Ab Wintersemester 2012/13 werden die Fächer Phonetik, Allgemeine Sprachwissenschaft und Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft voraussichtlich jeweils auch im Studienprofil "Ein-Fach-Master" angeboten werden. Es existiert bereits ein vorläufiges Modulhandbuch.

 

Studium des Fachs Phonetik auf Master-Niveau
Master Linguistik - Studienrichtung Phonetik

 

Der Master in Linguistik an der Universität zu Köln hat drei verschiedene Studienrichtungen (d. h. drei verschiedene Fächer): Phonetik, allgemeine Sprachwissenschaft und historisch-vergleichende Sprachwissenschaft. Er besteht aus zwei Fächern (Zwei-Fach-Master). Daher muss das Fach Phonetik mit einem weiteren Fach kombiniert werden.
Dieses kann aus dem Bereich Linguistik (allgemeine oder historisch-vergleichende Sprachwissenschaft) sowie aus philologischen Fächern (Anglistik, Germanistik o. ä.) oder aus anderen Fächern (z. B. Musikwissenschaft, Psychologie) gewählt werden.


In der Studienrichtung Phonetik werden Kenntnisse im Bereich Phonetik und Phonologie vertieft.

Forschungsschwerpunkte sind unter anderem:

  Intonation und prosodische Struktur  
 
Unter Intonation versteht man im Allgemeinen die Melodie menschlicher Sprache. Etwas weiter gefasst, umschließt der Begriff auch andere Phänomene, wie z.B. Akzentsetzung, die Einteilung von Äußerungen in einzelne Phrasen, den Sprechrhythmus oder die Sprechgeschwindigkeit. Die prosodische Struktur bezeichnet die Einteilung von Äußerungen in Einheiten wie etwa Silbe und Fuß, bis hin zur Ebene der Phrase.
   
  Experimentelle Phonologie
 
Die Experimentelle Phonologie (auch Laborphonologie) beschäftigt sich mit der empirischen Überprüfung phonologischer Fragestellungen. Dabei steht der Zusammenhang von funktional-phonologischer Hypothesenbildung und phonetischer Praxis im Vordergrund. Es werden verschiedene Arten von Produktions- oder Perzeptionsexperimenten durchgeführt.
   
  Artikulatorische Modellierung
 
Die artikulatorische Phonetik und Phonologie beschäftigt sich mit der Messung, Analyse und Modellierung von gesprochener Sprache. Ihre phonologische Grundeinheit stellt dabei die artikulatorische Geste als Bewegungseinheit dar. Durch gesturale Koordinationen können phonologische Prozesse abgebildet werden. In Köln gibt es einen Schwerpunkt für die Interaktion von Prosodie und Artikulation, der sich beispielsweise in der Erforschung von Prominenzmarkierungen (Fokus, Gegebenheitsgrade), der Sprechmotorik bei der Silbenproduktion oder der Sprechmelodie-Text-Synchronisation ausdrückt.


Im Vordergrund des Studiums stehen empirische Untersuchungen, die im Rahmen von Projektseminaren und Kolloquien stattfinden.
In der Regel wird die Masterarbeit empirisch/experimentell ausgerichtet, sodass die Studierenden eigenständig Untersuchungen durchführen können.
Zu diesen Zwecken verfügt das Labor des Instituts über entsprechende technische Voraussetzungen, die sowohl artikulatorische als auch akustische Fragestellungen erlauben.

 
Eine Übersicht aktueller Forschungsprojekte des Instituts finden Sie hier.  
Weitere Informationen finden Sie in den Rubriken Bibliothek und Publikationen.
 
Bewerber aus benachbarten Fächern (z.B. Computerlinguistik, Physik, Musik, Psychologie) sind gerne willkommen.
Das Modulhandbuch (pdf) enthält nähere Informationen zu den Formalitäten des Studiengangs.
Zu Zulassungsvoraussetzungen und bei offenen Fragen können Sie sich an unsere Ansprechpartnerin Christine Röhr wenden.

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