- Atmung des Neugeborenen im Tragetuch
- Untersuchung an der Kinderklinik der Kölner Universität
Köln, den 29. August 2000 -
Säuglinge, die in Tragetüchern transportiert werden, leiden nicht
unter Sauerstoffmangel. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Waltraud Stening und Patrizia
Nitsch an der Kinderklinik der Universität zu Köln durchgeführt haben. Während des Tragens
sinkt die Sauerstoffsättigung des Blutes lediglich im Mittel um ein Prozent. Dieser Abfall ist bei
Kindern, deren Gesundheitszustand normal ist, nicht bedenklich. Auch sogenannte Frühgeborene
können unter bestimmten Bedingungen in solchen Tüchern getragen werden, da sich bei dieser
Untersuchungsgruppe keine Unterschiede zu den anderen Säuglingen zeigten. Die Reaktionen der
Kinder sind unabhängig von ihrer Trageweise; Frühgeborene scheinen jedoch eher davon zu
profitieren, waagerecht getragen zu werden.
An der Universitäts-Kinderklinik werden in der "Frühchen"-Betreuung noch einige andere,
ergänzende Methoden angewandt. Dazu gehören die Känguruh-Transporte, wobei das Kind bei
Transporten nicht im Transportinkubator, sondern auf der mütterlichen Brust gelagert wird, sowie
die Verwendung von kleinen Hängematten in den Inkubatoren. Zum Thema "Sanfte Pflege von
Frühgeborenen" werden an der Kinderklinik noch weitere Studien vorgenommen. So wurde 1998
eine Erhebung durchgeführt, die den stark beanspruchten Begriff der "Sanften Pflege" genauer
definierte.
Für Rückfragen steht Ihnen Dr. Waltraud Stening unter den Telefonnummern 0221/478-4369
bzw. 0221/463820, der Fax-Nummer 0221/478-3479 und unter der Email-Adresse
waltraud.stening@uni-koeln.de zur Verfügung.
Verantwortlich: Eva Faresin
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