Heinrich Barth und die Archäologie
Heinrich Barth
Blick auf die von Heinrich Barth ausführlich beschriebenen Felsbilder

Heinrich Barth, der sich auf seinen Reisen im Mittelmeerraum intensiv mit archäologischen Themen befaßte, interessierte sich auch in der Sahara für frühzeitliche Zeugnisse, die er aus seiner Kenntnis der klassischen Antike zu interpretieren versuchte. Dies gilt besonders für die Deutung der Felsbilder, die er 1850 in der nördlichen Sahara beschrieb und kopierte. Als einer der ersten Autoren attestierte er in einer Zeit, in der die Erforschung der Ur- und Frühgeschichte noch in ihren Anfängen war, den Felsbildern ein hohes Alter und deutete sie als Geschichtsquelle und Zeugnis für die frühzeitlichen Lebensformen der Saharabewohner. Auch sah er in den Felsgravierungen bereits einen Beleg für den starken Klimawandel des saharischen Raums in den letzten Jahrtausenden.

"Kaum hatten wir hier unser Zelt aufgeschlagen, als wir fanden, dass das Thal einige bemerkenswerte Skulpturen [Gravierungen] enthielt, wlche unserer besondern Aufmerksamkeit werht waren." (Barth 1857: I: 210)