17. Symposion Deutschdidaktik
  16. - 19. September 2008 in Köln











 Stadt Köln

 Symposion
 Deutschdidaktik e.V.

 Landesgruppe NRW
 Universität zu Köln
 Institut für deutsche  Sprache und Literatur II




Differenz und Entwicklung im Deutschunterricht

– zum Thema des 17. Symposions Deutschdidaktik 2008 –

Mit den Schlüsselbegriffen Differenz und Entwicklung werden die unterschiedlichen Ausgangslagen und Lernwege der Schülerinnen und Schüler in das Blickfeld gerückt. Didaktik muss immer den individuellen Lernweg ins Zentrum nehmen; dies gilt besonders im Hinblick auf die Benachteiligten in unserer Gesellschaft wie z.B. Kinder mit Migrationshintergrund, Hauptschüler/-innen, Bildungsverweigerer. Bei der Herausbildung der zentralen Qualifikationen in einer Wissensgesellschaft (Texte verstehen und Wissen formulieren) sollte die Deutschdidaktik führend sein.

Mit dieser Perspektive werden die klassischen Inhalte des Deutschunterrichts in eine veränderte Perspektive gerückt. Nicht die Vermittlung von Lerngegenständen wie Orthographie, Textschreiben, literarisches Lesen oder Gesprächsfähigkeit als solche wird thematisiert, sondern die empirische Beobachtung von entwicklungsunterstützenden Lernszenarien und Lernmaterialien, die Entwicklung von kompetenzaufbauenden und -fördernden Aufgaben, lerneradäquate Diagnoseverfahren, schließlich das Verhältnis von Sprachvariation und Sprachkompetenz im Hinblick auf die schulisch nicht immer genutzten sprachlichen Ressourcen der Lernenden.

Dabei stellt sich besonders dringlich die Frage nach einem theoretischen Rahmen, innerhalb dessen sich die deutschdidaktische Diskussion entfalten kann. Der beobachtbaren Differenziertheit des Gegen­standsfeldes kann nicht einfach durch Heterogenität der Beschreibungen und des theoretischen Zugriffs begegnet werden. Es geht um die einheitliche Modellierung des Zusammenhangs von Gegenstand (deutsche Sprache und Literatur), Aneignung (Erwerb elaborierter mündlicher und schriftlicher Sprachfähigkeiten) und Vermittlung (Aufbau/Unterstützung der einschlägigen Fähigkeiten und Fertigkeiten). Diese Modellierung bedarf der Integration von theoretischen Modellen und empirischen Daten aus der Unterrichtspraxis.  Das 17. Symposion muss daher die Diskussion um Empirie und Kompetenzmodelle, die in den letzten Symposien geführt wurde, noch energischer in den Sektionen voranbringen




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nach oben Email  11.03.2008