des historischen Schwerpunkts deutscher Idealismus (ca. 1770--1810) vertieft werden. Als Basis, von der aus avanciertere Theorien erarbeitet werden, ist anzuschaffen:
Arbeitsbuch Literaturwissenschaft. Hg. v. Thomas Eicher u. Volker Wiemann. 2., durchges. Aufl. Paderborn: Schöningh 1997 (UTB Große Reihe).
Weitere theoretische Bezugstexte werden als Kopiervorlagen zur Verfügung gestellt.
4343 2 St. Mi. 15-17 in 076 R. Füllmann
(Schwerpunkt 2. Teil: Novellistisches Erzählen im 19. Jahrhundert), Beginn: 16.10.98
Die Grundbegriffe der Literaturwissenschaft sollen im Rahmen dieses Seminars anhand von geeigneten Texten erarbeitet werden. Im zweiten Teil soll dann eine Applizierung dieser Grundbegriffe auf Novellen ( u. a. von Goethe, E. T. A. Hoffmann, G. Keller, P. Heyse, Ebner-Eschenbach, F. v. Saar) und andere Erzähltexte des 19. Jahrhunderts erfolgen, wobei dann auch die Tradition der Novellentheorie einbezogen wird. Die Textauswahl hängt ab August an Raum 226 aus.
4344 2 St. Di. 16-18 in B I (UB) P. J. Brenner
(Schwerpunkt 2. Teil: Drama um 1900)
Die Gestaltung der Einführung orientiert sich an den "Grundbegriffen" der Literaturwissenschaft, die für die Zwischenprüfung verbindlich sein werden. Wichtige dieser Begriffe werden anhand einschlägiger Texte diskutiert und in die fachwissenschaftlichen Diskussionszusammenhänge eingeordnet. Zugleich macht die Einführung mit der Bücherkunde und den akademischen Institutionen der Neueren deutschen Literaturwissenschaft vertraut. - Der Besuch meiner Vorlesung zur Weimarer Republik wird ebenso empfohlen wie die Teilnahme an einem Tutorium. - Ich bitte um Anschaffung folgender Arbeitsbücher: Eckhard Meyer-Krentler: Arbeitstechniken Literaturwissenschaft (UTB); Grundzüge der Literaturwissenschaft. Hg. v. Heinz Ludwig Arnold/Heinrich Detering (dtv). - Ein Seminarplan mit genauen Textangaben hängt ab Mitte September an Zi. 247 aus und ist dann bei meinen Hilfskräften erhältlich.
4345 2 St. Mi. 11-13 in 056 U. Port
(Schwerpunkt 2. Teil: Expressionismus)
Das Seminar gibt eine Einführung in Gegenstände, Methoden und Theorien der Literaturwissenschaft. Grundbegriffe wie ‚Autor', ‚Publikum'/‚Leser' und ‚Text', historisch-systematische Ordnungsmuster wie ‚Epoche' und ‚Gattung' werden diskutiert, in der zweiten Hälfte des Semesters dann Grundprobleme von Erzähltheorie, Epik, Drama und Lyrik sowie ausgewählte theoretische Konzepte der Literaturwissenschaft. Daneben stehen Fragen der Textkritik und literaturwissenschaftliche Arbeitstechniken auf dem Programm.
Teilnahmevoraussetzung: Aktive Mitarbeit und Übernahme eines Kurzreferates.
Der abschließende Leistungsnachweis erfolgt im Anschluß an den zweiten Teil im Sommersemester in Form einer schriftlichen Hausarbeit.
4346 2 St. Mi. 12-14 in 092 A. Campanile
(Schwerpunkt 2. Teil: Brechts Lyrik)
Der erste Teil dieses Seminars ist als allgemeine Einführung in die neuere Literaturwissenschaft konzipiert. In seinem Rahmen soll Überblick über die Hilfsmittel, die wichtigsten Grundbegriffe, gängige und neuere Interpretationsansätze, sowie gattuns- und epochenspezifische Fragestellungen verschafft werden. Im zweiten Teil wird die Einführung anhand der Lyrik Bertolt Brechts fortgeführt. Ein Seminarplan (mit Literaturhinweisen) wird in der ersten Stunde vorgestellt.
2. Teil
4347 Drama D. Kurth
2 St. Mo. 14-16 in B VI
Das Seminar ist als Fortführung des Einführungsseminars vom Sommersemester konzipiert. Das im letzten Semester erarbeitete Instrumentarium zur Dramenanalyse soll vertieft und vorwiegend auf Dramen der Aufklärung (Schwerpunkt: Lessing) angewendet werden.
Teilnahmebedingung: Bereitschaft zur Übernahme eines Kurzreferats.
Der Erwerb eines Scheines erfolgt durch eine schriftliche Hausarbeit. Eine Liste mit Themenvorschlägen, die auch durch eigene Vorschläge ergänzt werden kann, verteile ich in der ersten Semesterwoche.
4348 Drama D. Kurth
2 St. Do. 8.30-10 in 076
siehe 4347
4349 Kurzprosa M. Günter
2 St. Di. 13-15 in 081 Beginn: 13.10.98
Im zweiten Teil des Einführungsseminars soll an Erzählungen von Kleist, Hebel, Kafka u. a. die Analyse narrativer Texte vertieft werden. Darüber hinaus werden verschiedene methodische Ansätze anhand ausgewählter Interpretationen diskutiert.
Zur Einführung: Jochen Vogt, Aspekte erzählender Prosa, 7. Aufl. Opladen 1990.
4350 Romane vom Barock bis zur Gegenwart D. Haberland
2 St. Mo. 9-11 in 096
Gegenstand des Seminars ist die Einführung in die Methodik wissenschaftlichen Arbeitens sowie in Theorie und Geschichte einer Gattung anhand des Rahmenthemas ‚Der Roman vom Barock bis zur Gegenwart' an ausgewählten Beispielen. Zentrale literaturwissenschaftliche Begriffe, historische Zusammenhänge und die Praxis der Interpretation stehen im Mittelpunkt der Seminararbeit. Zugleich werden Arbeitstechniken und -fertigkeiten geübt (Bibliographieren, Verfassen von Texten, mündlicher Vortrag). - Die Liste der zu behandelnden Texte hängt spätestens Mitte August am Schwarzen Brett aus.
Teilnahmebedingungen: Vorherige Lektüre der Texte, regelmäßige Teilnahme, aktive Mitarbeit.
Leistungsnachweis: Hausarbeit.
4351 Kurzprosa von Lessing bis zur Gegenwart N. Mecklenburg
2 St. Di. 9-11 in 098
Das Seminar bildet die Fortsetzung meines IIa-Seminars. Es behandelt Kurzprosa von Lessing bis zur Gegenwart unter textanalytischen, historischen, rezeptionsästhetischen und literaturdidaktischen Gesichtspunkten. Es findet wie im Sommersemester vierstündig statt: als Plenum (Di. 11-13) und - nach Themen abwechselnd - als Gruppenarbeit (Di. 9-11). Ein Informationsblatt mit ausgewählter Fachliteratur und Themen für schriftliche Hausarbeiten liegt in der Institutsbibliothek in einem Ordner bereit.
5352 Kurzprosa von Lessing bis zur Gegenwart N. Mecklenburg
2 St. Di. 11-13 in 0110
vgl. Nr. 4351
4353 Heinrich von Kleist S. Grimm
2 St. Mi. 9-11 in 065
Die Spannung zwischen Klassik und Romantik, in die Kleists Werk immer wieder gestellt wird, ist nicht zuletzt aus dem Reflexionseinbruch der Moderne zu begründen. Einerseits sind damit die harmonistischen Modelle der Klassik nicht mehr zu halten, andererseits kann durch die nachhaltige Wirkung dieser Modelle die Weiterführung der Reflexion zu den romantischen Universalismen noch nicht gelingen. Kleists Oszillieren zwischen beiden Polen ist es, was sein Werk bis heute für die verschiedensten methodischen Annäherungen offen gehalten hat. Daran anschließend beschäftigt sich das Seminar mit Themen wie der Dichotomie von Wahrheit und Täuschung, mit rechts- und moralphilosophischen Aspekten sowie mit den Bereichen der Sprachproblematik und Gender. Voraussichtl. werden behandelt: Die Familie Schroffenstein, Amphitryon, Penthesilea, Prinz Friedrich von Homburg, Der zerbrochene Krug, Das Käthchen von Heilbronn, Die Marquise von O..., Michael Kohlhaas, Das Erdbeben in Chili, u. a. Als Textgrundlage wird herangezogen: Sämtliche Werke und Briefe in zwei Bänden. Hrsg. v. H. Sembdner (=dtv klassik 5925); zur Einführung schlage ich vor: Thomas Wichmann: Heinrich von Kleist (=Sammlung Metzler 240). Teilnahmevoraussetzung: aktive und kritische Mitarbeit sowie die Bereitschaft zur Übernahme eines Kurzreferats. Der Scheinerwerb erfolgt über eine schriftliche Hausarbeit.
4354 Medienkritik und empfindsame Literatur (Handke, Strauß et al.) H. Christians
2 St. Blockseminar (1.3.99-12.3.99) Mo.-Fr. 12.15-13.45 in 204
siehe Aushang
4355 Medienkritik und empfindsame Literatur (Handke, Strauß et al.) H. Christians
2 St. Blockseminar (1.3.99-12.3.99) Mo.-Fr. 16.15-17.45 in 204
siehe Aushang
Ältere deutsche Sprache und Literatur
1. Teil
4356 2 St. Di. 9-11 in 073 H. Sahm
4357 2 St. Mi. 16-18 in 075 M. Schausten
4358 2 St. Di. 9-11 in 071 - Ahd. Texte - P.-E. Neuser
4359 2 St. Mi. 17-19 in 091 - Mhd. Texte - P.-E. Neuser
4360 2 St. Do. 12 s.t. - 13.30 in XVIIb - Mhd. Texte - P.-E. Neuser
2. Teil
4361 2 St. Di. 14.30-16 in 074 K.-H. Göttert
4362 2 St. Do. 15-17 in 056 S. Bürkle
Beginn: 15.10.98
4363 2 St. Mo. 11-13 in 092 H. Sahm
4364 2 St. Mo. 16-18 in 056 U. Gerdes
Kompaktkurse, 1. und 2. Teil
4365 4 St. Mo. 10-12 und Mi. 14-16 in 081 T. Felber
4366 4 St. Di. 10-12 und Mi. 12-14 in 204 D. Bering
4367 2 St. Di. 10-12 in 091 und Di. 13-15 in 082 B. Bastert
Sprachwissenschaft des Deutschen
4368 Definite Kennzeichnungen (A 1,2) J. Lenerz
ZP 2 St. Mi. 11-13 in 082
Die in diesem Jahrhundert entwickelte logische Semantik kann als Ausarbeitung des sog. "Leibnizprogramms" angesehen werden: Jeder sprachliche Ausdruck soll durch eine logische Form wiedergegeben werden, die unmißverständlich seine Bedeutung erfaßt.
Die dabei auftretenden Probleme lassen sich exemplarisch bei der Behandlung sog. "definiter Kennzeichnungen" (die Tanne, der Norweger, der Kaufhausdieb etc.) und ihrer diversen Bedeutungsnuancen darstellen.
Das Proseminar orientiert sich an
Klaus von Heusinger (1997).Salienz und Referenz: Der Epsilonoperator in der Semantik der Nominalphrase und anaphorischer Pronomen. Berlin: Akademie Verlag. (= Studia grammatica 43)
4369 Anaphora und Deixis (A1,2) M. Consten
ZP 2 St. Mi. 17-19 in 056
Daß Sprache meist zur Bezugnahme auf Dinge der Welt (Referenz) benutzt wird, erscheint selbstverständlich. Wie dies geschieht, gehört zu den (ungelösten) Fragen von Philosophie, Linguistik und Psychologie. Anaphora und Deixis sind die wichtigsten Mittel, Dinge durch Sprache zu identifizieren, nämlich durch Anknüpfung an bereits Erwähntes, etwa mithilfe von Pronomina, bzw. durch Verweisen auf außersprachliche Faktoren. Seminarthemen (je nach Interesse): 1. Klärung des terminologischen Wirrwarrs, der auf die Antike zurückgeht; 2. Psycholinguistische Apsekte anaphorischer und deiktischer Referenz - wie gehen sprachliche und außersprachliche Informationen zusammen, wenn wir Sprache verstehen oder produzieren?; 3. Indirekte Anaphora - Lücken in der sprachlichen Information werden durch Weltwissen geschlossen; 4. Anaphora in literarischen Texten; 5. Gebärdensprache - ist dort Anaphora gleich Deixis?
Kurzreferate sind erwünscht. Erwerb eines QuaSt ist möglich; das Seminar ist als ZP-Grundlage geeignet. Literatur vor Semesteranfang in der Bibliothek
4370 Phonologische Merkmale (A 1,2,3,6) NN
ZP 2 St. Di. 16-18 in 204 Beginn: 13.10.98
Im Seminar werden sowohl die Grundzüge der klassischen Merkmalstheorie in der generativen Phonologie als auch die Weiterentwicklungen 'Unterspezifikationstheorie' und 'Merkmalhierarchiemodell' vorgestellt und auf das Lautsystem des Deutschen angewendet.
Das Proseminar kann als Grundlage für die Zwischenprüfung dienen.
Als einführende Lektüre empfehle ich:
Wiese, Richard (1996). The Phonology of German. Oxford: Clarendon Press [Kap. 1, 2, 3.1 und 6].
Bitte beachten Sie mögliche Änderungen auf dem "Änderungszettel zum Kommentierten Vorlesungsverzeichnis".
4372 Einführung in die Computerlinguistik (A 1, 3) D. Zaun
ZP 2 St. Mi. 18-19.30 in 080 (CIP-Pool)
Dieses Seminar soll eine Übersicht über die Theorien, Methoden und Anwendungsgebiete der Computerlinguistik geben. Neben einer allgemeinen Einführung soll anhand der maschinellen Analyse der Syntax natürlicher Sprachen die Wechselwirkung zwischen linguistischer Theoriebildung und Informatik näher betrachtet werden. Zentral ist in diesem Zusammenhang die Frage, ob sich neuere linguistische Modelle zu sehr an den Belangen der Computerwissenschaften orientieren bzw. direkt aus diesen ableitbar sind. Dazu werden unterschiedliche Grammatikmodelle zur Diskussion gestellt.
Behandelt werden u.a.: Aspekte des Parsings der Syntax natürlicher Sprachen, Grundlagen semantischer Netze, künstliche neuronale Netze, Modelle der lexikalischen Dekomposition, Modelle der künstlichen Intelligenz und Einsatzgebiete sprachverarbeitender Systeme.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Bereitschaft ein Kurzreferat zu halten wird vorausgesetzt. Eine Literaturliste wird in der ersten Sitzung ausgegeben.
4373 Kodikologische, paläographische und sprachhistorische Analyse ausgewählter ahd. Textdenkmäler(für Studenten im Hauptstudium empfohlen) (A4) P.-E. Neuser
ZP 2 St. Mi. 9-11 in 0111
Ältere deutsche Sprache und Literatur
4374 Annäherungen an die jiddische Sprache und Literatur (A 45) L. Deutsch
ZP 2 St. Mi. 16-18 in 204
Im Laufe des Semesters soll der Geschichte der jüdischen Volkssprache und -literatur im Deutschen, später im slawischen und schließlich im amerikanischen Sprachraum nachgegangen werden.
Der erste und umfangreichste Schwerpunkt des Seminars wird auf der Entwicklung im deutschen Sprachgebiet liegen. Sprachhistorisch soll das Verhältnis zum Deutschen, das von der allmählichen Herausbildung von Eigenständigkeit des Jüdisch-deutschen bzw. Westjiddischen geprägt ist, verfolgt und diskutiert werden. Literaturhistorisch sollen die Rezeption höfischer Literatur des Mittelalters (Stoffe der Artus- und Heldenepik) als Zeugen des Verhältnisses der Juden zu ihrer Umwelt diskutiert werden. Diesen Focus werden wir mit der Betrachtung der Memoiren der Glückel von Hameln und des Aaron Isaak aus Treuenbrietzen beibehalten. Letztere ermöglichen uns auch den Übergang zum Ostjiddischen, da von diesem Text eine ostjiddische Übersetzung exisitert. Die moderne ostjiddische Literatur wird uns durch die Geschichte der europäischen Juden im 20. Jahrhundert führen: von der Blüte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ("die drei Klassiker": Mendele Mojcher-Ssforim; Isaak Leib Perez; Scholem Alejchem) über die Pogrom- und Shoa-Literatur (Chaim Nachmann-Bialik; Jizchak Katzenelson, Zvi Kollitz u.a.) bis zur Literatur der nach Amerika, insbesondere nach New York, emigrierten Juden - prominent vertreten durch Isaak Bashevis Singer.
Zur Einführung in den ersten Seminarteil: Bettina Simon, Jiddische Sprachgeschichte. Frankfurt am Main 1993.
4375 New Historicism, Mentalitätsgeschichte und mittelalterliche Literatur (B 1,3)
ZP 2 St. Do. 12-14 in 0101 M. Schausten
Es gehört wohl zu den auffälligen Besonderheiten der historischen Entwicklung von deutscher Geschichts- und Literaturwissenschaft, daß in beiden Disziplinen die bereits zwischen den beiden Weltkriegen in Frankreich begründete Mentalitätengeschichte nur recht zögerlich rezipiert wurde. Die französische Geschichtsschreibung im Umkreis der Zeitschrift "Annales" widmete sich sowohl in Abgrenzung von einer herkömmlichen politischen Ereignisgeschichtsschreibung als auch im Unterschied zur traditionellen Ideengeschichte der Erforschung von kollektiven Weltsichten, Vorstellungen und Einstellungen. Dabei spielten die Kulturen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit von Anfang an immer eine besondere Rolle. Dennoch hat sich auch die germanistische Mediävistik der Mentalitätengeschichte nur recht zögerlich zugewandt, obwohl deren zunehmende kulturwissenschaftliche und interdisziplinäre Ausrichtung seit den achtziger Jahren das Selbstverständnis des Faches entscheidend geprägt hat. Daß im Rahmen mentalitätshistorischer Untersuchungen literarische Texte zu den Quellen kollektiver Mentalitäten oder imaginärer Ordnungen des Mittelalters gerechnet wurden, mag den Skeptizismus vor allem in bezug auf die Methodik der "anderen" Geschichtsbetrachtung auf seiten der Altgermanistik durchaus befördert haben. Denn die unterschiedlichen Formen und Funktionen der Literatur würden - so lautet die einschlägige Kritik - hier nicht genügend berücksichtigt, vielmehr würden die literarischen Texte auf den Status bloßer Dokumente reduziert. "Warum darf", so Walter Haug im Gegenzug zu einer kulturwissenschaftlichen Ausrichtung der Germanistik, "Literaturwissenschaft nicht Literaturwissenschaft sein?"
Vor dem Hintergrund dieser durchaus spannungsvollen wissenschaftstheoretischen Debatte, sollen in diesem Seminar grundlegende Arbeiten der Mentalitätenhistoriker (Duby, Chartier u.a.) gelesen, diskutiert und im Hinblick auf ihre Brauchbarkeit für die mediävistische Literaturwissenschaft befragt werden. Anschließend sollen die von Stephen Greenblatt in den USA angeregten Arbeiten im Umkreis des New Historicism Gegenstand der Übung sein. Inwiefern bietet das Konzept der sogenannten cultural poetics neue Impulse für eine kulturwissenschaftliche Ausrichtung der Literaturwissenschaft, und wie könnten diese Überlegungen in die Mediävistik Eingang finden? An konkreten Textbeispielen soll schließlich abschließend die Tragfähigkeit der kulturwissenschaftlichen Modelle erprobt werden.
In diesem Proseminar kann die Zwischenprüfung abgelegt werden.
Zur einführenden Lektüre empfehle ich:
- Heike Wunder: Kulturgeschichte, Mentalitätengeschichte, Historische Anthropologie. In: Fischer Lexikon Geschichte. Hrsg. von Richard van Dülmen. Frankfurt/M. 1990. S. 65-86.
Moritz Baßler (Hg.): New Historicism. Literaturgeschichte als Poetik der Kultur. Mit Beiträgen von Stephen Greenblatt, Louis Montrose u.a. Frankfurt/M. 1995. (= Fischer Wissenschaft. 11589.).
- Werner Röcke: Mentalitätsgeschichte - 'New Historicism': Perspektiven einer kulturwissenschaftlichen Mediävistik. In: Mittellateinisches Jahrbuch 31/1996. S. 21-37.
4376 Erzähltheorie und erzählende Literatur (B 1,2) S. Jansen
ZP 2 St. Mo. 14-16 in 099
In diesem Seminar sollen zunächst einmal verschiedene Modelle diskutiert werden, die von der Erzähltheorie (bzw. Narratologie) zur Analyse von Erzähltexten entwickelt wurden. Diese Konzepte zielen zunächst einmal auf formale Textmerkmale, wie z.B. auf die Differenzierung verschiedener textueller Ebenen bzw. Instanzen (Figuren - Erzähler - implied author) in Abgrenzung zu textexternen (Autor), liefern aber zugleich Ansätze dazu, wie aus solchen Analysen der formalen Gegebenheiten interpretatorischer Gewinn für das Textverständnis zu schlagen ist. In einem zweiten Schritt wird zu fragen sein, inwieweit sich solche narratologischen Modelle - deren grundlegende Diskussion in der mediävistischen Literaturwissenschaft bislang nicht stattgefunden hat - fruchtbringend auf erzählende Texte des Mittelalters anwenden lassen.
Um dem Wunsch nach Vorbereitung entgegenzukommen, empfehle ich bereits an dieser Stelle: Ansgar Nünning: Grundzüge eines kommunikationstheoretischen Modells der erzählerischen Vermittlung. Die Funktion der Erzählinstanz in den Romanen George Eliots. Trier 1989. (=Horizonte. Studien zu Texten und Ideen der europäischen Moderne 2), S. 22-124. - Wolfram von Eschenbach: Willehalm. Text der Ausgabe von Werner Schröder. Völlig überarbeitete Übersetzung, Vorwort und Register von Dieter Kartschoke. Berlin, New York 1989.
4377 Lektüre ahd. Texte (bes. für Teilnehmer d. Einführungsseminars) P.-E. Neuser
1 St. Do. 10-11 in 076
4378 Lektüre mhd. Texte (bes. für Teilnehmer d. Einführungsseminars) P.-E. Neuser
1 St. Do. 11-12 in 074
Neuere deutsche Literaturwissenschaft
4379 Grundbegriffe der Literaturwissenschaft (nur für ausländische Studierende im Grundstudium) 2 St. Di. 13-14.30 in F H. Kircher
Dieses Seminar soll intensiver, als es in den obligatorischen Einführungsseminaren möglich ist, die wichtigsten literaturwissenschaftlichen Grundbegriffe verstehen helfen. Auch ein Überblick über die Epochen der deutschen Literaturgeschichte steht auf dem Programm. Insgesamt möchte ich die Fragen und Wünsche der Teilnehmer weitestgehend berücksichtigen. Aus diesem Grund wird ein genauer Seminarplan erst zu Beginn des Semesters festgelegt. (Vgl. dazu auch das Tutorium von Stefanie Heß)
4380 Grundbegriffe der Literaturwissenschaft (für Teilnehmer meiner Einführungsseminare)
2 St. Do. 19-20.30 in 073 J. Zenke
4381 Hermeneutik (B 1) M. Andree/U. Janssen
2 St. Do. 10-12 Uhr in 230
Wie funktionieren Leser?
Die literaturwissenschaftliche Rezeption poststrukturalistischer und anderer Theorien neueren Datums definiert sich weitgehend über eine dezidierte Abgrenzung vom hermeneutischen Modell der Lektüre. Diese Einhelligkeit ist angesichts deutlicher Unterschiede zwischen den verschiedenen Methoden und Theorien bemerkenswert. Wenn man bedenkt, daß es keine zentralen Texte etwa von Foucault oder Derrida gibt, die sich direkt mit der Hermeneutik auseinandersetzen, könnte man fast annehmen, daß es sich hier um einen deutschen literaturtheoretischen 'Sonderweg' handelt, der seinen eigenen blinden Fleck produziert. Es erscheint also durchaus lohnenswert, verschiedene Texte der Hermeneutik noch einmal zu lesen und dabei nicht nur auf das Problem der 'Autorintention' zu reduzieren. Statt dessen sollen historische Funktionsweisen hermeneutischer Lese-Modelle nachgezeichnet (zentrale Paradigmen wären etwa 'Inspiration', 'Offenbarung', 'das Ganze', 'Unergründlichkeit' und Medienkritik) und dann die Frage nach ihrer Überwindbarkeit noch einmal gestellt werden (befindet man sich z.B. schon 'jenseits' der Hermeneutik, wenn man den Text/den Diskurs/das System an die Stelle des Subjekts setzt?). An Beispieltexten von der Bibelexegese (Origenes) über die 'klassische' Hermeneutik bis zum Poststrukturalismus (Derrida, Nancy) und zur Verstehenstechnologie der KI-Forschung sollen so vorschnelle Einhelligkeiten zerstreut und Muster gesucht und getestet werden, die sich gegenseitig überbietende Lektüre-Modelle vielleicht doch miteinander verbinden.
Das Seminar ist als Einführung geeignet, 'Freaks' sind aber herzlich willkommen.
Zur Vorbereitung empfohlen: Peter Rusterholz, „Hermeneutische Modelle"; Klaus-Michael Bogdal, „Problematisierungen der Hermeneutik im Zeichen des Poststrukturalismus"; Peter Rusterholz, „Zum Verhältnis von Hermeneutik und neueren antihermeneutischen Strömungen." Alle drei enthalten in: Grundzüge der Literaturwissenschaft, hrsg. von Heinz Ludwig Arnold und Heinrich Detering, München: dtv, 1996, S. 101-136, 137-156 und 157-177.
4381 Die performative Ästhetik der literarischen Avantgarden zwischen 1910 und 1930
ZP 2 St. Di. 12-14 in 230 (B 2,5) A. Anglet
Die Texte der literarischen Avantgarden zwischen 1910 und 1930 mobilisieren die Sprache in einem Maße wie zu keinem anderen Zeitpunkt in der europäischen Literatur zuvor. Dabei spielt die Auseinandersetzung mit gattungsästhetischen Traditionen ebenso eine Rolle wie der Wunsch nach einer Erneuerung - oder Zerstörung - von "Dichtung" in einer neuen Welt, der sich vor allem in den zeitgenössischen ästhetischen Programmen niederschlägt. Ein oft nur punktuell beachteter weiterer Gesichtspunkt jedoch ist die Bedeutung, die der "performativen" Funktionalisierung dieser Texte für ihre Erstellung zukommt: der Vortrag bei Lesungen; der Kontext kabarettistisch-theatralischer Aufführungen, Konzerte oder Aktionen mit ihren Möglichkeiten zur Provokation, Parodie und Pose; ebenso die Präsentationsform der Ausstellung mit ihrer Besinnung auf die graphische Dimension der Textur sowie deren Integration in das ,Bühnenbild von Aktionen.
An exemplarischen Beispielen soll methodisch die spielerische ebenso wie die experimentelle Auslotung des Zeichencharakters von Sprache durch diese Literatur untersucht und unter Berücksichtigung ihres historischen und kulturellen Spannungsfeldes eine Einführung in die literarische Moderne zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegeben werden.
Als erster Überblick: R. Grimminger/J. Murasov/J. Stückrath (Hg.): Literarische Moderne, Reinbek bei Hamburg 1995, S. 232-366. [Für französischsprachige Teilnehmer auch: S. Faucherau: Expressionnisme, dada, surréalisme et autres ismes, 2 Bde., Paris 1976.]
Ein Ordner mit dem Veranstaltungsprogramm und ein Verzeichnis ausgewählter Forschungsliteratur liegt zu Semesterbeginn in der Seminarbibliothek bereit.
4382 Bibelkunde für Philologen (vgl. Nr. 4673, Romanisches Seminar) H. D. Bork
2 St. Mi. 14-16 in 065
Die europäischen Literaturen (und unsere Alltagssprache) sind voll von Personen, Motiven und Ausdrucksweisen der Bibel, doch fehlen dem modernen Leser oft die Kenntnisse, sie wahrzunehmen und in ihrer Bedeutung zu erkennen. Die Übung will Lust machen und Wege aufzeigen, diese Lücken zu schließen. Der Besitz einer Bibel (in beliebiger Übersetzung) wäre nützlich; sonst wird außer Interesse nichts vorausgesetzt.
ZP nicht möglich
4383 Rhetorik und rhetorische Textanalyse (B 1) E. Behrend
ZP 2 St. Mi. 16-18 in 092
Die Rhetorik ist als das umfassendste, ausdifferenzierteste und wirkungsmächtigste Bildungssystem neben der Philosophie bezeichnet worden. Unser kulturelles Wissen, vor allem aber die Organisation von Texten kann fruchtbar auf rhetorische Kodierungen beobachtet werden. Das Seminar verfolgt zwei Ziele: Erstens und in der Hauptsache soll handwerkliches und analytisches Grundlagenwissen vermittelt werden; die wichtigsten Figuren, Tropen und rhetorischen Organisationsformen werden vorgestellt und an Beispielen in gemeinsamer Textarbeit untersucht. Zweitens soll, auf der Basis dieses Wissens, der Übertrag rhetorischer Grundmuster in aktuelle Positionen der Literaturwissenschaft nachvollzogen werden. Dabei werden die Dekonstruktion und besonders Paul de Man im Mittelpunkt stehen.
Zur einführenden Lektüre wird empfohlen: Gert Ueding, Klassische Rhetorik, München 1995.
4384 Welt-Literatur. Zur Mediengeschichte von Poesie und Wissen (B 1) B. Dotzler
ZP 2 St. Mi. 12-14 in 230
Der Begriff der Weltliteratur geht zurück auf eine Wortschöpfung Goethes. Er umfaß nach herkömmlicher Meinung vor allem zwei Aspekte: den Aspekt der Extension, d. h. der Literatur aus aller Welt, und den Aspekt literarischer Qualität, d.h. der Literatur, der Weltrang nachgesagt wird. Ein dritter, bislang allerdings ungeachtet gebliebener Aspekt zielt indes auf die mediale Verfaßtheit von Literatur - Literatur als Medium. Nicht zuletzt dieser Aspekt soll genauer herausgearbeitet werden. Ausgangspunkt hierfür werden zunächst die rund 20. Belegstellen bei Goethe sein, die bereits Fritz Strich (u.a.) zusammengetragen hat; im weiteren sollen Grundfragen der Komparatistik, der Übersetzungstheorie und des Medienvergleichs (Theorien der Intermedialität) erörtert werden. - Zur Vorbereitung: Frietz Strich, Goethe und die Weltliteratur, Bern 1946. Hendrik Birus, Am Schnittpunkt von Komparatistik und Germanistik: Die Idee der Weltliteratur heute. In: ders., (Hrsg.), Germanistik und Komparatistik. DFG-Symposion 1993, Stuttgart - Weimar 1995, S. 439-457.
4385 Verfahren und Konzepte der Prosaanalyse (B 1,2) N. Mecklenburg
ZP 2 St. Di. 14-16 in 230
4386 Lebenskünste: Biographische Inszenierungen von Weiblichkeit (B 1,2,5) A. Keck
ZP 2 St. Di. 17-19 in VIIa Beginn: 14.10.98
In Literaturkritik und -geschichtsschreibung läßt sich eine methodisch brisante Verknüpfung von Literatur und Leben der Autorinnen beobachten, insofern die inzwischen methodisch sorgsam differenzierten Parameter ‚Biographie' und ‚Literatur' bei der Analyse dazu tendieren, zusammenzufallen. Demzufolge scheint Literatur von Frauen immer der Gattung der Autobiographie zuzugehören. Dieser Gestus soll im Seminar nicht wiederholt, sondern selbst überdacht werden. Anspruch ist es, verschiedene Figurationen von Biographik und Weiblichkeit, seien sie literarischer oder auch theoretischer ‚Natur' nachzuzeichnen und sie auf die verortende Herstellung von Autorität hin zu befragen. Gelesen werden sollen u.a. Texte von: Sophie LaRoche, Bettine von Arnim, Rahel Varnhagen, Ina Seidel, Friedrich Nietzsche, Claire Goll, Else Lasker-Schüler.
Als Einführung wird vorausgesetzt: Liliane Weissberg (Hrsg.): Weiblichkeit als Maskerade. Frankfurt/Main 1994
4387 Figurationen des Wartens von der Postmoderne zur Antike (B 1, 5) A. Keck
ZP 2 St. Mi. 17-19 in 070 Beginn: 13.10.98
Betrachtet man die in letzter Zeit proliferierende Forschung zum Thema Reisen, so wird das dem Reisen immer schon inhärente Warten zwar nebenbei erwähnt, jedoch nie selbst thematisiert oder gar theoretisiert. In der Literatur selbst wird die Wartezeit entweder mit der Beschreibung des Raumes oder mit dem Erzählen (s)einer Geschichte ‚überbrückt'. Insofern sind Warten und Erzählen eng aneinander gebunden. Da jedoch mit der Moderne eine ‚Entzauberung der Ferne' einhergeht, das Subjekt auf sich selbst zurückgeworfen wird und Grenzüberschreitungen zunehmend undenkbar werden, rücken, auch erzählerisch, Warteräume in den Blick, also „Ereignisse ohne Ereignis" wie Jacques Derrida von und mit Kafkas „Vor dem Gesetz" schreibt. Insofern werden mit Beginn der Moderne Warteräume zunehmend thematisiert und reflektiert. Aus dieser Perspektive sollen verschiedene (historische) Figurationen des Wartens entworfen werden. Ein Reader mit literarischen wie theoretischen Texten (von Blanchot, Derrida, Foucault über Jurek Becker, Musil und Benjamin, sowie Tieck und Goethe bis zu Homer) wird zu Beginn des Semesters zur Verfügung gestellt.
Als Einführung wird vorausgesetzt: Lothar Pikulik: Warten, Erwartung. Eine Lebensform in End- und Übergangszeiten; an Beispielen aus der Geistesgeschichte, Literatur und Kunst. Göttingen 1997
4388 ‚Pathos'. Texte und Bilder zu einem ästhetischen Grundproblem (B 1,2) U. Port
ZP 2 St. Do. 14-16 in 230
'Pathos' stellt eine Größe resp. Kategorie dar, die in den Künsten (Literatur, Malerei, Plastik, Musik, Theater, Film) ebenso anzutreffen ist wie in diversen anderen Bereichen des öffentlichen Lebens (Politik, Rechtswesen, Werbung, Sport etc.). Für die Geschichte des Pathos sind massive konjunkturelle Schwankungen charakteristisch. Seit der Antike folgen auf Phasen der Begeisterung solche mit starken Aversionen, die in der Regel dann wieder durch ein "Werben um neues Pathos" (Walter Benjamin) abgelöst werden. Die Kritik am Pathos ('hohl', 'gestelzt', 'exaltiert') ist so alt wie dessen Inszenierung in Rede, Schrift, Theater und Bild. "Pathosformeln" (Aby Warburg) artikulieren Leiden, Schmerzen und vehemente Leidenschaften. Sie verweisen auf Imposantes, Erhabenes, Überwältigendes oder auch auf ein reflexiv abgefedertes "Pathos der Distanz" (Friedrich Nietzsche). Sie dienen der Identifikation oder der Abschreckung, der Stimulierung oder der Beruhigung heftiger Emotionen.
Nach einer systematischen Einführung soll das Seminar an exemplarischen Stationen zunächst der Geschichte des Pathos in Rhetorik, Ästhetik und Tragödientheorie nachspüren, zum zweiten einige markante literarische Ausprägungen in Drama und Lyrik diskutieren und im letzten Drittel des Semesters den Blick auf pathetische Phänomene und Muster der Gegenwartskultur (Politik, Kulturkritik, Werbung, Massenmedien) lenken. Die Palette der angebotenen Themen ist dabei offen für Ergänzungen bzw. Ersetzungen von seiten der SeminarteilnehmerInnen.
Teilnahmebedingung: Engagierte Mitarbeit und Bereitschaft zur Übernahme eines Kurzreferates.
Zur einführenden Lektüre empfohlen: Erich Auerbach, Passio als Leidenschaft, in: E.A., Gesammelte Aufsätze zur romanischen Philologie, Bern/München 1967; die Artikel 'Pathetisch, das Pathetische' (Renate Homann), 'Pathos' (Reinhart Meyer-Kalkus) und 'Pathosformel' (Hanns Henning Ritter), in: Historisches Wörterbuch der Philosophie, hg. v. J. Ritter, Bd. 7, Darmstadt 1989; Norbert Bolz (Hg.), Das Pathos der Deutschen, München 1996.
4389 Verrückte Texte. Literatur im psychiatrischen Diskurs (B 1,2) N. Pethes/Th. Hahn
2 St. Mo. 11-13 in 0103
Die Felder ‚Literatur' und ‚psychiatrischer Diskurs' stehen seit der klassischen Moderne in einer Austauschbeziehung, für die zentral ist, daß in ‚verrückten' Texten der Zugang zu einer Wahrheit der Produktivität des Subjekts oder des Subjekts überhaupt gesucht wird. Mit diesem Modus der Wahrheitssuche in einem Jenseits der abendländischen Vernunft operiert etwa Foucault noch in Wahnsinn und Gesellschaft. Damit wird Literatur zum Agenten der Wahrheitssuche, sie kann aber auch, wie in einer bestimmten Form der Literaturkritik, als literarisch gestaltete Diagnose erscheinen, so daß hermeneutische Verfahrensweisen durch psychiatrisch-diagnostische ersetzt werden. Der Text ersetzt dann das verrückte Subjekt, es beginnt die Analyse des Textes: Als paradigmatisch werden hier Daniel Paul Schrebers Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken zu besprechen sein, die von Freud bis Lacan als autobiographischer Fall von Paranoia gelesen werden. Auf dieser theoretischen Grundlage können in einer zweiten Seminarphase exemplarische Texte von Alfred Döblin bis Rainald Goetz besprochen werden.
Literatur zur Einführung: Michel Foucault, Wahnsinn und Gesellschaft. Eine Geschichte des Wahns im Zeitalter der Vernunft, Frankfurt a.M. 1969 (stw 29.80.-)
4390 Literatur und Naturwissenschaft (B 1) Chr. Kassung
2 St. Do. 13-15 in 065
4391 Die Satire: Systematik und Geschichte (in Verbindung mit meiner Vorlesung) (B 2,6)
ZP 2 St. (14tägl.) Fr. 14-15.30 in 204, Beginn. 16.10.98 R. Drux
Zur gründlichen Lektüre der wichtigsten Werke, die in der Vorlesung behandelt werden (die hier aufgeführten liegen alle in Taschenbuchausgaben vor), sowie ausgewählter satirischer Texte des 20. Jhdts. ist dieses Proseminar gedacht, dessen Besuch besonders denjenigen empfohlen wird, die ihre ZP über ein Gebiet meiner Vorlesung absolvieren wollen.
4392 Prinz Jussuf, Hille & Co. Zur kulturellen Topographie der Boheme um 1900 (B 5)
ZP 2 St. Di. 12-14 in XIa E. M. Siegel
Für den engen Zusammenhang, der sich am Ausgang des 19. Jahrhunderts zwischen Kunst und Leben zu errichten beginnt, stellen die programmatischen Verlautbarungen der Boheme ein besonders ergiebiges Diskursfeld dar. Von ihren Ortsbestimmungen - Paris, München, Berlin, Ascona oder Wien - gehen die vielfältigsten Impulse aus. Nahezu auf einen Schlag hat die Reformbewegung um die Jahrhundertwende alles zu umfassen, was die Möglichkeiten individuellen Seins und seiner symbolischen Ordnungen bestimmt. Gründet sich die Subkultur der Boheme, als konsequenteste kulturelle Diskurspraxis des bürgerlichen 19. Jahrhunderts wie ihr gleichzeitiger antagonistischer Widerpart, noch auf Individualismus und Liberalismus, so soll daraus um 1900 eine allgemeine Kulturreform als Reform des Lebens werden. Solchen heterogenen Versuchsanordnungen am Leitfaden der literarischen Textproduktion nachzugehen, ist Aufgabe des Seminars, wobei sowohl der Weg einer systematischen Erschließung des Kulturphänomens (Murger, Berg u.a.) als auch der eines interpretativen Zuganges auf verschiedenartige literarische Genres (Reventlow, Mühsam, Lasker-Schüler, Hille) eingeschlagen werden soll.
Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist Freude an der Spurensuche und die verpflichtende Bereitschaft für die Übernahme eines Referats.
4393 ‚Frauenliteratur' der Jahrhundertwende. Ausgewählte Lektüren (B 1, 5, 6)
ZP 2 St. Do. 15-16.30 in 0111, Beginn: 15.10.98 M. Günter
Die Epochenschwelle um 1900 ist gut erforscht. Vor allem die feministische Literaturwissenschaft der letzten beiden Jahrzehnte hat dafür gesorgt, daß auch die Literatur von Frauen dieses Zeitraums im Zusammenhang der Epochenbegriffe Naturalismus, Symbolismus und Neuromantik diskutiert wird. Im Seminar sollen zum einen der Begriff 'Frauenliteratur' problematisiert und neuere Konzepte feministischer Literaturgeschichtsschreibung diskutiert werden; zum anderen werden in intensiven Lektüren die Strategien analysiert, mit Hilfe derer die Autorinnen sich in den literarischen Diskurs der Moderne einschreiben. Die Texte von Marie von Ebner-Eschenbach, Ricarda Huch, Gabriele Reuter, Helene Böhlau, Franziska zu Reventlow, Lou Andreas-Salomé u.a. werden in einem Reader zur Verfügung gestellt.
Zur Einführung: Gisela Brinker-Gabler, Deutsche Literatur von Frauen, Bd. 2, S. 169-205.
4393a Geschlecht und Begehren im modernen Drama (B 1,2,5) D. Fulda
ZP 2 St. Mo. 14-16 in 230 Beginn: 12.10.98
Geschlecht und Begehren, sexueller Trieb und bürgerliche Scheinmoral, Geschlechterkrieg und Weiblichkeit als männliches Konstrukt oder Verhängnis bilden dominante Themen des modernen Dramas seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Angestoßen einerseits durch die Entlarvungspsychologie eines Nietzsche sowie die psychoanalytischen Forschungen Freuds, andererseits durch die aufkommende Soziologie, stand dabei sowohl das Sexuelle als bislang meist verdrängter, tatsächlich jedoch primärer Handlungsantrieb als auch die Konstruktion von Geschlechterrollen zur Debatte. Vor dem Hintergrund des zeitgenössischen Geschlechter- und Sexualdiskurses (Freud, Weininger, Simmel) sowie moderner Theorien (Foucault) sollen Dramen von Wedekind bis Horvath gelesen werden. Unser Lektüreinteresse wird dabei sowohl thematisch (Etablierung eines nicht allein für die Literatur des 20. Jahrhunderts fundamentalen neuen Menschenbildes) als auch poetologisch (Herausbildung des modernen Dramas) ausgerichtet sein.
Der Seminarplan und eine Literaturliste werden ab Ende August in einem Ordner ausliegen.
4394 Wiener Moderne (B 5) S. Arend
2 St. Di. 12-13.30 in 091
Die „Wiener Moderne" ist innerhalb der literarischen Landschaft der Zeit eine faszinierende Erscheinung, da auf den Fundamenten des vom Josephinismus geprägten Kaiserreiches die neuesten geistesgeschichtlichen Entwicklungen reflektiert und auf allen Gebieten des kulturellen Lebens umgesetzt werden. Dabei ist die Bestrebung zu beobachten, sich selbst zu definieren und abzugrenzen. Insbesondere anhand der Werke Schnitzlers und Hofmannsthals wird im Seminar versucht, sich dieser Atmosphäre des Fin de siècle und der Décadence anzunähern: Die „Nerven" und die „Stimmung" sollen in der Vorstellung des Programmatikers Hermann Bahr eine neue Kunstform begründen. Texte Bahrs, Sigmund Freuds und Ernst Machs werden das Verständnis für diese Zeit vertiefen. Zum Beginn des Seminars mag zunächst folgende Lektüre vorbereitet sein:
Arthur Schnitzler: Anatol (1893), Liebelei (1895), Leutnant Gustl (1900); Hugo von Hofmannsthal: Der Tor und der Tod (1894), Ein Brief (1902), Der Schwierige (1921).
Zur Lektüre und Anschaffung sei empfohlen: Die Wiener Moderne. Literatur, Kunst und Musik zwischen 1890 und 1910. Stuttgart, 1994 (Reclam)
4395 Robert Musil: Kleine Prosa (B 2,6) J. Zenke
ZP 2 St. Mi. 18-19.30 in 092
Wir beginnen mit einigen sehr kurzen Texten aus dem „Nachlaß zu Lebzeiten", deren literarische Qualität Musils eigene Kriterien beispielhaft erfüllt: Dichte der Beziehungen, Reinheit der Gestalt, Vermeidung alles Überflüssigen, Größe der Sprache. Anschließend erörtern wir fünf Erzählungen, die unter dem Titel „Vereinigungen" und „Drei Frauen" erschienen sind, sowie „Die Amsel". Durch sorgfältige Lektüre gilt es, das „Mehrfache ihres scheinbaren Inhalts" zu entdecken, das Musil für „Die Vollendung der Liebe" verheißt.
Textausgabe: R.M.: Frühe Prosa und aus dem Nachlaß zu Lebzeiten. Sämtliche Erzählungen (Rowohlt Verlag).
4396 Übungen zum epischen Theater Bertolt Brechts (B 2,6) P.-E. Neuser
ZP 2 St. Mi. 13-15 in 0101
4397 Heiner Müller (B 6) J. Zenke
ZP 2 St. Mo. 18-19.30 in 230
„Ich glaube an den Konflikt, sonst glaube ich an nichts." Dieses Credo des Autors gibt Anlaß, die Themen Revolution und weibliche Revolte in den Mittelpunkt zu stellen, also vor allem die Stücke „Mauser", „Der Auftrag", „Wolokolamsker Chausse I-V", „Die Hamletmaschine", „Zement", „Quartett", „Verkommenes Ufer Medeamaterial...". Weitere Vorschläge zu Semesterbeginn sind willkommen. H. Müllers Dramaturgie des Fragments und die intertextuellen Bezüge seiner Stücke setzen fortgeschrittene Leser/Zuschauer voraus. So auch dieses Seminar.
Texte in: H.M.: Revolutionsstücke (RUB 8470) und Herzstück (Rotbuch Verlag, 270). Sehr zu empfehlen die Autobiographie: Krieg ohne Schlacht (KiWi, 335).
4398 Prosa der 80er Jahre (B 2,5) H. Kircher
ZP 2 St. Do. 14-15.30 in 204
Aus dem breiten Spektrum der zwischen 1980 und 1990 erschienen deutschsprachigen Prosa sollen ausgewählte (und als Taschenbuch erhältliche) Texte besprochen werden. Von einer repräsentativen Auswahl kann natürlich nicht die Rede sein. Auch theoretische Überlegungen zur Literaturkritik sollen mit einbezogen werden. Gedacht ist an Texte von Botho Strauß, Jurek Becker, Christoph Hein, Martin Walser, Johanna Walser, Dieter Wellershoff u. a. Im September hänge ich eine genaue Themenliste aus.
4399 Die Funktion des Lektors und die Debatten um die deutsche Gegenwartsliteratur (B 1,5)
2 St. Do. 19-21 in 075 M. Hielscher
4400 Internet für LiteraturwissenschaftlerInnen I. Breuer
2 St. Mi. 12-14 in 080 (CIP-Pool)
Es wird um ein breites Spektrum von medien- und literaturwissenschaftlich relevanten Themen gehen - angefangen bei der literaturwissenschaftlichen Internet-Recherche, die einen Schwerpunkt bilden wird, über das Thema Literatur im Internet bis zu grundsätzlichen Auseinandersetzungen mit dem »Mythos Internet«, also auch mit der Geschichte und Theorie von Bildschirmmedien, soweit diese für das Thema relevant sind.
Die Veranstaltung verfolgt primär zwei Ziele: Erstens bietet es eine Ergänzung der Grundlagenkurse um eine praktische Einführung in EDV-gestützte literaturwissenschaftliche Recherche und zweitens soll ein durch praktische Erfahrung fundiertes Grundlagenwissen zum Internet - auch als praxisorientierte Flankierung des Bildschirmmedien-Projekts - geboten werden. Von der Form her bewegt sich diese Veranstaltung also zwischen Lehrgang und Seminar, methodisch wird entsprechend eine enge Verknüpfung von Theorie und Praxis angestrebt.
4401 Autorenwerkstatt B. Pütz
2 St. Mi. 19-21 in 091
Meßlatte für die bei uns vorgestellten Arbeiten ist und bleibt ihre literarische Qualität. Daß es zu deren Beurteilung keine allgemein verbindlichen Kriterien gibt, möge unsere Gespräche auch in Zukunft spannend halten. Die Ankündigung der „Autorenwerkstatt" als Seminar macht unsere Runde keineswegs zum akademischen Zirkel; Voraussetzung für die Teilnahme ist daher nicht philologisches Know-How, sondern streitbares -- und aktives -- Engagement für eine bessere Literatur. Nur so kann die „Autorenwerkstatt" auch in Zukunft ein kritisches Forum bleiben, das Schreibenden in und außerhalb der Universität eine Voröffentlichkeit und erste Resonanz auf eigene Texte bietet. Wer sich vorab über unsere Arbeit informieren möchte, sei auf die Anthologie „weiter im text" verwiesen (10 Jahre Kölner Autorenwerkstatt 1980-1990, hrsg. v. N. Hummelt, Köln: Janus Verlagsgesellschaft 1991).
4402 Interkulturelles sprachliches Lernen als Thema des gymnasialen Deutschunterrichts (C 1,3)
2 St. Di. 11-13 in 0103 G. Siebert-Ott
'Europäischer Integrationsprozeß' und 'multikulturelle Gesellschaft' sind die Leitwörter, mit denen die Notwendigkeit begründet wird, neue Wege sprachlichen und kulturellen Lernens in allen Schulformen und -stufen zu erproben. Leitziele sind Erziehung zu kultureller Offenheit, sprachlicher Sensibilität, aber auch die Vermittlung vertieften sprachlichen und kulturellen Wissens. Vorschläge zur didaktischen Umsetzung dieser Ziele liegen inzwischen sowohl für einzelne Fächer als auch für fächervernetzenden Unterricht vor.
Mit der Rolle des Deutschunterrichts in Verbindung mit anderen Fächern bei der Erziehung zu Mehrsprachigkeit und beim interkulturellen Lernen wird sich das Seminar beschäftigen.
Literatur zur Einführung:
Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder. Empfehlung 'Interkulturelle Bildung und Erziehung in der Schule. Beschluß der KMK vom 25.10.1996. (Abgedruckt in Deutsch lernen 1, 1997: S.81-89)
4403 Grammatikunterricht in der Sekundarstufe I (C 3) Chr. Dürscheid
2 St. Do. 9-10.30 in XVIIb
„Ein isolierter Grammatikunterricht birgt die Gefahr, Wissen über Sprache [...] zu vermitteln, ohne die Funktion dieses Wissens für die Praxis des Verstehens und der Verständigung bewußt zu machen". Dieses Zitat aus dem NRW-Lehrplan für das Fach Deutsch (1993, S. 61) wirft Fragen auf: Wie gestaltet sich der Grammatikunterricht in der Sekundarstufe I? Welches didaktische Konzept wird verfolgt? Welche Materialien und Methoden gibt es, um den SchülerInnen die notwendigen grammatischen Kenntnisse zu vermitteln? Neben diesen didaktisch-methodischen Fragen stellen sich inhaltliche Probleme, die im Seminar eine kritische Auseinandersetzung mit den Analyseverfahren der traditionellen Grammatik erforderlich machen. Die zur Satzglied- und Wortartbestimmung herangezogenen Kriterien werden rekapituliert und einer genauen Prüfung unterzogen.
Hinweis: Eine Liste der Referatsthemen hängt vor Zimmer 222 aus. Die Themen werden in den Feriensprechstunden am 18.8. und 29.9. vergeben.
4404 Robin, Ronja und die Räuber. Ein spätmittelalterlicher Heldentypus und seine literarische Rezeption im Deutschunterricht (Sek. I/II) (C 1,4) A. Mielke
2 St. (14-täg.) Mi. 15-18 in 230
Der „edle Räuber", der den Reichen nimmt, um den Armen zu geben, hat seit vielen Jahrhunderten die Geschichtenerzähler und -schreiber ebenso gereizt wie die Herrschenden. In der Person von Robin Hood erfreut sich dieser literarische Typ bis heute größter Beliebtheit in der Kinderliteratur, in Comics, Zeichentrickserien, Spielfilmen - und Schülbüchern! Im Seminar werden wir an konkreten Beispielen ausprobieren, was der Stoff - handlungsorientiert, fächerübergreifend und medienpädagogisch zu bieten hat.
Mögliche Themen für Referate und Hausarbeiten werden zu Beginn des Seminars vorgestellt. Das Seminar findet 14-tägig statt. Die genauen Termine werden durch Aushang bekanntgegeben.
4405 Expressionismus (C 4) U. Reeg
2 St. (Einzeltermine: Sa. 31.10. 10-15.30, Mo. 2.11. 10-12 Uhr, Fr. 18.12. 10-12 Uhr, Sa. 19.12. 10-15.30; Fr. 8.1. 10-12 Uhr, Sa. 9.1. 10-15.30, Mo. 11.1. 10-12 Uhr, Sa. 30.1. 10-15.30 in 230
Der Expressionismus als literarische Epoche verweist auf ein äußerst interessantes Spannungsfeld von Strukturkrise des modernen Ich und Erneuerungsvorstellungen, von Identitätssuche und Aufbruchvisionen vor dem Hintergrund der Erfahrung des Krieges, in der Zeit extremer Umbrüche. Damit eignet er sich in besonderer Weise als Unterrichtsgegenstand in der Sekundarstufe I und II.
Anhand ausgewählter Texte werden literarische Ausdrucksformen untersucht und didaktische Fragestellungen im Hinblick auf handlungs- und projektorientierten Unterricht diskutiert.
Zu Beginn des Semesters wird ein Materialordner zur Verfügung gestellt.
4406 Die Einführung des Dramas in der Sekundarstufe I (C 4) H. Wittenberg
2 St. Do. 17-18.30 in 096
Schwerpunkt des Seminars ist die Frage, wie man in der Sekundarstufe I das Dramatische und das Drama einführen kann. Bei der Auswahl der Texte und der Methoden werden fachwissenschaftliche und entwicklungspsychologische Vorgaben herangezogen. Es ist beabsichtigt, im Anschluß daran die Ziele und Wege der Dramenbehandlung in der Sekundarstufe II zu besprechen. Die Auswahl der Texte wird nach didaktischen und methodischen Überlegungen in der Seminararbeit getroffen. Die Planung von zwei Unterrichtsreihen (Sek. I. und II.) und Hospitationen sind vorgesehen.
4407 Themen und Formen der Lyrik im Deutschunterricht (C 1,4) B. Plett
2 St. Di. 15-17 in 056 Beginn: 13.10.98
Lyrische Formen nehmen traditionell im Literaturunterricht einen recht breiten Raum ein, gehören allerdings bei den Schülern nicht unbedingt zu den beliebtesten Gattungen. Was sollen Schüler lernen und erfahren, wenn sie sich mit Lyrik beschäftigen? Kann und soll es nur um Lyrik selbst gehen, oder wird sie vielleicht auch zum Medium für darüber hinausführende pädagogische und didaktische Intentionen? Sollen Schüler „einfach" Gedichte verschiedener Autoren und Epochen kennenlernen und interpretieren können? Welche Anregungen zu produktiver und kreativer Auseinandersetzung mit Literatur kann der Deutschunterricht außerdem vermitteln?
Das Seminar will in fachdidaktische Überlegungen einführen und konkrete Planungshilfen für die Gestaltung von Unterrichtsreihen anbieten, die sich an Themen (z.B. Naturlyrik), Formen (z.B. Balladen oder Sonette) und Epochen orientieren. Auf diese Weise werden grundsätzliche Fragen der Rezeption und der fachwissenschaftlichen Diskussion in Erwägungen zu prinzipiellen Problemen der Unterrichtsplanung und -gestaltung eingebettet; Grundzüge der Vorbereitung und Planung von Literaturunterricht werden erarbeitet. - Eine Auswahlbibliographie und andere Materialien stehen zu Beginn des Semesters zur Verfügung. Themen für Referate und Hausarbeiten werden dann ebenfalls vorgestellt, können aber auch bereits in den Feriensprechstunden abgesprochen werden.
Sprachwissenschaft des Deutschen
4408 Linguistische Theorien des Sprachverstehens (A 1, 2, 3) D. Busse
2 St. Mi. 13-15 in 057 Beginn: 14.10.
Obgleich ursprünglich ein genuiner Gegenstand der früheren Philologien (und somit auch der Germanistik) hat die moderne Sprachwissenschaft das Problem des Sprachverstehens während langer Zeit nahezu vollständig außer Betracht gelassen. So wurde es möglich, daß sich benachbarte Disziplinen, v.a. die Sprachpsychologie und - aus ihr entstehend - die moderne Kognitionsforschung, dieses brachliegenden Gegenstandes annahmen und ihn in ihrer eigenen (keineswegs alle seiner wichtigen Aspekte erfassenden) Art und Denkweise behandelten und modellierten. Das Hauptseminar soll der Frage nachgehen, welchen Beitrag die Linguistik zu einer adäquaten und v.a. nicht-reduktionistischen (und damit sowohl sprachwissenschaftlich als auch philologisch zufriedenstellenden) Behandlung des Problemfeldes Sprachverstehen (und Textverstehen bzw. -interpretation) leisten kann - und zwar durchaus in produktiver Auseinandersetzung mit den Bemühungen der Nachbar-Disziplinen.
Literaturhinweise: s. Aushang vor Raum 320.
Teilnahmevoraussetzungen: Zwischenprüfung, Bereitschaft zur aktiven Teilnahme; Voraussetzung für einen Leistungsnachweis: aktive Teilnahme; Referat (schriftlich vorzulegen) oder Hausarbeit; Bedingungen für einen QuaSt auf Anfrage.
4409 Satzstruktur des Deutschen (A. 1,2,6) NN
2 St. Do. 15.30-17 in 082 Beginn: 15.10.98
Im Seminar werden verschiedene Möglichkeiten der Repräsentation von Satzstrukturen vorgestellt und verglichen. U.a. sollen die Beschreibungsansätze im Stellungsfeldermodell, in der Dependenzgrammtik sowie in der Rektions- und Bindungstheorie diskutiert werden.
Außerdem ist die Untersuchung der verschiedenen Satzgliedfunktionen im Deutschen geplant.
Literatur zur Vorbereitung:
Dürscheid, Christa (1991). Modelle der Satzanalyse: Überblick und Vergleich. Hürth: Gabel (= KLAGE 26).
Grewendorf, Günther (19912). Aspekte der deutschen Syntax. Tübingen: Narr (= Studien zur deutschen Grammatik 33) [Kap. 1-5 und 8].
Voraussetzungen für den Erwerb eines HS-Scheins: Referat und schriftliche Hausarbeit
Vor. für den Erwerb eines QuaSts: Kurzreferat oder mdl. Prüfung
Anmeldung in meiner Sprechstunde am 2.7.98 und in den Feriensprechstunden (siehe Aushang).
Bitte beachten Sie mögliche Änderungen auf dem "Änderungszettel zum Kommentierten Vorlesungsverzeichnis".
4410 Gesprächsanalyse (A 1,2,3,6) NN
2 St. Do. 11-13 in XIa Beginn: 15.10.98
Ziel der Gesprächsanalyse ist die begriffliche und methodische Erfassung der Komplexität sprachlicher Kommunikation. Vorrangiger Untersuchungsgegenstand sind Alltagsgespräche, die unter Fragestellungen der folgenden Art "betrachtet" werden: Welches Transkriptionssystem eignet sich zur schriftlichen Fixierung von Gesprächen? Wie sind Gespräche strukturiert, welche typischen Teilsequenzen enthalten sie? Wie funktioniert der Sprecherwechsel? Auf welche Weise entwickelt sich die thematische Orientierung von Gesprächen? Was sind sinvolle Klassifikationskriterien für eine Einteilung in Gesprächstypen?
Diese Fragen werden im Seminar auf der Basis authentischer Gespräche diskutiert.
Als einführende Lektüre empfehle ich:
Linke, A./Nussbaumer, M./Portmann, P.R. (19942). Studienbuch Linguistik. Tübingen:
Niemeyer [Kap. 7].
Voraussetzungen für den Erwerb eines HS-Scheins: Referat und schriftliche Hausarbeit
Vor. für den Erwerb eines Quasts: Kurzreferat oder mdl. Prüfung
Anmeldung in meiner Sprechstunde am 2.7.98 und in den Feriensprechstunden (siehe Aushang).
Bitte beachten Sie mögliche Änderungen auf dem "Änderungszettel zum Kommentierten Vorlesungsverzeichnis".
4411 Phonologie des Deutschen (A1,2) J. Lenerz
2 St. Do. 13-15 in F
Die wesentlichen Probleme, die sich bei der Beschreibung der Phonologie des Deutschen ergeben, sollen in verschiedenen theoretischen Versionen der Phonologie in Referaten vorgestellt, eingehend erörtert und vergleichend beurteilt werden.
Vorbereitende Lektüre, ein detaillierter Seminarplan und eine Bibliographie werden rechtzeitig durch Aushang bekanntgegeben.
4412 Pressesprache (A 3) Di Meola
2 St. als Blockseminar 5.-8. Oktober, 10-14 Uhr und 15-17 Uhr in 204
In diesem Hauptseminar werden die verschiedenen Erscheinungsformen der Pressesprache zunächst auf Gemeinsamkeiten untersucht, die sich primär aus der vergleichbaren Kommunikationssituation ergeben. Dabei werden verschiedene sprachliche Untersuchungsebenen Berücksichtigung finden: Wortschatz, Wortbildung, Satzbau und Textstruktur. Anschließend wird nach verschiedenen journalistischen Textsorten differenziert, wobei von der traditionellen Einteilung in informationsbetonte Texte (Meldung, Nachricht, Bericht usw.) und meinungsbetonte Texte (Kommentar, Glosse usw.) auszugehen ist. Ferner sind die Unterschiede zwischen verschiedenartigen Publikationsorganen (z.B. Boulevard- vs. Abonnementzeitung) herauszuarbeiten. Eine Vertiefung der Schlagzeile - die vielleicht das auffälligste Produkt der Pressesprache darstellt - rundet schließlich das Bild ab.
Die Termine zur Vorbesprechung (Juli-September) werden rechtzeitig durch Aushang bekanntgegeben. Eine Liste der Referatsthemen sowie eine Liste der Teilnehmer liegen in der Bibliothek aus. Bitte in beide Listen eintragen!
Als Einführungslektüre wird empfohlen:
Lüger, H.-H., 19952. Pressesprache. Tübingen: Niemeyer (= Germanistische Arbeitshefte 28).
4413 Sprachgeschichte des 20. Jahrhunderts (A 4, 5, 6) D. Busse
2 St. Mi. 11-13 in 057 Beginn: 14.10.
Die Sprachgeschichte des 20. Jahrhunderts - bisher noch häufig unter der Rubrik „Gegenwartsspache" und weniger als genuiner Teil der Sprachgeschichte i.e.S. behandelt - läßt sich mit dem Ende des Jahrhunderts nunmehr auch zusammenfassend in ihren Konturen erkennen. Damit ist - zusammen mit der Sprachgeschichte des 19. Jahrhunderts (zu der im SoSe 1998 ein Seminar stattfand) - die Möglichkeit einer Gesamtbetrachtung der sprachhistorischen Bedingungen und Entwicklungen des Deutschen der Moderne gegeben. Im Hauptseminar sollen die wichtigsten der vielfältigen und recht heterogenen Forschungsergebnisse zur Sprachgeschichte des 20. Jhds. hinsichtlich der verschiedensten für sie wirkungsmächtigen Entwicklungsfaktoren und -züge vorgestellt und besprochen werden (z.B.: Sprache in der Massengesellschaft; Wirkung der Massenmedien; Sprache des Nationalsozialismus; Sprache der Politik; Sprache der BRD und DDR; Veränderungen der Rolle von Standard und Literatursprache; Soziolekte und Gruppensprachen; Fach- und Wissenschaftssprachen; Perspektiven und Sprachentwicklung in Zeiten des Internet.
(Literaturhinweise: s. Aushang vor Raum 320)
Teilnahmevoraussetzungen: Zwischenprüfung, Bereitschaft zur aktiven Teilnahme; Voraussetzung für einen Leistungsnachweis: aktive Teilnahme; Referat (schriftlich vorzulegen) oder Hausarbeit; Bedingungen für einen QuaSt auf Anfrage.
4414 Deutsche Sprache und deutsche Nation (B 4,5) D. Bering
2 St. Mi. 10-12 in 230
Die deutsche Sprache hat in der Geschichte des deutschen Nationalismus eine entscheidende Rolle gespielt. Sie wurde instrumentalisiert zuerst als Argument für und als Vorgriff auf die politische Einigung des in zahlreiche Staaten aufgefächerten deutschen Sprachraums. In chauvinistischer Übersteigerung wurde sie dann zum Kampf- und Distanzierungsinstrument gegen andere Sprachen, seien sie von Feinden draußen gesprochen (Französisch, Slavisch) oder von mißliebigen Minderheiten innerhalb Deutschlands (Polnisch, Sorbisch und vor allem Jiddisch). Das Hauptseminar versucht, die Geschichte dieses Denkens und seiner Auswirkungen nachzuzeichnen. Es setzt an bei der (von Nationalisten später oft berufenen) Wendung der Reformatoren zum Deutschen (Luther, Hutten), analysiert die Positionen der Sprachgesellschaften des 17. Jhdts, untersucht im Kontrast zu diesen das Neuartige in der Gleichsetzung von Volksgeist und Sprachgeist (bei Herder und Humboldt), verfolgt die Politisierung dieser Gedanken zuerst in den napoleonischen Kriegen (Jahn, Körner), dann in den Kämpfen um die deutsche Einigung (J. Grimm), zeigt die Instrumentalisierung der deutschen Sprache im Denkhorizont der wilhelminischen Bildungsbürger, verfolgt die (chauvinismusnahe) Arbeit des „Deutschen Sprachvereins", die Unterdrückung der Minderheitensprachen (Jiddisch, Polnisch, Sorbisch), analysiert die Anfänge und die Folgen der rassisten (Sprach)-Wende bei den völkischen Antisemiten/Nationalsozialisten und sucht abschließend Nachklänge des Grundgedankens „eine Sprache - eine Nation" in den Sprachauseinandersetzungen zwischen der ehemaligen DDR und der Bundesrepublik. Themenvergabe in den Feriensprechstunden. Ausführliche Themen- und Literaturliste ab Juli an der Bibliotheksaufsicht.
Grundlegende Literatur:
Ahlzweig, Claus 1994: Muttersprache - Vaterland. die Deutsche Nation und ihre Sprache, Opladen. Kirkness, A. 1975: Zur Sprachreinigung im Deutschen 1789-1871, Tübingen, 2. Bde. Mattheier, K.J. 1991: Standardsprache als Sozialsymbol; Bering, D. 1991: Sprache und Antisemitismus; beide in Wimmer, R. 1991: Das 19. Jhdt. Sprachgeschichtliche Wurzeln des heutigen Deutsch, Berlin-N.-Y. Huber, W. 1987: Kulturpatriotismus und Sprachbewußtsein. Frankfurt a.M.-Bern.
Ältere deutsche Sprache und Literatur
4415 Sebastian Brants Narrenschiff (B 3) K.-H. Göttert
2 St. Mo. 17.30-19 im Vortragsraum UB
Das Hauptseminar stellt ein Werk in den Mittelpunkt, das im Zusammenhang mit dem gegenwärtigen Interesse an den Medien bzw. medialen Einflüssen auf die Literatur besondere Bedeutung gewinnt. Das Narrenschiff ist bekanntlich ein frühes Zeugnis hoher Druckkunst und bietet mit der Verschränkung von Texten und Bildern besondere Voraussetzungen der Rezeption. Im einzelnen geht es um Brants Biographie
- um den Kontext des Humanismus
- um Quellen, Vorläufer, Vorbilder
- um den Narrenbegriff
- um Satire und Rhetorik
- um das spezielle Verhältnis von Text und Bild
- um Einzelmotive wie Seefahrt, Hofkritik, Schlaraffenland
- um das Gesamtwerk Brants und seine Wirkung
Im Seminar sollen zu den einzelnen Sitzungen Referate gehalten werden, die in den Semesterferien auszuarbeiten sind. Ein genauer Semesterplan wird in den Feriensprechstunden ausgegeben.
4416 Lebens-Texte: Autobiographik 400-1800 (B 1, 2, 3, 4) U. Peters/E. Kleinschmidt
2 St. Mo. 18-20 in 073 Beginn:12.10.98
Das Seminar setzt sich mit der Geschichte der schriftlichen Modellierung von Leben und Lebenskontexten auseinander, wobei im Spannungsfeld von Mittelalter und Neuzeit bewußt klassische und ambitionierte Stiftungsmuster (Augustin, Dante, Rousseau, Goethe) mit diachron ausgewählten, subjektiven Lösungen jenseits von autobiographischer Professionalität kontrastiert werden. Schwerpunkt der Erörterung sollen methodische Fragen im temporalisierten Umgang mit der Kulturalisierung von Personalität und Subjektivität sein. Für die einzelnen Seminarsitzungen werden Ausschnitte (z.T. in Readerform zu Anfang des Semesters verfügbar, Augustin ‚Confessiones' bei Reclam) zugrunde gelegt( Abaelard, Petrarca, Karl IV., Seuse, Margery Kempe, Thomas und Felix Platter, Butzbach, Goetz v. Berlichingen, Hans v. Schweinichen, Glückel von Hameln). Das Seminar verzichtet auf Referate zugunsten intensiver gemeinsamer Diskussion. Ein Leistungsnachweis wird durch eine schriftliche Hausarbeit je nach thematischer Ausrichtung entweder in älterer oder in neuerer deutscher Literatur erworben. Die Teilnehmerzahl ist auf 60 (jeweils ca. 30 ÄDL/NDL) begrenzt. Persönliche Anmeldung in den Feriensprechstunden.
4417 Lieder-Theorie. Teil I (B 1,3) U. Mehler
2 St. Fr. 16-18 in 056
Von Karl Lachmanns „Liedertheorie" (1816) über Andreas Heuslers „Nibelungensage und Nibelungenlied" (1921) bis hin zu John Meiers „Balladen" (1935) zieht sich ein weiter Bogen der Beschäftigung mit formelhafter Dichtung und (Helden-)Epik vor Parry und Lord. Diese Beschäftigung hätte eigentlich erwarten lassen, daß „gerade in Deutschland" die theoriy of oral-formulaic composition Anklang und Eingang gefunden hätte (Voorwinden/de Haan).
Das Seminar beschäftigt sich mit dieser „frühen" Forschung. Es soll in den kommenden Semestern fortgesetzt werden, etwa mit Themen zur „theory" und zu den neueren Untersuchungen.
Das Seminar wendet sich an alle, die bereit sind, ein umfangreiches Lesepensum während der vorlesungsfreien Zeit und im Semester zu bewältigen. Texte und Themen ab 10.7.98. Ich bitte um (fern-)mündliche (Tel./Fax: 02443-48374) oder schriftliche Anmeldungen bis zum 9.10.98. Nach diesem Zeitpunkt ist eine Anmeldung und damit eine Teilnahme am Seminar nicht mehr möglich. Die Kenntnis der für das Seminar verbindlichen Literatur wird in der 1. Sitzung durch eine Klausur überprüft.
4417a Boccaccio in Deutschland. Zur Rezeption von Boccaccios Werken in der deutschen Übersetzungsliteratur des 15. Jahrhunderts C. Bertelsmeier-Kierst
2 St. Do. 14-16 in 098 (Terminänderung möglich, bitte beachten Sie die Aushände im Glaskasten!)
Der Transfer von Trecento-Literatur nach Deutschland zählt zweifellos zu den interessantesten Literaturphänomenen des 15. Jahrhunderts. Vor allem Boccaccios ‚Decameron' hat nachhaltig auf die Literatur des ausgehenden Mittelalters und der frühen Neuzeit gewirkt. Die Rezeption ist besonders mit dem Namen der humanistisch inspirierten Autoren Heinrich Steinhöwel, Niclas von Wyle, Albrecht von Eyb und dem sich hinter einem Pseudonym verbergenden ‚Decameron'-Übersetzer Arigo verbunden. Im Seminar sollen die deutschen Bearbeitungen vorgestellt und im Spannungsfeld von einheimischer und neuaufkommender humanistischer Literaturtradition untersucht werden. Besonderes Augenmerk gilt ferner den Rezeptionsbedingungen (namentlich dem Umbruch von der Handschriftenkultur zum Buchdruck), unter denen die Boccaccio-Adaption in Deutschland vor sich geht.
Vorbereitende Lektüre: M. Dallapiazza: Stadt - Hof - Kloster: Wer rezipiert Boccaccio?, in: Jahrbuch der Oswald-von-Wolkenstein-Gesellschaft 7 (1992/93), S. 103-114. - Ch. Bertelsmeier-Kierst: Übersetzungsliteratur im Umkreis des deutschen Frühhumanismus: Das Beispiel ‚Griseldis', in: Wolfram-Studien XIV (1996), S. 444-451.
Neuere deutsche Literaturwissenschaft
4418 Antihermeneutische Projekte in der Literaturwissenschaft (B 1) G. Stanitzek
2 St. Do. 18.30-20 in 096
Spätestens seit Susan Sontags "Against Interpretation" (1964), zuletzt in medientheoretischen Entwürfen verschiedener Provenienz, geistert durch die Literaturwissenschaft der Traum von einem Ende, einem Jenseits, einem Abschied von Hermeneutik und Interpretation. Das Seminar wird eine Reihe prominenter antihermeneutischer Programme auf ihre Tragfähigkeit hin testen. Diskutiert werden Texte von: Susan Sontag, Marshall McLuhan, Jacques Derrida, Friedrich Kittler, Jochen Hörisch, David E. Wellbery, Siegfried J. Schmidt, Sybille Krämer, Erhard Schüttpelz u.a. Texte der hermeneutischen Tradition -- Hamann, Schleiermacher, Nietzsche -- sind als Kontrollreferenzen heranzuziehen.
Teilnahmebedingung: Übernahhme eines Referats
Zur Vorbereitung:
Jochen Hörisch, Die Wut des Verstehens. Zur Kritik der Hermeneutik, Frankfurt/M.: Suhrkamp 1988.
Axel Spree: Kritik der Interpretation. Analytische Untersuchungen zu interpretationskritischen Literaturtheorien, Paderborn u.a. 1995.
Spätenstens seit Susan Sontags „Against Interpretation" (1964), zuletzt in medientheoretischen Entwürfen verschiedener Provenienz, geistert durch die Literaturwissenschaft der Traum von einem Ende, einem Jenseits, einem Abschied von Hermeneutik
4416 Lebens-Texte: Autobiographik 400-1800 (B 1, 3,4) U. Peters/E. Kleinschmidt
2 St. Mo. 18-20 in 073
(vgl. Nr.4416) Zusätzliche Sonder-Sprechstunde für Anmeldung Kleinschmidt Freitag 3.7.98 12.00-13.00
4419 Der Kampf der Zeichen: Ekphrasis und Intermedialität in der Literatur seit 1750 (B 1)
2 St. Do 16-18 in 204 W. Pape
Das Verhältnis von Bild und Text, Wort und Bild ist seit der Antike diskutiuert worden; oft ist dabei die Vorherrschaft des Auges geebnüber dem Ohr (Text) betont worden („ut pictura poesis"), aber ebenso klar ist in der theoretischen Auseinandersetzungen der Moderne geworden, daß jedes Bild erst in einem Kontext seinen Sinn erhält. Mit Lessings Laokoon (1766) tritt die theoretische Dikussion in eine neue Phase. Im Seminar sollen die theoretische Diskussion um das Intermedialittät und das Text-Bild-Verhältnis von Plato, Horaz über Leonardo da Vinci bis hin zur Moderne (J. Hillis Miller, Murray Krieger, Mieke Bal, James H. Heffernan, W.T.J. Mitchell etc.) verfolgt werden an Texten und Bildern vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Die nachprüfbare Kenntnis folgender größrerer zu behandelnder Texte wird zu Beginn des Semesters vorausgesetzt: Homer: Ilias, 18. Gesang, Lessing Laokoon, Lichtenberg Ausführliche Erklärung der Hogarthischen Kupferstiche. - Weitere Hinweise (Themenliste und Forschungsliteratur) siehe Aushang ab 15. Juli 1998 neben Zi 322. Anmeldung ab sofort in meinen Sprechstunden (Zi. 322) oder den Sprechstunden der Mitarbeiter (Zi. 229) Teilnehmerbeschränkung: 60.
4420 Die synthetische Frau in der Dichtung der Romantik (Gestalten und Geschichte) (B 1,5)
2 St. Mi. 12-13.30 in 075, Beginn: 14.10.98 R. Drux
Die synthetische Frau gehört zum ältesten Motivbestand der abendländischen Literatur; sie begegnet uns schon im Mythos von Pygmalion (Ovid) und ist in allen Epochen der Literaturgeschichte anzutreffen. Dieses Seminar wird sich auf ihre Erscheinung in der Romantik konzentrieren und (an einigen Beispielen) ihre Rezeption in der zeitgenössischen Literatur betrachten. Dabei wird zu fragen sein, welche sozial- und ideengeschichtlichen Vorgänge in der Erschaffung, Belebung und Zerstörung künstlicher Frauen (durch Männer) zum Ausdruck kommen. Die genaue Angabe der zu untersuchenden Texte (u.a. von Goethe, Kleist, A. v. Arnim, E.T.A. Hoffmann, Eichendorff, Heine) erfolgt im Aushang neben R 227 ab Anfang Juli. Aus arbeitstechnischen Gründen muß die Zahl der Teilnehmer/innen auf 40 beschränkt werden, weshalb ich einen rechtzeitige Anmeldung während meiner Feriensprechstunden empfehle.
4421 Klassiker des Detektivromans von Poe bis Haefs (B 2, 5, 6) V. Neuhaus
2 St. Di. 18-20 in 056, Beginn 13.10.1998
Theoretische Grundlage: Dietrich Weber: Theorie des analytischen Erzählens, München 1975, Kap. 1-3; R. Alewyn: Anatomie des Detektivromans, in: ders.: Probleme und Gestalten, Frankfurt a. M. 1975; V. Neuhaus: Mysterion tes anomias - Das Geheimnis des Bösen, in: D. Schier, M. Giersch: CID - Computergestützte Interpretation von Detektivromanen, Frankfurt a. M. 1995.
Lektüre: Hoffmann: Das Fräulein von Scuderi; Poe: The Murders in the Rue Morgue, Doyle: Der Hund von Baskerville; S.S. van Dime: Bishop Murder Case; Sayers: Murder Must Advertise; D. Hammett: The Glass Key; R. Chandler: The Big Sleep; Innes: Death at the President's Lodging; Umberto Eco: Der Name der Rose.
Zu den einzelnen Sitzungen können Thesenpapiere zu Autor und Werk vorgelegt werden, die Grundlage für Seminararbeiten sind. Im übrigen können Arbeiten aus dem gesamten thematischen Feld des Seminars geschrieben werden.
4422 Literatur des Realismus (B 5) fällt aus! R. Kolk
2 St. Mo. 12-14 in 074
4423 Gottfried Keller (B 5,6) P. J. Brenner
2 St. Mi. 9-11 in XIb
In einer einläßlichen Analyse zentraler Werke soll die Stellung Gottfried Kellers in der Literatur und Geschichte seiner Zeit erarbeitet werden. Im Zentrum wird die Interpretation des Grünen Heinrich in der ersten Fassung stehen; wichtige Passagen der zweiten Fassung werden ergänzend herangezogen. Die Frage nach Bildungsproblematik, Künstlerauffassung, Gesellschaftskritik, Romanpoetik und Realismuskonzept werden im Vordergrund stehen. Weiterhin soll der Novellenzyklus der Seldwyler Geschichten unter gattungstypologischen und literatursoziologischen Gesichtspunkten untersucht werden. - Ich empfehle den Erwerb folgender Textausgaben: Gottfried Keller, Der Grüne Heinrich (Goldmann Klassiker; 1. u. 2. Fassung) (auch andere Ausgaben können verwendet werden); Die Leute von Seldwyla (Reclam). - Zur Einführung in Leben und Werk sei genannt: B. Breitenbruch, Gottfried Keller (Rowohlt); sehr informativ ist immer noch die ältere Biographie von E. Ermatinger, Gottfried Keller (Diogenes; zuerst 1915/16). - Ein genauer Seminarplan mit weiteren Textangaben hängt ab Anfang September an Zi. 247 aus. - In dem Seminar werden keine Referate vorgetragen; der Scheinerwerb erfolgt durch schriftliche Hausarbeiten. - Eine Teilnehmerbeschränkung besteht nicht. Persönliche Anmeldung für dieses Seminar ist zwingend erforderlich. Bei der Anmeldung wird ausnahmslos die nachprüfbare Kenntnis aller genannten Texte Kellers sowie einer der beiden Monographien vorausgesetzt (das gilt auch für sog. »Gäste«). Der letzte Anmeldetermin ist Dienstag, 12.10. 1998, 14.00h (ich bitte auch die Sprechstundentermine in der vorlesungsfreien Zeit zu nutzen; s. Aushang)
4424 Theodor Fontane: Erzählkunst der feinen Unterschiede (B 5,6) N. Mecklenburg
4 St. Mo. 12-16 in 204
In dem Seminar soll, hundert Jahre nach Fontanes Tod, die Spannung von Gegenwärtigkeit und Geschichtlichkeit seiner Erzählkunst textanalytisch und kritisch untersucht werden. Hinzu kommen Aspekte aus der Fontane-Ringvorlesung des Sommersemesters (z. B. Weiblichkeit und Katholizismus; Intertextualität: Émile Zola). Schwerpunkte: die "soziale Redevielfalt" (Michail Bachtin) und die "feinen Unterschiede" (Pierre Bourdieu), die Fontanes Romane erzählerisch inszenieren. Textgrundlage: die fünf Romane L'Adultera, Frau Jenny Treibel, Effi Briest, Die Poggenpuhls und Der Stechlin sowie die drei Entwürfe Allerlei Glück, Storch v. Adebar und Die preußische Idee (Hanser-Ausg., 2. Aufl., Abt. I, Bd. 7, S. 255-313, 375-427, 504-515). Die Kenntnis dieser Texte wird zu Beginn des Seminars vorausgesetzt und überprüft! Literaturhinweis: C. Jolles: Theodor Fontane, 4. Aufl., Stuttgart 1993 (SM 114); N. Mecklenburg: Theodor Fontane. Romankunst der Vielstimmigkeit, Frankfurt/M. 1998. Ein Informationsblatt mit ausgewählter Fachliteratur und Themen für Referate und schriftliche Hausarbeiten liegt in der Institutsbibliothek in einem Ordner bereit.
4425 Kafka: Das Schloß (B 5, 6) W. Voßkamp
2 St. Di. 10-12 in 0112
Gegenstand des Hauptseminars ist die Analyse von Kafkas Romanfragment „Das Schloß". Dieser 1922 entstandene Text soll in den Zusammenhang des Prosawerks von Kafka gestellt werden. Albert Camus' Charakterisierung mag dabei eine Leitlinie sein: „Wir werden hier an die Grenzen des menschlichen Denkens versetzt. Ja, an diesem Werk ist im wahren Sinne des Wortes alles wesentlich. Jedenfalls stellt es das Problem des Absurden in seiner Gesamtheit dar. [...] Es ist das Schicksal und vielleicht auch die Größe dieses Werks, daß es alle Möglichkeiten darbietet und keine bestätigt." Das bedeutet, daß es wenig Sinn macht, sich einer einlinigen Interpretation - ob der religiös-allegorischen, existenzphilosophischen oder psychoanalytischen - anzuschließen. Vielmehr wird es darauf ankommen, Kafkas „Schloß" in seiner Sprachform zu untersuchen und insbesondere die paradoxale Form des Erzählens zu beachten. Hierin dürfte das eigentlich Moderne von Kafkas Werk liegen.
(Anmeldungen vor Seminarbeginn erforderlich.)
4426 Die Auseinandersetzung mit der Technik im Roman des 20. Jahrhunderts, Teil 2 (B 5,6)
2 St. Mo. 10-12 in B I (UB), Beginn: 12.10.98 H. Esselborn
Im Anschluß an mein Hauptseminar im SS 98 (dessen Besuch aber keine Voraussetzung ist) sollen nun Texte, die nach dem Zweiten Weltkrieg erschienen sind, unter der angegebenen Fragestellung untersucht werden: Ernst Jünger: Heliopolis und Gläserne Bienen als optimistische bzw. pessimistische Version seiner Einschätzung des technischen Fortschritts, Max Frisch: Homo Faber als späte Version des Ingenieursroman, Herbert Franke: Im Gedankennetz als Vorwegnahme virtueller Personen und Welten in der Science Fiction und Christa Wolf: Störfall als Beispiel der Auseinandersetzung einer Autorin der ehemaligen DDR mit der Atomenergie. Philosphische Texte zur Technik von M. Heidegger und G. Anders werden die literarischen ergänzen.
Zur allgemeinen Einführung wird empfohlen: Literatur im Industriezeitalter. Marbacher Katalog 42/1 und Harro Segeberg: Literatur im technischen Zeitalter. Darmstadt 1997.
Die Übernahme von Referaten ist ab sofort in meinen Sprechstunden möglich.
4427 Literatur des Kalten Krieges (B 5) N. Wegmann
2 St. Fr. 11-13 in 056
Kommentar siehe Aushang im Glaskasten und neben Raum 250 ab 20.9.98.
4428 Das Alte Testament als literarisches Werk und seine Rezeption in der Literatur ( B 2, 4, 5, 6). V. Neuhaus
2 St. Blockseminar (18.-21.1.99 in Haus Wiesengrund, Kosten ca. DM 200,-.)
Das Semianr führt zum einen in die Entstehung und die Formen und Gattungen des Alten Testaments ein und behandelt zum anderen seine Rezeption in der Literatur.
Beispiele: Milton: Paradise Lost; Th. Mann: Das Gesetz, Die Geschichten Jaakobs; Joseph Roth: Hiob, Die Psalmen und die Lyrik des 20. Jahrhunderts ...
Termine für die Vorbesprechungen werden noch bekanntgegeben; Anmeldung ab sofort.
Sprachwissenschaft des Deutschen
4429 Neuere Ansätze und Kontroversen zur Sprachtheorie (A 1, 2) D. Busse
2 St. Mo. 15-17 in 070 Beginn: 12.10.
Im sprachwissenschaftlichen Alltagsgeschäft drohen bisweilen die theoretischen Grundlagen des eigenen Tuns sehr viel häufiger, als es sein sollte, vernachlässigt zu werden. Eine Reflexion auf die Grundfragen der Sprachtheorie - auch und gerade mit Bezug auf die jeweils aktuell behandelten Detailphänomene - findet kaum statt; ein Blick über den Tellerrand der jeweils eigenen Theorieschule und -tradition scheint für manche Linguisten geradezu ein Sakrileg zu sein. Dabei verkümmert die theoretische Grundlagendiskussion: von einer echten Debatte zwischen den Schulen, wie sie Grundlage jeder wissenschaftlichen Pluralität und des wissenschaftlichen Fortschritts sein sollte, kann in der heutigen Linguistik weniger denn je gesprochen werden. So mag es kein Zufall sein, daß es häufig den Anschein hat, daß die spannendsten sprachtheoretischen Debatten in Diskussionsbereichen geführt werden, die außerhalb des Kernfaches (in seiner häufig engen Definition und Abgrenzung) liegen und von den akkreditierten Fachvertretern häufig kaum noch wahrgenommen werden. Das Oberseminar soll solche neueren Ansätze zur Sprache bringen und auf die wichtigsten Schulen der derzeitigen Linguistik beziehen. Je nach Interesse können z.B. behandelt werden: Die Chomsky-Mead-Theorien-Debatte (L.Jäger), poststrukturalistische (Derrida, Lyotard, Searle-Derrida-Debatte), kognitivistische, konstruktivistische (Feilke, Schmidt) und kommunikationstheoretische (Sperber/Wilson) Ansätze. Den Abschluß könnte eine wissenschaftstheoretisch orientierte Diskussion darüber bilden, was "starke" und was "schwache" Theorien in der Linguistik ausmacht.
(Literaturhinweise: s. Aushang vor Raum 320)
Teilnahmevoraussetzungen: Zwischenprüfung, Bereitschaft zur aktiven Teilnahme; Voraussetzung für einen Leistungsnachweis: aktive Teilnahme; Referat (schriftlich vorzulegen) oder Hausarbeit; Bedingungen für einen QuaSt auf Anfrage.
4371 Sprachproduktion (A 1) M. Schwarz
neu 2 St. Do. 12-14 in 230
Im Seminar wird die Sprachproduktion als komplexer Vorgang behandelt, der verschiedene Repräsentations- und Prozeßebenen umfaßt.
Voraussetzung für den Erwerb eines Hauptseminarscheins: Referat und schriftliche Hausarbeit.
Neuere deutsche Literaturwissenschaft
4430 Kultur des Vergessens (B 1) E. Kleinschmidt
2 St. Di. 15-17 in 070 Beginn 13.10.
Die aktuellen Forschungsdebatten um die Möglichkeit, das Undarstellbare (die Shoa) zu erinnern (Tholen/Weber), haben die Kulturpraxis des Vergessens (als Gegenbewegung zu einer Kultur der Erinnerung) wieder neu thematisiert (Haverkamp/Lachmann; Weinrich).Unter den möglichen Teilaspekten soll die Diksussion zunächst einen historischen und systematischen Einstieg (Hegel, Nietzsche, Freud) erfassen, wobei Schriftlichkeit, Rhetorik (Allegorie) und Medialität einbezogen werden. Im Kontext der Moderne und einer medientheoretischen (de Quincey, Benjamin) und methodeninduzierten Theoretisierung des Vergessens (Derrida, de Man, Nancy) ist den Verlust-/Destruktionsproblemen von Inhalt einerseits und der Negierung von Medialität andererseits nachzugehen. Dies führt weiter zur komplexen Vergessensperspektive angesichts ästhetischer Un-darstellbarkeit (Adorno, Lyotard, Levinas). Textgrundlagen zumeist in Readerform (zu Anfang des Semesters). Zur Einführung: A.Haverkamp/R.Lachmann (Hgg.), Memoria. Vergessen und Erinnern, München 1993; G.C.Tholen/E.Weber (Hgg.), Das Vergessen(e). Anamnesen des Undarstellbaren, Wien 1997; H.Weinrich, Lethe. Kunst und Kritik des Vergessens, München 1997.
Das Oberseminar ist auf 30 Teilnehmer begrenzt. Bei Bedarf kann ein Leistungsnachweis (Hausarbeit) erworben werden. Referate ent-fallen zugunsten gemeinsamer intensiver Textarbeit. Persönliche Anmeldung (in den Sprechstunden) bzw. auch schriftliche Anmeldung (mit Angabe der Voraussetzungen) bei mir.
4431 Mythos (B 1) P. J. Brenner
2 St. Di. 18 s.t.-19.30 in 230
Die Auseinandersetzung mit dem "Mythos" hat in der neueren literatur- und kulturwissenschaftlichen Diskussion an Intensität zugenommen. In dem Oberseminar sollen vorwiegend neuere und neueste Positionen der Auseinandersetzung kritisch geprüft werden. - Eine genaue Festlegung des Seminarplans erfolgt in der ersten Stunde entsprechend den Interessen und Vorschlägen der Teilnehmer. Als Textgrundlage käme u.a. in Frage: Terror und Spiel. Probleme der Mythenrezeption. Hg. v. Manfred Fuhrmann. München: Fink 1971 (Poetik und Hermeneutik 4). - Hans Blumenberg: Arbeit am Mythos. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1996 (zuerst 1979). - Mythos und Moderne. Hg. v. Karl Heinz Bohrer. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 1983. - Bei Vorliegen der formalen Voraussetzungen ist ein Scheinerwerb durch Hausarbeit möglich. - Die Teilnehmer meiner bisherigen Oberseminare sind herzlich eingeladen; für weitere Interessenten ist eine persönliche Anmeldung in meinen Feriensprechstunden (Aushang), spätestens am Di., 13. 10.1998, 14h., erforderlich. Ich bitte um die vorbereitende Lektüre folgender Überblicksdarstellung: Christoph Jamme: Einführung in die Philosophie des Mythos. Bd. 2: Neuzeit und Gegenwart. Darmstadt: Wiss. Buchgesellschaft 1991.
4432 Gegenwartsliteratur (B 5) W. Voßkamp
2 St. Mo. 19-21 in 204
Sprachwissenschaft des Deutschen
4433 Kolloquium für Examenskandidaten H. Vater
2 St. Di. 9-11 in 090
Im Kolloquium werden einige linguistische Kerngebiete und interdisziplinäre Gebiete überblickartig vorgestellt und anhand von Kurzreferaten über wichtige Publikationen in diesen Gebieten diskutiert. Als Literatur zum Einarbeiten wird empfohlen:
Vater, H., 1996². Einführung in die Sprachwissenschaft. München: Fink (=UTB 1799).
4434 Examenskolloquium J. Lenerz
2 St. Do. 15-17 in 065
Examenskandidaten erhalten hier die Möglichkeit, in Referaten über ihre sprachwissenschaftlichen Prüfungsthemen ihre Kenntnisse zu festigen
Ältere deutsche Sprache und Literatur
4436 Kolloquium für Examenskandidaten K.-H. Göttert
2 St. Di. 16-18 in 096
4437 Doktorandenkolloquium K.-H. Göttert
2 St. Di. 18-20 in 099
4438 Lektürekurs und Kolloquium für Examenskandidaten S. Bürkle
2 St. Mi. 14-16 in 204 Beginn: 14.10.98
Der Kurs richtet sich ganz nach den Bedürfnissen von Examenskandidaten, die sich auf die Klausur der älteren Abteilung vorbereiten wollen. Im Zentrum steht deshalb in erster Linie die Vorbereitung auf die Übersetzung mhd. Texte mit den examensrelevanten Fragen zur Grammatik. An ausgewählten Textbeispielen, die auch gemeinsam festgelegt werden können, und an Examensklausuren der vergangenen Jahre sollen das Übersetzen geübt (Praxis ist alles!!), Probleme der Grammtik geklärt und wiederholt werden. Für diesen Teil sind Probeklausuren unter Examensbedingungen vorgesehen. Wenn Zeit bleibt und der Wunsch besteht, können auch anhand einschlägiger Forschungsbeiträge einzelne Klausurthemen gemeinsam diskutiert werden.
Mein Lektürevorschlag ist ein Artusroman des 13. Jahrhunderts:
Der Stricker: Daniel von dem Blühenden Tal. Hrsg. von Michael Resler, Tübingen 1983 (Altdeutsche Textbibliothek; 92).
4439 Lektürekurs für Examenskandidaten L. Deutsch
2 St. Fr. 16-18 in 204
4440 Kolloquium für Examenskandidaten U. Peters
2 St. Mi. 10-12 in 092
Diese Veranstaltung ist dazu gedacht, daß Studierende des Hauptstudiums, vor allem natürlich Examenskandidaten, in der Gruppe und einer möglichst lockeren Atmosphäre die literarischen Probleme ihrer Prüfungsgebiete vortragen und in der gemeinsamen Lektüre von Texten wie Forschungsbeiträgen diskutieren können.
4441 Kolloquium für Examenskandidaten D. Bering
2 St. Mo. 18-20 in 092
4442 Forschungskolloquium: Mittelalter-Philologie und Kulturanthropologie U. Peters
2 St. Mi. 10-12 in 092 entfällt!
Neuere deutsche Literaturwissenschaft
4443 Zeitenwende? Ortsbestimmungen literarischer Textarbeit am Ende des 20. Jahrhunderts
2 St. Di. 19-21 in 204, Beginn 13.10.98 E. Kleinschmidt
Die Jahrtausendwende ist zwar ein kalendarisch begründetes Zufallsprodukt, doch ändert dies nichts am Sachverhalt der mentalen Beeinflussung in Hinsicht auf ein internalisiertes Schwellenbewußtsein. Das Kolloquium, das lesefreudigen StudentInnen aller Semesterstufen offensteht, versucht über aktuelle Texte der deut-schen und internationalen Gegenwartsliteratur, über deren Auswahl gemeinsam entschieden wird, relevante Parameter der Formulierungs- und Rezeptionssituation zu gewinnen und zu diskutieren. Als Eingangstext schlage ich vor: Katrin Askan, A-Dur (Halle: Mitteldt. Verlag 1996).
4444 Repetitorium der Literaturgeschichte II: Von der Klassik bis zur Gegenwart
2 St. Di. 16-18 in 0111, Beginn: 13.10.1998. V. Neuhaus
Die ersten beiden Sitzungen sind für meine Examenskandidaten Pflichtveranstaltungen.
4445 Literaturgeschichtliches Repetitorium (f. Stud. in Examensnähe und Doktoranden)
2 St. Do. 18-19.30 in 204 (persönliche Anmeldung erforderlich!), Beginn (mit Erstellung des Seminarplans): 15.10.98 R. Drux
Die Seminarteilnehmer/innen können die Themen der einzelnen Sitzungen selbst bestimmen, indem sie mir beider Anmeldung einen Text nennen, den sie im Rahmen ihrer Abschlußarbeit oder -prüfung behandeln wollen. Er wird dann im Plenum vorgestellt und unter vorgeschlagener Fragestellung erörtert. Aus den eingegangenen Angeboten ergibt sich der (literaturgeschichtlich geordnete) Verlauf des Seminars.
4446 Forschungskolloquium für Examenskandidaten und Doktoranden W. Pape
2 St. 14tg. Do 19.30-21 Uhr in Raum 230; das Kolloquium findet an folgenden Terminen statt: 5.11., 19.11., 3.12., 17.12., 14.1., 28.1.,11.2.
Viel zu wenig wird die Möglichkeit genutzt, Schwierigkeiten beim Schreiben einer Examensarbeit oder Dissertation durch das Gespräch unter ‚Kollegen' zu begegnen. Das Forschungskolloquium lädt deshalb meine Examenskandidaten und Doktoranden dazu ein, ihre Arbeiten in einer kleinen akademischen Öffentlichkeit vorzustellen und zu diskutieren. Fragen des Erkenntnisinteresses werden dort ebenso zu erörtern sein wie die Schwierigkeiten der Themenwahl und -begrenzung sowie der literaturwissenschaftlichen Methode.
In diesem Semester findet kein Kolloquium für Examenskandidaten statt. Für neue Examenskandidaten findet jedoch in der zweiten Semesterwoche vor allem zur Klärung der Anforderungen in Hausarbeit und Prüfung sowie formaler Fragen eine Besprechung statt. Termin Wintersemester 1998/99: Donnerstag, 22. Oktober, 19.30 Uhr in Raum 230.
4447 Sprechkunde I F. Klose
2 St. Mo. 16s.t.-17.30 in 204
Inhalt: Sprecherziehung, Atem- und Stimmbildung (in Ansätzen), Gestaltung verschiedenster Textformen: Gedichte, Prosa, Nachrichten,Glossen, Satiren, Briefe etc.
Literatur: Kopiervorlagen werden gestellt. Der „Aussprache Duden" wird zur Anschaffung sehr empfohlen.
Teilnehmerzahl: 20 (Liste ab 29.6.98 im Geschäftszimmer)
4448 Sprechkunde I F. Klose
Blockseminar
vgl. Nr. 4447
4449 Sprechkunde I W. Werner
2 St. Do. 18-20 in 074
Um den ständig steigenden stimmlich-sprecherischen Anforderungen auf Dauer gewachsen zu sein, ist es für spätere Angehörige sprechintensiver Berufe schon im ‚Vorfeld' unerläßlich, das intonatorisch gewandt - sichere und artikulationsbewußte Sprechen regelmäßig zu üben. Anhand ausgewählter Texte mit Schwerpunkt ‚Hörfunk' sowie deutscher Lyrik und Prosa sollen bei jedem Teilnehmer die verbalen und nonverbalen Voraussetzungen für ein eigenständiges, adäquates Artikulationsbewußtsein entwickelt werden. Angestrebt wird die Herausbildung der für jeden individuell verschiedenen Sprechstimm-/Tonlage (Indifferenzlage), die den einzelnen Semi-narteilnehmern befähigt, mit dem geringsten Kraftaufwand dennoch kräftig, klangvoll und ausdauernd zu sprechen.
Durch gegenseitige ‚Feedbacks' nach vorgegebenen erprobten Beurteilungskriterien zwischen den TeilnehmerInnen sollen die Sprechleistungen untereinander immer wieder sachlich-kritisch hinterfragt und verbessert werden. Dabei soll die rhetorische Kommunikation (Sprechhandeln) gleichrangig neben der sprechkünstlerischen Gestaltung) von Texten stehen (ästhetische Kommunikation). Zur jederzeit nachvollziehbaren Beurteilung von Sprechleistungen stehen zudem auditive Hilfsmittel zur Verfügung. Zur adäquaten sprechkünstlerischen Gestaltung wird eine „Zusammenschau" von gesprochenem Wort in seinem jeweiligen literaturhistorischen Kontext angestrebt.
Der Erwerb eines Scheines ist geknüpft an regelmäßige aktive Teilnahme, die Ausarbeitung eines Stundenprotokolls bzw. ein Kurzreferat (5-10 Min.) in freier Rede (Orientierung an vorbereiteten Stichworten).
Für das Semesterende soll eine von den TeilnehmerInnen sprechkünstlerisch dargebotene Rezitationsveranstaltung für HörerInnen aller Fakultäten vorbereitet werden.
Der Ausprache-Duden sollte für jeden Teilnehmer zum unverzichtbaren Handwerkszeug gehören. Literatur s. Seminarapparat. Kopiervorlagen werden gestellt.
Zur Vorbereitung außerdem empfohlen: Ludwigsen, H.: Sprachbetrachtung und Textanalyse, Verlag Gehlen, Bad Homburg v.d. Höhe. - Balser-Eberle, V.: Sprechtechnisches Übungsbuch, OBV Pädagogischer Verlag, Wien 1996. - Aderhold, E./Wolf E.: Sprecherzieherisches Übungsbuch, Henschel Verlag, Berlin. - Preu, O. /Stötzer, U.: Sprecherziehung für Studenten pädagogischer Berufe, Verlag Volk und Wissen, Berlin 1989. - Wagner, R.: Grundlagen der mündlichen Kommunikation. Bayrischer Verlag für Sprechwissenschaft, Regensburg 1996. - Wachtel, St.: Sprechen und Moderieren in Hörfunk und Fernsehen, UVK Medien, Verlasch Ölschläger, Konstanz 1994. - Ders.: Schreiben fürs Hören, a.a.O. - Aderhold, E: Das gesprochene Wort, Henschel Verlag, Berlin 1994. - Hirsch, G.I.: Überzeugend frei reden - Sprach- und Rhetoriktraining. Humboldt-Taschenbuchverlag, München 1993. - Winckler, Chr.: Sprechkunde und Sprecherziehung.
4450 Sprechkunde I W. Werner
2 St. Mo. 18-20 in 057
vgl. 4449
SCHREIBZENTRUM der Universität zu Köln
Dr. Helga Esselborn
5422 Wissenschaftliches Schreiben H. Esselborn
2 St. Fr. 10-12 in 204
Das Seminar soll einerseits systematisch Techniken wissenschaftlichen Schreibens vermitteln (Eingrenzen des Themas, Umgang mit Forschung, Strukturieren, Textüberarbeitung), andererseits durch kontinuierliche Übungen Schreibblockaden verhindern und auflösen. Dazu gehören auch gezielte Anregungen zur Arbeits- und Zeitplanung. Techniken des kreativen Schreibens werden in jeder Phase der Textproduktion einbezogen.
5423 Schreibgruppe für Magister- und Examenskandidaten H. Esselborn
2 St. Mi. 10-12 in 064
Hier können Studierende, die ihre Abschlußarbeit planen, unter Anleitung ihre Projekte gemeinsam diskutieren. Der regelmäßige Austausch und die kontinuierliche Rückmeldung bauen Schreibhemmungen ab, ermutigen und motivieren.
5424 Workshops: Wissenschaftliches Schreiben H. Esselborn
1. Tips und Tricks bei Schreibblockaden
4 Std. Fr. 23.10. 15-19 Uhr in 081
2. Klausuren schreiben H. Esselborn
4 Std. Fr. 27.11. 15-19 Uhr in 081
3. Psychologie der Prüfung und Lernstrategien zur Vorbereitung L. Büter
4 Std. Fr. 11.12. 15-19 Uhr in 081
Die Teilnehmer sind eingeladen, alle ihre Befürchtungen zum Thema zur Sprache zu bringen. Es werden Informationen erarbeitet und gegeben zu der Frage: Was kann ein Prüfling tun, um sich den Lernstoff anzueignen und um sich Zuversicht zu bewahren?
4. Verständlich und sicher schreiben H. Esselborn
4 Std. Fr. 15.1.99 15-19 Uhr in 081
5. Wo bin ich in meinen wissenschaftlichen Texten? G. Ruhmann
6 Std. Fr. 5.2. 10-13 und 15-18 im Alten Senatssaal
Wissenschaftliche Studienarbeiten bestehen im wesentlichen aus Gedanken, die anderen wissenschaftlichen Texten entnommen sind. Wissenschaftliche Textproduktion ist zum großen Teil Text-Reproduktion.
Wie mache ich aus fremden wissenschaftlichen Texten einen eigenständigen neuen Text, der den Anforderungen der Wissenschaftlichkeit genügt und in dem nicht nur wiedergekäut wird, was andere bereits gesagt haben? Wie läßt sich relevante Information aus den gelesenen Texten herausfiltern? Wie eng muß, kann, darf ich an den Formulierungen des gelesenen Textes bleiben? Und wie kann ich schließlich eigene, haltbare Gedanken zu den gelesenen Positionen entwickeln und in meinem Text formulieren?
Wer teilnehmen möchte, sollte mindestens schon eine Hausarbeit geschrieben haben und dabei auf die o.g. Fragen gestoßen sein.
Anmeldeliste hängt vor Raum 352 aus!
5224a Workshop: Techniken des Kreativen Schreibens: Die Kurzgeschichte I. Olpe
4 x 4 Std.: Fr. 30.10. 15-19 in 081
Sa. 31.10. 10-14 im Alten Senatssaal
Fr. 6.11. 15-19 in 081
Sa. 7.11. 10-14 im Alten Senatssaal
In ihrer gradlinigen Darstellung alltäglicher Probleme durchschnittlicher Menschen ist die Kurzgeschichte eine typische literarische Form der Gegenwart. Der Workshop bietet die Möglichkeiten, Bauplan und Elemente dieser Textart kennenzulernen und durch eigene Schreibversuche auszuprobieren. Am Ende soll dann eine fertige Kurzgeschichte stehen.
Die Teilnahme ist begrenzt (30). Anmeldeliste/Warteliste liegt ab 29.6. an der Bibliotheksaufsicht des Instituts für deutsche Sprache und Literatur aus.
5425 Schreibberatung H. Esselborn
Mi. 11-14 in 352
Einzelberatung und Informationen zum wissenschaftlichen Schreiben für alle Studierenden.
5425a Schreiben für den Hörfunk B. Garde
2 St. Di. 12-14 in 204
Die Runkfunkjournalistin Dr. Barbara Garde vermittelt Grundlagen des Schreibens für den Rundfunk. Auch die Produktion einer eigenen Sendung ist geplant. Die Teilnahme ist begrenzt (35). Anmeldeliste/Warteliste liegt ab 29.6. an der Bibliotheksaufsicht des Instituts für deutsche Sprache und Literatur aus.
5426 Geschriebene Bilder: Scriptwriting / Drehbuch K. Krause
Fr./Sa. 21./22 November im Alten Senatssaal, 28./29. November im Neuen Senatssaal, 19./20. Dezember im Alten Senatssaal,
jeweils 10-15 Uhr
Das Seminar gliedert sich in 3 Wochenenden, an denen die Teilnehmenden eine eigene Ideenskizze, ausgehend von der klassischen 3 Aktstruktur, filmdramaturgisch bis zum Treatment mit Dialogproben entwickeln werden. Im Mittelpunkt stehen einerseits der Prozeß des Schreibens und die Aktivierung der eigenen Kreativität, andererseits praktische und theoretische Übungen, um das Handwerk des Drehbuchschreibens kennenzulernen. Voraussetzung für die Teilnahme am Drehbuchseminar ist die Ideenskizze, maximal 5 Seiten, die von den jeweiligen AutorInnen als potentieller Spielfilm vorstellbar sein sollte - eine in Bildern erzählte Geschichte (Prosatext).
Die Teilnahme ist begrenzt (12). Anmeldeliste/Warteliste liegt ab 29.6. an der Bibliotheksaufsicht des Instituts für deutsche Sprache und Literatur aus.
Die Scripte müssen bis spätestens 11. November 98 in 12-facher Kopie in der Uni vorliegen. Weitere Details zur Durchführung siehe Teilnehmerliste!
5426a Schreiben für die Zeitung M. Schwering
2 St. Mo. 10-12 in 204
Das Seminar vermittelt Grundlagen journalistischen Schreibens in Theorie und Praxis. Die Teilnahme ist begrenzt (35). Anmeldeliste/Warteliste liegt ab 29.6. an der Bibliotheksaufsicht des Instituts für deutsche Sprache und Literatur aus.
5426b Schreiben für das Fernsehen M. Höffken
2 St. Mo. 18.30-20 in 074
Der WDR-Redakteur Manfred Höffken vermittelt Grundlagen des Schreibens für das Fernsehen in Theorie und Praxis. Welche Aussage besitzt das Bild, was darf der Text aussagen? In welchem Verhältnis steht der Text zum Bild? Wie vermeidet man die sogenannte „Text-Bild-Schere"? Wie formuliere ich einen Nachrichtentext?
Die Teilnahme ist begrenzt (40). Anmeldeliste/Warteliste liegt ab 29.6. an der Bibliotheksaufsicht des Instituts für deutsche Sprache und Literatur aus.
5427 Computerkurs für Anfänger: Einführung in die Textverarbeitung P. Janczak
2 St. Do. 11-13 Rechenzentrum Raum 14 (PC Pool 3)
Schritt für Schritt und anhand von Übungen soll die elektronische Textverarbeitung mit Word 7.0 erlernt werden. Ziel ist es, Referate, Haus- und Examensarbeiten am PC routiniert schreiben zu können. Individuelle Fragen und Schwierigkeiten werden berücksichtigt.
Die Teilnahme ist begrenzt (30). Anmeldeliste/Warteliste liegt ab 29.6. an der Bibliotheksaufsicht des Instituts für deutsche Sprache und Literatur aus.
5428 Computerkurs für Anfänger: Einführung in die Textverarbeitung P. Janczak
2 St. Do. 14-16 Rechenzentrum Raum 14 (PC Pool 3)
siehe Nr. 5427
5428a Computer-Tutorium für Frauen:
Einführung in die Textverarbeitung mit Word (7.0) und Windows 95 K. Klein
2 St. Mi. 15-17 im Rechenzentrum, Berrenrather Str. 136 in Raum 14
Beginn: Mi. 21.10.98
In diesem Kurs wollen wir uns mit dem Computer anfreunden: Es geht darum, gemeinsam die Angst vor dem falschen Handgriff zu verlieren und solide Grundkenntnisse der Textverarbeitung mit Word 7.0 zu erlernen. Zunächst machen wir uns kurz mit den wichtigsten Voraussetzungen für das sichere Arbeiten mit dem PC vertraut: unseren physikalischen Arbeitsmaterialien (der Hardware), den Grundlagen des Betriebssystems, der Dateienverwaltung und einem Virenscanner (Teile der Software). Anschließend geht es um die Gestaltung von Texten. Wir werden (fast) nichts kennenlernen, was wir nicht auch ausprobieren, so daß viel Zeit für Übungen und Fragen bleibt.
Die Teilnahme ist begrenzt (30). Anmeldeliste/Warteliste liegt ab 29.6. im Büro der Frauenbeauftragten der Universität zu Köln (Eckertstr. 4) aus.
Veranstaltungen von STUDIUM & ARBEITSMARKT
Aktivitäten und Programme zur Berufsorientierung Studierender und Absolvent/innen der Geistes- und Kulturwissenschaften. Eine Kooperation zwischen Arbeitsamt und Universität zu Köln unter der Schirmherrschaft des Dekans der Philosophischen Fakultät.
Die Termine werden zu Semesterbeginn bekanntgegeben. Bitte beachten Sie die Aushänge im Philosophikum, Raum 235.