Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis
Wintersemester 99/00


Inhalt\Form Vorlesungen Einführungsseminare Proseminare Hauptseminare Kolloquien
Sprachwissenschaft X X X X X
Ältere dte. Sprache X X X X X
Literaturwissenschaft X X X X X
Examens-und Doktorandenkolloquien
Sprechkunde
Schreibzentrum
Forschungskolleg „Medien und kulturelle Kommunikation„
Tutorenprogramm
Fachschaft Germanistik








Vorlesungen

Hinweis zur Zwischenprüfung: Alle Vorlesungen sind zwischenprüfungsrelevant. Studierende, die nach der alten ZPO geprüft werden, können ihre ZP nur in Proseminaren, die von habilitierten Mitgliedern des Instituts gehalten werden, ablegen (Liste siehe ZP-Info). Für Studierende, die nach der neuen ZPO geprüft werden, sind die Proseminare, die als Grundlage dienen können, mit dem Hinweis "ZP" versehen.

 

Sprachwissenschaft des Deutschen

4297



2 St.
Einführung in die Sprachwissenschaft (1. Teil): Sprachliche Strukturen und Prozesse (sprachtheoret. Grundbegriffe, Phonologie, Morphologie und Syntax) (A 1,2,3, 4,5,6)

Mo. 13-15 in C
D. Busse


Beginn: 11.10.
Erster Teil der zweisemestrigen Einführungs- und Überblicksvorlesung in die (germa-nistische) Sprachwissenschaft. Empfohlen wird, die zweisemestrige Vorlesung während des Grundstudiums begleitend zu den Einführungsseminaren zu besuchen. Gegenstand des 1. Teils sind eine Einführung in die allgemeinen sprachtheoretischen Grundbegriffe sowie in die Gebiete Phonologie, Morphologie, Syntax.
(Literaturhinweise: siehe Aushang vor Raum 320)
4298

2 St.
Einführung in die Semantik (A 1,2)

Mi. 9-11 in VI
J. Lenerz

Beginn: 13.10.
Die Vorlesung soll eine Einführung in die Semantik (Theorie der Bedeutung sprachli-cher Zeichen) bieten. Dabei werden der Zeichenbegriff, der Begriff der Bedeutung (mit verschiedenen Bedeutungsbegriffen) und das Wesen einer (sprachwissenschaftlichen) Theorie erläutert. Ein Schwerpunkt wird dann auf der Einführung in eine formal-logi-sche Repräsentation einfacher und komplexer sprachlicher Zeichen (Wörter bzw. Sätze) liegen, die eine modelltheoretische Explikation der (referentiellen) Bedeutung ermöglicht.
4299

2 St.
Schriftsystem und Grammatik (A 1,2)

Do. 15-17 in XXI
B. Primus

Beginn: 14.10.
Die Vorlesung bietet eine Einführung in das Schriftsystem des Deutschen, beginnend mit der Buchstabenebene und ihren Bezügen zur Lautebene, über die Schriftelemente der Wortebene (Getrennt-/Zusammenschreibung, Groß-/Kleinschreibung), bis zur Interpunktion und ihren Bezügen zur Syntax. Die Vorlesung behandelt einen zentralen Bereich der deutschen Grammatik, der sowohl für die Zwischenprüfung als auch für die Abschlußprüfung relevant ist.
4300

2 St.
Syntax (A 1,2)

Mo. 9.30-11 in XXI
C. Dürscheid

Beginn: 18.10.
Die Vorlesung bietet einen Überblick über die wichtigsten syntaktischen Grundbegriffe und eine vertiefte Einführung in die Inhalte und Zielsetzungen von Syntaxtheorien. Vorgestellt werden das Stellungsfeldermodell, die Dependenzgrammatik und die Generative Grammatik (letztere in ihrer Entwicklung von der Standardtheorie der 60er bis zum Minimalistischen Programm der 90er Jahre). Als Leitfaden dient dabei die Frage, wie einschlägige Wortstellungsregularitäten des Deutschen in dem jeweiligen theoretischen Rahmen beschrieben werden können. In einem abschließenden Vergleich werden die Modelle gegenübergestellt. Die Vorlesung kann als Grundlage für die ZP dienen, steht aber auch Studierenden aus dem Hauptstudium offen.

Ältere deutsche Sprache und Literatur

Ältere deutsche Literatur

4302

2 St.
Magie im Mittelalter und in der frühen Neuzeit (B 3)

Mo. 14.30-16 in XXIV
K.-H. Göttert

Die Vorlesung gibt einen Überblick über die verschiedenen magischen Praktiken (Astrologie, Alchemie usf.) und ihre Bedeutung in der europäischen Kulturgeschichte. Schwerpunkte sind die Entstehung des magischen Denkens in der Antike, die Diskus-sion um die superstitio im christlichen Mittelalter, das Nebeneinander von Magie und Naturwissenschaft in der frühen Neuzeit. Es werden ebenso wichtige Autoren (Johannes Hadloub, Agrippa von Nettesheim, Heinrich Institoris, Parcelsus usf.) wie spezielle Themen (magische Gedächtniskunst, Hexen und Hexerei usf.) angesprochen. Als Einführung ist zu empfehlen: Georg Luck, Magie und andere Geheimlehren in der Antike. Stuttgart 1990 (Kröners Taschenausgabe, Bd. 489).
4303


2 St.
Die mittelhochdeutsche Lyrik von den Anfängen bis zur Jenaer Liederhandschrift (B 2, 3)

Mi. 8.30-10 in S 56


 
Die mittelhochdeutsche Lyrik ist neben dem höfischen Roman die wichtigste Textgattung in der deutschsprachigen Literatur des Hochmittelalters. Das Ziel der Vorlesung ist es, die bereits im 12. Jahrhundert erreichte thematische und formale Vielfalt dieses Genres nachzuzeichnen und die weitere Ausdiffferenzierung der lyrischen Tradition im 13. und 14. Jahrhundert zu beschreiben. Gleichzeitig sollen Probleme der Aufführung, Überlieferung und Edition sowie der Poetologie der mittelhochdeutschen Lyrik diskutiert werden, die heute im Zentrum der Forschung stehen.
Literaturhinweise und ein Text-Reader werden zur Verfügung gestellt. Als Einführung in den Gegenstand der Vorlesung eignen sich: Schweikle, Günther: Minnesang. 2. Aufl. Stuttgart, Weimar 1995 (= Sammlung Metzler. 244); Tervooren, Helmut: San-spruchdichtung. Stuttgart, Weimar 1995 (= Sammlung Metzler. 293). Wegen der Teilnahme an einer Tagung findet die erste Vorlesungsstunde erst am 20.10.1999 statt.
4304

2 St.
Erzählen im Mittelalter (B 2,3,6)

Di. 14-16 in E
H.-J. Ziegeler

Beginn: 12.10.
In der Zeit zwischen dem 9. und dem 16. Jahrhundert haben sich in den Volks-sprachen Europas Formen und Konventionen des Erzählens ausgebildet, die nicht unbedingt den Regeln und Erwartungen entsprechen, wie sie die Moderne insbesondere seit dem 18. Jahrhundert entwickelt hat. Dieses „vormoderne" Erzählen ist durch eigenartige Kohärenzbildungen und Perspektivierungen gekennzeichnet, orientiert sich an überindividuellen Schemata und nicht figural gebundenen Strukturen, leitet die Logik des Erzählens eher vom „Ziel" ab, bevorzugt die Variation seriell organisierter Reihen und ist in seinen „einfachen Formen" ebenso reflektiert wie in seinen komplexen Genera. An einer Reihe von Beispielen vom Exempel bis zur Heldenepik und höfischem Roman sollen diese Formen demonstriert und auf ihre Leistung für eine Geschichte des Erzählens befragt werden.

Neuere deutsche Literaturwissenschaft

4305


2 St.
Ringvorlesung: Grundlagen der Literaturwissenschaft: Konzeptbegriffe (B 1-6)

Di. und Do. 12-13 in XXV
E. Kleinschmidt u.a.
Wegen der Modifizierung der Konzeptbegriffe lag ein endgültiges Programm bei Redaktionsschluß noch nicht vor. Bitte beachten Sie die Aushänge und den Ände-rungszettel zum Kommentierten Vorlesungsverzeichnis.
4306

2 St.
Ringvorlesung des Forschungskollegs (B 1)

Mi. 19-21 in G
W. Voßkamp u.a.
4307



2 St.
„Highlights„ (I): Deutsche Literaturgeschichte im Überblick unter besonderer Berücksichtigung der „Kleinen Leseliste„ (B 4)

Do. 14-16 in VIII
W. Pape

Jede Literaturgeschichte, jede geschichtliche ,Ordnung‘ überhaupt ist natürlich proble-matisch, genauso jeder Kanon, jede literarische Wertung. Dennoch kann keine Problematisierung ohne eine fundierte Kenntnis von Texten und deren Kontexten erfolgen. Die auf drei Winter-Semester angelegte Vorlesung will für alle Ausbildungsstufen in einem chronologischen Durchgang durch die Literaturgeschichte unter Berücksichti-gung des sozial-, kultur- und mentalitätsgeschichtlichen Kontextes (z. B. auch unter Benutzung von Bild- und Tonbeispielen anderer Künste) eine anschauliche Einführung in die Spitzenleistungen deutscher Literaturschaffender geben, in diesem Semester in die deutsche Literatur des 17. Und 18. Jahrhunderts. Eine Liste der in diesem Semester zu besprechenden Werke, Anmeldung zur und Modalitäten der Zwischenprüfung sowohl eine Bibliographie ab sofort bei meinen Mitarbeitern (Zi. 229).
4014

2 St.
Dichtungstheorien und Dichtung in der Renaissance

Mi. u. Do. 10-11 in G
C. Zintzen
4308


2 St.
Identität und Gesellschaft: Romanprojekte 1500-1800 (B 4)


Mi. 11-13 in VIII
E. Kleinschmidt

Beginn: 13.10.
Die Vorlesung stellt die Entstehung des Romans als identitätsstiftende, bürgerliche Ausdrucksform im Kontext von Sozial- und Mentalitätsgeschichte zwischen höfisch-epischen Ursprüngen ('Parzival') und bildungsbürgerlicher Selbstprojektion 1750ff. als systematisch exemplifizierte Entwicklungsgeschichte neuzeitlicher Selbstkonturie-rung von Gesellschaft dar. Folgende Werke werden (neben epochenspezifischen und erzähltypologischen Anschnitten) zentraler behandelt: 'Fortunatus', Wickram 'Der Goldfaden', Fischart 'Geschichtsklitterung', Grimmelshausen 'Simplicissimus', Reuter 'Schelmuffsky', J. Beer 'Teutsche Winternächte', Gellert 'Schwedische Gräfin', Wieland 'Agathon', S.LaRoche 'Sternheim', Goethe 'Werther', Hippel 'Lebensläufe', Moritz 'Anton Reiser', Goethe 'Wilhelm Meister', Novalis 'Heinrich von Ofterdin-gen', Jean Paul 'Titan', Eichendorff 'Taugenichts', E. T. A.Hoffmann 'Kater Murr', G. Keller, 'Der grüne Heinrich', Stifter 'Nachsommer'.
4308a

2 St.
Klassische Moderne und Geschlechterdifferenz (B1, 5)

Mi. 9-11 in H 80
C. Liebrand

Bitte beachten Sie die Aushänge im Glaskasten, diese Vorlesung fällt möglicherweise aus.
4308b

2 St.
,Frauenliteratur‘ der Goethezeit (B 4, 5)

Do. 9.30-11 in V
A. Simonis

Beginn: 21.10.
Was taten die Frauen, als die Klassiker schrieben? – So könnte das Motto der Vorlesung lauten, die sich mit den Bedingungen weiblichen Schreibens in der ‘Kunstperiode’ beschäftigt. Zum einen werden übergreifende Gesichtspunkte wie die Rolle der Frau auf dem allererst im Entstehen begriffenen modernen Buchmarkt, Frauen als Leserinnen und Autorinnen, weibliche Sozialisation etc. beleuchtet. Zum anderen sollen einzelne Schriftstellerinnen wie Sophie von LaRoche, Sophie Mereau, Karoline von Günderrode, Dorothea Schlegel und Bettine von Arnim mit ihren wichtigsten Werke exemplarisch vorgestellt werden. Schließlich ist die Bedeutung neuerer theore-tischer Ansätze (gender studies, dekonstruktiver Feminismus und New Historicism) für die historische Frauenforschung zu erörtern.
4309

2 St.
Zur Geschichte und Poetik der Bibliothek (II) (B 1,2 )

Mo. 10-12 in D
N. Wegmann
Die neue Vorlesung schließt zwar an die erste aus dem Sommersemester an, ist jedoch auch für neu Hinzukommende offen. Sie ist auch ohne die Teilnahme an der Vorlesung des Sommersemesters verständlich.
Thema ist das technische und intellektuelle Medium "Bibliothek". Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf dem Verhältnis von Bibliothek und Literatur. Beide Themen-komplexe werden anhand von Fallgeschichten erörtert (u. a. Lessig, Herder, Goethe, Schopenhauer, E. Jünger, Henry Miller). Die Vorlesung beschäftigt sich mit einem Gegenstand, dessen Wichtigkeit für Literatur wie Literaturwissenschaft unbestritten ist, aber (noch) nicht zum Kanon der im Fach bearbeiteten Themen zählt. Man scheint immer schon zu wissen, was die Bibliothek ist: Obschon unverzichtbar, gilt sie doch nur als ein Hilfsmittel, das im Vergleich zu dem, wofür man es gebraucht, zweitrangig ist. Entgegen einer ersten Selbstverständlichkeit ist jedoch keineswegs klar, worauf man sich einläßt, wenn man einen Gang in die Bibliothek unternimmt. Die Vorlesung sucht ihre Problemstellung aus der Abwehr eingefahrener Gewißheiten: Die Bibliothek ist weder nur ein Ort penibler Ordnung und rationaler Organisation noch der Inbegriff einer bildungsbürgerlichen Buchkultur. Gegen solche vereinfachenden Festlegungen auf Dienstleistungsbetrieb und Kultur wird hier die Bibliothek als Black Box gesetzt. Schriften, Drucke, Bücher und "Medieneinheiten" sind ihr Input, während am anderen Ende eine Situation steht, wo ein Bibliotheksnutzer in diesen chaotisch-vielen Büchern etwas suchen und mit hinreichender Erwartungssicherheit auch finden kann: Die Bibliothek ist eine funktio-nierende Komplexität, bei der man nicht sehen kann, was in ihrem Inneren geschieht. Weiter zugespitzt heißt dies zugleich, daß die Lesbarkeit der Bibliothek gerade nicht als immer schon gegeben vorausgesetzt werden kann. Die chaotisch vielen Bücher, der schiere Umfang der Bestände machen die Lesbarkeit der Bibliothek vielmehr zum Dauerproblem. An diesem Problem der Lesbarkeit arbeiten nicht nur Bibliothekswissenschaft und Infoscience. Es ist insbesondere die Literatur, die immer wieder auf unkonventionelle Weise mit der Bibliothek zu kommunizieren vermag.
Literaturhinweis: Uwe Jochum: Kleine Bibliotheksgeschichte. Stuttgart: Reclam 1993.
4310

2 St.
Lyrik des 20. Jahrhunderts (B 5)

Do. 13-15 in Aula 2
G. Blamberger
Die Literatur der Moderne ist im raschen Wechsel ihrer Richtungen (Impressionismus, Jugendstil, Expressionismus, Futurismus, Dadaismus, Surrealismus, Neue Sachlichkeit usf.) der Kategorie des Neuen verschrieben, sowohl formal (neue künstlerische Verfahren) wie inhaltlich (Aufnahme neuer Wissensbestände und Erfahrungsbereiche). Es dominiert das Prinzip der Innovation gegenüber dem Prinzip der Variation des Traditionsbestandes. Diese der Technik und den Naturwissenschaften abgeschaute Idee des Fortschritts (in die Zukunft und von der Tradition - das Alte gilt aus der Perspektive des Neuen als das Überholte) wird in der Postmoderne aufgegeben. Die Vorlesung soll den historischen Wandlungsprozeß am Beispiel der Lyrik rekonstruieren, der Gattung, die wegen ihrer besonderen formalen Radikalität zu Recht als „Paradigma der Moderne" (Iser) apostrophiert wurde.
Zur vorbereitenden Lektüre wird empfohlen: Dieter Lamping: Moderne Lyrik. München 1991.
4311


2 St.

The uses and abuses of psychoanalytic theories in literary criticism (B 1)

Di. 10-12 in XII

A. Stephens
The interaction between Freudian theories and literary criticism has been prominent among attempts on the part of scholarship to schematise the unterstanding of fictional works in the Western literary tradition since the first decades of this century. Freud's own steady movement away from clinical practise towards mythical constructs; his own fascination with literary phenomena; and his implementing a method of symbolic substitutions which rapidly evades the controls of rationality all favoured the mushroom-like growth of Freudianism in literary studies, but led inevitably in the sixties and early seventies to a measure of disillusionment with it and to its displacement as a fashionable mode of critical discourse by Marxist ideology. The revival of critical discourse based on Freudian premises in the late seventies and eighties was due to the popularity of the more recondite and sophisticated version of Freudianism produced by Jacques Lacan and his school.

The future of Lacanian analyses of literature remains still open as the 20th century comes to an end. The lectures will give a historical - and at the same time strongly critical - censpectus of the applications of Freudian theories to selected works of German, French and English literature and explore the strengths and weakness of Lacan-based literary theory. The series will conclude with a general theoretical consideration of the problems posed by adopting meta-systems as tools for literary analysis when these are seen as directly articulating a truth-content which the literary work ist assumed to also contain as an underlying, esoteric discourse.The interaction between Freudian theories and literary criticism has been prominent among attempts on the part of scholarship to schematise the unterstanding of fictional works in the Western literary tradition since the first decades of this century.

Freud's own steady movement away from clinical practise towards mythical constructs; his own fascination with literary phenomena; and his implementing a method of symbolic substitutions which rapidly evades the controls of rationality all favoured the mushroom-like growth of Freudianism in literary studies, but led inevitably in the sixties and early seventies to a measure of disillusionment with it and to its dis-placement as a fashionable mode of critical discourse by Marxist ideology. The revival of critical discourse based on Freudian premises in the late seventies and eighties was due to the popularity of the more recondite and sophisticated version of Freudianism produced by Jacques Lacan and his school.

The future of Lacanian analyses of literature remains still open as the 20th century comes to an end. The lectures will give a historical - and at the same time strongly critical - censpectus of the applications of Freudian theories to selected works of German, French and English literature and explore the strengths and weakness of Lacan-based literary theory. The series will conclude with a general theoretical consideration of the problems posed by adopting meta-systems as tools for literary analysis when these are seen as directly articulating a truth-content which the literary work ist assumed to also contain as an underlying, esoteric discourse.
4312

2 St.
Der Detektivroman im XX. Jahrhundert (B 2, 5)

Di. 13-15 in II
V. Neuhaus

Es handelt sich um den in sich selbständigen 3. Teil meiner Vorlesung „Geschichte des analytischen Erzählens". Auf der Grundlage von Dietrich Webers „Theorie der analytischen Erzählung" (München 1975, v.a. Kapitel I-III) werden folgende Werk-gruppen behandelt: (1) Sherlock Holmes, (2) Der klassische Detektivroman (Campus Mysteries, Locked Room Mysteries, Serienmorde), (3) Die amerikanische Schule von Hammett bis Sue Grafton, (4) Simenon, Glauser, Dürrenmatt, (6) Der neue deutsche Kriminalroman (R. Hey, -ky, Huby u.a.), (7) Umberto Eco und der postmoderne Detektivroman, (8) „Laßt tausend Blumen blühen" – das Genre-Spektrum bei der Jahrtausendwende.
Empfohlene Sekundärliteratur: Alewyn: „Die Anatomie des Detektivromans"; Neu-haus: „Mysterion tes anomias – Das Geheimnis des Bösen. Der Detektivroman als regelgeleitete Gattung"; Vogt (Hg.): „Der Kriminalroman".
4313


1 St.
Günter Grass "Mein Jahrhundert" im Kontext des Gesamtwerkes (B 5, 6)

Mi. 13-14 in A 2
V. Neuhaus

Im August erscheint Grass‘ neues Werk, eine Art „Centannone", ein Kranz von 100 Erzählungen, dessen Rahmen das Jahrhundert von 1900 bis 1999 umfaßt. Ausgehend von der Vorstellung einzelner Texte und Textgruppen sollen zentrale Themen seines Gesamtwerkes vorgestellt werden.
 

G r u n d s t u d i u m

Über den Aufbau des Grundstudiums und die im Rahmen des Grund-studiums gestellten Anforderun-gen unterrichtet ein besonderes Informations-blatt "Germanistik in Köln".

Im Grundstudium müssen in jeder ,Abteilung‘ des Fachs obligatorische Einführungsseminare besucht werden. Diese Seminare werden entweder als Jahresseminare (2 Semester x 2 SWS), als Kompaktseminare (1 Semester x 4 SWS). Der Leistungsnachweis wird in der Regel am Ende der Veranstaltung durch eine Klausur oder eine Hausarbeit (in der Neueren Literaturwissenschaft verbindlich) erworben.

Im einzelnen gelten für die drei Gebiete des Fachs folgende Richtlinien:

I. Sprachwissenschaft des Deutschen

Einführungsseminar Sprachwissenschaft (1. und 2. Teil)

Das Seminar dient der elementaren Einführung in Grundbegriffe, Methoden und Theorien der neueren Sprachwissenschaft. Es macht exemplarisch mit der sprachwissenschaftlichen Analyse des Deutschen vertraut und soll zu eigenständiger Argumentation in bezug auf sprachliche Daten sowie zu kritischer Auseinandersetzung mit der Forschungsliteratur anregen. Auf diese Weise sollen die Grundlagen für die Erklärung sprachlicher Strukturen und ihre Verwendung in Literatur- und Alltagssprache vermittelt werden.

Der einleitende Teil befaßt sich mit der Frage, was Sprache ist und wie man sie wissenschaftlich untersuchen kann. Entsprechend wird ein Überblick über die Teilbereiche der Sprachwissenschaft gegeben. Grammatische Teil-bereiche wie Phonologie (Lautlehre), Morphologie (Lehre von der Wortstruktur), Syntax (Lehre von der Satzstruktur), Semantik und Lexikon (formbezogene Aspekte der wörtlichen Bedeutung) werden behandelt, wobei insbesondere auf ihren Zusammenhang im Sprachsy-stem eingegangen wird. Das Verhältnis dieser strukturellen Aspekte zu ihrer kom-munikativen Verwendung wird besonders in der linguistischen Pragmatik untersucht. Die Behandlung dieser linguisti-schen Kerngebiete kann durch sprachge-schicht-liche, interdisziplinäre oder anwendungsorientierte Studien (z. B. Psycholinguistik, Soziolinguistik, Computerlinguistik o. ä.) ergänzt werden. Linguistische Theorien und Methoden werden dabei in konkreten Sprachanalysen angewandt.

Da die Einführung in die Sprachwissenschaft exemplarisch ist, kann die Gewichtung der einzelnen Gebiete und auch die Reihenfolge ihrer Behandlung variieren.

II. Neuere deutsche Literatur

Einführungsseminar Neuere deutsche Literaturwissenschaft (1. und 2. Teil)

Das Seminar führt in die Theorie und Praxis der Literaturwissenschaft ein, leitet zu wissenschaftlicher Lektüre an und vermittelt Arbeitstechniken und bibliographische Fertigkeiten. Dabei ist der 1. Teil des Seminars als grundlegende Einführung in die Literaturwissenschaft systematisch konzipiert: Probleme der Literaturtheorie und Methodenlehre werden anhand theoretischer, interpretatorischer und literarischer Texte behandelt. Der 2. Teil soll, hierauf aufbauend, anhand einer zusammenhängenden Textgruppe (z. B. bezogen auf eine Gattung, eine Epoche oder ein durchgängiges Thema) die Befähigung zur Textanalyse und Interpretation ausbilden. Die Kenntnisse aus dem 1. Seminarteil werden vertieft und mit Schwerpunkt auf der historischen Dimension der Literatur weiter ausgebaut.

Als Arbeitsbücher werden z. Zt. herangezogen (siehe auch die für die ZP verbindliche Leseliste „Konzeptbegriffe - Grundlagentexte„):

  • Arnold, Heinz-Ludwig/Detering, Heinrich (Hgg.): Grundzüge der Literaturwissenschaft. München: dtv 1996 (dtv 4704).
  • Brackert, Helmut/Stückrath, Jörn (Hgg.): Literaturwissenschaft. Ein Grundkurs. Reinbek: Rowohlt ²1996 (re 523).
  • Eicher, Thomas/Wiemann, Volker (Hgg.): Arbeitsbuch: Literaturwissenschaft. Paderborn: Schöningh 1996 (UTB Große Reihe 8124).
  • Meyer-Krentler, Eckhardt: Arbeitstechniken Literaturwissenschaft. München: Fink 51995 (UTB 1582).
  • Pechlivanos, Miltos u. a. (Hgg.): Einführung in die Literaturwissenschaft. Stuttgart: Metzler 1995.

    sowie einzelne Beiträge aus:

  • Fohrmann, Jürgen/Müller, Harro (Hgg.): Literaturwissenschaft. München: Fink 1995 (UTB 1874).
  • Harth, Dietrich/Gebhardt, Peter (Hgg.): Erkenntnis der Literatur. Theorien, Konzepte, Methoden der Literaturwissenschaft. Stuttgart: Metzler 1982.
  • Lentricchia, Frank/Mc Laughlin, Thomas (Hgg.): Critical Terms for Literary Study. Chicago/London: University Press 1995.
  • Ricklefs, Ulfert (Hg.): Fischer Lexikon Literatur. 3 Bände. Frankfurt/M.: Fischer 1996.
  • Weimar, Klaus (Hg.): Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft. Band 1. Berlin/New York: De Gruyter 1997.

    III. Ältere deutsche Sprache und Literatur

    Einführungsseminar in die Ältere deutsche Sprache und Literatur (1. und 2. Teil)

    Die Teilnehmer sollen in die ältere deutsche Sprache (Althochdeutsch und/-oder Mittelhochdeutsch) eingeführt werden und sollen lernen, einen althochdeutschen und/oder mittelhochdeutschen Text zu übersetzen und sprachlich zu erläutern. Die Dozentin/der Dozent gibt am Anfang bekannt, ob der 1. Teil seinen Schwerpunkt im Althochdeutschen oder im Mittelhochdeutschen hat.

    Der Grammatik-Teil umfaßt folgende Bereiche:

  • Laut und Formenlehre
  • Syntax
  • Semantik.

    Die Grammatik soll anhand von Texten geübt werden. Dabei kann die Dozentin/der Dozent Schwerpunkte setzen. In einigen Kursen wird, neben der Grammatik, ein Überblick über die Geschichte der deutschen Sprache gegeben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen außerdem die wichtigsten wissenschaftlichen Handbücher und Nachschlagewerke (Wörterbücher, Grammatiken, Sprachgeschichten etc.) kennenlernen.

    Ziel des 2. Seminarteils ist es, den wissenschaftlichen Umgang mit mittelalterlichen Texten zu üben. Dazu gehören:

  • Erweiterung der Textkenntnis durch intensive Lektüre eines althochdeutschen oder mittelhochdeutschen Textes (bzw. ausgewählter Stücke),
  • anhand des Lektüretextes Einübung in wichtige historisch-philologische Arbeitsweisen: Textgestaltung, formale Analyse, Interpretationsprobleme,
  • Benutzung der wichtigsten wissenschaftlichen Handbücher und Nachschlagewerke,
  • Einführung in Grundbegriffe und Grundkenntnisse der mittelalterlichen Literaturwissenschaft: Textkritik und Handschriftenkunde, Rhetorik, Poetik, Exegese, gesellschaftliche Grundlagen.

    Die Dozentin/der Dozent kann Schwerpunkte setzen.

  • T u t o r e n p r o g r a m m
    Die Tutorien sollen Studierenden im Grundstudium Orientierungshilfen geben und die im Einführungsseminar gelernten Techniken wissenschaftlichen Arbeitens einüben. Sie stehen allen Studierenden offen, können und sollen also auch von Studierenden im Hauptstudium genutzt werden. Da die Teilnehmerzahl auf 12-15 begrenzt ist, können die Tutoren auch auf Einzelprobleme eingehen. Die Tutorien werden geleitet von Studentinnen und Studenten im Hauptstudium. Bis zu 4 Stunden Tutorium werden auf die Semesterwochenstundenzahl angerechnet. Für Studierende, die im Sose 97 oder später ihr Studium aufgenommen haben, muß auf dem Schein der Obligatorischen Studienberatung auch entweder die Teilnahme an einer Biblio-theksführung und/oder an einem Tutorium nachgewiesen werden. Das Institut bietet verschiedene Tutorientypen an: Einführungstutorien, Tutorien zu den sprachwissenschaftlichen und altgermanistischen Einführungsseminaren, Tutorien für ausländische Studierende, Tutorien zu den Konzeptbegriffen.

    Die Tutorien beginnen erst in der zweiten Semesterwoche (d.h. ab 18.10.99). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die hier aufgeführten Tutorien sind noch nicht vollständig, ein endgültiges Programm erhalten Sie gegen Ende August im Geschäftszimmer.

    Einführung in die Grundtechniken literatur- und sprachwissenschaftlichen Arbeitens

    Die folgenden Tutorien sollen eine Einführung in Grundtechniken des literatur- und sprach-wissenschaftlichen Arbeitens vermitteln. Sie wurden besonders für Studierende des Grundstudiums eingerichtet, können aber auch von Studierenden des Hauptstudiums zur Intensivierung ihrer Kenntnisse genutzt werden. Die Kernbereiche der Tutorien umfassen:

    1. Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten für die Nutzung der Seminar-Biblio-thek:
    a) Übungen zur Systematik und zum Aufbau der Bibliothek
    b) Übungen zu den verschiedenen Findehilfen (Zettelkataloge, Terminals, Microfiche-Kataloge)
    2. Vermittlung von Kenntnissen im Umgang mit Hilfsmitteln (Bibliographien und Nachschlagewerke)
    3. Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten für die Erstellung schriftlicher Haus-arbeiten (richtige Literaturangaben, richtiges Zitieren u.a.)
    4. Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten für die Nutzung der Universitäts-Bibliothek.

    Außerhalb der eigentlichen Tutorien sollen nach Möglichkeit Sprechstunden für eine individuelle Beratung angeboten werden. Zusätzlich zu den o.a. Kernbereichen werden je nach Schwerpunktsetzung des Tutors besprochen:

    — Arbeitstechniken, Lesetechniken
    — Techniken für die Erstellung eines Referates, Hinweise zum mündlichen Vortrag
    — Textgeschichte und Editionspraxis
    — allgemeine Grundlagen des Faches (Terminologie, Gattungen, Epochen)
    — allgemeine Fragen der Studienorganisation
    — computergestützte Literatur-Recherche und Einführung in das Internet.
    2 St. Di. 10-12 in 204 A. Kasnitz
    je 2 St.
    Mo. 10-12 in S 54
    Mo. 14-16 in S 54
    A. Kraume
    2 St. Di. 16-18 in B I (UB) St. Heß
    2 St. Tutorium zu den Konzeptbegriffen
    Mo. 14-16 in 230
    A. Rosenfelder
    2 St. Tutorium zu den Konzeptbegriffen
    Mi. 15-17 in S 73
    O. Kohns
    Ganz nach dem Motto „Zwar weiß ich viel, doch möcht' ich alles wissen„ (Faust I, V. 601) wollen wir in diesem Tutorium , parallel zur entsprechenden Vorlesung, jede Woche den Text zu einem Konzeptbegriff lesen und kritisch besprechen. Eingeladen sind natürlich alle Student(inn)en des Grundstudiums, aber auch alle, die sich immer schon mal einen Überblick über das Fach verschaffen wollten. Ganz nach dem Motto „Zwar weiß ich viel, doch möcht' ich alles wissen„ (Faust I, V. 601) wollen wir in diesem Tutorium , parallel zur entsprechenden Vorlesung, jede Woche den Text zu einem Konzeptbegriff lesen und kritisch besprechen. Eingeladen sind natürlich alle Student(inn)en des Grundstudiums, aber auch alle, die sich immer schon mal einen Überblick über das Fach verschaffen wollten.
    2 St. Tutorium zu den Konzeptbegriffen
    Do. 11-13 in S 69
    A. Rosenfelder
    2 St. Tutorium für ausländische Studierende
    Do. 18-20 in 230
    St. Heß
    Das Tutorium lehnt sich an das Proseminar von Herrn Kircher „Grundbegriffe der Literaturwissenschaft„ an, das auf die Interessen ausländischer Studierender zugeschnitten ist. Wir werden uns mit Literaturgeschichte beschäftigen und die im Proseminar behandelten Themen vertiefen und üben. Ideen und Anregungen der Teilnehmerinnen sind ausdrücklich erwünscht. Bei regelmäßiger Teilnahme kann ein Teilnahmeschein ausgestellt werden.
      Beratungstutorium der Fachschaft Jan Wöhler
    Vor Semesterbeginn bietet die Fachschaft im Rahmen der Orientierungseinheit für ErstsemesterInnen eine Einführung in das Grundstudium an.
    Termine:
    Di., 5.10., 10 Uhr: Begrüßung
    Di., 5.10.-Do., 7.10. jeweils 11 Uhr im Foyer des Philosophikums.
    Während des Semesters:
    2 St. Mi. 16-18 in 093,5
    Ohne Eile oder Anmeldelisten werden hier Informationen gegeben zur Organisation v.a. des Grundstudiums, aber auch zu allen möglichen anderen Themen rund ums Studieren. Wir wissen zwar nicht alles über BAföG, Anforderungen für ausländische Studierende oder Austauschprogramme, aber wir sagen Euch mindestens, wer wo wann wofür zuständig ist, von AStA bis Zwischenprüfung. Für Fragen studentischer Mitbestimmung sind wir natürlich ohnehin die erste Anlaufstelle am Institut.
    Die Tutorien zu den Einführungsseminare der Älteren deutschen Sprache und Literatur sind den Seminaren jeweils zugeordnet, Sie finden sie dort.
    Tutorien "Sprachwissenschaft des Deutschen" (Diese Tutorien können begleitend zum 1. und 2. Teil der Einführungsseminare besucht werden):
    2 St. Syntax
    Mo. 12-14 in S 82
    H. Lamers
    2 St. Syntax
    Di. 14-16 in 204
    T. Schmidt
    2 St. Syntax,Morphologie, Phonologie
    Mo. 8.30-10 in 230
    C. Lopez
    2 St. Morphologie, Phonologie
    Di. 12-14 in 204
    H. Lamers
    2 St. Semantik, Pragmatik
    Do. 16-18 in S 68
    T. Schmidt
     

    Einführungsseminare

    Sprachwissenschaft des Deutschen

    1. Teil
    4315

    2 St.
    Syntax, Semantik

    Di. 12-14 in S 69
    U. Brosziewski
    4316

    2 St.
    Syntax, Semantik

    Mi. 16-17.30 in S 65
    U. Brosziewski
    4321

    2 St.
    Syntax, Semantik

    Do. 17-19 in S 82
    M. Wratil
     
    2. Teil
    4314

    2 St.
    Syntax, Phonologie

    Di. 11-13 in S 82 und Do. 12-14 in 230
    N. Bocklet
    4322

    2 St.
    Morphologie, Semantik, Pragmatik

    Mi. 16-18 in S 82
    H. Lohnstein
    4323

    2 St.
    Morphologie, Semantik, Pragmatik

    Di. 16-18 in XVIIb
    H. Lohnstein
    4324

    2 St.
    Syntax, Semantik, Pragmatik

    Mi. 15-17 in VIIb
    M. Neef
    4325

    2 St.
    Semantik, Pragmatik

    Di. 14-15.30 in S 85
    J. Amrhein
    4326

    2 St.
    Syntax, Semantik

    Mo. 17-19 in VIIa
    M. Consten
    4327

    2 St.
    Phonologie, Morphologie

    Do. 13-15 in VIIa
    B. Löbach
    4328

    2 St.
    Morphologie, Phonologie

    Mi. 15-17 in S 92
    S. Siebert
     
    Kompaktseminare, 1. und 2. Teil
    4329

    4 St.
    Sprachtheorie, Syntax, Morphologie, Phonologie

    Mi. 10-12 u. Do. 10-12 in 204
    R. Kemp
    4317

    4 St.
    Grammatische Grundlagen, Syntax, Phonologie, Morphologie, Semantik, Pragmatik
    Mo. 16-18 in S 76 und Do. 16-18 in VIIb
    H. Lohnstein
    4318

    4 St.
    Syntax, Semantik, Pragmatik, Phonologie, Morphologie

    Di. und Do. 8.30-10 in 204
    C. Wöllstein-Leisten

    Neuere deutsche Literaturwissenschaft

    1. Teil
    4330

    2 St.
    (Schwerpunkt im 2. Teil: Lyrik)

    Mo. 14-16 in S 65
    D. Fulda

    Beginn: 18.10.
    Neben der in allen Einführungsseminaren zu leistenden Erläuterung zentraler Begriffe, Methoden und Probleme der Literaturwissenschaft möchte das Seminar, besonders in seinem zweiten Teil, das möglichst genaue Lesen hochverdichteter Texte auf der Grundlage unterschiedlicher methodischer Zugänge einüben. Die Textbeispiele ent-stammen der Lyrik des 17. bis 20. Jh., sollen den verbreiteten Begriff von Lyrik als Ich-, Gefühls- oder Seelenaussprache also relativieren. 'Theoretische' Reflexion und Textinterpretation sollen dabei möglichst eng verzahnt werden, so daß erster und zweiter Teil des Seminars eine Einheit bilden.
    4333

    2 St.
    (Schwerpunkt im 2. Teil: Realismus)

    Di. 14-16 in S 82
    D. Fulda

    Beginn: 19.10.
    Zu den problematischsten, gleichwohl vielverwandten Begriffen der Literaturwissenschaft gehören 'Realismus' bzw. 'realistisch'. Mit ihnen wird, mehr oder weniger reflektiert, ein bestimmtes Verhältnis literarischer Texte zur 'Wirklichkeit' oder Gesellschaft, ein Stiltypus oder auch eine literarische Epoche (der 'poetische' oder 'bürgerliche Realismus' des 19. Jh.) bezeichnet. Der Realismus-Begriff eignet sich deshalb in besonderem Maße, literaturtheoretische und literaturgeschichtliche Grundla-genfragen in ihrem Zusammenhang zu erörtern. Textgrundlage des zweiten Semin-arteils werden vor allem Prosatexte der zweiten Hälfte des 19. Jh. bilden, darüber hinaus aber auch Texte von der Antike bis zur Gegenwart, die als Muster 'realisti-schen' Schreibens gelten.
    4334

    2 St.
    (Schwerpunkt im 2. Teil: Poetischer Realismus)

    Mo. 12-14 in S 82 fällt aus!
    A. Kuhlmann

    Aufgrund einer Gastdozentur an der University of Illinois/Chicago werde ich im Wintersemester 1999/2000 keine Lehrveranstaltungen in Köln abhalten.
    4335

    2 St.
    (Schwerpunkt im 2. Teil: Poetischer Realismus)

    Mo. 15-17 in S 82 fällt aus!
    A. Kuhlmann

    Aufgrund einer Gastdozentur an der University of Illinois/Chicago werde ich im Wintersemester 1999/2000 keine Lehrveranstaltungen in Köln abhalten.
    4336

    2 St.
    (Schwerpunkt im 2 Teil: Drama)

    Di. 8.30-10 in S 76
    D. Kurth
    Das Seminar orientiert sich nach Themen und Anlage an dem für das Grundstudium Neuere Deutsche Literaturwissenschaft festgelegten Rahmen und soll zunächst - anhand ausgewählter Texte - mit Theorie und Methodik des wissenschaftlichen Umgangs mit Literatur vertraut machen. Ein Infoblatt mit Seminarprogramm und Literaturhinweisen ist zu Semesterbeginn in einem Ordner bei der Bibliotheksaufsicht erhältlich.
    4337

    2 St.
    (Schwerpunkt im 2 Teil: Drama)

    Mi. 9-11 in S 76 (vgl. Nr. 4336)
    D. Kurth
    4338

    2 St.
    (Schwerpunkt im 2. Teil: Drama)

    Mo. 14.30-16 in S 56
    H. Kircher

    Beginn: 11.10.
    In diesem auf ein Jahr konzipierten Seminar sollen, ausgehend von einem knappen Überblick über die Geschichte der Germanistik, zunächst einige wichtige Interpretationsansätze (insbesondere im Blick auf die Dramenanalyse) vorgestellt werden. Daneben gilt es, die wichtigsten literaturwissenschaftlichen Konzeptbegriffe (entsprechend dem aktuellen Stand unserer Institutsliste) zu erarbeiten. Dazu gehört ferner eine Einführung in die literaturwissenschaftlichen Hilfsmittel und Arbeitstech-niken. Das Seminar wird Ende Januar / Anfang Februar mit einer kleinen Klausur abgeschlossen werden. Bis zu diesem Zeitpunkt muß die Teilnahme an einer Führung durch die Institutsbibliothek (oder an einem entsprechenden Tutorium) nachgewiesen werden.
    4339

    2 St.
    (Schwerpunkt im 2. Teil: Drama)

    Mo. 16.30-18.00 in S 89 (vgl. Nr. 4338)
    H. Kircher

    4340

    2 St.
    (Schwerpunkt im 2. Teil: Novellistik im 19. Jh.)

    Mi. 12-13.30 in S 83
    R. Füllmann
    Der erste Teil des Einführungsseminars soll sich mit den Grundbegriffen und Methoden der Literaturwissenschaft beschäftigen. Der zweite Teil des Seminars im nächsten Semester wird sich dann der deutschen Novelle im 19. Jahrhundert von E. T. A. Hoffmann über Gottfried Keller bis hin zu Gerhart Hauptmann widmen. Die lebhafte zeitgenössische Diskussion über eine ,Theorie‘ der Novelle soll in den Seminarverlauf einbezogen werden.
    4341

    2 St.
    (Schwerpunkt im 2. Teil: Kurzprosa des 20. Jahrhunderts)

    Mi. 15-17 in S 58
    R. Füllmann
    Der erste Teil des Einführungsseminars soll sich mit den Grundbegriffen und Metho-den der Literaturwissenschaft beschäftigen. Der zweite Teil des Seminars im nächsten Semester wird sich dann der deutschen Kurzprosa im 20. Jahrhundert von Paul Ernst über Marie Luise Kaschnitz bis hin zu Günter Kunert widmen. Auch Sonderformen der Kurzprosa wie Anekdote und Aphorismus sollen berücksichtigt werden.
    4342

    2 St.
    (Schwerpunkt im 2. Teil: Alfred Döblin: Prosa im Expressionismus)

    Mi. 9-11 in S 58
    S. Grimm
    Anhand der für die Zwischenprüfung relevanten Konzeptbegriffe gibt das Seminar eine Einführung in grundlegende Bereiche der Literaturwissenschaft wie Erzähltheorie, Gattungs- und Epochenproblematik, Autorschaft etc. Zugleich werden literaturwissenschaftliche Methoden behandelt, wobei traditionelle und neuere Methoden kontrastiv erarbeitet werden. Im zweiten Teil beschäftigt sich das Semi-nar unter Zuhilfenahme der erarbeiteten Ansätze mit der Funktion von Liebe und Geschlecht im Roman der Jahrhundertwende (Kafka, Rilke, Döblin u.a.).
    4343

    2 St.
    (Schwerpunkt im 2. Teil: Bertolt Brechts Lyrik)

    Do. 13.30-15 in G
    J. Zenke

    4344

    2 St.
    (Schwerpunkt im 2. Teil: Bertolt Brechts Lyrik)

    Do. 16-18 in G
    J. Zenke

     
    2. Teil
    4345

    2 St.
    Prosa

    Do. 11-13 in S 69 fällt aus!
    H. Christians
    4346

    2 St.
    ,Kommunikation‘. Eine Störung

    Do. 14-16 in 204
    H. Christians
    Texte von Bernhard, Herder, Kafka, Kleist, Luhmann, Stanitzek. Teilnehmerzahl begrenzt. Alle Interessenten, die den IIa – Kurs nicht bei mir belegt haben, müssen sich in einer Sprechstunde in der vorlesungsfreien Zeit anmelden.
    4347

    2 St.
    Gedichte Goethes

    Di. 11-13 in 230
    N. Mecklenburg
    Es handelt sich um die Fortsetzung des IIa-Seminars vom Sommersem. 1999. Sie wird vierstündig gehalten, und zwar jeweils 11-13 als Plenum, 13-15 als Gruppenarbeit. Seminarprogramm, Literaturhinweise und Themenliste für schriftliche Hausarbeiten werden in der Eröffnungssitzung vorgelegt. Teilnehmer, die nicht mein IIa-Seminar besucht haben, können sich in den Feriensprechstunden bei mir anmelden.
    4348

    2 St.
    Gedichte Goethes

    Di. 13-15 in S 92 (vgl. Nr. 4347)
    N. Mecklenburg
    4349

    2 St.
    Erzählungen des 19. und 20. Jahrhunderts

    Di. 13-15 in XVIIa
    M. Günter

    Beginn: 12.10.
    Schwerpunkt des zweiten Teils dieses Einführungsseminars bildet die Analyse erzählender Texte des 19. und 20. Jahrhunderts. Ausgehend von Erzählungen Kleists, Hebels, Heines, Kafkas, Bachmanns u. a. sollen zum einen die zentralen Kategorien der Erzähltextanalyse er-arbeitet werden (Zeit und Erzählung; histoire und discours; Erzählsituation und Figurenrede etc.), zum anderen sollen verschiedene strukturalistische Modelle der Textbeschreibung (fingierte Mündlichkeit/skaz, Polyphonie/Dialogizität, Intertextualität, Metafiction u. a.) diskutiert werden. Ein Ordner mit ausgewählter Literatur steht ab Anfang Oktober in der Seminarbibliothek zur Verfügung.

    Ältere deutsche Sprache und Literatur

    1. Teil
    4350

    2 St.


    Di. 16-18 in S 63
    H.-J. Ziegeler

    Beginn: 19.10.
    Im ersten Teil des Jahreskurses liegt der Akzent auf der Einführung in die Geschichte (und Vorgeschichte) der deutschen Sprache in ausgewählten Teilgebieten; zugleich geht es darum, insbesondere mittelhochdeutsche Texte zu übersetzen und sprachlich zu erläutern. Die Auswahl der Texte ist thematisch begründet; es handelt sich in der Regel um Texte, die Themen des Rechts und der gesellschaftlichen Ordnung behandeln.
    4351
    2 St.
    - Ahd. Texte -
    Di. 9-11 in S 54
    P.-E. Neuser
    4352
    2 St.

    Di. 12 s.t.-13.30 in S 55
    P.-E. Neuser
    4353
    2 St.

    Do. 12 s.t.-13.30 in 204
    P.-E. Neuser
     
    2. Teil
    4354
    2 St.

    Di. 16-18 in 204
    K.-H. Göttert
    Tutorium: Mi. 14-16 im Vortragsraum (UB) O. Jungen
    4355
    2 St.

    Mo. 16-18 in 204
    U. Gerdes
    Tutorium: Do. 18-20 in 230 J.P. Hilger
    4356
    2 St.

    Do. 16-18 in 204
    S. Bürkle
    Tutorium: Mo. 8.30-10 in 230 J.P. Hilger
    4357
    2 St.

    Beginn: 15.10.

    Fr. 12-14 in 204
    B. Nitsche
    Tutorium: Di. 9-11 in S 52 B. Pletsch
    Diese als Jahreskurs konzipierte Einführung konzentriert sich im zweiten Teil auf grundlegende Sachgebiete und Problemfelder mittelhochdeutscher Literatur. Neben der Vermittlung von Grundkenntnissen zur deutschsprachigen Literatur der Mittelalters soll die Diskussion neuerer altgermanistischer Forschungsbeiträge stehen. Die Kenntnis des "Iwein" Hartmanns von Aue, der als Beispieltext für diesen Seminarteil dienen soll, wird zu Beginn des Wintersemesters vorausgesetzt. Als Leistungsnachweis für den Jahreskurs dient eine vierstündige Klausur am Ende dieses Semesters, die die Übersetzungsfähigkeit sowie die sprach- und literarhistorischen Kenntnisse der KursteilnehmerInnen überprüft.
    Verbindliche Literatur: Einführung in die ältere deutsche Literatur. Materialien (erhältlich im Seminar oder bei Frau Aguirre (Raum 210). Hartmann von Aue: Iwein. Text der siebenten Ausgabe von G. F. Benecke, K. Lachmann und L. Wolff. Übersetzung und Anmerkungen von Thomas Cramer. Dritte, durchgesehene und ergänzte Auflage. Berlin, New York 1981.
     
    Kompaktkurse, 1. und 2. Teil
    4358
    4 St.

    Beginn: 14.10.

    Do. 11-13 in S 73 und Do 15-17 in S 69
    M. Schausten
    Tutorium: 2 St. Mi. 17-19 in S 68 C. Seebald
    Ziel des Kurses ist es zum einen, Grundkenntnisse der mittel-hochdeutschen Sprache und Grammatik zu vermitteln. Anhand eines leichteren mittelhochdeutschen Textes soll vor allem das Übersetzen regelmäßig geübt werden. Überdies werden einführende Übungen zur Lautlehre durchgeführt, die eine diachrone Sprachbetrachtung ermöglichen. Zudem soll der synchrone Aspekt der sprachlichen Analyse durch Formenlehre und Syntax des Mittelhochdeutschen Berücksichtigung finden. Zum anderen sollen für die Erschließung mittelalterlicher Texte so wesentliche Bereiche wie Überlieferung und Textkritik, Metrik, Poetik und Rhetorik sowie die christliche Hermeneutik vorgestellt werden. Schließlich wird ein zentraler epischer Text des deutschen Mittelalters Gegenstand des Seminars sein: Gottfrieds von Straßburg Tristan. Dieser etwa in der Zeit um 1210 entstandene Roman soll Ausgangspunkt dafür sein, in aktuelle Fragestellungen mediävistischer Forschung einzuführen.
    Teilnahmebedingungen: Da der Kurs die Möglichkeit bereitstellt, beide Pflichtscheine der älteren Abteilung in einem Semester zu absolvieren, versteht es sich von selbst, daß er sehr arbeitsintensiv ist. Eine regelmäßige Teilnahme ist daher dringend erforderlich. Das Nacharbeiten jeder Seminarsitzung sowie die Anfertigung von Hausaufgaben wird mit Nachdruck empfohlen. Der Leistungsnachweis erfolgt zum einen durch eine Klausur am Semesterende und zum anderen durch Referate über bestimmte Forschungsaspekte zu Gottfrieds Tristan. Diese Referate sollen jeweils einen zentralen Text der Forschungsliteratur zum Gegenstand haben. Ziel der mündlichen Vorträge sollte es sein, ausgehend von dem jeweiligen Forschungsbeitrag, die Diskussion im Seminar anzuregen. Eine Liste mit den möglichen Referatsthemen hängt zu Semesterbeginn aus.
    Zur Anschaffung empfehle ich:
    - Einführung in die ältere deutsche Sprache. Materialien (gelbes Heft)
    - Einführung in die ältere deutsche Literatur. Materialien (rotes Heft)
    - Gottfried von Straßburg: Tristan. Nach dem Text von Friedrich Ranke neu herausge-geben, ins Neuhochdeutsche übersetzt, mit einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn. 3 Bde. Stuttgart 1980 (oder spätere Auflage) (= Reclams Universal-Bibliothek 4471-73).
    4359
    4 St.

    Mo. und Mi. 12-14 in 204
    F. Holznagel
    Beginn: 11.10.
    Anhand einer genauen Lektüre ausgewählter Episoden aus Strickers Pfaffe Amîs sollen grundlegende Kenntnisse des Mittelhochdeutschen vermittelt werden. Gleichzeitig wird damit in ein literarisches Werk eingeführt, das zu Recht als erster Schwankroman in deutscher Sprache gilt und das eine außerordentliche Wirkungsgeschichte ent-faltet hat, die bis weit in die Frühe Neuzeit hineinreicht. Die Lektüre dient ferner dazu, zentrale Beschreibungskategorien für die literarische Analyse und literarhistorische Einordnung von mittelhochdeutschen Texten zu erarbeiten und in Fragestellun-gen und Arbeitsbereiche einzuführen, die für die Beschäftigung mit mittelalterlichen Texten von besonderer Bedeutung sind (Literatur und Gesellschaft, Überlieferung, Metrik, Rhetorik). Die Textauszüge für die Übersetzungsübungen werden zur Verfügung gestellt; zur Anschaffung empfehle ich dringend: Einführung in die ältere deutsche Sprache. Materialien; Einführung in die ältere deutsche Literatur. Materialien. Beide Hefte sind in R. 210 erhältlich. Ein Seminarplan mit Literaturhinweisen hängt zu Beginn der Semesterferien aus.
    4360
    4 St.

    Mo. und Do. 10-12 in 230
    H. Sahm
    Tutorium: 2 St. Mi. 16-18 in S 52 E. Schuster
    4361
    4 St.

    Mo. u. Fr. 10-12 in S 63
    N. N.

     

    Proseminare

    4362

    ZP 2 St.
    Einführung in die Phonologie (A 1, 2)

    Mi. 11-13 in S 76
    J. Lenerz

    Beginn: 13.10.
    Ausgehend von einer Darstellung der artikulatorischen Phonetik (als der Lehre von der Produktion sprachlicher Laute) soll das System der für das Deutsche relevanten distinktiven Laute (Phoneme) erarbeitet werden, wobei anhand einschlägiger Probleme der Beschreibung des Phonemsystems schrittweise verschiedene moderne Theorie-versionen erläutert werden. Ein genauerer Seminarplan wird rechtzeitig durch Aushang bekanntgegeben.
    Zur Vorbereitung empfohlene Lektüre:
    K.-H. Ramers/ H. Vater (1995) Einführung in die Phonologie. Hürth: Gabel. K.-H. Ramers (1998) Einführung in die Phonologie. München: Fink. R. Wiese (1996) The Phonology of German. Oxford: Clarendon.
    4363

    ZP 2 St.
    Einführung in die Syntaxtheorie (A 1, 2)

    Di. 17.30-19 in S 65
    B. Primus

    Beginn: 12.10.
    Das Seminar liefert die theoretischen Grundlagen für die Beschäftigung mit der deutschen Syntax. Im Mittelpunkt der Diskussion steht die Rekonstruktion traditioneller Grammatikansätze (z. B. des topologischen Feldermodells) im Rahmen der generativen Grammatik.
    Begleitende Literatur: Angelika Wöllstein-Leisten et. al. (1997): Deutsche Satz-struktur. Grundlagen der syntaktischen Analyse. Tübingen: Stauffenburg. Andrew Radford (1998): Syntax: A minimalist introduction. Cambridge: University Press.
    4264

    ZP 2 St.
    Einführung in die Programmiersprache LISP (A 1,3)

    Mi. 18-19.30 in 080
    D. Zaun

    Eine Voraussetzung für die eingehendere Beschäftigung mit der Computerlinguistik ist die Beherrschung einer Programmiersprache. Ziel dieses Seminars ist es, die Teilnehmer zu einem selbständigen Umgang mit LISP, einer der wichtigsten Sprachen der Forschung im Bereich Künstliche Intelligenz und Computerlinguistik, zu befähigen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
    Als Begleitliteratur dient: Zaun, D.P., 1992. LISP. Eine Einführung - nicht nur für Linguisten. Köln: Gabel. (= KLAGE 20)
     

    Ältere deutsche Sprache und Literatur

    a) Sprachgeschichte
    4365

    2 St.
    Schreibsprachen im Mittelalter

    Mo 8.30-10 in S 63
    Bitte beachten Sie die Änderungen zum Kommentierten Vorlesungsverzeichnis!
    N. N.
     
    b) Ältere deutsche Literatur
    4366

    ZP 2 St.
    Medien und mittelalterliche Literatur: Positionen der Forschung (B 1,3)

    Mi. 14-16 in 204
    S. Bürkle

    Beginn: 13.10.
    Das Proseminar hat zum Ziel, sich der Mediendiskussion anzunähern, wie sie seit geraumer Zeit in der mediävistischen Literaturwissenschaft geführt wird. Neben der grundsätzlichen Frage nach der spezifischen Medialität von Literatur im Mittelalter, die sich im Spannungsfeld von Mündlichkeit und Schriftlichkeit bzw. Oralität und Literalität, von Aufführung und Manuskriptkultur bewegt, geht es im Speziellen um die den literarischen Texten des Mittelalters eingeschriebenen Medien vom Buch bis zum Körper als Träger der Kommunikation. In diesem Rahmen von 'körpergebundener und schriftgebundener Kommunikation' sollen einschlägige Forschungsbeträge gemeinsam diskutiert, kritisch reflektiert und an Texten wie dem "Nibelungenlied" oder der "Chanson de Roland" überprüft werden. Zur Debatte stehen dabei insbesondere das Problem von Mündlichkeit in grundsätzlicher Hinsicht (etwa Zumthor, Schaefer, Selig) sowie das ganze Spektrum der Präsenz des Körpers (etwa Wenzel, Wandhoff), die immer wieder für das spezifisch Mittelalterliche der Kommunikation reklamiert wird. Voraussetzung zur Teilnahme ist die Bereitschaft zur gemeinsamen Diskussion; erwünscht ist die Übernahme eines mündlichen Referates.
    Zur ersten Orientierung: Erhard Schütz, Thomas Wegmann: Literatur und Medien. In: Grundzüge der Literaturwissenschaft. Hrsg. von Heinz Ludwig Arnold, Heinrich Detering, München 1996, S. 52-78.
    4367



    ZP 2 St.
    Geschichtsschreibung als Literatur. Die Poetik historiographischer Texte des frühen und hohen Mittelalters (B 1,2,3)

    Mi. 12-14 in S 63
    T. Reuvekamp-Felber

    Beginn: 13.10.
    Der amerikanische Diskurstheoretiker Hayden White hat in den 70er Jahren mit seinen Forschungen zur Literarizität der Geschichtsschreibung, die nicht etwa historische Ereignisse neutral darstelle, sondern eine mythische Sinnbildung der Wirklichkeit entwerfe, eine Debatte entfacht, die bis heute in der Geschichtswissenschaft anhält. Von dieser Infragestellung der Unterscheidung zwischen fiktionalen und realistischen Diskursen ausgehend, sollen die poetischen Elemente in der mittelalterlichen Historiographie Gegenstand der Analyse werden. Wie werden mit welchem Anspruch und welcher Funktion Geschichten in den verschiedenen Gattungen der Historiographie erzählt? Wo liegen Differenzen und Gemeinsamkeiten des „literarischen" und „historiographischen" Erzählens im Mittelalter? Neben übersetzten lateinischen Texten sollen vornehmlich deutsche Texte des Mittelalters (Annolied, Kaiserchronik, Gandersheimer Reimchronik, Sächsische Weltchronik, Weltchronik Rudolfs von Ems) in Hinblick auf Erzählstruktur, Raum-Zeit-Gefüge, Erzählerfiguration und Rhetorik analysiert und in Bezug zu epischer Literatur gesetzt werden. Ein Reader mit Textauszügen wird in der ersten Sitzung zur Verfügung gestellt.
    Als Einstiegstexte seien empfohlen: Hayden White: Die Bedeutung der Form. Erzählstrukturen in der Geschichtsschreibung. Frankfurt am Main 1990 (Fischer Wissenschaft 7417) sowie Franz-Josef Schmale: Funktion und Formen mittelalterlicher Geschichtsschreibung. Eine Einführung. Darmstadt 21993.
    4368

    2 St.
    Editionstechnik und Popularisierung mittelalterlicher Texte

    als Blockseminar,
    Vorbesprechung:
    Mi., 13.10.99, 12 Uhr in R. 208
    B. Bastert/C. Dauven

    Nachdem im letzten Semester der spätmittelalterliche Rom an von Karl dem Großen, der auf Diebestour geschickt wird, ins Neuhochdeutsche übersetzt wurde, soll im Wintersemester die Textkritik erstellt werden. Ziel ist es, in gemeinsamer Arbeit eine allgemein verständliche Textedition zu besorgen. Deshalb wird der erläuternde Text-stellenkommentar eine wichtige Position einnehmen. Für eine sinnvolle Mitarbeit sind Kenntnisse im Bereich der chanson de geste erwünscht. Das Seminar wird als Blockseminar an gemeinsam vereinbarten Terminen stattfinden.
    4369

    ZP 2 St.
    Gottfried von Straßburg: Tristan (B 3)

    Di. 12-14 in S 56
    J. Bumke

    Es ist geplant, den ,Tristan‘ gemeinsam zu lesen und zu diskutieren. Dabei sollen die wichtigsten Interpretationsfragen zur Sprache kommen. Textgrundlage: Gottfried von Straßburg: Tristan. Nach dem Text von Friedrich Ranke neu hrsg., ins Neuhochdeutsche übersetzt, mit einem Stellenkommentar und einem Nachwort von Rüdiger Krohn. 3 Bde. Stuttgart 1980. (=Reclams Universal-Bibliothek 4471-4473). Als Einführung empfohlen: Christoph Huber: Gottfried von Straßburg: Tristan und Isolde. Eine Einführung. München, Zürich 1986. (= Artemis Einführungen 24).
    4370


    1 St.
    Lektüre ahd. Texte
    (bes. für Teilnehmer des Einführungsseminars)


    Do. 10 s.t.-11 in S 52
    P.-E. Neuser

    4371


    1 St.
    Lektüre mhd. Texte
    (bes. für Teilnehmer der Einführungsseminare)


    Do. 11 s.t.-12 in S 93
    P.-E. Neuser

    4372

    ZP 2 St.
    Der sogenannte „Ahd. Tatian" als editionstheoretische und -technische Herausforderung

    Mi. 9-11 in S 54
    P.-E. Neuser

    4373

    2 St.
    Textgeschichte

    fällt aus!
    S. Jansen

     

    Neuere deutsche Literaturwissenschaft

    4375


    2 St.
    Grundbegriffe der Literaturwissenschaft (nur für ausländische Studierende im Grundstudium) (B 2,5)

    Di. 12-14 in S 78
    H. Kircher


    Beginn: 12.10.
    Dieses Seminar soll intensiver, als es in den obligatorischen Einführungsseminaren möglich ist, die wichtigsten literaturwis-senschaftlichen Grundbegriffe verstehen helfen. Auch ein Überblick über die Epochen der deutschen Literaturgeschichte steht auf dem Programm. Insgesamt möchte ich die Fragen und Wünsche der Teilnehmer weitestgehend berücksichtigen. Aus diesem Grund wird ein genauer Seminarplan erst zu Beginn des Semesters festgelegt (Vgl. dazu auch das Tutorium von Stefanie Heß).
    4376

    2 St.
    Grundbegriffe der Literaturwissenschaft (B 1)

    Do. 19-20.30 in 204
    J. Zenke

    Die Veranstaltung kann auch zur Vorbereitung auf die Zwischenprüfung genutzt werden.
    4377


    2 St.
    Literaturwissenschaft und Globalisierung? — Einführung in die komparatistische Literaturwissenschaft (B 1)

    Mo. 11-13 in S 55
    M. Eggers
    Obwohl die vergleichende Literaturwissenschaft eigene Institute, Zeitschriften und Lehrbücher hat, ist ihr theoretisches Profil undeutlich. Weit entfernt von den positivistischen Anfängen im 19. Jahrhundert interessiert sich die aktuelle Komparatistik oft nicht nur einfach für die internationale Literatur, sondern geht gleichzeitig interdisziplinär und im weitesten Sinne kulturwissenschaftlich vor. Angesichts dieser zunehmenden methodischen Öffnung stellt sich die Frage nach dem eigentlichen Gegenstand und der spezifischen Leistung der Komparatistik. Im Seminar kann diese Situation diskutiert werden, indem zunächst theoretisch und methodisch grundlegende Aspekte wie Stoff- und Motivforschung, Textvergleich und Intertextualität, literari-sche Übersetzung, ‘kleine Literaturen’ (Deleuze/Guattari) behandelt werden.
    Anschließend soll in einer vergleichenden Literaturinterpretation die Praxis zum Zuge kommen. Vorgesehen dafür ist der Stoffkomplex der ‘Wasserfrauen’ Sirene, Melusine und Undine, zu dem seit der Antike zahllose Bearbeitungen in den unterschiedlichsten Gattungen entstanden sind (Paracelsus, Tieck, Fouqué, Wilde, O. Schreiner, Kafka, Giraudoux, Bachmann u. a.).
    Gäste aus den Nachbarphilologien sind willkommen.
    Zur allgemeinen Vorbereitung: Peter V. Zima, Komparatistik, UTB 1705.
    4378

    2 St.
    Bibelkunde für Nichttheologen

    Fr. 13.30-15 in F (s. Nr. 4686)
    H. D. Bork
    Die europäischen Literaturen (und unsere Alltagssprache) sind voll von Personen, Motiven und Ausdrucksweisen der Bibel, doch fehlen dem modernen Leser oft die Kenntnisse, sie wahrzunehmen und in ihrer Bedeutung zu erkennen. Die Übung will Lust machen und Wege aufzeigen, diese Lücken zu schließen. Der Besitz einer Bibel (in beliebiger Übersetzung) wäre nützlich; sonst wird außer Interesse nichts vor-ausgesetzt. ZP nicht möglich.
    4378

    3 St. (14täg.)
    Performanz/Performativität: Theorielektüren (B 1)

    Mo. 15 s.t.-17 in S 82 (vgl. Forschungskolleg "Medien und kulturelle Kommunikation").
    E. Schuhmacher
    4378a



    2 St.
    Intertextualität und Intermedialität. Forschungsperspektiven der Medien- und Kultur-wissenschaft (B 1)

    Di. 10-12 in S 83 (vgl. Forschungskolleg "Medien und kulturelle Kommunikation")
    M. Bickenbach/A. Fliethmann

    Das Seminar greift die aktuelle Debatte um medien- und kulturwissenschaftliche Forschungsparadigmen auf und wird den Theorietransfer vom Text zum Medium kritisch aufarbeiten. Erweist sich die Kategorie 'Text' als unhintergehbares Leitmedium auch kulturwissenschaftlicher Forschung oder substituiert der Begriff des Mediums diese Theorie in einem größeren Rahmen? Beide Theorien versuchen dabei einem als konstitutiv angenommenen 'Inter' deskriptiv näherzukommen. Es wird auf die konkreten Figuren der Übersetzung ankommmen, die im Seminar erarbeitet werden sollen.
    Im ersten Teil des Seminars soll die Beobachtung, daß Texte immer auf andere Texte verweisen, präzisiert und anhand ausgewählter Intertextualitätstheorien herausgearbeitet werden. Der zweite Teil geht auf den Theorietransfer zur Intermedialität ein, die das Beobachtungsfeld, die Übersetzung von Medien in Medien, entscheidend erweitert. Der dritte Teil des Seminars wird zur Ausgangsfrage zurückkehren: Strukturiert das Paradimga Medium künftig jede, auch die literaturwissenschaftliche Forschung? Wenn ja, mit welchem Gewinn? Als Probe aufs Exempel bieten sich Reflexionen zum Verhältnis von Text und Bild an.
    Einführende Literatur: Bachtin, Michail M.: Die Ästhetik des Wortes. Hrsg.von Rainer Grübel. Frankfurt am Main 1979. Helbig, Jörg (Hg.): Intermedialität. Theorie und Praxis eines interdiszipli-nären Forschungsgebiets. Berlin 1998. Kristeva, Julia: Die Revolutionierung der poetischen Sprache. Frankfurt am Main 1978. Lachmann, Renate: Gedächtnis und Literatur. Intertextualität in der russischen Moderne. Frankfurt am Main 1990. Müller, Jürgen E.: Intermedialität. Formen moderner kulureller Kommunikation. Münster 1996. Zima, Peter von (Hg.): Literatur intermedial. Musik - Malerei - Photographie - Film. Darmstadt 1995.
    4379b

    2 St.
    Körper - Wissen - Medien. Diskurse der Hysterie (B 1)

    Do. 16-18 in 230 (vgl. Forschungskolleg "Medien und kulturelle Kommunikation")
    P. Löffler

    Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Hysterie als Nervenkrankheit Gegenstand jener medizinischen Beschreibungs- und Behandlungspraktiken, die ihre Konjunktur in der Literatur und Kunst um 1900 begründeten. In der Nachfolge Philippe Pinels entwickelten Jean-Martin Charcot und seine Schüler Techniken der Beobachtung und Klassifizierung hysterischer Symptome, die den seit der antiken Medizin attestierten Mangel einer Ätiologie beseitigen sollten. Dennoch betrieben die Ärzte der berühmten Pariser Klinik weniger Ursachenforschung als die theatrale Inszenierung der Hysterie, wie die umfangreiche photographische Dokumentation "Iconologie photographique de la Salpêtrière", Charcots Lektionen vor Studenten, in denen er Patientinnen hysteri-sche Anfälle mimen ließ, und seine Beschäftigung mit der Ikonographie der 'Bessessenen in der Kunst' belegen. Mit Sigmund Freud, der nicht nur Charcots Schriften übersetzte, sondern mit Josef Breuer 1895 seine "Studien über Hysterie" veröffentlich-te, wird das medizinische Wissen Literatur.

    Ziel des Seminars soll deshalb die Analyse der 'Verstrickungen' medizinischen Wissens über Hysterie mit den Medien seiner Visualisierung/Diskursivierung sein, deren Effekte sich bis in Eleonora Duses Spiel als "femme fragile" der Bühne, Rilkes "Malte"-Roman, den Dramen Hugo von Hofmannsthals und den gebogenen Frauen-körpern des Jugendstils verfolgen lassen. Die Transformation hysterischer Symptome in kulturelle Zeichen wird in Texten und Photographien des französischen Surrealis-mus (André Bretons "Nadja") wie in den Dramen Ödön von Horváths resümiert und in der Unentscheidbarkeit von Pose und Posse reflektiert.
    Zur Vorbereitung des Seminars: Georges Didi-Huberman: Erfindung der Hysterie, München 1997, Michel Foucault: Wahnsinn und Gesellschaft, Frankfurt/M. 1969, Kap. II/3. Ausführliche Literaturliste im Seminarordner.
    4425

    2 St.
    Romane der ehemaligen DDR (B 5, 6)

    Mo. 13-15 in S 67
    H. Esselborn

    Der Zusammenbruch der DDR 1989 nötigt dazu, auch ihren literari-schen Nachlaß mit einem differenzierteren Blick zu sichten, der die politischen Verhältnisse und die Innenperspektive berücksich-tigt. In diesem Seminar, das eine intensive und von freiwilligen Referaten unterstützte Lektüre bezweckt und das im SoSe als Hauptse-minar fortgesetzt werden soll, sollen Romane von 4 Autoren gelesen werden, welche verschiedene Phasen und Richtungen repsäsentieren und zugleich die Gesellschaft der DDR thematisieren: Chr. Wolf: Der geteilte Himmel, Nachdenken über Christa T.; G. de Bruyn: Mär-kische Forschungen, Die neue Herrlichkeit; Chr. Hein: Horns Ende, Der Tangospieler; St. H. Kant: Die Aula, Das Impressum.
    Zur Einführung wird empfohlen: W. Emmerich: Kleine Literaturgeschichte der DDR. Leipzig 1996 und J.-R. Groth: Widersprüche. Literatur und Politik in der DDR 1949-1989. Frankfurt/M. 1994.
    4425a

    2 St.
    Novellistische Traditionen im 17. Jahrhundert (B 2, 4)

    Do. 14-16 in 230
    I. Breuer

    In der bisherigen Forschung existieren noch kaum exakte Vorstellungen vom Status zahlreicher Prosawerke im 17. Jahrhundert, die darum häufig leichtfertig als Romane bezeichnet wurden und werden. Neuere Untersuchungen haben aber gezeigt, daß wir es hier mit besonderen Traditionen der Novelle zu tun haben, die weit über das 17. Jahrhundert hinauswirken. Ihre Merkmale (gegenüber dem "Roman") sind u. a. die Betonung der "historischen" Wirklichkeit und Neuheit, die Rahmung und Theatralität, ihre Kürze und Nähe zur Gebrauchsliteratur. Wir werden diesen Traditionen anhand exemplarischer Texte und Textausschnitte nachspüren und ggf. auch die Folgen (z. B. bei Goethe und Kleist) diskutieren. Die Bereitschaft zur Anfertigung von Kurzrefera-ten wird vorausgesetzt.
    Die Texte (vor allem für die ersten Sitzungen) werden als Kopiervorlagen bereit-gestellt. – Einführende Lektüre: Adolf Haslinger: Vom Humanismus zum Barock. In: Handbuch der deutschen Erzählung. Hrsg.: Karl Konrad Polheim. Düsseldorf 1981, S. 37-55 und S. 560-564. – Ingo Breuer: Historien von Liebe und Narrheit. Überlegun-gen zur Gattungstypologie frühneuzeitlicher Erzählliteratur am Beispiel des "Schäfer-romans". In: Simpliciana XX (1998), S. 255-282. – Als Grundlagenwerke empfehle ich Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur, Band 2: Die Literatur des 17. Jh.s (München 1999, Hanser und dtv) und obligatorisch Hugo Aust: Novelle (2. Aufl.; Stuttgart, Weimar 1995; Slg. Metzler 256).
    4379


    ZP 2 St.
    Boccaccios Erben: Deutsche Renaissancenovellen von der Spätromantik bis zur Nachkriegszeit (B 2, 5)

    Do. 14-16 in XIb
    R. Füllmann
    Nicht erst seit der Rezeption der grundlegenden kulturhistorischen Studie ,Die Kultur der Renaissance in Italien‘ von Jacob Burckhardt hat die Epoche von Machiavelli und Michelangelo die deutschsprachigen Autoren fasziniert, wie die märchenhafte Novelle ,Das Marmorbild‘ von Eichendorff belegt. Der Historismus Burckhardts bewirkte jedoch das Entstehen einer Untergattung der deutschen Novelle, in der in Form und Inhalt an altitalienische Vorbilder von Boccaccio bis Bandello angeknüpft wird. Die Wirkungsabsicht der Autorinnen und Autoren ist freilich durchaus unter-schiedlich. Während Conrad Ferdinand Meyer und Isolde Kurz im 19. Jahrhundert historische Genauigkeit mit der Darstellung eines frühbürgerlichen Individualismus verbinden, dient die Renaissancenovelle Autoren der ,inneren Emigration‘ wie Werner Bergengruen oder Gertrud von le Fort zur verschlüsselten Kritik am Totalitarismus des 20. Jahrhunderts.
    4390


    2 St.
    Literatur-Wissenschaft: Die Narrenburg und andere Erscheinigungsformen

    entfällt
    (verschoben auf das SoSe 2000)!
    B. Dotzler
    4380

    ZP 2 St.
    Ueber Kunst und Alterthum: Goethes Literaturpolitik der letzten Jahre (B 1,2,5)

    Do. 11-13 in 218
    B. Dotzler
    Die Frühromantik hatte Goethe als den "Statthalter des poetischen Geistes auf Erden" (Novalis) apostrophiert. In seinen letzten Jahren dagegen mußte Goethe erfahren, wie die veränderte Literaturszene Deutschlands eher auf Abstand ging. Statt dessen wurde Goethe nun im europäischen Ausland gefeiert. Goethe, schrieb Byron, sei seit einem halben Jahrhundert "the undisputed Sovereign of European literature". In dieser Situa-tion gründete Goethe die Zeitschrift Ueber Kunst und Alterthum, die er von 1816 bis 1828 als seine "Hauszeitschrift" herausgab, um in den literaturtheoretischen, ästheti-schen und naturwissenschaftlichen Debatten seiner Zeit - und über die Zeit hinaus - Position zu beziehen. Ziel des Seminars ist, nicht allein diese Position als Denkstil, sondern ebenso ihren Redestil zu analysieren: ihre Durchsetzungsstrategie, ihre Nach-haltigkeit, ihre diskursiven Kontrollmechanismen.

    Zur Vorbereitung: Goethe, Archiv des Dichters und Schriftstellers (z. B. in: Hamburger Ausgabe X, 532-534). Karl-Heinz Hahn, Goethes Zeitschrift Ueber Kunst und Alterthum, in: GoetheJb 92/1975, 128-139.
    4381

    ZP 2 St.
    Poetik und Geschlecht um 1800 (B 1,2,5)

    Do. 15-17 in S 82
    M. Günter

    Beginn: 14.10.
    Mit der Ausfaltung des genieästhetischen Dichtungsbegriffs, der poetische Eigentümlichkeit als Eigentum faßt und damit Autorschaft im modernen Sinne erst hervor-bringt, wurden im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts in der deutschen Literatur Weichen gestellt, die sich als irreversibel erwiesen haben und die auch den literatur-wissenschaftlichen Diskurs bis heute prägen. Dieser autonome Dichtungsbegriff generiert Regeln für die hierarchische Strukturierung des literarischen Feldes und die Konstituierung eines Kanons an der Grenze ,künstlerische Produktion‘ versus ,Dilettantismus‘. Daß diesem Prozeß der Ausdifferenzierung der Literatur in LITERATUR um 1800 im Kern eine Geschlechterdifferenz eingeschrieben ist, soll im Seminar gezeigt werden. In den vergleichenden Lektüren geht es deshalb vor allem um folgende Fragen: (1) Wie ,neutral‘ ist das autonomieästhetische Konzept von Autorschaft? (2) Wie vollzieht sich die kategoriale Trennung in ,hohe‘ und ,niedere‘ Literatur? (3) Gibt es eine ,weibliche‘ Klassik bzw. Romantik? (4) ,Bildung‘ oder ,Prüfung‘: Wie verhalten sich Gender und Genre zueinander?

    Texte: Charlotte von Stein, Dido; Goethe, Iphigenie (RUB 83); Wilhelm Meisters Lehrjahre (dtv 2026), Sophie von La Roche, Die Geschichte des Fräuleins von Sternheim (RUB 7934); Dorothea Schlegel, Florentin (RUB 8707); Friedrich Schlegel Lucinde (RUB 320)
    Da das Textkorpus ziemlich umfangreich ist, empfehle ich die Lektüre der Romane bereits für die Ferien. Die Bereitschaft zur Übernahme eines Kurzreferats wird vorausgesetzt.
    Zur Vorbereitung: Sigrid Lange, Spiegelgeschichten. Geschlechter und Poetiken in der Frauenliteratur um 1800, Frankfurt/M. 1995.
    4382


    2 St.
    Die Zerstörung des Mediums: Offenbarung und Gewalt als poetische Leitdifferenz im 19. Jahrhundert

    Fr. 14-16 in S 69 fällt aus!
    B. Hamacher

    4383

    ZP 2 St.
    Poetik und Kunsttheorie der Frühromantik (B1, 4, 5)

    Mo. 10-12 in S 90
    L. Simonis

    Beginn: 18. 10.
    Das Seminar möchte eine Einführung geben in die genannte, in theoretischer wie in historischer Hinsicht wichtige Epoche der deutschen Literatur. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen dabei vor allem die poetologischen und theoretischen Texte der frühromantischen Autoren, insbesondere Schriften von Novalis (Blüthenstaub-Frag-mente, Fichte-Studien) und Friedrich Schlegel (Über das Studium der griechischen Poesie, Gespräch über die Poesie, Kritiken und Rezensionen). Anhand eingehender Text-Lektüren sollen zentrale Leitbegriffe der frühromantischen Poetik (z. B. Frag-ment, Ironie, Roman, Kritik, Reflexion, unendliche Auslegbarkeit) erarbeitet werden. Dabei wird zum einen insbesondere die Frage nach Ähnlichkeit und Differenz zum zeitgleichen literarischen Phänomen der Weimarer Klassik zu erörtern sein, zum anderen aber auch der Beziehung zum zeitgenössischen philosophischen Diskurs (Kant, Fichte) nähere Aufmerksamkeit gelten.
    4384

    ZP 2 St.
    Boheme um 1900. Eine kulturelle Topographie (B 5)

    Di. 10-12 in S 69
    E.-M. Siegel

    4385


    ZP 2 St.
    Musik in der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts (B 5)

    Mo. 16-18 in 230
    A. Anglet

    Beginn: 11.10.
    Nach dem ersten Höhepunkt der literarischen Thematisierung der Musik durch den „romantischen Musikerroman" um 1800 lösen sich im 20. Jahrhundert die Voraussetzungen dieser Konzeption langsam auf. Innerhalb der Traditionslinie, die das ältere Modell fortzuschreiben versucht, führen die gewandelten ästhetischen und sozialen Bedingungen immer stärker zur Auseinandersetzung mit den Vorgaben, indem in den Texten die Frage nach dem Verhältnis von musikalischem und literarischen Zeichen ebenso problematisiert wird wie die veränderten sozialgeschichtlichen Kontexte. Vor dem Hintergrund der beiden Weltkriege führt die Konfrontation mit den Varianten der neueren Musikentwicklung, mit außereuropäischen Musikkulturen, dem Jazz und den Strömungen der Popmusik zur Infragestellung des eigenen kulturellen Selbstverständnisses und in einigen Ansätzen zur Suche nach anderen literarischen Orientierungen. Anhand von exemplarischen Texten der verschiedenen Gattungen soll das Seminar in den Themenbereich einführen.
    Es gibt leider keine einführende Darstellung zu diesem Thema. Die folgenden Titel dienen lediglich zur ersten Orientierung über einzelne Aspekte: Huber, M.: Text und Musik. Musikalische Zeichen im narrativen und ideologischen Funktionszusammen-hang ausgewählter Erzähltexte des 20. Jahrhunderts, Frankfurt am Main, Berlin, Bern, New York, Paris, Wien 1992. Weiner, M. A.: Undertones of Insurrection. Music, Politics and the Social Sphere in the Modern German Narrative, Lincoln and London 1993. Melnick, D.: Fullness of dissonance: music and the reader's experience of modern fiction, in: Modern fiction studies 25 (1979/80), 209- 222. Salmen, W.: Beruf: Musiker. Verfemt, vergöttert, vermarktet. Eine Sozialgeschichte in Bildern, Stuttgart und Weimar 1998.
    4386

    2 St.
    Angewandte Literaturwissenschaft

    Do. 19-21 in S 69
    M. Hielscher

    4386a

    2 St.
    Der Schock (B 1, 5)

    Mo. 14-16 in 204 (Kommentar siehe "Medien und kulturelle Kommunikation")
    A. Kümmel

    4387

    ZP 2 St.
    Pygmalion (B 1,5)

    Di. 17-19 in S 92
    A. Keck

    Beginn: 13.10.
    Der Mythos der Belebung von Galatea durch Pygmalion bekommt – wie Gerhard Neumann gezeigt hat – seit dem 18. Jahrhundert verstärkt Bedeutung zugeschrieben. Dient er doch zur Modellierung männlicher (schöpferischer) Subjektivität in einem als weiblich bestimmten Gegenüber. Im Seminar sollen diese Modellierungen in ihren verschiedenen diskursiven Ausformungen nachgezeichnet werden, wobei die Frage nach Autorschaft und Geschlecht einen Schwerpunkt bilden wird. Somit sollen auch – von der Forschung meist umgangene – Texte in den Blick gerückt werden, die weibliche Autorschaft in dieser Konstellation diskutieren. Gelesen werden u. a. Ovid, Basile, Rousseau, Keller, Immermann, Dohm, Kayser, Rendell.
    Zur Einführung ist empfohlen: Mathias Mayer, Gerhard Neumann (Hg.): Pygmalion. Die Geschichte des Mythos in der abendländischen Kultur. Freiburg i. Br. 1997.
    4387a

    ZP 2 St.
    Erzählkunst im deutschen Realismus (B 2,5,6)

    Do. 15s.t.-16.30 in S 90
    H. Kircher

    Beginn: 14.10.
    In diesem Seminar sollen wichtige Beispiele der Erzählliteratur der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts besprochen werden - beginnend mit Gottfried Kellers "Romeo und Julia auf dem Dorfe" und endend mit Gerhart Hauptmanns "Bahnwärter Thiel". Dazwischen stehen Texte u. a. von B. Auerbach, C. F. Meyer, Th. Storm, Th. Fontane u. a. Eine genaue Liste wird Anfang September aus-gehängt. Auch theoretische Literatur soll mit einbezogen werden. Unbedingt wünschenswert wäre es, wenn jeder Teilnehmer vor Semesterbeginn den Roman "Soll und Haben" von Gustav Freytag gelesen hätten. (Das Buch ist zur Zeit leider nicht im Handel erhältlich, aber beispielsweise in unserer Institutsbibliothek in mehreren Exemplaren vorhanden).
    4388


    2 St.
    Texte aus der deutschen und europäischen Romantik (B 4, 5)

    Mi. 16-18 in 204
    A. Campanile

    Die Romantik gilt heute als bedeutendste künstlerisch-literarische Bewegung der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts auf europäischer Ebene: allein die Entwicklung des Begriffs und der Epoche spiegeln die vielfachen Wechselbeziehungen der west-europäischen Literaturen wider. Durch Mme De Staëls De l’Allemagne wurde ins-besondere die deutsche Romantik mit einem Schlage ins Zentrum der zeitgenössischen ästhetischen und poetologischen Diskussionen gerückt, freilich unter Einbeziehung Schillers und Goethes. Die Romantik wurde zu einem übergreifenden Diskurs, in welchem Fragen nach Modernität, Künstlertum, Volksliteratur, universaler Poesie im Mittelpunkt standen, wenn auch mit verschiedenen Akzentuierungen. Das Proseminar soll Orientierung über eine nicht wenig problematische Epochen-entwicklung im europäischen Rahmen verschaffen, die revolutionär-innovativen Elemente der Romantik in ihrer Bedeutung für die Moderne nachzeichnen, die Vermittlung und Wirkung jeweiliger nationaler Ausprägungen romantischer Diskurse untersuchen. Anhand ausgewählter Schlüsseltexte sollen „typisch" romantische Themen behandelt werden. Eine ausführliche Bibliographie und die genaue Textauswahl werden in der ersten Sitzung bekanntgegeben. Zur Vorbereitung werden empfohlen: Helmut Schanze (Hrsg.): Romantik-Handbuch. Stuttgart: Kröner 1994; Gerhart Hoffmeister: Deutsche und europäische Romantik. Stuttgart: Metzler ²1990.
    4389

    ZP 2 St.
    Lektüre und Analyse von Gedichten II (19. u. 20. Jh.) (B 2,5)

    Di. 9-11 in S 93
    N. Mecklenburg

    Das Seminar behandelt Gedichte vom Vormärz bis zur Gegenwart. Textgrundlage: Karl Otto Conrady (Hg.): Das Buch der Gedichte (Cornelsen/Hirschgraben). Das Seminar umfaßt Lektüre (auch angemessenes Vortragen!), Analyse (Grundbegriffe der Gedichtanalyse), historische Einordnung (vor allem in Epochenkontexte) und Inter-pretation, auch ein wenig Lyriktheorie. Anmeldung, Programm und Literaturhinweise in der Eröffnungssitzung.
    4390

    ZP 2 St.
    Medea

    Di. 19-21 in 230
    B. Dotzler/M. Jacobs

    Médeia, mit Zauberkünsten begabt, verhilft Iason zum Goldenen Vlies und zu ewiger Jugend. Für das erstere hintergeht sie ihren Vater, König Aietes von Kolchis, und tötet ihren eigenen Bruder. Letzteres hat schließlich die Entzweiung mit Iason zur Folge, der sie nach der Geburt zweier Söhne verstößt, um die jüngere Königstochter Glauke zur Frau zu nehmen. Médeias haßerfüllte Rache ist so blutrünstig wie ihre vorhergehenden Taten aus Liebe zu Iason. Sie übersendet Glauke ein kostbares Kleid als Hochzeitsgeschenk, das im Moment, da diese es überwirft, in Flammen aufgeht. Damit aber noch nicht genug, ermordet sie außerdem ihre beiden Kinder.

    Von der Antike bis in die Gegenwart hat diese Geschichte zahlreiche Anverwandlungen provoziert. Das Seminar wird der Behandlung des Stoffs in Dramentexten (von Euripides über Grillparzer und Hans Henny Jahnn bis zu Heiner Müller), in der Erzählliteratur (z. B. Christa Wolfs) und in Filmen (z. B. von Pasolini und Lars von Trier) nachgehen. Bei Interesse können auch Beispiele aus der Geschichte der Oper (Cherubini) und der Bildenden Künste einbezogen werden. Das besondere Augenmerk gilt dabei der Frage nach den epochalen Unterschieden einerseits sowie andererseits nach den medientechnisch bedingten Differenzen, die sich bei der Verarbeitung des (scheinbar) stets gleichen Stoffs beobachten lassen.

    Das Seminar wird in Zusammenarbeit mit Miriam Jakobs, M.A., vom Institut für Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft durchgeführt; Scheine können alternativ für dieses Fach oder für die Neuere deutsche Literaturgeschichte erworben werden.
    4391

    ZP 2 St.
    Gotthold Ephraim Lessing (B 4, 6)

    Di. 16-18 in 230
    D. Kurth

    Anhand von Analysen zentraler Werke soll die Stellung Gotthold Ephraim Lessings in der Literatur und Geschichte seiner Zeit erarbeitet werden. Dabei stehen die Dramen, Lessings Traum vom Theater und seiner nationalpädagogischen Aufgabe im Vordergrund, aber auch die Rezensionstätigkeit, die theologischen Auseinandersetzungen und die Fabel als „Exempel der praktischen Sittenlehre„ sollen berücksichtigt werden. Ein Infoblatt mit Seminarprogramm und Literaturhinweisen ist zu Semesterbeginn in einem Ordner bei der Bibliotheksaufsicht erhältlich.
    4392

    ZP 2 St.
    Roman und Romantheorie bei Robert Musil (B 1, 2, 6)

    Mo. 9-11 in S 83
    S. Grimm

    Wie kein anderer Roman versammelt Musils Der Mann ohne Eigenschaften zentrale Paradigmen der klassischen Moderne: das Aufbrechen rationaler Handlungsmuster zugunsten der erzählerischen Reflexion, den Vorrang des Möglichen vor dem Wirklichen, die Infragestellung einer tradierten Auffassung der Sprache, die Ästhetisierung des Häßlichen, die Problematisierung von Liebe und Geschlecht sowie die Auseinandersetzung mit den Naturwissenschaften (E. Mach). Das Seminar will diese Paradigmen im Spannungsfeld zwischen der Kritik an überkommenen Erzähltraditionen und ihrer Neudefinition auf der Grundlage existentieller und phänomenologischer Wahrnehmungen un-tersuchen. Dafür sollen insbesondere romantheoretische wie auch philosophische und ästhetische Positionen (z.B. Nietzsche) herangezogen werden. Textgrundlage: Der Mann ohne Eigenschaften. Reinbek b. Hamburg 1978, 2 Bde. (rororo 13462 u. 13463). Teilnahmebedingungen: Interesse an theoretischen Fragestel-lungen, Bereitschaft zur Übernahme eines Kurzreferats.
    4393

    ZP 2 St.
    Rainer Maria Rilke (B 6)

    Mo. 18-19.30 in 230
    J. Zenke

    Seiner Dichterexistenz zuliebe hat Rilke auf erhebliche Teile eines bürgerlichen Lebens verzichtet. Entstanden ist ein lyrisches Werk, das zu den Höhepunkten in der Geschichte der Gattung zählt. Im Mittelpunkt unseres Interesses sollen der Roman „Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge„, die „Neuen Gedichte„ sowie die „Duineser Elegien„ stehen. Zur Einführung: Wolfgang Leppmann: Rilke. München 1981.
    4394

    ZP 2 St.
    Ingeborg Bachmann (B 6)

    Mi. 18-19.30 in S 82
    J. Zenke

    „Wir wollen über Grenzen sprechen„, schlägt die Autorin in einem Gedicht vor, und dies sind in ihrem Werk Grenzen des Ich und seiner Wirklichkeitswahrnehmung, deren Mitteilbarkeit in einer zeitgemäßen Sprache. Vorgesehen ist die Besprechung einiger Gedichte und Erzählungen, eines Hörspiels und abschließend des Romans „Malina„.
    4395

    ZP 2 St.
    Volker Schlöndorffs Literaturverfilmungen (B 5, 6)

    Mo. 18-20 in S 76
    H. Esselborn

    V. Schlöndorff ist sicher der "Literaturverfilmer par excellence des Neuen deutschen Films", der in den sechzi-ger Jahren in Deutschland bekannt wurde und später interna-tionale Produktionen drehte. Folgende, für die Literatur besonders inter-essante Filme sollen vorgeführt und im Vergleich mit den Texten diskutiert werden: Der junge Törleß, Michael Kohlhaas - der Re-bell, Die verlorene Ehre der Katharina Blum, Die Blechtrommel, Homo Faber. Zur Einführung s. Rainer Lewandowski: Die Filme von V. Schlöndorff. Hildesheim, New York 1981.
    4396

    2 St.
    Poetologien: Junge Prosa der 90er Jahre (B 1, 2)

    Fr., abwechselnd 18-20 in 230 und Fr. 20-22 im Literaturhaus, Media-Park
    Krupp/U. Janssen

    Beginn: 15.10.
    Das Seminar soll die Möglichkeit bieten, sich mit junger Literatur ,hautnah‘ zu beschäftigen. Zum Thema „Junge Prosa der 90er Jahre„ haben wir acht Autoren eingeladen, die sich in poetologischen Kurzvortägen über ihre Arbeit äußern werden. Im Anschluß daran wird ein moderiertes Gespräch stattfinden. Im Seminar sollen diese Sitzungen jeweils vorbereitet werden. Eingeladen sind: Ingo Schulze, Marcel Beyer, Kathrin Schmidt, Yoko Tawada, Thomas Meinecke, Thomas Hettche, Friederike Kretzen und Sibylle Lewitscharoff.
    Die Veranstaltungen mit den Autoren werden jeweils alle zwei Wochen (Beginn: 20 h) im Literaturhaus im Media-Park stattfinden und öffentlich zugänglich sein; die vorbereitenden Sitzungen des Seminars finden im Institut statt (Beginn 18 h). Die Beiträge der Autoren sollen, zusammen mit den Ergebnissen des Seminars und der Gespräche in einer Anthologie veröffentlicht werden; der WDR wird die öffentlichen Veranstaltungen mitschneiden. Interessierte Student/inn/en haben die Gelegenheit, sich an der Gestaltung sowohl der Reihe und der öffentlichen Gespräche als auch der Publikation zu beteiligen.
    Es ist sinnvoll, sich in die Romane und Prosatexte der eingeladenen Autoren schon vorher einzulesen; in einem Seminarordner wird eine entsprechende Literaturliste sowie Hintergrundmaterial zur Gegenwartsprosa bzw. Poetik bereitgestellt werden.
    4397

    2 St.
    Autorenwerkstatt

    Mi. 19-21 in S 73
    B. Pütz

    Meßlatte für die bei uns vorgestellten Arbeiten ist und bleibt ihre literarische Qualität. Daß es zu deren Beurteilung keine allgemein verbindlichen Kriterien gibt, möge unsere Gespräche auch in Zukunft spannend halten. Die Ankündigung der „Autorenwerkstatt„ als Seminar macht unsere Runde keineswegs zum akademischen Zirkel; Voraussetzung für die Teilnahme ist daher nicht philologisches Know-How, sondern streitbares — und aktives — Engagement für eine bessere Literatur. Nur so kann die „Autorenwerkstatt„ auch in Zukunft ein kritisches Forum bleiben, das Schreibenden in und außerhalb der Universität eine Voröffentlichkeit und erste Resonanz auf eigene Texte bietet. Wer sich vorab über unsere Arbeit informieren möchte, sei auf die Anthologie „weiter im text„ verwiesen (10 Jahre Kölner Autorenwerkstatt 1980-1990, hrsg. v. N. Hummelt, Köln: Janus Verlagsgesellschaft 1991).
     

    Fachdidaktik

    4398

    2 St.
    Grammatisches Wissen (C 3)

    Di. 8.30-10 in 230
    G. Siebert-Ott

    Metasprachliche Kompetenz und Sprachrichtigkeit benennt Ivo (1996) als zwei Zielbegriffe muttersprachlicher Bildung. Das Seminar beschäftigt sich mit der Frage, was unter metasprachlicher Kompetenz und Sprachrichtigkeit zu verstehen ist, in welchem Zusammenhang die Entwicklung von metasprachlicher Kompetenz und Sprachrichtigkeit im Deutschunterricht stehen und wie die Entwicklung von meta-sprachlicher Kompetenz und Sprachrichtigkeit im Deutschunterricht der Sekundarstufe I und II bei Schülern deutscher und anderer Muttersprache gefördert werden kann.
    Literatur zur Einführung:
    Günther, H. 1998. Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik. Didaktik Deutsch 4: S. 17-33.
    Ivo, H. 1996. Über den Tag hinaus. Begriff einer allgemeinen Sprachdidaktik. In: Didaktik Deutsch 1: S. 8-29.
    4399


    2 St.
    Populäre „Mittelalterromane" als Gegenstand des Deutschunterrichts (SII) (C 1, 4)

    Mi. 15-18 (14-tägig) in 230
    A. Mielke

    „Tod und Teufel„, „Der Name der Rose„, „Die Nebel von Avalon„, „Der Medicus„ .. das sind nur einige der Bestseller-Titel, die für die Faszination stehen, die das Mittelalter auf heutige Leserinnen und Leser ausübt. Können mit diesen Büchern die Lust am Lesen und das Interesse an einer längst vergangenen Zeit auch im Deutsch-unterricht geweckt und gefördert werden? Unter dieser Fragestellung wird sich das Seminar nicht nur mit den genannten und anderen Titeln vergnügen, sondern auch konkrete Unterrichtsbeispiele erarbeiten. Als Vorbereitung darauf sollte folgender Titel zu Ihrer Ferienlektüre gehören:
    Franz Schätzing: Tod und Teufel. Ein Krimi aus dem Mittelalter. Emons Verlag Köln 1995. Mögliche Themen für Referate und Hausarbeiten werden zu Beginn des Semi-nars vorgestellt. Das Seminar findet 14-tägig statt. Die genauen Termine werden vor Ende der Semesterferien bekannt gegeben.
    4400



    2 St.
    Literatur der achtziger und neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts im Deutschunterricht der S I und S II (Lyrik, Erzählung, Essay) (C 4)

    Di. 14-16 in 230
    B. Plett

    4401

    2 St.
    Deutschsprachige Literatur „ausländischer„ AutorInnen im Deutschunterricht (C 4)

    als Blockseminar
    Sa. 10-17 Uhr in 204, 16.10.99, 18.12.99, 8.1.2000, 5.2.2000
    U. Reeg

    Viele der nach Deutschland eingewanderten AutorInnen, die das Deutsche zu ihrer Literatursprache gemacht haben, konnten ein signifikantes Eigenprofil entwickelt und einen z. T. beträchtlichen Bekanntheitsgrad erreichen. Eine didaktische Vermittlung dieser Texte, die man zunächst als Migrations- oder MigrantInnenliteratur bezeichnet hat, wurde bisher vor allem in Hinblick auf den interkulturellen Deutschunterricht im In- und Ausland reflektiert. Ein adäquate Berücksichtigung im gymnasialen Deutschunterricht von Texten, die sich mittlerweile in sehr differenzierter Weise mit den Erfahrungen von „Fremde„ auseinandersetzen, ist jedoch nur vereinzelt zu beobachten. Im Rahmen dieses Seminars werden wir nach einem einführenden Überblick über die Entwicklung dieser Literatur ausgewählte Texte besprechen und Vermittlungsvorschläge für einen handlungs- und projektorientierten Unterricht erarbeiten.
    Zu Beginn des Seminars wird ein ausführlicher Materialordner mit einer Bibliographie zur Verfügung gestellt.
    Zur Lektüre empfohlen: Chiellino, Gino: Sich die Fremde nehmen. Gedichte 1986-1990. Kiel: Neuer Malik Verlag 1992. - Tawada, Yoko: Talismann. Literarische Essays. Tübingen: Konkursbuchverlag 1996. - Singh, Rajvinder: Spuren der Wurzeln. Gedichte. Berlin: BONsai-typART 1996. - Özdamar, Emine Sevgi: Die Brücke vom goldenen Horn: Kiepenheuer & Witsch 1998.

    Hauptseminare

    4402

    2 St.
    Morphologie (A 1, 2)

    Mi. 13-15 in S 58
    D. Busse

    Beginn: 13.10.
    Im Hauptseminar sollen die Grundzüge der Morphologie als desjenigen Teilbereichs der Linguistik besprochen werden, der sich mit der inneren Struktur der Wörter oberhalb der Phonemebene und den Regeln der Bildung von Wörtern aus kleineren Elementen (Morphemen) beschäftigt. Die engen Bezüge der Morphologie zu Phonologie, Syntax, Semantik und Lexikologie spielen dabei eine wichtige Rolle für Gegenstandsbestimmung und Theorie dieser Teildisziplin. Das Hauptseminar soll einerseits einen Überblick über die Grundbegriffe und theoretischen Modelle der Morphologie verschaffen und andererseits die Grundzüge der Morphologie des Deutschen (in Wortstruktur, Flexion und Wortbildung) vermitteln. Neuere, innovative und alternati-ve Modelle sollen dabei nicht zu kurz kommen (Literaturhinweise: s. Aushang vor Raum 320).
    Teilnahmevoraussetzungen:
    Zwischenprüfung, Bereitschaft zur aktiven Teilnahme; Voraussetzung für einen Leistungsnachweis: aktive Teilnahme; Referat (schriftlich vorzulegen) oder Hausarbeit; Bedingungen für einen QuaSt auf Anfrage.
    4403

    2 St.
    Lexikalische Semantik (A 1, 2)

    Mi. 11-13 in S 82
    D. Busse
    Das Hauptseminar soll in die wichtigsten Grundlagen der lexikalischen Semantik einführen, wobei das Schwergewicht (wie in der ling. Semantik generell) auf semantischen Grundlagentheorien und Wortsemantik liegt. Die Rolle der Semantik innerhalb der Teilbereiche von Linguistik und / bzw. Sprachkompetenz wird dabei ebenso angesprochen wie in der bisherigen Forschung eher vernachlässigte Fragen wie z. B. die einer semantischen Typologie oder der Notwendigkeit einer semantischen Durch-dringung aller Teilbereiche der Grammatik. Seitenblicke auf benachbarte Betrach-tungsweisen von Semantik (z. B. in Zeichentheorie, Sprachphilosophie, Psychologie, Lexikographie) sollen - soweit es der Zeitrahmen erlaubt - ebenfalls eingeschlossen werden. (Literaturhinweise: s. Aushang vor Raum 320).
    Teilnahmevoraussetzungen:
    Zwischenprüfung, Bereitschaft zur aktiven Teilnahme; Voraussetzung für einen Leistungsnachweis: aktive Teilnahme; Referat (schriftlich vorzulegen) oder Hausarbeit; Bedingungen für einen QuaSt auf Anfrage.
    4404

    2 St.
    Syntax des Deutschen (A 1, 2)

    Do. 11-13 in S 67
    J. Lenerz

    Beginn: 13.10.
    Verschiedene Aspekte der Syntax des Deutschen sollen (vornehmlich aus der Sicht der sog. Generativen Grammatik) exemplarisch in Arbeitsgruppen erarbeitet und dann dem Seminar in Referaten vorgestellt und erläutert werden.
    Ein detaillierter Seminarplan mit einzelnen Themen wird rechtzeitig durch Aushang bekanntgegeben.
    Zur Auffrischung von relevanten Inhalten des Grundstudiums empfehle ich:
    G. Fanselow/ S. Felix (1990) Sprachtheorie Bd. 2: Die Rektions und Bindungstheorie. Tübingen: Francke.
    G. Grewendorff/ F. Hamm/ W. Sternefeld (1993) Sprachliches Wissen. Frankfurt: Suhrkamp.
    A. Wöllstein-Leisten/ A. Heilmann/ P. Stepan/ St.Vikner (1997) Deutsche Satz-struktur. Tübingen: Stauffenburg.
    Zur Vorbereitung auf das Hauptseminar empfehle ich folgende Titel, die auch wichtige Referenztexte für den gesamten Kurs darstellen:
    G. Grewendorff (1991) Aspekte der deutschen Syntax. Tübingen: Narr.
    L. Haegemann (1996) Introduction to Government & Binding Theory. 2nd Edition. Oxford: Blackwell.
    A. v. Stechow/ W. Sternefeld (1988) Bausteine syntaktischen Wissens. Opladen: Westdeutscher Verlag.
    Tip: Einen knappen Überblick über die wichtigsten technischen und konzeptuellen Grundlagen der Prinzipien-und Parametertheorie bietet Kapitel II der Dissertation von P. Bondre-Beil (1994) Parameter der Syntax. Tübingen: Niemeyer.
    4405

    2 St.
    Verbaspekt und Verbvalenz (A 1, 2)

    Di. 15 s. t.-16.30 in S 93
    B. Primus

    Beginn: 12.10.
    Die Themenschwerpunkte dieses Seminars sind diejenigen Valenzaspekte, die mit der Einteilung der Verben in Aspekt- bzw. Aktionsartklassen (Zustand vs. Tätigkeit, perfektiv vs. imperfektiv u. ä.) zusammenhängen.
    Teilnahmevoraussetzungen: ZP und persönliche Anmeldung. Die Anmeldeliste, die Literaturhinweise und die Themenliste für die schriftliche Hausarbeit liegen ab Juli im Lehrstuhlsekretariat, Zi. 224, vor.
    Voraussetzung für einen Leistungsnachweis: Schriftliche Hausarbeit (die in Form eines Thesenpapiers im Seminar zur Diskussion gestellt wird). Voraussetzung für einen QuaST: regelmäßige, aktive Teilnahme und Klausur.
    4406


    2 St.
    Prosodische Phonologie (A 1, 2)


    Blockseminar 4.-7.1.2000 im Haus Wiesengrund
    H. Vater/M. Neef

    Beginn: 7.4.99
    Das Seminar beschäftigt sich mit den wchtigsten prosodischen Phänomenen des Deutschen - Silben- und Akzentstruktur - auf der Grundlage neuerer Theorien (Auto-segmentale Phonologie, Optimalitätstheorie, Wortdesigntheorie). Nach einer Ein-führung in den Gegenstandsbe-reich der prosodischen Phonologie und Grundzüge der wichtigsten Theorien und Methoden zur Behandlung von Prosodik werden in Refera-ten einzelne Bereiche der prosodischen Phono-logie des Deutschen vorgestellt und diskutiert.
    Schwerpunkte: Prosodische Konstituenten, Struktur der Silbe und ihrer Konstituenten.
    Teilnahmevoraussetzungen: ZP, Anmeldung bis 25.10.1999 und Anzahlung von DM 50.- (Gesamtpreis für 3 Übernachtungen mit Vollpension + Mittagessen am 7.1.: ca. 240.- DM).
    Voraussetzung für den Erwerb eines Leistungsscheins: Ausarbeitung eines (vor-zutragenden) Referats (Themenliste s. Aushang). Für einen QuaSt soll ein ausführ-liches Protokoll oder ein Thesenpapier von ca. 7-8 Seiten ausgearbeitet werden. Bei Wahl eines geeigneten Themas kann ein Schein für den Studiengang "Ausländerpädagogik" erworben werden.
    Erste Vorbesprechung: Mo, 25.10.99, 18 U. in
    Literatur zur Einführung:
    Vater, H., 19962. Einführung in die Sprachwissenschaft. München: Fink (=UTB 1799), Kp.1-2.
    Ramers, K.-H./ Vater, H., 19953. Einführung in die Phonologie. Hürth: Gabel (=KLA-GE 16).
    Vennemann, Theo, 1986. Neuere Entwicklungen in der Phonologie. Berlin: Mouton de Gruyter.
    Literatur zur Seminar-Thematik (von allen Teilnehmern zu lesen):
    Wiese, R., 1996. The Phonology of German. Oxford: Clarendon, Kp.3.
    McCarthy/Prince 1998. Prosodic Morphology. In: Spencer/Zwicky (eds.), 1998:283-305.
    Archangeli,D./Langendoen,D., 1997. Optimality Theory. An Overwiew. Oxford: Blackwell, Kp.1
    Neef, M., 1998b. Elemente einer deklarativen Wortgrammatik. Köln (= KLAGE 32, Kp.1)
    Literatur zu den Referaten in den Sprechstunden. Literaturliste ab 1.7.99 im Seminar-ordner in der Bibliothek.
    Sprechstunden:
    H. Vater: Mo, 28.6., 26.7., 13.9., 11.10., jeweils 17-19 Uhr in 222.
    M. Neef: Mi, jeweils 14-15 U. in 222; Feriensprechstd. Di, 3.8.; 24.8., 11-12.
     
    Ältere deutsche Literatur
    4408

    2 St.
    Wittenwiler, ‘Ring’ (B 2, 3, 6v)

    Do. 14-16 in S 78
    H.-J. Ziegeler

    Beginn: 14.10.
    Mit dem zu Beginn des 15. Jahrhunderts entstandenen ‘Ring’ des (vermutlich) Kon-stanzer Autors Heinrich Wittenwiler ist ein ebenso singuläres wie epochal bedeut-sames Werk überliefert: Erhalten ist es nur in einer Handschrift, reflektiert aber in der Erzählung von der Werbung des Bauern Bertschi um die Bauerntochter Mätzli aus dem Dorf Lappenhausen (= Narrenhausen), der endlich geglückten Verehelichung der beiden und einem daraus entstandenen Krieg, der eine europäisch dimensionierte Welt zugrundegehen läßt, soziale Verschiebungen, politische Konstellationen und ein breites Spektrum „mittelalterlicher" Literatur dies alles in einer eigenwilligen Verknüpfung von Lehre und unterhaltender Erzählung, die in der Handschrift darüber hinaus rot bzw. grün markiert sind. Die Arbeit im Seminar sollte von den hier ange-deuteten Grundproblemen des Verständnisses und der Interpretation ausgehen, sich dann aber konzentrieren auf die Modi des intertextuellen Erzählens und Argumentierens in Wittenwilers eigenwilligem, eine oft hinreißende Lektüre bietenden Werk.
    Anmeldung: Do., 1.7., 16-17 Uhr in Raum 213 Ausgabe: Heinrich Wittenwiler. Der Ring. Frühneuhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach dem Text von Eduard Wießner [...] hg. v. Horst Brunner, Stuttgart 1991 (RUB 8749)
    4409

    2 St.
    Minne, Liebe, Ehe im Hochmittelalter (B 3)

    Mo. 16-18 im Vortragsraum
    K.-H. Göttert
    Das Hauptseminar beschäftigt sich mit dem Problemfeld Minne, Liebe, Ehe im Hochmittelalter in folgender thematischen Spezifizierung: Soziologie des Minnesangs; Realitätsproblem der Minne; Liebe, Ehe, Ehebruch in der Literatur; Ovid und Ovid-Rezeption; Minnetraktate; Andreas Capellanus' De amore; Rhetorik der Minne; Gattungsfragen. Anmeldung zum Hauptseminar in den Feriensprechstunden (s. Aushang). Es wird erwartet, daß jeder Teilnehmer, der einen Schein erwerben will, ein Thema über-nimmt und zum angegebenen Termin vorträgt. Die schriftliche Ausarbeitung kann in den nachfolgenden Semesterferien erfolgen.
    4410


    2 St.
    Mittelalterliche Literatur als mediales Ereignis: Aufführung und Schrift, Text und Bild (B 1, 3)

    Mo. 18-20 in S 93
    U. Peters
    Unter den Schlagworten „Neue Mediävistik„/ „Neue Philologie„/„Neue Altgermanistik„ sind in den letzten 20 Jahren von den verschiedensten Seiten her an den mittelalterlichen Texten innovative Themen und Fragestellungen erprobt worden, die zwar sehr dezidiert in die übergreifenden Theoriediskussionen der anderen kulturwis-senschaftlichen Disziplinen eingebunden waren, zugleich jedoch immer die Spezifik mittelalterlicher Literatur im Blick hatten. Sachlicher und methodischer Fluchtpunkt dieser mediävistischen Neuorientierung ist der Terminus, die Vorstellung einer spezifischen Medialität der mittelalterlichen Literatur, die sich auf den verschiedensten Ebenen zeige und zu einem großen Teil für die Besonderheiten mittelalterlicher Texte verantwortlich sei: Ihre Entstehung und Verbreitung in einer prekären Gemen-gelage zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit, die Variabilität ihrer handschriftli-chen Überlieferung, ihre Kontextualisierung mit Bildern in illuminierten Handschrif-ten, die auch den spezifischen Status, die charakteristische Poetik dieser Literatur tangiere. Diese neueren, im weitesten Sinne medientheoretischen Überlegungen und Arbeitsweisen der Mittelalter-Philologie sollen in diesem Seminar an ausgewählten Beispielen systematisch erarbeitet und kritisch diskutiert werden. Dabei wird es einerseits um die Besonderheiten und textuellen Konsequenzen der handschriftlichen Überlieferung mittelalterlicher Texte gehen, andererseits um die Möglichkeiten und Probleme eines spezifisch medientheoretischen Blicks auf die Texte.
    Zur Einführung: Horst Wenzel: Hören und Sehen. Schrift und Bild. Kultur und Gedächtnis im Mittelalter. München 1995.
    4411


    2 St.
    Die Lyrik Walthers von der Vogelweide - Überlieferung, Edition, Interpretation

    Mo. 10-12 in 204
    F. Holznagel
    Die Lyrik Walthers von der Vogelweide hat Konjunktur. Seit 1996 sind gleich mehrere Editionen erschienen, und mindestens eine weitere ist in Vorbereitung; außerdem sind innerhalb derselben Zeit drei neue wissenschaftlichen Einführungen publiziert worden. Die enorme Beachtung, die Walthers Texte erfahren, gründet sich ohne Zweifel in ihren außergewöhnlichen sprachlichen und literari-schen Qualtitäten, die bereits im Mittelalter gerühmt worden sind. Das Ziel des Seminars besteht darin, anhand der intensiven Lektüre ausgewählter Bei-spiele eben diesen Qualitäten nachzuspüren und die große thematische und formale Spannbreite der mit dem Namen Walt-hers verbundenen Lyrik zu verdeutlichen. Gleichzeitig ermöglicht ein Blick auf die unter-schiedlichen Neu-Editionen einen ausge-zeichneten Zugang zu einigen zen-tralen Problemen der gegenwärtigen Mediävistik, die auf der Grundlage einer verstärkten Hinwendung zur handschriftlichen Überlieferung die grund-sätzliche Überprüfung solcher literaturwissenschaftlicher Katego-rien wie 'Autor', 'Werk' und 'Text' einfordert.
    Anmeldung und Vorbesprechung finden in der ersten Seminarsitzung am 11.10.1999 statt.
    Ein Seminarplan mit Literaturhinweisen hängt zu Beginn der Semesterferien aus. Zur Anschaffung empfehle ich dringend: Cormeau, Christoph (Hrsg.): Walther von der Vogelweide. Leich, Lieder, Sangsprüche [...]. Berlin, New York 1996 [Achtung: Von dieser Edition gibt es eine kartonierte Studienausgabe!!].
    Als Einführung in das Werk Walthers von der Vogelweide empfehle ich: Manfred Günter Scholz: Walther von der Vogelweide. Stuttgart, Weimar 1999 (=Sammlung Metzler. 316).
    4412

    2 St.
    Liedertheorie III: Toronto und die Folgen (B 1,3)

    Fr. 16-18 in 230
    U. Mehler

    Beginn: 15.10.
    Das Seminar führt die Übungen zur Liedertheorie fort und beendet diese. Es kann aber auch ohne die Teilnahme an den beiden vorhergehenden Seminaren besucht werden. Neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind herzlich willkommen. Gegen-stand des Seminars werden einerseits die insbesondere von kanadischen und amerika-nischen Wissenschaftlern betriebenen Oralitätsforschungen ab etwa 1960 sein, ande-rerseits die Auseinandersetzung der (west-)deutschen Germanisten mit eben diesen Theorien. Grundlage des Seminars ist eine Textsammlung, die ab dem 13. August 99 zur Verfügung steht. Die Kenntnis dieser Textsammlung sowie der darin angegebenen Literatur wird zu Beginn des Seminars vorausgesetzt. Anmeldungen (fern-)mündlich, (fern-)schriftlich oder durch e-Mail bis zum 8.10.99. Nach diesem Termin ist eine Anmeldung und damit eine Teilnahme am Seminar nicht mehr möglich. Bitte tragen Sie sich in die Referatsthemen im Aushang neben Zimmer 339 ein.
    Adresse:
    U. M., Institut für deutsche Sprache und Literatur;
    e-mail: U.Mehler@uni-koeln.de
    Privat: U. M., St. Agnes-Str. 1, 53894 Mechernich-Bleibuir, Tel./Fax: 02443/48374
     

    Neuere deutsche Literaturwissenschaft

    4413


    2 St.
    Epos und Epostheorie (Texte: Fr. Schlegel, Goethe, Lukacs, C. Schmitt, Handke) (B1, 6)

    Di. 9.30-11 in S 82
    N. Wegmann/H. Christians
    Das Epos ist gleichzeitig Vorgeschichte, Ideal und Konkurrenz des modernen Ro-mans. Erzählweise und Gegenstand des Epos zu bestimmen, ist allerdings (gerade deswegen?) ein schwieriges Unterfangen. Das Seminar sammelt (1.) die einschlägigen Bestimmungsversuche des Epos und des Ideal-Epischen von Blankenburg und Hegel bis zu Lukacs, Adorno, K. Hamburger und Bachtin, um den Gegenstand dann (2.) in exemplarischen Debatten und Konjunkturen um 1800, um 1900 und in der Gegenwart erneut aufzusuchen: Klopstocks ,Messias‘ oder Goethes ,Hermann und Dorothea‘ und ihre Rezeption sind in dieser Hinsicht ebenso aufschlußreich wie verschiedene Versu-che von Däubler, Borchardt, Döblin, Handke oder Edgar Reitz, das Epos zu Anfang bzw. am Ende des 20. Jahrhunderts als Alternative zum modernen Roman zu (re-) konstruieren.
    (Vorausgesetzt wird die Lektüre von: Georg Lukacs, Theorie des Romans, 1916; Theodor W. Adorno, Über epische Naivität, 1944; J. W. Goethe, Hermann und Dorothea, 1797; Adalbert Stifter, Witiko. Erster Band, 1865)
    4414


    2 St.
    Text und Bild: Emblematische Strukturen im 17. und 20. Jahrhundert II (B 1, 2)

    Mo. 19-21 in 204
    W. Voßkamp

    Die zentrale (intermediale) Text-Bild-Wechselbeziehung läßt sich in der deutschen und europäischen Literatur am besten an Traditionen der Emblematik beobachten. Der dominante Lektüremodus für Bild-Text/Text-Bild-Relationen bildet sich in em-blematischen Strukturen ab, die im Seminar an Beispielen vor allem des 17. und 2O. Jahrhunderts untersucht werden sollen. Ausgehend von A. Alciatus' "Emblemata" sind vor allem allegorische Lektüren in der Literatur des 17. Jahrhunderts durch em-blematische Formbildungen charaktersiert. Hier werden Beispiele von Gryphius ("Carolus Stuardus", "Aemilius Papinianus"), Lohenstein ("Cleopatra", "Sophonisbe") und Grimmelshausen ("Simplicius Simplicissimus") zugrunde gelegt. In der Rezeption sollen vor allem Texte des 2O. Jahrhunderts untersucht werden: Brechts "Kriegs-fibel", Peter Weiß' "Ästhetik des Widerstands", Alexander Kluges "Patriotin" und Heiner Müllers "Germania. Tod in Berlin". Die Lehrveranstaltung ist auf zwei Semester angelegt; Hauptseminararbeiten sind erwünscht. Anmeldung in den Sprechstunden.

    Literatur: Walter Benjamin, Ursprung des deutschen Trauerspiels (zuerst Berlin 1928); Albrecht Schöne, Emblematik und Drama im Zeitalter des Barock. München 21968; Emblem und Emblematikrezeption. Hg. v. Sybille Penkert. Darmstadt 1978; Bernhard F. Scholz, Das Emblem als Textsorte und als Genre: Überlegungen zur Gattungsbestimmung des Emblems. In: Zur Terminologie der Literaturwissenschaft. Hg.v. Christian Wagenknecht. Stuttgart 1989, S. 289-308; Waltraud Wiethölter, "Schwartz und Weiß auß einer Feder" oder Allegorische Lektüren im 17. Jahrhundert: Gryphius, Grimmelshausen, Greiffenberg. In: DVjs. 72, 1998, S. 537-591.
    4415


    2 St.
    Zur Literaturgeschichte der Aufklärung: Das Erdbeben von Lissabon (1755) (B 2, 6)

    Mo. 16-17.30 in S 65
    N. Wegmann
    Thema des Seminars ist die Literatur des 18. Jahrhunderts. Der Einstieg in die literar-historische Epoche der Aufklärung wird - abweichend vom vertrauten Muster - weder über Leben und Werk eines Autors noch durch ein bestimmtes Genre gesucht. Ausgangspunkt ist vielmehr ein "Weltereignis": „Am 1. November 1755 ereignete sich das Erdbeben von Lissabon und verbreitete über die in Frieden und Ruhe schon eingewohnte Welt einen ungeheuren Schrecken." (Goethe: Dichtung u. Wahrheit). Obwohl nur eine sog. Naturkatastrophe, mußte dieses Ereignis auch gedeutet werden. Er wurde zum Testfall für das Denken der Zeitzeugen, doch auch Kleist, Fontane oder B. Brecht greifen auf dieses Ereignis zurück. Wie hat man den Vorfall gedeutet? Welche "Beben" sind von diesem Ereignis ausgegangen? Wie und warum ist dieses Naturereignis zu einem „Wendepunkt der europäischen Geistesgeschichte" (H. Weinrich) geworden?
    In einem ersten Anlauf werden quellennah der Vorfall und die von ihm ausgelöste Debatte um den metaphysischen Optimismus („Whatever is, is right." / Pope: An Essay on Man) diskutiert. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Lektüre von philosophi-schen Romanen der Zeit. Texte wie Voltaires Candide und J.C. Wezels Belphegor haben das Ereignis nach- und weitererzählt. Thema ist insbesondere die das 18. Jahrhundert prägende Kontroverse über Optimismus und Pessimismus. Nicht zuletzt wird schließlich auch dieses Seminar zur Aufklärung den Sprung in die Gegenwart wagen: Was ist für uns heute eine (Natur-)Katastrophe? Wieweit ist auch in unserer Zeit die "Katastrophe" Anstoß, über den Zusammenhang von Natur, Gesellschaft und individueller Biographie nachzudenken?
    Zur Vorbereitung empfohlen: H. Weinrich: Literaturgeschichte eines Weltereignisses: Das Erdbeben von Lissabon. In: Ders.: Literatur für Leser. München: dtv 1986. S. 74-90. Die Romane von Voltaire und Wezel sind als Taschenbuchausgaben beim Insel-Verlag erhältlich.
    4416

    2 St.
    Heinrich von Kleists Erzählungen (B 5,6)

    Mi. 11-13 in S 93
    G. Blamberger/A. Stephens
    In diesem Seminar sollen weniger die Inhalte der Erzählungen Kleists als vielmehr die ganze Vielfalt seiner narrativen Strategien und die möglichen Interaktionen zwischen Text und Leser in den Vordergrund gestellt werden. Dabei werden die ‘Fallen’, in die unbefangene Leser durch das ambivalente Verhalten der jeweiligen Erzählinstanzen gelockt werden, insbesondere die Versuchungen, vorschnelle mora-lische Urteile über die Handlung oder die fiktionalen Gestalten zu fällen, durch die Rezeption ausgewählter Texte der Kleist-Forschung aufgezeigt und einer Analyse im Kontext neuerer Erzähltheorien unterzogen werden. Das Ziel dieser Auseinanderset-zungen mit der Poetologie Kleists besteht zuletzt darin, eine Phänomenologie der Manipulierbarkeit des intendierten Lesers zu skizzieren.
    Zur einführenden Lektüre wird empfohlen: Interpretationen: Kleists Erzählungen. Stuttgart: Reclam 1998 (UB 17505). - Scheinbedingungen: Ergebnispapier als Resultat der Gruppenarbeit (6 Seiten, Abgabe eine Woche vor der Plenardiskussion des Themas), Referate nur bei geringer Teilnehmerzahl, Moderation der Plenardiskussion, schriftliche Hausarbeit. Höchstteilnehmerzahl: 60 Personen.
    4417


    4 St.
    Interkulturelle Erzählwerke von der Aufklärung bis zur Gegenwart (B 1,6)

    Mo. 14-18 in S 57
    N. Mecklenburg

    In dem Seminar soll anhand einer Reihe von ausgewählten erzählenden Texten vom 18. Jahrhundert bis heute erkundet werden, welches interkulturelle Potential Literatur enthalten kann, wie sie dieses Potential künstlerisch entfaltet und mit welchen Kon-zepten und Verfahren man das wissenschaftlich analysieren kann. Welche Bilder des Fremden und Eigenen werden entworfen und problematisiert? Wie wird kulturelle Differenz literarisch, erzählerisch bearbeitet? Auf welchen Ebenen (Produktion, Werk, Rezeption, sozialgeschichtlicher Kontext) muß interkulturell orientierte Literatur-analyse ansetzen? Für das Seminar vorgesehene Texte (nicht alle werden besprochen werden können; gemeinsame Auswahl ist nötig): Christoph Martin Wieland: Oberon (RUB 123), Heinrich von Kleist: Die Verlobung in St. Domingo (RUB 8003), Gott-fried Keller: Pankraz der Schmoller (RUB 6171), Armin T. Wegner: Türkische Novellen (1921), Hermann Hesse: Siddhartha (st 182), Joseph Roth: Hiob (KiWi 6), Anna Seghers: Die Hochzeit von Haiti (Aufbau-Tb 5161), Johannes Bobrowski: Litauische Claviere (Reclam-Bibl. 1470), Uwe Timm: Morenga (KiWi 82), Sten Nadolny: Selim oder Die Gabe der Rede (SP 730), Emine Sevgi Özdamar: Die Brücke vom Goldenen Horn. Erläuterungen zu Seminarprogramm und -ablauf, Fachliteratur und Themen für Referate bzw. schriftliche Hausarbeiten sowie Anmel-dung in der ersten Sitzung.
    4418

    2 St.
    Judentum und literarische Moderne

    Mo. 16-18 in S 56
    E. Kleinschmidt

    Beginn: 18.10.
    Das Seminar versucht den komplexen Zusammenhang von jüdischer Assimilations- und Intellektualitätsgeschichte mit der ideellen und formalen Ausbildung einer 'klassi-schen' Literaturmoderne um 1900ff. bis zu Zwangsexil und Verfolgung ab 1933 exemplarisch darzustellen. Die einzigartige kulturelle Symbiose des deutschen Juden-tums mit der formativen Bildungswelt des 19.Jh.s begründet einen sowohl affirmati-ven als auch kritischen Gestaltungsimpuls von hoher historischer Ausdrucks- und Deutungskraft, dessen Genesen, Entwicklungen und Verluste zu erörtern sind. - Folgende größere Texte werden (neben einem Lyrik-Anschnitt von A. Mombert über die Expressionisten bis W. Mehring) behandelt (verfügbar z.T. in Readerform zu Semesterbeginn, TB-Ausgaben zur Anschaffung): R. Beer-Hoffmann 'Tod Georgs (TB), P. Adler 'Nämlich', C. Einstein 'Bebuquin' (TB), A. Döblin 'Die Ermordung einer Butterblume' und 'Die Segelfahrt', F. Kafka 'Amerika' (TB), E. Lasker-Schüler 'Der Prinz von Theben', M. Buber 'Von der Wirklichkeit', H. v. Hofmannsthal 'Der Dichter und diese Zeit', J. Wassermann 'Mein Weg als Deutscher und Jude', A.Schnitzler 'Der Weg ins Freie' (TB), H. Ungar 'Die Verstümmelten', A. Seghers 'Der Aufstand der Fischer von St. Barbara' (TB), E. Toller, Eine Jugend in Deutsch-land' (TB), G. Colmar 'Susanna'. Das Seminar verzichtet auf Referate zugunsten gemeinsamer, intensiver Diskussion. Ein Seminarschein wird durch eine in den Frühjahrssemesterferien abzufassende Hausarbeit (ca. 25 Seiten) nach persönlicher Absprache über ein Thema eigener Wahl erworben.
    Die TeilnehmerInnenzahl ist (im Rahmen der Raummöglichkeiten) beschränkt. Listen hängen ab der letzten Semesterwoche des SS 1999 am Schwarzen Brett neben meinem Büro (246) aus.
    4419


    2 St.
    Dokumenta der Literatur: Avantgarde 2000 (Autoren, Konzepte, Debatten) (B 5)

    Do. 9-11 in S 93
    G. Blamberger
    Ähnlich wie in der Kasseler Kunstdokumenta soll in diesem Seminar Kanonbildung betrieben werden. Es gilt die Repräsentanten der jüngsten Schriftstellergeneration der deutschen und internationalen Literatur zu entdecken. Die Auswahl der Autoren und Texte erfolgt gemeinsam am Beginn des Seminars. Scheinbedingungen: Kurzreferat, Vorschläge für die Plenardiskussion, schriftliche Hausarbeit.
    Höchstteilnehmerzahl: 60 Personen. - Zur vorbereitenden Lektüre empfohlen: Martin Hielscher (Hg.): Wenn der Kater kommt. Neues Erzählen. 38 deutschsprachige Autorinnen und Autoren. Köln 1996.
    4419a

    2 St.
    Filmlektüren

    Di. 16-18 in S 91
    C. Liebrand
    Ob man Filme wirklich ,lesen‘ kann oder ob die Rede von der ,Filmlektüre‘ eine bloß metaphorische ist, ist eine von der Forschung noch nicht geklärte Frage (mit der sich das Seminar auseinandersetzen wird). Bei den Filmen, die - mit dem Fokus auf gender-Repräsentationen - ,gelesen‘ werden sollen, handelt es sich um ,große‘ Hollywoodproduktionen (mit hohen Einspielergebnissen und/oder Oscarprämierungen) der 80er und 90er Jahre (z. B. Titanic, Der englische Patient, Die Hard, Terminator, Jenseits von Afrika). Es wird zu zeigen sein, daß die ,Hollywood‘-mainstream-Repräsentationen von gender-Konfigurationen unzureichend analysiert und beschrieben sind, wenn man sie auf ihre clichierten und ,affirmativen‘ Komponenten reduziert. ,Liest‘ man die Filme genau genug, wird deutlich, daß sie ,hochkulturelle Diskurse‘ und die akademischen Diskussionen, die in cultural and gender studies geführt werden (über gender-crossing, über Weiblichkeit als Maskerade, über das ,Verschwinden‘ der Geschlechterdifferenz etc.), auf komplexe Weise verhandeln.
    Einführende Literatur: Teresa de Lauretis: Alice Doesn't. Feminism, Semiotics, Cinema. Bloomington 1984; Knut Hickethier: Film- und Fernsehanalyse. Stuttgart 1993; Robert Fischer, Peter Sloterdijk, Klaus Theweleit: Bilder der Gewalt. Hrsg. und eingeleitet von Andreas Rost. Frankfurt 1994; Elisabeth Bronfen: Das verknotete Subjekt. Hysterie in der Moderne. Berlin 1998.
    4420

    2 St.
    Rilkes Neue Gedichte und Requien

    Mo. 10-12 in B VI
    A. Stephens
    Mit den beiden Gedichtsammlungen Neue Gedichte und Der neuen Gedichte anderer Teil, die in den Jahren 1903-1908 entstanden, gelingt Rilke erstmals der Durchbruch zu einem lyrischen Schaffen, das ihn als einen Dichter europäischen Ranges ausweist. Die Ästhetik, die den Neuen Gedichten zugrundeliegt, stellt die erfolgreiche Umsetzung vieler Anregungen aus den bildenden Künsten, vor allem den Skulpturen Rodins und der Malerei Cézannes, in ein für die deutsche Lyrik völlig innovatives poetisches Idiom dar. Als Robert Musil an Rilkes Leistung rühmte, er habe das deutsche Gedicht erstmals vollkommen gemacht, dachte er in erster Linie an das erstaunliche technische Können, das Rilke in den Neuen Gedichten entwickelt hatte. Die Thematik der Neuen Gedichte reicht von biblischen und mythologischen Figuren über Kunstwerke und monumentale Architektur zu den schlichtesten Naturerscheinen, aber in jedem Gedicht ist Rilke bemüht, eine an den Gemälden Cézannes beobachtete „Sachlichkeit„ des künstlerischen Ausdrucks zu verwirklichen, die zugleich stets als dynamische Einheit zu verstehen ist: „In diesem Hin und Wider von gegenseitigem vielartigem Einfluß schwingt das Bildinnere, steigt und fällt in sich zurück und hat nicht eine stehende Stelle.„ (Brief vom 22.10.07) Die beiden Requiem-Gedichte, für den Dichter Wolf Graf von Kalkreuth und die Malerin Paula Modersohn-Becker, die 1908 und 1909 niedergeschrieben wurden, bieten eine faszinierende Zusammenfassung der Kunstlehre Rilkes und zugleich auch eine Abrechnung mit jener Ästhetik, die den Neuen Gedichten zugrundeliegt.
    4421

    Martin Luther. Leben, Werk und Nachleben (A 4, B 4)

    Blockseminar in Haus Wiesengrund bei Drabenderhöhe, 17. – 20. Januar 2000, Kosten ca. DM 200.-
    Anmeldungen bis zum 15.10.1999
    Termine für die Vorbesprechungen in Köln werden durch Aushang bekanntgegeben.
    V. Neuhaus
    Martin Luther (1483-1546) ist als Reformator der Kirche, dessen Rechtfertigungslehre soeben auch von der Römisch-katholischen Kirche offiziell anerkannt wird, nachdem sie in den letzten 50 Jahren den innerkatholischen Diskurs clandestin dominierte, eine der herausragendsten Gestalten der Kirchengeschichte des zurückliegenden Jahr-tausends. Darüber hinaus ist er von nicht zu überschätzender Bedeutung für die deutsche Geistes- und Literaturgeschichte.
    Im Seminar wird der Exeget, der Essayist, der Organisator, der Übersetzer und Sprachtheoretiker ausführlich anhand ausgewählter Quellen vorgestellt. Der Bedeutung Luthers für die Entwicklung der deutschen Sprache gilt ein größerer Seminarblock, für den ein Linguist als Gastreferent gewonnen werden soll. Die Abendsitzungen sind der literarischen Luther-Rezeption von Goethe bis Forte und Osborne gewidmet.
    4421a


    2 St.
    Fantasy/Science-Fiction: theory and practice (in engl. Sprache)

    Mo. 16-18 in S 83
    A. Stephens
    The various modes of writing which make up this composite genre offer some of the most innovative, fascinating and experimental writing in English in the twentieth century. Since the genre has always been a popular art form, the imaginative experi-ments remain „reader-friendly„ and can thus be enjoyed in a way that much experi-mental writing in the tradition of „high culture„ simply cannot. The seminar will begin by examining the origins of the genre in the nineteenth century in works by writers such as E. T. A. Hoffmann and Edgar Allen Poe, and then proceed to a close examination of some of the outstanding achievements of the genre in the twentieth century. These include H. G. Wells´ The Time Machine, selected stories by H.P. Lovecraft, Isaac Asimov´s Foundation, Alfred Bester´s The Stars My Destination, Samuel Delany´s The Einstein Intersection and selected works by Ray Bradbury and Ursula K. Le Guin. The contemporary science fiction scene will be represented by Dan Simmons award-winning Hyperion. The stream of ,pure fantasy‘ will, of course, include a discussion of J. R. R. Tolkien´s The Lord of the Rings and a reading of one of the best novels in the Tolkien tradition: Raymond Feist´s A Darkness at Sethanon. The discussion in the seminar will be conducted mainly in English, questions or contributions in German are always welcome, and Hausarbeiten may be written in German.
    4423

    2 St.
    Goethes Ästhetik und Naturtheorie

    Fr. 10-12 in 230
    A. Simonis/L. Simonis

    Beginn: 15.10.
    Gegenstand des Seminars ist der Zusammenhang von Naturbeobachtung und ästhetischer Reflexion in Goethes Werk. Schwerpunkte bilden u. a. die ‘italienische Ästhetik’ des Autors (vgl. Italienische Reise), seine Begegnung mit der klassischen Antike, seine Beziehung zur bildenden Kunst, seine Schriften zur Morphologie sowie ausgewählte Beispiele aus den poetischen Texten (wie z. B. Iphigenie, Tasso und Faust). Scheinerwerb durch schriftliche Hausarbeit und Übernahme eines Kurzreferats. Anmeldung in der ersten Sitzung.
    4423a

    2 St.
    Buch und Schrift im Kinofilm

    Fr. 12-14 in 230
    A. Simonis

    Beginn: 15.10.
    Das Seminar rückt die auf den ersten Blick paradox erscheinende Wiederkehr des Buchs und der Schrift im neuen Medium des Spielfilms in den Blick, die sich in Jean J. Annauds Verfilmung von Umberto Ecos Bestseller Der Name der Rose ebenso wie in Peter Greenaways Shakespeare-Adaption Prospero’s Books abzeichnet. Auch Filme, die sich dem Thema weiblicher Kreativität widmen wie Malina oder die Lebensgeschichte von Autoren behandeln (Shakespeare in Love), inszenieren mitunter spezifische Schreibprobleme. In diesem Zusammenhang ist – anhand von Analysen ausgewählter Filmbeispiele – nach den besonderen Modalitäten des Zusammentreffens und der Überlagerung der unterschiedlichen Medien zu fragen. Anmeldung in der ersten Sitzung.
    4423a

    2 St.
    Annette von Droste-Hülshoff (B 6)

    Mi. 13-15 in S 76
    Bitte beachten Sie die Aushänge im Glaskasten, dieses Seminar fällt möglicherweise aus.
    C. Liebrand

    4424

    2 St.
    Robert Walser (B 6)

    Mi. 18-20 in S 78
    G. Stanitzek

    4332

    2 St.
    Goethes Sturm- und Drang-Lyrik (B 4)

    Di. 13-15 in S 66
    H. Esselborn
    Goethes Lyrik von der Straßburger Zeit über die Frankfurter bis zu den frühen Weimarer Jahren kann als individualistische Sprach-schöpfung im Rahmen der Jugend-revolte des Sturm - und Drang gedeu-tet werden, welche den späteren Aufschwung der deutschsprachigen Lyrik zur Weltgeltung ermöglichte. Sah die frühere Forschung hier den vorbildlichen Durchbruch zum genialen Ausdruck des unmittelba-ren Gefühls (Erlebnislyrik), so wurde später vom bloßen Code der Authentizität und der Stilisie-rung gesprochen. Die Entwicklung ei-ner neuen dichterischen Sprache und Formen-vielfalt soll unter die-sem kritischen Blick an den bekanntesten Gedichten Goethes von 1771-1786 diskutiert werden. Zur Einführung empfohlen seien die Goethebiographie K. O. Conradys und die Kommentare der Frankfurter Klassikerausgabe.
    Die Übernahme von Referaten für beide Seminare ist ab sofort in meinen Sprech-stunden möglich, kann aber noch in der jeweils ersten Sitzung erfolgen.
    4425


    2 St.
    Die Auseinandersetzung mit der Technik im Roman des 20. Jahrhunderts, Teil 2 (B 5,6)

    Mo. 9-11 in S 76
    H. Esselborn
    Im Anschluß an mein Hauptseminar im SS 98 (dessen Besuch aber keine Vorausset-zung ist) sollen nun Texte, die nach dem Zweiten Weltkrieg erschienen sind, unter der angegebenen Fragestellung un-tersucht werden: Ernst Jünger: Heliopolis und Gläserne Bienen als optimistische bzw. pessimistische Version seiner Einschätzung des technischen Fortschritts, Max Frisch: Homo Faber als späte Version des Ingenieursroman, Herbert Franke: Im Gedankennetz als Vorwegnahme virtueller Personen und Welten in der Science Fiction und Christa Wolf: Störfall als Beispiel der Auseinandersetzung einer Autorin der ehemaligen DDR mit der Atomenergie. Philosophische Texte zur Technik von M. Heidegger und G. Anders werden die lite-rarischen ergänzen.
    Zur allgemeinen Einführung wird empfohlen: Literatur im Industrie-zeitalter. Marba-cher Katalog 42/1 und Harro Segeberg: Literatur im technischen Zeitalter. Darmstadt 1997.
    Die Übernahme von Referaten ist ab sofort in meinen Sprechstunden möglich.
     

    Oberseminare

    Sprachwissenschaft des Deutschen
    4426

    2 St.
    Kasus

    als Blockseminar: 9.-11. September 1999; 10-14, 15-18 in 204
    C. Di Meola
    Im Oberseminar werden zunächst die Beziehungen zwischen morphologischen Kasus („Oberflächenkasus„) und semantischen Kasus („Tiefenkasus„, „abstrakten Kasus„) herausgearbeitet. Sodann werden die wichtigsten Funktionen der Kasusus im Deutschen eingehend untersucht: die präpositionale, verbale, adnominale und „freie„ Verwendung, wobei der Schwerpunkt auf den Präpositionalkasus liegen soll. An-schließend wird der Frage nachgegangen, ob sich für die vier Kasus des Deutschen (Nominativ, Akkusativ, Dativ, Genitiv) jeweils eine einheitliche Semantik postulieren läßt. Ein diachronischer Ausblick auf die Entwicklung der deutschen Kasus vervoll-ständigt das Bild. Den theoretischen Hintergrund des Seminars bilden u. a. die kognitive Linguistik und die Grammatikalisierungsforschung.
    Der Seminarplan mit Lektüreangaben, eine Teilnehmerliste sowie eine Liste der Referate liegen ab Juni 1999 in meinem Seminarordner in der Bibliothek aus. Bitte in beide Listen eintragen. Vor Beginn des Seminars ist es unterläßlich, die Referate mit mir zu besprechen.
    Erste Vorbesprechung: Mo., 9. August, 12-14 Uhr, R. 222. Weitere Termine für Vorbesprechungen werden per Aushang bekanntgegeben. Zudem bin ich unter folgender E-Mail-Adresse zu erreichen: claudio.di_meola@uni-koeln.de.
    Ein Leistungsnachweis kann auf Anfrage erworben werden.
     

    Neuere deutsche Literaturwissenschaft

    4427

    2 St.
    Ästhetische Theorie der Moderne (B 1,5)

    Di. 15-17 in S 66
    E. Kleinschmidt
    Beginn: 12.10.
    Das Seminar, das auf Referate zugunsten intensiver Diskussion verzichtet, hat die Zielsetzung, rückblickend Leistungs- und Denkwege des Ästhetischen - zentriert um Adornos 'Ästhetische Theorie' - im Kontext von zunächst 'Moderne', dann aber auch 'Postmoderne' analytisch aufzuarbeiten und unter systematischen Aspekten kritisch zu bewerten. Der Versuch einer Standortbestimmung dient dem Gewinn eines For-schungstableaus heute (noch) möglicher bzw. notwendiger Ästhetikdebatten. - Eine ganze Reihe der behandelten Texte ist im Sammelband (zur Anschaffung) D.Hen-rich/W. Iser (Hgg.), Theorien der Kunst, F. a. M. 1992 (H. Kuhn, H. G. Gadamer, R. Ingarden, G. Simmel, N. Goodman) verfügbar. Hinzu kommen (als TB): M. Heideg-ger 'Der Ursprung des Kunstwerks', Th. W. Adorno 'Ästhetische Theorie' und W. Welsch 'Ästhetik und Anästhetik' (S.9-78). Die restlichen Texte (Ortega y Gasset, M. M. Bachtin, J. F. Lyotard, U. Eco, A. C. Danto, P. de Man, T. Eagleton) stehen als Reader-Kopien (zu Beginn des Semesters) zur Verfügung. Text für die erste Sitzung: M. Heidegger 'Der Ursprung des Kunstwerks'.
    Die TeilnehmerInnenzahl des Oberseminars ist auf 30 begrenzt. Die Anmeldung wird schriftlich (unter Angabe von Voraussetzungen und spezifischem Interesse) oder persönlich in meinen Feriensprechstunden erbeten (Teilnehmerliste zu Semester-beginn). Es besteht die Möglichkeit, bei Bedarf einen Hauptseminarschein zu erwer-ben (ca. 25 Seiten, Thema nach eigener Wahl).
    4428

    2 St.
    Bewegte Theorie (B 1)

    Di. 17-19 in S 85
    N. Wegmann
    Das Kolloquium setzt die Diskussion aus dem letzten Semester über den aktuellen Stand der Literaturtheorie fort. Gegenstand ist jetzt die bewegte oder engagierte Theorie. Die zu besprechenden Beispiele kommen aus dem Umkreis der Tel Quel Arbeitsgruppe sowie insbesondere aus der Gender-Forschung. Relevante Beobach-tungen sollen auch diesmal anhand einflußreicher Theorieprojekte sowie aus eigenen Erfahrungen mit der "Theorie" gewonnen werden.
    Ein zweiter Schwerpunkt gilt eigenen Schreib- und Forschungsprojekten. Laufende Vorhaben können im Seminar vorgestellt werden. Die Textauswahl wird zu Beginn des Semesters vereinbart.
     

    Kolloquien

    4429


    2 St.
    Linguistischer Arbeitskreis


    Mi. 18-20 in 230
    J. Lenerz/B. Primus

    Beginn: 13.10.
    Im Rahmen diese Kolloquiums sollen vor allem Forschungsthemen von Doktorand(inn)en und Examenskandidat(inn)en vorgestellt und diskutiert werden. Eine schriftliche Anmeldung wird erbeten.
     
    4430


    2 St.
    Forschungskolloquium: Wahrheits- und Fiktionalisierungsstrategien (B 2,3,6)

    Mi. 10-12 in 230
    U. Peters/H.-J. Ziegeler

    Beginn: 13.10.
    Die mittelalterliche Literatur hat in ihren verschiedenen Genera und Erscheinungs-formen zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit, Latein und Volkssprache, gelehrter Reflexion und sich bewußt davon distanzierendem eigenen Anspruch sehr eigenwil-lige Modi und Chiffren für den Anspruch auf Wahrheit des Ausgesagten oder für den eigenen Anspruch der Fiktion entwickelt, die in der Forschung lebhaft diskutiert werden. Der Diskussion von Beispielen aus der Literatur wie verschiedener Ansätze der Forschung soll dieses Kolloquium dienen.
     
    4431


    2 St.
    Weltliteratur der Gegenwart (B 5, 6)


    Di. 19-21 in 204
    E. Kleinschmidt

    Beginn: 12.10.
    Das Kolloquium, das nichts mit dem Veranstaltungstyp eines Examenskolloqiums zu tun hat, wendet sich an interessierte StudentInnen aller Semester, die sich intensi-ver mit der deutschen und internationalen Gegenwartsliteratur und ihren theoretischen Grundlagen beschäftigen wollen. Die Bereitschaft zu extensiver Lektüre und engagier-ter Diskussion wird vorausgesetzt. Die Auswahl der Texte erfolgt gemeinsam. Als Werk für die erste Sitzung schlage ich den Autorschaft neu formierenden Roman von Guillermo Cabrera Infante 'Drei traurige Tiger' (Suhrkamp TB, Sonderausgabe) vor.
    4432

    3 St.
    Forschungskolloquium: Archäologie der Medientheorie II

    (14tägl.) Mi. 14-17 in S 66
    G. Blamberger
    Ziel des Forschungskolloquiums ist die Besprechung ausgewählter Texte aus der Wissenschaftsgeschichte der Medientheorie von 1890 bis etwa 1930. Ein Reader dazu wird am Anfang des Semesters an die Seminarteilnehmer ausgegeben. Blocksitzungen sind möglich, vorherige persönliche Anmeldung in meinen Sprechstunden bzw. in den Sprechstunden von Herrn Dr. Dotzler ist unbedingt erforderlich. Höchstteilnehmer-zahl: 20 Personen. Zur Vorbereitung wird die Lektüre des Forschungsprogramms ‘Archäologie der Medientheorie’ (Kulturwissenschaftliches Forschungskolleg: Medien und kulturelle Kommunikation) empfohlen (Kopiervorlage in Zi. 217).
    4432a

    2 St.
    Medientheorie

    Mo. 19-21 in S 81
    C. Liebrand

    Beginn: 7.4.
    Das Interesse des Kolloquiums wird sich auf die Film-/Kinotheorien seit den 20er Jahren richten. Gelesen werden die ,klassischen‘ filmtheoretischen und filmästheti-schen Texte von Sergej Eisenstein, Béla Balázs, Walter Benjamin, Siegfried Kracauer, Georg Lukács etc. Ein Reader wird zu Beginn des Semesters zur Verfügung gestellt.
    4434


    2 St.
    Repetitorium der Literaturgeschichte II: Von der Klassik bis zur Gegenwart

    Di. 16-18 in S 56 (14tägl.)
    V. Neuhaus
    (Die ersten beiden Sitzungen sind für meine Examenskandidaten verbindlich)
    4435


    2 St.
    Wege in den Beruf: Kölner Germanistikabsolventen berichten

    (14tägl.) Di. 20-21.30 in S 58
    V. Neuhaus
    Kölner Absolventen der 80er und 90er Jahre aus Journalismus, PR, Werbung, Ver-lagswesen, Schule usw. berichten über ihre Erfahrungen.
     

    Examens- und Doktorandenkolloquien

    Sprachwissenschaft des Deutschen
    4436

    2 St.
    Kolloquium für Examenskandidaten und Doktoranden

    Mo. 15-17 in S 66
    D. Busse
    Im Kolloquium sollen derzeit in Arbeit befindliche Examensarbeiten und Promotionsvorhaben vorgestellt und diskutiert werden. Daneben können auf Wunsch allgemein interessierende Fragen der Examensvorbereitung sowohl arbeitstechnischer als auch inhaltlicher Art - auch anhand von Berichten über die Erarbeitung von Examensthemen - behandelt werden. Teilnahmevoraussetzungen: Anmeldung zum Examen oder zur Promotion; Bereitschaft zur aktiven Teilnahme (z. B. Bericht zu Themen der Examensvorbereitung, Examensarbeit, Doktorarbeit).
    4437

    2 St.
    Examenskolloquium

    Do. 13-15 (14tägl.) in S 69
    J. Lenerz
    4438

    1 St.
    Examenskolloquium

    Do. 10-11 in S 66
    B. Primus

    Beginn: 15.10.
    Das Kolloquium dient der intensiven Vorbereitung auf die schriftlichen und mündlichen Abschlußprüfungen von Examenskandidat(inn)en, die bei mir die Prüfung ablegen möchten.
     
    Ältere deutsche Sprache und Literatur
    4439
    2 St.
    Übersetzungskurs für Examenskandidaten
    Fr. 16-18 in S 92
    Beginn: 15.10.
    T. Reuvekamp-Felber
    Das Kursangebot ist für Studierende gedacht, die kurz vor der mittelhochdeutschen Examensklausur stehend über keine Übersetzungspraxis verfügen und ihre Kenntnisse der Grammatik in der grauen Vorzeit des Grundstudiums zurückgelassen haben. Von Sitzung zu Sitzung werden für das Examen relevante grammatische Bereiche systematisch erarbeitet und Klausuren aus den vergangenen Semestern besprochen. Pragmati-sches Ziel ist es, jeden Teilnehmenden optimal auf den sprachgeschichtlichen Teil des Examens vorzubereiten. Zu diesem Zweck und zur individuellen Leistungskontrolle werden mehrere Probeklausuren geschrieben.
    4440

    2 St.
    Lektürekurs für Examenskandidaten

    Mi. 16-18 in S 89
    K.-H. Göttert
    4441

    2 St.
    Lektürekurs für Examenskandidaten

    Di. 18-20 in S 54
    D. Bering
    4442

    2 St.
    Examenskolloquium

    Mi. 8.30-10 in 230
    U. Peters
    Diese Veranstaltung ist dazu gedacht, daß Studierende des Hauptstudiums, vor allem natürlich Examenskandidaten, in der Gruppe und in einer möglichst lockeren Atmosphäre die literarhistorischen Probleme ihrer Prüfungsgebiete vortragen und in der gemeinsamen Lektüre von Texten, übergreifender Darstellungen und spezifischer Forschungsthesen diskutieren können.
    4443

    2 St.
    Doktorandenkolloquium

    Di. 18-20 in 221
    K.-H. Göttert
    4444

    2 St.
    Werkstattberichte zur Vorbereitung auf Magister- und Staatsexamensarbeiten
    Mi 18-20 (jeweils am ersten Mi. im Monat) in S 63
    H. Sahm/M. Schausten
    4445

    2 St.
    Examenskurs für Sprachgeschichte

    Mo 12-14 in 230
    N.N.
     
    Neuere deutsche Literaturwissenschaft
    4446


    2 St.
    Hugo von Hofmannsthal. Dichtungen im Umkreis der Chandos-Krise

    Mi. 13-15 in S 94
    P.-E. Neuser
     
    4447

    2 St.
    Sprechkunde I

    Mo. 18-20 im Vortragsraum
    W. Werner
    Um den ständig steigenden stimmlich-sprecherischen Anforderungen auf Dauer gewachsen zu sein, ist es für spätere Angehörige sprechintensiver Berufe schon im ,Vorfeld‘ unerläßlich, das intonatorisch gewandt-sichere und artikulationsbewußte Sprechen regelmäßig zu üben. Anhand ausgewählter Texte mit Schwerpunkt ,Hörfunk‘ sowie deutscher Lyrik und Prosa sollen bei jedem Teilnehmer die verbalen und nonverbalen Voraussetzungen für ein eigenständiges, adäquates Artikulationsbewußt-sein entwickelt werden. Angestrebt wird die Herausbildung der für jeden individuell verschiedenen Sprechstimm-/Tonlage (Indifferenzlage), die den einzelnen Seminarteilnehmern befähigt, mit dem geringsten Kraftaufwand dennoch kräftig, klangvoll und ausdauernd zu sprechen.
    Durch gegenseitige ,Feedbacks‘ nach vorgegebenen erprobten Beurteilungskriterien zwischen den TeilnehmerInnen sollen die Sprechleistungen untereinander immer wieder sachlich-kritisch hinterfragt und verbessert werden. Dabei soll die rhetorische Kommunikation (Sprechhandeln) gleichrangig neben der sprechkünstlerischen Gestaltung) von Texten stehen (ästhetische Kommunikation). Zur jederzeit nachvollziehbaren Beurteilung von Sprechleistungen stehen zudem auditive Hilfsmittel zur Verfügung. Zur adäquaten sprechkünstlerischen Gestaltung wird eine „Zusammenschau„ von gesprochenem Wort in seinem jeweiligen literaturhistorischen Kontext angestrebt.
    Der Erwerb eines Scheines ist geknüpft an regelmäßige aktive Teilnahme, die Ausarbeitung eines Stundenprotokolls bzw. ein Kurzreferat (5-10 Min.) in freier Rede (Orientierung an vorbereiteten Stichworten).
    Für das Semesterende soll eine von den TeilnehmerInnen sprechkünstlerisch dar-gebotene Rezitationsveranstaltung für HörerInnen aller Fakultäten vorbereitet werden. Der Aussprache-Duden sollte für jeden Teilnehmer zum unverzichtbaren Handwerkszeug gehören. Literatur s. Seminarapparat. Kopiervorlagen werden gestellt.
    Zur Vorbereitung außerdem empfohlen: Ludwigsen, H.: Sprachbetrachtung und Textanalyse, Verlag Gehlen, Bad Homburg v.d. Höhe. - Balser-Eberle, V.: Sprech-technisches Übungsbuch, OBV Pädagogischer Verlag, Wien 1996. - Aderhold, E./Wolf E.: Sprecherzieherisches Übungsbuch, Henschel Verlag, Berlin. - Preu, O. /Stötzer, U.: Sprecherziehung für Studenten pädagogischer Berufe, Verlag Volk und Wissen, Berlin 1989. - Wagner, R.: Grundlagen der mündlichen Kommunikation. Bayrischer Verlag für Sprechwissenschaft, Regensburg 1996. - Wachtel, St.: Sprechen und Moderieren in Hörfunk und Fernsehen, UVK Medien, Verlasch Ölschläger, Konstanz 1994. - Ders.: Schreiben fürs Hören, a. a. O. - Aderhold, E: Das gesproche-ne Wort, Henschel Verlag, Berlin 1994. - Hirsch, G. I.: Überzeugend frei reden - Sprach- und Rhetoriktraining. Humboldt-Taschenbuchverlag, München 1993. - Winckler, Chr.: Sprechkunde und Sprecherziehung.
    4448

    2 St.
    Sprechkunde I

    Do. 18-20 im Vortragsraum (s. Nr. 4447)
    W. Werner
    4449

    2 St.
    Sprechkunde I

    als Blockseminar
    Anmeldelisten liegen ab 7.10.99 im Geschäftszimmer (bitte beachten Sie die Hinweise im Glaskasten)
    F. Klose

    Inhalt: Sprecherziehung, Atem- und Stimmbildung (in Ansätzen), Gestaltung ver-schiedenster Textformen: Gedichte, Prosa, Nachrichten,Glossen, Satiren, Briefe etc. Literatur: Kopiervorlagen werden gestellt. Der „Aussprache Duden„ wird zur An-schaffung sehr empfohlen.
    Teilnehmerzahl: 20
    4450

    2 St.
    Sprechkunde I

    als Blockseminar (s. Nr. 4449)
    F. Klose
     

    Forschungskolleg „Medien und kulturelle Kommunikation„



    Ringvorlesung des Forschungskollegs

    2 St. Mi. 19-21 in G
    W. Voßkamp u.a.
    4408a

    2 St.
    Klassische Moderne und Geschlechterdifferenz

    Mi. 9-11 in H 80 (s. Nr. 4309)
    C. Liebrand


    Proseminare


    2 St.
    Bibel in der jüdischen Liturgie

    Do. 16-18 in S 68
    E. Hollender

    Dieses Seminar findet an der Universität Bonn statt. Studierende der Universität zu Köln sind herzlich willkommen. Bitte beachten Sie die Änderungszettel zum Kommentierten Vorlesungsverzeichnis.




    2 St.
    Intertextualität und Intermedialität. Forschungsperspektiven der Medien- und Kulturwissenschaft

    Di. 10-12 in S 83 (s. Nr. 4378a)
    M. Bickenbach/A. Fliethmann



    3 St.
    Performanz/Performativität: Theorielektüren

    (14täg.) Mo. 15s.t.-17 in S 82
    E. Schumacher

    Beginn: 18.10.
    Es gibt in den gegenwärtigen Diskussionen im Kontext von Kulturwissenschaften und Cultural Sudies wohl nur wenig Begriffe, die so vielfältig verwendet werden und dabei so viel zu versprechen scheinen wie Performanz und Performativität. Merkwürdig und bemerkenswert ist, daß diese Konzepte von sehr verschiedenen, durchaus unterschiedlichen und gegenläufigen theoretischen Positionen aus benutzt und besetzt werden, so daß sich in den Begriffen zugleich auch gegenwärtige theoretische Debatten bündeln und kristallisieren. In der Lektüre ausgewählter theoretischer Texte sollen im Proseminar Ähnlichkeiten und Differenzen der verschiedenen Ansätze skizziert werden, um Möglichkeiten und Probleme herauszuarbeiten, die die Begriffe Performanz und Performativität eröffnen können. Dabei geht es weder um einen all-gemeinen Theorievergleich noch um die Etablierung feststehender Definitionen. Das Seminar ist als Lektürekurs konzipiert und soll in der Diskussion den Dynamiken des Lesens - und damit sowohl den performativen Dimensionen von theoretischen Texten wie auch der notorischen Frage nach der Anwendbarkeit - mehr Raum geben als der abstrahierenden Arbeit am Begriff.
    Diskutiert werden Texte aus dem Kontext von Sprechakttheorie und Dekonstruktion (u. a. John L. Austin, Jacques Derrida, Shoshana Felman, Samuel Weber) wie auch Konzeptionen von Performanz und Performativität im Rahmen von Gender Studies, Cultural Studies, Theaterwissenschaften und Poptheorien (u. a. Judith Butler, Peggy Phelan, Simon Frith).


    2 St.
    Medea

    Di. 19-21 in 230 (vgl. 4390)
    B. Dotzler/M. Jakobs
    4386a

    2 St.
    Der Schock (B 1, 5)

    Mo. 14-16 in 204
    A. Kümmel
    "Zum ersten und einzigen Male liegt im Kinematographen ein Medium vor, dessen Geburtsstunde datierbar ist und dessen Voraussetzungen geistes- und ideengeschichtlich nicht auszumachen sind. Sein plötzliches Da ist ein Chok, und man wird später sagen, der Chok sei gerade sein Inhalt. Mit dieser Bedeutung ist der Chok des Kinos keiner mehr" (Thorsten Lorenz).
    Wenn das Kino außer einer technischen zunächst gar keine Geschichte hat, ist es umso wichtiger zu fragen, welche Kategorien ihm zu einer solchen verhelfen können. Die Diskursivierung schockierender Ereignisse, ihre Formierung zu einem eigenständigen Diskurs des Schocks bereiten die geisteswis-senschaftliche Bühne für den Auftritt des technischen Dings ,Kinematograph‘. Es geht also nicht um den Schock als Inhalt von Kino, sondern um die Frage, wieso der Schock den Eintritt in den Diskurs ermöglichte, m. a. W. um die historische Bedingtheit des Satzes: „Sein plötzliches Da ist ein Chok."
    Es sind vor allem fünf etablierte Felder, die zur Modellierung des Schocks als Kategorie einer möglichen Medientheorie beitragen: 1. Militär; 2. Verkehr; 3. Medizin; 4. philosophische Ästhetik; 5. Ingenieurswissenschaften. Im Seminar sollen diese Felder auf ihren Anteil an einer Genealogie des Schocks befragt werden. Mosaikartig ergibt sich dann jener Grund, auf dem Kinotheorien in Er-scheinung treten können. Die Schwierigkeiten, auf die wir beim Zusammenbasteln dieses Puzzles stoßen werden, geben Anlaß, über das Entstehen geisteswissenschaftlicher Begrifflichkeiten nach-zudenken und auf diese Weise der Konstruktion von Geisteswissenschaft selbst auf die Spur zu kommen.


    2 St.
    Körper - Wissen - Medien. Diskurse der Hysterie

    Do. 16-18 in 230 (vgl. Nr. 4379b)
    P. Löffler



    2 St.
    Einführung in die Medienanthropologie

    Mo. 18-20 im Institut für Afrikanistik
    H. Behrend/T. Wendl
    Längst dringen die elektronischen Bilderfluten in den hintersten Winkel unseres Planeten. Immer größere Teile der Weltbevölkerung werden in eine stetig expandierende globale Ikonosphäre hin-eingezogen. Lokale Erfahrungshorizonte und Wirklichkeiten verändern sich. Überall kommt es zu Hybridisierungen. Die neuen Medien werden zum wichtigsten Faktor des kulturellen Wandels und zugleich zur wichtigsten Schnittstelle des Bildertransfers zwischen den Kulturen. Ziel der Übung ist es, eine Einführung in den Gegenstandsbereich der Medienanthropologie zu geben und an Hand von ausgewählten Fallbeispielen (Foto-, Video-, und TV-Produktionen aus Afrika, Lateinamerika und Australien) die Interdependenzbeziehungen zwischen Medien und Kulturen näher zu bestimmen. Die Ausgangsfrage lautet: was wird mit den neuen Medien getan? Wie wird über sie gesprochen und geschrieben?
    Literaturempfehlung:
    Barker, Chris 1997 Global Television. Oxford: Blackwell. - Bourgault, Louise 1995 Mass Media in Subsaharan Africa. Bloomington und Indianapolis: Indiana University Press. - Carpenter, Edmund 1994 Sinnes-Täuschung. Wie Medien unsere Wahrnehmung verändern. München: Trickster. - Gillespie, Mary 1995 Television, Ethnicity and Cultural Change. London: Routledge. - Spitulnik, Debra 1993 Anthropology and Mass Media. In: Annual Review of Anthropology 22.

    Hauptseminare


    2 St.
    Text und Bild: Emblematische Strukturen im 17. und 20. Jahrhundert II
    Mo. 19-21 in 204 (s. Nr. 4414)
    W. Voßkamp




    2 St.
    Mittelalterliche Literatur als mediales Ereignis: Aufführung und Schrift, Text und Bild

    Mo. 18-20 in S 93 (s. Nr. 4410)
    U. Peters



    2 St.
    Filmlektüren

    Di. 16-18 in S 91 (s. Nr. 4419a)
    C. Liebrand



    3 St.
    Forschungskolloquium: Archäologie der Medientheorie II
    (14 tägl.) Mi. 14-17 in S 66 (s. Nr. 4432)
    G. Blamberger



    2 St.
    Medientheorie

    Di. 19-21 in S 81 (s. Nr. 4433)
    C. Liebrand


     

    Last, but not least:Fachschaft Germanistik

    Eines vorweg: Uns gibt es nicht mehr lange. Denn, ob früher oder später sei dahingestellt, irgendwann gibt auch Der Letzte Fachschafter den Löffel ab und das Studium auf, bzw. macht ihr/sein Examen.
    Für Euch alle ist das DIE Chance, endlich mal Eure eigenen Wünschen und Vorstellungen kreativ umzusetzen, und über die Fachschaft – das ist die Gesamtheit der Studierenden eines Faches, kein Kaffeekränzchen – etwas an dieser Uni zu bewegen. Das glaubst Du nicht? Was das bringen soll?
    Immerhin sind wir ja sowas wie eine gesetzlich verankerte Studentenvertretung. Für das einzelne Fach sind das eben die Fachschaften. Verglichen mit dem StudentInnenparlament oder der Fakultäts-vertretung hat eine Fachschaft den Vorteil, wesentlich persönlicher zu sein. Außerdem kann man viel unmittelbarer, sozusagen vor Ort, Sachen anpacken, die für das alltägliche Studienleben bedeutsam sind: Deine Studienordnung, Deine Vorlesungen, Deine Profs (ja, auch auf Stellenbesetzungen können Studis Einfluß nehmen!), Deine Tutorien, Deine Bibliothek. Es gibt eine große Anzahl von Beteiligungsmöglichkeiten, und das meiste davon bleibt (noch?) ungenutzt.
    Wenn Euch das alles als Grund noch nicht genügt, um mal bei der Fachschaft vorbeizuschauen, dann gibt es hier noch ein paar weitere:
    Wir haben (erfahrungsgemäß) die meiste Ahnung was den Aufbau Eures Grundstudiums angeht. Kommt also alle zur Studienberatung der Fachschaft, wenn Ihr Euer Studium beginnt. Auch während des Semesters gibt es Beratungstermine, denn wir verfügen über ein eigenes Tutorium.
    Wir bieten Euch neben allerlei nützlichen Projekten (siehe unten) jedes Semester eine Fahrt zum Spaßhaben und Kennenlernen an. Für die nächste Fahrt erarbeiten wir gerade den „Lieder-Reader". Neugierig?
    Wir Prüfen die Profs (Umfrage zur Zufriedenheit mit der Lehre), und veröffentlichen Sinniges und Sinnigstes in der Fachschaftszeitung „Sonett". Außerdem erweitern wir gerade unsere Webpage (Hilfe!)
    Außerdem gibt es jeden Mittwoch um 15 Uhr im Raum 93,5 unser „Cafè Germanistique", an-schließend findet von 18 bis 20 Uhr die Fachschaftssitzung statt. Jeder Mensch, der Germanistik auf dem StudentInnenausweis stehen hat, kann dort hingehen, sich informieren, mitentscheiden...

    Bis Bald! Eure Fachschaft.