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Suchen nach WWW-Seiten - Webringe

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Bei Webringen schliessen sich mehrere Betreiber von Homepages mit gleichen oder ähnlichen Inhalten zusammen und installieren ein Banner (ein Button, der auf der Seite eingeblendet wird), der die Besucher zur nächsten Seite mit derselben Thematik bringt oder zu einer Übersicht mit allen Mitgliedern führt. Im Gegensatz zu den Banneraustauschdiensten werden die Links hier formal im Verhältnis 1:1 getauscht, während man bei Banneraustauschdiensten ungünstigere Relationen erhält. Hier beträgt das Verhältnis i.d.R. um die 1:2, d.h. für zwei Banner, die auf der eigenen Seite erscheinen, erscheint das eigene Banner nur einmal auf einer fremden Seite. Und da in Webringen der eigene Link auf einer Seite verwandten Inhalts erscheint, ist die Chance grösser, Interessierte auf die eigene Seite aufmerksam zu machen. Umgekehrt erhält man so bei Webringen nur Links zu Seiten verwandten Themen, und nicht solchen, die den Besucher nicht interessieren oder dieser vielleicht sogar als abstossend empfindet (gleichwohl gibt es inzwischen auch Banneraustauschdienste, die eine thematische Eingrenzung des Inhalts fremder Banner zulassen).

Webringe werden meistens privat organisiert. Unter den angegebenen Adressen findet man auch eine Zusammenstellung aller schon existierenden Webringe. Die Idee basiert darauf, dass, wenn jemand eine Homepage ansurft, vielleicht auch an anderen Homepages mit der gleichen Thematik interessiert ist. Die Möglichkeiten der Webring-Gründung sind dementsprechend vielseitig. Sie reichen vom privaten Hobby- oder Freizeitthemen über Bürger- und Selbsthilfegruppen, beispielsweise aus dem Gesundheitsbereich bis hin zu Zusammenschlüsse von Berufsgruppen. Die Idee zur Bildung von Webringen kommt von dem College-Studenten Sage Weil, der folgendes Konzept entwickelte: Thematisch gleichgelagerte Internet-Seiten werden über Links in einem Ring miteinander verknüpft. Über "Voriger"- und "Nächster"-Hinweise kommt der Surfer zum jeweiligen Nachbarn und am Ende dort wieder hin, wo er angefangen hat. Sage Weil entwickelte dafür eine Software, welche sicherstellt, dass der Ring weiterbesteht, auch wenn Seiten hinzukommen, ausscheiden oder ausfallen. Die Links auf den Webring-Seiten zeigen dann nicht direkt auf den Nachbarn, sondern auf die zentrale Verwaltungssoftware, die den Surfer weiterleitet.

In den USA jedenfalls hat sich die Webring-Gemeinde seit Gründung des Dienstes Webring.org im April 1996 rasant entwickelt. Anfang 1997 waren dort 1000 Ringe angemeldet, Ende 1997 hatte die Zahl bereits das 27fache erreicht und im Mai des Jahres 1998 wurde bereits die 50 000-Marke überschritten. Dieses explosionsartige Wachstum hat allerdings hat in der Vergangenheit immer wieder dazu geführt, dass Webring.org zeitweilig völlig überlastet war.
Mittlerweile gibt es aber auch eine deutsche Webring-Organisation, die unter der URL http://www.webring.de/ zu erreichen ist.

Links zur Thematik:

1. webring.org
(Die erste und grösste Webring-Organisation)

2. webring.de
(Die deutsche Webring-Organisation)

3. Verzeichnis Deutscher Webringe


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Sven Clever und Haiko Lüpsen für Webmaster
Letzte Änderung: 16.09.04