Philosophische Fakultät
Institut für Indologie und Tamilistik

Die TV Tipps für Kulturen und Gesellschaften Asiens werden bereitgestellt von http://www.erdkunde-wissen.de/

 

01.01.

Reisen in ferne Welten
Genre: Reisedokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2009
D
Japan

[Sender: 3SAT] [Beginn: 18:15] [Ende: 19:00] [Dauer: 45 min] [SV: 36-513-975]

Wer die japanische Hauptstadt bereist, den mag das Gefühl beschleichen, europäische Großstädte seien kleine, beschauliche und vergleichsweise schmutzige Dörfer. Knapp 35 Millionen Menschen leben im Großraum Tokio, der größten Metropolregion der Welt. Die Reise führt in Japans widersprüchliches Zentrum, im dem gnadenlose Effektivität und gemütliche Langsamkeit, enge Gassen und breite Verkehrsschneisen, billige Fischröllchen und Obst für mehr als 300 Euro pro Stück oft nur wenige Meter nebeneinander existieren. Außerdem erkundet der Reisefilm das weniger bekannte Japan und findet heraus, warum Diabetiker am Ende der - aus japanischer Sicht - zivilisierten Welt Ohrenschützer tragen sollten und warum in der Präfektur Kumamoto ein einzelner Japaner beim Wasserlassen viel Aufsehen erregt.

Traumreisen
Genre: Reisedokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2008
D
An den Ufern des Mekong - Eine Kreuzfahrt von Vietnam nach Kambodscha

[Sender: SWR] [Beginn: 10:05] [Ende: 10:50] [Dauer: 45 min] [SV: 53-557-081]

Von Saigon nach Angkor Wat - nicht nur eine Woche Fahrt auf dem Mekong sowie die Grenze zwischen Vietnam und Kambodscha liegen zwischen beiden Orten, sondern auch 1.000 Jahre Geschichte. Hier die 'westlichste' Stadt in Vietnam mit viel kolonialer und moderner Architektur sowie einer eher ausgelassenen 'französischen' Lebensweise, dort die gewaltige Tempelanlage der Khmer-Könige aus verwitterndem Sandstein. Dazu gehören aber auch Begegnungen mit der jüngeren Vergangenheit in beiden Ländern, die geprägt war von Krieg und Terror. Am Mekong dann dörfliche Lebensweise, altes Handwerk, schwimmende Märkte, der Besuch von kleinen Tempeln und Schulen. Die Momentaufnahmen auf dieser Flussreise fügen sich wie Mosaiksteinchen zusammen und ergeben ein Bild vom Leben der Menschen am Mekong.

Fernweh
Genre: Reisereportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2009
D
Reisereportage: Myanmar (1)

[Sender: BR] [Beginn: 17:05] [Ende: 17:30] [Dauer: 25 min] [SV: 1-169-081]

Der unermessliche Reichtum von Myanmars goldenen Pagoden steht in einem absurden Gegensatz zum Lebensstandard der meisten Bewohner. Myanmar, das von seiner Militärregierung in völliger Isolation gehalten wird, ist ein durch und durch rückständiges Land - und eines der ärmsten der Erde obendrein. Für den Reisenden aber gehört es zweifellos zu den interessantesten Destinationen weltweit. In zwei Folgen versucht 'Fernweh', diesem Faszinosum auf den Grund zu gehen. Das Filmteam bereiste ein Land, in dem gelebt und gearbeitet wird, wie in einem Freilichtmuseum - nur dass dies kein Museum ist, sondern der harte Alltag der Menschen. Nur über Bildung und mit viel Glück können die Menschen hier ausbrechen aus ihrem ansonsten perspektivlosen Leben. Klosterschulen, die von Spenden getragen werden, bieten solche Chancen. Auf der größten von ihnen, der in Mandalay, nehmen allein 7 500 Kinder vornehmlich aus armen Familien am Unterricht teil. Leiter der Schule ist ein buddhistischer Abt.

02.01.

Reisen in ferne Welten
Genre: Reisedokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2009
D
Philippinen - Von Luzon nach Palawan

[Sender: 3SAT] [Beginn: 18:15] [Ende: 19:00] [Dauer: 45 min] [SV: 36-580-647]

Die meisten Reisenden erreichen die Philippinen über die Hauptstadt Manila auf der Insel Luzon. 20 Millionen Menschen leben dort auf engstem Raum. Extreme Armut steht protzigem Reichtum gegenüber. Die, die es sich leisten können, verbringen den Sommer in Baguio City, dem Tor zu den Stammesgebieten im Norden der Insel. Baguio ist bekannt für seine Geistheiler. Im zentralen Hochland dominieren die Stämme der Bontoc und der Ifugao. Einst gefürchtete Kopfjäger, beweisen die Ifugao rund um die Provinzhauptstadt Banaue, dass sie auch begnadete Baumeister sind. Ihre Reisterassen gehören zu den eindrucksvollsten in Asien. Die Reise führt von Luzon nach Palawan, wo die Batac noch fast wie in der Steinzeit leben. Intensiverer Kontakt mit der Zivilisation zerstört jedoch langsam aber sicher ihre Kultur. Ein geregelter Besuch von Touristengruppen soll dieses Problem eindämmen und den Batak zusätzliche Einnahmen bescheren. Im Norden der Insel liegt das malerische Bacuit-Archipel. Eine der Haupteinnahmequellen der Einheimischen ist das Sammeln von Vogelnestern für die berühmte chinesische Suppe. Noch ist die Natur weitestgehend intakt. Bereist man das Naturwunder mit seinen 45 imposanten Kalksteininseln mit einem der typischen Auslegerboote, wähnt man sich im Paradies.

Eisenbahn-Romantik
Dokumentation
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2007
D
Eine Reise in Japans grünes Herz

[Sender: RBB] [Beginn: 16:10] [Ende: 16:40] [Dauer: 30 min] [SV: 3-767-666]

Dieses Mal geht die Reise von Tokio über 100 Kilometer Richtung Westen in die waldige Berg- und Seen-Region Hakone. Moderne Züge wie der 'Romance Car' bringen zahlreiche Touristen aus dem In- und Ausland hierher zur Erholung, zur Kur oder einfach nur zur Sightseeing-Tour. Die meisten Besucher kommen mit der Eisenbahn, im Land der aufgehenden Sonne eine wirkliche Alternative zum Auto. Besonders geschätzt wird das Naturparadies Hakone von Tokios Bevölkerung. Binnen kurzem kann man der Hektik der Hauptstadt entfliehen.

In unregelmäßiger Folge stellt 'Eisenbahn-Romantik' die Bahnen Japans, die Landschaften und natürlich die Menschen vor.

03.01.

Indien - Zwischen Hunger und Überfluß
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Darsteller:
2008
D/KAN/GB/F
Zwischen Hunger und Überfluss
Jürgen Rapp (Kamera)

[Sender: Phoenix] [Beginn: 09:00] [Ende: 09:45] [Dauer: 45 min] [SV: 506-849-970]

Indien, ein Land voller Widersprüche. Das gilt auch und besonders beim Essen: Da ist einerseits die zauberhafte phantasievolle Welt der indischen Küche, andererseits aber das Schreckgespenst des Hungers und der Unterernährung. Im Goldenen Tempel von Amritsar erlebt Autor Gert Anhalt die rituelle Speisung von Zehntausenden Pilgern. Sie sind in Sorge vor drohender Hungersnot angesichts der zunehmenden Wasserknappheit und des dramatischen Verlusts von Ackerland durch immer neue Industrieprojekte. In Rajasthan wird der Zauber des alten Indiens spürbar, auch beim Besuch des Maharadscha Gaj Sing II in Jodpur. Das Essen der Maharadschas war in früherer Zeit Zeichen für unfassbaren Wohlstand: 56 Gänge hatte eine Maharadscha Mahlzeit, manchmal sogar über 100 Gänge, erklärt Gaj Sing II. Viel hat sich geändert und der Maharadscha geht mit der Zeit: Er ist in das Hotelfach eingestiegen, sein Palast ist heute ein Luxushotel. Der Film begleitet den Dabbawallah Mangesh, einen Essensboten, der in Bombay arbeitet. 50 Kilogramm Gewicht hat Mangesh dabei auf den Schultern - sein eigenes Körpergewicht in Form von 40 Mittagessen. Die Brutalität des immer noch herrschenden Kastenwesens zeigt das Beispiel einer Köchin aus der Kaste der Dalits, der Unberührbaren: Das Schulessen der Dalits wird von den Kindern aus höheren Kasten verschmäht. Lieber würden sie hungern, als eine Mahlzeit der Unberührbaren zu essen. Immer noch sind viele Millionen Kinder in Indien unterernährt - und wo Unterernährung ein drängendes Problem ist, da freut man sich, wenn jemand zunimmt. Doch mit den Lebensgewohnheiten der Menschen haben sich auch die Essgewohnheiten verändert, mit dramatischen Folgen: Indien hat heute weltweit die meisten Diabetes-Kranken - 41 Millionen Menschen sind Diabetiker.

Winterzauber in Japan
Genre: Tierdokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2007
D
Winterzauber in Japan

[Sender: Phoenix] [Beginn: 10:30] [Ende: 11:15] [Dauer: 45 min] [SV: 502-178-135]

Von Dezember bis März erstarrt die Natur im Norden Japans unter klirrender Kälte. Für zahlreiche Tierarten ist dieses Schneeparadies nicht nur ein Zufluchtsort, sie fühlen sich unter arktischen Wetterbedingungen erst richtig wohl. Zwei Winter lang hat Filmautor Jens-Uwe Heins die zauberhafte Natur beobachtet. Dabei sind Bilder entstanden von seltenen Riesenseeadlern, den Balztänzen der Kraniche und von den Badefreuden kurender Schneeaffen .

Gesichter Asiens
Genre: Auslandsmagazin
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2009
D
Von Himmel und Hölle - Malediven, Südindien, Sri Lanka

[Sender: HR] [Beginn: 07:05] [Ende: 07:35] [Dauer: 30 min] [SV: 6-538-852] [SV (VPS): 8-864-593] [VPS: 2010-01-03 07:00:00]

Das Paradies geht unter. Der Präsident der Malediven sucht bereits nach einer neuen Bleibe für sein Volk, denn die Trauminseln der Atolle und Korallenriffe im Indischen Ozean werden versinken. Während die ersten Bewohner die Inseln zwischen Südindien und Sri Lanka verlassen - sie sind die weltweit ersten Klimaflüchtlinge -, sonnen sich die Touristen weiter an den Stränden der prachtvollen Sechs-Sterne-Resorts. Nirgendwo liegen Himmel und Hölle so unvermutet nah zusammen wie auf diesen Archipelen mitten im Meer. Korrespondent Markus Gürne und sein Team reisen weiter in den Südwesten Indiens, nach Kerala. Dort verwandelt sich alljährlich ein Dorf zum Schauplatz eines mystischen Festivals. Ein Unberührbarer aus der untersten Kaste wird für dreißig Stunden zum Gott erkoren und erlebt Himmel und Hölle zugleich. Anschließend führt die Reise nach Sri Lanka, zu Kindern, die die Hölle des Bürgerkrieges erlebt haben. Mit viel Zeit, Geduld und himmlischen Methoden wird dort versucht, sie wieder ins normale Leben zurück zu führen.

Traumreisen
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2007
D
Hongkong - Götter, Glitter, Geldpaläste

[Sender: SWR] [Beginn: 10:50] [Ende: 11:35] [Dauer: 45 min] [SV: 64-784-390]

Hongkong - zwischen Kronkolonie und Kommunismus, ländlicher Tradition, gläsernen Palästen und sozialem Wohnungsbau verlieren Einheimische und Urlauber gleichermaßen leicht die Orientierung. Die Reise durch die chinesische Sonderverwaltungszone führt zu den bekannten und weniger bekannten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Mit U-Bahn, Doppelstockstraßenbahn, Helikopter und auf der längsten Rolltreppe der Welt erreicht das Filmteam auch das alltägliche Hongkong: Eine fünfköpfige Familie, die auf 40 Quadratmetern genauso viel Freiheit findet wie die indische Großfamilie in 200 Gemächern. Eine Geschäftsfrau, die sich sympathisch in der chinesischen Männergesellschaft behauptet, und alte Menschen, die im Seniorenheim zum ersten Mal in ihrem Leben im eigenen Bett schlafen. Hongkong ist etwas größer als Berlin aber mit einer Bevölkerung von über sieben Millionen Menschen fast so einwohnerstark wie die Schweiz. Die chinesische Sonderverwaltungszone gehört zu den am dichtesten besiedelten Gebieten der Welt. Für Freizeitaktivitäten weicht man in Hongkong deshalb gerne auf die zahlreichen Wasserflächen aus. Die Sendung begleitet ein Team, das sich im Drachenboot auf die internationalen Meisterschaften vorbereitet. Und sie besucht das Dorf Tai O am südwestlichen Ende Hongkongs, das auf Stelzen im Wasser steht. Mehr schlecht als recht ernährt es seine Bewohner von der Fischerei. Die Jugend von Tai O drängt in die Stadt - Urlauber erfreuen sich an diesen selten gewordenen idyllischen Plätzen.

Fernweh
Reisereportage
Genre: Reisereportage
Originaltitel:
Myanmar (2)

[Sender: BR] [Beginn: 17:05] [Ende: 17:30] [Dauer: 25 min] [SV: 1-103-425]

03.01.

Faszination Glaube
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2005
D
Yangon - Die Shwedagon-Pagode

[Sender: Phoenix] [Beginn: 04:20] [Ende: 05:00] [Dauer: 40 min] [SV: 506-503-487]

Die Shwedagon-Pagode in Yangon in Birma ist ein Wahrzeichen des Buddhismus. Steinerne Löwen, die sogenannten Cinthe sollen die Eintretenden vor Bösem beschützen. Die Dokumentation begleitet eine Familie zum Großen Novizenfest, bei dem ihr Sohn in die Gemeinschaft der Mönche aufgenommen wird. Auch der Geisterglaube spielt für Birmanen eine große Rolle. Sie richten rauschende Feste für ihre 'Nats' aus, bei denen viel getanzt und getrunken wird, um deren Botschaften empfangen zu können. Die Dokumentation bietet spannende Einblicke in dieses kaum bekannte spirituelle Ritual. Welche große Bedeutung der Buddhismus für das Alltagsleben der Menschen in Birma besitzt, zeigen eindruckvolle Bilder aus dem exotischen Yangon.

Faszination Glaube
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
2005
D
Madurai - Der Meenakshi Tempel
Urmi Juvekar

[Sender: Phoenix] [Beginn: 05:45] [Ende: 06:30] [Dauer: 45 min] [SV: 508-594-988]

Die Dokumentation gibt eine Einführung in die Grundsätze und die Spiritualität des Hinduismus, in dem mehrere Gläubige in ihrem Alltag begleitet werden. Chinna Battar ist der oberste Priester des Meenakshi Tempels und Mitglied der höchsten Kaste, der Brahmanen. Diese geistliche Position wurde ihm von seinem Vater übertragen und er selbst wird sie später an seinen Sohn weitergeben. Für die Mitglieder der untersten Kaste sieht die Gesellschaftsordnung andere Aufgaben vor. So kümmert sich Hari Key um die Toten, die von den Hindus als unrein betrachtet werden. Die Gläubige Selvi wird jeden Freitagabend vom Gott Karpaswami heimgesucht, der sich in einer Trance-Sitzung ihrer bemächtigt, um zu Rat Suchenden zu sprechen.

Abenteuer Linienbus
Genre: Reisedokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
2009
D
Über das Dach der Welt
Andre Hörmann

[Sender: Arte] [Beginn: 19:00] [Ende: 19:45] [Dauer: 45 min] [SV: 732-520]

Nichts für schwache Nerven: Auf der Fahrt von der indischen Grenze bis zu Nepals Hauptstadt Kathmandu sind Unfälle und Pannen an der Tagesordnung. Die Route windet sich durch den dichten Urwald Westnepals und bis zu 7000 Metern hoch in den Himalaya. Filmautor Andre Hörmann stellt die Mitreisenden vor, die sogar auf dem Dach Platz finden.


Reisen in ferne Welten
Genre: Reisedokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2007
D
Java - Vulkaninsel zwischen Mythos und Moderne

[Sender: 3SAT] [Beginn: 18:15] [Ende: 19:00] [Dauer: 45 min] [SV: 36-444-891]

Indonesiens Hauptstadt Jakarta liegt auf Java. Es ist die zentrale Insel des indonesischen Archipels mit rund 30 Vulkanen . Auf den mineralhaltigen Vulkanascheböden gedeihen Pflanzen, die zur Ernährung von etwa 122 Millionen Menschen beitragen. Hier stehen die ältesten buddhistischen und hinduistischen Tempelanlagen Südostasiens. Trotz des Islam haben die Menschen Mythen und alte Glaubensinhalte bewahrt.

Gesichter Asiens
Genre: Auslandsmagazin
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2008
D
Papua Neuguinea, Thailand, Brunei und Kambodscha

[Sender: MDR] [Beginn: 15:30] [Ende: 16:00] [Dauer: 30 min] [SV: 6-399-902]

In Thailand fand das Team des ARD Studios Singapur eine Stadt, die von Affen beherrscht wird. Die Primaten bevölkern nicht nur den schönsten Tempel der Stadt, sie machen sich auch auf den Bürgersteigen und Straßen breit und schaukeln gleich zu Hunderten an den Telegrafendrähten. Nichts und niemand ist vor ihnen sicher. Das Erstaunlichste daran: Die menschlichen Einwohner von Lopburi lieben die behaarte Pest über alles. Einmal im Jahr richten sie ihren Affen ein großes Festbankett aus. Südostasien-Korrespondent Robert Hetkämper, Autor und Moderator der Gesichter Asiens: 'Es waren lustige Dreharbeiten. Allerdings hat am Ende ein Affe meinen Hut gefressen.' In Brunei traf das ARD-Team zwei Jet-Pilotinnen, für die islamische Tradition und High-Tech keinen Widerspruch bilden. Vor den Toren Bangkoks besuchte es einen buddhistischen Mönch, der seinen Tempel gegen den steigenden Meeresspiegel verteidigt. Und in Papua Neuguinea fand das Team ungewöhnliche Bewahrer ihrer Traditionen: Schlammtänzer, zugleich Nachfahren von Menschenfressern - die stolz vom besonderen Kannibalismus ihrer Großeltern erzählen.

Themen:
Schlammtänzer in Papua Neuguinea
Lopburi in Thailand, eine Stadt wird von Affen beherrscht
Ein buddhistischer Mönch in Bangkok verteidigt seinen Tempel gegen den steigenden Meeresspiegel
Zwei Jet-Pilotinnen aus Brunei , für die islamische Tradition und High-Tech keinen Widerspruch bilden.

05.01.

Aus der Welt des Hinduismus - Thanjavur und Khajuraho - Indien
Dokumentation
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
2007
D
Thanjavur und Khajuraho, Indien

[Sender: SWR] [Beginn: 07:00] [Ende: 07:30] [Dauer: 30 min] [SV: 7-637-650]

Tausend Jahre ist er alt, der Brihadeshvara-Tempel von Thanjavur, und man sieht es ihm nicht an. Im Mittelalter hat er als Festung gegen anstürmende Feinde gedient und später Zerstörungsversuchen widerstanden. Heute ist er ein bedeutender Wallfahrtsort der Hindus, ein beliebter und belebter Tempel. Thanjavur, etwa 350 Kilometer südlich von Madras genannt, eine große, aber unbedeutende Provinzstadt im indischen Bundesstaat Tamilnadu, war zu Beginn des 11. Jahrhunderts die Hauptstadt des Cola-Reichs, dessen Macht weit über die Grenzen des heutigen Indien reichte. Aus dieser frühen Blütezeit der Stadt ist allein der Brihadeshvara-Tempel geblieben, erbaut von König Rajaraja in den Jahren 1002 bis 1010. Es ist ein Tempel von beeindruckender Größe und Schönheit - Gott Shiva geweiht. Erotische Kunst zur Verherrlichung der Götter. Die Tempel von Khajuraho in Zentralindien lösen noch heute bei vielen Besuchern Empörung oder Verwirrung aus. Die über 2.000 Skulpturen an den Außenwänden der Tempel zeigen Götter, Himmelstänzerinnen, Engel, Fabeltiere und Maithunas: Paare beim Akt. Kaimur-Sandstein erlaubte den Bildhauern, genaueste Einzelheiten zu gestalten. In einem Ausbruch kreativer Energie erschufen sie eine überschwängliche Verherrlichung des Lebens, ein opulentes, sinnliches und heiteres Aufeinandertreffen der göttlichen und der profanen Welt. Doch im Zusammenhang mit der hinduistischen Mythologie müssen die erotischen Darstellungen angemessen interpretiert werden. Im Liebesakt wird nicht nur die Vereinigung von Mann und Frau, sondern auch der Zeugungsakt der Weltschöpfung durch die Götter gesehen. Von den ehemals 85 Tempeln, die vor 1.000 Jahren gebaut wurden, sind heute noch 25 erhalten. Sie gehören zu den künstlerischen Wundern der Welt. Jeder Tempel wurde nach festgelegten Regeln gebaut und dabei dem Aufbau des menschlichen Körpers nachempfunden.

06.01.

Krakatau - Ein Vulkan verändert die Welt
Genre: Naturdokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
2005
GB
Krakatau - Ein Vulkan verändert die Welt
Jeremy Hall

[Sender: 3SAT] [Beginn: 17:15] [Ende: 18:15] [Dauer: 60 min] [SV: 4-985-322]

Der Ausbruch des Krakatau am 27.8. 1883 war eine der gewaltigsten Vulkaneruptionen der Neuzeit und eine Katastrophe globalen Ausmaßes. Auf den umliegenden indonesischen Inseln starben 36000 Menschen durch eine verheerende Flutwelle, die der Ausbruch verursachte. Die Doku zeichnet u.a. per Computeranimation ein Bild der Ereignisse vor und nach der Explosion. Erschreckend deutlich sind die Parallelen zur Flutkatastrophe in Indonesien 2004.

Info: Ein Vulkanausbruch war noch stärker: Die Eruption des Tambora in Indonesien 1815 tötete ca. 100000 Menschen und verursachte Missernten sogar in Europa.

Fernweh
Reisereportage
Genre: Reisereportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2008
D
Nordvietnam

[Sender: BR] [Beginn: 17:05] [Ende: 17:30] [Dauer: 25 min] [SV: 1-034-341]

Jeden Samstag wird der Marktplatz von Sapa zu einer Freilichtbühne. Dann kommen die Bewohner der umliegenden Bergdörfer, gekleidet in ihre bunten Trachten und bepackt mit Kind und Kegel, um ihre handgearbeiteten Waren anzubieten. In die sattgrüne Bergwelt von Sapa haben sich schon die Franzosen, die ehemaligen Kolonialherren Vietnams, gerne zurückgezogen. Am Leben der schwarzen Hmong oder der roten Dzao aber hat sich dadurch nicht viel verändert. Mühsam trotzen sie wie eh und je dem unberührten Urwald Land für Hütten und Felder ab, einzig der Souvenirverkauf an Touristen ist neu in ihrem Leben. Nicht viel anders ergeht es den Menschen in den schwimmenden Dörfern der Halong-Bucht. Immer noch gibt es etliche unter den Fischern, die noch nie festen Boden unter den Füßen hatten.

07.01.

Klänge der Welt
Dokumentation
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2007
D
Bali

[Sender: 3SAT] [Beginn: 03:45] [Ende: 04:15] [Dauer: 30 min] [SV: 77-552-587]

Als 1963 der heilige Vulkan Agung ausbrach, hofften die Balinesen auf die Ankunft der Götter. Stattdessen kamen Tod und Verwüstung. Doch gerade die Lava-Erde und das tropische Klima machen die indonesische Insel Bali zu einem der fruchtbarsten Flecken der Erde. Reis ist dort das Hauptnahrungsmittel, und für eine reiche Ernte werden den Göttern Opfer gebracht. Die Opferbereitung ist eine wichtige Aufgabe auf Bali, das eine hinduistische Bevölkerungsmehrheit besitzt. Um mit Hindugöttern in Kontakt zu treten, wird in jedem Dorf Gamelan gespielt. Das Gamelanorchester besteht aus über 30 Mitgliedern, die urtümliche Metallschlaginstrumente wie Gongs, Xylophone, Becken und Klangschalen spielen, doch es wird als ein Instrument betrachtet - nur im Zusammenklang bekommt es einen Sinn. Wie beim Gamelan spielt die Gemeinschaft auch in den balinesischen Dörfern eine große Rolle: Zusammen erledigen die Männer die wichtigsten Feldarbeiten, gemeinsam legen sie die Kanäle an und verteilen das Wasser. Der Film erzählt vom Leben auf der Vulkaninsel Bali.

Lombok
Reisedokumentation
Genre: Reisedokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
Darsteller:
1998
D
Lombok
Ebbo Demant
Ebbo Demant (Drehbuch)

[Sender: 3SAT] [Beginn: 04:15] [Ende: 05:00] [Dauer: 45 min] [SV: 57-684-587]

Die Insel Lombok ist bei Weitem nicht so touristisch wie Bali. Doch an landschaftlicher Schönheit steht Lombok mit seinen 2,5 Millionen Einwohnern der Nachbarinsel in nichts nach: Herrliche Strände, fantastische Reisterrassen und der Vulkan Gunung Rinjani prägen das Landschaftsbild. Kulturell hat die 'Schwester Balis' wenig mit der Nachbarinsel gemeinsam: Bali ist von der balinesischhinduistischen Kultur geprägt, Lombok vom Islam. Dabei gibt es mit den 'Wetu Telu' eine Glaubensrichtung, die islamische Elemente mit animistischen und hinduistischen Einflüssen vermischt. Die Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft, von Fischfang und Kunsthandwerk. Tänze wie der 'Gandrung', rituelle Kämpfe wie der 'Perisean' und Musik wie die Maultrommel-Musik 'Genggong' sind in den Dörfern Lomboks noch immer sehr lebendig und zeugen von einer eigenständigen Inselkultur. Der Film von Ebbo Demant stellt Lombok, die weithin unbekannte Schwesterinsel Balis, vor.

Im Gegensatz zum hinduistisch geprägten Bali sind 85 Prozent der 2,5 Millionen Einwohner Lomboks Moslems.

08.01.

Wilde Zeiten in Shanghai
Genre: Dokumentarfilm
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
2008
F
Shanghai, the Roaring 20's
Olivier Horn

[Sender: Arte] [Beginn: 09:55] [Ende: 11:20] [Dauer: 85 min] [SV: 25-990-088]

Shanghai in den 30er Jahren: Geld, Korruption, Glücksspiel, Prostitution, Drogenhandel und Abenteurertum bestimmen das Leben in der chinesischen Hafenstadt. Händler und Bankiers sind die Drahtzieher. Den Opiumhandel kontrollieren die chinesischen Triaden, deren Einfluss so weit reicht, dass sie Häuser in den ausländischen Konzessionen - den unter dem Recht des jeweiligen Auslandes stehenden Regionen - besitzen. Anfang 1932 bricht der erste japanischchinesische Krieg aus, bei dem es zur ersten Schlacht um Shanghai kommt. Der Westen fühlt sich durch die weiter gewachsene Stärke der Triaden bedroht. Und der von Japan ausgelöste Krieg erweist sich als Vorspiel zu einer Neuordnung der Machtverhältnisse. Während des Krieges kehrt der französische Auslandskorrespondent Albert Londres, der bereits 1924 in Shanghai gearbeitet hat, in die Stadt zurück und berichtet über die Lage in Shanghai. Er schreibt dort eine Reportage, die leider nie in einer Zeitung erscheint, da der Dampfer, mit dem sich Londres auf der Heimfahrt nach Frankreich befindet, ausbrennt und der Albert Londres wie auch sein Text den Flammen zum Opfer fallen.

Anhand von Spielfilmauszügen, Zeitungsartikeln, Polizeiberichten, Diplomatenbriefen, Texten des bekannten französischen Reporters Albert Londres und Spaziergängen im heutigen Shanghai zeichnet der Dokumentarfilm das Porträt einer Welt, die im Westen nach wie vor zahlreiche Menschen fasziniert.

Singapur
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
2009
D
Stadt im Garten
Ulrike Bremer

[Sender: Arte] [Beginn: 19:00] [Ende: 19:45] [Dauer: 45 min] [SV: 234-934]

Singapur - bekannt als Zwischenstopp auf dem Weg nach Thailand, Bali oder Australien. Als Boomtown und Wirtschaftswunderland mit einer beeindruckenden Skyline, die zum Markenzeichen geworden ist. 'Asien für Anfänger' nennt man Singapur. Auch, weil hier alles so westlich vertraut ist. Doch Singapur, der Stadtstaat an der Südspitze der Malaiischen Halbinsel, ist vor allem eine faszinierende Wunderwelt voller Gegensätze. Es gibt dort - neben Rio de Janeiro - den einzigen Primärregenwald inmitten einer Megametropole. Darin leben wilde Tiere, wie Krokodile, Schlangen, Rieseneidechsen und Affen oft in Sichtweise der futuristischen Landschaft aus Wolkenkratzern. Singapur hat nur rund 700 Quadratkilometer Landesfläche, begehrte, teure Fläche, und dennoch besitzt die Stadt - vom Satelliten aus gesehen - einen Grünanteil von 47 Prozent der Gesamtfläche. Singapur hat 300 Parks und jede Straße, jedes Hochhaus ist begrünt. 'Stadt im Garten' nennt sich die Metropole selbst und hat ein städteplanerisches Konzept ohnegleichen. Das offizielle Motto: Singapur sei eine Stadt 'to live, to work and to play in' - 'zum Leben, zum Arbeiten und zum Spielen'. Zu entdecken ist eine Stadt mit einer multikulturellen Bevölkerung, die trotz der starren Reglementierung durch die Regierung - oder vielleicht gerade deshalb - friedlich zusammenlebt. Viele der Bewohner wollen ihr Land nicht einmal in den Ferien verlassen, denn nirgendwo sonst sei es so sauber und grün wie in Singapur. Zudem gibt es hier - in der Stadt 'to play in' - eine Vielzahl von Vergnügungsparks und Unterhaltungsevents, den Zoo, den Strand, die wilde Natur und viele ultimative Shoppingparadiese. Singapur ist einfach perfekt, so perfekt, dass ein klein wenig Befremden bleibt. Befremden wie über die 'schöne neue Welt', die nur funktioniert, weil über allem ein großer Bruder wacht.

Vom Glücksspiel und der Tugend Macau und Qufu - China
Dokumentation
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2005
D
Macau und Qufu - China

[Sender: SWR] [Beginn: 07:00] [Ende: 07:30] [Dauer: 30 min] [SV: 7-575-866]

Die Halbinsel Macau im südchinesischen Meer hat die Form einer Krabbe. In der chinesischen Symbolik ist dies ein Zeichen für Glück. Seit Macau besteht, haben hier Menschen ihr Leben und Vermögen gesetzt. Früher waren es Seefahrer und Abenteurer, Missionare und Geschäftsleute, heute sind es Glücksritter und Spieler. Das Roulette-Rad steht in Macau nie still, die Stadt gilt als Las Vegas von Asien. Als Anfang des 16. Jahrhunderts Seefahrer aus Portugal im Perlflussdelta ankerten, fanden sie nur eine kleine Siedlung, in der Fischer zu ihrer Glücksgöttin A-Ma beteten. Auf fremdem, südchinesischem Boden richteten sie einen Stützpunkt ein. Es war der erste in Fernost. Mandarine aus Kanton genehmigten die Niederlassung der Portugiesen, gaben ihnen einen exklusiven Pachtvertrag. Bald wuchs der kleine portugiesische Handelsstützpunkt zu einer Drehscheibe zwischen Ost und West, in der Seide und Silber, Sandelholz und Porzellan in alle Welt verschifft wurde. Im Schätze der Welt Film über Qufu - die Stätten des Konfuzius - werden nicht nur die bedeutenden steinernen Zeugnisse einer großen Kultur gezeigt, sondern wird auch eine Vorstellung davon vermittelt, wie zu Zeiten der chinesischen Kaiser der Konfuziuskult aussah und welche Bedeutung die Ideen des Weisen für die Gesellschaft Chinas hatten. 1993 wurden der Konfuziustempel, der Konfuziusfriedhof und die Residenz der Familie Kong in die UNESCO Welterbeliste aufgenommen. Diese drei Stätten gelten als herausragende Beispiele für chinesische Tempelanlagen, für Wohnhausarchitektur und für die Bestattungstradition. Sie haben seit mehr als 2.000 Jahren eine ununterbrochene Geschichte. Nach Jahrzehnten der Verfolgung des Konfuzianismus im kommunistischen China, während der fast alle Konfuziustempel zerstört wurden, erleben die Ideen des 'Großen Weisen' seit 20 Jahren in China und Asien eine Renaissance.

09.01.

Die Schatztruhen des Kaisers von China
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Regie:
2009
F
Alain Jaubert

[Sender: Arte] [Beginn: 07:30] [Ende: 08:00] [Dauer: 30 min] [SV: 894-118]

Im ersten Jahrhundert der Qingdynastie (1644-1911) kamen kleine Kästen und Truhen in Mode, die Schmuckkästchen, Puppengeschirr und Spielzeugkisten ähneln. Sie bestehen aus seltenen, manchmal lackierten Hölzern, zum Teil mit Intarsien aus Edelstein, Perlmutt, Elfenbein und Keramik. Das macht sie selbst schon zu Kunstwerken. Sie enthalten Siegel, Porzellan, Bronzen, Menschen- und Tierfigürchen, Malerei- und Kalligraphiebüchlein, in der Natur gefundene Kuriositäten oder auch Jadenäpfchen, Pinselhalter, Briefbeschwerer und Pinsel. Ein großer Liebhaber dieser Kuriositätenkabinette war der 1711 geborene Kaiser Qianlong. Der begeisterte Sammler, Gelehrte und Dichter hatte wenig Zeit, um seine in der Verbotenen Stadt angehäuften Schätze zu besichtigen. So ließ er Miniaturkopien der schönsten Stücke herstellen und brachte sie in den 'Kostbarkeitenkabinetten' unter. Inventarisierung und Beschilderung besorgte er selbst. Im Alten China hatte der spielerische Umgang mit kleinstem Raum und die Freude an geheimnisvollraffinierter Mechanik Tradition. Die zauberhaften und ins Extrem verkleinerten Gegenstände erinnern an die Welt der Märchen, an Geschichten von verborgenen Schätzen und an die Spiele der Kindheit. Die Miniaturwelt des Kaisers QianIong mit ihren Beschilderungen kann man als Vorläufer des öffentlich zugänglichen Museums sehen. Sie war weniger ein Spiel als vielmehr ein logisch aufgebautes Labyrinth, eine Art mystische Reise durch die Sinne. Der fantastische Traum über die Eroberung des Mikrokosmos: 'Die ganze Welt in einer einzigen Schachtel'. Die beste Veranschaulichung dieses Konzepts ist ein aus einem Olivenkern geschnitztes Boot, das nur 3,4 Zentimeter misst. Es transportiert acht Passagiere, und auf seinem Rumpf sind die 300 Schriftzeichen eines berühmten Gedichtes zu lesen.

Vietnams vermintes Paradies
Genre: Reportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Regie:
2009
F/D
Therese Engels

[Sender: Arte] [Beginn: 19:30] [Ende: 20:15] [Dauer: 45 min] [SV: 102-880]

Im grünen Dickicht des Phong Nha-Ke Ba Nationalparks in Vietnam leben Tiere und Pflanzen, die es sonst nirgendwo gibt. Doch jahrzehntelang wilderten und plünderten die Einheimischen in diesem Garten Eden. Doch seit sie erkannt haben, dass man mit Naturschutz auch Geld verdienen kann, lassen sie sich zu Parkwärtern ausbilden und entfernen die Minen und Blindgänger aus dem Krieg gegen die USA .

Der Nationalpark ist seit 2003 UNESCO-Weltnaturerbe.

Kulinarische Spurensuche
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2007
D
Japan

[Sender: 3SAT] [Beginn: 18:45] [Ende: 19:00] [Dauer: 15 min] [SV: 2-774-248]

Obwohl Sushi hierzulande für die japanische Küche schlechthin steht, wird diese in Wirklichkeit von einem anderen Nahrungsmittel beherrscht: Konbu, Riementang. Der Konbu, reich an Mineralien, Jod und Vitaminen, findet sich in fast jedem japanischen Gericht. Aus ihm wird Dashi gefertigt, Würze, Tunke, Brühe - der Geschmack Japans. Hunderttausende Tonnen Konbu werden jedes Jahr in Handarbeit von Fischern auf der nordjapanischen Insel Hokkaido gewonnen, getrocknet und ins ganze Land geliefert. Gert Anhalt stellt kulinarische Köstlichkeiten aus Japan vor.

10.01.

Buddhas Kinder im Goldenen Dreieck
Genre: Reportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
2006
D/F
Buddhas Kinder im Goldenen Dreieck
Therese Engels

[Sender: Arte] [Beginn: 14:00] [Ende: 14:55] [Dauer: 55 min] [SV: 6-024-300]

Im Bergland Nordthailands, mitten im von Drogenhandel und Kriminalität geprägten Goldenen Dreieck zwischen Thailand, Burma und Laos, liegt das Kloster 'Zum Goldenen Pferd'. Phra Khru Ba Neau Chai, der Abt des Klosters, reitet mit einigen Mönchen in das Dorf Hua Mae Kham. Sie treffen auf den verwahrlosten Pumbui, einen Siebenjährigen, der im Dorf als Dieb und Lügner bekannt ist. Pumbuis Eltern können sich als Tagelöhner nicht um den Jungen kümmern, deshalb gilt er als leichtes Opfer für eine Karriere im Drogengeschäft. Der Abt möchte Pumbui mit ins Kloster nehmen, um ihn zu einem Novizen auszubilden und ihm damit eine Chance auf eine bessere Zukunft zu geben. Im Kloster soll Pumbui wie alle jungen Mönche lernen, Disziplin und Verantwortung zu übernehmen, zum Beispiel durch die Betreuung eines eigenen Pferdes und durch tägliche Übungen in der Kampfkunst Muay Thai. Bevor er sich zum Mönch weihen ließ, war der Abt des Klosters selber Nordthailands Meister in Muay Thai, ein Titel, der ihm von seinen Novizen wie von den Dorfbewohnern der Umgebung Achtung und Respekt einbringt. Neuling Pumbui fällt es zunächst schwer, sich an die strengen Rituale im Kloster zu gewöhnen. Unter anderem plagt ihn das Heimweh. Außerdem ist er die eiserne Disziplin und die strikte Hygiene, die ihm abverlangt wird, nicht gewohnt. Doch dann kommt sein großer Tag. Er soll zu einem Nag, zu einem Novizen-Anwärter, geweiht werden. Dafür muss Pumbui aber bereit sein, sich dem Klosterleben unterzuordnen und acht Gebote zu befolgen, die sein Leben fortan bestimmen werden.

Die Mongolen
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
2005
D/Ö
Im Reich des Dschingis Khan
Christian Twente

[Sender: Arte] [Beginn: 14:55] [Ende: 15:45] [Dauer: 50 min] [SV: 6-935-836]

Aufwendig gedrehter Zweiteiler über den Aufstieg und Fall des legendären Reitervolks. Der erste Teil erzählt vom Nomadenjungen Temudschin, der 1206 zu Dschingis Khan wurde. Die Reportage rekonstruiert ausführlich die Gründe für die militärischen Erfolge der straff geführten Armee und zeigt die Kunst des Bogenbauens, die heute noch gepflegt wird.

Die Mongolen
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
2005
D/Ö
Das Erbe des Dschingis Khan
Christian Twente

[Sender: Arte] [Beginn: 15:45] [Ende: 16:40] [Dauer: 55 min] [SV: 2-121-039]

1253 bricht der Franziskaner Willem von Rubruk in die Steppen Asiens auf, um das Reitervolk zu christianisieren. Seine Mission scheitert, doch sein Bericht erweist sich als wertvoll: Rubruk ist der einzige Europäer, der Karakorum mit eigenen Augen sieht. Heute suchen deutsche Archäologen mit Rubruks Aufzeichnungen nach den Grundmauern des Palastes und anderen Bauten.

Kabale und Liebe. Im Reich der Mitte
Reportage
Genre: Reportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
2009
D

[Sender: 3SAT] [Beginn: 18:30] [Ende: 19:00] [Dauer: 30 min] [SV: 4-620-768]

Die Chinesen lieben Schiller. Der deutsche Klassiker steht bei ihnen so hoch im Kurs wie kein anderer europäischer Dichter. 'Wilhelm Tell' ist Pflichtlektüre an den Schulen im Reich der Mitte, und in Peking gibt es sogar eine Schiller-Bar sowie ein Schiller-Restaurant. Das Meininger Theater reiste im November 2009 zum 250. Schiller-Geburtstag mit dem Drama 'Kabale und Liebe' nach China. Die Chinesen hatten das deutsche Theater eingeladen, da sie es aufs Engste mit Schiller verknüpfen. Schließlich schrieb Schiller im Exil in Bauerbach, nahe Meiningen, seine Dramen 'Kabale und Liebe' und 'Don Carlos'. Alle Kostüme und Requisiten für das Stück haben die Theaterleute im Gepäck, denn das Meininger Theater ist eine fahrende Truppe - wie sie es Ende des 19. Jahrhunderts bereits gab. Der Theaterherzog Georg II. von Sachsen-Meiningen organisierte und finanzierte eine beispiellose 16-jährige Tourneetätigkeit mit 81 Gastspielen in 38 europäischen Städten und machte das Theater somit weltbekannt. Die Meiniger Theatergruppe wird ihre Version von 'Kabale und Liebe' in Shanghai und Peking aufführen und hofft, dass die Chinesen sie verstehen. Der Film von Anna Schmidt zeigt eine ungewöhnliche Schauspieltournee und die noch ungewöhnlichere chinesische Schiller-Manie.

Die Tulou-Rundhäuser in Fujian, China
Dokumentation
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2009
D
In den Herzen der Hakka-Kultur

[Sender: NDR] [Beginn: 06:45] [Ende: 07:00] [Dauer: 15 min] [SV: 3-313-478]

Toulu, die Lehmrundbauten des Volks der Hakka in Südostchina bieten Lebensraum für mehrere Hundert Menschen. Kreisrund, bis zu fünf Stockwerke hoch, mit einem Durchmesser von über 100 Metern, liegt die Gruppen-Wohnanlage um einen runden Innenhof. Es gibt kein Fenster nach draußen, meterdicke Lehmarchitektur schützt die Dorfgemeinschaft gegen Angriffe potenzieller Feinde. Die einzige Tür in das Innere des Gebäudes kann hermetisch verschlossen werden. Mehrere Monate können die Bewohner so mit Vorräten und eigenem Brunnen feindliche Belagerungen überstehen. Die Hakka sind ein chinesischer Volksstamm, der ursprünglich aus dem Norden kam. Nach ihrer gewaltsamen Vertreibung hat sich das Volk ab dem 12. Jahrhundert in der südchinesischen Provinz Fujian niedergelassen und im 17. und 18. Jahrhundert seine kulturelle Blüte entwickelt. Es gibt keine vergleichbare Architektur auf der Erde. Ob als monumentale Einzelbauten oder in komponierten Ensembles prägen die defensiven Rundhäuser nach außen selbstbewusst die Landschaft Südchinas. Die Lehmrundbauten Fujians sind das Herz der Hakka-Kultur. Der Film von Horst Brandenburg erzählt die Geschichte des UNESCO-Welterbes in Fujian und seiner Bewohner.

11.01.

Abenteuer Linienbus
Genre: Reisedokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
2009
D
Über das Dach der Welt
Andre Hörmann

[Sender: Arte] [Beginn: 09:15] [Ende: 10:00] [Dauer: 45 min] [SV: 1-929-701]

Nichts für schwache Nerven: Auf der Fahrt von der indischen Grenze bis zu Nepals Hauptstadt Kathmandu sind Unfälle und Pannen an der Tagesordnung. Die Route windet sich durch den dichten Urwald Westnepals und bis zu 7000 Metern hoch in den Himalaya. Filmautor Andre Hörmann stellt die Mitreisenden vor, die sogar auf dem Dach Platz finden.

Leben am Mekong
Genre: Reisereportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
2009
F
Im Strom der Zeit
Michel Noll

[Sender: Arte] [Beginn: 19:30] [Ende: 20:15] [Dauer: 45 min] [SV: 875-782]

Die Reise auf Asiens drittlängstem Fluss führt in eine Urwaldsiedlung in Laos, wo die Menschen wie in der Steinzeit im Einklang mit der Natur leben. Weitere Stationen sind ein Dorf in China, das einem Wildreservat weichen musste, und eine kleine Gemeinde in Thailand, die gezähmte Elefanten vermietet.

Der Mekong entspringt im tibetischen Himalaya und fließt durch China, Myanmar, Laos, Thailand, Kambodscha und Vietnam.

Chinas Schätze
Genre: Reisedokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
Darsteller:
2008
D
Schattenboxer, Teetester und das Qi
Gert Anhalt
Jürgen Rapp (Kamera)

[Sender: 3SAT] [Beginn: 05:00] [Ende: 05:45] [Dauer: 45 min] [SV: 92-910-072]

Getrocknete Geckos gegen Husten und Gazellenhorn gegen Bluthochdruck: Autor und Schatzsucher Gert Anhalt erforscht die Welt der chinesischen Kräutermedizin und des Lebensatems Qi. Außerdem lässt er sich von dem 60-jährigen Taijiquan-Meister Wang Guangquan kunstgerecht zu Boden bringen.

Chinesisches Schattenboxen (Taijiquan) wird in Deutschland als gesundheitliche Prävention zumindest teilweise von den Krankenkassen bezahlt.

Vier von hier auf Borneo
Genre: Reportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2008
D
Mit Schildkrötenrettern unterwegs

[Sender: 3SAT] [Beginn: 11:45] [Ende: 12:15] [Dauer: 30 min] [SV: 5-539-072]

Vier Tierfreunde aus Berlin und Brandenburg brechen auf zum Abenteuer ihres Lebens - zur Rettung von Meeresschildkröten auf Borneo. Sie sollen den Weg für ein neues Ökotourismus-Projekt bahnen. Auf Einladung der malaysischen Forstbehörde sind sie die ersten Ausländer, die auf der Nationalparkinsel 'Pulau Talang Besar' mit anpacken dürfen. Anstrengende Tage auf der Dschungelinsel liegen vor dem Kripobeamten Ralf Kahlbau, der Webdesignerin Kathrin Sapiha, dem Aktfotografen Lutz Behnke und der Büroangestellten Taina Gärtner. Unter Anleitung der Park-Ranger graben die Freiwilligen in schweißtreibender Nachtarbeit Eier der bedrohten Suppenschildkröten aus, ohne die Tiere bei der Eiablage zu stören. Die Eier müssen danach wieder in einem umzäunten Schutzgelege vergraben werden. Die frisch geschlüpften Babyschildkröten werden in Eimern fast bis zum Meer getragen, um sie vor gefräßigen Waranen, Strandkrabben und Seeadlern zu beschützen. Denn die letzte Krabbelstrecke bis ins nasse Element ist wichtig, damit die Riesenschildkröten eines Tages wieder an 'ihren Strand' zur Eiablage zurückfinden können. Für ihre Strapazen entschädigt werden die Helfer durch den Anblick der Schildkröten und den Körperkontakt zu den Babyschildkröten. Eher symbolisch - aber Ausdruck der Hoffnung auf die Nachhaltigkeit ihres Tuns - ist die Adoption einer der frisch gekennzeichneten Meeresreptilien in Form einer Patenschaft. Der Film von Wolfgang Wegener begleitet die vier Tierfreunde auf die Nationalparkinsel 'Pulau Talang Besar'.

Lombok
Reisedokumentation
Genre: Reisedokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
Darsteller:
1998
D
Lombok
Ebbo Demant
Ebbo Demant (Drehbuch)

[Sender: 3SAT] [Beginn: 16:15] [Ende: 17:00] [Dauer: 45 min] [SV: 29-397-508]

Die Insel Lombok ist bei Weitem nicht so touristisch wie Bali. Doch an landschaftlicher Schönheit steht Lombok mit seinen 2,5 Millionen Einwohnern der Nachbarinsel in nichts nach: Herrliche Strände, fantastische Reisterrassen und der Vulkan Gunung Rinjani prägen das Landschaftsbild. Kulturell hat die 'Schwester Balis' wenig mit der Nachbarinsel gemeinsam: Bali ist von der balinesischhinduistischen Kultur geprägt, Lombok vom Islam. Dabei gibt es mit den 'Wetu Telu' eine Glaubensrichtung, die islamische Elemente mit animistischen und hinduistischen Einflüssen vermischt. Die Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft, von Fischfang und Kunsthandwerk. Tänze wie der 'Gandrung', rituelle Kämpfe wie der 'Perisean' und Musik wie die Maultrommel-Musik 'Genggong' sind in den Dörfern Lomboks noch immer sehr lebendig und zeugen von einer eigenständigen Inselkultur. Der Film von Ebbo Demant stellt Lombok, die weithin unbekannte Schwesterinsel Balis, vor.

Im Gegensatz zum hinduistisch geprägten Bali sind 85 Prozent der 2,5 Millionen Einwohner Lomboks Moslems.

Schattenbilder
Dokumentation
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
1997
D
Auf der Suche nach dem alten Java

[Sender: 3SAT] [Beginn: 17:00] [Ende: 17:45] [Dauer: 45 min] [SV: 3-350-898]

Die Tempel auf dem Hochplateau Dieng sind die ältesten steinernen Zeugen javanischer Kultur, die mehr als 800 Jahre von indischen Vorstellungen geprägt wurde. Die beeindruckendste Hinterlassenschaft dieser Epoche ist die riesige buddhistische Tempelanlage Stupa Borobodur. 500 Jahre nach ihrer Errichtung sollen heilige Männer die Lehre Mohammeds verbreitet haben. In der Landschaft um den feuerspeienden Berg Merapi scheinen sich gewaltige Naturkräfte und Seelenkräfte zu vereinen: Dort werden gefährlichen Geistern eines Steinbruchs die liebevoll geformten Abbilder eines adligen Brautpaars 'blutig' geopfert. Da steigern sich Gruppen von Reisbauern bei rituellen Reitertänzen in einen Ausnahmezustand, in dem sie sich von mächtigen Geistern besessen erleben. Auf der Suche nach dem alten Java entdecken Karl Schüttler und Klaus Fuhrmann Mythen und Geister.

Sumatra
Reisedokumentation
Genre: Reisedokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
1997
D
Sumatra

[Sender: 3SAT] [Beginn: 17:45] [Ende: 18:30] [Dauer: 45 min] [SV: 88-960-324]

Aktive Vulkane, Bergland und tropischer Regenwald bestimmen den Charakter der sechstgrößten Insel der Erde, die so groß ist wie Deutschland, Österreich und die Schweiz zusammen: Sumatra liegt zwischen Java-See und der Straße von Malakka, durch ihre Mitte verläuft der Äquator. Die Insel verfügt über die größten natürlichen Reichtümer des indonesischen Archipels, zu denen besonders Erdöl, Erdgas, Gummi, Palmöl und Edelhölzer zählen. Während die ökonomische Erschließung in Riesenschritten vorangeht - ein Beleg hierfür ist Bau des 2.500 Kilometer langen Trans-Sumatra-Highways - versuchen dort ansässige Bevölkerungsstämme, ihre kulturellen Wurzeln zu bewahren. So auch die Minangkabau, die größte matrilineare Gesellschaft der Welt, in der die Frauen den Boden besitzen und vererben. Ebbo Demant hat die im Umbruch befindliche Insel Sumatra besucht. Sein Film erzählt von dem Wandel der Gesellschaft, vom Alltagsleben einheimischer Stämme, von malerischen Landschaften sowie von der Pflanzen- und Tierwelt des Dschungels.

12.01.

Iran - Aufbruch in den unbekannten Orient
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
2003
Ö

[Sender: Phoenix] [Beginn: 20:15] [Ende: 21:00] [Dauer: 45 min] [SV: 500-963-560]

Er war der erste Europäer, der in den 1930er Jahren die Wüste Lut im damaligen Persien durchquerte - der österreichische Arzt und Forscher Alfons Gabriel erlebte gemeinsam mit seiner Frau Agnes Kummer einen Orient, wie er westlichen Reisenden bis dahin weitgehend unbekannt war. Die Wüste Lut ist eins der trockensten und heißesten Gebiete der Welt. Es herrschen Temperaturunterschiede von bis zu 70 Grad Celsius. Nicht einmal Bakterien können dort überleben. Der Film von Wolfgang Thaler und Peter Thomsen folgt den Spuren des österreichischen Arzts und Forschungsreisenden Alfons Gabriel. Er zeigt die wichtigsten Stationen von Gabriels Reisen, dokumentiert die unterschiedlichen Wüstenarten - Geröll, Stein und Salz - und beobachtet das heutige Leben der Menschen dort und ihre Strategien, um in diesen unwirtlichen Gebieten zu überleben.

Leben am Mekong
Genre: Reisereportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
2009
F
Fische für den Kormoran
Michel Noll

[Sender: Arte] [Beginn: 19:30] [Ende: 20:15] [Dauer: 45 min] [SV: 801-164]

Rund 65 Millionen Menschen entlang des Mekongs leben von seinem artenreichen Fischbestand. Die Methoden des Fischfangs sind so unterschiedlich wie die Ethnien, die hier leben. In Kambodscha wohnt Nhim Khimley mit ihrer großen Familie auf einem Hausboot auf dem Tonle Sap See, dem größten See Südostasiens. Je nach Wasserstand verändern sie den Ankerplatz ihres schwimmenden Zuhauses. Nur wenn der Pegel stimmt, bleiben in den Netzen genügend Fische hängen und das Überleben der Großfamilie ist gesichert. Doch die Töchter der Familie träumen von einem besseren Leben auf dem Festland. In der chinesischen Region Guilin lebt ein Kormoranfischer mit seiner Familie am Ufer des Li Jiang Flusses. Seine sinkende Fangquote lässt sich teilweise auf die Wasserverschmutzung zurückführen, aber auch auf die neueren Fischfangmethoden seiner Konkurrenten mit Schleppnetzen und Dynamit. Die Kormorane sind ihm ans Herz gewachsen, hat er sie doch aufgezogen und abgerichtet. Aber ihre Fänge ernähren die Familie nicht mehr. So trifft Liuqui Huang eine schwere Entscheidung. Der junge Vietnamese Ah Yiong hat sein ganzes Vermögen in eine kleine Fischzucht investiert. Ein hoher Einsatz für ihn, denn er hat keinerlei Ausbildung im Umgang mit den Fischen. Hinzu kommt die schlechte Wasserqualität, so dass zunächst alle Versuche scheitern, die Fischzucht in einem gesunden Gleichgewicht zu halten.

Kundun
Genre: Biografie
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
1997
USA
Kundun
Martin Scorsese

[Sender: HR] [Beginn: 00:15] [Ende: 02:20] [Dauer: 125 min] [SV: 13-823-218]

Am 6. Juli 1935 kommt der Bauernsohn Lhamo (Tenzin Yeshi Paichang) zur Welt. Zwei Jahre später erkennen tibetische Mönche in ihm die 14. Reinkarnation des Dalai Lama. Der Junge wird von den größten Gelehrten der Nation darauf vorbereitet, das Land zu führen.

1959 floh der Dalai Lama (73) vor den chinesischen Aggressoren nach Nordindien. Er residiert in Dharamsala am Fuße des Himalaya.

13.01.

Die Yunnan-Bahn
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
2008
D
Von Haiphong nach Hekou
Ingmar Trost

[Sender: Phoenix] [Beginn: 20:15] [Ende: 21:00] [Dauer: 45 min] [SV: 500-756-771]

Der Film begleitet ostasiatischen Alltag auf und entlang der Bahnstrecke von Haiphong nach Kunming und taucht immer wieder ein in die bewegte Geschichte der legendären Schmalspurbahn. Entstanden ist ein Roadmovie mit atemberaubend schönen Landschaften und Begegnungen mit zahlreichen Personen in ganz unterschiedlichen Lebensumständen. Zahlreiche Fotos und spektakuläres historisches Filmmaterial machen die Geschichte der Yunnan-Bahn lebendig und entdecken ein längst vergessenes Kapitel französischer Kolonialgeschichte.

Die Yunnan-Bahn
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
2008
D
Von Hekou nach Kunming
Ingmar Trost

[Sender: Phoenix] [Beginn: 21:00] [Ende: 21:45] [Dauer: 45 min] [SV: 500-255-923]

Der zweite Teil startet von der chinesischen Grenzstadt Hekou aus. An Bord eines Güterzuges geht es durch die beeindruckende Berglandschaft der südchinesischen Provinz Yunnan. Die ereignisreiche Reise endet in der Millionenmetropole Kunming.

Leben am Mekong
Genre: Reisereportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
2009
F
Fruchtbare Erde und schwimmende Märkte
Michel Noll

[Sender: Arte] [Beginn: 19:30] [Ende: 20:15] [Dauer: 45 min] [SV: 548-684]

In vielen Regionen entlang des Mekong dreht sich das Leben um den Reisanbau. Das besondere Klima lässt jährlich mehrere Ernten des Getreides zu, das eine gesunde Nahrungsgrundlage für die bevölkerungsreichen asiatischen Länder bildet. Über Jahrtausende haben sich viele Zubereitungsweisen entwickelt, so wird Reis in den unterschiedlichsten Formen angeboten und konserviert. Die Fruchtbarkeit des Mekong-Schwemmlandes lässt auch zahlreiche Obst- und Gemüsesorten gedeihen. Ein buntes Bild dieser frischen Vielfalt bieten die schwimmenden Märkte, auf denen Kleinhändler für ständigen Nachschub sorgen. So sind der Händler Dang van Dong und seine Familie bekannt für die ausgesuchte Qualität ihrer Melonen, die sie flussaufwärts direkt vom Erzeuger holen. Das Familienleben verbindet in Harmonie Arbeit und Freizeit. Doch nicht nur Früchte, Gemüse und Reis gedeihen im günstigen Klima rund um den Mekong, sondern auch Blumen. Hua Minsheng ist Gärtner in Dounan nahe der Hauptstadt der chinesischen Provinz Yunnan. Hier hat der Blumen- den Tabakanbau weitgehend ersetzt. Die empfindliche Ware macht an der elektronischen Börse in Yunnan einen Umsatz von 500 Millionen Dollar im Jahr. In Thailand sind Orchideen ein Exportschlager. Die zarten Blüten garantieren zahlreiche Arbeitsplätze und werden vor allem nach Japan, in die USA und nach Europa ausgeführt. In Ho-Chi-Minh-Stadt, dem ehemaligen Saigon, arbeitet der 29-jährige Nguyen Kuangbao. Er ist Manager einer Investitionsgesellschaft, die weltweit Geschäfte mit Produkten aus der Region macht. Nach dem 'Amerikanischen Krieg', wie der Vietnamkrieg hier genannt wird, lief die Wirtschaft nur langsam an, doch schon bald wuchs sie außergewöhnlich schnell. Auch die gegenwärtige Wirtschaftskrise hat kaum etwas daran geändert.

Baiji - der letzte weiße Delfin
Genre: Tierdokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
2007
D
Der letzte Weiße Delfin
Florian Guthknecht

[Sender: HR] [Beginn: 14:15] [Ende: 15:00] [Dauer: 45 min] [SV: 6-941-771]

Der Baiji, der weiße Flussdelfin Chinas, gilt als das seltenste Säugetier der Welt. Schätzungsweise hundert Tiere leben noch im Jangtse. August Pfluger ist der letzte Europäer, der ihn lebend gesehen hat. Der Schweizer opferte große Teile seines Privatvermögens, gründete eine Stiftung, trommelte Sponsoren zusammen und gewann die renommiertesten Wissenschaftler der Welt für seinen Plan: Auf einer Expedition sollten die letzten Baijis gefunden, eingefangen und in einem eigens vorbereiteten Naturschutzgebiet gezüchtet werden, um ihr Überleben zu sichern. Im Dezember 2006 ist der Traum ausgeträumt. Die Expedition bleibt erfolglos. Es ist die erste Tierart, die ausstirbt, obwohl sie weder gejagt, verzehrt oder dem Menschen gefährlich wird. Der Baiji stirbt aus, weil der Mensch seinen Lebensraum radikal verändert hat. Ausgehend von der Suche nach dem Baiji, macht der Film eine Reise zu den Delfinarten dieser Erde. Denn Delfine sind überall auf der Welt stark bedroht. In einzigartigen Bildern werden die Verhaltensweisen und die Fähigkeiten dieser wunderschönen Geschöpfe gezeigt und verglichen. Am Ende bleibt nur noch eine Hoffnung: Kann wenigstens die zweite Säugetierart gerettet werden, die nur hier im Fluss lebt, der Jangtse-Schweinswal? August Pfluger und sein Team beschließen, den Kampf aufzunehmen.

14.01.

Vietnams vermintes Paradies
Genre: Reportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Regie:
2009
F/D
Therese Engels

[Sender: Arte] [Beginn: 08:00] [Ende: 08:45] [Dauer: 45 min] [SV: 5-117-628]

Im grünen Dickicht des Phong Nha-Ke Ba Nationalparks in Vietnam leben Tiere und Pflanzen, die es sonst nirgendwo gibt. Doch jahrzehntelang wilderten und plünderten die Einheimischen in diesem Garten Eden. Doch seit sie erkannt haben, dass man mit Naturschutz auch Geld verdienen kann, lassen sie sich zu Parkwärtern ausbilden und entfernen die Minen und Blindgänger aus dem Krieg gegen die USA .

Der Nationalpark ist seit 2003 UNESCO-Weltnaturerbe.

Leben am Mekong
Genre: Reisereportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
2009
F
Drachen, Tempel und himmlische Blüten
Michel Noll

[Sender: Arte] [Beginn: 19:30] [Ende: 20:15] [Dauer: 45 min] [SV: 419-627]

Etwa 90 Prozent der Bevölkerung am Mekong ist buddhistisch. Der Fluss selbst gilt als göttlich, der Drachen gilt als heilig. Die Menschen huldigen ihm mit Wasserfesten und Drachentänzen. Wer beim Drachenbootrennen gewinnt, dem ist ein langes Leben versprochen.

Die zum Weltkulturerbe zählenden Tempel von Angkor in Kambodscha zeugen von der Spiritualität der Menschen am Mekong.

15.01.

Das Land hinter dem Eis
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2005
F/D
Zanskar - im Himalaya

[Sender: RBB] [Beginn: 15:15] [Ende: 16:00] [Dauer: 45 min] [SV: 34-151-252]

Politisch liegt Ladakh in einem Brennpunkt: Die indische Provinz im Himalaja grenzt an Tibet und Pakistan. Touristisch ist das 'Land der Gebirgspässe' kaum erschlossen. Die Täler zwischen den 7000er-Gipfeln liegen 3000 Meter über dem Meeresspiegel. Die Luft ist dünn, leichte körperliche Anstrengung wird zur Strapaze. Dennoch lockt die grandiose Landschaft Naturliebhaber in die kaum besiedelte Region. Im Winter führt nur ein Weg durch das schroffe, steile Gebirge: über die Eisfläche des zugefrorenen Chadar-Flusses. Die Filmemacher Anne und Erik Lapied haben sich einem Treck angeschlossen.

Zanskar liegt in der nordindischen Provinz Ladakh zwischen Tibet und Pakistan. Hier herrscht die tibetische Kultur vor. Die rund 10.000 Einwohner sind Buddhisten.

16.01.

Gesichter Asiens
Genre: Auslandsmagazin
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2010
D
Gesichter Asiens

[Sender: ARD] [Beginn: 16:00] [Ende: 16:30] [Dauer: 30 min] [SV: 9-513]

Was tun, wenn die verstorbenen Ahnen im Jenseits einen Rolls Royce fahren möchten? In Singapur kein Problem. Man schickt das Auto hinüber, indem man ein Papiermodell der Luxuslimousine verbrennt. Die 'Gesichter Asiens' aus dem ARD-Studio Singapur berichten über solch religiöse Praktiken der Taoistischen Gemeinde im tropischen Stadtstaat. In Indonesien gehen Robert Hetkämper und sein Team zum Essen auf die Straße: Es gibt Gado Gado, eine indonesische Spezialität. Den kaufen sie beim mobilen Küchenchef an dessen Schubkarre und zeigen, wie er täglich um zufriedene Kunden, saubere Kochgelegenheiten und gegen den Wahnsinnsverkehr in Jakarta kämpft. Erzählt wird auch vom Elefanten mit der Beinprothese: eine bittersüße Geschichte vom Bemühen, den bedrohten Asiatischen Elefanten zu retten.

Gesichter Asiens
Genre: Auslandsmagazin
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2009
D
Gesichter Asiens

[Sender: NDR] [Beginn: 12:15] [Ende: 12:45] [Dauer: 30 min] [SV: 778-564]

Ein Zirkus der Waisenkinder in Kambodscha, Elefanten im Dschungel der Großstadt, der Penis als thailändischer Kultgegenstand und deutsche Würstchen in Singapurs Chinatown - das sind Themen der 'Gesichter Asiens'. In einem Zirkus in der kambodschanischen Stadt Battambang treten Flüchtlingswaisen in einem eigenen Zirkus auf. Die Kinder von Opfern der Roten Khmer überwinden mit ihren Auftritten das Trauma von Armut und Vertreibung. Eine der jungen Artistinnen erweist sich als großes Talent. Eigentlich ist es verboten, aber noch immer bringen Elefantenführer ihre Tiere in Bangkoks Innenstadt. Dort betteln sie um Almosen von den Touristen. Wir begleiten einen jungen Elefanten auf dem Weg über Müllkippen und verstopfte Straßen in die Rotlichtviertel der Stadt. Der 'Lingam' ist ein altes hinduistisches Göttersymbol in Gestalt des Penis. Das buddhistische Thailand hat das Symbol in seine Traditionen übernommen. Das Team des ARD Studios Singapur traf einen religiösen Sammler, der ständig über 2.000 Holzpenisse am Körper trägt - als Schutz gegen Unfälle.

Themen:
Ein Zirkus der Waisenkinder in Kambodscha
Elefanten im Dschungel der Großstadt
Deutsche Würstchen in Singapurs Chinatown
Der Penis als thailändischer Kultgegenstand

17.01.

Im Land der tausend Widersprüche
Genre: Reisedokumentation
Herstellungsjahr:
Originaltitel:
2009
Unterwegs in Indien

[Sender: Phoenix] [Beginn: 21:45] [Ende: 22:30] [Dauer: 45 min] [SV: 500-721-524]

Über eine Milliarde Menschen haben sich in Indien auf den Weg gemacht in die Moderne - dem Land der tausend Widersprüche. Nebeneinander leben sie in unzähligen Welten, die widersprüchlicher nicht sein können.

Vietnams vermintes Paradies
Genre: Reportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Regie:
2009
F/D
Therese Engels

[Sender: Arte] [Beginn: 14:00] [Ende: 14:55] [Dauer: 55 min] [SV: 6-860-104]

Im grünen Dickicht des Phong Nha-Ke Ba Nationalparks in Vietnam leben Tiere und Pflanzen, die es sonst nirgendwo gibt. Doch jahrzehntelang wilderten und plünderten die Einheimischen in diesem Garten Eden. Doch seit sie erkannt haben, dass man mit Naturschutz auch Geld verdienen kann, lassen sie sich zu Parkwärtern ausbilden und entfernen die Minen und Blindgänger aus dem Krieg gegen die USA .

Der Nationalpark ist seit 2003 UNESCO-Weltnaturerbe.

Fremde Kinder
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
Darsteller:
2005
D
Große Schwester Punam
Lucian Muntean
Lucian Muntean (Kamera)

[Sender: 3SAT] [Beginn: 18:00] [Ende: 18:30] [Dauer: 30 min] [SV: 4-441-253]

Das Leben von Punam ist hart. Seit ihre Mutter gestorben ist, trägt die Neunjährige die Verantwortung für ihre beiden jüngeren Geschwister. Der Vater arbeitet den ganzen Tag, damit die drei zur Schule gehen können. Ein Filmteam begleitete Punams Alltag mit der Kamera.

Der Beitrag wurde u.a. 2006 mit dem UNICEF-Preis des Cronograf Dokumentarfilmfestivals in Moldavien ausgezeichnet.

Assam - Im Land der Bienenbäume
Genre: Tierdokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
1999
USA/Ö/GB
Im Land der Bienenbäume
Paul Reddish

[Sender: 3SAT] [Beginn: 20:15] [Ende: 21:05] [Dauer: 50 min] [SV: 67-143-036]

Die Wanderung der Riesenhonigbiene : Jedes Jahr verlassen Tausende Schwärme ihre Heimat in Assam an den Hängen des Himalajas. Am Ufer des Flusses Brahmaputra sammeln sie sich auf speziellen Bäumen.

Laos Wunderland
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
Darsteller:
2005
Ö/USA/D
Laos: Im Reich der Tiger
Harald Pokieser
Harald Mittermüller (Kamera)

[Sender: 3SAT] [Beginn: 21:05] [Ende: 21:50] [Dauer: 45 min] [SV: 8-878-272]

Auf der Pirsch: Eine Expedition der Wildlife Conservation Society macht sich in Südostasien auf die Suche nach dem Indochinesischen Tiger. Etwa 1500 dieser imposanten Großkatzen leben noch in freier Wildbahn, die meisten von ihnen in Kambodscha und Laos; einige von ihnen hoffen die Forscher vor die Linse ihrer ferngesteuerten Kameras und Fotofallen zu bekommen. Sie haben Glück: In den Schutzgebieten in Laos können sie Leoparden und Tiger fotografieren. Doch die unerforschte Wildnis hält noch weitere Überraschungen bereit. In jüngster Vergangenheit wurden neue Tierarten - wie das Wildrind oder der gestreifte Hase - entdeckt. Den Naturschützern gelingen Aufnahmen von Tieren, die selbst Forscher bislang nur vom Hörensagen kannten; sie erkunden Höhlen und Schluchten und drehen die ersten Luftaufnahmen der Landschaft zwischen Mekong-Fluss und Dschungel.

Blindgänger aus dem Vietnamkrieg sind noch heute überall in Laos zu finden. Über zwei Millionen Tonnen Bomben wurden zwischen 1964 und 1973 über dem südostasiatischen Land abgeworfen.

Muss denn Thailand Sünde sein ...
Genre: Reportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Darsteller:
2009
D
Die gute Fee von Pattaya
Jürgen Rapp (Kamera)

[Sender: ZDF] [Beginn: 18:30] [Ende: 19:00] [Dauer: 30 min] [SV: 9-630]

Europoäische Männer im Rentenalter, an ihrer Seite Thai-Mädchen, die ihre Enkelinnen sein könnten - Pattaya am Golf von Thailand ist berühmt für Sextourismus. 'Die Männer machen immer wieder denselben Fehler', seufzt Elfi Seitz , umtriebige Chefredakteurin der deutschen Zeitung im Ort. Sie engagiert sich gegen Pädophile und Sexgangster und organisiert Hilfsprogramme.

Im Vietnamkrieg entdeckten US-Soldaten das damalige Fischerdorf Pattaya als Ferienort.

Macau, China
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2007
D
Insel des Glücks

[Sender: NDR] [Beginn: 06:45] [Ende: 07:00] [Dauer: 15 min] [SV: 3-142-982]

Die Halbinsel Macau im südchinesischen Meer hat die Form einer Krabbe. In der chinesischen Symbolik ist dies ein deutliches Zeichen für Glück. Seit Macau besteht, haben hier Menschen ihr Leben und Vermögen auf's Spiel gesetzt. Früher waren es Seefahrer und Abenteurer, Missionare und Geschäftsleute, heute sind es Glücksritter und Spieler. Das Roulette-Rad steht in Macau nie still, die Stadt gilt als das Las Vegas von Asien. Als Anfang des 16. Jahrhunderts Seefahrer aus Portugal im Perlflussdelta ankerten, fanden sie nur eine kleine Siedlung, in der Fischer zu ihrer Glücksgöttin A-Ma beteten. Auf fremdem, südchinesischem Boden richteten sie einen Stützpunkt ein. Es war der erste in Fernost. Mandarine aus Kanton genehmigten die Niederlassung der Portugiesen, gaben ihnen einen exklusiven Pachtvertrag. Bald wuchs der kleine portugiesische Handelsstützpunkt zu einer Drehscheibe zwischen Ost und West, in der Seide und Silber, Sandelholz und Porzellan in alle Welt verschifft wurden. Macau wurde Sammelpunkt für exotische Waren, aber auch für Missionare und abendländische Kultur. 1999 wurde Macau an China zurückgegeben, ist wie die Schwesterstadt Hongkong wirtschaftliche Sonderverwaltungszone. Längst hatte sich die portugiesische Enklave zu einer chinesischen Metropole entwickelt, dicht besiedelt und modern. Aber Macau ist anders als andere chinesische Großstädte. Es hat das Erbe des Seefahrer-Reiches Portugal erhalten: prachtvolle Händlervillen, schmucke Barockkirchen, abendländische Kultur und Lebensart. Das Geschäft mit dem Glücksspiel, das schon 1847 legalisiert wurde, hat dazu beigetragen, die glanzvolle Vergangenheit zu pflegen. Der Reiz der Stadt besteht in dem Neben- und Miteinander von Ost und West, von zwei Kulturen, die sich über fast ein halbes Jahrtausend vermischten und aufeinander einwirkten.

18.01.

Borneo
Reportage
Genre: Reportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
1990
D
Auf den Spuren von Karl Helbig

[Sender: 3SAT] [Beginn: 16:15] [Ende: 17:00] [Dauer: 45 min] [SV: 29-126-012]

Der Wissenschaftler, Literat und Abenteurer Karl Helbig (1903 - 1991) fuhr 53 Jahre lang zur See: als Kohlenschipper, Heizer und Zahlmeister. So verdiente er sich das Geld für sein Studium und seine Forschungen. Er veröffentlichte 25 Jugend-, Reise- und Fachbücher. Zu den wissenschaftlichen Standardwerken zählt sein Bericht über die Durchquerung der Insel Borneo im Jahr 1937. Diese Expedition war schon allein körperlich und psychisch eine großartige Leistung: Meist zu Fuß legte Helbig in acht Monaten rund 3.000 Kilometer zurück. Über 50 Jahre später reiste ein Fernsehteam auf den Spuren von Karl Helbig nach Borneo.

Die Walfänger von Lamalera
Genre: Reisedokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
1991
D
Ein Bericht aus der Sundasee

[Sender: 3SAT] [Beginn: 17:00] [Ende: 17:45] [Dauer: 45 min] [SV: 3-189-302]

Im Dorf Lamalera in Indonesien leben Walfänger, die auf kleinen hölzernen Booten auf die Sundasee hinausfahren. Die Einheimischen leben vom Walfang, er ist seit Generationen ihre Existenzgrundlage und ihr Handwerk. Sie jagen, um ihren Eigenbedarf zu decken. Ein Wal, so sagen sie, versorge das ganze Dorf zwei Monate lang mit Fleisch. Der Film 'Die Walfänger von Lamalera' fängt die Aufregung und Gefahr des Walfangs ein, der für die Walfänger auch spirituelle Aspekte enthält.

Sumba
Dokumentation
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
1990
D
Insel der Sandelholzpferde

[Sender: 3SAT] [Beginn: 17:45] [Ende: 18:30] [Dauer: 45 min] [SV: 88-706-128]

Sumba, eine der 13.677 Inseln Indonesiens, ist fast in Vergessenheit geraten. Dabei war die Insel einst Ziel arabischer und europäischer Kaufleute. Auf der indonesischen Insel tauschten sie das wohlriechende Sandelholz, Pferde, Schildkrötenpanzer, Ebenholz und Sklaven gegen Seide, Porzellan und Elfenbein. Trotz holländischer Kolonialherrschaft und der Missionsversuche haben die Menschen von Sumba ihre Tradition erfolgreich verteidigt - anders als die Bevölkerung der Nachbarinseln, die sich längst zum Islam, zum Hinduismus oder zum Christentum bekennt. Die aus der Erfahrung mit der Natur entstandene Marapu-Religion und die damit verbundenen Mythen, Legenden und Tabus bestimmen das Weltbild der Sumbanesen. Es ist geprägt von der Verehrung der Ahnen, denen man mitten in den Dörfern eindrucksvolle Megalith-Gräber errichtet. Die gefährlichen Pasola-Reiterkämpfe - alljährlich im Februar, sieben Tage nach Vollmond - sind für die Sumbanesen ein besonderes Ereignis. Das Blut, das beim Pasola vergossen wird, gilt als Zeichen der Fruchtbarkeit. Eine Dokumentation über das von Legenden und Riten geprägte Leben der Inselbewohner von Sumba.

Zur Erinnerung und Mahnung
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2009
D
Itsukushima/Kyoto/Hiroshima - Japanisches Welterbe

[Sender: 3SAT] [Beginn: 20:15] [Ende: 21:00] [Dauer: 45 min] [SV: 2-134-166]

Schintoismus und Zen-Buddhismus, die beiden großen Religionen Japans, treffen auf der Insel Itsukushima zusammen. Der Schinto-Schrein von Itsukushima, auf Pfählen in den Uferschlamm gebaut, mit seinem großen roten Tor, das im Wasser weit vor der Insel steht, ist eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Japans. In alter Zeit durfte Itsukushima nicht betreten werden, denn alles an der Insel gehörte den Göttern - oder war selbst Gott. So glaubten es die Anhänger des Schinto, der alten Ahnen- und Naturreligion. Weniger idyllisch ist die japanische Stadt Kyoto, eine moderne Millionenstadt. Und dennoch, Mitten in der Betonwüste und an ihren Rändern liegen Inseln der Schönheit: buddhistische Klöster und ihre bis ins kleinste Detail gestalteten Gärten. Der Atombombendom, eine kleine Ruine aus rostigem Stahl und bröckelndem Beton, ist das Wahrzeichen der Stadt Hiroshima. Er erinnert an den Abwurf der ersten Atombombe am 6. August 1945. Ein seltsames Wahrzeichen in einer seltsamen Welt. Die USA waren gegen den Eintrag Hiroshimas in die Liste des UNESCO-Welterbes. Sie rechtfertigen den Abwurf der Bombe bis heute. Hiroshima ist nach dem Krieg völlig neu erbaut worden und heute eine geschäftige Großstadt. Es gibt immer noch Atombombenopfer, aber man begegnet ihnen nicht. Sie leben zurückgezogen. Sie passen nicht recht in das moderne Japan. Eine Reise zu drei geschichtsträchtigen Orten Japans.

Japan - Das Wirtschaftswunder ergraut
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
2009
D

[Sender: 3SAT] [Beginn: 21:00] [Ende: 21:30] [Dauer: 30 min] [SV: 2-468-895]

Die 1990er Jahre gelten als das verlorene Jahrzehnt für Japans Wirtschaft. Danach, so hoffte Japan, werde es neue Wirtschaftskraft geben. Es sah sogar gut aus, doch dann kam die Weltwirtschaftskrise und traf das Land mit Exportabschlägen von bis zu 50 Prozent. Aus Deutschlands aufstrebendem Konkurrenten von einst ist ein Leidensgenosse geworden. Das asiatische Land befindet sich in einer schwierigen Lage. Denn inmitten dieser akuten Krise sieht sich das Land zudem mit strukturellen Problemen konfrontiert. Die Alten werden immer älter, und immer weniger junge Menschen kommen nach. So rücken die älteren Menschen in zweierlei Hinsicht in den Mittelpunkt: Auf der einen Seite sollen sie länger arbeiten, um den Unternehmen ihr Wissen zur Verfügung stellen zu können und um die Rentenkassen zu entlasten. Auf der anderen Seite werden gerade sie zu einem wichtigen Inlandsabsatzmarkt, spezielle Produkte und Dienstleistungen für Senioren werden entwickelt. Auch deutsche Unternehmen haben die Chancen erkannt. Neben Treppenliften von Thyssen Krupp ist auch der 'Otto'-Versand vor Ort - mit einer speziellen Linie für diese 'Silbergeneration'. Für die Jüngeren hingegen läuft es schlecht. Sie bekommen nur noch Zeitarbeitsverträge, und ihnen steht weniger Einkommen zur Verfügung. Die Dokumentation 'Japan - Das Wirtschaftswunder ergraut' zeigt, wie sehr sich die einstigen Eroberer der Weltmärkte um ihre eigene Zukunft sorgen, und gibt Einblicke in den Alltag junger und alter Japaner.

Logistik der Massen
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2007
CH/Ö/D
Tokios Bahnsystem

[Sender: 3SAT] [Beginn: 21:30] [Ende: 22:00] [Dauer: 30 min] [SV: 2-467-166]

Der Bahnhof Shinjuku in Tokio hat das höchste Fahrgastaufkommen der Welt: 3,4 Mio. Menschen wühlen sich täglich zu den Zügen! 'hitec' zeigt, wie die Japaner Navigations-, Kontroll- und Frühwarnsysteme entwickeln.

Planet Wissen
Genre: Wissenschaftsmagazin
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Darsteller:
2010
D
Gottesstaat Iran - Pulverfass am Persischen Golf?
Birgit Klaus (Moderation)
Dennis Wilms (Moderation)
Christiane Hoffmann (Gast)

[Sender: WDR] [Beginn: 15:00] [Ende: 16:00] [Dauer: 60 min] [SV: 391-708]

Iran im Juni 2009. Die Präsidentschaftswahlen spalten das Land. Die Bilder von bewaffneten Milizen des iranische Regimes, die auf friedliche Demonstranten einprügeln, erschütterten die Welt. Von den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Regimeanhängern und den Sympathisanten der grünen Bewegung, die vom gemäßigten Reformer Mussawi angeführt werden, erfuhr die weltweite Öffentlichkeit hauptsächlich aus dem Internet. Planet Wissen will zusammen mit der FAZ-Redakteurin Christiane Hoffmann, die fünf Jahre im Iran lebte, den Hintergrund für die Unruhen im Sommer ergründen. Wer steckt hinter der grünen Bewegung und was will die Mehrheit des Volkes tatsächlich? Wer hält die Fäden der Macht im heutigen Iran in der Hand? Planet Wissen wird aber auch zurückblicken in die Zeit als Schah Reza Pahlewi stürzte und Ajatolla Khomeini in den Iran zurückkehrte, um einen islamischen Gottesstaat zu errichten.

19.01.

Legendäre Zugreisen
Genre: Reisereportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
2004
D
Turksib - Die Seidenstraße auf Schienen
Stephan Kühnrich

[Sender: Phoenix] [Beginn: 05:15] [Ende: 06:00] [Dauer: 45 min] [SV: 504-864-567]

Die turkestanischsibirische Eisenbahn ist eine der wenigen Hinterlassenschaften der Sowjetunion, auf die man in Kasachstan bis heute stolz ist. Sie verbindet die Republiken Mittelasiens mit Russland. Die Doku zeigt Land und Leute.

Die 1400 Kilometer lange 'Seidenstraße auf Schienen' führt nach China, Kirgisien, Usbekistan, Turkmenien und in den Iran.

Legendäre Zugreisen
Genre: Reisereportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
2004
D
Rajasthan - Unterwegs auf Schienen zu den Maharadschas
Renate Beyer

[Sender: Phoenix] [Beginn: 06:00] [Ende: 06:45] [Dauer: 45 min] [SV: 503-125-451]

Der nordindische Bundesstaat Rajasthan symbolisiert wie kaum eine andere Region den 'märchenhaften Orient', der die Fantasie des Westens seit jeher beflügelt. Das Land der Rajputen, der stolzen 'Königssöhne', die einst mit unglaublicher Prachtentfaltung zu herrschen verstanden, fasziniert auch heute noch mit seiner atemberaubenden Farbenpracht, seinen spektakulären Festen und geheimnisvollen Bräuchen. Im 'Palace on Wheels', dem legendären Palastzug, der in der Vergangenheit ausschließlich den rajputischen Herrschern zur Verfügung stand, führt die Reise zu den magischen Orten des Landes. Das Filmteam begegnet den Nachfahren derer, die sich noch vor 100 Jahren wie Götter verehren ließen - den Maharajas. Seit 1947 ist der Stand der gottähnlichen Rajputen-Fürsten abgeschafft, und spätestens seit Indira Gandhi, die ihnen in den 70er Jahren rigoros die Einkünfte und Privilegien strich, gibt es keine Feudalherren mehr in Rajasthan. Inoffiziell jedoch werden sie bis heute verehrt und haben oft beträchtlichen Einfluss. Ihre Paläste, die zum Teil zu Nobelhotels umfunktioniert wurden und somit der Öffentlichkeit zugänglich sind, bezeugen den Glanz und Pomp einer Epoche. Auch wenn sie schon lange vorbei ist, wirkt sie dennoch lebendig und trägt zum Tausendundeine-Nacht-Image des Landes bei. Höhepunkte sind beispielsweise Jaisalmer, die goldene Stadt am Rande der Wüste Thar, die blaue Stadt Jodhpur, über der eine der grandiosesten Festungen Indiens thront, oder Udaipur mit seinen Schlössern aus weißem Marmor. Diese Wegmarken in der Geschichte des Landes sind von kulturellen Hochleistungen ebenso geprägt wie von Krieg und Eroberungen. Auch heute noch erzählen die fahrenden Sänger in ihren Balladen von Ruhm und Ehre der Rajputen und von dem 'Jauhar', dem gemeinsamen Selbstmord als letztem Ausweg. Als im 12. Jahrhundert die islamischen Invasoren mit großer Übermacht ins Land einfielen, kämpften die Belagerten bis zum letzten Mann, während ihre Frauen - um nicht den Feinden in die Hände zu fallen - in Hochzeitskleidern den Scheiterhaufen bestiegen. 'Legendäre Zugreisen' ist zu Gast auf einer märchenhaften Hochzeit bei einer Landadelsfamilie in der Nähe von Jodhpur, besucht das große Pilgerfest in Pushkar, wo die Rajputen-Fürsten der Vergangenheit den Segen des Gottes Brahma erbaten, und trifft im Stadtpalast von Udaipur den Maharana Arvind Singh Mewar, dessen Vorfahren einst als die Höchsten aller Maharajas galten.

Das Schwert der Samurai
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Regie:
2005
D
John Wate

[Sender: 3SAT] [Beginn: 20:15] [Ende: 21:00] [Dauer: 45 min] [SV: 2-101-838]

Der Film begleitet die traditionelle Produktion der legendären Samurai-Schwerter von der Stahlschmelze bis zur letzten Politur und zeigt außerdem, wie einige der wenigen Kampfkunstmeister die jahrhundertealte Technik lehren.

In Japan gibt es noch über 600 Schmiede, die das Katana - traditionelles Kampfschwert der Samurai und Shogune - herstellen.

Japan - Der Marathonmönch von Kyoto
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2006
D
Der Marathonmönch von Kyoto

[Sender: 3SAT] [Beginn: 21:00] [Ende: 21:45] [Dauer: 45 min] [SV: 4-722-155]

Der japanische Mönch Hoshino Endo hat sich für eine ganz besondere Art zu beten entschieden: Nacht für Nacht läuft er auf schmalen, steilen Pfaden 30 Kilometer durch die Zedernwälder des Berges Hiei. Der 31-Jährige ist Marathonmönch, ein Gyogia, wie die Asketen des buddhistischen Enryakuji-Ordens genannt werden. In den nächsten drei Jahren will er seine Laufstrecke auf 84 Kilometer pro Nacht steigern. Nach sieben Jahren wird er auf eine Gesamtstrecke von mehr als 38.000 Kilometer kommen. Selbst wenn er mit seiner Leistung jeden Athleten in den Schatten stellt, Hoshino Endo läuft nicht aus sportlichen Ambitionen. Was ihn antreibt, ist die Suche nach Erleuchtung. Über sich hinauszuwachsen, seine eigenen Begierden abzulegen, das ist das Ziel seiner Strapazen. Umkehren kann Hoshino nicht mehr. Einmal begonnen, muss ein Gyogia den Weg bis zu Ende gehen. Ob Krankheit oder Verletzung, ob Taifune oder Schnee, Hoshino wird keinen Kilometer auslassen. Denn sonst bliebe ihm nur der Tod. Eine Waffe für den Suizid trägt er immer bei sich. Knapp sechs Stunden ist Hoshino jede Nacht unterwegs, mindestens eineinhalb Stunden davon betet er: an Tempeln, Schreinen, Bäumen, Steinen und Bächen. 255 heilige Orte auf dem Berg Hiei sind es insgesamt, und jeder hat seine eigenen Regeln. An manchen ist es nur eine kurze Handbewegung, ein dahingeworfenes Wort oder eine Segnung, an anderen eine ausgefeilte Choreografie. Hoshino ist zur Zeit im vierten Jahr seiner Askese. Wenn alles gut geht, wird er in wenigen Jahren ein Heiliger sein. Ingolf Baur hat Hoshino Endo bei seinen Läufen und in seinem Alltag begleitet und dabei eine Ahnung davon bekommen, wie strapaziös die buddhistische Askese ist.

Melaka und Georgetown, Malaysia
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2009
D
Zentren des Fernosthandels

[Sender: 3SAT] [Beginn: 21:45] [Ende: 22:00] [Dauer: 15 min] [SV: 46-284-529]

Melaka und Georgetown sind zwei alte Seehandelsstädte in Malaysia, gelegen an einer der am stärksten befahrenen Wasserstraßen der Welt. Über Jahrhunderte hinweg zogen sie Kaufleute und Handwerker, Seefahrer, Piraten und Glücksritter aus vieler Herren Länder an. Beide Städte sind geprägt von ethnischer und kultureller Vielfalt, von kolonialer Herrschaft und enormen Reichtümern, die dort umgeschlagen wurden. Die Anfänge Melakas reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück. Schnell wurde der Hafen zu einem Knotenpunkt des frühen maritimen Welthandels, strategisch zentral an der Durchfahrt zwischen der malaiischen Halbinsel und der Insel Sumatra gelegen. Bald wurde die Passage zwischen Ost und West nur noch 'Straße von Melaka' genannt. Dort trafen Händler aus China auf indische, arabische und bald auch europäische Kaufleute, vermischten sich Völker und Kulturen. Die Kontrolle über Melaka zu gewinnen, wurde zum erklärten Ziel der portugiesischen Krone. 1511 eroberten die Portugiesen die Stadt und bauten ein mächtiges Fort. 130 Jahre lang konnten sie enorme Gewinne aus ihrem Handelsmonopol mit Fernost ziehen. Dann eroberten die Holländer Melaka und kontrollierten ihrerseits für rund 150 Jahre den lukrativen Handel mit Gewürzen, Opium und Porzellan. Ende des 18. Jahrhunderts übernahmen die Briten die Stadt. Sie gründeten auch die 400 Kilometer nördlich gelegene Handelsstadt Georgetown, die Melaka bald überflügelte. Die Briten prägten das offizielle Gesicht der Stadt mit viktorianischen Verwaltungsbauten, während ein enges Nebeneinander von muslimischen Moscheen, buddhistischen und hinduistischen Tempeln, von chinesischen, indischen, malaiischen Läden und Gewerken das Bild der Altstadt bestimmt. Der Film aus der Reihe 'Schätze der Welt - Erbe der Menschheit' zeigt zwei von ethnischer und kultureller Vielfalt geprägte Seehandelsstädte.

20.01.

Wildes Indonesien
Genre: Naturdokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
2000
GB
Inseln des Feuers
Joe Kennedy

[Sender: Arte] [Beginn: 19:30] [Ende: 20:15] [Dauer: 45 min] [SV: 684-933]

Indonesien ist Teil des Pazifischen Feuergürtels, da die rund 5.000 Kilometer lange Kette aus rund 13.500 Inseln zwischen dem nördlichen Australien und Asien vor 150 Millionen Jahren durch Vulkanausbrüche entstanden ist. Gegenwärtig sind 155 Vulkane in Indonesien aktiv, und mit einem Ausbruch täglich ist die Region das Gebiet mit der größten Vulkantätigkeit der Erde. Auf der abgeschiedenen Insel Komodo führen schwergewichtige Komodowarane Ringkämpfe um ein Weibchen. Auf Sulawesi brüten eigenartig anmutende Hammerhühner riesige Eier im heißen Vulkansand aus. Auf Borneo versuchen Nasenaffen, den gierigen Mäulern lauernder Krokodile zu entkommen. Auf demselben entlegenen Eiland mauert sich ein Helmhornvogelweibchen für drei Monate in ein Baumloch ein, um sich und ihr Küken zu schützen, und lässt sich unterdessen von seinem Männchen mit Feigen füttern. Und Java, eine der Hauptinseln Indonesiens, ist mit über 120 Millionen Einwohnern nicht nur die am dichtesten besiedelte Regionen der Welt, sondern beherbergt auch den größten buddhistischen Tempel: die beeindruckenden Ruinen von Borobudur, die auf das achte Jahrhundert zurückdatiert werden.

Der Herr der Kurilen
Genre: Reportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2003
D
Fischer zwischen Russland und Japan

[Sender: 3SAT] [Beginn: 20:15] [Ende: 21:00] [Dauer: 45 min] [SV: 2-098-310]

Eine alte zweimotorige Propellermaschine durchstößt die Wolkendecke. Erst unmittelbar vor dem Erreichen der Landebahn auf der Insel Iturup, der Hauptinsel des Kurilen-Archipels, bricht der dichte Nebel auf. Dem Besucher der Kurilen, seit vielen Jahren Zankapfel zwischen Russland und Japan, eröffnet sich eine der faszinierendsten Landschaften der Welt. Die dort lebenden Menschen sind geprägt vom lebenslangen Kampf gegen die Naturgewalten wie Stürme, Erdbeben und aktive Vulkane. Der 'Schatz' der Kurilen sind die reichen Fischbestände rund um die Inseln. Fisch-Trawler fangen Lachse, Dorsche und vor allem Krabben, die direkt auf hoher See weiterverarbeitet werden oder in die Fischfabriken an Land gebracht werden, wo die Frauen der Fischer für 7.500 Rubel im Monat, rund 240 Dollar, arbeiten. Etliche Trawler bringen aber auch die in Japan hoch begehrten Hanasaki-Krebse direkt in japanische Häfen. Auf dem Rückweg bringen sie gebrauchte japanische Haushaltsgeräte oder auch mal einen Gebrauchtwagen mit. Alexander Verchowskij, eine schillernde Figur, den die Einwohner den 'Herrn der Kurilen' nennen, hat nach der Wende die maroden, ehemals staatlichen Fischkombinate gekauft und grundlegend modernisiert. Inzwischen baut er auf seine Kosten Straßen, eine Anlegestelle für eine Fährverbindung oder auch Fitness-Studios für seine Mitarbeiter. Verchowskij schafft ständig neue, krisenfeste Arbeitsplätze. Dennoch gibt es viele Einwohner, die den sowjetischen Zeiten nachtrauern, wie das Rentner-Ehepaar Kasakewitsch. Weil die staatliche Rente bei weitem nicht den Lebensunterhalt deckt, muss Frau Kasakewitsch immer noch in einer von Verchowskijs Fischfabriken arbeiten, ihr Mann kümmert sich um den Garten, die Kuh und verkauft illegal gefangene, selbst geräucherte Fische. Der Film 'Der Herr der Kurilen' stellt die Kurilen-Inseln und ihre Bewohner vor.

Sterben für die Firma
Auslandsreportage
Genre: Auslandsreportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2000
D
Arbeits-Stress in Japan

[Sender: 3SAT] [Beginn: 21:00] [Ende: 21:30] [Dauer: 30 min] [SV: 2-339-339]

Karoshi gibt es wohl nur in Japan: Tod durch Überarbeitung. '10000 Menschen sterben jährlich durch Karoshi', schätzt Rechtsanwalt Kawahito, der eine Hilfsorganisation für gestresste Angestellte gegründet hat. 14-Stunden-Schichten, Schikane vom Chef und kaum Urlaub führen zu totaler Erschöpfung bis hin zum Tod oder Selbstmord.

Durchschnittlich 100 Selbstmorde täglich werden in Japan verübt. Der Verlust des Jobs oder das Eingeständnis, dem Arbeitsdruck nicht gewachsen zu sein, gilt dort als Schande.

Und abends ab ins All
Reportage
Genre: Reportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
1997
D
Wie Japaner Freizeit machen

[Sender: 3SAT] [Beginn: 21:30] [Ende: 22:00] [Dauer: 30 min] [SV: 2-321-310]

Die jungen Besucher von 'Namja-Town', dem modernsten Vergnügungspark in Japan, sind auf der Flucht: vor dem Alltag, vor räumlicher Enge, vor Gruppenstress und Leistungsdrill. Nirgendwo auf der Welt gibt es so viele Erlebnisparks wie im Land der aufgehenden Sonne. Da können einem im 'Space World' schon mal die Weltraumbrocken um die Ohren fliegen, während man per Achterbahn durch Schwarze Löcher rast, bis man schließlich vom schwankenden Zuschauerparkett aus in der virtuellen Raumstation 'Cosmopia' andockt. Da reisen die Besucher mit dem Traumschiff nach Hawaii, tauchen ab in künstliche Erlebniswelten, die echter als die Realität sein wollen. Die Erlebnisparks sind der kürzeste Weg vom Alltag in den Traumurlaub. Thomas Euting beschreibt in seinem Film den Urlaub von morgen. Ein Film über Menschen, die im Alltag kaum noch Zeit haben für Fantasie und sich diese deshalb kaufen.

Alltag in Nordkorea - Unterm Roten Stern
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Darsteller:
2005
D
Unter dem Roten Stern
Elke Werry (Kamera)

[Sender: NDR] [Beginn: 15:15] [Ende: 16:00] [Dauer: 45 min] [SV: 5-736-827]

Auf dem Land Erntebrigaden und revolutionäre Musik, in der Hauptstadt Aufmarschplätze, Heldenstatuen, gigantische Plattenbauten: das ist die Volksrepublik Korea. Haushohe Plakate und Parolen preisen den 'Großen Führer' (den verstorbenen Kim Il Sung) oder den 'Lieben Führer' (seinen Sohn Kim Jong Il). Das Autorenteam aber interessiert sich mehr für einfache Bürger wie Frau Ko und Herrn Ri.

Nach Schätzungen gibt Nordkoreas Führung mehr als ein Drittel seines Jahresbudgets für Rüstung aus.

21.01.

Wildes Indonesien
Genre: Naturdokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
2000
GB
Unterwasserwunderwelt
Joe Kennedy

[Sender: Arte] [Beginn: 19:30] [Ende: 20:15] [Dauer: 45 min] [SV: 566-082]

Die Korallenriffe sind die Regenwälder des Meeres. Während der Büffelkopf-Papageifisch sich von lebenden Korallen ernährt, senden im Wasser schwebende Sepia pulsierende Leuchtsignale aus, um ihre Beute anzulocken. Ein zwölf Meter langer Walhai durchstreift das Meer. Er ist Vegetarier und ernährt sich von winzig kleinem Plankton, obwohl er mit seinem Maul einen Menschen verschlingen könnte. Die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt Indonesiens beherbergt Zwergseepferdchen, die nicht größer als ein Fingernagel sind, und Fledermausfische, die sich als wassergetränkte Mangrovenblätter getarnt über dem Meeresboden treiben lassen. Und der Karnevalstintenfisch ist ein geradezu meisterhafter Verwandlungskünstler. Er kann sowohl eine knapp über dem Meeresboden schwimmende Flunder nachahmen als auch eine tödliche Seeschlange oder einen giftigen Feuerfisch. Im Einklang mit dieser faszinierenden Tier- und Pflanzenwelt leben die Badjo, ein Volk von Seenomaden, nahe der Insel Sulawesi. Früher verbrachten sie ihr ganzes Leben auf Schiffen. Mittlerweile haben sie jedoch über den Korallenriffen zahlreiche Dörfer auf Stelzen errichtet. Ihre Kinder halten als Haustiere weder Hunde noch Katzen, sondern riesengroße Fregattvögel, die ausgezeichnete Flieger sind und ihren Namen von Seeleuten erhalten haben.

Von Geishas und Gameboys
Genre: Magazin
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
1994
D
Japan im Umbruch

[Sender: 3SAT] [Beginn: 20:15] [Ende: 21:00] [Dauer: 45 min] [SV: 2-065-082]

In Japan herrscht Aufbruchsstimmung. Damit ist kein neuer Wirtschaftsboom gemeint, auch keine revolutionäre High-Tech-Erfindung. Es geht um Japans junge Generation, die sich gegen Leistungswillen, Gruppenzwang und Konformismus wehrt. Sie trägt Levis und Armani, hört Prince und Madonna, steht auf Cheeseburger und Coke. 3sat berichtet vom neuen Lebensgefühl der japanischen Jugend.

scobel
Genre: Diskussion
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2010
D
Japan: Land der untergehenden Sonne?

[Sender: 3SAT] [Beginn: 21:00] [Ende: 22:00] [Dauer: 60 min] [SV: 2-982-334]

Gängige Assoziationen reichen von Zen-Buddhismus über quitschige Popkultur, Kalligrafie, Manga-Girls, Schintoismus, Geishas bis zum Turbokapitalismus. Japan ist ein Land mit einer jahrtausendealten Kultur, das aber westliche Strömungen aufnimmt und sie teilweise an Radikalität noch übertrifft. Das hypermoderne Japan galt in den 1990er Jahren als Vorreiter in modernen Technologien wie High-Tech-Computer und Miniaturisierung, setzte in der Autoindustrie modernste Standards und brillierte durch außergewöhnliche Management-Verfahren wie Justin-Time-Production, Qualitätszirkel und Kaizen - eine Lebens- und Arbeitsphilosophie. Wie ist Japan dieser Spagat in so kurzer Zeit im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne gelungen? Wie konnte das Land einen der ersten Plätze in der globalisierten Welt erringen? Und was führte dazu, dass Japan nach einem Boom bis in die 1990er Jahre hinein in eine schwere Rezession geriet, die bis heute nicht überwunden ist? Was ist aus dem einstigen Erfolgsmodell geworden? Wo liegen die Chancen des Landes - und was können wir immer noch von Japan lernen? Gert Scobel diskutiert mit Gästen über Japan, seine Traditionen und die Suche nach der Zukunft.

Das verborgene Schwert
Genre: Drama
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
2004
JAP
Kakushi ken oni no tsume
Yoji Yamada

[Sender: 3SAT] [Beginn: 22:25] [Ende: 00:35] [Dauer: 130 min] [SV: 27-107-112]

Samurai Munezo (Masatoshi Nagase) gerät in einen doppelten Konflikt: Er liebt die Bedienstete Kie, was die Standesunterschiede verbieten. Seinen Ex-Freund Yaichiro (Yukiyoshi Ozawa) soll er im Zweikampf stellen.

In fast meditativen Einstellungen zeigt der Film, dass man einen Schwertkampf ins Bild setzen kann, auch ohne die Figuren in artistischen Zirkusnummern durch die Lüfte sausen zu lassen.

Vietnam in einem Zug - Eine Reise mit den 'Moritzburgern'
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2008
D
Eine Reise mit den 'Moritzburgern'

[Sender: NDR] [Beginn: 20:15] [Ende: 21:00] [Dauer: 45 min] [SV: 571-605]

1.700 Kilometer lang ist die Strecke von Hanoi nach Ho-Chi-Minh-Stadt (früher: Saigon). 40 Stunden braucht der Zug dafür. Die Vietnamesen nennen ihn den 'Wiedervereinigungsexpress'. In Hanoi ist Tran Duong eingestiegen, ein älterer Herr. Eingeklemmt zwischen den Gemüsekörben mitreisender Bauern, erklärt er mit leicht sächsischem Akzent: 'Ohne deutsche Kultur kann ich nicht leben.' Während der Fahrt durch Reisfelder, entlang des blauen Meeres, vorbei an grauen Bergen deklamiert er Goethe-Gedichte. Einst hat er für die Honeckers übersetzt, und noch immer arbeitet er als Dolmetscher für deutsche Besucher. Die zierliche Dame neben ihm ist etwa gleichaltrig. Während des Vietnamkrieges war sie Funkerin. Ihre Elektrotechnik-Ausbildung hat sie als junges Mädchen in Dresden gemacht. Lesen und schreiben lernte sie im benachbarten Moritzburg. Dort ist auch Tran Duongs Liebe zur deutschen Poesie ist erwacht. Die beiden Reisenden sind unterwegs nach Ho-Chi-Minh-Stadt, zu einem Treffen mit anderen 'Moritzburgern'. Vor mehr als 50 Jahren hatten Dresden und die kleine sächsische Gemeinde Moritzburg rund 350 vietnamesische Kinder verdienter Kämpfer gegen die französische Kolonialherrschaft aufgenommen und ihnen eine Schul- und Berufsausbildung ermöglicht. Aktivität, Fleiß und Arbeitseifer seien hier in ihnen geweckt worden, sagen sie heute. Fast alle haben in Vietnam Karriere gemacht. Der Zug hält in der alten Kaiserstadt Huê. Die Pensionen am Fluss werden oft von Managern geführt, die gut Deutsch sprechen, denn sie haben in der DDR studiert. Auch Englisch ist gefragt: Viele ehemalige GIs kommen auf Nostalgie-Tour, wollen wissen, was die Vietnamesen heute von Amerika halten. 40 Kilometer vor Ho-Chi-Minh-Stadt befinden sich die kilometerlangen Tunnelsysteme von Cu Chi. Heute kriechen ergraute Partisanen zusammen mit Kriegsveteranen aus den USA durch die - inzwischen verbreiterten - Tunnel. Die Fahrt endet im Bahnhof von Ho-Chi-Minh-Stadt. Auf dem Bahnhofsschild steht Saigon - Pragmatismus auf Vietnamesisch. Es ist heißer, lauter, voller als in Hanoi: Shoppingcenter, Banken, eine Skyline wie überall auf der Welt. Doch neben der Cola-Werbung hängen politische Parolen. Oben weht die rote Fahne, unten tobt das Business. Die Vietnamesen kriegen das alles unter einen Hut - lächelnd versteht sich.

22.01.

Wildes Indonesien
Genre: Naturdokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
2000
GB
Magischer Dschungel
Joe Kennedy

[Sender: Arte] [Beginn: 19:30] [Ende: 20:15] [Dauer: 45 min] [SV: 592-464]

In den tropischen Urwäldern von Borneo, Sumatra und Java leben Indische Elefanten und Sumatra-Nashörner. Frühmorgens hallt die Luft über den Wipfeln von den Balzrufen der Gibbons wider. Auch die Orang-Utans bleiben lieber oben auf den Bäumen, wo sie vor dem umherstreifenden Sumatra-Tiger sicher sind.

Orang Utans werden in freier Wildbahn bis zu 90 kg schwer. Ihre ausgestreckten Arme können bis zu 2,25 m lang sein.

Felix und die wilden Tiere
Genre: Reportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
Darsteller:
2002
D
Die Affen mit den lustigen Nasen
Andreas M. Reinhard
Felix Heidinger (Moderation)

[Sender: 3SAT] [Beginn: 06:35] [Ende: 07:00] [Dauer: 25 min] [SV: 16-900-613]

Ein bisschen sehen Nasenaffen aus, als wären sie einem Comic entsprungen: Ihre Gesichtszinken sind schon enorm. Felix hat die ulkigen Affen auf Borneo besucht, denn nur dort leben sie. Mit ihm zusammen könnt ihr den Affenchef Johnny beobachten, der Ärger mit den Nachbarn und dem eigenen Harem bekommt.

Das Mädchen aus dem Steinbruch
Genre: Reportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2009
D
Ein Schicksal aus Indien

[Sender: 3SAT] [Beginn: 12:30] [Ende: 13:00] [Dauer: 30 min] [SV: 8-044-754]

März 2009 in Duisburg: Die 23-jährige Mahalakschmi steht im Blitzlichtgewitter der Fotografen - an der Seite von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dass sie einmal einen Tag wie diesen erleben würde, hätte die junge Frau aus Indien noch vor einigen Jahren nicht einmal zu träumen gewagt. Denn sie musste als kleines Mädchen in den Steinbrüchen von Kailasapuram in Südindien schuften. Schon als Zwölfjährige half Mahalakschmi ihrer Mutter bei der schweren Arbeit, da das Geld knapp war. Mit vier Geschwistern und den Eltern wohnte sie in einer winzigen Hütte direkt neben dem Steinbruch. Ein gefährlicher Ort, aber Vater Kaveri konnte sich keine sichere Wohnung leisten. Er arbeitete als Sprengmeister, entzündete die kurzen Lunten der Sprengsätze mit dem Streichholz und rannte dann jeden Tag um sein Leben. 'Ich habe Angst davor, dass die herumfliegenden Felsbrocken irgendwann unser Haus treffen', erzählte die schüchterne Mahalakschmi Reporter Martin Buchholz 1998. Zehn Jahre später kehrt der Reporter nach Südindien zurück. Was ist aus Mahalakschmi und ihrer Familie geworden? Wie leben sie heute? Der Film 'Das Mädchen aus dem Steinbruch' schildert den Weg einer jungen Inderin in ein selbstbestimmtes besseres Leben.

Die Magie der Mongolei
Genre: Naturdokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
Darsteller:
2006
Ö
Die Magie der Mongolei
Heinz Leger
Heinz Leger (Drehbuch)

[Sender: RBB] [Beginn: 21:00] [Ende: 21:45] [Dauer: 45 min] [SV: 6-767-193]

Die Mongolei, viermal so groß wie Deutschland, ist ein Land der Gegensätze. Endlose Steppen, schroffe Gebirgszüge oder die Wüste Gobi - der zentralasiatische Staat ist vielfältig. Der RBB stellt das Land vor.

Das mongolische Wildpferd Takhi war 1969 in freier Wildbahn ausgestorben. Dank Zuchtprogrammen der Zoos in Prag und Wien wird es seit 1997 wieder ausgewildert.

23.01.

Kundun
Genre: Biografie
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
Darsteller:
1997
USA
Kundun
Martin Scorsese
Gyurme Tethong (Dalai Lama im Alter von 12 J

[Sender: MDR] [Beginn: 23:00] [Ende: 01:00] [Dauer: 120 min] [SV: 5-410-236]

Am 6. Juli 1935 kommt der Bauernsohn Lhamo (Tenzin Yeshi Paichang) zur Welt. Zwei Jahre später erkennen tibetische Mönche in ihm die 14. Reinkarnation des Dalai Lama. Der Junge wird von den größten Gelehrten der Nation darauf vorbereitet, das Land zu führen.

1959 floh der Dalai Lama (73) vor den chinesischen Aggressoren nach Nordindien. Er residiert in Dharamsala am Fuße des Himalaya.

24.01.

Zur Ehe verurteilt
Dokumentation
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
2009

[Sender: Phoenix] [Beginn: 19:15] [Ende: 20:00] [Dauer: 45 min] [SV: 500-325-279]

Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ist in der traditionellen hinduistischen Gesellschaft des indischen Bundesstaates Rajasthan bloß ein Traum. Nach wie vor sind Frauen den Männern untergeordnet und dürfen nicht selbst über ihr Leben und ihre Zukunft bestimmen. Höhere Schulbildung und Berufsausbildung werden den Mädchen meist verwehrt, und auch der künftige Ehepartner wird von den Eltern bestimmt.

Melaka und Georgetown, Malaysia
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2009
D
Zentren des Fernosthandels

[Sender: 3SAT] [Beginn: 06:00] [Ende: 06:15] [Dauer: 15 min] [SV: 9-546-279]

Melaka und Georgetown sind zwei alte Seehandelsstädte in Malaysia, gelegen an einer der am stärksten befahrenen Wasserstraßen der Welt. Über Jahrhunderte hinweg zogen sie Kaufleute und Handwerker, Seefahrer, Piraten und Glücksritter aus vieler Herren Länder an. Beide Städte sind geprägt von ethnischer und kultureller Vielfalt, von kolonialer Herrschaft und enormen Reichtümern, die dort umgeschlagen wurden. Die Anfänge Melakas reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück. Schnell wurde der Hafen zu einem Knotenpunkt des frühen maritimen Welthandels, strategisch zentral an der Durchfahrt zwischen der malaiischen Halbinsel und der Insel Sumatra gelegen. Bald wurde die Passage zwischen Ost und West nur noch 'Straße von Melaka' genannt. Dort trafen Händler aus China auf indische, arabische und bald auch europäische Kaufleute, vermischten sich Völker und Kulturen. Die Kontrolle über Melaka zu gewinnen, wurde zum erklärten Ziel der portugiesischen Krone. 1511 eroberten die Portugiesen die Stadt und bauten ein mächtiges Fort. 130 Jahre lang konnten sie enorme Gewinne aus ihrem Handelsmonopol mit Fernost ziehen. Dann eroberten die Holländer Melaka und kontrollierten ihrerseits für rund 150 Jahre den lukrativen Handel mit Gewürzen, Opium und Porzellan. Ende des 18. Jahrhunderts übernahmen die Briten die Stadt. Sie gründeten auch die 400 Kilometer nördlich gelegene Handelsstadt Georgetown, die Melaka bald überflügelte. Die Briten prägten das offizielle Gesicht der Stadt mit viktorianischen Verwaltungsbauten, während ein enges Nebeneinander von muslimischen Moscheen, buddhistischen und hinduistischen Tempeln, von chinesischen, indischen, malaiischen Läden und Gewerken das Bild der Altstadt bestimmt. Der Film aus der Reihe 'Schätze der Welt - Erbe der Menschheit' zeigt zwei von ethnischer und kultureller Vielfalt geprägte Seehandelsstädte.

Isfahan, Iran - Spiegel des Paradieses
Dokumentation
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2000
D
Isfahan - Spiegel des Paradieses

[Sender: NDR] [Beginn: 06:45] [Ende: 07:00] [Dauer: 15 min] [SV: 3-988-786]

Den Reisenden des 16. Jahrhunderts mag sie wie eine Fata Morgana erschienen sein, die Metropole des persischen Schahs Abbas. Nach Monaten beschwerlichen Reisens durch die Wüste, betörte die Oase die Sinne mit ihren Farben, Lichtern und Gerüchen. Diese Faszination ist bis heute nicht verblasst. Als Schah Abbas 1598 Isfahan zu seiner Hauptstadt macht, steht sein Plan fest: eine moderne Stadt nach dem Vorbild der Paradiesgärten des Korans zu bauen. Der größte Platz der Welt - der Meidan e Schah - entsteht, umsäumt von Palästen, Moscheen und Gärten, die die Menschen in Erstaunen versetzen. Vor seinem Palast Ali Qapu kann der Herrscher die ganze Anlage überblicken: die majestätische Königsmoschee, die Privatmoschee der königlichen Familie - ein Meisterwerk der Fayence-Architektur - und den imposanten Basar. Die Halbkuppeln der Königsmoschee erscheinen wie Wasserbecken, in denen sich der Himmel wie ein Tor zum Jenseits spiegelt. Der Film versucht, die Botschaft der Erbauer zu entschlüsseln, die Jahrzehnte an dieser Idee gearbeitet haben, die Verbindung zwischen Glauben und Architektur als ihrem sichtbarsten Ausdruck erlebbar zu machen.

Eisenbahn-Romantik
Dokumentation
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2009
D
Nilgiri Mountain Railway

[Sender: SWR] [Beginn: 16:45] [Ende: 17:15] [Dauer: 30 min] [SV: 1-107-366]

Im Südwesten des indischen Subkontinents beeindrucken die Nilgiris, die 'Blauen Berge', durch ihre unberührte, wildromantische Landschaft. Auf einer Höhe von mehr als 2.000 Metern ist es im Sommer angenehm kühl. Dank der hohen Niederschlagsmenge gedeihen Teebüsche in den weiten Gebirgstälern besonders gut. Herrliche Teeplantagen prägen daher das Bild der Nilgiris. Früher wurde der Tee mit der Nilgiri Mountain Railway abtransportiert. Doch eigentlich wurde die Strecke für britische Kolonialherren und indische Adlige gebaut. Sie verbrachten die Sommer in den angenehm kühlen Bergen, noch heute stehen hier Hotels im Kolonialstil. Die Endstation auf einer Höhe von mehr als 2.300 Metern ist Udagamandalam, sie wird ehrfurchtsvoll 'Queen of Hillstations' genannt. Heute zuckelt der indische Mittelstand im Touristenzug hinauf.

Fernweh
Genre: Reisereportage
Originaltitel:
Hainan

[Sender: BR] [Beginn: 17:05] [Ende: 17:30] [Dauer: 25 min] [SV: 1-441-637]

Hainan - Chinas Hawaii lockt als Tropenparadies und mit dem Ende der Welt. Einsam, weit abgelegen von jeglicher menschlichen Behausung, so stellt man sich das Ende der Welt vor. Umso größer die Verblüffung, wenn man dort ankommt: Zahlreiche Menschen drängeln sich um ein paar öde Felsen, von Ruhe und Einsamkeit keine Spur. Das 'Ende der Welt' ist längst zu einem beliebten Ausflugsziel geworden. Das war nicht immer so: Im alten chinesischen Kaiserreich hatte man in Ungnade gefallene Beamte zur Strafe auf diese abgelegene Insel im äußersten Süden Chinas verbannt. Was sie dort erwartete, palmengesäumte, einsame Sandstrände, grüne Berge und üppiger Regenwald, macht heute den Reiz der Insel Hainan aus. Erst allmählich wird das Tropenparadies, das sich gerne mit dem Beinamen 'Hawaii Chinas' schmückt, für den Tourismus erschlossen.

25.01.

Kulinarische Schatzsuche in Asien
Genre: Reportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
2007
D
Der Foodhunter in Nordindien
Bernd Girrbach

[Sender: Phoenix] [Beginn: 21:00] [Ende: 21:45] [Dauer: 45 min] [SV: 500-598-187]

Sein Geschmackssinn ist sein Kapital. Mark Brownstein reist im Auftrag internationaler Spitzenköche in die entlegensten Winkel dieser Erde, um nach unbekannten oder vergessenen Speisen und Zutaten zu suchen. In der ersten Folge spürt er in Kaschmir das teuerste Gewürz der Welt auf: Safran.

Der US-Amerikaner Mark Brownstein zog 1997 nach Hongkong. Dort machte er seine Leidenschaft - das Essen - zum Beruf.

Der Sari
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2009
D
Ein Rausch der Farben

[Sender: Arte] [Beginn: 16:55] [Ende: 17:40] [Dauer: 45 min] [SV: 7-373-854]

Der Sari - kunstvoll gewebt, mit Stickereien verziert oder mit Perlen bestickt, aus Seide, Chiffon, Baumwolle oder Kunstfaser - ist das bekannteste Kleidungsstück Indiens. Ein Stück Stoff, das nur einen guten Meter breit ist, aber fünf Meter lang. In über hundert Wickeltechniken hüllt der Sari seine Trägerin elegant ein, lässt sie grazil und weiblich erscheinen. Bis heute prägen Frauen im Sari das Straßenbild Indiens. In den Slums von Mumbai entstehen in mühsamer Handarbeit wunderschöne Gewänder, die nur wenige Kilometer weiter in exklusiven Geschäften teuer verkauft werden. Bis heute ist es üblich, im Sari zu heiraten, und bei einer traditionellen indischen Hochzeit mit mehreren Hundert Gästen gehört es einfach dazu, einen Sari zu tragen. Die Materialfülle, seine Wandlungsfähigkeit, die Pracht der Farben und Verzierungen machen den Sari bis heute so populär, so dass auch immer mehr Designer mit ihren Entwürfen den Sari weit über die Grenzen Indiens hinaus bekanntgemacht haben. Bis zu 15.000 Euro kann so ein gutes Stück schon mal kosten, am Straßenrand ist es dagegen für umgerechnet nicht mal 20 Cent zu bekommen. Der Sari ist ähnlich wie die Filmindustrie 'Bollywood' zum Symbol einer stolzen Nation geworden. Indien ist längst nicht mehr ein Synonym für Armut und Dritte Welt. Die Globalisierung hat aus dem Schwellenland eine Weltmacht werden. Die Dokumentation zeigt den Sari in all seinen Facetten: vom Entstehungsprozess des handgefertigten, gewebten Paithani-Saris, dessen Tradition über 3.000 Jahre alt ist, über den Alltag der Sari-Wäscher von Dhobi Ghat bis hin zum Sari-Fotoshooting und einer großen Hochzeit mit prachtvollen indischen Gewändern.

Auf dem Rücken der Pferde
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2007
D
Steppenreiter in Kirgistan

[Sender: 3SAT] [Beginn: 14:00] [Ende: 14:45] [Dauer: 45 min] [SV: 7-714-309]

Die Bewohner Kirgistans verstehen sich als Nachfahren des großen Mongolenfürsten Dschingis Khan. Sie behaupten von sich, ihre Söhne könnten reiten, bevor sie laufen lernen. Mehr als 3.000 Jahre lang züchteten sie Pferde, die in ihrer Genügsamkeit an die rauen Bedingungen des Nomadenlebens ideal angepasst sind. Aber 70 Jahre Kommunismus haben tiefe Spuren in der kulturellen Identität des zentralasiatischen Landes hinterlassen. Unter den Sowjets konnte das zierliche Kirgisenpferd nicht einmal mehr als Fleischlieferant bestehen. Pferderennen und Reiterspiele wurden ebenso abgeschafft wie die umherziehenden Barden und ihre typische Musik. Die französische Pferdeexpertin Jacqueline Ripart bemüht sich nun darum, die Zucht des kirgisischen 'Urpferdes' neu zu beleben. Damit Stuten und Hengste wieder zusammenfinden, veranstaltet sie am Issyk-Kul, einem der höchsten und schönsten Bergseen der Welt, alljährlich ein großes Reiterfestival. Berittene Bogenschützen, Bänkelsänger und die Jagd mit Adlern und Hunden gehören ebenso zum Programm wie der Ringkampf auf Pferden und natürlich Ausdauerrennen über Stock und Stein. Der Film 'Auf dem Rücken der Pferde' begleitet die Pferdeexpertin Jacqueline Ripart bei ihren Bemühungen, die Zucht des kirgisischen 'Urpferdes' neu zu beleben.

Die Diener des Sultans
Dokumentation
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
1996
D
Von Geistern und Menschen in Java

[Sender: 3SAT] [Beginn: 16:15] [Ende: 17:00] [Dauer: 45 min] [SV: 29-962-816]

Nirgendwo auf der Welt leben mehr Muslime als im Inselstaat Indonesien. Allein auf Java bekennen sich rund 100 Millionen Menschen zur Lehre Mohammeds. Nur langsam konnte sich der Islam ab dem 15. Jahrhundert in der durch Hinduismus und Buddhismus geprägten Kultur durchsetzen. Altes vermischte sich mit Neuem - so stark, dass viele Javaner sogar von einer eigenen javanischen Religion sprechen. Der Kraton, der Palast des Sultans von Yogyakarta, ist ein Ort geheimnisvoller Zeichen, prächtiger Aufmärsche und Rituale, bei denen der Reis als Hauptnahrungsmittel und Symbol der Fruchtbarkeit die größte Rolle spielt. Die hochstilisierten Tänze der Inselbewohner sind Ausdruck javanischer Ideale: absolute Selbstkontrolle, Freiheit von Emotionen und Harmonie. Typisch für die Menschen auf Java ist auch die Nähe zu ihrem jeweiligen Herrscher. Sie verleiht nach traditionellem Glauben spirituelle Kraft und damit Glück. So kommt es, dass die meisten der 2.000 Hofbeamten ehrenamtlich zu dienen bereit sind. Film über das Leben und den Glauben der Menschen auf Java.

Indiens geheimnisvolle Inseln
Genre: Reisereportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2002
D
Im Golf von Bengalen

[Sender: 3SAT] [Beginn: 17:00] [Ende: 17:45] [Dauer: 45 min] [SV: 3-925-106]

Inmitten des Golfs von Bengalen liegen die Inseln der Andamanen und der Nicobaren, ein indisches Unionsterritorium. Es sind 298 Eilande, die sich über 700 Kilometer Länge ausbreiten. Die Inseln waren noch bis vor Kurzem ein weißer Fleck auf der Landkarte, und bis heute sind die Nicobaren für Ausländer gesperrt. Dabei gibt es dort traumhaft schöne Strände, tiefe, unberührte Regenwälder mit einer intakten Natur und Elefantenführer mit ihren Tieren. Das Leben der Eingeborenen, die auf einzelnen Inseln in den Regenwäldern siedeln, ist heute nicht anders als vor Tausenden von Jahren. Einige der Stämme, wie die Schompen, sind vom Aussterben bedroht. Nur noch 300 Schompen leben auf Great Nicobar, der größten Nicobaren-Insel. Auf den Inseln leben auch Inder, die aus den großen Städten des Festlands dorthin gezogen sind. Der Film 'Indiens geheimnisvolle Inseln' stellt diesen entlegenen Teil der Welt und die Menschen, die dort leben, vor.

Indiens wilde Esel
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
2005
D/USA

[Sender: HR] [Beginn: 14:15] [Ende: 15:00] [Dauer: 45 min] [SV: 6-652-835]

Wenn Bauer Punja nachts sein Feld gegen Wildesel verteidigt, geht es um die Existenz seiner Familie. Aber auch für den Wildesel geht es ums Überleben. Sein Eigensinn, sein Mut und seine Durchsetzungsfähigkeit könnten bald seine entscheidende Stärke sein. Der Hausesel ist aus der afrikanischen Variante des Wildesels entstanden. Die asiatischen Wildesel jedoch haben sich bis heute der Domestizierung widersetzt. Im Westen Indiens lebt in einer der extremsten Landschaften der Khur, der 'Indische Wildesel'. Aus dem 'Kleinen Rann von Kutch' wird nach den Überflutungen durch den Monsun alljährlich eine Salzwüste, ein Glutofen. Die Genügsamkeit der Wildesel ist in dieser Region legendär. Da aber immer mehr Rinder, Schafe und Ziegen auch die letzten grünen Inseln des Schutzgebietes 'Kleiner Rann' und seiner Randzonen niedermachen, sind die Wildesel ihrerseits zum Angriff übergegangen. Auf breiter Front fressen sie sich nachts durch Baumwoll- und Hirsefelder, die am Rande des 'Kleinen Rann' angelegt wurden - von Bauern, die oft zu den Ärmsten der Armen gehören. Unerklärliche Todesfälle unter den Wildtieren werden bereits als Lossagung von einer bislang praktizierten Toleranz gedeutet.

26.01.

Kulinarische Schatzsuche in Asien
Genre: Reportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
2007
D
Der Foodhunter in Südindien
Bernd Girrbach

[Sender: Phoenix] [Beginn: 21:00] [Ende: 21:45] [Dauer: 45 min] [SV: 500-398-688]

Mark Brownstein sucht unbekannte Speisen oder Zutaten, um sie Spitzenköchen in aller Welt anzubieten. In Südindien entdeckt er 'Shakara', einen malzigen Palmzucker. Als er entlang Keralas Wasserwegen dem 'Toddy' nachspürt, einer Art Kokospalmen-Most, stößt er auf einen hausgemachten 'Toddy-Essig', der ihn begeistert. Daneben erkundet Mark Südindiens Küche. Sie ist leicht, bekömmlich, vegetarisch - genau das ist in New Yorker Restaurants zurzeit gefragt. Auch Südindiens appetitliche Frühstücks-Snacks studiert er, arbeitet für einen Tag in einer Bäckerei mit. Eher zufällig findet er in den Kaffeeplantagen 'Kodampoli', eine extrem saure Frucht, die Farmarbeiter überm Feuer trocknen. Ein Bauer kocht sie gar zu einer dicken Essenz ein. Ihr sauerrauchiger Geschmack ist einzigartig und in der Gourmet-Gastronomie bisher unbekannt - ein echter Fund. Mark fliegt nach Shanghai, trifft Chinas Starkoch Jeremie Leung. Was wird der zu Kodampoli sagen? Was wird er aus daraus kochen?

Sprungbrett Ausland
Reportage
Genre: Reportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2006
D
Freiwilligendienst in Indien

[Sender: WDR] [Beginn: 07:50] [Ende: 08:05] [Dauer: 15 min] [SV: 6-830-978]

Morgenappell um viertel vor sechs: Mit Frühsport und Beten beginnt für Sandra der Tag in Indien. Die 23-jährige Freiburgerin leistet am anderen Ende der Welt fünf Monate Freiwilligendienst. Über eine gemeinnützige Organisation ist sie an ein privates Hilfsprojekt herangekommen, das den Ureinwohnerkindern vor Ort eine Schulausbildung ermöglicht. Nach dem Abitur wusste Sandra nicht genau, was sie eigentlich studieren sollte. Auf jeden Fall wollte sie aber etwas mit Kindern machen. Nun lebt und arbeitet die Breisgauerin in einem Internat im Dorf Tekkady an der südindischen Westküste. Englischunterricht geben, mit den Kindern spielen und bei der täglichen Arbeit mit anpacken, das ist ein wahrer Fulltimejob - viel Zeit für Heimweh bleibt da nicht. Auch wenn sie sich an manche Dinge hier nur schwer gewöhnen kann.

Die Darjeeling-Bahn
Genre: Auslandsreportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
Darsteller:
2006
D/F
Die Teebahn von Darjeeling
Tilo Hoffmann
Simone von Stosch (Moderation)

[Sender: WDR] [Beginn: 12:00] [Ende: 12:45] [Dauer: 45 min] [SV: 364-997]

Seit über hundert Jahren kämpft sich eine Dampflok unermüdlich die steilen Berge des Himalaja hinauf. Ihr ist es zu verdanken, dass der berühmte Darjeeling-Tee einst seinen Weg aus den Bergen ins Tal und damit in die ganze Welt fand. Die Engländer bauten die Himalaja-Bahn im Jahre 1881 - damals war sie die erste und einzige Verbindung zu der abgelegenen Bergregion Darjeeling. Der Bau der Bahnlinie im Jahr 1881 war eine technische Höchstleistung: ein fast 90 Kilometer langes Schienennetz, das sich in über 900 Kurven nach oben windet. Seit einigen Jahren gibt es jedoch eine Straße, die für die Dampflok große Konkurrenz bedeutet. Der größte Ehrgeiz von Heizer Chandra Mangar Banadur ist daher, den Fahrplan einzuhalten. Und damit zu beweisen, dass seine Dampflok 'Himalayan Bird' weder unzuverlässig noch veraltet ist. 'Länder-Menschen-Abenteuer' zeigt, was für eine große Rolle eine kleine Bahn im Leben der Menschen spielen kann.o

27.01.

Kulinarische Schatzsuche in Asien
Genre: Reisereportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
2007
D
Der Foodhunter in Thailand und Laos
Rolf Lambert


[Sender: Phoenix] [Beginn: 21:00] [Ende: 21:45] [Dauer: 45 min] [SV: 500-287-027]

In Südthailand sucht der Foodhunter die ultimative Currypaste. Und in Bangkok, Thailands vibrierender Hauptstadt, stösst er auf die Ma-Tum-Frucht, eine Art Urorange, die in Alt-Bangkok seit alters her von alten Damen kandiert wird. Der Fruchtsirup, den sie dazu verwenden, ist ein Volltreffer - ideal für Cocktails, die heute wieder weltweit im Trend sind. Frühmorgens über den Mekong, Laos: welcher Kontrast zu Bangkok! Fern der modernen Welt leben die Menschen hier mit und vom Wald, nutzen Kräuter, Blätter, Samen und Nüsse. Mark findet Mak Bok, Kerne einer wild wachsenden Mango, die mandelähnlich schmecken. Zurück in Bangkok bringt er die Dschungelkerne in eines der berühmtesten Hotels der Erde, ins Oriental. Dann reist der Foodhunter auf die kleine Insel Surin. Sie liegt weit draussen in der Andamanischen See: kein Hotel, türkis das Wasser, unberührt der Dschungel. Hier liegt ein Dorf der Moken, der Seenomaden Südostasiens. 52 Familien leben in diesem Paradies.

28.01.

Abenteuer Mongolei
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Darsteller:
2002
D
Goldrausch in der Gobi
Joachim Holtz

[Sender: 3SAT] [Beginn: 15:00] [Ende: 15:45] [Dauer: 45 min] [SV: 6-301-393]

'Die Gobi ist grausam und verlockend', so fasst Joachim Holtz seine Reiseerlebnisse in einem der ärmsten Länder Asiens zusammen. Er berichtet über das Leben der Nomaden, die Bedeutung von Ziegen und Kamelen und über Naadam, das Volksfest der Mongolen mit Pferderennen, Ringkampf und Bogenschießen.

Die (Halb-)Wüste Gobi erstreckt sich über fast ein Viertel der Gesamtfläche der Mongolei. Im Sommer werden hier Temperaturen von über 45°C gemessen, im Winter sinken die Temperaturen stellenweise auf -45°C.

Abenteuer Mongolei
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Darsteller:
2002
D
Die Rückkehr des Dschingis Khan
Joachim Holtz

[Sender: 3SAT] [Beginn: 15:45] [Ende: 16:30] [Dauer: 45 min] [SV: 29-810-409]

Eine Zeitungsmeldung sorgte für Furore: Das Grab von Dschingis Khan (1162 -1227) ist entdeckt worden - in der Provinz Khenti, nahe seinem Geburtsort. Der Khan wird von den Mongolen als Nationalheld verehrt. Schließlich einte er 1206 ihr zerstrittenes Volk. Zum Dank prangt sein Bild auf Unterwäsche und Wodkaflaschen. Joachim Holtz hat das Grab des Herrschers gesucht.

29.01.

Felix und die wilden Tiere
Genre: Reportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Darsteller:
2003
D
Mit den Affen im Schwimmbad
Felix Heidinger (Moderation)

[Sender: 3SAT] [Beginn: 06:35] [Ende: 07:05] [Dauer: 30 min] [SV: 3-074-078]

Der Biologe und Tierfilmer Felix Heidinger reist rund um die Welt, berichtet über Tiere in der Wildnis und weist auf besondere Artenschutzaktionen hin. Felix Heidinger ist für diesen Film im tief verschneiten Hochgebirge unterwegs. In den Japanischen Alpen, auf der Insel Honshu, leben Affen-Clans, denen Eis und Schnee nicht viel ausmachen: Die Rotgesichtsmakaken haben eine einmalige Art, mit langen, kalten Wintern umzugehen. Mit dem kleinen Gogo, seiner Mutter Kim und dem Rest der großen Schneeaffen-Familie, die aus 55 Mitgliedern besteht, geht es im Morgengrauen einen steilen, schneebedeckten Hang hoch. Im Lebensraum der Affen, dem Wildreservat Jigokundani, sprudeln heiße Quellen aus dem Gestein. Das Wasser wird in Freiluft-Becken aufgefangen und viele Japaner kommen in das abgelegene Gebiet, um eine Thermalkur zu machen. Den Schneeaffen hat man eigene Badebecken gebaut, in denen sie stundenlang im heißen Wasser verharren. Seine Temperatur beträgt immerhin plus 42 Grad Celsius. Und während die älteren Tiere wohlige Nickerchen halten, toben Gogo und die anderen Affenkinder unter den wachen Augen ihrer Mütter im Schwimmbad herum. Mit Beginn der Abenddämmerung ziehen sich die Rotgesichtsmakaken an einen Wind geschützten Hang zurück, um im Kiefernwald wieder einen guten Schlafplatz für die kalte Winternacht zu suchen.

Die Magie der Mongolei
Genre: Naturdokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
Darsteller:
2006
Ö
Die Magie der Mongolei
Heinz Leger
Heinz Leger (Drehbuch)

[Sender: 3SAT] [Beginn: 20:15] [Ende: 21:00] [Dauer: 45 min] [SV: 2-878-558]

Die Mongolei, viermal so groß wie Deutschland, ist ein Land der Gegensätze. Endlose Steppen, schroffe Gebirgszüge oder die Wüste Gobi - der zentralasiatische Staat ist vielfältig. Der RBB stellt das Land vor.

Das mongolische Wildpferd Takhi war 1969 in freier Wildbahn ausgestorben. Dank Zuchtprogrammen der Zoos in Prag und Wien wird es seit 1997 wieder ausgewildert.

30.01.

Westbengalen
Auslandsreportage
Genre: Auslandsreportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2009
Ö
Bitterer Reis am Ganges

[Sender: 3SAT] [Beginn: 19:20] [Ende: 19:50] [Dauer: 30 min] [SV: 3-313-479]

Der indische Bundesstaat Westbengalen ist etwa so groß wie Österreich, aber elf Mal so stark besiedelt. Das Ganges-Delta ist fruchtbar und furchtbar zugleich. Der Monsunregen sorgt für gute Reisernten, aber es kommt auch zu verheerenden Überschwemmungen. Der Ganges gilt als der heilige Fluss Indiens, die Lebensader Westbengalens. Kalkutta, die Hauptstadt, ist das Synonym für Armut und Elend. Die Stadt ist aber auch Zentrum von Kunst und Kultur. Weitgehend unbemerkt von der Welt ist Westbengalen neben Bangladesh Schauplatz der größten Massenvergiftung in der Geschichte der Menschheit geworden. Um die Menschen mit sauberem Trinkwasser zu versorgen, hat Unicef eine Million Brunnen bohren lassen. Doch das Wasser ist mit Arsen aus der Erde vergiftet. Millionen Tote werden die Folge sein. Der Film 'Westbengalen' dokumentiert die aktuelle Situation in dem indischen Bundesstaat.

31.01.

Borobudur, Indonesien
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
1997
D/Ö
Berg der tausend Buddhas

[Sender: 3SAT] [Beginn: 06:00] [Ende: 06:15] [Dauer: 15 min] [SV: 9-375-783]

Buddha ist allgegenwärtig auf Borobudur, einer der größten Tempelanlagen Südostasiens. Die Statuen, die ihn darstellen, sind kaum zu zählen. Es scheint etwas Magisches über diesem Ort zu liegen, denn trotz des nicht abreißenden Stroms von Touristen vermittelt Borobudur den Besuchern ein Gefühl der Ruhe und Zufriedenheit. Auf vier Etagen erzählen zahlreiche Reliefs Geschichten aus dem Leben Buddhas. Den Pilgern, die dort Erleuchtung suchen, sind sie Unterhaltung und Unterweisung zugleich. Von den Stupas auf den oberen Terrassen aber, den 72 steinernen Glocken, die einst 72 lebensgroße Buddhas überwölbten, sind heute die meisten leer. Den Gelehrten gibt Borobudur jedoch Rätsel auf: Wozu dieses Heiligtum auf der Insel Java einmal diente, weiß keiner genau. Der Film aus der Reihe 'Schätze der Welt - Erbe der Menschheit' zeigt das Borobudur von heute mit seinen Besuchern und Pilgern.

Persepolis, Iran - Leben im Zentrum der Macht
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2000
D
Leben im Zentrum der Macht

[Sender: NDR] [Beginn: 06:45] [Ende: 07:00] [Dauer: 15 min] [SV: 3-717-290]

Das erste Weltreich, das vor 2.500 Jahren entsteht, ist ein Vielvölkerstaat: 28 Völker leben nicht als unterdrückte Vasallen, sondern als annähernd gleichberechtigte Partner miteinander. Darius ist ihr Großkönig, sein Traum Persepolis das steinerne Zeugnis einer erstaunlich modernen Idee. Grundmauern, einzelne Säulen, Mauerfragmente geben Einblicke in die genialen Konstruktionsprinzipien der alten Baumeister. 20 Meter hoch ragen die Marmorsäulen in den Himmel. Griechische und lydische Statiker haben ein riesiges Dach aus Zedernstämmen über den Thronsaal gespannt. Hunderte von Steinmetzen bearbeiteten Blöcke millimetergenau, schufen ehrfurchtgebietende Steinplastiken an Portalen und Mauern und verewigten alle Völker des riesigen Reichs in detaillierten Reliefdarstellungen. Lebendig werden diese Steine durch Tontäfelchen, gebrannt in den Minuten einer antiken Katastrophe, als Alexander der Große das Weltwunder durch Feuer untergehen ließ. Über Jahrhunderte hatten Beamte alle Vorgänge im Zentrum der Macht und im gesamten Reich minutiös festgehalten, in einer Bibliothek aus tausenden von bis dato ungebrannten Tontäfelchen. Erst in unseren Tagen wurde dieser Schatz an Daten bearbeitet und entziffert. Männer und Frauen bekamen gleichen Lohn, es gab Schwangerschaftsurlaub und Sonderrationen für sozial Schwache. Der Film schildert das Leben in Persepolis.

Fernweh
Reisereportage
Genre: Reisereportage
Originaltitel:
Bhutan

[Sender: BR] [Beginn: 17:05] [Ende: 17:30] [Dauer: 25 min] [SV: 1-270-141]

Bhutan: Klosterburgen, einsames Leben und ein König, der seinem Volk Glück bringt. Diese Fernweh-Reise führt in ein Land, das heute noch genauso ursprünglich und authentisch ist wie vor Hunderten von Jahren. Nur einen Spalt breit öffnet sich die Tür und gibt den Blick frei auf ein kleines Land, das seine Schätze stets gehütet und vor dem Rest der Welt verborgen hat: Jahrhundertealte Klosterburgen, mächtige, schneebedeckte Gipfel, einsame Hochtäler, in denen sich die Häuser der Menschen in die Natur hineinducken, als seien sie ein Teil von ihr. Lange Zeit hat sich Bhutan, das kleine Königreich am Fuße des Himalaya, dem Tourismus völlig verschlossen, nur zögernd und behutsam öffnet es sich heute. Denn nicht die Steigerung des Bruttosozialprodukts ist nach der Überzeugung des Königs von Bhutan von Bedeutung, sondern die Steigerung des 'Bruttosozialglücks', wie er es nennt.

01.02.

China - Reise durchs Reich der Mitte
Genre: Reisereportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Darsteller:
2005
D
Vom Fluss des schwarzen Drachen nach Shanghai
Heiko Käberich (Kamera)
Daniel Traub (Kamera)

[Sender: Phoenix] [Beginn: 03:30] [Ende: 04:15] [Dauer: 45 min] [SV: 504-747-062]

Jahrtausende hat sich China der Außenwelt verschlossen. Seit knapp dreißig Jahren vollzieht sich auf wirtschaftlichem und politischem Sektor ein drastischer Wandel. Auf der 'Spur des Fortschritts' reist ZDF-Korrespondent Joachim Holtz durch den flächenmäßig größten Staat Ostasiens. Vom Fluss Amur im Norden über Peking und Shanghai bis in die ärmsten Regionen des Landes führt seine Route - mal kontrolliert von der Staatsmacht, mal durch 'Schlupflöcher' in das verborgene China. Holtz' Resümee: 'China steckt mit dem Kopf im Weltall, mit den Füßen aber noch im vergangenen Jahrhundert.'

Info: Dem Wirtschaftsboom ist es zu danken, dass es heute rund 300000 Millionäre in China gibt. Die Kehrseite der Medaille: Geschätzte 120 Millionen Menschen im Land leben unterhalb der Armutsgrenze.

China - Reise durchs Reich der Mitte
Genre: Reisereportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Darsteller:
2005
D
Von Shanghai in die Stadt der Zukunft
Heiko Käberich (Kamera)
Daniel Traub (Kamera)

[Sender: Phoenix] [Beginn: 04:15] [Ende: 05:00] [Dauer: 45 min] [SV: 508-484-197]

Von außen wirkt China wie ein Wirtschaftswunderland. Perfekt wie eine einzige hochmoderne Maschine, die im Rekordtempo Fortschritt und Wohlstand produziert. 300.000 Dollar-Millionäre gibt es bereits. Aber es leben auch 26 Millionen Chinesen nach offizieller Statistik unter der Armutsgrenze. Im zweiten Teil der Reise durch China geht es von Shanghai nach Shenzhen.

Asiens Ströme - Asiens Zauber
Genre: Reisereportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
Darsteller:
2004
D
Der Brahmaputra - Flussfahrt auf dem Dach der Welt
Dietmar Schulz
Andreas Buhrow (Kamera)

[Sender: Phoenix] [Beginn: 05:00] [Ende: 05:45] [Dauer: 45 min] [SV: 505-920-246]

Die Tibeter verehren den Brahmaputra als den 'Fluss, der vom Himmel kommt'. Er entspringt am Eisdom des Kailasch, dem 'Berg der Götter' in Westtibet, und fließt auf dem Dach der Welt von West nach Ost. Dietmar Schulz und sein Team sind seinem Lauf gefolgt - bis zur Hauptstadt Lhasa. Unterwegs haben sie u.a. einen tibetischen Rockmusiker getroffen, Geheimnisse der Naturheilkunde erfahren und buddhistische Mönche beim Gebet beobachtet.

Der mächtige Brahmaputra fließt über eine Länge von 2900 km.

Asiens Ströme - Asiens Zauber
Genre: Reisereportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
2004
D
Der Irrawaddy - Burmas goldene Ader

[Sender: Phoenix] [Beginn: 05:45] [Ende: 06:30] [Dauer: 45 min] [SV: 501-021-371]

Die Reise folgt dem Lauf des Irrawaddy, der Myanmar auf einer Länge von 2100 km durchfließt, von der Hauptstadt Rangun Richtung Norden. Das Filmteam besuchte die 3000 Pagoden von Pagan, den Geisterberg Popa, die alte Königsstadt Mandalay und den Mahamuni-Buddha. Der Höhepunkt: ein Besuch der verbotenen Jademinen in Hkapant an der Grenze zu China.

Asiens Ströme - Asiens Zauber
Genre: Reisereportage
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Originaltitel:
Regie:
Darsteller:
2004
D
Der Mekong - Die 'Mutter aller Wasser'
Peter Kunz
Jan Bruns (Kamera)

[Sender: Phoenix] [Beginn: 06:30] [Ende: 07:15] [Dauer: 45 min] [SV: 508-152-975]

Mütter können verzeihen. Und der Mekong, die 'Mutter aller Wasser', hilft bei der Vergebung der Sünden. Zum Wasserfest im April setzen die Bewohner von Jinghong im Südwesten Chinas kleine bunte Lichter auf den Fluss, die alle schlechten Taten davontragen sollen. Der Mekong hilft beim Vergessen. Auch wenn kaum ein Fluss dieser Erde mit so viel bösen Erinnerungen belastet ist wie die Lebensader Südostasiens. An den Ufern des Mekong tobte der Vietnam-Krieg, die Völker Indochinas erstritten über Jahrzehnte ihre Unabhängigkeit, Jahrhunderte lang herrschten alte Reiche und wurden wieder überrannt. ZDF-Südostasien-Korrespondent Peter Kunz und sein Team bereisten den Mekong von der chinesischen Grenze bis in das weite Delta in Vietnam, wo sich der Strom in die 'Neun Drachen' aufteilt, ein weit verzweigtes System von Kanälen und Nebenarmen. Im Goldenen Dreieck zwischen Thailand, Laos und Myanmar durfte das ZDF-Team in das autonome Rebellengebiet der 'Wa' einreisen und traf in den Bergen Opiumbauern, die die eigene Ernte oft süchtig gemacht hat. Das Goldene Dreieck ist nach wie vor eines der größten Drogenanbaugebiete der Erde. Denn auch wenn zwischen Laos und Vietnam noch Räumtrupps nach Millionen Bomben und Minen aus dem letzten Indochina-Krieg suchen, die Mekong-Region ist längst in die Moderne aufgebrochen. Über den Wasserweg exportieren Thailand und Vietnam ihr neues Wirtschaftswunder. China möchte den Mekong am liebsten zur Schnellstraße ausbauen und alle Hindernisse auf dem Weg sprengen. Noch allerdings ist rechts und links des Mekong die Zeit auch stehen geblieben: Arbeitselefanten beladen mitten im Urwald Lastschiffe; in der als Weltkulturerbe geschützten laotischen Klosterstadt Luang Prabang werden jedes Jahr hunderte buddhistischer Novizen aufgenommen, um sich in Weltabgeschiedenheit zu üben. Laos auf der einen Seite des Flusses gehört zu den ärmsten Ländern der Erde, Thailand am Ufer gegenüber ist längst Teil der ersten Welt. Trotzdem halten thailändische Fischer die alte Tradition aufrecht, einmal im Jahr am Ende der Trockenzeit im Wettbewerb mit laotischen Bootsbesatzungen den Riesenwels zu jagen, der zum Laichen flussaufwärts in die Unterwasserklippen von Chiang Khong schwimmt. Auch die jungen Leute aus den Fischerfamilien, die sich sonst eher durch Thai-Pop begeistern lassen und längst nicht mehr alle in die Boote ihrer Väter treten, werfen das Netz über die gesamte Breite des Mekong aus. Die ZDF-Kamera war dabei, als einer der seltenen großen Fische mit einem Gewicht von 190 Kilogramm aus dem Wasser gezogen wurde. Die Quellen des Mekong in Tibet wurden erst spät entdeckt. Der Strom schlängelt sich 4880 Kilometer von den alpinen Landschaften des tibetischen Hochgebirges durch die westlichen Ausläufer der Annamitischen Kordillere bis in die fruchtbaren, tropischen Ebenen des Deltas, bevor er schließlich ins Südchinesische Meer fließt. Im Mekong-Delta besuchten Peter Kunz und sein Team die bunten, schwimmenden Märkte, in Kambodscha filmten sie in den Tempelruinen des alten Angkor-Reiches. Aber ihr Film ist nicht journalistischer Tourismus. In der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh zeigen sie die dunkle Seite asiatischer Urlaubsphantasien. Kambodscha ist zum Hauptziel für Urlauber geworden, die sich mit Kindern vergnügen wollen. Das alte Indochina und das neue Südostasien haben viele Gesichter. Und überall unterwegs begegneten dem ZDF-Team Menschen, die diese Gesichter prägen. In einer spannenden Region, die die Zeit der Kriege hinter sich gelassen hat und kraftvoll in die Zukunft aufbricht.

Die Schatztruhen des Kaisers von China
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
Regie:
2009
F
Alain Jaubert

[Sender: Arte] [Beginn: 16:15] [Ende: 16:45] [Dauer: 30 min] [SV: 5-010-555]

Im ersten Jahrhundert der Qingdynastie (1644-1911) kamen kleine Kästen und Truhen in Mode, die Schmuckkästchen, Puppengeschirr und Spielzeugkisten ähneln. Sie bestehen aus seltenen, manchmal lackierten Hölzern, zum Teil mit Intarsien aus Edelstein, Perlmutt, Elfenbein und Keramik. Das macht sie selbst schon zu Kunstwerken. Sie enthalten Siegel, Porzellan, Bronzen, Menschen- und Tierfigürchen, Malerei- und Kalligraphiebüchlein, in der Natur gefundene Kuriositäten oder auch Jadenäpfchen, Pinselhalter, Briefbeschwerer und Pinsel. Ein großer Liebhaber dieser Kuriositätenkabinette war der 1711 geborene Kaiser Qianlong. Der begeisterte Sammler, Gelehrte und Dichter hatte wenig Zeit, um seine in der Verbotenen Stadt angehäuften Schätze zu besichtigen. So ließ er Miniaturkopien der schönsten Stücke herstellen und brachte sie in den 'Kostbarkeitenkabinetten' unter. Inventarisierung und Beschilderung besorgte er selbst. Im Alten China hatte der spielerische Umgang mit kleinstem Raum und die Freude an geheimnisvollraffinierter Mechanik Tradition. Die zauberhaften und ins Extrem verkleinerten Gegenstände erinnern an die Welt der Märchen, an Geschichten von verborgenen Schätzen und an die Spiele der Kindheit. Die Miniaturwelt des Kaisers QianIong mit ihren Beschilderungen kann man als Vorläufer des öffentlich zugänglichen Museums sehen. Sie war weniger ein Spiel als vielmehr ein logisch aufgebautes Labyrinth, eine Art mystische Reise durch die Sinne. Der fantastische Traum über die Eroberung des Mikrokosmos: 'Die ganze Welt in einer einzigen Schachtel'. Die beste Veranschaulichung dieses Konzepts ist ein aus einem Olivenkern geschnitztes Boot, das nur 3,4 Zentimeter misst. Es transportiert acht Passagiere, und auf seinem Rumpf sind die 300 Schriftzeichen eines berühmten Gedichtes zu lesen.


Mit dem Zug durch Kasachstan und Usbekistan
Genre: Dokumentation
Herstellungsjahr:
Herstellungsland:
2006
D

[Sender: WDR] [Beginn: 12:00] [Ende: 12:45] [Dauer: 45 min] [SV: 607-159]

Entlang der alten Seidenstraße führt die Reise durch die alten Handelsmetropolen Almaty, Taschkent, Samarkand und Buchara. Kasachen und Usbeken gewähren Einblicke in ihr Leben zwischen Tradition und Moderne.

02.02.


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Letzte Änderung: 21.01.2010