Differenz
und Entwicklung im Deutschunterricht
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zum Thema des 17. Symposions Deutschdidaktik 2008 –
Mit
den Schlüsselbegriffen Differenz und Entwicklung werden die
unterschiedlichen Ausgangslagen und Lernwege der Schülerinnen
und
Schüler in das Blickfeld gerückt. Didaktik muss immer
den individuellen
Lernweg ins Zentrum nehmen; dies gilt besonders im Hinblick auf die
Benachteiligten in unserer Gesellschaft wie z.B. Kinder mit
Migrationshintergrund, Hauptschüler/-innen,
Bildungsverweigerer. Bei
der Herausbildung der zentralen Qualifikationen in einer
Wissensgesellschaft (Texte verstehen und Wissen formulieren) sollte die
Deutschdidaktik führend sein.
Mit
dieser Perspektive werden die klassischen Inhalte des
Deutschunterrichts in eine veränderte Perspektive
gerückt. Nicht die
Vermittlung von Lerngegenständen wie Orthographie,
Textschreiben,
literarisches Lesen oder Gesprächsfähigkeit als
solche wird
thematisiert, sondern die empirische Beobachtung von
entwicklungsunterstützenden Lernszenarien und Lernmaterialien,
die
Entwicklung von kompetenzaufbauenden und -fördernden Aufgaben,
lerneradäquate Diagnoseverfahren, schließlich das
Verhältnis von
Sprachvariation und Sprachkompetenz im Hinblick auf die schulisch nicht
immer genutzten sprachlichen Ressourcen der Lernenden.
Dabei
stellt sich besonders dringlich die Frage nach einem theoretischen
Rahmen, innerhalb dessen sich die deutschdidaktische Diskussion
entfalten kann. Der beobachtbaren Differenziertheit des
Gegenstandsfeldes kann nicht einfach durch
Heterogenität der
Beschreibungen und des theoretischen Zugriffs begegnet werden. Es geht
um die einheitliche Modellierung des Zusammenhangs von Gegenstand
(deutsche Sprache und Literatur), Aneignung (Erwerb elaborierter
mündlicher und schriftlicher Sprachfähigkeiten) und
Vermittlung
(Aufbau/Unterstützung der einschlägigen
Fähigkeiten und Fertigkeiten).
Diese Modellierung bedarf der Integration von theoretischen Modellen
und empirischen Daten aus der Unterrichtspraxis. Das 17.
Symposion
muss daher die Diskussion um Empirie und Kompetenzmodelle, die in den
letzten Symposien geführt wurde, noch energischer in den
Sektionen
voranbringen
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