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| Hinweis
zur Zwischenprüfung: Alle Vorlesungen sind zwischenprüfungsrelevant.
Studierende, die nach der alten ZPO geprüft werden, können ihre ZP
nur in Proseminaren, die von habilitierten Mitgliedern des Instituts
gehalten werden, ablegen (Liste siehe ZP-Info). Für Studierende, die
nach der neuen ZPO geprüft werden, sind die Proseminare, die als Grundlage
dienen können, mit dem Hinweis "ZP" versehen.
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4297
2 St. |
Einführung in die Sprachwissenschaft (1. Teil): Sprachliche Strukturen
und Prozesse (sprachtheoret. Grundbegriffe, Phonologie, Morphologie
und Syntax) (A 1,2,3, 4,5,6)
Mo. 13-15 in C |
D. Busse
Beginn: 11.10. |
Erster Teil der zweisemestrigen Einführungs- und Überblicksvorlesung
in die (germa-nistische) Sprachwissenschaft. Empfohlen wird, die zweisemestrige
Vorlesung während des Grundstudiums begleitend zu den Einführungsseminaren
zu besuchen. Gegenstand des 1. Teils sind eine Einführung in die allgemeinen
sprachtheoretischen Grundbegriffe sowie in die Gebiete Phonologie,
Morphologie, Syntax.
(Literaturhinweise: siehe Aushang vor Raum 320) |
4298
2 St. |
Einführung in die Semantik (A 1,2)
Mi. 9-11 in VI |
J. Lenerz
Beginn: 13.10. |
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Die Vorlesung soll eine Einführung in die Semantik (Theorie der Bedeutung
sprachli-cher Zeichen) bieten. Dabei werden der Zeichenbegriff, der
Begriff der Bedeutung (mit verschiedenen Bedeutungsbegriffen) und
das Wesen einer (sprachwissenschaftlichen) Theorie erläutert. Ein
Schwerpunkt wird dann auf der Einführung in eine formal-logi-sche
Repräsentation einfacher und komplexer sprachlicher Zeichen (Wörter
bzw. Sätze) liegen, die eine modelltheoretische Explikation der (referentiellen)
Bedeutung ermöglicht. |
4299
2 St. |
Schriftsystem und Grammatik (A 1,2)
Do. 15-17 in XXI |
B. Primus
Beginn: 14.10. |
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Die Vorlesung bietet eine Einführung in das Schriftsystem des Deutschen,
beginnend mit der Buchstabenebene und ihren Bezügen zur Lautebene,
über die Schriftelemente der Wortebene (Getrennt-/Zusammenschreibung,
Groß-/Kleinschreibung), bis zur Interpunktion und ihren Bezügen zur
Syntax. Die Vorlesung behandelt einen zentralen Bereich der deutschen
Grammatik, der sowohl für die Zwischenprüfung als auch für die Abschlußprüfung
relevant ist. |
4300
2 St. |
Syntax (A 1,2)
Mo. 9.30-11 in XXI |
C. Dürscheid
Beginn: 18.10. |
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Die Vorlesung bietet einen Überblick über die wichtigsten syntaktischen
Grundbegriffe und eine vertiefte Einführung in die Inhalte und Zielsetzungen
von Syntaxtheorien. Vorgestellt werden das Stellungsfeldermodell,
die Dependenzgrammatik und die Generative Grammatik (letztere in ihrer
Entwicklung von der Standardtheorie der 60er bis zum Minimalistischen
Programm der 90er Jahre). Als Leitfaden dient dabei die Frage, wie
einschlägige Wortstellungsregularitäten des Deutschen in dem jeweiligen
theoretischen Rahmen beschrieben werden können. In einem abschließenden
Vergleich werden die Modelle gegenübergestellt. Die Vorlesung kann
als Grundlage für die ZP dienen, steht aber auch Studierenden aus
dem Hauptstudium offen. |
Ältere deutsche Sprache und Literatur
|
Ältere deutsche Literatur
|
4302
2 St. |
Magie im Mittelalter und in der frühen Neuzeit (B 3)
Mo. 14.30-16 in XXIV |
K.-H. Göttert
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Die Vorlesung gibt einen Überblick über die verschiedenen magischen
Praktiken (Astrologie, Alchemie usf.) und ihre Bedeutung in der europäischen
Kulturgeschichte. Schwerpunkte sind die Entstehung des magischen Denkens
in der Antike, die Diskus-sion um die superstitio im christlichen
Mittelalter, das Nebeneinander von Magie und Naturwissenschaft in
der frühen Neuzeit. Es werden ebenso wichtige Autoren (Johannes Hadloub,
Agrippa von Nettesheim, Heinrich Institoris, Parcelsus usf.) wie spezielle
Themen (magische Gedächtniskunst, Hexen und Hexerei usf.) angesprochen.
Als Einführung ist zu empfehlen: Georg Luck, Magie und andere Geheimlehren
in der Antike. Stuttgart 1990 (Kröners Taschenausgabe, Bd. 489). |
4303
2 St. |
Die mittelhochdeutsche Lyrik von den Anfängen bis zur Jenaer Liederhandschrift
(B 2, 3)
Mi. 8.30-10 in S 56 |
|
Die mittelhochdeutsche Lyrik ist neben dem höfischen Roman die wichtigste
Textgattung in der deutschsprachigen Literatur des Hochmittelalters.
Das Ziel der Vorlesung ist es, die bereits im 12. Jahrhundert erreichte
thematische und formale Vielfalt dieses Genres nachzuzeichnen und
die weitere Ausdiffferenzierung der lyrischen Tradition im 13. und
14. Jahrhundert zu beschreiben. Gleichzeitig sollen Probleme der Aufführung,
Überlieferung und Edition sowie der Poetologie der mittelhochdeutschen
Lyrik diskutiert werden, die heute im Zentrum der Forschung stehen.
Literaturhinweise und ein Text-Reader werden zur Verfügung gestellt.
Als Einführung in den Gegenstand der Vorlesung eignen sich: Schweikle,
Günther: Minnesang. 2. Aufl. Stuttgart, Weimar 1995 (= Sammlung Metzler.
244); Tervooren, Helmut: San-spruchdichtung. Stuttgart, Weimar 1995
(= Sammlung Metzler. 293). Wegen der Teilnahme an einer Tagung
findet die erste Vorlesungsstunde erst am 20.10.1999 statt. |
4304
2 St. |
Erzählen im Mittelalter (B 2,3,6)
Di. 14-16 in E |
H.-J. Ziegeler
Beginn: 12.10. |
|
In der Zeit zwischen dem 9. und dem 16. Jahrhundert haben sich in
den Volks-sprachen Europas Formen und Konventionen des Erzählens ausgebildet,
die nicht unbedingt den Regeln und Erwartungen entsprechen, wie sie
die Moderne insbesondere seit dem 18. Jahrhundert entwickelt hat.
Dieses „vormoderne" Erzählen ist durch eigenartige Kohärenzbildungen
und Perspektivierungen gekennzeichnet, orientiert sich an überindividuellen
Schemata und nicht figural gebundenen Strukturen, leitet die Logik
des Erzählens eher vom „Ziel" ab, bevorzugt die Variation seriell
organisierter Reihen und ist in seinen „einfachen Formen" ebenso reflektiert
wie in seinen komplexen Genera. An einer Reihe von Beispielen vom
Exempel bis zur Heldenepik und höfischem Roman sollen diese Formen
demonstriert und auf ihre Leistung für eine Geschichte des Erzählens
befragt werden.
|
Neuere deutsche Literaturwissenschaft
|
4305
2 St. |
Ringvorlesung: Grundlagen der Literaturwissenschaft: Konzeptbegriffe
(B 1-6)
Di. und Do. 12-13 in XXV |
E. Kleinschmidt u.a. |
|
Wegen der Modifizierung der Konzeptbegriffe lag ein endgültiges Programm
bei Redaktionsschluß noch nicht vor. Bitte beachten Sie die Aushänge
und den Ände-rungszettel zum Kommentierten Vorlesungsverzeichnis.
|
4306
2 St. |
Ringvorlesung des Forschungskollegs (B 1)
Mi. 19-21 in G |
W. Voßkamp u.a. |
4307
2 St. |
„Highlights„ (I): Deutsche Literaturgeschichte im Überblick unter
besonderer Berücksichtigung der „Kleinen Leseliste„ (B 4)
Do. 14-16 in VIII |
W. Pape
|
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Jede Literaturgeschichte, jede geschichtliche ,Ordnung‘ überhaupt
ist natürlich proble-matisch, genauso jeder Kanon, jede literarische
Wertung. Dennoch kann keine Problematisierung ohne eine fundierte
Kenntnis von Texten und deren Kontexten erfolgen. Die auf drei Winter-Semester
angelegte Vorlesung will für alle Ausbildungsstufen in einem chronologischen
Durchgang durch die Literaturgeschichte unter Berücksichti-gung des
sozial-, kultur- und mentalitätsgeschichtlichen Kontextes (z. B. auch
unter Benutzung von Bild- und Tonbeispielen anderer Künste) eine anschauliche
Einführung in die Spitzenleistungen deutscher Literaturschaffender
geben, in diesem Semester in die deutsche Literatur des 17. Und 18.
Jahrhunderts. Eine Liste der in diesem Semester zu besprechenden Werke,
Anmeldung zur und Modalitäten der Zwischenprüfung sowohl
eine Bibliographie
ab sofort bei meinen
Mitarbeitern (Zi. 229). |
4014
2 St. |
Dichtungstheorien und Dichtung in der Renaissance
Mi. u. Do. 10-11 in G |
C. Zintzen |
4308
2 St. |
Identität und Gesellschaft: Romanprojekte 1500-1800 (B 4)
Mi. 11-13 in VIII |
E. Kleinschmidt
Beginn: 13.10. |
|
Die Vorlesung stellt die Entstehung des Romans als identitätsstiftende,
bürgerliche Ausdrucksform im Kontext von Sozial- und Mentalitätsgeschichte
zwischen höfisch-epischen Ursprüngen ('Parzival') und bildungsbürgerlicher
Selbstprojektion 1750ff. als systematisch exemplifizierte Entwicklungsgeschichte
neuzeitlicher Selbstkonturie-rung von Gesellschaft dar. Folgende Werke
werden (neben epochenspezifischen und erzähltypologischen Anschnitten)
zentraler behandelt: 'Fortunatus', Wickram 'Der Goldfaden', Fischart
'Geschichtsklitterung', Grimmelshausen 'Simplicissimus', Reuter 'Schelmuffsky',
J. Beer 'Teutsche Winternächte', Gellert 'Schwedische Gräfin', Wieland
'Agathon', S.LaRoche 'Sternheim', Goethe 'Werther', Hippel 'Lebensläufe',
Moritz 'Anton Reiser', Goethe 'Wilhelm Meister', Novalis 'Heinrich
von Ofterdin-gen', Jean Paul 'Titan', Eichendorff 'Taugenichts', E.
T. A.Hoffmann 'Kater Murr', G. Keller, 'Der grüne Heinrich', Stifter
'Nachsommer'. |
4308a
2 St.
|
Klassische Moderne und Geschlechterdifferenz (B1, 5)
Mi. 9-11 in H 80 |
C. Liebrand
|
|
Bitte beachten
Sie die Aushänge im Glaskasten, diese Vorlesung fällt möglicherweise
aus.
|
4308b
2 St. |
,Frauenliteratur‘ der Goethezeit (B 4, 5)
Do. 9.30-11 in V |
A. Simonis
Beginn: 21.10. |
|
Was taten die Frauen, als die Klassiker schrieben? – So könnte das
Motto der Vorlesung lauten, die sich mit den Bedingungen weiblichen
Schreibens in der ‘Kunstperiode’ beschäftigt. Zum einen werden übergreifende
Gesichtspunkte wie die Rolle der Frau auf dem allererst im Entstehen
begriffenen modernen Buchmarkt, Frauen als Leserinnen und Autorinnen,
weibliche Sozialisation etc. beleuchtet. Zum anderen sollen einzelne
Schriftstellerinnen wie Sophie von LaRoche, Sophie Mereau, Karoline
von Günderrode, Dorothea Schlegel und Bettine von Arnim mit ihren
wichtigsten Werke exemplarisch vorgestellt werden. Schließlich ist
die Bedeutung neuerer theore-tischer Ansätze (gender studies,
dekonstruktiver Feminismus und New Historicism) für die historische
Frauenforschung zu erörtern. |
4309
2 St. |
Zur Geschichte und Poetik der Bibliothek (II) (B 1,2 )
Mo. 10-12 in D |
N. Wegmann |
Die neue Vorlesung schließt zwar an die erste aus dem Sommersemester
an, ist jedoch auch für neu Hinzukommende offen. Sie ist auch ohne
die Teilnahme an der Vorlesung des Sommersemesters verständlich.
Thema ist das technische und intellektuelle Medium "Bibliothek". Ein
zweiter Schwerpunkt liegt auf dem Verhältnis von Bibliothek und Literatur.
Beide Themen-komplexe werden anhand von Fallgeschichten erörtert (u.
a. Lessig, Herder, Goethe, Schopenhauer, E. Jünger, Henry Miller).
Die Vorlesung beschäftigt sich mit einem Gegenstand, dessen Wichtigkeit
für Literatur wie Literaturwissenschaft unbestritten ist, aber (noch)
nicht zum Kanon der im Fach bearbeiteten Themen zählt. Man scheint
immer schon zu wissen, was die Bibliothek ist: Obschon unverzichtbar,
gilt sie doch nur als ein Hilfsmittel, das im Vergleich zu dem, wofür
man es gebraucht, zweitrangig ist. Entgegen einer ersten Selbstverständlichkeit
ist jedoch keineswegs klar, worauf man sich einläßt, wenn man einen
Gang in die Bibliothek unternimmt. Die Vorlesung sucht ihre Problemstellung
aus der Abwehr eingefahrener Gewißheiten: Die Bibliothek ist weder
nur ein Ort penibler Ordnung und rationaler Organisation noch der
Inbegriff einer bildungsbürgerlichen Buchkultur. Gegen solche vereinfachenden
Festlegungen auf Dienstleistungsbetrieb und Kultur wird hier die Bibliothek
als Black Box gesetzt. Schriften, Drucke, Bücher und "Medieneinheiten"
sind ihr Input, während am anderen Ende eine Situation steht, wo ein
Bibliotheksnutzer in diesen chaotisch-vielen Büchern etwas suchen
und mit hinreichender Erwartungssicherheit auch finden kann: Die Bibliothek
ist eine funktio-nierende Komplexität, bei der man nicht sehen kann,
was in ihrem Inneren geschieht. Weiter zugespitzt heißt dies zugleich,
daß die Lesbarkeit der Bibliothek gerade nicht als immer schon gegeben
vorausgesetzt werden kann. Die chaotisch vielen Bücher, der schiere
Umfang der Bestände machen die Lesbarkeit der Bibliothek vielmehr
zum Dauerproblem. An diesem Problem der Lesbarkeit arbeiten nicht
nur Bibliothekswissenschaft und Infoscience. Es ist insbesondere die
Literatur, die immer wieder auf unkonventionelle Weise mit der Bibliothek
zu kommunizieren vermag.
Literaturhinweis: Uwe Jochum: Kleine Bibliotheksgeschichte. Stuttgart:
Reclam 1993. |
4310
2 St. |
Lyrik des 20. Jahrhunderts (B 5)
Do. 13-15 in Aula 2 |
G. Blamberger
|
Die Literatur der Moderne ist im raschen Wechsel ihrer Richtungen
(Impressionismus, Jugendstil, Expressionismus, Futurismus, Dadaismus,
Surrealismus, Neue Sachlichkeit usf.) der Kategorie des Neuen verschrieben,
sowohl formal (neue künstlerische Verfahren) wie inhaltlich (Aufnahme
neuer Wissensbestände und Erfahrungsbereiche). Es dominiert das Prinzip
der Innovation gegenüber dem Prinzip der Variation des Traditionsbestandes.
Diese der Technik und den Naturwissenschaften abgeschaute Idee des
Fortschritts (in die Zukunft und von der Tradition - das Alte gilt
aus der Perspektive des Neuen als das Überholte) wird in der Postmoderne
aufgegeben. Die Vorlesung soll den historischen Wandlungsprozeß am
Beispiel der Lyrik rekonstruieren, der Gattung, die wegen ihrer besonderen
formalen Radikalität zu Recht als „Paradigma der Moderne" (Iser) apostrophiert
wurde.
Zur vorbereitenden Lektüre wird empfohlen: Dieter Lamping: Moderne
Lyrik. München 1991. |
4311
2 St. |
The uses and abuses
of psychoanalytic theories in literary criticism (B 1)
Di. 10-12 in XII
|
A. Stephens |
The interaction between Freudian theories and literary criticism has
been prominent among attempts on the part of scholarship to schematise
the unterstanding of fictional works in the Western literary tradition
since the first decades of this century. Freud's own steady movement
away from clinical practise towards mythical constructs; his own fascination
with literary phenomena; and his implementing a method of symbolic
substitutions which rapidly evades the controls of rationality all
favoured the mushroom-like growth of Freudianism in literary studies,
but led inevitably in the sixties and early seventies to a measure
of disillusionment with it and to its displacement as a fashionable
mode of critical discourse by Marxist ideology. The revival of critical
discourse based on Freudian premises in the late seventies and eighties
was due to the popularity of the more recondite and sophisticated
version of Freudianism produced by Jacques Lacan and his school.
The future of Lacanian analyses of literature remains still open as
the 20th century comes to an end. The lectures will give a historical
- and at the same time strongly critical - censpectus of the applications
of Freudian theories to selected works of German, French and English
literature and explore the strengths and weakness of Lacan-based literary
theory. The series will conclude with a general theoretical consideration
of the problems posed by adopting meta-systems as tools for literary
analysis when these are seen as directly articulating a truth-content
which the literary work ist assumed to also contain as an underlying,
esoteric discourse.The interaction between Freudian theories and literary
criticism has been prominent among attempts on the part of scholarship
to schematise the unterstanding of fictional works in the Western
literary tradition since the first decades of this century.
Freud's own steady movement away from clinical practise towards mythical
constructs; his own fascination with literary phenomena; and his implementing
a method of symbolic substitutions which rapidly evades the controls
of rationality all favoured the mushroom-like growth of Freudianism
in literary studies, but led inevitably in the sixties and early seventies
to a measure of disillusionment with it and to its dis-placement as
a fashionable mode of critical discourse by Marxist ideology. The
revival of critical discourse based on Freudian premises in the late
seventies and eighties was due to the popularity of the more recondite
and sophisticated version of Freudianism produced by Jacques Lacan
and his school.
The future of Lacanian analyses of literature remains still open as
the 20th century comes to an end. The lectures will give a historical
- and at the same time strongly critical - censpectus of the applications
of Freudian theories to selected works of German, French and English
literature and explore the strengths and weakness of Lacan-based literary
theory. The series will conclude with a general theoretical consideration
of the problems posed by adopting meta-systems as tools for literary
analysis when these are seen as directly articulating a truth-content
which the literary work ist assumed to also contain as an underlying,
esoteric discourse. |
4312
2 St.
|
Der Detektivroman im XX. Jahrhundert (B 2, 5)
Di. 13-15 in II |
V. Neuhaus
|
|
Es handelt
sich um den in sich selbständigen 3. Teil meiner Vorlesung „Geschichte
des analytischen Erzählens". Auf der Grundlage von Dietrich Webers
„Theorie der analytischen Erzählung" (München 1975, v.a.
Kapitel I-III) werden folgende Werk-gruppen behandelt: (1) Sherlock
Holmes, (2) Der klassische Detektivroman (Campus Mysteries, Locked
Room Mysteries, Serienmorde), (3) Die amerikanische Schule von Hammett
bis Sue Grafton, (4) Simenon, Glauser, Dürrenmatt, (6) Der neue
deutsche Kriminalroman (R. Hey, -ky, Huby u.a.), (7) Umberto Eco
und der postmoderne Detektivroman, (8) „Laßt tausend Blumen blühen"
– das Genre-Spektrum bei der Jahrtausendwende.
Empfohlene Sekundärliteratur: Alewyn: „Die Anatomie des Detektivromans";
Neu-haus: „Mysterion tes anomias – Das Geheimnis des Bösen. Der
Detektivroman als regelgeleitete Gattung"; Vogt (Hg.): „Der
Kriminalroman".
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4313
1 St.
|
Günter Grass "Mein Jahrhundert" im Kontext des Gesamtwerkes (B
5, 6)
Mi. 13-14 in A 2 |
V. Neuhaus
|
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Im August
erscheint Grass‘ neues Werk, eine Art „Centannone", ein Kranz von
100 Erzählungen, dessen Rahmen das Jahrhundert von 1900 bis 1999
umfaßt. Ausgehend von der Vorstellung einzelner Texte und Textgruppen
sollen zentrale Themen seines Gesamtwerkes vorgestellt werden.
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G r u n d s t u d i u m
|
Über den Aufbau des Grundstudiums und die im Rahmen des Grund-studiums
gestellten Anforderun-gen unterrichtet ein besonderes Informations-blatt
"Germanistik in Köln".
Im Grundstudium müssen in jeder ,Abteilung‘ des Fachs obligatorische
Einführungsseminare besucht werden. Diese Seminare werden entweder
als Jahresseminare (2 Semester x 2 SWS), als Kompaktseminare (1 Semester
x 4 SWS). Der Leistungsnachweis wird in der Regel am Ende der Veranstaltung
durch eine Klausur oder eine Hausarbeit (in der Neueren Literaturwissenschaft
verbindlich) erworben.
Im einzelnen gelten für die drei Gebiete des Fachs folgende
Richtlinien:
|
- I. Sprachwissenschaft des Deutschen
- Einführungsseminar Sprachwissenschaft (1. und 2.
Teil)
Das Seminar dient der elementaren Einführung in Grundbegriffe,
Methoden und Theorien der neueren Sprachwissenschaft. Es macht
exemplarisch mit der sprachwissenschaftlichen Analyse des Deutschen
vertraut und soll zu eigenständiger Argumentation in bezug auf
sprachliche Daten sowie zu kritischer Auseinandersetzung mit
der Forschungsliteratur anregen. Auf diese Weise sollen die
Grundlagen für die Erklärung sprachlicher Strukturen und ihre
Verwendung in Literatur- und Alltagssprache vermittelt werden.
Der einleitende Teil befaßt sich mit der Frage, was Sprache
ist und wie man sie wissenschaftlich untersuchen kann. Entsprechend
wird ein Überblick über die Teilbereiche der Sprachwissenschaft
gegeben. Grammatische Teil-bereiche wie Phonologie (Lautlehre),
Morphologie (Lehre von der Wortstruktur), Syntax (Lehre von
der Satzstruktur), Semantik und Lexikon (formbezogene Aspekte
der wörtlichen Bedeutung) werden behandelt, wobei insbesondere
auf ihren Zusammenhang im Sprachsy-stem eingegangen wird. Das
Verhältnis dieser strukturellen Aspekte zu ihrer kom-munikativen
Verwendung wird besonders in der linguistischen Pragmatik untersucht.
Die Behandlung dieser linguisti-schen Kerngebiete kann durch
sprachge-schicht-liche, interdisziplinäre oder anwendungsorientierte
Studien (z. B. Psycholinguistik, Soziolinguistik, Computerlinguistik
o. ä.) ergänzt werden. Linguistische Theorien und Methoden werden
dabei in konkreten Sprachanalysen angewandt.
Da die Einführung in die Sprachwissenschaft exemplarisch ist,
kann die Gewichtung der einzelnen Gebiete und auch die Reihenfolge
ihrer Behandlung variieren.
- II. Neuere deutsche Literatur
- Einführungsseminar Neuere deutsche Literaturwissenschaft
(1. und 2. Teil)
Das Seminar führt in die Theorie und Praxis der Literaturwissenschaft
ein, leitet zu wissenschaftlicher Lektüre an und vermittelt
Arbeitstechniken und bibliographische Fertigkeiten. Dabei ist
der 1. Teil des Seminars als grundlegende Einführung in
die Literaturwissenschaft systematisch konzipiert: Probleme
der Literaturtheorie und Methodenlehre werden anhand theoretischer,
interpretatorischer und literarischer Texte behandelt. Der 2.
Teil soll, hierauf aufbauend, anhand einer zusammenhängenden
Textgruppe (z. B. bezogen auf eine Gattung, eine Epoche oder
ein durchgängiges Thema) die Befähigung zur Textanalyse
und Interpretation ausbilden. Die Kenntnisse aus dem 1. Seminarteil
werden vertieft und mit Schwerpunkt auf der historischen Dimension
der Literatur weiter ausgebaut.
Als Arbeitsbücher werden z. Zt. herangezogen (siehe
auch die für die ZP verbindliche Leseliste „Konzeptbegriffe
- Grundlagentexte„):
- Arnold, Heinz-Ludwig/Detering, Heinrich (Hgg.): Grundzüge
der Literaturwissenschaft. München: dtv 1996 (dtv 4704).
- Brackert, Helmut/Stückrath, Jörn (Hgg.): Literaturwissenschaft.
Ein Grundkurs. Reinbek: Rowohlt ²1996 (re 523).
- Eicher, Thomas/Wiemann, Volker (Hgg.): Arbeitsbuch: Literaturwissenschaft.
Paderborn: Schöningh 1996 (UTB Große Reihe 8124).
- Meyer-Krentler, Eckhardt: Arbeitstechniken Literaturwissenschaft.
München: Fink 51995 (UTB 1582).
- Pechlivanos, Miltos u. a. (Hgg.): Einführung in die Literaturwissenschaft.
Stuttgart: Metzler 1995.
sowie einzelne Beiträge aus:
- Fohrmann, Jürgen/Müller, Harro (Hgg.): Literaturwissenschaft.
München: Fink 1995 (UTB 1874).
- Harth, Dietrich/Gebhardt, Peter (Hgg.): Erkenntnis der Literatur.
Theorien, Konzepte, Methoden der Literaturwissenschaft. Stuttgart:
Metzler 1982.
- Lentricchia, Frank/Mc Laughlin, Thomas (Hgg.): Critical Terms
for Literary Study. Chicago/London: University Press 1995.
- Ricklefs, Ulfert (Hg.): Fischer Lexikon Literatur. 3 Bände.
Frankfurt/M.: Fischer 1996.
- Weimar, Klaus (Hg.): Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft.
Band 1. Berlin/New York: De Gruyter 1997.
- III. Ältere deutsche Sprache und Literatur
- Einführungsseminar in die Ältere deutsche Sprache
und Literatur (1. und 2. Teil)
Die Teilnehmer sollen in die ältere deutsche Sprache
(Althochdeutsch und/-oder Mittelhochdeutsch) eingeführt
werden und sollen lernen, einen althochdeutschen und/oder mittelhochdeutschen
Text zu übersetzen und sprachlich zu erläutern. Die
Dozentin/der Dozent gibt am Anfang bekannt, ob der 1. Teil seinen
Schwerpunkt im Althochdeutschen oder im Mittelhochdeutschen
hat.
Der Grammatik-Teil umfaßt folgende Bereiche:
- Laut und Formenlehre
- Syntax
- Semantik.
Die Grammatik soll anhand von Texten geübt werden.
Dabei kann die Dozentin/der Dozent Schwerpunkte setzen. In
einigen Kursen wird, neben der Grammatik, ein Überblick
über die Geschichte der deutschen Sprache gegeben. Die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen außerdem die wichtigsten
wissenschaftlichen Handbücher und Nachschlagewerke (Wörterbücher,
Grammatiken, Sprachgeschichten etc.) kennenlernen.
Ziel des 2. Seminarteils ist es, den wissenschaftlichen
Umgang mit mittelalterlichen Texten zu üben. Dazu gehören:
- Erweiterung der Textkenntnis durch intensive Lektüre
eines althochdeutschen oder mittelhochdeutschen Textes (bzw.
ausgewählter Stücke),
- anhand des Lektüretextes Einübung in wichtige historisch-philologische
Arbeitsweisen: Textgestaltung, formale Analyse, Interpretationsprobleme,
- Benutzung der wichtigsten wissenschaftlichen Handbücher
und Nachschlagewerke,
- Einführung in Grundbegriffe und Grundkenntnisse der
mittelalterlichen Literaturwissenschaft: Textkritik und Handschriftenkunde,
Rhetorik, Poetik, Exegese, gesellschaftliche Grundlagen.
Die Dozentin/der Dozent kann Schwerpunkte setzen.
|
|
T u t o r e n p r o g r a m m
|
Die Tutorien sollen Studierenden im Grundstudium Orientierungshilfen
geben und die im Einführungsseminar gelernten Techniken wissenschaftlichen
Arbeitens einüben. Sie stehen allen Studierenden offen, können
und sollen also auch von Studierenden im Hauptstudium genutzt werden.
Da die Teilnehmerzahl auf 12-15 begrenzt ist, können die Tutoren auch
auf Einzelprobleme eingehen. Die Tutorien werden geleitet von Studentinnen
und Studenten im Hauptstudium. Bis zu 4 Stunden Tutorium werden auf
die Semesterwochenstundenzahl angerechnet. Für Studierende, die im
Sose 97 oder später ihr Studium aufgenommen haben, muß auf dem Schein
der Obligatorischen Studienberatung auch entweder die Teilnahme an
einer Biblio-theksführung und/oder an einem Tutorium nachgewiesen
werden. Das Institut bietet verschiedene Tutorientypen an: Einführungstutorien,
Tutorien zu den sprachwissenschaftlichen und altgermanistischen Einführungsseminaren,
Tutorien für ausländische Studierende, Tutorien zu den Konzeptbegriffen.
Die Tutorien beginnen erst in der zweiten Semesterwoche (d.h. ab
18.10.99). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die hier aufgeführten
Tutorien sind noch nicht vollständig, ein endgültiges Programm erhalten
Sie gegen Ende August im Geschäftszimmer.
Einführung in die Grundtechniken literatur- und sprachwissenschaftlichen
Arbeitens
Die folgenden Tutorien sollen eine Einführung in Grundtechniken des
literatur- und sprach-wissenschaftlichen Arbeitens vermitteln. Sie
wurden besonders für Studierende des Grundstudiums eingerichtet, können
aber auch von Studierenden des Hauptstudiums zur Intensivierung ihrer
Kenntnisse genutzt werden. Die Kernbereiche der Tutorien umfassen:
1. Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten für die Nutzung der
Seminar-Biblio-thek:
a) Übungen zur Systematik und zum Aufbau der Bibliothek
b) Übungen zu den verschiedenen Findehilfen (Zettelkataloge, Terminals,
Microfiche-Kataloge)
2. Vermittlung von Kenntnissen im Umgang mit Hilfsmitteln (Bibliographien
und Nachschlagewerke)
3. Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten für die Erstellung
schriftlicher Haus-arbeiten (richtige Literaturangaben, richtiges
Zitieren u.a.)
4. Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten für die Nutzung der
Universitäts-Bibliothek.
Außerhalb der eigentlichen Tutorien sollen nach Möglichkeit Sprechstunden
für eine individuelle Beratung angeboten werden. Zusätzlich zu den
o.a. Kernbereichen werden je nach Schwerpunktsetzung des Tutors besprochen:
— Arbeitstechniken, Lesetechniken
— Techniken für die Erstellung eines Referates, Hinweise zum mündlichen
Vortrag
— Textgeschichte und Editionspraxis
— allgemeine Grundlagen des Faches (Terminologie, Gattungen, Epochen)
— allgemeine Fragen der Studienorganisation
— computergestützte Literatur-Recherche und Einführung in das Internet.
|
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2 St. |
Di. 10-12 in 204 |
A. Kasnitz |
je 2 St.
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Mo. 10-12 in S 54
Mo. 14-16 in S 54 |
A. Kraume |
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2 St. |
Di. 16-18 in B I (UB) |
St. Heß |
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2 St. |
Tutorium zu den Konzeptbegriffen
Mo. 14-16 in 230 |
A. Rosenfelder |
|
2 St. |
Tutorium zu den Konzeptbegriffen
Mi. 15-17 in S 73 |
O. Kohns |
|
Ganz nach dem Motto „Zwar weiß ich viel, doch möcht' ich alles wissen„
(Faust I, V. 601) wollen wir in diesem Tutorium , parallel zur entsprechenden
Vorlesung, jede Woche den Text zu einem Konzeptbegriff lesen und kritisch
besprechen. Eingeladen sind natürlich alle Student(inn)en des Grundstudiums,
aber auch alle, die sich immer schon mal einen Überblick über das
Fach verschaffen wollten. Ganz nach dem Motto „Zwar weiß ich viel,
doch möcht' ich alles wissen„ (Faust I, V. 601) wollen wir in diesem
Tutorium , parallel zur entsprechenden Vorlesung, jede Woche den Text
zu einem Konzeptbegriff lesen und kritisch besprechen. Eingeladen
sind natürlich alle Student(inn)en des Grundstudiums, aber auch alle,
die sich immer schon mal einen Überblick über das Fach verschaffen
wollten. |
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2 St. |
Tutorium zu den Konzeptbegriffen
Do. 11-13 in S 69 |
A. Rosenfelder |
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2 St. |
Tutorium für ausländische Studierende
Do. 18-20 in 230 |
St. Heß |
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Das Tutorium lehnt sich an das Proseminar von Herrn Kircher „Grundbegriffe
der Literaturwissenschaft„ an, das auf die Interessen ausländischer
Studierender zugeschnitten ist. Wir werden uns mit Literaturgeschichte
beschäftigen und die im Proseminar behandelten Themen vertiefen und
üben. Ideen und Anregungen der Teilnehmerinnen sind ausdrücklich erwünscht.
Bei regelmäßiger Teilnahme kann ein Teilnahmeschein ausgestellt werden. |
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Beratungstutorium der Fachschaft |
Jan Wöhler |
Vor Semesterbeginn bietet die Fachschaft im Rahmen der Orientierungseinheit
für ErstsemesterInnen eine Einführung in das Grundstudium an.
Termine:
Di., 5.10., 10 Uhr: Begrüßung
Di., 5.10.-Do., 7.10. jeweils 11 Uhr im Foyer des Philosophikums.
Während des Semesters:
2 St. Mi. 16-18 in 093,5
Ohne Eile oder Anmeldelisten werden hier Informationen gegeben zur
Organisation v.a. des Grundstudiums, aber auch zu allen möglichen
anderen Themen rund ums Studieren. Wir wissen zwar nicht alles über
BAföG, Anforderungen für ausländische Studierende oder Austauschprogramme,
aber wir sagen Euch mindestens, wer wo wann wofür zuständig ist, von
AStA bis Zwischenprüfung. Für Fragen studentischer Mitbestimmung sind
wir natürlich ohnehin die erste Anlaufstelle am Institut. |
|
Die Tutorien zu den Einführungsseminare der Älteren deutschen Sprache
und Literatur sind den Seminaren jeweils zugeordnet, Sie finden
sie dort. |
| Tutorien
"Sprachwissenschaft des Deutschen" (Diese Tutorien können begleitend
zum 1. und 2. Teil der Einführungsseminare besucht werden): |
|
2 St. |
Syntax
Mo. 12-14 in S 82 |
H. Lamers |
|
2 St. |
Syntax
Di. 14-16 in 204 |
T. Schmidt |
|
2 St. |
Syntax,Morphologie, Phonologie
Mo. 8.30-10 in 230 |
C. Lopez |
|
2 St. |
Morphologie, Phonologie
Di. 12-14 in 204 |
H. Lamers |
|
2 St. |
Semantik, Pragmatik
Do. 16-18 in S 68 |
T. Schmidt |
| |
|
|
Sprachwissenschaft des Deutschen
|
| 1.
Teil |
4315
2 St. |
Syntax, Semantik
Di. 12-14 in S 69 |
U. Brosziewski
|
4316
2 St. |
Syntax, Semantik
Mi. 16-17.30 in S 65 |
U. Brosziewski |
4321
2 St. |
Syntax, Semantik
Do. 17-19 in S 82 |
M. Wratil |
| |
| 2.
Teil |
4314
2 St. |
Syntax, Phonologie
Di. 11-13 in S 82 und Do. 12-14 in 230 |
N. Bocklet |
4322
2 St. |
Morphologie, Semantik, Pragmatik
Mi. 16-18 in S 82 |
H. Lohnstein |
4323
2 St. |
Morphologie, Semantik, Pragmatik
Di. 16-18 in XVIIb |
H. Lohnstein |
4324
2 St. |
Syntax, Semantik, Pragmatik
Mi. 15-17 in VIIb |
M. Neef |
4325
2 St. |
Semantik, Pragmatik
Di. 14-15.30 in S 85 |
J. Amrhein |
4326
2 St. |
Syntax, Semantik
Mo. 17-19 in VIIa |
M. Consten |
4327
2 St. |
Phonologie, Morphologie
Do. 13-15 in VIIa |
B. Löbach |
4328
2 St. |
Morphologie, Phonologie
Mi. 15-17 in S 92 |
S. Siebert |
| |
| Kompaktseminare,
1. und 2. Teil |
4329
4 St. |
Sprachtheorie, Syntax, Morphologie, Phonologie
Mi. 10-12 u. Do. 10-12 in 204 |
R. Kemp |
4317
4 St. |
Grammatische Grundlagen, Syntax, Phonologie, Morphologie, Semantik,
Pragmatik
Mo. 16-18 in S 76 und Do. 16-18 in VIIb |
H. Lohnstein |
4318
4 St. |
Syntax, Semantik, Pragmatik, Phonologie, Morphologie
Di. und Do. 8.30-10 in 204 |
C. Wöllstein-Leisten |
Neuere deutsche Literaturwissenschaft
|
| 1.
Teil |
4330
2 St. |
(Schwerpunkt im 2. Teil: Lyrik)
Mo. 14-16 in S 65 |
D. Fulda
Beginn: 18.10. |
|
Neben der in allen Einführungsseminaren zu leistenden Erläuterung
zentraler Begriffe, Methoden und Probleme der Literaturwissenschaft
möchte das Seminar, besonders in seinem zweiten Teil, das möglichst
genaue Lesen hochverdichteter Texte auf der Grundlage unterschiedlicher
methodischer Zugänge einüben. Die Textbeispiele ent-stammen der Lyrik
des 17. bis 20. Jh., sollen den verbreiteten Begriff von Lyrik als
Ich-, Gefühls- oder Seelenaussprache also relativieren. 'Theoretische'
Reflexion und Textinterpretation sollen dabei möglichst eng verzahnt
werden, so daß erster und zweiter Teil des Seminars eine Einheit bilden.
|
4333
2 St. |
(Schwerpunkt im 2. Teil: Realismus)
Di. 14-16 in S 82 |
D. Fulda
Beginn: 19.10. |
|
Zu den problematischsten, gleichwohl vielverwandten Begriffen der
Literaturwissenschaft gehören 'Realismus' bzw. 'realistisch'. Mit
ihnen wird, mehr oder weniger reflektiert, ein bestimmtes Verhältnis
literarischer Texte zur 'Wirklichkeit' oder Gesellschaft, ein Stiltypus
oder auch eine literarische Epoche (der 'poetische' oder 'bürgerliche
Realismus' des 19. Jh.) bezeichnet. Der Realismus-Begriff eignet sich
deshalb in besonderem Maße, literaturtheoretische und literaturgeschichtliche
Grundla-genfragen in ihrem Zusammenhang zu erörtern. Textgrundlage
des zweiten Semin-arteils werden vor allem Prosatexte der zweiten
Hälfte des 19. Jh. bilden, darüber hinaus aber auch Texte von der
Antike bis zur Gegenwart, die als Muster 'realisti-schen' Schreibens
gelten. |
4334
2 St. |
(Schwerpunkt im 2. Teil: Poetischer Realismus)
Mo. 12-14 in S 82 fällt aus! |
A. Kuhlmann
|
|
Aufgrund einer Gastdozentur an der University of Illinois/Chicago
werde ich im Wintersemester 1999/2000 keine Lehrveranstaltungen in
Köln abhalten. |
4335
2 St. |
(Schwerpunkt im 2. Teil: Poetischer Realismus)
Mo. 15-17 in S 82 fällt aus! |
A. Kuhlmann
|
|
Aufgrund einer Gastdozentur an der University of Illinois/Chicago
werde ich im Wintersemester 1999/2000 keine Lehrveranstaltungen in
Köln abhalten. |
4336
2 St. |
(Schwerpunkt im 2 Teil: Drama)
Di. 8.30-10 in S 76 |
D. Kurth |
|
Das Seminar orientiert sich nach Themen und Anlage an dem für das
Grundstudium Neuere Deutsche Literaturwissenschaft festgelegten Rahmen
und soll zunächst - anhand ausgewählter Texte - mit Theorie und Methodik
des wissenschaftlichen Umgangs mit Literatur vertraut machen. Ein
Infoblatt mit Seminarprogramm und Literaturhinweisen ist zu Semesterbeginn
in einem Ordner bei der Bibliotheksaufsicht erhältlich. |
4337
2 St. |
(Schwerpunkt im 2 Teil: Drama)
Mi. 9-11 in S 76 (vgl. Nr. 4336) |
D. Kurth |
4338
2 St. |
(Schwerpunkt im 2. Teil: Drama)
Mo. 14.30-16 in S 56 |
H. Kircher
Beginn: 11.10. |
|
In diesem auf ein Jahr konzipierten Seminar sollen, ausgehend von
einem knappen Überblick über die Geschichte der Germanistik, zunächst
einige wichtige Interpretationsansätze (insbesondere im Blick auf
die Dramenanalyse) vorgestellt werden. Daneben gilt es, die wichtigsten
literaturwissenschaftlichen Konzeptbegriffe (entsprechend dem aktuellen
Stand unserer Institutsliste) zu erarbeiten. Dazu gehört ferner eine
Einführung in die literaturwissenschaftlichen Hilfsmittel und Arbeitstech-niken.
Das Seminar wird Ende Januar / Anfang Februar mit einer kleinen Klausur
abgeschlossen werden. Bis zu diesem Zeitpunkt muß die Teilnahme an
einer Führung durch die Institutsbibliothek (oder an einem entsprechenden
Tutorium) nachgewiesen werden. |
4339
2 St. |
(Schwerpunkt im 2. Teil: Drama)
Mo. 16.30-18.00 in S 89 (vgl. Nr. 4338) |
H. Kircher
|
4340
2 St. |
(Schwerpunkt im 2. Teil: Novellistik im 19. Jh.)
Mi. 12-13.30 in S 83 |
R. Füllmann |
|
Der erste Teil des Einführungsseminars soll sich mit den Grundbegriffen
und Methoden der Literaturwissenschaft beschäftigen. Der zweite Teil
des Seminars im nächsten Semester wird sich dann der deutschen Novelle
im 19. Jahrhundert von E. T. A. Hoffmann über Gottfried Keller bis
hin zu Gerhart Hauptmann widmen. Die lebhafte zeitgenössische Diskussion
über eine ,Theorie‘ der Novelle soll in den Seminarverlauf einbezogen
werden. |
4341
2 St. |
(Schwerpunkt im 2. Teil: Kurzprosa des 20. Jahrhunderts)
Mi. 15-17 in S 58 |
R. Füllmann |
|
Der erste Teil des Einführungsseminars soll sich mit den Grundbegriffen
und Metho-den der Literaturwissenschaft beschäftigen. Der zweite Teil
des Seminars im nächsten Semester wird sich dann der deutschen Kurzprosa
im 20. Jahrhundert von Paul Ernst über Marie Luise Kaschnitz bis hin
zu Günter Kunert widmen. Auch Sonderformen der Kurzprosa wie Anekdote
und Aphorismus sollen berücksichtigt werden. |
4342
2 St. |
(Schwerpunkt im 2. Teil: Alfred Döblin: Prosa im Expressionismus)
Mi. 9-11 in S 58 |
S. Grimm |
|
Anhand der für die Zwischenprüfung relevanten Konzeptbegriffe gibt
das Seminar eine Einführung in grundlegende Bereiche der Literaturwissenschaft
wie Erzähltheorie, Gattungs- und Epochenproblematik, Autorschaft etc.
Zugleich werden literaturwissenschaftliche Methoden behandelt, wobei
traditionelle und neuere Methoden kontrastiv erarbeitet werden. Im
zweiten Teil beschäftigt sich das Semi-nar unter Zuhilfenahme der
erarbeiteten Ansätze mit der Funktion von Liebe und Geschlecht im
Roman der Jahrhundertwende (Kafka, Rilke, Döblin u.a.). |
4343
2 St. |
(Schwerpunkt im 2. Teil: Bertolt Brechts Lyrik)
Do. 13.30-15 in G |
J. Zenke
|
4344
2 St. |
(Schwerpunkt im 2. Teil: Bertolt Brechts Lyrik)
Do. 16-18 in G |
J. Zenke
|
| |
| 2.
Teil |
4345
2 St. |
Prosa
Do. 11-13 in S 69 fällt aus! |
H. Christians |
4346
2 St. |
,Kommunikation‘. Eine Störung
Do. 14-16 in 204 |
H. Christians |
|
Texte von Bernhard, Herder, Kafka, Kleist, Luhmann, Stanitzek. Teilnehmerzahl
begrenzt. Alle Interessenten, die den IIa – Kurs nicht bei mir belegt
haben, müssen sich in einer Sprechstunde in der vorlesungsfreien Zeit
anmelden. |
4347
2 St. |
Gedichte Goethes
Di. 11-13 in 230 |
N. Mecklenburg |
|
Es handelt sich um die Fortsetzung des IIa-Seminars vom Sommersem.
1999. Sie wird vierstündig gehalten, und zwar jeweils 11-13 als Plenum,
13-15 als Gruppenarbeit. Seminarprogramm, Literaturhinweise und Themenliste
für schriftliche Hausarbeiten werden in der Eröffnungssitzung vorgelegt.
Teilnehmer, die nicht mein IIa-Seminar besucht haben, können sich
in den Feriensprechstunden bei mir anmelden. |
4348
2 St. |
Gedichte Goethes
Di. 13-15 in S 92 (vgl. Nr. 4347) |
N. Mecklenburg |
4349
2 St. |
Erzählungen des 19. und 20. Jahrhunderts
Di. 13-15 in XVIIa |
M. Günter
Beginn: 12.10. |
|
Schwerpunkt des zweiten Teils dieses Einführungsseminars bildet die
Analyse erzählender Texte des 19. und 20. Jahrhunderts. Ausgehend
von Erzählungen Kleists, Hebels, Heines, Kafkas, Bachmanns u. a. sollen
zum einen die zentralen Kategorien der Erzähltextanalyse er-arbeitet
werden (Zeit und Erzählung; histoire und discours; Erzählsituation
und Figurenrede etc.), zum anderen sollen verschiedene strukturalistische
Modelle der Textbeschreibung (fingierte Mündlichkeit/skaz, Polyphonie/Dialogizität,
Intertextualität, Metafiction u. a.) diskutiert werden. Ein Ordner
mit ausgewählter Literatur steht ab Anfang Oktober in der Seminarbibliothek
zur Verfügung. |
Ältere deutsche Sprache und Literatur
|
| 1.
Teil |
4350
2 St. |
Di. 16-18 in S 63 |
H.-J.
Ziegeler
Beginn: 19.10. |
|
Im ersten Teil des Jahreskurses liegt der Akzent auf der Einführung
in die Geschichte (und Vorgeschichte) der deutschen Sprache in ausgewählten
Teilgebieten; zugleich geht es darum, insbesondere mittelhochdeutsche
Texte zu übersetzen und sprachlich zu erläutern. Die Auswahl der Texte
ist thematisch begründet; es handelt sich in der Regel um Texte, die
Themen des Rechts und der gesellschaftlichen Ordnung behandeln. |
4351
2 St. |
- Ahd. Texte -
Di. 9-11 in S 54 |
P.-E.
Neuser |
4352
2 St. |
Di. 12 s.t.-13.30 in S 55 |
P.-E.
Neuser |
4353
2 St. |
Do. 12 s.t.-13.30 in 204 |
P.-E.
Neuser |
| |
| 2.
Teil |
4354
2 St. |
Di. 16-18 in 204
|
K.-H.
Göttert
|
| Tutorium:
Mi. 14-16 im Vortragsraum (UB) |
O.
Jungen |
4355
2 St. |
Mo. 16-18 in 204
|
U.
Gerdes
|
| Tutorium:
Do. 18-20 in 230 |
J.P.
Hilger |
4356
2 St. |
Do. 16-18 in 204 |
S.
Bürkle |
| Tutorium:
Mo. 8.30-10 in 230 |
J.P.
Hilger |
4357
2 St.
Beginn: 15.10. |
Fr. 12-14 in 204
|
B.
Nitsche
|
| Tutorium:
Di. 9-11 in S 52 |
B.
Pletsch |
Diese als Jahreskurs konzipierte Einführung konzentriert sich im zweiten
Teil auf grundlegende Sachgebiete und Problemfelder mittelhochdeutscher
Literatur. Neben der Vermittlung von Grundkenntnissen zur deutschsprachigen
Literatur der Mittelalters soll die Diskussion neuerer altgermanistischer
Forschungsbeiträge stehen. Die Kenntnis des "Iwein" Hartmanns von
Aue, der als Beispieltext für diesen Seminarteil dienen soll, wird
zu Beginn des Wintersemesters vorausgesetzt. Als Leistungsnachweis
für den Jahreskurs dient eine vierstündige Klausur am Ende dieses
Semesters, die die Übersetzungsfähigkeit sowie die sprach- und literarhistorischen
Kenntnisse der KursteilnehmerInnen überprüft.
Verbindliche Literatur: Einführung in die ältere deutsche Literatur.
Materialien (erhältlich im Seminar oder bei Frau Aguirre (Raum 210).
Hartmann von Aue: Iwein. Text der siebenten Ausgabe von G. F. Benecke,
K. Lachmann und L. Wolff. Übersetzung und Anmerkungen von Thomas Cramer.
Dritte, durchgesehene und ergänzte Auflage. Berlin, New York 1981.
|
| |
| Kompaktkurse,
1. und 2. Teil |
4358
4 St.
Beginn: 14.10. |
Do. 11-13 in S 73 und Do 15-17 in S 69
|
M.
Schausten
|
| Tutorium:
2 St. Mi. 17-19 in S 68 |
C.
Seebald |
Ziel des Kurses ist es zum einen, Grundkenntnisse der mittel-hochdeutschen
Sprache und Grammatik zu vermitteln. Anhand eines leichteren mittelhochdeutschen
Textes soll vor allem das Übersetzen regelmäßig geübt werden. Überdies
werden einführende Übungen zur Lautlehre durchgeführt, die eine diachrone
Sprachbetrachtung ermöglichen. Zudem soll der synchrone Aspekt der
sprachlichen Analyse durch Formenlehre und Syntax des Mittelhochdeutschen
Berücksichtigung finden. Zum anderen sollen für die Erschließung mittelalterlicher
Texte so wesentliche Bereiche wie Überlieferung und Textkritik, Metrik,
Poetik und Rhetorik sowie die christliche Hermeneutik vorgestellt
werden. Schließlich wird ein zentraler epischer Text des deutschen
Mittelalters Gegenstand des Seminars sein: Gottfrieds von Straßburg
Tristan. Dieser etwa in der Zeit um 1210 entstandene Roman
soll Ausgangspunkt dafür sein, in aktuelle Fragestellungen mediävistischer
Forschung einzuführen.
Teilnahmebedingungen: Da der Kurs die Möglichkeit bereitstellt,
beide Pflichtscheine der älteren Abteilung in einem Semester zu absolvieren,
versteht es sich von selbst, daß er sehr arbeitsintensiv ist. Eine
regelmäßige Teilnahme ist daher dringend erforderlich. Das Nacharbeiten
jeder Seminarsitzung sowie die Anfertigung von Hausaufgaben wird mit
Nachdruck empfohlen. Der Leistungsnachweis erfolgt zum einen durch
eine Klausur am Semesterende und zum anderen durch Referate über bestimmte
Forschungsaspekte zu Gottfrieds Tristan. Diese Referate sollen
jeweils einen zentralen Text der Forschungsliteratur zum Gegenstand
haben. Ziel der mündlichen Vorträge sollte es sein, ausgehend von
dem jeweiligen Forschungsbeitrag, die Diskussion im Seminar anzuregen.
Eine Liste mit den möglichen Referatsthemen hängt zu Semesterbeginn
aus.
Zur Anschaffung empfehle ich:
- Einführung in die ältere deutsche Sprache. Materialien (gelbes Heft)
- Einführung in die ältere deutsche Literatur. Materialien (rotes
Heft)
- Gottfried von Straßburg: Tristan. Nach dem Text von Friedrich Ranke
neu herausge-geben, ins Neuhochdeutsche übersetzt, mit einem Stellenkommentar
und einem Nachwort von Rüdiger Krohn. 3 Bde. Stuttgart 1980 (oder
spätere Auflage) (= Reclams Universal-Bibliothek 4471-73). |
4359
4 St. |
Mo. und Mi. 12-14 in 204
|
F. Holznagel
Beginn: 11.10. |
|
Anhand einer genauen Lektüre ausgewählter Episoden aus Strickers Pfaffe
Amîs sollen grundlegende Kenntnisse des Mittelhochdeutschen vermittelt
werden. Gleichzeitig wird damit in ein literarisches Werk eingeführt,
das zu Recht als erster Schwankroman in deutscher Sprache gilt und
das eine außerordentliche Wirkungsgeschichte ent-faltet hat, die bis
weit in die Frühe Neuzeit hineinreicht. Die Lektüre dient ferner dazu,
zentrale Beschreibungskategorien für die literarische Analyse und
literarhistorische Einordnung von mittelhochdeutschen Texten zu erarbeiten
und in Fragestellun-gen und Arbeitsbereiche einzuführen, die für die
Beschäftigung mit mittelalterlichen Texten von besonderer Bedeutung
sind (Literatur und Gesellschaft, Überlieferung, Metrik, Rhetorik).
Die Textauszüge für die Übersetzungsübungen werden zur Verfügung gestellt;
zur Anschaffung empfehle ich dringend: Einführung in die ältere deutsche
Sprache. Materialien; Einführung in die ältere deutsche Literatur.
Materialien. Beide Hefte sind in R. 210 erhältlich. Ein Seminarplan
mit Literaturhinweisen hängt zu Beginn der Semesterferien aus. |
4360
4 St. |
Mo. und Do. 10-12 in 230
|
H.
Sahm
|
| Tutorium:
2 St. Mi. 16-18 in S 52 |
E.
Schuster |
4361
4 St. |
Mo. u. Fr. 10-12 in S 63
|
N. N.
|
| |
|
|
|
|
4362
ZP 2 St. |
Einführung in die Phonologie (A 1, 2)
Mi. 11-13 in S 76 |
J.
Lenerz
Beginn: 13.10. |
Ausgehend von einer Darstellung der artikulatorischen Phonetik (als
der Lehre von der Produktion sprachlicher Laute) soll das System der
für das Deutsche relevanten distinktiven Laute (Phoneme) erarbeitet
werden, wobei anhand einschlägiger Probleme der Beschreibung des Phonemsystems
schrittweise verschiedene moderne Theorie-versionen erläutert werden.
Ein genauerer Seminarplan wird rechtzeitig durch Aushang bekanntgegeben.
Zur Vorbereitung empfohlene Lektüre:
K.-H. Ramers/ H. Vater (1995) Einführung in die Phonologie. Hürth:
Gabel. K.-H. Ramers (1998) Einführung in die Phonologie. München:
Fink. R. Wiese (1996) The Phonology of German. Oxford: Clarendon.
|
4363
ZP 2 St. |
Einführung in die Syntaxtheorie (A 1, 2)
Di. 17.30-19 in S 65 |
B.
Primus
Beginn: 12.10. |
Das Seminar liefert die theoretischen Grundlagen für die Beschäftigung
mit der deutschen Syntax. Im Mittelpunkt der Diskussion steht die
Rekonstruktion traditioneller Grammatikansätze (z. B. des topologischen
Feldermodells) im Rahmen der generativen Grammatik.
Begleitende Literatur: Angelika Wöllstein-Leisten et. al. (1997):
Deutsche Satz-struktur. Grundlagen der syntaktischen Analyse. Tübingen:
Stauffenburg. Andrew Radford (1998): Syntax: A minimalist introduction.
Cambridge: University Press. |
4264
ZP 2 St. |
Einführung in die Programmiersprache LISP (A 1,3)
Mi. 18-19.30 in 080 |
D.
Zaun
|
Eine Voraussetzung für die eingehendere Beschäftigung mit der Computerlinguistik
ist die Beherrschung einer Programmiersprache. Ziel dieses Seminars
ist es, die Teilnehmer zu einem selbständigen Umgang mit LISP, einer
der wichtigsten Sprachen der Forschung im Bereich Künstliche Intelligenz
und Computerlinguistik, zu befähigen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Als Begleitliteratur dient: Zaun, D.P., 1992. LISP. Eine Einführung
- nicht nur für Linguisten. Köln: Gabel. (= KLAGE 20) |
| |
|
|
|
a) Sprachgeschichte
|
4365
2 St. |
Schreibsprachen im Mittelalter
Mo 8.30-10 in S 63
Bitte beachten Sie die Änderungen zum Kommentierten Vorlesungsverzeichnis!
|
N.
N. |
| |
|
b) Ältere
deutsche Literatur
|
4366
ZP 2 St. |
Medien und mittelalterliche Literatur: Positionen der Forschung
(B 1,3)
Mi. 14-16 in 204 |
S.
Bürkle
Beginn: 13.10. |
Das Proseminar hat zum Ziel, sich der Mediendiskussion anzunähern,
wie sie seit geraumer Zeit in der mediävistischen Literaturwissenschaft
geführt wird. Neben der grundsätzlichen Frage nach der spezifischen
Medialität von Literatur im Mittelalter, die sich im Spannungsfeld
von Mündlichkeit und Schriftlichkeit bzw. Oralität und Literalität,
von Aufführung und Manuskriptkultur bewegt, geht es im Speziellen
um die den literarischen Texten des Mittelalters eingeschriebenen
Medien vom Buch bis zum Körper als Träger der Kommunikation. In diesem
Rahmen von 'körpergebundener und schriftgebundener Kommunikation'
sollen einschlägige Forschungsbeträge gemeinsam diskutiert, kritisch
reflektiert und an Texten wie dem "Nibelungenlied" oder der "Chanson
de Roland" überprüft werden. Zur Debatte stehen dabei insbesondere
das Problem von Mündlichkeit in grundsätzlicher Hinsicht (etwa Zumthor,
Schaefer, Selig) sowie das ganze Spektrum der Präsenz des Körpers
(etwa Wenzel, Wandhoff), die immer wieder für das spezifisch Mittelalterliche
der Kommunikation reklamiert wird. Voraussetzung zur Teilnahme ist
die Bereitschaft zur gemeinsamen Diskussion; erwünscht ist die Übernahme
eines mündlichen Referates.
Zur ersten Orientierung: Erhard Schütz, Thomas Wegmann: Literatur
und Medien. In: Grundzüge der Literaturwissenschaft. Hrsg. von Heinz
Ludwig Arnold, Heinrich Detering, München 1996, S. 52-78. |
4367
ZP 2 St. |
Geschichtsschreibung als Literatur. Die Poetik historiographischer
Texte des frühen und hohen Mittelalters (B 1,2,3)
Mi. 12-14 in S 63 |
T.
Reuvekamp-Felber
Beginn: 13.10. |
Der amerikanische Diskurstheoretiker Hayden White hat in den 70er
Jahren mit seinen Forschungen zur Literarizität der Geschichtsschreibung,
die nicht etwa historische Ereignisse neutral darstelle, sondern eine
mythische Sinnbildung der Wirklichkeit entwerfe, eine Debatte entfacht,
die bis heute in der Geschichtswissenschaft anhält. Von dieser Infragestellung
der Unterscheidung zwischen fiktionalen und realistischen Diskursen
ausgehend, sollen die poetischen Elemente in der mittelalterlichen
Historiographie Gegenstand der Analyse werden. Wie werden mit welchem
Anspruch und welcher Funktion Geschichten in den verschiedenen Gattungen
der Historiographie erzählt? Wo liegen Differenzen und Gemeinsamkeiten
des „literarischen" und „historiographischen" Erzählens im Mittelalter?
Neben übersetzten lateinischen Texten sollen vornehmlich deutsche
Texte des Mittelalters (Annolied, Kaiserchronik, Gandersheimer Reimchronik,
Sächsische Weltchronik, Weltchronik Rudolfs von Ems) in Hinblick auf
Erzählstruktur, Raum-Zeit-Gefüge, Erzählerfiguration und Rhetorik
analysiert und in Bezug zu epischer Literatur gesetzt werden. Ein
Reader mit Textauszügen wird in der ersten Sitzung zur Verfügung gestellt.
Als Einstiegstexte seien empfohlen: Hayden White: Die Bedeutung der
Form. Erzählstrukturen in der Geschichtsschreibung. Frankfurt am Main
1990 (Fischer Wissenschaft 7417) sowie Franz-Josef Schmale: Funktion
und Formen mittelalterlicher Geschichtsschreibung. Eine Einführung.
Darmstadt 21993. |
4368
2 St. |
Editionstechnik und Popularisierung mittelalterlicher Texte
als Blockseminar,
Vorbesprechung: Mi., 13.10.99, 12 Uhr in R. 208 |
B.
Bastert/C. Dauven
|
|
Nachdem im letzten Semester der spätmittelalterliche Rom an von Karl
dem Großen, der auf Diebestour geschickt wird, ins Neuhochdeutsche
übersetzt wurde, soll im Wintersemester die Textkritik erstellt werden.
Ziel ist es, in gemeinsamer Arbeit eine allgemein verständliche Textedition
zu besorgen. Deshalb wird der erläuternde Text-stellenkommentar eine
wichtige Position einnehmen. Für eine sinnvolle Mitarbeit sind Kenntnisse
im Bereich der chanson de geste erwünscht. Das Seminar wird als Blockseminar
an gemeinsam vereinbarten Terminen stattfinden. |
4369
ZP 2 St. |
Gottfried von Straßburg: Tristan (B 3)
Di. 12-14 in S 56 |
J.
Bumke
|
Es
ist geplant, den ,Tristan‘ gemeinsam zu lesen und zu diskutieren.
Dabei sollen die wichtigsten Interpretationsfragen zur Sprache kommen.
Textgrundlage: Gottfried von Straßburg: Tristan. Nach dem Text von
Friedrich Ranke neu hrsg., ins Neuhochdeutsche übersetzt, mit einem
Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn. 3 Bde. Stuttgart
1980. (=Reclams Universal-Bibliothek 4471-4473). Als Einführung empfohlen:
Christoph Huber: Gottfried von Straßburg: Tristan und Isolde. Eine
Einführung. München, Zürich 1986. (= Artemis Einführungen 24). |
4370
1 St. |
Lektüre ahd. Texte
(bes. für Teilnehmer des Einführungsseminars)
Do. 10 s.t.-11 in S 52 |
P.-E.
Neuser
|
4371
1 St. |
Lektüre mhd. Texte
(bes. für Teilnehmer der Einführungsseminare)
Do. 11 s.t.-12 in S 93 |
P.-E.
Neuser
|
4372
ZP 2 St. |
Der sogenannte „Ahd. Tatian" als editionstheoretische und -technische
Herausforderung
Mi. 9-11 in S 54 |
P.-E.
Neuser
|
4373
2 St. |
Textgeschichte
fällt aus! |
S.
Jansen
|
| |
|
|
4375
2 St. |
Grundbegriffe der Literaturwissenschaft (nur für ausländische Studierende
im Grundstudium) (B 2,5)
Di. 12-14 in S 78 |
H. Kircher
Beginn: 12.10. |
|
Dieses Seminar soll intensiver, als es in den obligatorischen Einführungsseminaren
möglich ist, die wichtigsten literaturwis-senschaftlichen Grundbegriffe
verstehen helfen. Auch ein Überblick über die Epochen der deutschen
Literaturgeschichte steht auf dem Programm. Insgesamt möchte ich die
Fragen und Wünsche der Teilnehmer weitestgehend berücksichtigen. Aus
diesem Grund wird ein genauer Seminarplan erst zu Beginn des Semesters
festgelegt (Vgl. dazu auch das Tutorium von Stefanie Heß). |
4376
2 St. |
Grundbegriffe der Literaturwissenschaft (B 1)
Do. 19-20.30 in 204 |
J. Zenke
|
|
Die Veranstaltung kann auch zur Vorbereitung auf die Zwischenprüfung
genutzt werden. |
4377
2 St. |
Literaturwissenschaft und Globalisierung? — Einführung in die komparatistische
Literaturwissenschaft (B 1)
Mo. 11-13 in S 55 |
M. Eggers |
Obwohl die vergleichende Literaturwissenschaft eigene Institute, Zeitschriften
und Lehrbücher hat, ist ihr theoretisches Profil undeutlich. Weit
entfernt von den positivistischen Anfängen im 19. Jahrhundert interessiert
sich die aktuelle Komparatistik oft nicht nur einfach für die internationale
Literatur, sondern geht gleichzeitig interdisziplinär und im weitesten
Sinne kulturwissenschaftlich vor. Angesichts dieser zunehmenden methodischen
Öffnung stellt sich die Frage nach dem eigentlichen Gegenstand und
der spezifischen Leistung der Komparatistik. Im Seminar kann diese
Situation diskutiert werden, indem zunächst theoretisch und methodisch
grundlegende Aspekte wie Stoff- und Motivforschung, Textvergleich
und Intertextualität, literari-sche Übersetzung, ‘kleine Literaturen’
(Deleuze/Guattari) behandelt werden.
Anschließend soll in einer vergleichenden Literaturinterpretation
die Praxis zum Zuge kommen. Vorgesehen dafür ist der Stoffkomplex
der ‘Wasserfrauen’ Sirene, Melusine und Undine, zu dem seit der Antike
zahllose Bearbeitungen in den unterschiedlichsten Gattungen entstanden
sind (Paracelsus, Tieck, Fouqué, Wilde, O. Schreiner, Kafka, Giraudoux,
Bachmann u. a.).
Gäste aus den Nachbarphilologien sind willkommen.
Zur allgemeinen Vorbereitung: Peter V. Zima, Komparatistik,
UTB 1705. |
4378
2 St. |
Bibelkunde für Nichttheologen
Fr. 13.30-15 in F (s. Nr. 4686) |
H. D. Bork |
|
Die europäischen Literaturen (und unsere Alltagssprache) sind voll
von Personen, Motiven und Ausdrucksweisen der Bibel, doch fehlen dem
modernen Leser oft die Kenntnisse, sie wahrzunehmen und in ihrer Bedeutung
zu erkennen. Die Übung will Lust machen und Wege aufzeigen, diese
Lücken zu schließen. Der Besitz einer Bibel (in beliebiger Übersetzung)
wäre nützlich; sonst wird außer Interesse nichts vor-ausgesetzt. ZP
nicht möglich. |
4378
3 St. (14täg.) |
Performanz/Performativität: Theorielektüren (B 1)
Mo. 15 s.t.-17 in S 82 (vgl. Forschungskolleg "Medien und kulturelle
Kommunikation"). |
E. Schuhmacher |
4378a
2 St. |
Intertextualität und Intermedialität. Forschungsperspektiven der
Medien- und Kultur-wissenschaft (B 1)
Di. 10-12 in S 83 (vgl. Forschungskolleg "Medien und kulturelle Kommunikation") |
M. Bickenbach/A. Fliethmann
|
Das Seminar greift die aktuelle Debatte um medien- und kulturwissenschaftliche
Forschungsparadigmen auf und wird den Theorietransfer vom Text zum
Medium kritisch aufarbeiten. Erweist sich die Kategorie 'Text' als
unhintergehbares Leitmedium auch kulturwissenschaftlicher Forschung
oder substituiert der Begriff des Mediums diese Theorie in einem größeren
Rahmen? Beide Theorien versuchen dabei einem als konstitutiv angenommenen
'Inter' deskriptiv näherzukommen. Es wird auf die konkreten Figuren
der Übersetzung ankommmen, die im Seminar erarbeitet werden sollen.
Im ersten Teil des Seminars soll die Beobachtung, daß Texte immer
auf andere Texte verweisen, präzisiert und anhand ausgewählter Intertextualitätstheorien
herausgearbeitet werden. Der zweite Teil geht auf den Theorietransfer
zur Intermedialität ein, die das Beobachtungsfeld, die Übersetzung
von Medien in Medien, entscheidend erweitert. Der dritte Teil des
Seminars wird zur Ausgangsfrage zurückkehren: Strukturiert das Paradimga
Medium künftig jede, auch die literaturwissenschaftliche Forschung?
Wenn ja, mit welchem Gewinn? Als Probe aufs Exempel bieten sich Reflexionen
zum Verhältnis von Text und Bild an.
Einführende Literatur: Bachtin, Michail M.: Die Ästhetik des Wortes.
Hrsg.von Rainer Grübel. Frankfurt am Main 1979. Helbig, Jörg (Hg.):
Intermedialität. Theorie und Praxis eines interdiszipli-nären Forschungsgebiets.
Berlin 1998. Kristeva, Julia: Die Revolutionierung der poetischen
Sprache. Frankfurt am Main 1978. Lachmann, Renate: Gedächtnis und
Literatur. Intertextualität in der russischen Moderne. Frankfurt am
Main 1990. Müller, Jürgen E.: Intermedialität. Formen moderner kulureller
Kommunikation. Münster 1996. Zima, Peter von (Hg.): Literatur intermedial.
Musik - Malerei - Photographie - Film. Darmstadt 1995. |
4379b
2 St. |
Körper - Wissen - Medien. Diskurse der Hysterie (B 1)
Do. 16-18 in 230 (vgl. Forschungskolleg "Medien und kulturelle Kommunikation") |
P. Löffler
|
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Hysterie als Nervenkrankheit
Gegenstand jener medizinischen Beschreibungs- und Behandlungspraktiken,
die ihre Konjunktur in der Literatur und Kunst um 1900 begründeten.
In der Nachfolge Philippe Pinels entwickelten Jean-Martin Charcot
und seine Schüler Techniken der Beobachtung und Klassifizierung hysterischer
Symptome, die den seit der antiken Medizin attestierten Mangel einer
Ätiologie beseitigen sollten. Dennoch betrieben die Ärzte der berühmten
Pariser Klinik weniger Ursachenforschung als die theatrale Inszenierung
der Hysterie, wie die umfangreiche photographische Dokumentation "Iconologie
photographique de la Salpêtrière", Charcots Lektionen vor Studenten,
in denen er Patientinnen hysteri-sche Anfälle mimen ließ, und seine
Beschäftigung mit der Ikonographie der 'Bessessenen in der Kunst'
belegen. Mit Sigmund Freud, der nicht nur Charcots Schriften übersetzte,
sondern mit Josef Breuer 1895 seine "Studien über Hysterie" veröffentlich-te,
wird das medizinische Wissen Literatur.
Ziel des Seminars soll deshalb die Analyse der 'Verstrickungen' medizinischen
Wissens über Hysterie mit den Medien seiner Visualisierung/Diskursivierung
sein, deren Effekte sich bis in Eleonora Duses Spiel als "femme fragile"
der Bühne, Rilkes "Malte"-Roman, den Dramen Hugo von Hofmannsthals
und den gebogenen Frauen-körpern des Jugendstils verfolgen lassen.
Die Transformation hysterischer Symptome in kulturelle Zeichen wird
in Texten und Photographien des französischen Surrealis-mus (André
Bretons "Nadja") wie in den Dramen Ödön von Horváths resümiert und
in der Unentscheidbarkeit von Pose und Posse reflektiert.
Zur Vorbereitung des Seminars: Georges Didi-Huberman: Erfindung
der Hysterie, München 1997, Michel Foucault: Wahnsinn und Gesellschaft,
Frankfurt/M. 1969, Kap. II/3. Ausführliche Literaturliste im Seminarordner.
|
4425
2 St. |
Romane der ehemaligen DDR (B 5, 6)
Mo. 13-15 in S 67 |
H. Esselborn
|
Der Zusammenbruch der DDR 1989 nötigt dazu, auch ihren literari-schen
Nachlaß mit einem differenzierteren Blick zu sichten, der die politischen
Verhältnisse und die Innenperspektive berücksich-tigt. In diesem Seminar,
das eine intensive und von freiwilligen Referaten unterstützte Lektüre
bezweckt und das im SoSe als Hauptse-minar fortgesetzt werden soll,
sollen Romane von 4 Autoren gelesen werden, welche verschiedene Phasen
und Richtungen repsäsentieren und zugleich die Gesellschaft der DDR
thematisieren: Chr. Wolf: Der geteilte Himmel, Nachdenken über Christa
T.; G. de Bruyn: Mär-kische Forschungen, Die neue Herrlichkeit; Chr.
Hein: Horns Ende, Der Tangospieler; St. H. Kant: Die Aula, Das Impressum.
Zur Einführung wird empfohlen: W. Emmerich: Kleine Literaturgeschichte
der DDR. Leipzig 1996 und J.-R. Groth: Widersprüche. Literatur und
Politik in der DDR 1949-1989. Frankfurt/M. 1994. |
4425a
2 St. |
Novellistische Traditionen im 17. Jahrhundert (B 2, 4)
Do. 14-16 in 230 |
I. Breuer
|
In der bisherigen Forschung existieren noch kaum exakte Vorstellungen
vom Status zahlreicher Prosawerke im 17. Jahrhundert, die darum häufig
leichtfertig als Romane bezeichnet wurden und werden. Neuere Untersuchungen
haben aber gezeigt, daß wir es hier mit besonderen Traditionen der
Novelle zu tun haben, die weit über das 17. Jahrhundert hinauswirken.
Ihre Merkmale (gegenüber dem "Roman") sind u. a. die Betonung der
"historischen" Wirklichkeit und Neuheit, die Rahmung und Theatralität,
ihre Kürze und Nähe zur Gebrauchsliteratur. Wir werden diesen Traditionen
anhand exemplarischer Texte und Textausschnitte nachspüren und ggf.
auch die Folgen (z. B. bei Goethe und Kleist) diskutieren. Die Bereitschaft
zur Anfertigung von Kurzrefera-ten wird vorausgesetzt.
Die Texte (vor allem für die ersten Sitzungen) werden als Kopiervorlagen
bereit-gestellt. – Einführende Lektüre: Adolf Haslinger: Vom Humanismus
zum Barock. In: Handbuch der deutschen Erzählung. Hrsg.: Karl Konrad
Polheim. Düsseldorf 1981, S. 37-55 und S. 560-564. – Ingo Breuer:
Historien von Liebe und Narrheit. Überlegun-gen zur Gattungstypologie
frühneuzeitlicher Erzählliteratur am Beispiel des "Schäfer-romans".
In: Simpliciana XX (1998), S. 255-282. – Als Grundlagenwerke empfehle
ich Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur, Band 2: Die
Literatur des 17. Jh.s (München 1999, Hanser und dtv) und obligatorisch
Hugo Aust: Novelle (2. Aufl.; Stuttgart, Weimar 1995; Slg. Metzler
256). |
4379
ZP 2 St. |
Boccaccios Erben: Deutsche Renaissancenovellen von der Spätromantik
bis zur Nachkriegszeit (B 2, 5)
Do. 14-16 in XIb |
R. Füllmann |
|
Nicht erst seit der Rezeption der grundlegenden kulturhistorischen
Studie ,Die Kultur der Renaissance in Italien‘ von Jacob Burckhardt
hat die Epoche von Machiavelli und Michelangelo die deutschsprachigen
Autoren fasziniert, wie die märchenhafte Novelle ,Das Marmorbild‘
von Eichendorff belegt. Der Historismus Burckhardts bewirkte jedoch
das Entstehen einer Untergattung der deutschen Novelle, in der in
Form und Inhalt an altitalienische Vorbilder von Boccaccio bis Bandello
angeknüpft wird. Die Wirkungsabsicht der Autorinnen und Autoren ist
freilich durchaus unter-schiedlich. Während Conrad Ferdinand Meyer
und Isolde Kurz im 19. Jahrhundert historische Genauigkeit mit der
Darstellung eines frühbürgerlichen Individualismus verbinden, dient
die Renaissancenovelle Autoren der ,inneren Emigration‘ wie Werner
Bergengruen oder Gertrud von le Fort zur verschlüsselten Kritik am
Totalitarismus des 20. Jahrhunderts. |
4390
2 St. |
Literatur-Wissenschaft: Die Narrenburg und andere Erscheinigungsformen
entfällt (verschoben auf das SoSe 2000)!
|
B. Dotzler |
4380
ZP 2 St. |
Ueber Kunst und Alterthum: Goethes Literaturpolitik der
letzten Jahre (B 1,2,5)
Do. 11-13 in 218 |
B. Dotzler |
Die Frühromantik hatte Goethe als den "Statthalter des poetischen
Geistes auf Erden" (Novalis) apostrophiert. In seinen letzten Jahren
dagegen mußte Goethe erfahren, wie die veränderte Literaturszene Deutschlands
eher auf Abstand ging. Statt dessen wurde Goethe nun im europäischen
Ausland gefeiert. Goethe, schrieb Byron, sei seit einem halben Jahrhundert
"the undisputed Sovereign of European literature". In dieser Situa-tion
gründete Goethe die Zeitschrift Ueber Kunst und Alterthum, die er
von 1816 bis 1828 als seine "Hauszeitschrift" herausgab, um in den
literaturtheoretischen, ästheti-schen und naturwissenschaftlichen
Debatten seiner Zeit - und über die Zeit hinaus - Position zu beziehen.
Ziel des Seminars ist, nicht allein diese Position als Denkstil, sondern
ebenso ihren Redestil zu analysieren: ihre Durchsetzungsstrategie,
ihre Nach-haltigkeit, ihre diskursiven Kontrollmechanismen.
Zur Vorbereitung: Goethe, Archiv des Dichters und Schriftstellers
(z. B. in: Hamburger Ausgabe X, 532-534). Karl-Heinz Hahn, Goethes
Zeitschrift Ueber Kunst und Alterthum, in: GoetheJb 92/1975, 128-139.
|
4381
ZP 2 St. |
Poetik und Geschlecht um 1800 (B 1,2,5)
Do. 15-17 in S 82 |
M. Günter
Beginn: 14.10. |
Mit der Ausfaltung des genieästhetischen Dichtungsbegriffs, der poetische
Eigentümlichkeit als Eigentum faßt und damit Autorschaft im modernen
Sinne erst hervor-bringt, wurden im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts
in der deutschen Literatur Weichen gestellt, die sich als irreversibel
erwiesen haben und die auch den literatur-wissenschaftlichen Diskurs
bis heute prägen. Dieser autonome Dichtungsbegriff generiert Regeln
für die hierarchische Strukturierung des literarischen Feldes und
die Konstituierung eines Kanons an der Grenze ,künstlerische Produktion‘
versus ,Dilettantismus‘. Daß diesem Prozeß der Ausdifferenzierung
der Literatur in LITERATUR um 1800 im Kern eine Geschlechterdifferenz
eingeschrieben ist, soll im Seminar gezeigt werden. In den vergleichenden
Lektüren geht es deshalb vor allem um folgende Fragen: (1) Wie ,neutral‘
ist das autonomieästhetische Konzept von Autorschaft? (2) Wie vollzieht
sich die kategoriale Trennung in ,hohe‘ und ,niedere‘ Literatur? (3)
Gibt es eine ,weibliche‘ Klassik bzw. Romantik? (4) ,Bildung‘ oder
,Prüfung‘: Wie verhalten sich Gender und Genre zueinander?
Texte: Charlotte von Stein, Dido; Goethe, Iphigenie
(RUB 83); Wilhelm Meisters Lehrjahre (dtv 2026), Sophie von
La Roche, Die Geschichte des Fräuleins von Sternheim (RUB 7934);
Dorothea Schlegel, Florentin (RUB 8707); Friedrich Schlegel
Lucinde (RUB 320)
Da das Textkorpus ziemlich umfangreich ist, empfehle ich die Lektüre
der Romane bereits für die Ferien. Die Bereitschaft zur Übernahme
eines Kurzreferats wird vorausgesetzt.
Zur Vorbereitung: Sigrid Lange, Spiegelgeschichten. Geschlechter
und Poetiken in der Frauenliteratur um 1800, Frankfurt/M. 1995.
|
4382
2 St. |
Die Zerstörung des Mediums: Offenbarung und Gewalt als poetische
Leitdifferenz im 19. Jahrhundert
Fr. 14-16 in S 69 fällt aus! |
B. Hamacher
|
4383
ZP 2 St. |
Poetik und Kunsttheorie der Frühromantik (B1, 4, 5)
Mo. 10-12 in S 90 |
L. Simonis
Beginn: 18. 10. |
| Das
Seminar möchte eine Einführung geben in die genannte, in theoretischer
wie in historischer Hinsicht wichtige Epoche der deutschen Literatur.
Im Mittelpunkt der Diskussion stehen dabei vor allem die poetologischen
und theoretischen Texte der frühromantischen Autoren, insbesondere
Schriften von Novalis (Blüthenstaub-Frag-mente, Fichte-Studien) und
Friedrich Schlegel (Über das Studium der griechischen Poesie, Gespräch
über die Poesie, Kritiken und Rezensionen). Anhand eingehender Text-Lektüren
sollen zentrale Leitbegriffe der frühromantischen Poetik (z. B. Frag-ment,
Ironie, Roman, Kritik, Reflexion, unendliche Auslegbarkeit) erarbeitet
werden. Dabei wird zum einen insbesondere die Frage nach Ähnlichkeit
und Differenz zum zeitgleichen literarischen Phänomen der Weimarer
Klassik zu erörtern sein, zum anderen aber auch der Beziehung zum
zeitgenössischen philosophischen Diskurs (Kant, Fichte) nähere Aufmerksamkeit
gelten. |
4384
ZP 2 St.
|
Boheme um 1900. Eine kulturelle Topographie (B 5)
Di. 10-12 in S 69 |
E.-M. Siegel
|
4385
ZP 2 St. |
Musik in der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts (B 5)
Mo. 16-18 in 230 |
A. Anglet
Beginn: 11.10. |
Nach dem ersten Höhepunkt der literarischen Thematisierung der Musik
durch den „romantischen Musikerroman" um 1800 lösen sich im 20. Jahrhundert
die Voraussetzungen dieser Konzeption langsam auf. Innerhalb der Traditionslinie,
die das ältere Modell fortzuschreiben versucht, führen die gewandelten
ästhetischen und sozialen Bedingungen immer stärker zur Auseinandersetzung
mit den Vorgaben, indem in den Texten die Frage nach dem Verhältnis
von musikalischem und literarischen Zeichen ebenso problematisiert
wird wie die veränderten sozialgeschichtlichen Kontexte. Vor dem Hintergrund
der beiden Weltkriege führt die Konfrontation mit den Varianten der
neueren Musikentwicklung, mit außereuropäischen Musikkulturen, dem
Jazz und den Strömungen der Popmusik zur Infragestellung des eigenen
kulturellen Selbstverständnisses und in einigen Ansätzen zur Suche
nach anderen literarischen Orientierungen. Anhand von exemplarischen
Texten der verschiedenen Gattungen soll das Seminar in den Themenbereich
einführen.
Es gibt leider keine einführende Darstellung zu diesem Thema. Die
folgenden Titel dienen lediglich zur ersten Orientierung über einzelne
Aspekte: Huber, M.: Text und Musik. Musikalische Zeichen im narrativen
und ideologischen Funktionszusammen-hang ausgewählter Erzähltexte
des 20. Jahrhunderts, Frankfurt am Main, Berlin, Bern, New York, Paris,
Wien 1992. Weiner, M. A.: Undertones of Insurrection. Music, Politics
and the Social Sphere in the Modern German Narrative, Lincoln and
London 1993. Melnick, D.: Fullness of dissonance: music and the reader's
experience of modern fiction, in: Modern fiction studies 25 (1979/80),
209- 222. Salmen, W.: Beruf: Musiker. Verfemt, vergöttert, vermarktet.
Eine Sozialgeschichte in Bildern, Stuttgart und Weimar 1998. |
4386
2 St. |
Angewandte Literaturwissenschaft
Do. 19-21 in S 69 |
M. Hielscher
|
4386a
2 St. |
Der Schock (B 1, 5)
Mo. 14-16 in 204 (Kommentar siehe "Medien und kulturelle Kommunikation")
|
A. Kümmel
|
4387
ZP 2 St. |
Pygmalion (B 1,5)
Di. 17-19 in S 92 |
A. Keck
Beginn: 13.10. |
Der Mythos der Belebung von Galatea durch Pygmalion bekommt – wie
Gerhard Neumann gezeigt hat – seit dem 18. Jahrhundert verstärkt Bedeutung
zugeschrieben. Dient er doch zur Modellierung männlicher (schöpferischer)
Subjektivität in einem als weiblich bestimmten Gegenüber. Im Seminar
sollen diese Modellierungen in ihren verschiedenen diskursiven Ausformungen
nachgezeichnet werden, wobei die Frage nach Autorschaft und Geschlecht
einen Schwerpunkt bilden wird. Somit sollen auch – von der Forschung
meist umgangene – Texte in den Blick gerückt werden, die weibliche
Autorschaft in dieser Konstellation diskutieren. Gelesen werden u.
a. Ovid, Basile, Rousseau, Keller, Immermann, Dohm, Kayser, Rendell.
Zur Einführung ist empfohlen: Mathias Mayer, Gerhard Neumann (Hg.):
Pygmalion. Die Geschichte des Mythos in der abendländischen Kultur.
Freiburg i. Br. 1997. |
4387a
ZP 2 St. |
Erzählkunst im deutschen Realismus (B 2,5,6)
Do. 15s.t.-16.30 in S 90 |
H. Kircher
Beginn: 14.10. |
|
In diesem Seminar sollen wichtige Beispiele der Erzählliteratur der
zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts besprochen werden - beginnend
mit Gottfried Kellers "Romeo und Julia auf dem Dorfe" und endend mit
Gerhart Hauptmanns "Bahnwärter Thiel". Dazwischen stehen Texte u.
a. von B. Auerbach, C. F. Meyer, Th. Storm, Th. Fontane u. a. Eine
genaue Liste wird Anfang September aus-gehängt. Auch theoretische
Literatur soll mit einbezogen werden. Unbedingt wünschenswert wäre
es, wenn jeder Teilnehmer vor Semesterbeginn den Roman "Soll und Haben"
von Gustav Freytag gelesen hätten. (Das Buch ist zur Zeit leider nicht
im Handel erhältlich, aber beispielsweise in unserer Institutsbibliothek
in mehreren Exemplaren vorhanden). |
4388
2 St. |
Texte aus der deutschen und europäischen Romantik (B 4, 5)
Mi. 16-18 in 204 |
A. Campanile
|
|
Die Romantik gilt heute als bedeutendste künstlerisch-literarische
Bewegung der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts auf europäischer
Ebene: allein die Entwicklung des Begriffs und der Epoche spiegeln
die vielfachen Wechselbeziehungen der west-europäischen Literaturen
wider. Durch Mme De Staëls De l’Allemagne wurde ins-besondere die
deutsche Romantik mit einem Schlage ins Zentrum der zeitgenössischen
ästhetischen und poetologischen Diskussionen gerückt, freilich unter
Einbeziehung Schillers und Goethes. Die Romantik wurde zu einem übergreifenden
Diskurs, in welchem Fragen nach Modernität, Künstlertum, Volksliteratur,
universaler Poesie im Mittelpunkt standen, wenn auch mit verschiedenen
Akzentuierungen. Das Proseminar soll Orientierung über eine nicht
wenig problematische Epochen-entwicklung im europäischen Rahmen verschaffen,
die revolutionär-innovativen Elemente der Romantik in ihrer Bedeutung
für die Moderne nachzeichnen, die Vermittlung und Wirkung jeweiliger
nationaler Ausprägungen romantischer Diskurse untersuchen. Anhand
ausgewählter Schlüsseltexte sollen „typisch" romantische Themen behandelt
werden. Eine ausführliche Bibliographie und die genaue Textauswahl
werden in der ersten Sitzung bekanntgegeben. Zur Vorbereitung werden
empfohlen: Helmut Schanze (Hrsg.): Romantik-Handbuch. Stuttgart: Kröner
1994; Gerhart Hoffmeister: Deutsche und europäische Romantik. Stuttgart:
Metzler ²1990. |
4389
ZP 2 St. |
Lektüre und Analyse von Gedichten II (19. u. 20. Jh.) (B 2,5)
Di. 9-11 in S 93 |
N. Mecklenburg
|
|
Das Seminar behandelt Gedichte vom Vormärz bis zur Gegenwart. Textgrundlage:
Karl Otto Conrady (Hg.): Das Buch der Gedichte (Cornelsen/Hirschgraben).
Das Seminar umfaßt Lektüre (auch angemessenes Vortragen!), Analyse
(Grundbegriffe der Gedichtanalyse), historische Einordnung (vor allem
in Epochenkontexte) und Inter-pretation, auch ein wenig Lyriktheorie.
Anmeldung, Programm und Literaturhinweise in der Eröffnungssitzung.
|
4390
ZP 2 St. |
Medea
Di. 19-21 in 230 |
B. Dotzler/M. Jacobs
|
Médeia, mit Zauberkünsten begabt, verhilft Iason zum Goldenen Vlies
und zu ewiger Jugend. Für das erstere hintergeht sie ihren Vater,
König Aietes von Kolchis, und tötet ihren eigenen Bruder. Letzteres
hat schließlich die Entzweiung mit Iason zur Folge, der sie nach der
Geburt zweier Söhne verstößt, um die jüngere Königstochter Glauke
zur Frau zu nehmen. Médeias haßerfüllte Rache ist so blutrünstig wie
ihre vorhergehenden Taten aus Liebe zu Iason. Sie übersendet Glauke
ein kostbares Kleid als Hochzeitsgeschenk, das im Moment, da diese
es überwirft, in Flammen aufgeht. Damit aber noch nicht genug, ermordet
sie außerdem ihre beiden Kinder.
Von der Antike bis in die Gegenwart hat diese Geschichte zahlreiche
Anverwandlungen provoziert. Das Seminar wird der Behandlung des Stoffs
in Dramentexten (von Euripides über Grillparzer und Hans Henny Jahnn
bis zu Heiner Müller), in der Erzählliteratur (z. B. Christa Wolfs)
und in Filmen (z. B. von Pasolini und Lars von Trier) nachgehen. Bei
Interesse können auch Beispiele aus der Geschichte der Oper (Cherubini)
und der Bildenden Künste einbezogen werden. Das besondere Augenmerk
gilt dabei der Frage nach den epochalen Unterschieden einerseits sowie
andererseits nach den medientechnisch bedingten Differenzen, die sich
bei der Verarbeitung des (scheinbar) stets gleichen Stoffs beobachten
lassen.
Das Seminar wird in Zusammenarbeit mit Miriam Jakobs, M.A., vom Institut
für Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft durchgeführt; Scheine
können alternativ für dieses Fach oder für die Neuere deutsche Literaturgeschichte
erworben werden. |
4391
ZP 2 St. |
Gotthold Ephraim Lessing (B 4, 6)
Di. 16-18 in 230 |
D. Kurth
|
|
Anhand von Analysen zentraler Werke soll die Stellung Gotthold Ephraim
Lessings in der Literatur und Geschichte seiner Zeit erarbeitet werden.
Dabei stehen die Dramen, Lessings Traum vom Theater und seiner nationalpädagogischen
Aufgabe im Vordergrund, aber auch die Rezensionstätigkeit, die theologischen
Auseinandersetzungen und die Fabel als „Exempel der praktischen Sittenlehre„
sollen berücksichtigt werden. Ein Infoblatt mit Seminarprogramm und
Literaturhinweisen ist zu Semesterbeginn in einem Ordner bei der Bibliotheksaufsicht
erhältlich. |
4392
ZP 2 St. |
Roman und Romantheorie bei Robert Musil (B 1, 2, 6)
Mo. 9-11 in S 83 |
S. Grimm
|
|
Wie kein anderer Roman versammelt Musils Der Mann ohne Eigenschaften
zentrale Paradigmen der klassischen Moderne: das Aufbrechen rationaler
Handlungsmuster zugunsten der erzählerischen Reflexion, den Vorrang
des Möglichen vor dem Wirklichen, die Infragestellung einer tradierten
Auffassung der Sprache, die Ästhetisierung des Häßlichen, die Problematisierung
von Liebe und Geschlecht sowie die Auseinandersetzung mit den Naturwissenschaften
(E. Mach). Das Seminar will diese Paradigmen im Spannungsfeld zwischen
der Kritik an überkommenen Erzähltraditionen und ihrer Neudefinition
auf der Grundlage existentieller und phänomenologischer Wahrnehmungen
un-tersuchen. Dafür sollen insbesondere romantheoretische wie auch
philosophische und ästhetische Positionen (z.B. Nietzsche) herangezogen
werden. Textgrundlage: Der Mann ohne Eigenschaften. Reinbek
b. Hamburg 1978, 2 Bde. (rororo 13462 u. 13463). Teilnahmebedingungen:
Interesse an theoretischen Fragestel-lungen, Bereitschaft zur Übernahme
eines Kurzreferats. |
4393
ZP 2 St. |
Rainer Maria Rilke (B 6)
Mo. 18-19.30 in 230 |
J. Zenke
|
|
Seiner Dichterexistenz zuliebe hat Rilke auf erhebliche Teile eines
bürgerlichen Lebens verzichtet. Entstanden ist ein lyrisches Werk,
das zu den Höhepunkten in der Geschichte der Gattung zählt. Im Mittelpunkt
unseres Interesses sollen der Roman „Die Aufzeichnungen des Malte
Laurids Brigge„, die „Neuen Gedichte„ sowie die „Duineser Elegien„
stehen. Zur Einführung: Wolfgang Leppmann: Rilke. München 1981. |
4394
ZP 2 St. |
Ingeborg Bachmann (B 6)
Mi. 18-19.30 in S 82 |
J. Zenke
|
|
„Wir wollen über Grenzen sprechen„, schlägt die Autorin in einem Gedicht
vor, und dies sind in ihrem Werk Grenzen des Ich und seiner Wirklichkeitswahrnehmung,
deren Mitteilbarkeit in einer zeitgemäßen Sprache. Vorgesehen ist
die Besprechung einiger Gedichte und Erzählungen, eines Hörspiels
und abschließend des Romans „Malina„. |
4395
ZP 2 St. |
Volker Schlöndorffs Literaturverfilmungen (B 5, 6)
Mo. 18-20 in S 76 |
H. Esselborn
|
|
V. Schlöndorff ist sicher der "Literaturverfilmer par excellence des
Neuen deutschen Films", der in den sechzi-ger Jahren in Deutschland
bekannt wurde und später interna-tionale Produktionen drehte. Folgende,
für die Literatur besonders inter-essante Filme sollen vorgeführt
und im Vergleich mit den Texten diskutiert werden: Der junge Törleß,
Michael Kohlhaas - der Re-bell, Die verlorene Ehre der Katharina Blum,
Die Blechtrommel, Homo Faber. Zur Einführung s. Rainer Lewandowski:
Die Filme von V. Schlöndorff. Hildesheim, New York 1981. |
4396
2 St. |
Poetologien: Junge Prosa der 90er Jahre (B 1, 2)
Fr., abwechselnd 18-20 in 230 und Fr. 20-22 im Literaturhaus, Media-Park
|
Krupp/U. Janssen
Beginn: 15.10. |
Das Seminar soll die Möglichkeit bieten, sich mit junger Literatur
,hautnah‘ zu beschäftigen. Zum Thema „Junge Prosa der 90er Jahre„
haben wir acht Autoren eingeladen, die sich in poetologischen Kurzvortägen
über ihre Arbeit äußern werden. Im Anschluß daran wird ein moderiertes
Gespräch stattfinden. Im Seminar sollen diese Sitzungen jeweils vorbereitet
werden. Eingeladen sind: Ingo Schulze, Marcel Beyer, Kathrin Schmidt,
Yoko Tawada, Thomas Meinecke, Thomas Hettche, Friederike Kretzen und
Sibylle Lewitscharoff.
Die Veranstaltungen mit den Autoren werden jeweils alle zwei Wochen
(Beginn: 20 h) im Literaturhaus im Media-Park stattfinden und öffentlich
zugänglich sein; die vorbereitenden Sitzungen des Seminars finden
im Institut statt (Beginn 18 h). Die Beiträge der Autoren sollen,
zusammen mit den Ergebnissen des Seminars und der Gespräche in einer
Anthologie veröffentlicht werden; der WDR wird die öffentlichen Veranstaltungen
mitschneiden. Interessierte Student/inn/en haben die Gelegenheit,
sich an der Gestaltung sowohl der Reihe und der öffentlichen Gespräche
als auch der Publikation zu beteiligen.
Es ist sinnvoll, sich in die Romane und Prosatexte der eingeladenen
Autoren schon vorher einzulesen; in einem Seminarordner wird eine
entsprechende Literaturliste sowie Hintergrundmaterial zur Gegenwartsprosa
bzw. Poetik bereitgestellt werden. |
4397
2 St. |
Autorenwerkstatt
Mi. 19-21 in S 73 |
B. Pütz
|
| Meßlatte
für die bei uns vorgestellten Arbeiten ist und bleibt ihre literarische
Qualität. Daß es zu deren Beurteilung keine allgemein verbindlichen
Kriterien gibt, möge unsere Gespräche auch in Zukunft spannend halten.
Die Ankündigung der „Autorenwerkstatt„ als Seminar macht unsere Runde
keineswegs zum akademischen Zirkel; Voraussetzung für die Teilnahme
ist daher nicht philologisches Know-How, sondern streitbares — und
aktives — Engagement für eine bessere Literatur. Nur so kann die „Autorenwerkstatt„
auch in Zukunft ein kritisches Forum bleiben, das Schreibenden in
und außerhalb der Universität eine Voröffentlichkeit und erste Resonanz
auf eigene Texte bietet. Wer sich vorab über unsere Arbeit informieren
möchte, sei auf die Anthologie „weiter im text„ verwiesen (10 Jahre
Kölner Autorenwerkstatt 1980-1990, hrsg. v. N. Hummelt, Köln: Janus
Verlagsgesellschaft 1991). |
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Fachdidaktik
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4398
2 St. |
Grammatisches Wissen (C 3)
Di. 8.30-10 in 230 |
G. Siebert-Ott
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Metasprachliche Kompetenz und Sprachrichtigkeit benennt Ivo (1996)
als zwei Zielbegriffe muttersprachlicher Bildung. Das Seminar beschäftigt
sich mit der Frage, was unter metasprachlicher Kompetenz und Sprachrichtigkeit
zu verstehen ist, in welchem Zusammenhang die Entwicklung von metasprachlicher
Kompetenz und Sprachrichtigkeit im Deutschunterricht stehen und wie
die Entwicklung von meta-sprachlicher Kompetenz und Sprachrichtigkeit
im Deutschunterricht der Sekundarstufe I und II bei Schülern deutscher
und anderer Muttersprache gefördert werden kann.
Literatur zur Einführung:
Günther, H. 1998. Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik. Didaktik
Deutsch 4: S. 17-33.
Ivo, H. 1996. Über den Tag hinaus. Begriff einer allgemeinen Sprachdidaktik.
In: Didaktik Deutsch 1: S. 8-29. |
4399
2 St. |
Populäre „Mittelalterromane" als Gegenstand des Deutschunterrichts
(SII) (C 1, 4)
Mi. 15-18 (14-tägig) in 230 |
A. Mielke
|
„Tod und Teufel„, „Der Name der Rose„, „Die Nebel von Avalon„, „Der
Medicus„ .. das sind nur einige der Bestseller-Titel, die für die
Faszination stehen, die das Mittelalter auf heutige Leserinnen und
Leser ausübt. Können mit diesen Büchern die Lust am Lesen und das
Interesse an einer längst vergangenen Zeit auch im Deutsch-unterricht
geweckt und gefördert werden? Unter dieser Fragestellung wird sich
das Seminar nicht nur mit den genannten und anderen Titeln vergnügen,
sondern auch konkrete Unterrichtsbeispiele erarbeiten. Als Vorbereitung
darauf sollte folgender Titel zu Ihrer Ferienlektüre gehören:
Franz Schätzing: Tod und Teufel. Ein Krimi aus dem Mittelalter. Emons
Verlag Köln 1995. Mögliche Themen für Referate und Hausarbeiten werden
zu Beginn des Semi-nars vorgestellt. Das Seminar findet 14-tägig statt.
Die genauen Termine werden vor Ende der Semesterferien bekannt gegeben. |
4400
2 St. |
Literatur der achtziger und neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts
im Deutschunterricht der S I und S II (Lyrik, Erzählung, Essay) (C
4)
Di. 14-16 in 230 |
B. Plett
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4401
2 St. |
Deutschsprachige Literatur „ausländischer„ AutorInnen im Deutschunterricht
(C 4)
als Blockseminar
Sa. 10-17 Uhr in 204, 16.10.99, 18.12.99, 8.1.2000, 5.2.2000 |
U. Reeg
|
Viele der nach Deutschland eingewanderten AutorInnen, die das Deutsche
zu ihrer Literatursprache gemacht haben, konnten ein signifikantes
Eigenprofil entwickelt und einen z. T. beträchtlichen Bekanntheitsgrad
erreichen. Eine didaktische Vermittlung dieser Texte, die man zunächst
als Migrations- oder MigrantInnenliteratur bezeichnet hat, wurde bisher
vor allem in Hinblick auf den interkulturellen Deutschunterricht im
In- und Ausland reflektiert. Ein adäquate Berücksichtigung im gymnasialen
Deutschunterricht von Texten, die sich mittlerweile in sehr differenzierter
Weise mit den Erfahrungen von „Fremde„ auseinandersetzen, ist jedoch
nur vereinzelt zu beobachten. Im Rahmen dieses Seminars werden wir
nach einem einführenden Überblick über die Entwicklung dieser Literatur
ausgewählte Texte besprechen und Vermittlungsvorschläge für einen
handlungs- und projektorientierten Unterricht erarbeiten.
Zu Beginn des Seminars wird ein ausführlicher Materialordner mit einer
Bibliographie zur Verfügung gestellt.
Zur Lektüre empfohlen: Chiellino, Gino: Sich die Fremde nehmen. Gedichte
1986-1990. Kiel: Neuer Malik Verlag 1992. - Tawada, Yoko: Talismann.
Literarische Essays. Tübingen: Konkursbuchverlag 1996. - Singh, Rajvinder:
Spuren der Wurzeln. Gedichte. Berlin: BONsai-typART 1996. - Özdamar,
Emine Sevgi: Die Brücke vom goldenen Horn: Kiepenheuer & Witsch 1998.
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4402
2 St. |
Morphologie (A 1, 2)
Mi. 13-15 in S 58 |
D.
Busse
Beginn: 13.10. |
Im Hauptseminar sollen die Grundzüge der Morphologie als desjenigen
Teilbereichs der Linguistik besprochen werden, der sich mit der inneren
Struktur der Wörter oberhalb der Phonemebene und den Regeln der Bildung
von Wörtern aus kleineren Elementen (Morphemen) beschäftigt. Die engen
Bezüge der Morphologie zu Phonologie, Syntax, Semantik und Lexikologie
spielen dabei eine wichtige Rolle für Gegenstandsbestimmung und Theorie
dieser Teildisziplin. Das Hauptseminar soll einerseits einen Überblick
über die Grundbegriffe und theoretischen Modelle der Morphologie verschaffen
und andererseits die Grundzüge der Morphologie des Deutschen (in Wortstruktur,
Flexion und Wortbildung) vermitteln. Neuere, innovative und alternati-ve
Modelle sollen dabei nicht zu kurz kommen (Literaturhinweise:
s. Aushang vor Raum 320).
Teilnahmevoraussetzungen: Zwischenprüfung, Bereitschaft zur aktiven
Teilnahme; Voraussetzung für einen Leistungsnachweis: aktive
Teilnahme; Referat (schriftlich vorzulegen) oder Hausarbeit; Bedingungen
für einen QuaSt auf Anfrage. |
4403
2 St. |
Lexikalische Semantik (A 1, 2)
Mi. 11-13 in S 82 |
D.
Busse |
Das Hauptseminar soll in die wichtigsten Grundlagen der lexikalischen
Semantik einführen, wobei das Schwergewicht (wie in der ling. Semantik
generell) auf semantischen Grundlagentheorien und Wortsemantik liegt.
Die Rolle der Semantik innerhalb der Teilbereiche von Linguistik und
/ bzw. Sprachkompetenz wird dabei ebenso angesprochen wie in der bisherigen
Forschung eher vernachlässigte Fragen wie z. B. die einer semantischen
Typologie oder der Notwendigkeit einer semantischen Durch-dringung
aller Teilbereiche der Grammatik. Seitenblicke auf benachbarte Betrach-tungsweisen
von Semantik (z. B. in Zeichentheorie, Sprachphilosophie, Psychologie,
Lexikographie) sollen - soweit es der Zeitrahmen erlaubt - ebenfalls
eingeschlossen werden. (Literaturhinweise: s. Aushang vor Raum
320).
Teilnahmevoraussetzungen: Zwischenprüfung, Bereitschaft zur
aktiven Teilnahme; Voraussetzung für einen Leistungsnachweis:
aktive Teilnahme; Referat (schriftlich vorzulegen) oder Hausarbeit;
Bedingungen für einen QuaSt auf Anfrage. |
4404
2 St. |
Syntax des Deutschen (A 1, 2)
Do. 11-13 in S 67 |
J.
Lenerz
Beginn: 13.10. |
Verschiedene Aspekte der Syntax des Deutschen sollen (vornehmlich
aus der Sicht der sog. Generativen Grammatik) exemplarisch in Arbeitsgruppen
erarbeitet und dann dem Seminar in Referaten vorgestellt und erläutert
werden.
Ein detaillierter Seminarplan mit einzelnen Themen wird rechtzeitig
durch Aushang bekanntgegeben.
Zur Auffrischung von relevanten Inhalten des Grundstudiums empfehle
ich:
G. Fanselow/ S. Felix (1990) Sprachtheorie Bd. 2: Die Rektions und
Bindungstheorie. Tübingen: Francke.
G. Grewendorff/ F. Hamm/ W. Sternefeld (1993) Sprachliches Wissen.
Frankfurt: Suhrkamp.
A. Wöllstein-Leisten/ A. Heilmann/ P. Stepan/ St.Vikner (1997) Deutsche
Satz-struktur. Tübingen: Stauffenburg.
Zur Vorbereitung auf das Hauptseminar empfehle ich folgende Titel,
die auch wichtige Referenztexte für den gesamten Kurs darstellen:
G. Grewendorff (1991) Aspekte der deutschen Syntax. Tübingen: Narr.
L. Haegemann (1996) Introduction to Government & Binding Theory. 2nd
Edition. Oxford: Blackwell.
A. v. Stechow/ W. Sternefeld (1988) Bausteine syntaktischen Wissens.
Opladen: Westdeutscher Verlag.
Tip: Einen knappen Überblick über die wichtigsten technischen und
konzeptuellen Grundlagen der Prinzipien-und Parametertheorie bietet
Kapitel II der Dissertation von P. Bondre-Beil (1994) Parameter der
Syntax. Tübingen: Niemeyer. |
4405
2 St. |
Verbaspekt und Verbvalenz (A 1, 2)
Di. 15 s. t.-16.30 in S 93 |
B.
Primus
Beginn: 12.10. |
Die Themenschwerpunkte dieses Seminars sind diejenigen Valenzaspekte,
die mit der Einteilung der Verben in Aspekt- bzw. Aktionsartklassen
(Zustand vs. Tätigkeit, perfektiv vs. imperfektiv u. ä.) zusammenhängen.
Teilnahmevoraussetzungen: ZP und persönliche Anmeldung. Die Anmeldeliste,
die Literaturhinweise und die Themenliste für die schriftliche Hausarbeit
liegen ab Juli im Lehrstuhlsekretariat, Zi. 224, vor.
Voraussetzung für einen Leistungsnachweis: Schriftliche Hausarbeit
(die in Form eines Thesenpapiers im Seminar zur Diskussion gestellt
wird). Voraussetzung für einen QuaST: regelmäßige, aktive Teilnahme
und Klausur. |
4406
2 St. |
Prosodische Phonologie (A 1, 2)
Blockseminar 4.-7.1.2000 im Haus Wiesengrund |
H.
Vater/M. Neef
Beginn: 7.4.99 |
Das Seminar beschäftigt sich mit den wchtigsten prosodischen Phänomenen
des Deutschen - Silben- und Akzentstruktur - auf der Grundlage neuerer
Theorien (Auto-segmentale Phonologie, Optimalitätstheorie, Wortdesigntheorie).
Nach einer Ein-führung in den Gegenstandsbe-reich der prosodischen
Phonologie und Grundzüge der wichtigsten Theorien und Methoden zur
Behandlung von Prosodik werden in Refera-ten einzelne Bereiche der
prosodischen Phono-logie des Deutschen vorgestellt und diskutiert.
Schwerpunkte: Prosodische Konstituenten, Struktur der Silbe
und ihrer Konstituenten.
Teilnahmevoraussetzungen: ZP, Anmeldung bis 25.10.1999 und
Anzahlung von DM 50.- (Gesamtpreis für 3 Übernachtungen mit Vollpension
+ Mittagessen am 7.1.: ca. 240.- DM).
Voraussetzung für den Erwerb eines Leistungsscheins: Ausarbeitung
eines (vor-zutragenden) Referats (Themenliste s. Aushang). Für einen
QuaSt soll ein ausführ-liches Protokoll oder ein Thesenpapier von
ca. 7-8 Seiten ausgearbeitet werden. Bei Wahl eines geeigneten Themas
kann ein Schein für den Studiengang "Ausländerpädagogik" erworben
werden.
Erste Vorbesprechung: Mo, 25.10.99, 18 U. in
Literatur zur Einführung:
Vater, H., 19962. Einführung in die Sprachwissenschaft. München:
Fink (=UTB 1799), Kp.1-2.
Ramers, K.-H./ Vater, H., 19953. Einführung in die Phonologie.
Hürth: Gabel (=KLA-GE 16).
Vennemann, Theo, 1986. Neuere Entwicklungen in der Phonologie.
Berlin: Mouton de Gruyter.
Literatur zur Seminar-Thematik (von allen Teilnehmern zu lesen):
Wiese, R., 1996. The Phonology of German. Oxford: Clarendon,
Kp.3.
McCarthy/Prince 1998. Prosodic Morphology. In: Spencer/Zwicky
(eds.), 1998:283-305.
Archangeli,D./Langendoen,D., 1997. Optimality Theory. An Overwiew.
Oxford: Blackwell, Kp.1
Neef, M., 1998b. Elemente einer deklarativen Wortgrammatik.
Köln (= KLAGE 32, Kp.1)
Literatur zu den Referaten in den Sprechstunden. Literaturliste ab
1.7.99 im Seminar-ordner in der Bibliothek.
Sprechstunden:
H. Vater: Mo, 28.6., 26.7., 13.9., 11.10., jeweils 17-19 Uhr in 222.
M. Neef: Mi, jeweils 14-15 U. in 222; Feriensprechstd. Di, 3.8.; 24.8.,
11-12. |
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Ältere deutsche
Literatur
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4408
2 St. |
Wittenwiler, ‘Ring’ (B 2, 3, 6v)
Do. 14-16 in S 78 |
H.-J.
Ziegeler
Beginn: 14.10. |
Mit dem zu Beginn des 15. Jahrhunderts entstandenen ‘Ring’ des (vermutlich)
Kon-stanzer Autors Heinrich Wittenwiler ist ein ebenso singuläres
wie epochal bedeut-sames Werk überliefert: Erhalten ist es nur in
einer Handschrift, reflektiert aber in der Erzählung von der Werbung
des Bauern Bertschi um die Bauerntochter Mätzli aus dem Dorf Lappenhausen
(= Narrenhausen), der endlich geglückten Verehelichung der beiden
und einem daraus entstandenen Krieg, der eine europäisch dimensionierte
Welt zugrundegehen läßt, soziale Verschiebungen, politische Konstellationen
und ein breites Spektrum „mittelalterlicher" Literatur dies alles
in einer eigenwilligen Verknüpfung von Lehre und unterhaltender Erzählung,
die in der Handschrift darüber hinaus rot bzw. grün markiert sind.
Die Arbeit im Seminar sollte von den hier ange-deuteten Grundproblemen
des Verständnisses und der Interpretation ausgehen, sich dann aber
konzentrieren auf die Modi des intertextuellen Erzählens und Argumentierens
in Wittenwilers eigenwilligem, eine oft hinreißende Lektüre bietenden
Werk.
Anmeldung: Do., 1.7., 16-17 Uhr in Raum 213 Ausgabe: Heinrich Wittenwiler.
Der Ring. Frühneuhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach dem Text von Eduard
Wießner [...] hg. v. Horst Brunner, Stuttgart 1991 (RUB 8749) |
4409
2 St. |
Minne, Liebe, Ehe im Hochmittelalter (B 3)
Mo. 16-18 im Vortragsraum |
K.-H.
Göttert |
|
Das Hauptseminar beschäftigt sich mit dem Problemfeld Minne, Liebe,
Ehe im Hochmittelalter in folgender thematischen Spezifizierung: Soziologie
des Minnesangs; Realitätsproblem der Minne; Liebe, Ehe, Ehebruch in
der Literatur; Ovid und Ovid-Rezeption; Minnetraktate; Andreas Capellanus'
De amore; Rhetorik der Minne; Gattungsfragen. Anmeldung zum Hauptseminar
in den Feriensprechstunden (s. Aushang). Es wird erwartet, daß jeder
Teilnehmer, der einen Schein erwerben will, ein Thema über-nimmt und
zum angegebenen Termin vorträgt. Die schriftliche Ausarbeitung kann
in den nachfolgenden Semesterferien erfolgen. |
4410
2 St. |
Mittelalterliche Literatur als mediales Ereignis: Aufführung und
Schrift, Text und Bild (B 1, 3)
Mo. 18-20 in S 93 |
U.
Peters |
Unter den Schlagworten „Neue Mediävistik„/ „Neue Philologie„/„Neue
Altgermanistik„ sind in den letzten 20 Jahren von den verschiedensten
Seiten her an den mittelalterlichen Texten innovative Themen und Fragestellungen
erprobt worden, die zwar sehr dezidiert in die übergreifenden Theoriediskussionen
der anderen kulturwis-senschaftlichen Disziplinen eingebunden waren,
zugleich jedoch immer die Spezifik mittelalterlicher Literatur im
Blick hatten. Sachlicher und methodischer Fluchtpunkt dieser mediävistischen
Neuorientierung ist der Terminus, die Vorstellung einer spezifischen
Medialität der mittelalterlichen Literatur, die sich auf den verschiedensten
Ebenen zeige und zu einem großen Teil für die Besonderheiten mittelalterlicher
Texte verantwortlich sei: Ihre Entstehung und Verbreitung in einer
prekären Gemen-gelage zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit, die
Variabilität ihrer handschriftli-chen Überlieferung, ihre Kontextualisierung
mit Bildern in illuminierten Handschrif-ten, die auch den spezifischen
Status, die charakteristische Poetik dieser Literatur tangiere. Diese
neueren, im weitesten Sinne medientheoretischen Überlegungen und Arbeitsweisen
der Mittelalter-Philologie sollen in diesem Seminar an ausgewählten
Beispielen systematisch erarbeitet und kritisch diskutiert werden.
Dabei wird es einerseits um die Besonderheiten und textuellen Konsequenzen
der handschriftlichen Überlieferung mittelalterlicher Texte gehen,
andererseits um die Möglichkeiten und Probleme eines spezifisch medientheoretischen
Blicks auf die Texte.
Zur Einführung: Horst Wenzel: Hören und Sehen. Schrift und Bild. Kultur
und Gedächtnis im Mittelalter. München 1995. |
4411
2 St. |
Die Lyrik Walthers von der Vogelweide - Überlieferung, Edition,
Interpretation
Mo. 10-12 in 204 |
F.
Holznagel |
Die Lyrik Walthers von der Vogelweide hat Konjunktur. Seit 1996 sind
gleich mehrere Editionen erschienen, und mindestens eine weitere ist
in Vorbereitung; außerdem sind innerhalb derselben Zeit drei neue
wissenschaftlichen Einführungen publiziert worden. Die enorme Beachtung,
die Walthers Texte erfahren, gründet sich ohne Zweifel in ihren außergewöhnlichen
sprachlichen und literari-schen Qualtitäten, die bereits im Mittelalter
gerühmt worden sind. Das Ziel des Seminars besteht darin, anhand der
intensiven Lektüre ausgewählter Bei-spiele eben diesen Qualitäten
nachzuspüren und die große thematische und formale Spannbreite der
mit dem Namen Walt-hers verbundenen Lyrik zu verdeutlichen. Gleichzeitig
ermöglicht ein Blick auf die unter-schiedlichen Neu-Editionen einen
ausge-zeichneten Zugang zu einigen zen-tralen Problemen der gegenwärtigen
Mediävistik, die auf der Grundlage einer verstärkten Hinwendung zur
handschriftlichen Überlieferung die grund-sätzliche Überprüfung solcher
literaturwissenschaftlicher Katego-rien wie 'Autor', 'Werk' und 'Text'
einfordert.
Anmeldung und Vorbesprechung finden in der ersten Seminarsitzung am
11.10.1999 statt.
Ein Seminarplan mit Literaturhinweisen hängt zu Beginn der Semesterferien
aus. Zur Anschaffung empfehle ich dringend: Cormeau, Christoph
(Hrsg.): Walther von der Vogelweide. Leich, Lieder, Sangsprüche
[...]. Berlin, New York 1996 [Achtung: Von dieser Edition gibt
es eine kartonierte Studienausgabe!!].
Als Einführung in das Werk Walthers von der Vogelweide empfehle
ich: Manfred Günter Scholz: Walther von der Vogelweide. Stuttgart,
Weimar 1999 (=Sammlung Metzler. 316). |
4412
2 St. |
Liedertheorie III: Toronto und die Folgen (B 1,3)
Fr. 16-18 in 230 |
U.
Mehler
Beginn: 15.10. |
Das Seminar führt die Übungen zur Liedertheorie fort und beendet diese.
Es kann aber auch ohne die Teilnahme an den beiden vorhergehenden
Seminaren besucht werden. Neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind
herzlich willkommen. Gegen-stand des Seminars werden einerseits die
insbesondere von kanadischen und amerika-nischen Wissenschaftlern
betriebenen Oralitätsforschungen ab etwa 1960 sein, ande-rerseits
die Auseinandersetzung der (west-)deutschen Germanisten mit eben diesen
Theorien. Grundlage des Seminars ist eine Textsammlung, die ab dem
13. August 99 zur Verfügung steht. Die Kenntnis dieser Textsammlung
sowie der darin angegebenen Literatur wird zu Beginn des Seminars
vorausgesetzt. Anmeldungen (fern-)mündlich, (fern-)schriftlich oder
durch e-Mail bis zum 8.10.99. Nach diesem Termin ist eine Anmeldung
und damit eine Teilnahme am Seminar nicht mehr möglich. Bitte tragen
Sie sich in die Referatsthemen im Aushang neben Zimmer 339 ein.
Adresse:
U. M., Institut für deutsche Sprache und Literatur;
e-mail: U.Mehler@uni-koeln.de
Privat: U. M., St. Agnes-Str. 1, 53894 Mechernich-Bleibuir, Tel./Fax:
02443/48374 |
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4413
2 St. |
Epos und Epostheorie (Texte: Fr. Schlegel, Goethe, Lukacs, C. Schmitt,
Handke) (B1, 6)
Di. 9.30-11 in S 82 |
N.
Wegmann/H. Christians |
Das Epos ist gleichzeitig Vorgeschichte, Ideal und Konkurrenz des
modernen Ro-mans. Erzählweise und Gegenstand des Epos zu bestimmen,
ist allerdings (gerade deswegen?) ein schwieriges Unterfangen. Das
Seminar sammelt (1.) die einschlägigen Bestimmungsversuche des Epos
und des Ideal-Epischen von Blankenburg und Hegel bis zu Lukacs, Adorno,
K. Hamburger und Bachtin, um den Gegenstand dann (2.) in exemplarischen
Debatten und Konjunkturen um 1800, um 1900 und in der Gegenwart erneut
aufzusuchen: Klopstocks ,Messias‘ oder Goethes ,Hermann und Dorothea‘
und ihre Rezeption sind in dieser Hinsicht ebenso aufschlußreich wie
verschiedene Versu-che von Däubler, Borchardt, Döblin, Handke oder
Edgar Reitz, das Epos zu Anfang bzw. am Ende des 20. Jahrhunderts
als Alternative zum modernen Roman zu (re-) konstruieren.
(Vorausgesetzt wird die Lektüre von: Georg Lukacs, Theorie des Romans,
1916; Theodor W. Adorno, Über epische Naivität, 1944; J. W. Goethe,
Hermann und Dorothea, 1797; Adalbert Stifter, Witiko. Erster Band,
1865) |
4414
2 St. |
Text und Bild: Emblematische Strukturen im 17. und 20. Jahrhundert
II (B 1, 2)
Mo. 19-21 in 204 |
W.
Voßkamp
|
Die zentrale (intermediale) Text-Bild-Wechselbeziehung läßt sich in
der deutschen und europäischen Literatur am besten an Traditionen
der Emblematik beobachten. Der dominante Lektüremodus für Bild-Text/Text-Bild-Relationen
bildet sich in em-blematischen Strukturen ab, die im Seminar an Beispielen
vor allem des 17. und 2O. Jahrhunderts untersucht werden sollen. Ausgehend
von A. Alciatus' "Emblemata" sind vor allem allegorische Lektüren
in der Literatur des 17. Jahrhunderts durch em-blematische Formbildungen
charaktersiert. Hier werden Beispiele von Gryphius ("Carolus Stuardus",
"Aemilius Papinianus"), Lohenstein ("Cleopatra", "Sophonisbe") und
Grimmelshausen ("Simplicius Simplicissimus") zugrunde gelegt. In der
Rezeption sollen vor allem Texte des 2O. Jahrhunderts untersucht werden:
Brechts "Kriegs-fibel", Peter Weiß' "Ästhetik des Widerstands",
Alexander Kluges "Patriotin" und Heiner Müllers "Germania.
Tod in Berlin". Die Lehrveranstaltung ist auf zwei Semester angelegt;
Hauptseminararbeiten sind erwünscht. Anmeldung in den Sprechstunden.
Literatur: Walter Benjamin, Ursprung des deutschen Trauerspiels (zuerst
Berlin 1928); Albrecht Schöne, Emblematik und Drama im Zeitalter des
Barock. München 21968; Emblem und Emblematikrezeption. Hg. v. Sybille
Penkert. Darmstadt 1978; Bernhard F. Scholz, Das Emblem als Textsorte
und als Genre: Überlegungen zur Gattungsbestimmung des Emblems. In:
Zur Terminologie der Literaturwissenschaft. Hg.v. Christian Wagenknecht.
Stuttgart 1989, S. 289-308; Waltraud Wiethölter, "Schwartz und Weiß
auß einer Feder" oder Allegorische Lektüren im 17. Jahrhundert: Gryphius,
Grimmelshausen, Greiffenberg. In: DVjs. 72, 1998, S. 537-591. |
4415
2 St. |
Zur Literaturgeschichte der Aufklärung: Das Erdbeben von Lissabon
(1755) (B 2, 6)
Mo. 16-17.30 in S 65 |
N.
Wegmann |
Thema des Seminars ist die Literatur des 18. Jahrhunderts. Der Einstieg
in die literar-historische Epoche der Aufklärung wird - abweichend
vom vertrauten Muster - weder über Leben und Werk eines Autors noch
durch ein bestimmtes Genre gesucht. Ausgangspunkt ist vielmehr ein
"Weltereignis": „Am 1. November 1755 ereignete sich das Erdbeben von
Lissabon und verbreitete über die in Frieden und Ruhe schon eingewohnte
Welt einen ungeheuren Schrecken." (Goethe: Dichtung u. Wahrheit).
Obwohl nur eine sog. Naturkatastrophe, mußte dieses Ereignis auch
gedeutet werden. Er wurde zum Testfall für das Denken der Zeitzeugen,
doch auch Kleist, Fontane oder B. Brecht greifen auf dieses Ereignis
zurück. Wie hat man den Vorfall gedeutet? Welche "Beben" sind von
diesem Ereignis ausgegangen? Wie und warum ist dieses Naturereignis
zu einem „Wendepunkt der europäischen Geistesgeschichte" (H. Weinrich)
geworden?
In einem ersten Anlauf werden quellennah der Vorfall und die von ihm
ausgelöste Debatte um den metaphysischen Optimismus („Whatever is,
is right." / Pope: An Essay on Man) diskutiert. Ein weiterer Schwerpunkt
ist die Lektüre von philosophi-schen Romanen der Zeit. Texte wie Voltaires
Candide und J.C. Wezels Belphegor haben das Ereignis
nach- und weitererzählt. Thema ist insbesondere die das 18. Jahrhundert
prägende Kontroverse über Optimismus und Pessimismus. Nicht zuletzt
wird schließlich auch dieses Seminar zur Aufklärung den Sprung in
die Gegenwart wagen: Was ist für uns heute eine (Natur-)Katastrophe?
Wieweit ist auch in unserer Zeit die "Katastrophe" Anstoß, über den
Zusammenhang von Natur, Gesellschaft und individueller Biographie
nachzudenken?
Zur Vorbereitung empfohlen: H. Weinrich: Literaturgeschichte eines
Weltereignisses: Das Erdbeben von Lissabon. In: Ders.: Literatur für
Leser. München: dtv 1986. S. 74-90. Die Romane von Voltaire und Wezel
sind als Taschenbuchausgaben beim Insel-Verlag erhältlich. |
4416
2 St. |
Heinrich von Kleists Erzählungen (B 5,6)
Mi. 11-13 in S 93 |
G.
Blamberger/A. Stephens |
In diesem Seminar sollen weniger die Inhalte der Erzählungen Kleists
als vielmehr die ganze Vielfalt seiner narrativen Strategien und die
möglichen Interaktionen zwischen Text und Leser in den Vordergrund
gestellt werden. Dabei werden die ‘Fallen’, in die unbefangene Leser
durch das ambivalente Verhalten der jeweiligen Erzählinstanzen gelockt
werden, insbesondere die Versuchungen, vorschnelle mora-lische Urteile
über die Handlung oder die fiktionalen Gestalten zu fällen, durch
die Rezeption ausgewählter Texte der Kleist-Forschung aufgezeigt und
einer Analyse im Kontext neuerer Erzähltheorien unterzogen werden.
Das Ziel dieser Auseinanderset-zungen mit der Poetologie Kleists besteht
zuletzt darin, eine Phänomenologie der Manipulierbarkeit des intendierten
Lesers zu skizzieren.
Zur einführenden Lektüre wird empfohlen: Interpretationen: Kleists
Erzählungen. Stuttgart: Reclam 1998 (UB 17505). - Scheinbedingungen:
Ergebnispapier als Resultat der Gruppenarbeit (6 Seiten, Abgabe eine
Woche vor der Plenardiskussion des Themas), Referate nur bei geringer
Teilnehmerzahl, Moderation der Plenardiskussion, schriftliche Hausarbeit.
Höchstteilnehmerzahl: 60 Personen. |
4417
4 St. |
Interkulturelle Erzählwerke von der Aufklärung bis zur Gegenwart
(B 1,6)
Mo. 14-18 in S 57 |
N.
Mecklenburg
|
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In dem Seminar soll anhand einer Reihe von ausgewählten erzählenden
Texten vom 18. Jahrhundert bis heute erkundet werden, welches interkulturelle
Potential Literatur enthalten kann, wie sie dieses Potential künstlerisch
entfaltet und mit welchen Kon-zepten und Verfahren man das wissenschaftlich
analysieren kann. Welche Bilder des Fremden und Eigenen werden entworfen
und problematisiert? Wie wird kulturelle Differenz literarisch, erzählerisch
bearbeitet? Auf welchen Ebenen (Produktion, Werk, Rezeption, sozialgeschichtlicher
Kontext) muß interkulturell orientierte Literatur-analyse ansetzen?
Für das Seminar vorgesehene Texte (nicht alle werden besprochen werden
können; gemeinsame Auswahl ist nötig): Christoph Martin Wieland: Oberon
(RUB 123), Heinrich von Kleist: Die Verlobung in St. Domingo (RUB
8003), Gott-fried Keller: Pankraz der Schmoller (RUB 6171), Armin
T. Wegner: Türkische Novellen (1921), Hermann Hesse: Siddhartha (st
182), Joseph Roth: Hiob (KiWi 6), Anna Seghers: Die Hochzeit von Haiti
(Aufbau-Tb 5161), Johannes Bobrowski: Litauische Claviere (Reclam-Bibl.
1470), Uwe Timm: Morenga (KiWi 82), Sten Nadolny: Selim oder Die Gabe
der Rede (SP 730), Emine Sevgi Özdamar: Die Brücke vom Goldenen Horn.
Erläuterungen zu Seminarprogramm und -ablauf, Fachliteratur und Themen
für Referate bzw. schriftliche Hausarbeiten sowie Anmel-dung in der
ersten Sitzung. |
4418
2 St. |
Judentum und literarische Moderne
Mo. 16-18 in S 56 |
E.
Kleinschmidt
Beginn: 18.10. |
Das Seminar versucht den komplexen Zusammenhang von jüdischer Assimilations-
und Intellektualitätsgeschichte mit der ideellen und formalen Ausbildung
einer 'klassi-schen' Literaturmoderne um 1900ff. bis zu Zwangsexil
und Verfolgung ab 1933 exemplarisch darzustellen. Die einzigartige
kulturelle Symbiose des deutschen Juden-tums mit der formativen Bildungswelt
des 19.Jh.s begründet einen sowohl affirmati-ven als auch kritischen
Gestaltungsimpuls von hoher historischer Ausdrucks- und Deutungskraft,
dessen Genesen, Entwicklungen und Verluste zu erörtern sind. - Folgende
größere Texte werden (neben einem Lyrik-Anschnitt von A. Mombert über
die Expressionisten bis W. Mehring) behandelt (verfügbar z.T. in Readerform
zu Semesterbeginn, TB-Ausgaben zur Anschaffung): R. Beer-Hoffmann
'Tod Georgs (TB), P. Adler 'Nämlich', C. Einstein 'Bebuquin' (TB),
A. Döblin 'Die Ermordung einer Butterblume' und 'Die Segelfahrt',
F. Kafka 'Amerika' (TB), E. Lasker-Schüler 'Der Prinz von Theben',
M. Buber 'Von der Wirklichkeit', H. v. Hofmannsthal 'Der Dichter und
diese Zeit', J. Wassermann 'Mein Weg als Deutscher und Jude', A.Schnitzler
'Der Weg ins Freie' (TB), H. Ungar 'Die Verstümmelten', A. Seghers
'Der Aufstand der Fischer von St. Barbara' (TB), E. Toller, Eine Jugend
in Deutsch-land' (TB), G. Colmar 'Susanna'. Das Seminar verzichtet
auf Referate zugunsten gemeinsamer, intensiver Diskussion. Ein Seminarschein
wird durch eine in den Frühjahrssemesterferien abzufassende Hausarbeit
(ca. 25 Seiten) nach persönlicher Absprache über ein Thema eigener
Wahl erworben.
Die TeilnehmerInnenzahl ist (im Rahmen der Raummöglichkeiten) beschränkt.
Listen hängen ab der letzten Semesterwoche des SS 1999 am Schwarzen
Brett neben meinem Büro (246) aus. |
4419
2 St. |
Dokumenta der Literatur: Avantgarde 2000 (Autoren, Konzepte, Debatten)
(B 5)
Do. 9-11 in S 93 |
G.
Blamberger |
Ähnlich wie in der Kasseler Kunstdokumenta soll in diesem Seminar
Kanonbildung betrieben werden. Es gilt die Repräsentanten der jüngsten
Schriftstellergeneration der deutschen und internationalen Literatur
zu entdecken. Die Auswahl der Autoren und Texte erfolgt gemeinsam
am Beginn des Seminars. Scheinbedingungen: Kurzreferat, Vorschläge
für die Plenardiskussion, schriftliche Hausarbeit.
Höchstteilnehmerzahl: 60 Personen. - Zur vorbereitenden Lektüre empfohlen:
Martin Hielscher (Hg.): Wenn der Kater kommt. Neues Erzählen. 38 deutschsprachige
Autorinnen und Autoren. Köln 1996. |
4419a
2 St. |
Filmlektüren
Di. 16-18 in S 91 |
C.
Liebrand |
Ob man Filme wirklich ,lesen‘ kann oder ob die Rede von der ,Filmlektüre‘
eine bloß metaphorische ist, ist eine von der Forschung noch nicht
geklärte Frage (mit der sich das Seminar auseinandersetzen wird).
Bei den Filmen, die - mit dem Fokus auf gender-Repräsentationen
- ,gelesen‘ werden sollen, handelt es sich um ,große‘ Hollywoodproduktionen
(mit hohen Einspielergebnissen und/oder Oscarprämierungen) der 80er
und 90er Jahre (z. B. Titanic, Der englische Patient, Die Hard,
Terminator, Jenseits von Afrika). Es wird zu zeigen sein, daß
die ,Hollywood‘-mainstream-Repräsentationen von gender-Konfigurationen
unzureichend analysiert und beschrieben sind, wenn man sie auf ihre
clichierten und ,affirmativen‘ Komponenten reduziert. ,Liest‘ man
die Filme genau genug, wird deutlich, daß sie ,hochkulturelle Diskurse‘
und die akademischen Diskussionen, die in cultural and gender studies
geführt werden (über gender-crossing, über Weiblichkeit als
Maskerade, über das ,Verschwinden‘ der Geschlechterdifferenz etc.),
auf komplexe Weise verhandeln.
Einführende Literatur: Teresa de Lauretis: Alice Doesn't. Feminism,
Semiotics, Cinema. Bloomington 1984; Knut Hickethier: Film- und Fernsehanalyse.
Stuttgart 1993; Robert Fischer, Peter Sloterdijk, Klaus Theweleit:
Bilder der Gewalt. Hrsg. und eingeleitet von Andreas Rost. Frankfurt
1994; Elisabeth Bronfen: Das verknotete Subjekt. Hysterie in der Moderne.
Berlin 1998. |
4420
2 St. |
Rilkes Neue Gedichte und Requien
Mo. 10-12 in B VI |
A.
Stephens |
|
Mit den beiden Gedichtsammlungen Neue Gedichte und Der neuen
Gedichte anderer Teil, die in den Jahren 1903-1908 entstanden,
gelingt Rilke erstmals der Durchbruch zu einem lyrischen Schaffen,
das ihn als einen Dichter europäischen Ranges ausweist. Die Ästhetik,
die den Neuen Gedichten zugrundeliegt, stellt die erfolgreiche
Umsetzung vieler Anregungen aus den bildenden Künsten, vor allem den
Skulpturen Rodins und der Malerei Cézannes, in ein für die deutsche
Lyrik völlig innovatives poetisches Idiom dar. Als Robert Musil an
Rilkes Leistung rühmte, er habe das deutsche Gedicht erstmals vollkommen
gemacht, dachte er in erster Linie an das erstaunliche technische
Können, das Rilke in den Neuen Gedichten entwickelt hatte.
Die Thematik der Neuen Gedichte reicht von biblischen und mythologischen
Figuren über Kunstwerke und monumentale Architektur zu den schlichtesten
Naturerscheinen, aber in jedem Gedicht ist Rilke bemüht, eine an den
Gemälden Cézannes beobachtete „Sachlichkeit„ des künstlerischen Ausdrucks
zu verwirklichen, die zugleich stets als dynamische Einheit zu verstehen
ist: „In diesem Hin und Wider von gegenseitigem vielartigem Einfluß
schwingt das Bildinnere, steigt und fällt in sich zurück und hat nicht
eine stehende Stelle.„ (Brief vom 22.10.07) Die beiden Requiem-Gedichte,
für den Dichter Wolf Graf von Kalkreuth und die Malerin Paula Modersohn-Becker,
die 1908 und 1909 niedergeschrieben wurden, bieten eine faszinierende
Zusammenfassung der Kunstlehre Rilkes und zugleich auch eine Abrechnung
mit jener Ästhetik, die den Neuen Gedichten zugrundeliegt.
|
4421
|
Martin Luther. Leben, Werk und Nachleben (A 4, B 4)
Blockseminar in Haus Wiesengrund bei Drabenderhöhe, 17. – 20. Januar
2000, Kosten ca. DM 200.-
Anmeldungen bis zum 15.10.1999
Termine für die Vorbesprechungen in Köln werden durch Aushang bekanntgegeben. |
V.
Neuhaus |
Martin Luther (1483-1546) ist als Reformator der Kirche, dessen Rechtfertigungslehre
soeben auch von der Römisch-katholischen Kirche offiziell anerkannt
wird, nachdem sie in den letzten 50 Jahren den innerkatholischen Diskurs
clandestin dominierte, eine der herausragendsten Gestalten der Kirchengeschichte
des zurückliegenden Jahr-tausends. Darüber hinaus ist er von nicht
zu überschätzender Bedeutung für die deutsche Geistes- und Literaturgeschichte.
Im Seminar wird der Exeget, der Essayist, der Organisator, der Übersetzer
und Sprachtheoretiker ausführlich anhand ausgewählter Quellen vorgestellt.
Der Bedeutung Luthers für die Entwicklung der deutschen Sprache gilt
ein größerer Seminarblock, für den ein Linguist als Gastreferent gewonnen
werden soll. Die Abendsitzungen sind der literarischen Luther-Rezeption
von Goethe bis Forte und Osborne gewidmet. |
4421a
2 St. |
Fantasy/Science-Fiction: theory and practice (in engl. Sprache)
Mo. 16-18 in S 83 |
A.
Stephens |
|
The various modes of writing which make up this composite genre offer
some of the most innovative, fascinating and experimental writing
in English in the twentieth century. Since the genre has always been
a popular art form, the imaginative experi-ments remain „reader-friendly„
and can thus be enjoyed in a way that much experi-mental writing in
the tradition of „high culture„ simply cannot. The seminar will begin
by examining the origins of the genre in the nineteenth century in
works by writers such as E. T. A. Hoffmann and Edgar Allen Poe, and
then proceed to a close examination of some of the outstanding achievements
of the genre in the twentieth century. These include H. G. Wells´
The Time Machine, selected stories by H.P. Lovecraft, Isaac
Asimov´s Foundation, Alfred Bester´s The Stars My Destination,
Samuel Delany´s The Einstein Intersection and selected works
by Ray Bradbury and Ursula K. Le Guin. The contemporary science fiction
scene will be represented by Dan Simmons award-winning Hyperion.
The stream of ,pure fantasy‘ will, of course, include a discussion
of J. R. R. Tolkien´s The Lord of the Rings and a reading of
one of the best novels in the Tolkien tradition: Raymond Feist´s A
Darkness at Sethanon. The discussion in the seminar will be conducted
mainly in English, questions or contributions in German are always
welcome, and Hausarbeiten may be written in German. |
4423
2 St. |
Goethes Ästhetik und Naturtheorie
Fr. 10-12 in 230 |
A.
Simonis/L. Simonis
Beginn: 15.10. |
|
Gegenstand des Seminars ist der Zusammenhang von Naturbeobachtung
und ästhetischer Reflexion in Goethes Werk. Schwerpunkte bilden u.
a. die ‘italienische Ästhetik’ des Autors (vgl. Italienische Reise),
seine Begegnung mit der klassischen Antike, seine Beziehung zur bildenden
Kunst, seine Schriften zur Morphologie sowie ausgewählte Beispiele
aus den poetischen Texten (wie z. B. Iphigenie, Tasso und Faust).
Scheinerwerb durch schriftliche Hausarbeit und Übernahme eines Kurzreferats.
Anmeldung in der ersten Sitzung. |
4423a
2 St. |
Buch und Schrift im Kinofilm
Fr. 12-14 in 230 |
A.
Simonis
Beginn: 15.10. |
|
Das Seminar rückt die auf den ersten Blick paradox erscheinende Wiederkehr
des Buchs und der Schrift im neuen Medium des Spielfilms in den Blick,
die sich in Jean J. Annauds Verfilmung von Umberto Ecos Bestseller
Der Name der Rose ebenso wie in Peter Greenaways Shakespeare-Adaption
Prospero’s Books abzeichnet. Auch Filme, die sich dem Thema weiblicher
Kreativität widmen wie Malina oder die Lebensgeschichte von Autoren
behandeln (Shakespeare in Love), inszenieren mitunter spezifische
Schreibprobleme. In diesem Zusammenhang ist – anhand von Analysen
ausgewählter Filmbeispiele – nach den besonderen Modalitäten des Zusammentreffens
und der Überlagerung der unterschiedlichen Medien zu fragen. Anmeldung
in der ersten Sitzung. |
4423a
2 St. |
Annette von Droste-Hülshoff (B 6)
Mi. 13-15 in S 76
Bitte beachten Sie die Aushänge im Glaskasten, dieses Seminar fällt
möglicherweise aus. |
C.
Liebrand
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4424
2 St. |
Robert Walser (B 6)
Mi. 18-20 in S 78 |
G.
Stanitzek
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4332
2 St. |
Goethes Sturm- und Drang-Lyrik (B 4)
Di. 13-15 in S 66 |
H.
Esselborn |
Goethes Lyrik von der Straßburger Zeit über die Frankfurter bis zu
den frühen Weimarer Jahren kann als individualistische Sprach-schöpfung
im Rahmen der Jugend-revolte des Sturm - und Drang gedeu-tet werden,
welche den späteren Aufschwung der deutschsprachigen Lyrik zur Weltgeltung
ermöglichte. Sah die frühere Forschung hier den vorbildlichen Durchbruch
zum genialen Ausdruck des unmittelba-ren Gefühls (Erlebnislyrik),
so wurde später vom bloßen Code der Authentizität und der Stilisie-rung
gesprochen. Die Entwicklung ei-ner neuen dichterischen Sprache und
Formen-vielfalt soll unter die-sem kritischen Blick an den bekanntesten
Gedichten Goethes von 1771-1786 diskutiert werden. Zur Einführung
empfohlen seien die Goethebiographie K. O. Conradys und die Kommentare
der Frankfurter Klassikerausgabe.
Die Übernahme von Referaten für beide Seminare ist ab sofort in meinen
Sprech-stunden möglich, kann aber noch in der jeweils ersten Sitzung
erfolgen. |
4425
2 St. |
Die Auseinandersetzung mit der Technik im Roman des 20. Jahrhunderts,
Teil 2 (B 5,6)
Mo. 9-11 in S 76 |
H.
Esselborn |
Im Anschluß an mein Hauptseminar im SS 98 (dessen Besuch aber keine
Vorausset-zung ist) sollen nun Texte, die nach dem Zweiten Weltkrieg
erschienen sind, unter der angegebenen Fragestellung un-tersucht werden:
Ernst Jünger: Heliopolis und Gläserne Bienen als optimistische
bzw. pessimistische Version seiner Einschätzung des technischen Fortschritts,
Max Frisch: Homo Faber als späte Version des Ingenieursroman,
Herbert Franke: Im Gedankennetz als Vorwegnahme virtueller
Personen und Welten in der Science Fiction und Christa Wolf: Störfall
als Beispiel der Auseinandersetzung einer Autorin der ehemaligen DDR
mit der Atomenergie. Philosophische Texte zur Technik von M. Heidegger
und G. Anders werden die lite-rarischen ergänzen.
Zur allgemeinen Einführung wird empfohlen: Literatur im Industrie-zeitalter.
Marba-cher Katalog 42/1 und Harro Segeberg: Literatur im technischen
Zeitalter. Darmstadt 1997.
Die Übernahme von Referaten ist ab sofort in meinen Sprechstunden
möglich. |
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Oberseminare
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Sprachwissenschaft des Deutschen
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4426
2 St. |
Kasus
als Blockseminar: 9.-11. September 1999; 10-14, 15-18 in 204 |
C. Di Meola |
Im Oberseminar werden zunächst die Beziehungen zwischen morphologischen
Kasus („Oberflächenkasus„) und semantischen Kasus („Tiefenkasus„,
„abstrakten Kasus„) herausgearbeitet. Sodann werden die wichtigsten
Funktionen der Kasusus im Deutschen eingehend untersucht: die präpositionale,
verbale, adnominale und „freie„ Verwendung, wobei der Schwerpunkt
auf den Präpositionalkasus liegen soll. An-schließend wird der Frage
nachgegangen, ob sich für die vier Kasus des Deutschen (Nominativ,
Akkusativ, Dativ, Genitiv) jeweils eine einheitliche Semantik postulieren
läßt. Ein diachronischer Ausblick auf die Entwicklung der deutschen
Kasus vervoll-ständigt das Bild. Den theoretischen Hintergrund des
Seminars bilden u. a. die kognitive Linguistik und die Grammatikalisierungsforschung.
Der Seminarplan mit Lektüreangaben, eine Teilnehmerliste sowie eine
Liste der Referate liegen ab Juni 1999 in meinem Seminarordner in
der Bibliothek aus. Bitte in beide Listen eintragen. Vor Beginn
des Seminars ist es unterläßlich, die Referate mit mir zu besprechen.
Erste Vorbesprechung: Mo., 9. August, 12-14 Uhr, R. 222. Weitere Termine
für Vorbesprechungen werden per Aushang bekanntgegeben. Zudem bin
ich unter folgender E-Mail-Adresse zu erreichen: claudio.di_meola@uni-koeln.de.
Ein Leistungsnachweis kann auf Anfrage erworben werden. |
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Neuere deutsche Literaturwissenschaft
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4427
2 St. |
Ästhetische Theorie der Moderne (B 1,5)
Di. 15-17 in S 66 |
E. Kleinschmidt
Beginn: 12.10. |
Das Seminar, das auf Referate zugunsten intensiver Diskussion verzichtet,
hat die Zielsetzung, rückblickend Leistungs- und Denkwege des Ästhetischen
- zentriert um Adornos 'Ästhetische Theorie' - im Kontext von zunächst
'Moderne', dann aber auch 'Postmoderne' analytisch aufzuarbeiten und
unter systematischen Aspekten kritisch zu bewerten. Der Versuch einer
Standortbestimmung dient dem Gewinn eines For-schungstableaus heute
(noch) möglicher bzw. notwendiger Ästhetikdebatten. - Eine ganze Reihe
der behandelten Texte ist im Sammelband (zur Anschaffung) D.Hen-rich/W.
Iser (Hgg.), Theorien der Kunst, F. a. M. 1992 (H. Kuhn, H. G. Gadamer,
R. Ingarden, G. Simmel, N. Goodman) verfügbar. Hinzu kommen (als TB):
M. Heideg-ger 'Der Ursprung des Kunstwerks', Th. W. Adorno 'Ästhetische
Theorie' und W. Welsch 'Ästhetik und Anästhetik' (S.9-78). Die restlichen
Texte (Ortega y Gasset, M. M. Bachtin, J. F. Lyotard, U. Eco, A. C.
Danto, P. de Man, T. Eagleton) stehen als Reader-Kopien (zu Beginn
des Semesters) zur Verfügung. Text für die erste Sitzung: M. Heidegger
'Der Ursprung des Kunstwerks'.
Die TeilnehmerInnenzahl des Oberseminars ist auf 30 begrenzt.
Die Anmeldung wird schriftlich (unter Angabe von Voraussetzungen
und spezifischem Interesse) oder persönlich in meinen Feriensprechstunden
erbeten (Teilnehmerliste zu Semester-beginn). Es besteht die Möglichkeit,
bei Bedarf einen Hauptseminarschein zu erwer-ben (ca. 25 Seiten, Thema
nach eigener Wahl). |
4428
2 St. |
Bewegte Theorie (B 1)
Di. 17-19 in S 85 |
N. Wegmann |
Das Kolloquium setzt die Diskussion aus dem letzten Semester über
den aktuellen Stand der Literaturtheorie fort. Gegenstand ist jetzt
die bewegte oder engagierte Theorie. Die zu besprechenden Beispiele
kommen aus dem Umkreis der Tel Quel Arbeitsgruppe sowie insbesondere
aus der Gender-Forschung. Relevante Beobach-tungen sollen auch diesmal
anhand einflußreicher Theorieprojekte sowie aus eigenen Erfahrungen
mit der "Theorie" gewonnen werden.
Ein zweiter Schwerpunkt gilt eigenen Schreib- und Forschungsprojekten.
Laufende Vorhaben können im Seminar vorgestellt werden. Die Textauswahl
wird zu Beginn des Semesters vereinbart. |
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4429
2 St. |
Linguistischer Arbeitskreis
Mi. 18-20 in 230 |
J. Lenerz/B. Primus
Beginn: 13.10. |
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Im Rahmen diese Kolloquiums sollen vor allem Forschungsthemen von
Doktorand(inn)en und Examenskandidat(inn)en vorgestellt und diskutiert
werden. Eine schriftliche Anmeldung wird erbeten. |
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4430
2 St. |
Forschungskolloquium: Wahrheits- und Fiktionalisierungsstrategien
(B 2,3,6)
Mi. 10-12 in 230 |
U. Peters/H.-J. Ziegeler
Beginn: 13.10. |
|
Die mittelalterliche Literatur hat in ihren verschiedenen Genera und
Erscheinungs-formen zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit, Latein
und Volkssprache, gelehrter Reflexion und sich bewußt davon distanzierendem
eigenen Anspruch sehr eigenwil-lige Modi und Chiffren für den Anspruch
auf Wahrheit des Ausgesagten oder für den eigenen Anspruch der Fiktion
entwickelt, die in der Forschung lebhaft diskutiert werden. Der Diskussion
von Beispielen aus der Literatur wie verschiedener Ansätze der Forschung
soll dieses Kolloquium dienen. |
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|
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4431
2 St. |
Weltliteratur der Gegenwart (B 5, 6)
Di. 19-21 in 204 |
E. Kleinschmidt
Beginn: 12.10. |
|
Das Kolloquium, das nichts mit dem Veranstaltungstyp eines Examenskolloqiums
zu tun hat, wendet sich an interessierte StudentInnen aller Semester,
die sich intensi-ver mit der deutschen und internationalen Gegenwartsliteratur
und ihren theoretischen Grundlagen beschäftigen wollen. Die Bereitschaft
zu extensiver Lektüre und engagier-ter Diskussion wird vorausgesetzt.
Die Auswahl der Texte erfolgt gemeinsam. Als Werk für die erste Sitzung
schlage ich den Autorschaft neu formierenden Roman von Guillermo Cabrera
Infante 'Drei traurige Tiger' (Suhrkamp TB, Sonderausgabe) vor.
|
4432
3 St. |
Forschungskolloquium: Archäologie der Medientheorie II
(14tägl.) Mi. 14-17 in S 66 |
G. Blamberger |
|
Ziel des Forschungskolloquiums ist die Besprechung ausgewählter Texte
aus der Wissenschaftsgeschichte der Medientheorie von 1890 bis etwa
1930. Ein Reader dazu wird am Anfang des Semesters an die Seminarteilnehmer
ausgegeben. Blocksitzungen sind möglich, vorherige persönliche Anmeldung
in meinen Sprechstunden bzw. in den Sprechstunden von Herrn Dr. Dotzler
ist unbedingt erforderlich. Höchstteilnehmer-zahl: 20 Personen. Zur
Vorbereitung wird die Lektüre des Forschungsprogramms ‘Archäologie
der Medientheorie’ (Kulturwissenschaftliches Forschungskolleg: Medien
und kulturelle Kommunikation) empfohlen (Kopiervorlage in Zi. 217).
|
4432a
2 St. |
Medientheorie
Mo. 19-21 in S 81 |
C. Liebrand
Beginn: 7.4. |
|
Das Interesse des Kolloquiums wird sich auf die Film-/Kinotheorien
seit den 20er Jahren richten. Gelesen werden die ,klassischen‘ filmtheoretischen
und filmästheti-schen Texte von Sergej Eisenstein, Béla Balázs, Walter
Benjamin, Siegfried Kracauer, Georg Lukács etc. Ein Reader wird zu
Beginn des Semesters zur Verfügung gestellt. |
4434
2 St. |
Repetitorium der Literaturgeschichte II: Von der Klassik bis zur
Gegenwart
Di. 16-18 in S 56 (14tägl.) |
V. Neuhaus |
|
(Die ersten beiden Sitzungen sind für meine Examenskandidaten verbindlich)
|
4435
2 St. |
Wege in den Beruf: Kölner Germanistikabsolventen berichten
(14tägl.) Di. 20-21.30 in S 58 |
V. Neuhaus |
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Kölner Absolventen der 80er und 90er Jahre aus Journalismus, PR, Werbung,
Ver-lagswesen, Schule usw. berichten über ihre Erfahrungen. |
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Sprachwissenschaft des Deutschen
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4436
2 St. |
Kolloquium für Examenskandidaten und Doktoranden
Mo. 15-17 in S 66 |
D. Busse |
|
Im Kolloquium sollen derzeit in Arbeit befindliche Examensarbeiten
und Promotionsvorhaben vorgestellt und diskutiert werden. Daneben
können auf Wunsch allgemein interessierende Fragen der Examensvorbereitung
sowohl arbeitstechnischer als auch inhaltlicher Art - auch anhand
von Berichten über die Erarbeitung von Examensthemen - behandelt werden.
Teilnahmevoraussetzungen: Anmeldung zum Examen oder zur Promotion;
Bereitschaft zur aktiven Teilnahme (z. B. Bericht zu Themen der Examensvorbereitung,
Examensarbeit, Doktorarbeit). |
4437
2 St. |
Examenskolloquium
Do. 13-15 (14tägl.) in S 69 |
J. Lenerz |
4438
1 St. |
Examenskolloquium
Do. 10-11 in S 66 |
B. Primus
Beginn: 15.10. |
|
Das Kolloquium dient der intensiven Vorbereitung auf die schriftlichen
und mündlichen Abschlußprüfungen von Examenskandidat(inn)en, die bei
mir die Prüfung ablegen möchten. |
| |
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Ältere deutsche Sprache und Literatur
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4439
2 St. |
Übersetzungskurs für Examenskandidaten
Fr. 16-18 in S 92
Beginn: 15.10. |
T. Reuvekamp-Felber |
|
Das Kursangebot ist für Studierende gedacht, die kurz vor der mittelhochdeutschen
Examensklausur stehend über keine Übersetzungspraxis verfügen und
ihre Kenntnisse der Grammatik in der grauen Vorzeit des Grundstudiums
zurückgelassen haben. Von Sitzung zu Sitzung werden für das Examen
relevante grammatische Bereiche systematisch erarbeitet und Klausuren
aus den vergangenen Semestern besprochen. Pragmati-sches Ziel ist
es, jeden Teilnehmenden optimal auf den sprachgeschichtlichen Teil
des Examens vorzubereiten. Zu diesem Zweck und zur individuellen Leistungskontrolle
werden mehrere Probeklausuren geschrieben. |
4440
2 St. |
Lektürekurs für Examenskandidaten
Mi. 16-18 in S 89 |
K.-H. Göttert |
4441
2 St. |
Lektürekurs für Examenskandidaten
Di. 18-20 in S 54 |
D. Bering |
4442
2 St. |
Examenskolloquium
Mi. 8.30-10 in 230 |
U. Peters |
|
Diese Veranstaltung ist dazu gedacht, daß Studierende des Hauptstudiums,
vor allem natürlich Examenskandidaten, in der Gruppe und in einer
möglichst lockeren Atmosphäre die literarhistorischen Probleme ihrer
Prüfungsgebiete vortragen und in der gemeinsamen Lektüre von Texten,
übergreifender Darstellungen und spezifischer Forschungsthesen diskutieren
können. |
4443
2 St. |
Doktorandenkolloquium
Di. 18-20 in 221 |
K.-H. Göttert |
4444
2 St. |
Werkstattberichte zur Vorbereitung auf Magister- und Staatsexamensarbeiten
Mi 18-20 (jeweils am ersten Mi. im Monat) in S 63 |
H. Sahm/M. Schausten |
4445
2 St. |
Examenskurs für Sprachgeschichte
Mo 12-14 in 230 |
N.N. |
| |
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Neuere deutsche Literaturwissenschaft
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4446
2 St. |
Hugo von Hofmannsthal. Dichtungen im Umkreis der Chandos-Krise
Mi. 13-15 in S 94 |
P.-E. Neuser |
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4447
2 St. |
Sprechkunde I
Mo. 18-20 im Vortragsraum |
W. Werner |
Um den ständig steigenden stimmlich-sprecherischen Anforderungen auf
Dauer gewachsen zu sein, ist es für spätere Angehörige sprechintensiver
Berufe schon im ,Vorfeld‘ unerläßlich, das intonatorisch gewandt-sichere
und artikulationsbewußte Sprechen regelmäßig zu üben. Anhand ausgewählter
Texte mit Schwerpunkt ,Hörfunk‘ sowie deutscher Lyrik und Prosa sollen
bei jedem Teilnehmer die verbalen und nonverbalen Voraussetzungen
für ein eigenständiges, adäquates Artikulationsbewußt-sein entwickelt
werden. Angestrebt wird die Herausbildung der für jeden individuell
verschiedenen Sprechstimm-/Tonlage (Indifferenzlage), die den einzelnen
Seminarteilnehmern befähigt, mit dem geringsten Kraftaufwand dennoch
kräftig, klangvoll und ausdauernd zu sprechen.
Durch gegenseitige ,Feedbacks‘ nach vorgegebenen erprobten Beurteilungskriterien
zwischen den TeilnehmerInnen sollen die Sprechleistungen untereinander
immer wieder sachlich-kritisch hinterfragt und verbessert werden.
Dabei soll die rhetorische Kommunikation (Sprechhandeln) gleichrangig
neben der sprechkünstlerischen Gestaltung) von Texten stehen (ästhetische
Kommunikation). Zur jederzeit nachvollziehbaren Beurteilung von Sprechleistungen
stehen zudem auditive Hilfsmittel zur Verfügung. Zur adäquaten sprechkünstlerischen
Gestaltung wird eine „Zusammenschau„ von gesprochenem Wort in seinem
jeweiligen literaturhistorischen Kontext angestrebt.
Der Erwerb eines Scheines ist geknüpft an regelmäßige aktive Teilnahme,
die Ausarbeitung eines Stundenprotokolls bzw. ein Kurzreferat (5-10
Min.) in freier Rede (Orientierung an vorbereiteten Stichworten).
Für das Semesterende soll eine von den TeilnehmerInnen sprechkünstlerisch
dar-gebotene Rezitationsveranstaltung für HörerInnen aller Fakultäten
vorbereitet werden. Der Aussprache-Duden sollte für jeden Teilnehmer
zum unverzichtbaren Handwerkszeug gehören. Literatur s. Seminarapparat.
Kopiervorlagen werden gestellt.
Zur Vorbereitung außerdem empfohlen: Ludwigsen, H.: Sprachbetrachtung
und Textanalyse, Verlag Gehlen, Bad Homburg v.d. Höhe. - Balser-Eberle,
V.: Sprech-technisches Übungsbuch, OBV Pädagogischer Verlag, Wien
1996. - Aderhold, E./Wolf E.: Sprecherzieherisches Übungsbuch, Henschel
Verlag, Berlin. - Preu, O. /Stötzer, U.: Sprecherziehung für Studenten
pädagogischer Berufe, Verlag Volk und Wissen, Berlin 1989. - Wagner,
R.: Grundlagen der mündlichen Kommunikation. Bayrischer Verlag für
Sprechwissenschaft, Regensburg 1996. - Wachtel, St.: Sprechen und
Moderieren in Hörfunk und Fernsehen, UVK Medien, Verlasch Ölschläger,
Konstanz 1994. - Ders.: Schreiben fürs Hören, a. a. O. - Aderhold,
E: Das gesproche-ne Wort, Henschel Verlag, Berlin 1994. - Hirsch,
G. I.: Überzeugend frei reden - Sprach- und Rhetoriktraining. Humboldt-Taschenbuchverlag,
München 1993. - Winckler, Chr.: Sprechkunde und Sprecherziehung. |
4448
2 St. |
Sprechkunde I
Do. 18-20 im Vortragsraum (s. Nr. 4447) |
W. Werner |
4449
2 St. |
Sprechkunde I
als Blockseminar
Anmeldelisten liegen ab 7.10.99 im Geschäftszimmer (bitte beachten
Sie die Hinweise im Glaskasten) |
F. Klose
|
Inhalt: Sprecherziehung, Atem- und Stimmbildung (in Ansätzen), Gestaltung
ver-schiedenster Textformen: Gedichte, Prosa, Nachrichten,Glossen,
Satiren, Briefe etc. Literatur: Kopiervorlagen werden gestellt. Der
„Aussprache Duden„ wird zur An-schaffung sehr empfohlen.
Teilnehmerzahl: 20 |
4450
2 St. |
Sprechkunde I
als Blockseminar (s. Nr. 4449) |
F. Klose |
| |
|
|
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Ringvorlesung des Forschungskollegs
2 St. Mi. 19-21 in G |
W. Voßkamp u.a. |
4408a
2 St. |
Klassische Moderne und Geschlechterdifferenz
Mi. 9-11 in H 80 (s. Nr. 4309) |
C. Liebrand
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Proseminare
|
2 St. |
Bibel in der jüdischen Liturgie
Do. 16-18 in S 68 |
E. Hollender
|
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Dieses Seminar findet an der Universität Bonn statt. Studierende der
Universität zu Köln sind herzlich willkommen. Bitte beachten Sie die
Änderungszettel zum Kommentierten Vorlesungsverzeichnis. |
2 St. |
Intertextualität und Intermedialität. Forschungsperspektiven der
Medien- und Kulturwissenschaft
Di. 10-12 in S 83 (s. Nr. 4378a) |
M. Bickenbach/A. Fliethmann
|
3 St. |
Performanz/Performativität: Theorielektüren
(14täg.) Mo. 15s.t.-17 in S 82
|
E. Schumacher
Beginn: 18.10. |
Es gibt in den gegenwärtigen Diskussionen im Kontext von Kulturwissenschaften
und Cultural Sudies wohl nur wenig Begriffe, die so vielfältig verwendet
werden und dabei so viel zu versprechen scheinen wie Performanz und
Performativität. Merkwürdig und bemerkenswert ist, daß diese Konzepte
von sehr verschiedenen, durchaus unterschiedlichen und gegenläufigen
theoretischen Positionen aus benutzt und besetzt werden, so daß sich
in den Begriffen zugleich auch gegenwärtige theoretische Debatten
bündeln und kristallisieren. In der Lektüre ausgewählter theoretischer
Texte sollen im Proseminar Ähnlichkeiten und Differenzen der verschiedenen
Ansätze skizziert werden, um Möglichkeiten und Probleme herauszuarbeiten,
die die Begriffe Performanz und Performativität eröffnen können. Dabei
geht es weder um einen all-gemeinen Theorievergleich noch um die Etablierung
feststehender Definitionen. Das Seminar ist als Lektürekurs konzipiert
und soll in der Diskussion den Dynamiken des Lesens - und damit sowohl
den performativen Dimensionen von theoretischen Texten wie auch der
notorischen Frage nach der Anwendbarkeit - mehr Raum geben als der
abstrahierenden Arbeit am Begriff.
Diskutiert werden Texte aus dem Kontext von Sprechakttheorie und Dekonstruktion
(u. a. John L. Austin, Jacques Derrida, Shoshana Felman, Samuel Weber)
wie auch Konzeptionen von Performanz und Performativität im Rahmen
von Gender Studies, Cultural Studies, Theaterwissenschaften und Poptheorien
(u. a. Judith Butler, Peggy Phelan, Simon Frith).
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2 St. |
Medea
Di. 19-21 in 230 (vgl. 4390) |
B. Dotzler/M. Jakobs
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4386a
2 St. |
Der Schock (B 1, 5)
Mo. 14-16 in 204
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A. Kümmel |
"Zum ersten und einzigen Male liegt im Kinematographen ein Medium
vor, dessen Geburtsstunde datierbar ist und dessen Voraussetzungen
geistes- und ideengeschichtlich nicht auszumachen sind. Sein plötzliches
Da ist ein Chok, und man wird später sagen, der Chok sei gerade sein
Inhalt. Mit dieser Bedeutung ist der Chok des Kinos keiner mehr" (Thorsten
Lorenz).
Wenn das Kino außer einer technischen zunächst gar keine Geschichte
hat, ist es umso wichtiger zu fragen, welche Kategorien ihm zu einer
solchen verhelfen können. Die Diskursivierung schockierender Ereignisse,
ihre Formierung zu einem eigenständigen Diskurs des Schocks bereiten
die geisteswis-senschaftliche Bühne für den Auftritt des technischen
Dings ,Kinematograph‘. Es geht also nicht um den Schock als Inhalt
von Kino, sondern um die Frage, wieso der Schock den Eintritt in den
Diskurs ermöglichte, m. a. W. um die historische Bedingtheit des Satzes:
„Sein plötzliches Da ist ein Chok."
Es sind vor allem fünf etablierte Felder, die zur Modellierung des
Schocks als Kategorie einer möglichen Medientheorie beitragen: 1.
Militär; 2. Verkehr; 3. Medizin; 4. philosophische Ästhetik; 5. Ingenieurswissenschaften.
Im Seminar sollen diese Felder auf ihren Anteil an einer Genealogie
des Schocks befragt werden. Mosaikartig ergibt sich dann jener Grund,
auf dem Kinotheorien in Er-scheinung treten können. Die Schwierigkeiten,
auf die wir beim Zusammenbasteln dieses Puzzles stoßen werden, geben
Anlaß, über das Entstehen geisteswissenschaftlicher Begrifflichkeiten
nach-zudenken und auf diese Weise der Konstruktion von Geisteswissenschaft
selbst auf die Spur zu kommen.
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2 St. |
Körper - Wissen - Medien. Diskurse der Hysterie
Do. 16-18 in 230 (vgl. Nr. 4379b) |
P. Löffler
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2 St. |
Einführung in die Medienanthropologie
Mo. 18-20 im Institut für Afrikanistik |
H. Behrend/T. Wendl |
Längst dringen die elektronischen Bilderfluten in den hintersten Winkel
unseres Planeten. Immer größere Teile der Weltbevölkerung werden in
eine stetig expandierende globale Ikonosphäre hin-eingezogen. Lokale
Erfahrungshorizonte und Wirklichkeiten verändern sich. Überall kommt
es zu Hybridisierungen. Die neuen Medien werden zum wichtigsten Faktor
des kulturellen Wandels und zugleich zur wichtigsten Schnittstelle
des Bildertransfers zwischen den Kulturen. Ziel der Übung ist es,
eine Einführung in den Gegenstandsbereich der Medienanthropologie
zu geben und an Hand von ausgewählten Fallbeispielen (Foto-, Video-,
und TV-Produktionen aus Afrika, Lateinamerika und Australien) die
Interdependenzbeziehungen zwischen Medien und Kulturen näher zu bestimmen.
Die Ausgangsfrage lautet: was wird mit den neuen Medien getan? Wie
wird über sie gesprochen und geschrieben?
Literaturempfehlung:
Barker, Chris 1997 Global Television. Oxford: Blackwell. - Bourgault,
Louise 1995 Mass Media in Subsaharan Africa. Bloomington und Indianapolis:
Indiana University Press. - Carpenter, Edmund 1994 Sinnes-Täuschung.
Wie Medien unsere Wahrnehmung verändern. München: Trickster. - Gillespie,
Mary 1995 Television, Ethnicity and Cultural Change. London: Routledge.
- Spitulnik, Debra 1993 Anthropology and Mass Media. In: Annual Review
of Anthropology 22.
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Hauptseminare
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2 St. |
Text und Bild: Emblematische Strukturen im 17. und 20. Jahrhundert
II
Mo. 19-21 in 204 (s. Nr. 4414) |
W. Voßkamp
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2 St. |
Mittelalterliche Literatur als mediales Ereignis: Aufführung und
Schrift, Text und Bild
Mo. 18-20 in S 93 (s. Nr. 4410) |
U. Peters
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2 St. |
Filmlektüren
Di. 16-18 in S 91 (s. Nr. 4419a) |
C. Liebrand
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3 St. |
Forschungskolloquium: Archäologie der Medientheorie II
(14 tägl.) Mi. 14-17 in S 66 (s. Nr. 4432) |
G. Blamberger
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2 St. |
Medientheorie
Di. 19-21 in S 81 (s. Nr. 4433) |
C. Liebrand
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Eines vorweg:
Uns gibt es nicht mehr lange. Denn, ob früher oder später sei dahingestellt,
irgendwann gibt auch Der Letzte Fachschafter den Löffel ab und das
Studium auf, bzw. macht ihr/sein Examen.
Für Euch alle ist das DIE Chance, endlich mal Eure eigenen Wünschen
und Vorstellungen kreativ umzusetzen, und über die Fachschaft –
das ist die Gesamtheit der Studierenden eines Faches, kein Kaffeekränzchen
– etwas an dieser Uni zu bewegen. Das glaubst Du nicht? Was das
bringen soll?
Immerhin sind wir ja sowas wie eine gesetzlich verankerte Studentenvertretung.
Für das einzelne Fach sind das eben die Fachschaften. Verglichen
mit dem StudentInnenparlament oder der Fakultäts-vertretung hat
eine Fachschaft den Vorteil, wesentlich persönlicher zu sein. Außerdem
kann man viel unmittelbarer, sozusagen vor Ort, Sachen anpacken,
die für das alltägliche Studienleben bedeutsam sind: Deine Studienordnung,
Deine Vorlesungen, Deine Profs (ja, auch auf Stellenbesetzungen
können Studis Einfluß nehmen!), Deine Tutorien, Deine Bibliothek.
Es gibt eine große Anzahl von Beteiligungsmöglichkeiten, und das
meiste davon bleibt (noch?) ungenutzt.
Wenn Euch das alles als Grund noch nicht genügt, um mal bei der
Fachschaft vorbeizuschauen, dann gibt es hier noch ein paar weitere:
Wir haben (erfahrungsgemäß) die meiste
Ahnung was den Aufbau Eures Grundstudiums angeht. Kommt also alle
zur Studienberatung der Fachschaft, wenn Ihr Euer Studium beginnt.
Auch während des Semesters gibt es Beratungstermine, denn wir verfügen
über ein eigenes Tutorium.
Wir bieten Euch neben allerlei nützlichen
Projekten (siehe unten) jedes Semester eine Fahrt zum Spaßhaben
und Kennenlernen an. Für die nächste Fahrt erarbeiten wir gerade
den „Lieder-Reader". Neugierig?
Wir Prüfen die Profs (Umfrage zur Zufriedenheit
mit der Lehre), und veröffentlichen Sinniges und Sinnigstes in der
Fachschaftszeitung „Sonett". Außerdem erweitern wir gerade unsere
Webpage (Hilfe!)
Außerdem gibt es jeden Mittwoch um 15 Uhr im Raum 93,5 unser „Cafè
Germanistique", an-schließend findet von 18 bis 20 Uhr die Fachschaftssitzung
statt. Jeder Mensch, der Germanistik auf dem StudentInnenausweis
stehen hat, kann dort hingehen, sich informieren, mitentscheiden...
Bis Bald! Eure Fachschaft.
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