Suche



Projekt zur sprachlichen Förderung von Schüler/innen mit besonderem Bedarf

Eine große Zahl von Kindern und Jugendlichen in Deutschland wächst zweisprachig auf, was zunehmend als gesellschaftliche Ressource erkannt wird. Ein sicherer Umgang in mehr als einer Sprache ist eine Qualifikation, die die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöht und insgesamt die Basis für gesellschaftliche Teilhabe schafft. Verschiedene Untersuchungen belegen, dass der Schulerfolg in Deutschland in hohem Maße an (standard-)sprachliche Kompetenzen gekoppelt ist; dies stellt für viele Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationsgeschichte eine große Herausforderung dar, für deren Bewältigung sie kompetente Unterstützung benötigen.

Vor diesem Hintergrund hat das Institut für Deutsche Sprache und Literatur II der Universität zu Köln 2002 das Projekt zur sprachlichen Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Bedarf initiiert mit dem Ziel, angehende Deutschlehrerinnen und -lehrer für den Sprachförderunterricht auszubilden und damit der Schulpraxis in der Lehrerausbildung mehr Geltung zu verschaffen.
Im Rahmen ihrer Ausbildung erteilen Studierende Sprachförderunterricht in der Primar- und Sekundarstufe I. Mittlerweile besteht eine Kooperation mit über vierzig Kölner Schulen, die bei der sprachlichen Förderung ihrer Schülerinnen und Schüler von der Universität aktiv unterstützt werden.

Aus der Projektarbeit werden wertvolle Erkenntnisse und Erfahrungen über das Lehren und Lernen von Deutsch als Zweitsprache sowie über eine sinnvolle Gestaltung von praxisnahen Ausbildungskonzepten für künftige Lehrerinnen und Lehrer gewonnen. Das Sprachförderprojekt der Universität zu Köln leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Bildungs- und Integrationschancen der Schülerinnen und Schüler mit Sprachförderbedarf in Köln.

 

Organisation von Ferienschulen
Seit Sommer 2004 werden in den Sommer- und Herbstferien Sprachcamps für Kinder und Jugendliche mit Sprachförderbedarf angeboten, die von eigens dafür qualifizierten studentischen Förderkräften durchgeführt werden. Diese Ferienschulen sind bereits zu einer festen Größe und einem besonderen Merkmal der Sprachfördermaßnahmen in Köln geworden; sie erweisen sich für alle Beteiligten als lehrreich und lernintensiv. Ferienschulen fördern eine optimale Nutzung der Ferienzeit für Schülerinnen und Schüler. Darüber hinaus ermöglichen sie Erprobung von neuen Unterrichtsverfahren sowie Training und Weiterqualifizierung von Förderkräften.
Um mehr über die Ferienschulen und sonstigen Projekte zu erfahren, klicken Sie einfach auf die entsprechenden Links in der Navigation.