Bei den wachsenden Übertragungsraten spielt die Größe von Grafikdateien
nicht mehr eine so entscheidende Rolle. Deshalb sind einige der
Empfehlungen etwas zu relativieren.
- Die Auflösung gängiger Monitore und Displays wird mit 72 - 96 dpi
(dots per inch) angegeben. Deshalb kommt man bei einer Grafik für das
Internet mit 96 dpi aus - es sei denn, dass man wegen eines Zoom In
eine höhere Auflösung braucht.
- Erste Empfehlung für das Grafikdateiformat ist das verlustfreie PNG.
Wenn die Grafik es verträgt, sollte man die Variante mit 256 Farben benutzen,
die etwa 1/3 kleiner ist als die True Color Version mit 3 Bytes Farbtiefe.
Konkurrenten sind JPG (JPEG) und GIF.
JPG eignet sich für fotorealistische
Bilder und erzielt trotz True Color bei hoher Kompression kleine Grafikdateien.
Schrift und schräge Linien leiden unter der Kompression.
GIF arbeitet nur mit 256 Farben und eignet sich besonders für
Bildschirmabzüge,
Liniengrafiken, Text und einfarbige Farbflächen.
GIF und PNG gestatten Interlacing (Zeilensprungverfahren) und Transparenz.
- Beim Zeilensprungverfahren werden die Bildzeilen nicht in der
Reihenfolge des Bildes übertragen, sondern zuerst jede 2-te (x-te) Zeile.
Damit wird der Gesamtinhalt des Bildes schnell schemenhaft sichtbar,
und der Benutzer kann schnell eine Entscheidung über die Fortsetzung
der Übertragung treffen.
- width und height in <IMG> sollten der tatsaechlichen Bildgröße der
Bilder entsprechen. Diese Angaben dienen der korrekten Darstellung
der Seite, bevor die Grafik geladen wird. Durch einen Platzhalter wird der
Textfluß schon dann korrekt dargestellt.
- ALT-Attribut des IMG-Tags setzen:
Benutzer, die einen Terminalbrowser verwenden, oder sich bewusst
WWW-Seiten ohne Grafiken anzeigen lassen, oder das Laden der
Grafiken vorzeitig abbrechen; sehen anstelle einer Grafik den Text ihres
ALT-Attributes. Deshalb sollte man
hier eine sinnvolle Bezeichnung wählen, die die Information der Grafik
widerspiegelt.
- Die Farbpalette aller Bilder einer Seite sollte ein und dieselbe sein,
damit keine Farbfehler auftreten können.
Das gilt nur für Bilder mit maximal 256 Farben , und nur für Grafikkarten mit
maximal 256 Farben. Letztere sollten aber ausgestorben sein.
- Wer größere Grafiken (über 20-30 kb (1996), über 300 kB (2008))
auf seinen Seiten einsetzt, kann statt der Originalgrafik zuerst ein Thumbnail
(kleines Abbild) anzeigen. Der Benutzer kann nach Ansicht des Thumbnail
per Klick auf das Thumbnail oder eine Schaltfläche die große Grafik
anfordern, mit etwas JavaScript.
- Eine andere Möglichkeit bietet sich durch den Einsatz des Attributs LOWSRC im
IMG-Tag: <IMG SRC="grafik.xxx" LOWSRC="swgrafik.xxx">.
Vor der eigentlichen,
großen und bunten Datei grafik.xxx wird swgrafik.xxx als Preview
angezeigt, erst danach wird grafik.xxx übertragen und angezeigt.
Das Preview
erzeugt man aus dem Original, indem man nach Schwarz-Weiß
wandelt und eventuell noch die Bildgröße herunterskaliert.
Dank der Attribute width und height des IMG-TAgs wird die Vorschau in der Größe
der Original-Grafik angezeigt, wenn der Browser automatisch skaliert,
allerdings stark vergröbert. Dies reicht
dem Betrachter häufig, einen Eindruck über die angebotene Information zu
erhalten und über den weiteren Ladevorgang zu entscheiden.
Zu bedenken ist natürlich, dass eine zusätzliche Grafik geladen werden muss.